Ich hatte bereits vor Jahren von Stanislaw Petrow gehört, der durch sein besonnenes Handeln den dritten Weltkrieg verhindert hatte, und war nun neugierig, Näheres über die damaligen Ereignisse und Petrows Leben zu erfahren.
Lukas Meisel zeichnet die Tage im September 1983 nach, in denen das Schicksal der Menschheit in den Händen von Stanislaw Petrow lag. Hierbei ist er sehr um ein wahrheitsgemäßes Bild von Petrow bemüht. Er sprach unter anderem mit Petrows Sohn und Kurt Schuhmacher, einem Bestatter aus Oberhausen, der Petrow zum Dank in Russland besucht und ihn auch nach Deutschland eingeladen hatte. Petrow selbst ist 2017 verstorben, und der Vorfall unterlag viele Jahre strengster Geheimhaltung.
Der Verlauf der Ereignisse zeigt, wie knapp damals die Welt einem Atomkrieg entging und auch, wie riskant es ist, sich blind auf technische Systeme zu verlassen. Hätte an diesem Tag nicht Petrow, der kurzfristig für einen erkrankten Kollegen einsprang, Dienst gehabt, würde möglicherweise keiner von uns heute existieren. Computersysteme, smarte Technologien und KI sind heute nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Petrows Geschichte sollte uns eine Mahnung sein, wie wichtig ist, diesen nicht die alleinige Kontrolle zu überlassen. Ein wacher, die einzelnen Faktoren besonnen abwägender menschlicher Verstand kann einen lebenswichtigen Unterschied machen.
Sehr lesenswert!
Lukas Maisel
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Lukas Maisel
Wie ein Mann nichts tat und so die Welt rettete
Tanners Erde
Buch der geträumten Inseln
Neue Rezensionen zu Lukas Maisel
Die Geschichte ist schnell erzählt.
Auf dem Acker des Bauern Tanner tun sich plötzlich zwei Löcher auf, groß und tief. Keiner weiß wieso und warum. Der Bauer selbst sucht zuerst Hilfe bei der Polizei, dann beim Pfarrer und schlussendlich bei einem befreundeten Bauern, der ihm ein Stück Land verspricht, damit er seine Tiere versorgen kann.
Natürlich sind diese Löcher Dorfgespräch und ziehen Neugierige und die Presse an. Das Dorf hilft, doch Tanner ist ein stolzer Mann, der keine Hilfe annehmen will. Und natürlich geht der Dorftratsch einher.
Am Ende wird der Boden, von dem Bauer Tanner gelebt hat, unbrauchbar. Sein Vieh kann er darauf nicht weiden lassen und kein Mähdrescher wird auf ihm fahren, um seinen Weizen zu ernten. Er schlägt zuerst die Hilfe der Gemeinde aus, dann erbittet er um einen Gemeindebeitrag, der nicht gewährt wird und steht schlussendlich vor dem Ruin.
Und genauso emotionslos wie meine Inhaltsangabe habe ich das Buch gelesen. Drei Lesestunden eines Nachmittages, die eine fassungslose Leere über sinnlose Löcher im Boden zurückgelassen haben.
Lukas Maisel schreibt hier ein Buch über eine Suche oder einen Traum, über Wünsche oder über die Realität und der Leser wird in dem Roman "Buch der geträumten Inseln" auf eine etwas wirre Reise geschickt. Eine Reise, die mich nicht glücklich gemacht hat. Sondern eher eine Reise, die mich verwirrt hat und dies ist nicht unbedingt mein Wunsch und/oder mein Anspruch an eine buchige Reise.
Robert Akeret, ein Kryptozoologe begibt sich auf eine Reise nach Neuguinea, er möchte auf dieser Reise beweisen, dass es ein Wesen zwischen Menschen und Tieren gibt, ein Wesen, dass unter verschiedenen Namen bei verschiedenen Völkern bekannt ist. Er erwählt Neuguinea als Wohnort für dieses noch unbekannte Wesen, denn in den unbekannten Urwäldern dieser großen Insel malt der Forscher sich seinen Erfolg aus. Mit einem anderen Wissenschaftler und zwei anderen Begleitern macht er sich auf die Reise. Werden sie fündig werden?
Und dann geht es in diesem Buch noch um Traum und/oder Wirklichkeit oder um die Luzidität oder um den menschlichen Wunsch und seine etwaige Verwirklichung. Ein schräges Experiment ist dieses Buch. Für meinen Geschmack etwas zu schräg. Dennoch ist dieses Buch in meinen Augen aber nicht schlecht.
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