Luke Pearson

 4.8 Sterne bei 40 Bewertungen

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Hilda und der Mitternachtsriese

Hilda und der Mitternachtsriese

 (10)
Erschienen am 01.09.2016
Hilda und die Vogelparade

Hilda und die Vogelparade

 (9)
Erschienen am 01.04.2014
Hilda und der schwarze Hund

Hilda und der schwarze Hund

 (7)
Erschienen am 01.11.2014
Hilda und der Troll

Hilda und der Troll

 (6)
Erschienen am 01.03.2017
Hilda und der Steinwald

Hilda und der Steinwald

 (5)
Erschienen am 01.05.2017
Was du nicht siehst

Was du nicht siehst

 (1)
Erschienen am 01.09.2014
Hildafolk

Hildafolk

 (1)
Erschienen am 14.11.2010
Hilda and the Bird Parade

Hilda and the Bird Parade

 (1)
Erschienen am 03.09.2013

Neue Rezensionen zu Luke Pearson

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Rezension zu "Hilda und der Steinwald" von Luke Pearson

Eine fantasievolle Geschichte in einer herrlich skurillen und einzigartigen Welt
pantaubooksvor 3 Monaten

Hildas Geschichten sind selbst nach fünf Bänden ausnahmslos grandios und überraschend. Auch Hilda und der Steinwald ist keine Ausnahme. Diesmal hat sich der Zeichenkünstler Luke Pearson wieder einige ganz besondere Kniffe ausgedacht und mich mit seiner Fantasie, seiner Experimentierfreude und seinem Humor wieder mal verzaubert.
https://pantaubooks.wordpress.com/

Das sind Trollfeuer. So was hab ich lang nicht mehr gesehen.[…] Sie wollen die Stadt daran erinnern, dass sie noch da sind.

Trollen sind wir schon in einigen Geschichten von Hilda begegnet. Dass sie aber unbeabsichtigt in das Reich dieser unberechenbaren Kreaturen gerät und sich plötzlich in einer steinig, kargen Welt wiederfindet, ist etwas ganz Neues! Und die Trollwelt ist nichts für zarte Gemüter, denn sie ist riesig, unüberschaubar und bedrohlich. Die unheimliche Stimmung des Settings ist so kraftvoll und deutlich in den Panels wiedergegeben, dass man auch als Leser nicht anders kann, als zu erschaudern und sich vor den großen Trollen, die hinter jedem Fels lauern können, zu fürchten. Mir hat das Setting sehr gut gefallen, denn es war wunderbar düster, fremd und schaurig schön!

Ich glaube, irgendwas ist schiefgegangen und nun hat es uns an einen Ort verschlagen, wo wir nicht hinwollten.

Wer schon Geschichten von Hilda gelesen hat, der weiß, dass Hildas Mutter alleinerziehend ist (ein Vater wird zumindest nie erwähnt). Hildas Mutter weiß bis zu einem gewissen Grad über die Abenteuer der Tochter Bescheid und lässt ihr in der Regel viel Freiraum. Trotzdem kommt es immer wieder zu Streitereien, wenn sie Zeit mit ihrer Tochter verbringen will, die aber lieber draußen bei ihren Freunden und Monstern ist. Nicht selten fallen dann auch verletzende Worte, die die Realität in Familien sehr gut wiederspiegeln. Umso schöner fand ich die Idee, die Beziehung von Hilda und ihrer Mutter in diesem Comic in den Vordergrund zu stellen und eine Geschichte zu entwerfen, die die Bindung zwischen Mutter und Tochter stärkt. Hildas Mutter ist nach diesem Abenteuer nicht mehr länger nur eine Zuschauerin und Randfigur in Hildas Leben, sondern nimmt aktiv an den Abenteuern ihrer Tochter teil. Hilda kann ihr endlich beweisen, wie mutig, verantwortungsvoll und selbstbewusst sie ist. Auf der anderen Seite erkennt Hilda, dass es gar nicht so schlimm ist, Zeit mit ihrer Mutter zu verbringen, dass sie Spaß haben und gemeinsam etwas erreichen können.

Ein wenig Nervenkitzel ist ja ganz nett, wenn ich weiß, dass du zu Hause auf mich wartest…

Luke Pearson ist ein wahrer Zeichenkünstler und hat auch diesem Comic mit seinen Zeichnungen und der speziellen Farbgestaltung eine ganz besondere Note verliehen. Jede Seite folgt einer festgelegten Farbgebung, die die Atmosphäre der Geschichte wiederspiegelt und unterstützt. So können Seiten mit vollkommen bunten oder schwarzweißen Panels herauskommen, Seiten mit länglichen oder quadratischen Panels, oder auch ganzseitige Zeichnungen. Jedes Mal, wenn ich eine Seite in einem Luke Pearson Comic umblättere, schlägt mein Germanisten-Herz bis zum Hals, denn ich liebe es mir zu überlegen, was sich der Autor bei der Anordnung und Farbwahl gedacht haben mag und in welchem Zusammenhang das mit der Geschichte steht. Luke Pearson ist in der Hinsicht so experimentierfreudig wie klassisch, und genau das ist es, was mir so sehr an seinen Büchern gefällt!

Fazit & Bewertung

Hilda und der Steinwald ist Band 5 der erfolgreichen Hilda-Reihe und wieder mal ein wahrer Augenschmaus für Comicfans die es sind und noch werden wollen. Nicht nur das wunderbar düstere Setting hat mich in diesem Comic überzeugt, auch die Mutter-Tochter Thematik fand ich dieses Mal besonders gelungen. Eine fantasievolle Geschichte in einer herrlich skurillen und einzigartigen Welt, in der man einfach mal eingetaucht und ein bisschen gelebt haben sein muss. Ich liebe es!

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Rezension zu "Hilda und der schwarze Hund" von Luke Pearson

Eine abenteuerlustige Heldin, wie man sie nur selten trifft
pantaubooksvor 5 Monaten

Nicht umsonst zähle ich die Hilda-Comics von Luke Pearson schon seit dem ersten Band zu meinen absoluten Lieblingen (Weitere Bände: Hilda und der Mitternachtsriese, Hilda und der Troll, Hilda und die Vogelparade). Luke Pearson überrascht seine Leser in jeder Geschichte mit einem ganz eigenen Blick für die vielen wunderbare Dinge, die uns tagtäglich umgeben. Und jedes ist Teil der Abenteuer der Heldin Hilda, die mit viel Wagemut und Neugier diese fantastische Welt erkundet. Hilda und der schwarze Hund ist ein All-Age Comic, der den Leser an einen aufregenden und gefährlichen Ort entführt, den man am liebsten so schnell nicht mehr verlassen möchte.

Irgendwas ist da draußen, was Gefährliches… Und ich schätze, es will uns fressen.

Hilda ist eine unvergleichliche Heldin, die mir so in einem Comic noch nie begegnet ist. Ob Insekten, Trolle oder obdachlose Hausgeister – jedes Lebewesen ist für Hilda etwas Besonderes und jedem einzelnen von ihnen begegnet sie mit ihrer ganz eigenen Herzlichkeit, Ehrlichkeit und Ehrfurcht. Hilda ist im Besitz einer beneidenswert grenzenlosen Fantasie, die anderen um ihr herum verborgen bleibt. So ist sie die einzige, die herumstreunende Nissen, wuschelige, behaarte Hausgeister, in den Straßen von Trollberg entdeckt und sich auf die Suche nach der Ursache ihres heimatlosen Daseins begibt. Pfadfinderin zu werden, scheint daher ein ideales Hobby für Hilda zu sein, denn die Natur zu inspizieren ist eines ihrer größten Leidenschaften. Auch aus dem Grund fühlt man sich Hilda unheimlich nah, denn ihre Neugier erinnert an die eigene, unbeschwerte Kindheit, an spannende Abenteuer, die einem nur die Natur und ihre Wunder bieten konnte.

Das ist der echte Wald, wo die Trolle hausen. Stellt euch vor, während wir schlafen, steht da vielleicht so ein riesiges, grässliches Monster wenige Meter entfernt von uns!

Herrlich ist, dass in allen Hilda-Abenteuern neue fantastische Wesen im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Ob Woffel, Holzmännchen, Meeresgeister oder Mitternachtsriesen – kaum eines dieser Wesen ist dem Leser bereits in Fantasy-Geschichte begegnet. Damit bieten sie eine ganz neue Leseerfahrung. Luke Pearsons fantastische Wesen sind ein Highlight, das natürlich auch in dieser Geschichte wieder heraussticht. Hausgeister, oder auch Nissen genannt, leben unsichtbar in jedem Haus, aber auf besondere Art und Weise. Denn sie nutzen Verstecke, hinter denen sich eine ganz eigene Welt verbirgt. Habt ihr schon einmal geglaubt Dinge in eurer Wohnung verlegt oder verloren zu haben? Dann habt ihr ganz sicher auch einen Hausgeist, denn der liebt es Dinge zu stibitzen! Und sebst Hilda kann ihren Augen kaum trauen, als sie sieht, wer da in ihrem Haus verborgen lebt. 

Der Spalt hinter dem Bücherregal, die Ritzen zwischen den Bodendielen, die Oberseite des Schranks, die man von unten nicht sieht […] All diese kleinen Orte zusammengenommen ergeben in jedem Haus einen ganz eigenen Raum, den nur Nissen betreten können. […]

Wie in allen Hilda-Comics wird die Spannung in der Geschichte einerseits durch Hildas Wissensdrang, andererseits durch Situationen erzeugt, die bedrohlich erscheinen. In jedem Fall ist die Geschichte durchgehend auch für junge Leser angemessen und bietet immer wieder unvorhersehbare und aufregende Wendungen und Überraschungen.

Luke Pearsons unverkennbar farbenfroher Zeichenstil zeichnet diesen Comic wieder besonders aus und rundet die Geschichte perfekt ab. Ich finde es toll, dass jede Seite einem bestimmten Farbschema folgt, das die Atmosphäre der Geschichte widerspiegelt. Gleichzeitig wird mit den Rahmungen der Panel gespielt und manche Seiten zeigen sogar großformatige Zeichnungen. Man kann nicht anders als sich in die Darstellung von Hildas Welt zu verlieren und jedes einzelne Detail gierig in sich aufzunehmen.

Fazit & Bewertung

Hilda und der schwarze Hund hat mich wieder vollkommen überzeugt. Hilda ist eine abenteuerlustige Heldin, wie man sie nur selten trifft und die den Leser in eine wunderbare Welt entführt, von der man nicht zu träumen gewagt hätte. Mit viel Witz, Wärme und Fantasie schafft Luke Pearson es sowohl kleine als auch große Leser für Hildas Geschichten zu begeistern. Ich für meinen Teil kann es kaum erwarten, noch mehr von Hildas Welt zu erfahren.

Und hier noch ein Tipp für Hilda-Fans: Noch dieses Jahr erscheint Hilda als Serie auf Netflix! Ich bin gespannt!

https://pantaubooks.wordpress.com/

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Rezension zu "Hilda und die Vogelparade" von Luke Pearson

Eine wunderbar einfühlsame Geschichte, die ich jedem nur empfehlen kann!
pantaubooksvor einem Jahr

Schon mein erster Hilda-Comic, Hilda und der Mitternachtsriese (hier geht’s zu meiner Rezension), hat mich absolut verzaubert. Ich hätte nie gedacht, wie sehr mich die doch recht kurzen Geschichten in ihren Bann ziehen können. Jede von Luke Pearsons Geschichten entführt mich in eine liebevoll-fantastische Welt, in der die Fantasie keine Grenzen kennt und wie selbstverständlich Teil der Realität ist. Hilda und die Vogelparadeist der dritte Band der wohl schönsten Comic-Reihen, die ich bisher gelesen habe! Achtung Spoiler!

Die Atmosphäre in diesem Comic nur mit bloßen Worten zu beschreiben, kann ihrer wahren Schönheit kaum gerecht werden. Wie in meinen beiden letzten Rezensionen zuHilda und der Mitternachtsriese und Hilda und der Troll versuche ich es trotzdem und hoffe euch mit meiner Begeisterung anstecken zu können! Für Hilda ist die Welt ein großes Abenteuer. Hinter jedem Stein und hinter jedem Grashalm entdeckt Hilda Wunder, für die andere Menschen keinen Sinn mehr haben. Deswegen ist es für Hilda besonders schlimm, nun in einer Stadt zu wohnen, in der die Menschen an solchen Dinge vorbeihasten. Eine Stadt, in der zwar alles grau und eintönig zu sein scheint, in der sich aber auch niemand die Mühe macht richtig hinzuschauen.

„Es wird dunkel. Man merkt, dass es dunkel wird, weil die ersten Leute das Licht anmachen. Das sieht so gemütlich aus. Die Leute sind sich gar nicht bewusst, wie gemütlich sie es haben.“

Hilda besitzt die Fähigkeit, in jedem noch so fantasielosen Spiel ihrer Klassenkameraden, etwas Einzigartiges zu sehen. So sind Steine, die die anderen Kinder benutzen, um Vögel zu bewerfen, für Hilda kleine Schätze, die es sich lohnt aufzuheben. Für mich ist Hilda aus diesem Grund eine besondere Heldin, die mir beim Lesen immer wieder zeigt, wie schön doch gerade die kleinen und unbedeutenden Ereignisse im Leben sind. Toll fand ich, dass Hilda ihre Aufmerksamkeit Dingen widmet, für die auch ich nach dem Lesen wieder einen ganz neuen Blick entwickelt habe. Ob das Haustüren sind, die alle ihren eigenen Charakter haben, Schornsteine oder Dächer – Hilda hat ein einzigartiges Gespür für Details und nutzt dieses, um sich in der fremden Stadt zurechtzufinden.

„Jede Tür ist anders. Andere Formen. Andere Farben, anderes Holz. Sie sind einander ähnlich und doch hat jede ihre ganz eigene Persönlichkeit.“

Auch in diesem Comic wird Hilda ein neuer Freund an die Seite gestellt, der ihr hilft, sich in ihrer Umgebung nicht allzu einsam und verloren zu fühlen. Ein Rabe, der von Hildas Klassenkameraden mit einem Stein von einem Baum geschossen wird, hat sein Gedächtnis verloren und wird von Hilda aufgepäppelt. Schon die Zeichnung des Rabens hat mich schmunzeln lassen, denn sein recht großer Körper wird von fädchendünnen Beinen getragen und verleiht ihm etwas Ulkiges. Die Tatsache, dass der Rabe trotz des Gedächtnisverlusts glaubt, jemand Bedeutendes zu sein, den Schnabel dabei hoch trägt und im nächsten Moment Angst vor einem Wurm (genauer gesagt, vor einem Salzlöwen) hat, macht ihn zu einer herrlich komischen Figur, die perfekt zu Hildas fantasievollem Wesen passt. Nicht nur einmal habe ich herzlich gelacht, wenn Hilda und der Rabe in einem kleinen Schlagabtausch miteinander diskutieren, während sie sich immer weiter in den Straßen von Trolberg verirren.

„Ganz ehrlich, ich frage mich schon immer, wie ihr euch zu Fuß zurechtfindet. All diese Ecken und Mauern sind doch ständig im Weg… Ihr seht gerade mal eine Straße und wisst nie, was als Nächstes kommt!“

Wie bisher bei jedem Hilda-Comic, bin ich auch bei diesem wieder von den Zeichnungen Luke Pearsons begeistert! Um Hildas anfängliche Traurigkeit und die Eintönigkeit der Stadt auszudrücken, werden die Panels in knapp der Hälfte des Comics in Beige- und Grautönen gehalten. Später werden die Seiten bunter und farbenfroher und symbolisieren die Lebendigkeit der Stadt, die Hilda mehr und mehr entdeckt. Besonders toll ist auch, dass sich auf dem hinteren Vorsatzpapier des Buches eine Karte befindet, die die Stadt Trolberg und Umgebung zeigt.

Fazit & Bewertung

Hach, wieder ein grandioser Comic aus der Feder von Luke Pearson! Die Geschichte Hilda und die Vogelparade hat mich mit einer wunderbaren Atmosphäre, tollen Illustrationen und einer Heldin überzeugt, die dem Leser mit ihrer kindlichen Weisheit die Schönheit von scheinbar unbedeutenden Dingen vor Augen führt. Eine wunderbar einfühlsame Geschichte, die ich jedem nur empfehlen kann!

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