Lutz Schumacher

 3.3 Sterne bei 34 Bewertungen
Lutz Schumacher

Lebenslauf von Lutz Schumacher

Lutz Schumacher wurde 1968 geboren und studierte BWL, danach wurde er zum Politikredakteur ausgebildet. Er wurde Chefredakteur und Mitglied der Geschäftsführung der Sektion Neue Medien in der ProSieben Media AG und leitete von 1999 bis 2005 die Berliner Nachrichtenagentur ddp Deutscher Depeschendienst als Geschäftsführer und Chefredakteur. Heute ist Schumacher Geschäftsführer der Tageszeitung Nordkurier in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem ist er ein Bestseller-Autor satirischer Werke über die Bahn und den Autoverkehr.

Alle Bücher von Lutz Schumacher

Lutz SchumacherWenn möglich, bitte wenden
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Wenn möglich, bitte wenden
Wenn möglich, bitte wenden
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Erschienen am 18.10.2010
Lutz SchumacherIch kann so nicht arbeiten
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Ich kann so nicht arbeiten
Ich kann so nicht arbeiten
 (8)
Erschienen am 16.09.2010
Lutz SchumacherEigentlich wollte ich doch nur einen Toaster
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Eigentlich wollte ich doch nur einen Toaster
Lutz SchumacherVerdichtete Hoffnung
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Verdichtete Hoffnung
Verdichtete Hoffnung
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Erschienen am 27.10.2008
Lutz SchumacherIch glaub, mein Toaster pfeift Bonanza!
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Ich glaub, mein Toaster pfeift Bonanza!
Ich glaub, mein Toaster pfeift Bonanza!
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Erschienen am 16.12.2013
Lutz SchumacherEmotionale Befindlichkeit und Motive in Lerngruppen
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Emotionale Befindlichkeit und Motive in Lerngruppen
Lutz SchumacherWenn möglich, bitte wenden
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Wenn möglich, bitte wenden
Wenn möglich, bitte wenden
 (0)
Erschienen am 16.09.2009
Lutz SchumacherDie Omegafliege
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Die Omegafliege
Die Omegafliege
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Erschienen am 01.02.2005

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Neue Rezensionen zu Lutz Schumacher

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pardens avatar

Rezension zu "Wenn möglich, bitte wenden" von Lutz Schumacher

Autofahren als Abenteuer...
pardenvor 4 Jahren

AUTOFAHREN ALS ABENTEUER...

Mehr als 55 Millionen PKWs sind in Deutschland zugelassen. Vorsichtigen Schätzungen zufolge tummeln sich etwa neunzig Prozent davon am Freitagnachmittag auf der A1. Das zumindest glaubt der leidgeprüfte Harald Grützner, ein Handelsreisender, der jobbedingt seit Jahren tagtäglich mit dem Auto unterwegs ist.
In seinem ganz persönlichen Verkehrsbericht lässt er den Leser teilhaben an dem allgegenwärtigen Wahnsinn, mit dem er es auf deutschen Straßen zu tun bekommt: ob ihm die Wonnen gemeinschaftlichen Erlebens im Stau zuteil werden oder er bei einer Fahrt über Land in einen wahren Parcours des Horrors gerät, ob er von seinem Navigationssystem terrorisiert wird oder gar sein vollelektronisches Auto eigensinnig die Herrschaft übernimmt - stets muss er sich komplexen Herausforderungen stellen!


Es gibt eigentlich nur zwei Sorten von Autofahrern: Raser und Schleicher.
Und dazwischen fährt der einzige Mensch, der immer die richtige Geschwindigkeit hat: Sie selbst...



Diese einleitenden Worte bereiten gut auf das vor, was den Leser im Buch erwartet.
Neben eingeschobenen Informations-Blocks zu verschiedenen Aspekten der Verkehrstauglichkeit gibt es Geschichten des leidgeprüften Harald Grützner, Mitte 40, ledig, ein paar Kilo zu viel auf der Waage und seines Zeichens Vertreter für Schokoladenwaren. Hierfür fährt er tagein, tagaus quer durch Deutschland, immer unter Zeitdruck, stets bedroht vom Stau, der Tücke der Technik und der Strenge der Verkehrskontrollen und fassungslos über seine Mit-Autofahrer auf Deutschlands Straßen.

Einige Geschichten um Harald sind treffend lustig - wer wurde nicht schon auf langssamen Landstraßen und in Dörfern mit endloser 30er-Zone fast in den Wahnsinn getrieben oder ärgerte sich über sein Navi und dessen Kreativität bei der Wegberechnung. Lesenswert vor allem die Parkplatzsuche in Köln (mit genialer Jobbeschreibung!) und die Landstraße mitten in Bayern (sehr kreative Radarfallen!).
Ansonsten fand ich den Humor teilweise zu sehr bemüht und fühlte mich so manches Mal an Comedy-Klischees erinnert.

Daher für mich nur bedingt empfehlenswert...


© Parden

Kommentare: 10
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Atis avatar

Rezension zu "Eigentlich wollte ich doch nur einen Toaster" von Lutz Schumacher

Rezension zu "Eigentlich wollte ich doch nur einen Toaster" von Lutz Schumacher
Ativor 6 Jahren

Meine Schwägerin sagt immer: Haben bedeutet Macht - nicht haben macht auch nichts. Darüber habe ich anfangs gelächelt, weil ich dachte, dass das eine bequeme Ausrede dafür ist, bestimmte Dinge nicht ausprobieren zu müssen. Mittlerweile habe ich aus verschiedenen Gründen dazugelernt und denke ich ähnlich wie sie.

Haben wollte ich jedoch das Buch Eigentlich wollte ich doch nur einen Toaster - Bin ich zu blöd, oder liegt’s an der Technik, denn laut Verlagsseite geht es darin um Folgendes:

Zitat:
Senk ju vor se Betriebsanleitung!
Es gab Zeiten, in denen war ein Toaster nichts weiter als ein Toaster. Ein Telefon war zum Telefonieren da, und Kaffee kam aus einer einfachen Filtermaschine – und zwar immer wenn man wollte. Heute ist dank allumfassender Digitalisierung und Technisierung unseres Lebens angeblich alles besser, einfacher und bequemer. Doch sieht man genau hin, muss man feststellen: Nichts funktioniert! Jedenfalls nicht so, wie es der gesunde Menschenverstand erwarten lässt. Denn moderne Technik löst im Grunde nur die Probleme, die sie zuvor selbst verursacht hat. Und so stapeln sich nutzlose Ladekabel und Adapter in unseren Kellern, und im Alltag terrorisieren uns Smartphones, soziale Netzwerke und eigenwillige multifunktionale Küchengeräte. Am Ende bleibt die Frage: War es damals in der Höhle eigentlich wirklich so schlimm?

Schumacher ist Journalist, Autor und Geschäftsführer der Nordkurier Tageszeitungsgruppe in Mecklenburg Vorpommern. Er ist Bestsellerautor. Und er ist unterhaltsam, wie ich aus den Büchern Wenn möglich, bitte wenden und Senk ju for träwelling weiß. Wie der Titel seines aktuellen Buches aus dem Hause Goldmann bereits verrät, geht es um Technik, Technikverliebtheit oder eher um den immer weiter zunehmenden Technikwahn. Und ganz nebenbei um das seltsame Mitteilungsbedürfnis, das die in der Techniklandschaft gnadenlos vereinsamende Bevölkerung so entwickelt.

Dabei spricht der Autor diese Themen auf eine Art und Weise an, die trotz des an sich eher ernsthaften Inhalts zum Lachen animieren. Das Lesen des Buches gestaltet sich damit wesentlich einfacher als das so mancher Bedienungsanleitung. Zwar bergen diese dank Übersetzungscomputern durchaus Lachpotenzial, doch stellen sie zusammen mit der Bedienung der darin beschriebenen Geräte Benutzer quer durch alle Bevölkerungsschichten des Öfteren vor mehr oder weniger überwindliche Probleme, da sowohl die Nutzung als auch der Nutzen nicht immer zwangsläufig durchdacht ist. Letzteres wurde mir wieder einmal klar, als ich es mir gerade mit dem Buch gemütlich machen wollte. Da hörte ich nämlich meinen Vater laut fluchen (wir wohnen im selben Haus). Er ärgerte sich wieder mit der Fernsehfernbedienung herum, die fatalerweise beim Drücken egal welchen Knopfes gleichzeitig eine Stehlampe ein- oder ausschaltet. Da meine Eltern für gewöhnlich nicht in die Programmzeitung sehen, um gezielt umzuschalten, sondern wie die Weltmeister zappen, wurde es dort unten gerade wieder einmal abwechselnd hell und dunkel. Dank des offenen Treppenhauses hatte ich so mehr oder weniger den perfekten Hintergrund für den Einstieg in Schumachers Buch.

Mehr als einmal fragte ich mich während der Lektüre, wo die versteckte Kamera wohl sein könnte, mit der der Autor uns beobachtet hat. Da das selbst in meinen Ohren zu paranoid klingt, tröstete ich mich damit, dass wir wohl nicht die Einzigen und andere demnach auch nicht besser dran sind als wir selbst.

Einiges im Buch ist natürlich überspitzt dargestellt. Etwa die bestellende Kühlschrank-Vision (auf die der Autor immer mal wieder Bezug nimmt) oder der Servicetechniker des multifunktionalen Druckers. Beides sind imaginäre Albträume, wenngleich sie mich zum Lachen brachten. Der beschriebene Servicetechniker für die Spülmaschine in der heutzutage vorhandenen Servicewüste (warum reparieren, kaufen geht doch schneller) erinnerte mich jedoch prompt an die Aussage eines Kfz-Meisters („Früher haben wir Kaputtes repariert, heute lesen wir Fehlerspeicher aus. Und müssen Dinge ersetzen, die gar nicht kaputt sind, weil das kaputte Teil für 2,20 € nur noch in Kombination mit was Teurerem erhältlich ist und verbaut werden kann.“).

In Eigentlich wollte ich doch nur einen Toaster - Bin ich zu blöd, oder liegt’s an der Technik stellt Schumacher Vergleiche mit der Steinzeit an, bringt aber vorwiegend die Moderne humorvoll und durchaus selbstironisch aber ebenso scharfzüngig-satirisch, manchmal beißend eloquent auf den Punkt. Legt den Finger auf etwas, das wir in seiner Offensichtlichkeit gerne übersehen. Zwar ist nicht alles grundsätzlich schlecht, doch bedauerlicherweise gibt es zahlreiche technische Errungenschaften, die uns das Leben nicht so erleichtern, wie von der Werbung vollmundig verspricht. Ich habe beispielsweise bis heute nicht kapiert, wozu ich eine App brauche, die mir verrät ob ich einen Schirm nutzen soll oder nicht, wenn ein einfacher Blick aus dem Fenster oder in die Zeitung den gleichen Zweck erfüllt.

Doch Schumacher geht nicht nur auf Orangenpressen und Brotbackautomaten ein, die nicht überzeugen, oder auf die Gefahren von Duschen mit selbsterklärendem Touch-Screen-Bedienpaneel. Er nimmt auch die inflationär zunehmende Informationswut aufs Korn, ruft quasi auf innezuhalten, nachzudenken, nicht alles blind mitzumachen. Egal ob es der blinde (Irr-)Glaube an den aus dem WWW gefischten (teils ungesicherten) Informationswust oder der offenbar aus Zugzwang entstehende Mitteilungswahn mancher Nutzer sozialer Netzwerke ist.

Fazit:

Schumacher zeigt in seinem Buch, dass Kritik durchaus humorvoll abgefasst sein kann. Sein kleiner Rundumschlag in Sachen Technik sollte indessen nicht bloß als unterhaltsam abgetan werden. Nachdenken lohnt sich in diesem Fall durchaus. Lesen auch, weshalb ich für Eigentlich wollte ich doch nur einen Toaster - Bin ich zu blöd, oder liegt’s an der Technik vier von fünf Punkten vergeben möchte.

2012, Antje Jürgens (AJ)

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M

Rezension zu "Eigentlich wollte ich doch nur einen Toaster" von Lutz Schumacher

Rezension zu "Eigentlich wollte ich doch nur einen Toaster" von Lutz Schumacher
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Leben mit der lieben Technik

Es ist ein altbekanntes Thema (und doch immer wieder aufs Neue ein Erleben), mit dem sich Lutz Schumacher mit feinem Humor in diesem Buch auseinandersetzt. Mensch und Technik treffen aufeinander. Besser gesagt, Mensch und „Erzeuger“ der erworbenen neuen Technik treffen (entweder via Bedienungsanleitung oder ganz allgemein beim „Herantasten“ an das Gerät) in nicht immer bester Weise aufeinander.

Das fängt bei einem sehr verbreiteten „Diener der Moderne“, der Computer, schon bei den mythischen Bezeichnungen „AMD Dual Core E-300 CPU“ samt „AMD Radeon HD 6310“ (oder vielen anderen erstmal rätselhaften Bezeichnungen) an und hört beim Toaster noch lange nicht auf. Vor allem dann, wenn man einem Neuerwerb nicht aus dem Weg gehen kann. Nicht nur, dass das gleiche Gerät knapp 60 Minuten später im neuen Prospekt für 50 € weniger angeboten wird, sondern dass bei der Einrichtung, den ersten Nutzerschritten und dann im Anblick ständiger „Updates“ (die ganz automatisch vollzogen werden) mehr als einmal der Absturz im Raume steht und die Haare zu Berge. Dabei wollte man doch nur ein Hilfsgerät, keine Lebensaufgabe.

Auch wenn Schumacher natürlich karikiert und übertreibt, wer hat nicht schon solche oder ähnliche Erfahrungen hinter sich? Und auch bei den weiteren Themen kann man ihm durchaus im Grunde folgen, vor allem im Blick auf „Haushaltsgeräte, die nach einmaligem Gebrauch in der Versenkung verschwinden“. Brotbackautomat (steht bei Schumacher im (nicht auf) Schuhschrank, gleich neben dem Scanner), der zumindest in seinem Haushalt alles, teils auch von alleine, tat, nur nicht ein echtes Brot hervorzaubern. Eismaschine, Raclettmaschine (letztlich viel zu aufwendig), Elektrogrill (schmeckt einfach nicht) bis hin zur Top modernen „Südfruchtpresse“ oder dem Kirschkernentsteiner. Alles mal angeschafft, alles im Alltag Schumachers nicht bewährt wie der Autor breit zu erläutern versteht.

Beginnend bei der wunderbar neuen Espresso Maschine. „Neulich war es soweit. Meine Kaffeemaschine übernahm die Herrschaft in meinem Haushalt“. Statt dem lechzenden Bedürfnis nach einem Espresso nachzukommen, schaltete die Maschine auf „automatische Selbstreinigung“ und verweigerte mit immer neuen „Wünschen“ dann den weiteren Dienst.

Einerseits also liest sich das Buch locker und leicht und sorgt dabei für manches Schmunzeln, so wie im Hotel unter der Dusche mit dem „selbsterklärenden Touch-Screen“ statt bekannter Mischbatterie und den darauf folgenden „Wechselbädern“ für den Journalisten. Andererseits übertreibt es Schumacher dann doch zu sehr, denn man darf davon ausgehen, dass jede Menge „Nutzer“ mit Espressomaschinen, Brotbackautomaten, vollautomatischen Toastern Computern und allem weiteren an sinnvollen (und sinnfreien) Geräten durchaus erfolgreich Umgang pflegen. In dieser Hinsicht sind die vielen Erlebnisse Schumachers nicht ganz ernst zu nehmen und ermüden hier und da schon auch ein wenig.

Andererseits, die völlige „Durchtechnisierung“ des Alltages nimmt er schon gekonnt auf die Schippe und stellt dem Leser damit hintergründig vor Augen, dass vieles eigentlich nur um des Scheins und nicht um des wirklichen Seins erworben wird (sein uralt Laptop zumindest arbeitet ja einwandfrei). Und so verbleibt dann auch nach der Lektüre der ein oder andere kritische Blick auf die vielen blinkenden Lichter in Büro, Küche und multimedialem Wohnzimmer.

Das Buch bildet, trotz so mancher unglaubwürdiger Übertreibungen, eine flüssig zu lesende Unterhaltung für nebenbei und einen durchaus humorvoll-kritischen Blick auf all die blinkende Technik, die das Bedürfnis zum „haben wollen“ durchaus überzeugend ausstrahlt, aber nicht immer hält, was man sich davon verspricht.

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Lutz Schumacher wurde am 13. Januar 1968 in Deutschland geboren.

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