Mit der Faust in die Welt schlagen

von Lukas Rietzschel 
3,7 Sterne bei41 Bewertungen
Mit der Faust in die Welt schlagen
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Positiv (27):
Walli_Gabss avatar

Empfehlenswerter Roman über die sogenannten "Abgehängten". Sensibilisierend für deren Gefühlswelt; ohne Wertung, ohne Lösung.

Kritisch (3):
StefanieFreigerichts avatar

Dauer-deprimierend. Beschreibt nur, keine Erklärung. Nazis nur wirr, saufend und spontan? Das verharmlost. Anstrengender Stil

Alle 41 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Mit der Faust in die Welt schlagen"

Zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wird

Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint der Aufbruch in ein neues Leben zu sein. Doch hinter den Bäumen liegen vergessen die industriellen Hinterlassenschaften der DDR, schimmert die Oberfläche der Tagebauseen, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst vor dem Verlust der Heimat. Die Perspektivlosigkeit wird für Philipp und Tobias immer bedrohlicher. Als es zu Aufmärschen in Dresden kommt und auch ihr Heimatort Flüchtlinge aufnehmen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder in sich selbst zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Und findet es.

Lukas Rietzschels Roman ist eine Chronik des Zusammenbruchs. Eine hochaktuelle literarische Auseinandersetzung mit unserem zerrissenen Land.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783550050664
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Ullstein Buchverlage
Erscheinungsdatum:07.09.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 07.09.2018 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    renees avatar
    reneevor 21 Stunden
    Perspektivlosigkeit und Folgen

    Lukas Rietzschel trägt uns in seinem Roman "Mit der Faust in die Welt schlagen" nach Sachsen, genauer gesagt nach Neschwitz, ein kleiner Ort bei Bautzen und Hoyerswerda. Wir sind bei der Familie Zschornack; der Vater ist Elektriker und die Mutter ist Krankenschwester und beide haben zwei Söhne, einmal Philipp (91 geb) und der zweite ist Tobias (95 geb). Die Handlung ist gegliedert in drei Handlungsstränge/Bücher; Buch 1 2000-2004, Buch 2 2004-2006 und Buch 3 2013-2015. Die Familie baut am Anfang ein Haus, es geht vorwärts, so denkt man, aber so ist es nicht. Die Familienstruktur bröckelt, soweit überhaupt vorhanden. Gleichzeitig kommt man auch mit vielen rassistischen und engstirnigen Vorurteilen in Kontakt, teils auch schon sehr deutliche Grenzüberschreitungen; die leider grassieren in Kreisen, die als perspektivlos und auch bildungsfern gelten, trotzdem fragt man sich woher solches Gedankengut herrührt in unserer Welt, in der ein jeder abgesichert ist. Es gibt ja auch andere Gegenden der Erde, wo das nicht so ist. Und man bekommt Bauchschmerzen. Und man sieht die Söhne, wie sie damit umgehen und wie sie abdriften, in ein rechtsnationales Umfeld.

    Der Autor schafft es trotz einer recht emotionslos geschilderten Geschichte und ohne komplex gestaltete Charaktere, doch recht viel zu transportieren. Und die Geschichte greift nach dem Leser und lässt auch so schnell nicht los. Man ist in einem Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Und der Autor erzählt nur, er wertet nicht. Das wird dem Leser überlassen. Der geneigte Leser wird einige Ursachen erkennen können, die in Sachsen zu dem Problem führen, dass wir leider haben. Trotzdem fehlen für mich noch einige Blicke in die DDR hinein. Es hätte dem Roman sicher noch gutgetan, zu erklären, dass der Kontakt von Ausländern und der Bevölkerung der DDR einem strengen Reglement unterzogen wurde. Es gab ja größere Gruppen in der DDR; z. B. Kubaner, Angolaner, Mosambikaner und Vietnamesen. Gegenseitige Kontaktaufnahmen waren aber nicht besonders erwünscht und wurden argwöhnisch beobachtet. Vielleicht rührt auch daher ein großes Ressentiment gegen Ausländer in der DDR. Denn so weltoffen wie sich die DDR gab, war sie leider nicht. 

    Gleichzeitig ist dieses Problem ein gesamtdeutsches. Rechtsnationale Kreise und Unzufriedenheit mit dem herrschenden System und der Demokratie gibt es in ganz Deutschland, leider auch basierend auf zurückliegenden Perioden.

    Wenn es aber in dem Roman heißt: "Es braucht mal wieder einen richtigen Krieg.". Dann weiß man zwar es ist ein Roman. Aber man weiß auch, dass solch ein Denken leider auch in der realen Welt existiert. Und das macht Angst, und gleichzeitig auch ungeheuer wütend. 

    Ich wünsche diesem Buch eine sehr große Leserschaft und möglichst viel Raum zum Reden. Denn nur Konversation kann hier meiner Meinung noch helfen.

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    herrzetts avatar
    herrzettvor einem Tag
    Wenn andere die Welt bedeuten

    “Mit der Faust in die Welt schlagen” – ein Roman der aktueller nicht sein könnte und irgendwie den Kopf auf den Nagel trifft, ohne die großen nazistisch, fremdenfeindlichen Aufmärsche zu fokussieren. Lukas Rietzschel setzt nämlich früher an. Die Kindheit. Das Aufwachsen. Das Hineinwachsen am Rande von Spaß und Unverständnis.

     

    “Tobi wachte auf und ging zum Schreibtisch, wo er sich einen kleinen Zettel nahm. Er malte einen Panzer, wie er sich einen Panzer vorstellte, und ließ ihn durch eine rote Pfütze fahren. Er schrieb mit dem selben roten Stift >Krieg< darüber. Daneben ein Fragezeichen.”

     

    Eine Provinz in Sachsen, deren Schicksal eigentlich schon nach der Wende klar wurde. Menschen, die sich scheinbar verlassen und im Stich gelassen fühlen. Während die letzten industriellen Werke der DDR schließen, entwickelt sich auch bei den Menschen nach und nach eine Angst vor dem Verlust und der Perspektivlosigkeit. Wir begleiten zunächst eine Familie bei ihrem Hausbau, der vermeintlich für ein besseres Leben stehen soll. Doch schon während der Schulzeit scheinen Philipp und Tobias nach und nach abzudriften und immer mehr mit rechten Meinungen konfrontiert zu werden. Ihr Umgang wird fraglicher, auch wenn es ihnen anfangs vieles noch nicht so bewusst oder mehr wie Spaß erscheint.  “Ich bin kein Nazi  […] Ich auch nicht […] und Menzel, Ramon und die anderen auch nicht.” Doch als die Situation sich zuspitzt und ihr Heimatort Flüchtlinge aufnehmen soll, zeigt die Wut ganz andere Richtungen und der Ton wird rauer. Während Philipp sich zurückzieht, sucht Tobias nach dem Ventil für seine Wut und um ihn herum fällt scheinbar alles zusammen.

     

    “Und jetzt stell dir mal vor, diese sogenannten Menschen werden Lehrer oder Ärzte oder Politiker. Kannst du dir das vorstellen? Weißt du, wie Deutschland dann aussieht? Wie sie uns behandeln werden? Wir wurden alleingelassen. Seit Jahren schon”

     

    Lukas Rietzschel schafft es mit seinem Roman ein großes Feld an Gedanken und Ursprünglichkeiten hervorzurufen und genau das finde ich beinahe großartig, denn heutzutage geht es oftmals hauptsächlich um die Verurteilung der “Fremdenhasser”, statt um den Ursprung ihres Gedankenguts oder Verhaltens. Der Ursprung liegt nämlich oftmals in der Erziehung, der Verdrängung, den Vorurteilen, der Verharmlosung und der Egalität. Und dennoch ist grade dies das fatale an dieser Einstellung. Aus Spaß wird schnell Ernst und aus einzelnen Gedanken und Wut ein großer Schwall an rechtem Gedankengut, das man nicht einfach so ignorieren oder löschen kann. Und gerade dies wächst von unten, langsam, bis das Licht an der Oberfläche das verheerende Ausmaß des Ganzen verdeutlicht. Früher wie heute. Und Schuld? Ja, schuld sind immer die anderen.
    Dieser Roman greift für mich einzelne entscheidende Punkte hinter der Oberfläche auf. Leicht distanziert und trotzdem sehr treffend in einem Konstrukt aus Trostlosigkeit und der Suche nach einem Ausweg und der Hoffnung. Sprachlich sehr fein und klar thematisiert und dennoch recht emotional ergreifend. Zumindest ich war beim Lesen häufiger wütend, genervt oder saß unverstehend da, auf der Suche nach dem Sinn und vergleichend mit meinen Gedanken zur heutigen Situation. Alles in allem ein spannendes Buch, in dem nun auf den ersten Blick keine weltbewegenden Szenen vorherrschen oder leicht unterhaltend präsentiert werden, aber dafür weitreichend in den Gedanken nachhallen und weitere Gedanken und etwas Verständnis schaffen.

     

    “Diese Gesellschaft, wo niemand mehr sagen kann, was er will. Wo dir vorgeschrieben wird, was du essen, wie viel du trinken und wie schnell du fahren darfst. Du bist ein Rassist, du bist ein Sexist! Die sollen alle mal die Fresse halten!”

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    Lesewunders avatar
    Lesewundervor einem Tag
    Kurzmeinung: gut zu lesen, aber für mich keine überzeugende Erklärung für die Beliebtheit des Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern
    Keine Blühenden Landschaften

    Das Buch erzählt die Geschichte der Familie Zschornack, - Vater, Mutter, 2 Söhne - wohnhaft in der Nähe von Dresden. Der Familie geht es elf Jahre nach der Wende gut. Beide Eltern haben Arbeit und können sich mit viel Eigenleistungen ein Haus bauen. Aber das Umfeld liegt darnieder, da der größte Arbeitgeber vor Ort, eine 
    Glasfabrik, dicht gemacht hat. Ersatzarbeitsplätze wurden keine geschaffen.. So scheint die eigene kleine Welt der beiden Söhne Phillip und Tobias eigentlich in Ordnung. Das ändert sich jedoch mit den Jahren. Die Ehe der Eltern scheitert. Der geliebte Großvater stirbt. Beide Jungen versuchen den verlorenen Halt bei Freunden zu finden. Mit diesen Freunden hat es das Leben nicht so gut gemeint. Arbeitslosigkeit in der Familie, gescheiterte Beziehungen und Alkohol prägen ihren Alltag. Dafür muss einer die Schuld tragen. Zuerst richtet sich ihr Zorn gegen die dort lebende Minderheit der Sorben. Als mit der Flüchtlingswelle auch andere Ausländer in die Gegend ziehen, wendet sich der Hass gegen sie, die ihnen in ihren Augen ihre Heimat und Zukunft nehmen. Phillip, der eine gute Arbeit hat, zieht sich sowohl von der Familie als auch dem rechten Freundeskreis zurück. Tobias dagegen verstrickt sich immer mehr in die rechte Szene.
    Ich habe das Buch mit großen Erwartungen angefangen zu lesen. Leider wurden sie nicht erfüllt. Im Grunde erzählt der Autor eine banale Geschichte, die sich überall auf der Welt so oder ähnlich immer wieder abspielt. Phillip und Tobias wachsen in guten geordneten Verhältnissen auf. Sie werden nicht vernachlässigt. Sie haben Zugang zu Bildung, machen eine Ausbildung. Auch nach der Trennung bemühen sich die Eltern weiterhin um Kontakt zu den Söhnen. Mir hat sich nicht erschlossen, in wie weit  das Buch erklärt, warum der Rechtsextremismus  gerade auf Jugendliche wie Phillip und Tobias eine solche Anziehungskraft ausüben soll.
    Das Buch selbst liest sich sehr gut. Der Autor wählt sprunghaft einzelne Ereignisse im Leben der Brüder aus , die er als wesentlich für ihre Entwicklung erachtet. Dazu bedient er sich zum Teil fragmentarischer Sätze, so dass eine Dringlichkeit im Erzählfluss entsteht.
    Alles in allem ein interessantes Buch, aber für mich nicht der große Wurf.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 2 Tagen
    ‚Deshalb ist man doch kein Nazi.‘ (Track 105)

    ‚Deshalb ist man doch kein Nazi.‘ (Track 105)

    Philipp und sein jüngerer Bruder Tobias wachsen in der sächsischen Provinz auf. Nach dem Fall der Mauer sind die hier lebenden Menschen unzufrieden, fühlen sich von der Regierung vergessen und sind überzeugt, dass Versprechen nicht eingelöst wurden.

    Lukas Rietzschel erzählt in seinem Debütroman ‚Mit der Faust in die Welt schlagen‘ von einer Kindheit und Jugend in der Nähe von Bautzen, von Arbeitslosigkeit und Umschulung, von Alkoholismus und fehlenden Zukunftsperspektiven, von einer weit verbreiteten Xenophobie und der Angst, noch mehr zu verlieren.

    Rietzschels Roman umfasst die Jahre 2000 bis 2006 sowie 2013 bis 2015, in denen er aufzeigt, wie die Brüder aufwachsen und mit welchen Anschauungen und Meinungen sie bereits in jungen Jahren konfrontiert wurden und wie die Situation mit dem Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise, der Gründung von Pegida und der Propaganda von Thilo Sarrazin schließlich eskalierte.

    Ich bin selbst in einer Kleinstadt in Sachsen aufgewachsen und beobachte seit den 1990er Jahren die zunehmende Unzufriedenheit, die ausländerfeindliche Gesinnung und die Hoffnungslosigkeit in meiner alten Heimat, obwohl es mir sehr wichtig ist zu betonen, dass dies nicht die Mehrheit der Menschen in Sachsen darstellt, sondern dass die Anhänger von Pegida und AfD einfach lauter schreien und mehr Gehör finden als diejenigen, die diese ablehnen.

    Ich war sehr gespannt auf den Roman, der genau das behandelt, was ich selbst erlebt, beobachtet und erfahren habe, was mich beschäftigt und was mich in seiner Dynamik interessiert. Und ich kann sagen, dass mir der Roman alles in allem gut gefallen hat, dass ich ihn aber oft zu emotionslos gefunden habe.

    Den Schreibstil empfand ich als etwas zu abgehackt, so dass er mich eher an einen Schüleraufsatz als an einen Roman erinnert hat. Auch der Sprecher Christoph Letkowski klang irgendwie gelangweilt, und ich fand es eindeutig spannender und angenehmer, den Roman zu lesen statt Letkowski zu lauschen. Sicherlich passt seine Art und Weise, den Roman zu lesen, zur eher emotionslosen Erzählweise Rietzschels, aber ich finde, als Hörbuchhörer muss man auch ein bisschen mitgerissen werden.

    Unterm Strich würde ich das Buch aber empfehlen, da es sehr gut den Weg von Perpektivlosigkeit in Radikalisierung nachzeichnet und dadurch zum Verstehen des Phänomens Pegida und des Wahlerfolgs der AfD beiträgt.

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    Walli_Gabss avatar
    Walli_Gabsvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Empfehlenswerter Roman über die sogenannten "Abgehängten". Sensibilisierend für deren Gefühlswelt; ohne Wertung, ohne Lösung.
    Trost-, Macht- und Perspektivlosigkeit

    Lukas Rietzschels Debüt „Mit der Faust in die Welt schlagen“ handelt vom Leben der sächsischen Familie Zschornack und schildert das Heranwachsen der Söhne Philipp und Tobias. Die Handlung beginnt im Jahr 2000 auf einer Baustelle, auf der gerade das neue Eigenheim der Zschornacks gebaut wird. Tobias ist ungefähr fünf Jahre alt, Philipp geht bereits in die Grundschule, der Vater arbeitet als Elektriker, die Mutter als Krankenschwester. Diese Ausgangssituation wirkt eigentlich hoffnungsvoll, und doch schwingt bereits auf jeder Seite eine gewisse Trostlosigkeit mit, die sich durch den gesamten Roman zieht. Eine Trostlosigkeit, die auch die Kinder schon zu spüren und in sich aufzunehmen scheinen. Die stillgelegte und langsam verfallende Ziegelesse in der Nachbarschaft. Arbeiter mit Ausbildungen, die nichts mehr wert sind. Das abschätzige Gerede über die Sorben, deren Sprache man nicht versteht. Der Kollege des Vaters, dessen Frau allein in den Westen gezogen ist und über den sich das Gerücht hält, er wäre Stasi-Spitzel gewesen.

    Die Coming-of-Age-Geschichte von Philipp und Tobias zieht sich in drei großen Zeitabschnitten bis ins Jahr 2015. Kindheit und Jugend werden in einer losen Abfolge vor allem kleinerer Ereignisse geschildert. Sie verlaufen weder besonders glücklich noch besonders unglücklich; es gibt steife Familienfeiern und Misserfolge in der Schule – so weit, so normal. Prägend scheint jedoch eine gewisse Sprachlosigkeit in der Familie zu sein, die sich durch alle Generationen zieht. Die Großeltern schweigen, die Eltern schweigen. Die Kinder schweigen irgendwann auch, nachdem ihre Fragen zu lange unbeantwortet geblieben sind. In der Familie Zschornack wird über den Alltag gesprochen, aber nicht über die Vergangenheit. Nicht über Gefühle, nicht über Perspektiven, nicht über Zukunftsträume. Letztere gibt es wohl gar nicht; die Eltern scheinen schon vor langer Zeit resigniert zu haben und diese Resignation unbewusst an beide Kinder weiterzugeben. Man fühlt sich klein, man macht sich klein. Für die Söhne funktioniert das irgendwann nicht mehr.

    Rietzschel, 1994 in Ostsachsen geboren und damit ungefähr im gleichen Alter wie seine Protagonisten, macht in seinem Erstling Macht- und Mutlosigkeit greifbar. Beides scheint sich von einer Generation auf die andere zu übertragen. Einige Figuren begehren dagegen auf, was aber nicht bedeutet, dass sie sich aktiv um ein besseres Leben bemühen. Stattdessen reift der Wunsch, „Mit der Faust in die Welt schlagen“ zu wollen. Es wird plausibel dargestellt, wie manche Jugendliche ihr Ventil finden: sich zusammenrotten, Stärke durch Einschüchterung Schwächerer demonstrieren. Andere flüchten sich in Alkohol und Drogen, das Glück scheint es nur im verhassten Westen zu geben, wo die Gutmenschen leben, die man nicht kennt und auch nicht kennenlernen will. Die Wut wächst, wenn man sich ungeliebt und vergessen fühlt. Der Hass auf das Fremde ist endlich ein Gefühl, über das man reden kann; die Fremden sind Menschen, denen man sich endlich mal überlegen fühlt. Es liest sich bedrückend in seiner Nachvollziehbarkeit.

    Ich habe in diesem Roman nach dem einen Punkt gesucht, der der Wendepunkt war – der, an dem die Dinge hätten anders verlaufen können, wenn vielleicht ein, zwei Parameter anders geartet gewesen wären. Ich konnte ihn nicht finden. „Mit der Faust in die Welt schlagen“ lässt mich daher teils ratlos zurück. Und doch habe ich Einblicke in Denkweisen bekommen, die mir unbekannt waren, habe eine bessere Idee davon erhalten, was Trost-, Macht-, Mut- und Perspektivlosigkeit mit einem machen können. Lukas Rietschel hat einen Roman geschrieben, der nicht wertet, der keine Lösungen aufzeigt, der es dem Leser nicht leicht macht. Aber er klingt nach.

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    QPetzvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: schwierige Lebensphasen... Erwachsen werden
    schwierige Lebensphasen... Erwachsen werden

    Das Buch behandelt ein immer wieder brisantes Thema - daher geht es auch immer wieder unter die Haut. Es handelt sich dabei eben nicht um ein Buch für Zwischendurch - sondern das Buch beansprucht den Leser so richtig voll umfänglich. 
    Schreibstil ist äußerst gewandt und passend zu dem Buch - er lies sich schön lesen. 
    Inhaltlich und auch vom Schreibstil her hat mir das Buch gefallen. Der Interessensbogen wurde auch das ganze Buch hindurch recht hoch gehalten. 
    Womit ich mir schwer getan hatte war, dass ich mich nicht so ganz in die Brüder hineinversetzen konnte - da sprang der Funke einfach nicht so ganz über.

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    AnTheias avatar
    AnTheiavor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Ungewohnt, unangenehm und in der Art zu (be)schreiben auch mit jedem Satz trist und perspektivlos. Ein Buch genau zur richtigen Zeit.
    Brandaktuell zu hochbrisantem Thema

    Eigentlich kommt dieses Buch genau zur richtigen Zeit. Das Thema könnte vor dem Hintergrund der Pegida-Demonstrationen und der erstarkendem Rechtsbewegung im Osten nicht aktueller sein. Die Geschichte beginnt 11 Jahre nach der Wende. Die beiden Brüder Philipp und Tobias wachsen in Neschwitz, einem kleinen Ort irgendwo in Sachsen auf, und erleben die zunehmende Perspektivlosigkeit sowie den Zusammenbruch ihres sozialen Gefüges, das die DDR hinterlassen hat. Beide versuchen ihre zunehmende Wut über ausstehende Veränderungen in den Griff zu bekommen und finden ein Ventil im rechtsradikalen Gedankengut...

    Das Thema ist sehr spannend und hinterlässt durchaus beim Leser Spuren, auch bei mir. Ich habe sehr mit mir persönlich gerungen, welche Note ich diesem Buch geben möchte. Aber vielleicht ist das genau das, was der Autor erreichen möchte. Er will mit dieser Geschichte nicht gefallen. Er will anecken, kantig unangenehm sein. Mag sein, dass er sich durchaus einiger Klischees bedient, aber er will vor allem, dass wir uns als Leser mit dem Thema und der Perspektivlosigkeit der Menschen auseinandersetzen. Er will sie nicht verteidigen. Im Gegenteil, die Geschichte ist sehr sperrig und nicht für jeden Leser, der einen flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil gewohnt ist, geeignet. Ich hatte durchaus meine Schwierigkeiten, meinen Rhythmus zu finden. Ich hatte sehr das Gefühl, im Stil der Bild-Zeitung zu lesen. Kurze, stakkatohafte Sätze, die eine schier endlose Aneinanderreihung von Tatsachen, manchmal auch nur Beobachtungen sind. Und die nicht wirklich beim Leser ein hohes Bildungsniveau erfordern. Man findet nicht wirklich einen Zugang zu den handelnden Figuren Tobias und Philipp und auch das Ende ist sehr offen und überlässt es dem Leser das Urteil über die beiden zu fällen.

    Trotz allem, denke ich, ist der Schreibstil und die Idee der Geschichte, genau das Besondere, was dieses Buch ausmacht. Eben nicht dem Mainstream zu folgen, sondern ungewohnt, unangenehm und in der Art zu (be)schreiben auch mit jedem Satz eine Tristheit und Perspektivlosigkeit zu verbreiten, die es mir als Leser sehr schwer macht zu entscheiden, ob man es liebt oder nicht.

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    Kristall86s avatar
    Kristall86vor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Ein absoluter Knaller der Literatur! Unbedingt lesen!
    Wenn die Wut einen übermannt

    Oh ja, das möchte man manchmal, wenn es alles mal wieder nicht so läuft wie man es gerne hätte. Philipp und Tobias wachsen in der hinterletzten Provinz Sachsens auf. Es ist Sommer. Die Luft flirrt. Ihre Eltern sind dabei ein neues Haus zu bauen - ein neuer Weg für die Eltern, ein neuer Schritt in deren Leben. Dennoch sind die Hinterlassenschaften der DDR immer noch allgegenwärtig. Überall stehen noch diese Zeitzeugen herum und verfallen und vergammeln. Da kann man schon Wut bekommen. Ist denn wirklich alles jetzt besser nach der Wende? Die Jungs haben Angst vor ihrem Alltag und vor dem Verlust ihrer Heimat. Sie haben keine Perspektive. Null. Alles scheint ausweglos. In Dresden beginnen die ersten Aufmärsche. Und als es in ihrem Provinznest auch soweit ist Flüchtlinge aufzunehmen, platz das Ventil der beiden. Lukas Rietzschel hat in meinen Augen ein kleines Meisterwerk geschrieben. Mit seinem aktuellen Roman „Mit der Faust in die Welt schlagen“ zeigt er wortgewaltig, aktuell, schonungslos, realistisch und irgendwie ungeschminkt und ungeschönt die derzeitige Situation in unserem Land. Mit seinem Schreibstil verfällt Rietzschel in eine gewisse Tiefe die man gerne zulässt und wie ein Sog wirkt. Man kann sich diesem Buch nicht entziehen. Man kann nicht aufhören zu lesen. Rietzschel nimmt die Leser mit in die Zeit von 2000 bis 2015. 15 Jahre beleuchte er die beiden Brüder und deren Umgebung. Es ist unheimlich erschreckend wie genau er hier beschreibt und die beiden Brüder darstellt. Und es ist recht schnell klar welche politische Gesinnung jeder der beiden nachgehen wird. Diese Ahnung ist aber nur von Vorteil, denn dadurch kann man wunderbar in die Köpfe der beiden blicken. Ganz wichtig ist es aber das Rietzschel aufzeigt, dass nicht nur die Ossis Neonazis sind/werden etc....es ist Grund verkehrt hier alle in einen Topf zu stecken. Ich bin ebenfalls in Sachsen geboren und habe 23 Jahre meines Lebens da verbracht. Bin in DDR aufgewachsen. Kenne also alle Hintergründe dieser Situation die Rietzschel nur zu gut beschreibt. Rietzschel weiß genau in die Psychologie des Lesers einzugreifen und hat mich dadurch unheimlich zum nachdenken angeregt. Dieses Buch zeigt einem wie sensibel dieses Thema ist und wie schnell alles gehen kann im Leben wenn man Wut hat. Nur kann das überall in Deutschland und der ganzen Welt passieren. Rietzschel hat ein hervorragendes Buch auf den Markt gebracht das die Situation besser nicht beschreiben könnte. Eines meiner Lesehighlights 2018!

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    skaramels avatar
    skaramelvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Dramaturgisch sehr gut, absolut aktuell.
    Die Antwort auf das Warum

    Mit der Faust in die Welt schlagen ist ein Roman, der thematisch nicht treffender in das aktuelle Zeitgeschehen passen könnte. Die Nachrichten, die Gespräche – sie werden beherrscht durch Themen wie Rassismus, Demonstrationen, Ausschreitungen – zu Recht wird darüber geredet. Auch Bücher widmen sich dem Thema, so wie Lukas Rietzschels Debütroman.
    Doch Mit der Faust in die Welt schlagen ist etwas anders. Literarisch ein wunderbar geschrieben Roman und zeitgleich politisch relevant. Er handelt von Tobias und Philipp, zwei Brüder, die in der ostsächsischen Provinz aufwachsen. Und Rietzschel macht aus ihnen eine Antwort, die gerade die Tage nach Chemnitz in vielen Köpfen rumschwirrt. Wie entsteht Rassismus? Wie wird man fremdenfeindlich? Warum entwickelt man solche Ansichten? Mit der Faust in die Welt schlagen versucht darauf eine mögliche Antwort zu geben, in dem Es um zwei Brüder geht, die in drei Abschnitten geteilt durch die Jahre 2000 bis 2015 begleitet werden. Vom 9/11 bis zum Dresdener Hochwasser zur Flüchtlingskrise – all dies erleben die Beiden mit, lässt sie zweifeln, formt sie zu dem was sie am Ende werden.
    Hier gibt es natürlich keine Universalantwort. Aber die nüchterne und schonungslose Schilderung des Lebens in dem sächsischen Dorf gibt jedoch Aufschluss. Es wird nichts beschönigt, kein Verständnis erzeugt, sondern ohne viel Gefühl geschildert. Die beiden Jungs haben eine triste Kindheit, vorgezeichnete Wege durch Lehrer, die schon ihren Eltern nichts zu trauten. Über viele Enttäuschungen, viel Wandel im Dorf – die einzige Schule wird geschlossen, die Firmen machen dicht, die Zukunft ist beängstigend. Zeitgleich kommen immer mehr Flüchtlinge in die Gegend – Meinungen werden gebildet, Ahnung hat gefühlt keiner, doch sich zusammenzuscharren gibt Hoffnung. Gemeinsam gegen etwas sein.
    Wie gesagt – eine Antwort ist es nicht, aber so wie Rietzschel es schildert – auf seine nüchterne, neutrale Art –, wirkt es logisch. Schonungslos logisch und traurig. Jede Entwicklung des Romans wirkt erschreckend folgerichtig, auch, dass die beiden Brüder bei den örtlichen Nazis landen, weil es dort eine Art „Zusammenhalt“ gibt und eben auch Bier. Und was noch als Dummheit beginnt, wird schnell ernster, gefährlicher und radikaler. Ehe sich einer versieht, ist zumindest einer der Brüder tiefer in der Szene als er es selber sieht. Denn es ist doch „nur Spaß“ und „man muss doch was tun“.
    Die Figuren sind gut konstruiert und die Geschichte stimmig. Wenn das Buch mal beendet ist, lässt es einen noch lange über die einzelnen Handlungsstränge und Geschehnisse nachdenken und immer noch, während ich hier noch schreibe, fällt mir eine Kleinigkeit neu auf, die dramaturgisch wahnsinnig gut platziert wurde.
    Gerade in Anbetracht des aktuellen Bezug kann ich das Buch nur händeringend empfehlen. 

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    J
    Johennivor 14 Tagen
    So wichtig

              Das Cover ist sehr passend zur Geschichte, ich mag es sehr gerne.
    Der Schreibstil ist sehr gut und poetisch, was mir sehr gut gefällt. 
    Das Thema des Buches ist so wichtig und tiefgehend, wie ich kaum ein Buch gelesen habe. Ich stamme selber aus Ostsachsen und kenne die Städte sehr gut, ich fand mich also in vielen Situationen wieder aber auf der Seite, dass ich vieles nich verstehen kann. 
    Dieses Buch hat mich tief berührt und gehört zu meinen must reads! 
    Ich möchte nichts aus dem Buch erzählen weil ich denke es sollte jeder selber lesen und drüber nachdenken.
    Ich werde noch sehr viel darüber nachdenken und kann dem Autor für so ein wichtiges Buch und seine Geschichte. 
    Danke für nachdenkliche und tiefberührte Lesestunden. Ich habe bei dem Buch etwas länger gebraucht als sonst weil ich es immer wieder weglegen musste!
            

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    "Alle anderen dürfen stolz auf ihr Land sein", sagte er, "nur in Deutschland ist das verboten!"

    Am 07. September erschien Lukas Rietzschels kraftvoller Roman "Mit der Faust in die Welt schlagen". Das Thema: Arbeits- und Perspektivlosigkeit als Nährboden für Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Sachsen.
    Begleitet zwei Brüder in ihrem Kampf gegen die Ausweglosigkeit und lasst euch von der energiegeladenen Erzählung von "Mit der Faust in die Welt schlagen" mitreißen!
    Wütend, ehrlich und schrecklich aktuell, den Debütroman von Lukas Rietzschel muss man definitiv lesen!

    "Mit der Faust in die Welt schlagen", unser zehnter Titel im LovelyBooks Literatursalon, entführt uns diesmal nach Sachsen. Möchtet ihr mitkommen?

    In unserem LovelyBooks Literatursalon erwarten euch weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben!

    Zum Inhalt
    Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint der Aufbruch in ein neues Leben zu sein. Doch hinter den Bäumen liegen vergessen die industriellen Hinterlassenschaften der DDR, schimmert die Oberfläche der Tagebauseen, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst vor dem Verlust der Heimat. Die Perspektivlosigkeit wird für Philipp und Tobias immer bedrohlicher. Als es zu Aufmärschen in Dresden kommt und auch ihr Heimatort Flüchtlinge aufnehmen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder in sich selbst zurückzieht, sucht der andere ein Ventil für seine Wut. Und findet es.

    Bereit für eine spannende Leseprobe?

    Zum Autor
    Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen, lebt in Görlitz. 2012 wurde sein erster Text im "ZEIT Magazin" veröffentlicht, seitdem folgten Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien. 2017 war er Gewinner bei poet|bewegt. Für das Manuskript seines Romandebüts wurde er 2016 mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur ausgezeichnet.

    Zusammen mit Ullstein verlosen wir 30 Exemplare von "Mit der Faust in die Welt schlagen".
    Wollt Ihr erfahren, wie es mit Philipp und Tobias weitergeht? Dann bewerbt euch einfach bis zum 16.09. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button*, wenn ihr an der Leserunde teilnehmen, euch mit anderen über diesen Nachwendezeit-Roman austauschen und in Anschluss eine Rezension schreiben möchtet.
    Beantwortet uns dazu folgende Frage und tauscht euch über die Thematik untereinander aus:

    Ein hochaktuelles Thema wird in Anbetracht der jüngsten Ereignisse in Chemnitz in "Mit der Faust in die Welt schlagen" behandelt.
    Welchen Beitrag kann aus eurer Sicht Literatur gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus leisten?


    Ich freue mich auf eure Antworten und auf die Diskussion und wünsche viel Glück für die Verlosung!

    Ihr seid noch kein Literatursalon -Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.

    * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
    __________________________________________________________________  

    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    - Leserunde zu "Gelobtes Land – HOOP" von Christine Heimannsberg (Bewerbung bis 20. September)
    - Leserunde zu "Hochsommer für die Liebe" von Jule Fuchs (ebook, Bewerbung bis 23. September)
    - Leserunde zu "Isargrauen" von Max Winter (Bewerbung bis 17. September)
    - Leserunde zu "Demian Darking" von J.F. Martin (Bewerbung bis 23. September) 
    Buchverlosung zu "Bäume pflanzen am Meeresgrund" von Elias Wittekind (Bewerbung bis 30.September)
    - Leserunde zu "Volle Socke Nick" von Wolf Vierblatt (Bewerbung bis 28. September)

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
    .
     
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Zwei Brüder, ein Dorf in Sachsen und eine Wut, die immer größer wird

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    sarah_elises avatar
    sarah_elisevor einem Monat
    Das Buch klingt hochaktuell und ich freue mich auf einen literarischen Einblick in die Geschehnisse...
    Kommentieren
    R
    rote_kathrinvor einem Monat
    Ich komme selbst aus einer ländlichen Gegend und fühle mich vom Klappentext angesprochen.
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    steffischultzzzs avatar
    steffischultzzzvor 2 Monaten
    Das klingt ja mal sehr interessant - freue ich mich schon riesig drauf! :)
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    elane_eodains avatar
    elane_eodainvor 2 Monaten
    Juhuu, ein Debüt! :-)
    Kommentieren
    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 3 Monaten
    Aktuelles Thema, klingt sehr spannend.
    Kommentieren

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