Lukas

 3,9 Sterne bei 141 Bewertungen

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Cover des Buches Vier Jahre Hölle und zurück (ISBN: 9783732502431)

Vier Jahre Hölle und zurück

(141)
Erschienen am 01.10.2014

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Cover des Buches Vier Jahre Hölle und zurück (ISBN: 9783732502431)
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Rezension zu "Vier Jahre Hölle und zurück" von Lukas

Ellaa_
Ein Erfahrungsbericht über Satanismus in Deutschland- erschreckend, brutal..

Meine Kurzeinschätzung: Das Buch hat mir ein Freund ausgeliehen, weil er meine Liebe für True- Crime unterstützen wollte. In diesem Buch geht es um Satanismus hauptsächlich in Deutschland, aber auch stellenweise in Amerika. 🚩Aber Achtung: Triggerwarnung! 🚩 In diesem Buch werden Thematiken wie: Gewalt, psychische/physische/seelische Erpressung, Menschenopfer, Tierquälerei, Kindestötung, Alkoholismus u.ä. verstörende Dinge angesprochen und behandelt. Mich hat das Buch stellenweise wirklich schockiert zurückgelassen. Kann sowas wirklich in Deutschland möglich sein? Sind es oftmals auch Satanisten die Menschen spurlos verschwinden lassen?  Lukas ist erst 15 Jahre alt. Kommt mit ihm auf eine Reise, die ihr bestimmt nicht so schnell vergessen werdet. 


Cover: Das Cover des Buches ist absolut unscheinbar und ganz typisch für das Jahr 1995 gestaltet. Weißer Hintergrund, fettgedruckter schwarzer Buchtitel und Genre- kurze Zusammenfassung des Inhalts. Nur ein kleines Quadrat zeigt ein Bild- wir sehen eine verschleierte Gestalt mit roter Kapute, die beide Arme erhoben hält- in der Hand hält die Person ein goldenes, stark verziertes, umgedrehtes Kreuz. Ganz wichtig ist hier der Fakt, dass das christliche Kreuz umgedreht ist, als Zeichen Satans. Es ist tatsächlich ein Buch, welches ich rein vom optischen her, nicht lesen würde. Lasst euch davon, aber nicht abschrecken! 


Schreibstil & Inhalt: Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen und war absolut angenehm. Angenehm, weil er sehr leicht verständlich, flüssig und die Kapitel gut strukturiert waren. Wäre die Thematik nicht so erschreckend, würde ich ihn ganz klar als Pageturner einordnen. Auch die detaillierten Beschreibungen, gerade was die Gefühlswelt von Lukas angeht, haben mir wirklich sehr gut gefallen. Kommen wir kurz und knapp zum Inhalt: 15.. so alt ist Lukas als er Anhänger einer Satanistensekte wird. Für jeden "Normalo" unvorstellbar. Aber Lukas hat es schon in jungen Jahren schwer: Er lebt im Heim oder in einer WG, seine Eltern: Weg. Er fühlt sich ungeliebt, einsam, unverstanden. Ist also offen für solche Leute, die ihm das Gefühl geben Teil einer Gruppe zu sein. Lange Rede, kurzer Sinn: Er wird durch seinen "Freund" Peter Satanist. Quält Tiere und Menschen. Schiebt Freunde und Familie von sich, aus Angst dass ihnen schlimmes passiert. Denn als Satanist darfst du nicht lieben. Er nimmt in Deutschland und Amerika an Messen teil.. Messen die Menschen- und Tieropfer beinhalten, Kindestötungen und Massenvergewaltigungen und Orgien. Doch als es richtig schlimm wird und er seine letzte Aufgabe antreten soll, um Priester zu werden,  steigt er aus. Lukas geht ab da durch die Hölle: Halluzinationen, Verfolgungswahn, Todesangst, Suizidgedanken, Schlaflosigkeit.. Weil er denkt das Satan ihn holt.. oder die Anhänger. Seine Betreuer wissen nichtmehr weiter und er wird in eine Psychatrische Anstalt verlegt. Und obwohl das schrecklich klingt- findet Lukas dort zu sich selbst zurück.. Und findet auch sein ganz persönliches Glück. Das Ende hat mich wirklich glücklich gemacht, denn Lukas hat sein ganz eigenes Happy End gefunden.. Ohne Satan, sondern nur mit Liebe. Ich habe mich unendlich doll gefreut. 


Charaktere: Unser Hauptcharakter in diesem Buch ist Lukas. Ich muss sagen, dass Lukas einige große charakterliche Veränderungen durchmacht. Am Anfang ist er ziemlich verloren, verunsichert und wird mehr oder weniger in den Satanismus hineingeschubst. Da ist er sichtlich abgeneigt, kann dem Satanismus nichts abgewinnen und zwingt sich zu den Messen.. Aber dann gibt es mehr und mehr einen Wandel, obwohl er auch nach Jahren immernoch mal ganz kurz zweifelt, gerade wenn es um schier grauenhafte, menschenunwürdige Dinge geht, gefällt ihm der Satanismus immer mehr. Menschen und Tiere quälen, sich erhaben und mächtig fühlen.. Denken, dass ihm nichts etwas anhaben kann, weil er durch die Gruppe beschützt wird.. Das er nichts und niemanden braucht. Keine Liebe braucht. Zum Glück hat sich Lukas auch nach all den Jahren ein bisschen Menschlichkeit bewahrt.. Und das kann einem bis zum Schluss nur eines geben- obwohl er Depressionen, Angstzustände, Suizid- und Verfolgungswahn hat: Hoffnung. Hoffnung, dass da draußen etwas ist, was ihm hilft und heilt. Welchen Charakter ich allerdings noch erwähnen möchte ist Peter- obwohl er Lukas zunächst zwingt teilzunehmen, wird er irgendwann nicht nur sein Sektenbruder, sondern ein richtiger Freund. Ich muss sagen, dass es mich ein wenig traurig gestimmt hat, nichts mehr von ihm zu hören und auch nicht zu wissen, was aus ihm geworden ist. Ein großes Lob also für die Ausarbeitung der Charaktere. :)


Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,5 Sternchen. Obwohl das Buch 1995 erschienen ist und damit scheinbar ein wenig in die Jahre gekommen, ist der Inhalt doch sensationell gut geschrieben, leicht verständlich und auch vom Inhalt her, sehr aktuell. Wie oft hört man nämlich: Ich habe es getan, weil Satan es mir befohlen hat oder die Personen in einer Sekte waren und deshalb unbeschreibliches Taten. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es solche Sekten auch in Deutschland gibt- wenig wird darüber berichtet, darum finde ich dieses Buch gerade so wichtig: Um Augen zu öffnen und Aufklärung zu betreiben. Gerade Menschen, die sich ungeliebt fühlen und auch keinen stabilen Familien- und Freundskreis haben, sind für solche Sachen nämlich erschreckend offen. 

Cover des Buches Vier Jahre Hölle und zurück (ISBN: 9783732502431)
Max_Rosenbaums avatar

Rezension zu "Vier Jahre Hölle und zurück" von Lukas

Max_Rosenbaum
Kein Tatsachenbericht und ohne jegllichen Mehrwert

Das Buch als solches ist absolut fragwürdig und eigentlich sogar eine Zumutung, nicht nur der Thematik wegen, sondern der Darstellung des Satanismus' als solches.

Lukas selbst hat sogar zu einem späteren Zeitpunkt eingeräumt, dass er anscheinend Dinge sieht, die andere nicht sehen und bezeichnet sich selbst als "unzurechnungsfähig".

Diese Problematik stellte sich schon vor dem Buch und den angeblichen Erlebnissen.

Wer das Buch liest, wird schnell feststellen, dass es viele Ungereimtheiten gibt, die keinerlei Sinn ergeben und die auch vom Verlag überhaupt nicht hinterfragt wurden, was meiner Meinung nach ein absoluter Fehltritt war.

Der Satanismus als Stereotyp wird hier vollends ausgeschöpft und bietet keinerlei echten Mehrwert für das Thema als solches.

Ein Tatsachenbericht ist dieses Buch keinesfalls und sollte auch nicht als ein solcher behandelt werden.

Problematisch ist einfach, dass dieses Buch leichtgläubige Menschen, in ihren wirren Annahmen "bestätigt", dass es weltweite, geheime satanische Netzwerke geben würde, von denen niemand etwas weiß und die auch nie jemand wirklich aufgedeckt hat - außer natürlich Heinz-Erich auf YouTube ...

Es ist also ein rein fiktives Buch und kein Tatsachenbericht.

Cover des Buches Vier Jahre Hölle und zurück (ISBN: 9783404771165)
Lisaleserattes avatar

Rezension zu "Vier Jahre Hölle und zurück" von Lukas

Lisaleseratte
Hölle durch die Sekte

Lukas hält sich für clever, stark und abgebrüht. Bis er, gerade 15 geworden, in die Klauen einer der mächtigsten Satanssekten Deutschlands gerät. Seine erste Lektion: Wer aussteigt, muß sterben.
Böses ersetzt das Gute, Haß ersetzt die Liebe. Nach dieser Ideologie einer Satanssekte lebt Lukas vier Jahre lang. Zuerst bleibt er aus Angst dabei, später aus Stolz, einer solchen Eltie-Gruppe anzugehören. Psychoterror, Ekeltraining, Alkohol, Drogen und kriminelle Mutproben sind ebenso Teil seines Sektenalltags wie Orgien, Opferungs- und Schändungsrituale. Brutale Strafen sorgen dafür, daß er sich den grausamen Regeln der Satanisten bedingungslos beugt. Aber eines Tages erhält er einen Auftrag, bei dem sich - trotz jahrelanger Gehirnwäsche - sein Gewissen meldet. Er schafft es auszusteigen und unterzutauchen. Doch auch der Weg aus der Hölle ist ein Horrotrip, denn für die Sekte steht er jetzt auf der Liste der Todgeweihten.

Ein Klassiker aus meiner Schulzeit, den man gelesen haben muss. Der Schreibstil ist einfach und verständlich. Ein typisches Jugendbuch. 

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