Lukas Niederberger Die Kunst engagierter Gelassenheit

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst engagierter Gelassenheit“ von Lukas Niederberger

Mit Herzblut bei der Sache sein. Voller Hingabe ein Ziel verfolgen. Widerstände dafür in Kauf nehmen. Wer sich derart brennend engagiert, verausgabt sich zuweilen bis zur Erschöpfung. Gegen Burnout hilft spirituelle Selbstvorsorge. Lukas Niederberger vermittelt dafür erlernbare Techniken und ermutigt zu einer gesunden Unbekümmertheit, die in Gottvertrauen wurzelt.

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  • Rezension zu "Die Kunst engagierter Gelassenheit" von Lukas Niederberger

    Die Kunst engagierter Gelassenheit
    Sophia!

    Sophia!

    19. November 2011 um 17:57

    „Bei den meisten Menschen ist Ruhe nichts als Erstarrung und die Bewegung nichts als Raserei. (Epikur)“. _ An diesem Zitat wird schon ersichtlich, dass das Ziel die goldene Mitte sein muss, eben der Zustand zwischen Erstarrung und Raserei. Der Begriff der engagierten Gelassenheit strebt genau diese innere Haltung an und steht bezeichnenderweise für die Kunst, einer gewissen Sache vollste Aufmerksamkeit zu schenken und dennoch nicht dem zerstörerischen, krank machenden Stress zu verfallen. Es geht darum wie man brennt, ohne auszubrennen. _ Der Philosoph und Theologe Lukas Niederberger hat mit dem Titel „Die Kunst engagierter Gelassenheit“ ein Buch geschaffen, das seinen Lesern umfassende Ratschläge gibt, wie genau dies gelingen kann. Wichtig scheint ihm zu sein, Gelassenheit nicht einfach vorschreiben zu wollen, sondern vielmehr im Hinblick auf die jeweilige individuelle Persönlichkeit anzuwenden. Jeder Einzelne ist angesprochen in der konkreten ihn umgebenen Situation. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Schicksal des Sisyphus, der in seiner ausweglosen Situation ein neues Ziel findet, nämlich das auf dem Weg zu sein und somit den Zustand der heiteren Gelassenheit erreicht. Doch genau das im Einzelfall anzuwenden, ist sicherlich nicht immer leicht. Daher wird in dem ersten Teil des Textes der Begriff der Gelassenheit näher betrachtet. Ein facettenreicher Ausdruck, der für verschiedene Dimensionen steht, wie bei den alten Griechen etwa für Besonnenheit, Seelenruhe, Gleichmut oder Leidenschaftslosigkeit. Auch im Lateinischen kann das Wort unterschiedlich interpretiert werden. Die Betrachtung der verschiedenen Sprachdimensionen kombiniert mit der geschichtlichen Entwicklung ist hochinteressant und aufschlussreich. Am Ende eines jeden Kapitels richten sich einzelne Fragen an den Leser, die ihn zu einer weiterführenden Reflektion anregen sollen. Die Fragestellungen zu diesem Abschnitt lauten beispielsweise: „Wie definiere ich Gelassenheit?“ „Wann, wo und wie erlebe ich Gelassenheit im Alltag – in Partnerschaft und Familie, am Arbeitsplatz, mit Freunden, in der Freizeit oder auf dem persönlichen spirituellen Weg?“ _ Ebenfalls finden sich in jedem Kapitel eine Vielzahl unterschiedlicher Meinungen zu dem jeweiligen Thema von Menschen, die gezielt dazu befragt wurden. Hier erweitert sich die eigene Sichtweise, man kann vielem zustimmen oder andere Positionen für sich selbst ausschließen. In einem nächsten Schritt werden die Gelassenheitshemmer thematisiert, zu denen etwa Aussehen, eigene und fremde Erwartungen, Vergleiche mit anderen, Beziehungskonflikte, Ängste oder ein mangelndes Selbstwertgefühl zählen. Auch hier ist es interessant, fremde Sichtweisen kennenzulernen. Zusätzlich werden Erkenntnisse der sogenannten Worrying-Forschung angesprochen sowie Strategien, zum Loslassen der Hemmnisse. Mögliche Strategien wären Weinen, Klagen, Trauern, Pausen, Filme, Literatur, Gespräche, Gebet, Bewegung in der Natur uvm. Auch ein Blick auf das besondere Nutzen dieser Methoden ist empfehlenswert. _ Wie eine engagiert gelassene Lebensweise glücken kann, verdeutlichen etwa auch die Regeln von Papst Johannes XXIII. oder auf humorvolle Weise die 11 Artikel des Kölner Grundgesetzes und deren Übersetzung ins Hochdeutsche. Das Zusammenspiel von Fließtext, Zitaten, Befragungsergebnissen von Einzelpersonen, Reflektionsfragen und Beispielen macht das Lesen zu einer gewinnbringenden Erfahrung und Erweiterung des eigenen Horizonts auf angenehme Weise. - Fazit: Ein wichtiges, ein wertvolles Buch und Wegbegleiter zu neuer Gelassenheit und somit neuer Lebensqualität. Ich würde es jederzeit wieder lesen und meinen Liebsten schenken.

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  • Rezension zu "Die Kunst engagierter Gelassenheit" von Lukas Niederberger

    Die Kunst engagierter Gelassenheit
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    08. June 2011 um 09:47

    „Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, so würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde nicht so perfekt sein wollen und würde mich mehr entspannen. Ich wäre ein bisschen verrückter als ich gewesen bin und würde viel weniger Dinge so ernst nehmen. Ich würde nicht so gesund leben. Ich würde mehr riskieren, mehr reisen und Sonneuntergänge betrachten, mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen. Ich war einer dieser klugen Menschen, die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten. Wenn ich noch einmal anfangen könnte, würde ich versuchen, die Augenblicke zu leben. Denn aus diesen besteht das Leben; nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen! Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen. Und ich würde mehr mit Kindern spielen, wenn ich das Leben noch vor mir hätte. Aber ich bin 85 Jahre alt und weiß, dass ich bald sterben werde.“ (Autor unbekannt) Hat Sie irgendetwas an dieser persönlichen Lebensbilanz angesprochen, Sie zusammenzucken lassen oder irritiert? Haben Sie schon einmal solche Gedanken gedacht oder gar ausgesprochen? Sehnen Sie sich danach, mehr Ruhe und Gelassenheit in Ihr Leben zu bringen, und es dennoch engagiert und lebendig, mutig und auch getrost zu führen? Dann könnte das vorliegende Buch des Schweizer Philosophen und Theologen Lukas Niederberger für Sie eine wichtige, Ihr Leben verändernde Lektüre sein. Denn er will zeigen „wie man brennt, ohne auszubrennen.“ Mit vielen Texten und Zitaten aus der Literatur und der spirituellen Tradition angereichert, zeigt er sehr einfühlsam, aber immer klar und konsequent, welche Orientierung es braucht, um mehr Gelassenheit in das eigene Leben hineinzubringen. Zentral dabei ist etwas, was die meisten Menschen verdrängen und nicht hören wollen, und deshalb ihr Leben im Hamsterrad immer nur noch beschleunigen und mit sinnlosen Aktivitäten beschweren. Man kann nämlich nur gelassen sein und leben, wenn wir uns den Bruder Tod zum Freund machen. „Solange uns dies nicht gelingt, sind wir der rastlosen Jagd unterworfen nach immer noch mehr Glück und Zufriedenheit.“ Mehrere kleine Fragebögen helfen dem Leser dieses Buches, sich selbst auf die Spur zu kommen und einen, vielleicht zunächst nur kleinen und kurzen Weg zu finden heraus aus der hektischen Sorge um sich selbst und die Zukunft. Texte und Meditationen wollen anleiten, getrost und voller Zuversicht den Augenblick zu heiligen und wertzuschätzen. Mitten im Leben brennen, das Feuer des Lebens und die Lust an ihm zu spüren, für andere da sein können, ohne sich selbst zu vergessen, das ist, worum es in diesem Buch geht. Der Humor ist dabei ein zentraler und wichtiger Lebensbegleiter, wie der Autor, Goethe zitierend, am Ende betont: „Die Menschen begreifen gar nicht, wie ernst man sein muss, um heiter zu sein.“ Natürlich gilt das auch umgekehrt. Doch man muss wohl schon mehr als die Hälfe seines Lebens hinter sich gebracht haben, um für solche Gedanken und Weisheiten überhaupt auch nur annähernd offen zu sein. Deshalb ist das vorliegende Buch auch kein Ratgeber für alle Lebenszeiten, sondern ein liebevoller Begleiter für die, die auszubrennen drohen, sich dagegen zur Wehr setzen und in ihrem Leben etwas ändern wollen. Die an Ende des Buches abgedruckten Literaturhinweise laden zum Weiterlesen ein und bieten einen guten Überblick über die philosophische und spirituelle Literatur zum Thema „Gelassenheit“.

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