Lukas Pellmann

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Mord im Zweiten, Prater und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lukas Pellmann

Lukas Pellmann, geboren 1979 in Essen, BRD, lebt seit seinem elften Lebensjahr in Wien. An der Universität Wien studierte er Geschichte & Politikwissenschaft, seitdem ist er unter anderem als Blogger (www.booksinvienna.at) tätig.
Im Herbst 2015 erschien mit »Mord im Zweiten« sein erster interaktiver Fortsetzungskrimi als E-Book-Serie. Leserinnen und Leser konnten via Social Media erstmals zum aktiven Teil der Handlung werden.
Im Dezember 2016 erschien »Mord im Zweiten« als Taschenbuch, es folgten die Fortsetzungen »Hängende Spitze«, »Instamord« sowie »Ehrenrunde«.
»Prater« ist Pellmanns erster Roman, der im Verlag Text/Rahmen erscheint.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lukas Pellmann

Cover des Buches Mord im Zweiten (ISBN:9783945431207)

Mord im Zweiten

 (3)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Prater (ISBN:9783950451047)

Prater

 (2)
Erschienen am 18.05.2018
Cover des Buches Bodenturbulenzen (ISBN:B00RKSYZOM)

Bodenturbulenzen

 (2)
Erschienen am 29.12.2014
Cover des Buches Rotsünder - Teil4 (ISBN:B00V5970YY)

Rotsünder - Teil4

 (0)
Erschienen am 23.03.2015
Cover des Buches Rotsünder Teil2 (ISBN:B00TQY8E0E)

Rotsünder Teil2

 (0)
Erschienen am 17.02.2015
Cover des Buches Rotsünder - Teil3 (ISBN:B00U7FP57G)

Rotsünder - Teil3

 (0)
Erschienen am 02.03.2015
Cover des Buches Rotsünder (ISBN:B00T6L3NK8)

Rotsünder

 (0)
Erschienen am 03.02.2015

Neue Rezensionen zu Lukas Pellmann

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Rezension zu "Prater" von Lukas Pellmann

Prater
LenaSilbernaglvor 4 Monaten

Darum geht's:
Valerie Kepler hat erfreuliche Nachrichten für ihren Mann Jan: Sie ist schwanger. Doch die Umstände im Wien des Jahres 2028 sind weniger erfreulich. Eine Trinkwasser-katastrophe verwüstete sechs Jahre zuvor zwei Wiener Bezirke. Den Menschen blieb nur die Flucht über die Donau, in die Bezirke Leopoldstadt und Brigittenau. Als sich die übrigen Stadtteile einer fairen Verteilung der Flüchtlinge verweigerten, kippte die hilfsbereite Stimmung. Sechs Jahre später hat sich Wien in eine Ansammlung loser Stadtstaaten verwandelt. Aus der Leopoldstadt wurde der autoritär regierte Prater, dessen Herrscher rigoros gegen geflüchtete Danubier vorgeht. Jan Kepler stieg zu einem ranghohen Mitarbeiter der Abteilung für direkte Wahrheit auf. Und aus Valerie wurde eine Frau, die als gebürtige Danubierin im Prater keine Zukunft für sich und ihr Baby sieht.

Das Buch:
Lukas Pellmanns Buch "Prater" lässt mich atemlos zurück. So viel Spannung hat der Autor in dieses Buch gepackt und selbst nach den vielen Seiten wird einem nicht langweilig. Das Buch kann nämlich auch noch in den letzten Seiten mit vielen Überraschungen und Wendungen punkten. 
Doch gehen wir zum Beginn des Buchs. Der Beginn wird mit einer eigentlich freudigen Nachricht eingeleitet, denn Valerie ist schwanger. Eine Nachricht, die eigentlich jeden Menschen erfreuen sollte, ist es jedoch nicht. Denn im Wien des Jahres 2028 ist nichts mehr so, wie es einmal war. 
Valerie wird hier bereits als ängstliche Bürgerin des Praters, aber auch als freudige Ehefrau beschrieben. Man kann als Leser ihre Ängste gut nachvollziehen und auch im weiteren Verlauf des Buches nachempfinden, wie sie sich fühlt.
Pellmann zeichnet ein Wien, welches gespalten wurde. Wien ist nicht mehr das was es war - ein eigenständiges Bundesland, sondern es wurde in mehrere kleine Stadtstaaten zerteilt und der Prater ist zu einer Diktatur geworden. 
Im weitern Verlauf des Buchs erfährt der Leser viele wichtige Informationen über den Prater, der vom Obersten regiert wird. Dieser Oberste ist zwar quasi ein Diktator, scheint jedoch auch charismatisch zu sein. Pellmann vermag hier etwas zu zeichnen, dass auch in den Jahren 1933 bis 1945 vorgeherrscht haben mag. 
Der Leser wird in die Geschichte gezogen, denn man kann alles aus dem Blickwinkel von Valeries Mann Jan verfolgen. Dieser scheint genau der Typ Mensch zu sein, den es auch heute in Österreich gibt. Fremdenfeindlich, aber auf sein Volk bedacht. Somit schafft Pellmann kein Individuum, sondern einen Typus, der stellvertretend für diese Menschengruppe steht. 
Das faszinierend in diesem Buch ist die Vereinigung von dystopischen Elementen mit den wahren Begebenheiten von heute. Es ist nicht unvorstellbar, dass es in Zukunft wirklich so sein könnte, wie Pellmann es hier beschreibt. 
Dabei kommen jedoch auch kritische Züge hervor. Vor allem, wenn man davon lies, wie Jan in der "Abteilung für direkte Wahrheit" vorgeht. Man erlebt, wie er Nachrichten bewusst fälscht und man erfährt auch, dass seine Abteilung nicht immer mit rechten Mitteln handelt. 
Dass wohl beste an diesem Buch sind die eingestreuten Zitate, welche man nicht auf den ersten Blick erkennt. Sie sind mittels eines kleinen Sternchens gekennzeichnet und stammen aus dem wahren Leben. 
In diesem Buch werden Fiktion und Wahrheit derart vermischt, dass man nicht mehr erkennen kann, was was ist. Und genau das soll man auch nicht, das ist genau der Punkt, auf den Pellmann hinaus möchte. Man kann nicht mit Sicherheit sagen, dass solche Zeiten wie die Nazizeit vorbei sind und nie wieder vorkommen werden. Denn genau so etwas zeigt uns Pellmann in seinem Buch "Prater". Hier wird mit Menschen genauso umgegangen wie mit den Juden damals. Dieses Buch zeigt auf, wie leicht so etwas wieder passieren kann und wie weit so etwas gehen kann. Denn hier sind die Menschen nicht einmal von einer anderen Religion oder aus einem anderen Land, sondern gehörten genauso zu Wien wie der Prater es einmal tat. Pellmann treibt das ganze also auf die Spitze. 

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Rezension zu "Mord im Zweiten" von Lukas Pellmann

Rezension zu "Mord im Zweiten" von Lukas Pellmann
Kathleen1974vor 3 Jahren

Titel: „Mord im Zweiten“
Autor: Lukas Pellmann
Verlag: kladde Buchverlag 1. Auflage 2016
Seitenzahl: 332 Seiten

Klappentext:
„Im Oktober 2015 wird der Wiener Theaterintendant Valentin Karl tot, an einem Waggon des Riesenrades hängend, aufgefunden. Chefinspektorin Vera Rosen und der ihr aus München dienstzugeteilte Kollege Moritz Ritter nehmen die Ermittlungen auf. Dabei stoßen sie rasch auf eine Reihe von Fragen: Welche Rolle spielt Chefdramaturg Daniel Moser, der nach dem Tod Valentin Karls die Leitung des Karltheaters auf der Praterstraße übernimmt und dem enge Verbindungen zur rechtspopulistischen Partei FBW nachgesagt werden? Ist ein Mitglied der Bürgerinitiative Konsumfreier Kaiserwiese in den Fall verstrickt, die sich eine harte Auseinandersetzung mit Valentin Karl über die kommerzielle Nutzung der Rasenfläche im Prater geliefert hat? Und haben die plötzlich verschwundenen Flüchtlinge etwas mit dem Fall zu tun, die Valentin Karl in seinem Theater aufgenommen haben?
Mord im Zweiten greift die ehemals große Theatertradition des 2. Wiener Gemeindebezirks, der Leopoldstadt, auf. Als Inspiration diente das Carltheater, das vor seinem Abriss in den 1950ern zu den bedeutendsten Bühnen der Stadt zählte.“

Zum Cover:
Das Cover, welches mir im Geschäft nicht unbedingt sofort ins Auge gesprungen wäre, passt perfekt zum Buchinhalt! Die darauf dargestellten Objekte schauen aus, als wären es ausgeschnittene Pappfiguren. Mal was ganz Anderes, was es dann irgendwie besonders macht!

Zum Inhalt:
siehe Klappentext (weiter oben)

Schreibstil:
Ein bisschen musste ich mich erst einmal an den Schreibstil zu Beginn des Buches gewöhnen, denn man trifft auf so einige Wörter, die einem nicht bekannt sind, wenn man nicht gerade in Österreich lebt. Ebenso werden einige Dialoge im österreichischen Dialekt geführt, was ich aber sehr passend und authentisch finde. Die Schreibweise, ja sogar der Dialekt wurde mir dann recht schnell zugänglich. Das Buch ließ sich sodann flüssig und gut verständlich lesen.

Lieblingszitat:
„Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben.“ (Seite 62)

Meine Meinung zum Buch:
Der Autor ist mir von Instagram bekannt. Über diese Plattform wurde ich auf sein Buch aufmerksam und neugierig.

Man begleitet Vera Rosen und Moritz Ritter bei einer spannenden Ermittlung durch das schöne Wien. Man spürt die ganze Zeit, wie bedeutend diese Stadt für den Autor ist, der in Wien lebt! Seine detaillierten Beschreibungen von Straßen und Gebäuden waren dabei sehr anschaulich. Ich konnte mir den Ort des Geschehens und all das Drumherum bildlich sehr gut vorstellen. Zudem habe ich mich zusätzlich über Google informiert, vor allem die Geschichte des Riesenrades fand ich dabei sehr spannend.

Der Autor stattet Vera und Moritz mit sympathischen Charaktereigenschaften aus. Ich will nicht zu viel verraten, nur so viel: er gibt beiden je eine ganz spezielle Angewohnheit (Marotte), die diesem Buch etwas sehr Amüsantes verleiht. Dadurch wirken sie sehr authentisch und sympathisch, wie ich finde! Ich mag es sehr, wenn in Geschichten der Spannung auch eine gewisse Portion Humor beigegeben wird.
Ich habe die beiden sofort in mein Herz geschlossen und fand es sehr spannend, mit ihnen gemeinsam die Ermittlungen in diesem Mordfall zu erleben.

Ich tappte mit den beiden ziemlich lange im Dunkeln. Da zahlreiche Personen als Täter in Frage kamen, war es kein Leichtes für die Ermittler (und für mich), den Täterkreis einzugrenzen! Stück für Stück, mit Geduld und vor allem Zusammenhalt der beiden (Vera und Moritz) kamen sie der Aufklärung des Falls immer näher!
Gerade zum Ende hin wurde das Buch sehr spannend und es fesselte mich immens.

Für dieses Buch wurden interessante Charaktere herausgearbeitet und sehr gut dargestellt. Einige Personen verkörperten Macht und Geldgier bzw. die Gier nach Ansehen! Andere wiederrum zeigten sich undurchschaubar oder auch speziell. Aufgrund der vielen Personen wirkte der Fall sehr verstrickt und für mich unvorhersehbar, so dass es mich durchweg fesselte und meiner Unterhaltung beitrug. An keiner Stelle, und das mag ich an Krimis (denn die Auflösung kommt ja nun mal zum Schluss!), zog es sich! Immer wieder kamen neue Aspekte hinzu, die dem Fall Schwung und Dynamik brachten.

Mich hat das Buch begeistert, der Fall, Vera und Moritz sowie Wien. Ein „rundes“ und unterhaltendes, schlüssiges Buch, das ich gern jedem Krimi-Fan nur ans Herz legen kann!
Auf der letzten Seite war ich sogar etwas wehleidig, weil ich mich von beiden Kommissaren verabschieden musste.

Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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Rezension zu "Bodenturbulenzen" von Lukas Pellmann

ein netter Zeitvertreib
mausispatzi2vor 5 Jahren

Es sind wirklich heftige Bodenturbulenzen, die Max Pelzer über sich ergehen lassen muss. Er lässt absolut keine Gelegenheit aus sich in irgendwelche komischen Situationen zu bringen. Die Story ist gut durchdacht und geschrieben, allerdings muss ich sagen, das es für mich persönlich nicht so mein Fall war. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden und es werden sich sicherlich viele Liebhaber finden. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Es ist alles sehr genau und detailreich beschrieben, sodass man sich alles sehr gut Bildlich vorstellen kann. Die Protagonisten sind alle sehr individuell und liebevoll beschrieben, sodass ihre Stärken uns Schwächen sehr gut zur Geltung kommen. Max Pelzer ist Anfang 30 und ein eher schüchterner und zurückhaltender Mann, der während der Zeit auf dem Frankfurter Flughafen lernt über sich hinaus zu wachsen. Das Cover passt zum Buch und es gefällt mir ganz gut.  

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