Die Stimmgabel

von Lutz Rocktäschel 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Die Stimmgabel
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Inhaltsangabe zu "Die Stimmgabel"

Dr. Styx, ein Energiewesen aus der raumzeitlichen Unendlichkeit, verfasst einen Bericht an den Hohen Rat über seine beauftragte Reise in die stoffliche Welt. Per Resonanz schlägt er auf der Erde in Christoph Aron ein und beginnt eine abenteuerliche Reise in Berlin durch Personen, Träume, Antennen, Wasseradern und Computerspiele. Dabei verstrickt er sich in die Ereignisse um den Tod des Erfinders Werner Heinke, der einen Resonanzmotor zur autonomen Energiegewinnung baute, hinter dessen Konstruktionsunterlagen die Europäische Behörde zum Schutz der Netze und die Energiekonzerne her sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783868052022
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Pro Business digital
Erscheinungsdatum:23.09.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    Atis avatar
    Ativor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Stimmgabel" von Lutz Rocktäschel

    Kürzlich bekam ich „Die Stimmgabel – Berichte aus dem Wimpernschlag“ von Lutz Rocktäschel aus dem Bücherregal eines Bekannten in die Hände. Ein unbekannter Autor, ein bod-Verlag, ein unscheinbares Cover. Ich bin kein Typ, der sich in so einem Fall auf die Buchrückseite stürzt, weil da oftmals etwas ganz anderes geschrieben wird, als letztlich im Buch drinsteht. Allerdings - ein paar Worte fielen mir auf, als ich mit dem Buch in der Hand auf den Balkon ging, wo ich es zu lesen
    gedachte.

    „Dabei verstrickt er sich in die Ereignisse um den Tod des Erfinders Werner Heinke, der einen Resonanzmotor zur autonomen Energiegewinnung baute, hinter dessen
    Konstruktionsunterlagen die Europäische Behörde zum Schutz der Netze und die
    Energiekonzerne her sind.“

    Das machte mich stutzig. Nach dem, was mein Bekannter einmal dazu erwähnte, glaubte ich ein Science Fiction Buch in Händen zu halten. Auch etwas, was ich normalerweise eher meide. Ich kann mich offen gestanden mit Außerirdischen nicht so anfreunden, weil die meisten grünen Schleim produzieren und verbreiten – jedenfalls in den Geschichten, die mir bislang zu dem Thema vor die Augen gekommen sind. Mit Star Trek und Konsorten habe ich es auch nicht so. Genau genommen bleibe ich büchertechnisch gesehen, lieber auf der Erde. Dem Textteil nach klang das Buch aber eher nach einem Krimi oder Thriller. Gleich vorab. Natürlich habe ich den Rest des Textes gelesen, der dann doch wieder nach dem avisierten Genre klang und klar machte, dass der Hauptschauplatz der Story die Erde ist.
    Aber zurück zur Geschichte, die anfangs nicht so einfach für mich zu lesen war. Erstens war ich in Physik und Technik nicht sehr gut und habe mich bei Letzterem lieber für die Alternative „Französisch“ entschieden. Zweitens ist der Schreibstil des Autors eher philosophisch zu nennen. Das schätze ich zwar, kann es aber wiederum nicht immer einfach so lesen. Sei’s drum. Ich bin drangeblieben (weil die Sonne so schön schien, was vielleicht auch ein Grund für die anfänglichen Probleme gewesen sein könnte, wenn ich es recht überlege) und fand mich kurz danach in einer Geschichte wieder, die mich … sagen wir … leicht verzaubert hat. Science Fiction, die mich zu einem Fan dieses Genres machen könnte, weil sie ohne Knall- und Glibbereffekte Spannung aufbaut, ein bedrohliches Szenario in Form einer totalen Überwachung zeichnet und am traurigen Ende doch mit so etwas wie einem Hoffnungsschimmer aufwartet. Science Fiction, die aktuelle Themen berührt. Energiekonzerne, die sich mit der Regierung verbünden, um die Menschen auszukundschaften. Was spielend gelingt, weil alle an einer zentralen Stromversorgung hängen. Eine fatale Abhängigkeit versteckt in etwas, an das die Menschheit sukzessiv aber sehr nachhaltig gewöhnt wurde. Alltägliche Geräte, die Daten vermitteln, welche wiederum Rückschlüsse auf menschliches Verhalten und Pläne zulassen. Ein Kontroll-Szenario, das ja bereits Orwell so passend beschrieb – allerdings in ganz anderer Weise. Ein Szenario, das in einigen Teilen bereits heute erschreckende Wirklichkeit zu sein scheint bzw. ist. Ein Szenario ohne Umkehr?
    Während Energiekonzerne und Regierungen, die dieses Instrument der Überwachung in Händen halten und aufmerksam bewachen, alles zu tun gedenken, um die Möglichkeit einer dezentralen Stromgewinnung zu verhindern, gibt es natürlich kluge Köpfe, die sich genau darum Gedanken machen. Die geistigen Erben des oben genannten Erfinders möchten nach seinem Tod seine Ideen weiter ausbauen. Unter ihnen ein Herr Aaron in dem die eigentliche Hauptfigur des Romans, Dr. Styx,
    landet. Ein pures Energiewesen, irgendwo aus einer feinstofflichen Welt aus den Weiten des Universums stammend. Das gelingt , weil Aron eine ähnliche Schwingung wie Dr. Styx aufweist. Der ‚Außerirdische‘ ist auf die Erde gekommen, weil die Regierung seiner Welt Disharmonien mit der Parallelwelt ‚Erde‘ und ihren Bewohnern befürchtet und sie einen Weg suchen, das zu verhindern.
    Disharmonien sind lebensbedrohlich für Energiewesen. Sie brauchen harmonische Schwingungen, um existieren zu können.
    Doch das Aufeinandertreffen ‚zweier Welten‘ ist für Dr. Styx nicht ganz ohne. Wo Menschen sind, gibt es verschiedene Meinungen, verschiedene Meinungen führen zu Diskussionen und die laufen bei Weiten nicht immer harmonisch ab. Dr. Styx braucht Resonanzen, wie Menschen Luft zum Atmen. Auf der anderen Seite ist da Aaron. Wenn reine Energie in einen Menschen hineinfährt, kann das zu Problemen führen. Aaron beispielsweise kippt erst einmal einfach um. Doch Dr. Styx bleibt bei
    seinem Aufenthalt auf der Erde nicht nur in ihm. Er besetzt auch andere Wirte, bevor er später zu Aaron zurückkehrt, und einen Computer, der ihm rein vom Aufbau her sich selbst viel ähnlicher erscheint als das Wesen ‚Mensch‘, welches sich ihm zum Schluss doch als etwas Komplexes und Wundervolles erschließt. Der eben erwähnte Computer wird von einem Jugendlichen bedient, der sich für LAN-Partys und Computerspiele interessiert. Da Styx jedoch ein Energiewesen ist, entwickelt
    der Computer ein Eigenleben, das sich die alles überwachende Macht, in Form der Energiekonzerne und Regierungen, zwar nicht erklären kann. Das sie aber sofort als etwas erkennt, was ihre Vormachtstellung gefährden könnte und das es zu bekämpfen gilt.
    Die Geschichte birgt einige interessante Wendungen, bis es Dr. Styx gelingt, die Erde wieder gen Heimat zu verlassen, wo er seine Berichte aus dem Wimpernschlag seiner eigenen Regierung vorlegt.
    Wobei mir – nebenbei erwähnt – die Zeit, die ich letztlich mit der Lektüre dieser Berichte verbrachte, überraschenderweise beinahe tatsächlich wie ein (langsamer) Wimpernschlag vorkam.
    Besonders die Idee, wie diese Rückkehr von Rocktäschel beschrieben wird, fand ich sehr ansprechend. Einfach, weil sie meiner eigenen inneren Überzeugung entspricht. Einer Überzeugung resultierend aus etwas, das übrigens aus dem Physikunterricht in den Tiefen meines Unterbewusstseins hängen blieb. Raum und Zeit sind Begriffe, die Menschen definiert haben. Energie gab es schon lange vor uns und wird es lange nach uns geben. Wir sind aus ihr entstanden. Sie geht
    nie verloren. Sie wandelt sich nur im steten Fluss. Von trauernden Hinterbliebenen zu Verstorbenen und umgekehrt und wer weiß wohin. Sie ist in uns, um uns und treibt alles an. Und jeder von uns hat ein Anrecht darauf, sich so viel zu nehmen, wie er braucht, ohne Angst haben zu müssen, dass sie irgendwann ausgeht. Und damit meine ich jetzt nicht die Energie aus der Steckdose einer zentralen Stromversorgung unter der Regie machthungriger Konzerne und willfährigen Regierungen.
    Wer übrigens etwas zum Autor erfahren möchte, kann seine Seite www.energiemeer.de besuchen.
    Die Abenteuer von Dr. Styx sind in Rocktäschels ersten Roman verpackt. Ein zweiter ist ab September 2010 auf dem Markt. In dem geht es um ein Klangsanatorium, um Tinnitus und auch um eine Figur, die Stimmgabel-Leser bereits kennen.
    August 2010
    Copyright ©Antje Jürgens (AJ)

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    Ann-Kathrin Karschnicks avatar
    Ann-Kathrin Karschnickvor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Stimmgabel" von Lutz Rocktäschel

    Dr. Styx, ein Energiewesen aus dem Wimpernschlag aus der raumzeitlichen Unendlichkeit, kommt durch ein Experiment auf die Erde. Dort gelangt er in den Körper des Wünschelrutengängers Christoph Aron. Der befindet sich gerade auf dem Anwesen der Familie von Hohenstett. Dr. Styx versucht vergeblich Kontakt mit Christoph aufzunehmen, denn er muss in seine Welt zurückkehren. Als Wesen, das von der Energie der Resonanzen lebt, bleibt ihm nur die Schwingungen zwischen Helene von Hohenstett und Christoph, um zu überleben. Doch die großen Energiekonzerne von Europa haben bereits jemanden angeheuert, der hinter Christoph her ist.
    Der Roman bietet eine anspruchsvolle Sprachumgebung, in die man sich nach einigen Seiten aber wunderbar einfindet. Die Bezüge zur Physik sind für Science-Fiction-Anfänger zu Beginn schwer zu verstehen, bieten aber gerade für interessierte Physiker ungeahnte Denkanstöße. Dem Autor ist eine Geschichte gelungen, die jeden in den Bann zieht, der auf durchdachte Handlungen und fortgeschrittene Technologien steht. Auch die Zwischensequenzen, in denen nicht aus der Perspektive von Dr. Styx, sondern Klement von Hohenstett oder dem Verfolger Kohlpeter, geschrieben wird, sind in einem sehr guten Sprachmuster gehalten. Wer gerne eine anspruchsvolle Literatur zur Hand hat, dem empfehle ich dieses Buch.

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