Syrien. Ein Land ohne Krieg

von Lutz Jäkel und Lamya Kaddor
4,7 Sterne bei3 Bewertungen
Syrien. Ein Land ohne Krieg
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Inhaltsangabe zu "Syrien. Ein Land ohne Krieg"

Syrien ist ein reiches Land. Historisch, kulturell, menschlich. Stets war es ein Scharnier zwischen Orient und Okzident, eine Durchgangsregion für den Fernhandel an der Weihrauch- und Seidenstraße. Zahlreiche Völker und Religionen haben ihre Spuren hinterlassen und das Gebiet zu einem der schönsten, bedeutendsten Kulturräume der Welt gemacht. Dieser Band lenkt unseren Blick auf das Land und seine Menschen. Mit rund 200 ausdrucksstarken Fotos von Lutz Jäkel, die in den Jahren vor Ausbruch des Krieges entstanden. Herausgegeben von der deutsch-syrischen Bestsellerautorin Lamya Kaddor, mit Beiträgen namhafter syrischer, deutsch-syrischer und deutscher Autoren, die ihre Gedanken an ihre Heimat, an das Land ihrer Eltern und ihrer Reisen festhalten. Eindrucksvoll dokumentiert der Band den Alltag vor 2011, zeigt, wie man in Syrien lacht und einkauft, arbeitet und isst, betet, raucht, diskutiert, feiert. Ein gleichermaßen persönliches wie breites Bild - und ein Brückenschlag voller Hoffnung und Empathie.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783890294933
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:200 Seiten
Verlag:MALIK
Erscheinungsdatum:13.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    buecherkompasss avatar
    buecherkompassvor 10 Monaten
    SYRIEN. EIN LAND OHNE KRIEG. LUTZ JÄKEL & LAMYA KADDOR.

    INHALT

    In einem beeindruckenden Bildband erzählen syrische, deutsch-syrische und deutsche Autoren von ihren Erfahrungen mit einem Syrien vor dem Jahr 2011 – einem Land ohne Krieg. Persönliche Erinnerungen an das Land, Erzählungen und Reiseberichte reihen sich aneinander und machen deutlich:

    "Syrien lebt, natürlich. Und Syrien muss lebendig bleiben."

    Über einen Zeitraum von 20 Jahren hat Lutz Jäkel Syrien in Bildern festgehalten: Die Menschen, die Landschaft, die Architektur – das Leben vor Ort.


    Zur Website des Buches geht es hier.

    MEINUNG

    Kaum ein Buch habe ich dieses Jahr so herbeigesehnt wie den Bildband von Lutz Jäkel. Nach zahlreichen Lektüren über Syrien, war es an der Zeit nun endlich auch einen visuellen Eindruck von Land und Leuten zu bekommen. Und was eignete sich dazu besser, als Aufnahmen, die nicht nur Momentaufnahmen waren, sondern sich über einen Zeitraum von 20 Jahren erstreckten?

    Ein Vorwort der beiden Herausgeber führt den Leser in den Bildband ein, macht neugierig auf die Geschichten die folgen mögen – und auf die Bilder, natürlich.

    Ein Sammelsurium an Geschichten und Erinnerungen unterschiedlicher Autoren ermöglicht Einblicke, in ein Land, dass in seiner Kultur so fern und doch so nah erscheint.


    Eine Übersicht über die Autoren sowie weitere Informationen zu ihrer Person finden sich hinten im Buch und gestaltet die Lektüre noch persönlicher. Die Texte sind in Arabisch und Deutsch verfasst – ein Brückenschlag zwischen zwei Ländern.

    Das Buch ist in fünf Abschnitte untergliedert. Auf Texte zur Hauptstadt Damaskus, folgen Berichte, die in alle vier Himmelsrichtungen verstreut sind. Eine Karte im hinteren Teil des Bildbandes macht den Nachvollzug möglich und illustriert geografische Gegebenheiten.

    Die Geschichten und Bilder haben mich tief berührt und nachdenklich gemacht. Das Schicksal, dass ein Land quasi über Nacht ereilt hat macht deutlich, wie schnell ein (scheinbarer) Friede, durch Leid und Elend, durchbrochen werden kann.


    Der Band macht Hoffnung, dass der syrische Alltag wieder aufleben kann und die Menschen in Syrien in ein friedliches Leben zurückkehren können. Fernab vom Krieg.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor einem Jahr
    'Syrien ist nicht tot.‘

    ‚Plötzlich sah ich die Vergangenheit in der Gegenwart und wusste, das wird auch die Zukunft dieses Landes sein. Syrien ist nicht tot.‘

    Wann immer syrische Freunde von ihrer Heimat gesprochen haben, haben sie mir von einem wunderschönen Land erzählt, in dem man gastfreundliche Menschen, unglaublich gutes Essen, vorislamische Bauten und Kulturschätze der Umayyadenzeit findet. Syrien war ein sicherer Ort - zumindest für Touristen, Regimegegner hatten es schwer unter der Herrschaft der al-Assads.

    Von der Schönheit Syriens ist seit 2011 viel verlorengegangen, auch wenn z.B. die Altstadt Damaskus‘ noch nahezu unversehrt ist. Befreundete Geflüchtete erzählen mir noch immer von der überwältigenden Schönheit des Landes, aber unter diese Berichte einer verlorenen Heimat mischen sich nunmehr vor allem die Geschichten von Bombardierungen, von Elend, Krieg und Tod.

    Aufgrund der Tatsache, dass man sich heute nicht mehr vor Ort davon überzeugen kann, wie reich Syrien an Kulturschätzen war/ist, was die Mentalität der Menschen ausmacht und wie der Alltag im Leben der Syrer aussah, finde ich den Bildband ‚Syrien. Ein Land ohne Krieg‘ so wichtig und so unterstützenswert, auch wenn ich ein paar kleinere Kritikpunkte habe.

    Der Bildband ist durchweg zweisprachig (deutsch/arabisch), was mich sehr freut, da ich dadurch mein eingerostetes Arabisch auffrischen konnte, und was andererseits auch im Hinblick darauf, dass das Buch Deutsche und Syrer verbinden kann, sehr gelungen ist.

    Die Fotografien von Lutz Jäkel sind sowohl schwarz/weiß als auch farbig, und oft haben mir die Bilder von Menschen, von Situationen in den engen Gässchen, von Architektur, von Landschaften und von Essen sehr gut gefallen. Allerdings gibt es auch ein paar Bilder im Buch, die meiner Meinung nach weniger gut gelungen sind, z.B. ein paar pixelige oder sehr kontrastarme Fotos sowie die vielen Dutch-Tilt-Fotos, die einfach selten meinen Geschmack treffen.

    Auch die seitlich angebrachten Legenden fand ich nicht allzu gelungen. Zwar lenkt dadurch die Schrift nicht vom Foto ab, aber man muss zum Lesen entweder den Kopf schief halten oder das Buch ständig drehen, was ich beides unbequem fand.

    Was mir jedoch außerordentlich gut gefallen hat, sind die Einblicke in den syrischen Alltag vor 2011, die Ausblicke in die Ereignisse nach 2011, die deutlich machen, was aus den jeweiligen Gebäuden etc. geworden ist, sowie die bewegenden, hoffnungsvollen, traurigen, anrührenden Texte, die Syrer, Deutsch-Syrer und deutsche Syrien-Freunde zu den Fotos Jäkels geschrieben haben.

    Mich hat das Buch sehr nachdenklich und traurig gemacht, denn es zeigt sehr klar, wie der Krieg die Schönheit des Landes, die Lebensgrundlage der Syrer und das Leben der Menschen zerstört hat - und wie schnell aus Alltag und Normalität eine Katastrophe werden kann.

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    abas avatar
    abavor 8 Monaten

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