Lutz Seiler

 3.6 Sterne bei 166 Bewertungen
Autor von Kruso, Stern 111 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lutz Seiler

Lutz Seiler wurde 1963 geboren und wuchs im thüringischen Gera auf. Zunächst absolvierte er eine Leere als Baufacharbeiter und arbeitete als Maurer und Zimmermann. Während seines Wehrdienstes begann er erste Gedichte zu schreiben. Dann studierte er Germanistik und war Herausgeber der Literaturzeitschrift Moosbrand. 2007 erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis für seine Erzählung "Turksib". Mit seinem aktuellen Roman "Kruso" steht er auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2014. Seiler lebt derzeit in Schweden.

Neue Bücher

Stern 111

 (21)
Neu erschienen am 02.03.2020 als Hardcover bei Suhrkamp.

Stern 111: Roman

Neu erschienen am 02.03.2020 als E-Book bei Suhrkamp Verlag.

Stern 111

Neu erschienen am 13.03.2020 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Stern 111

Neu erschienen am 13.03.2020 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

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Buchformat:
Cover des Buches Kruso9783518466308

Kruso

 (117)
Erschienen am 06.09.2015
Cover des Buches Stern 1119783518429259

Stern 111

 (21)
Erschienen am 02.03.2020
Cover des Buches Die Zeitwaage9783518421154

Die Zeitwaage

 (9)
Erschienen am 21.09.2009
Cover des Buches pech & blende9783518121610

pech & blende

 (4)
Erschienen am 24.07.2000
Cover des Buches im felderlatein9783518421697

im felderlatein

 (3)
Erschienen am 20.09.2010
Cover des Buches Turksib9783518419687

Turksib

 (3)
Erschienen am 28.01.2008
Cover des Buches vierzig kilometer nacht9783518414576

vierzig kilometer nacht

 (2)
Erschienen am 18.08.2003
Cover des Buches Heimaten9783892444640

Heimaten

 (1)
Erschienen am 01.05.2001

Neue Rezensionen zu Lutz Seiler

Neu

Rezension zu "Stern 111" von Lutz Seiler

Tolle Literatur
Norbert_Hvor einem Monat

Eine weitere Empfehlung, der ich gefolgt bin. Und es sei gleich gesagt; darauf musste ich mich echt einlassen. Ich fand nicht gleich und ganz leicht in die Geschichte. Carl wird von seinen Eltern gleich nach der Wende “zurückgelassen“ und Carl hat aber einen ganz anderen Lebensentwurf, wenn er ihn überhaupt hat.
Die Geschichte war mir bis zum Schluss nicht ganz klar. Wo geht die Reise denn hin? Aber es ist ein wortgewaltiges und sprachgewandtes Werk, was mir (zugegeben) nicht von Anfang an leicht gefallen ist, es zu lesen. Die Geschichte beschreibt letztendlich Carls Weg nach der Wende nach Berlin und auf einem zweiten Strang das Leben seiner Eltern - ebenfalls nach der Wende, als sie sich Richtung Westen aufmachen.  Die vielen Charaktere verwirrten mich Anfangs, aber wie gesagt, man sollte sich wirklich darauf einlassen, es wirklich ein gutes Werk. Ich gebe  4 von 5 Sternen 

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Rezension zu "Stern 111" von Lutz Seiler

Eine Zeit, zu der alles möglich schien
Kathi248vor einem Monat

Lutz Seilers neuer Roman "Stern 111" hat nicht umsonst den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Denn dieser Roman ist wirklich eine Wucht. Sprachlich ausgefeilt, gespickt mit wunderschönen Sätzen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen möchte, wird hier deutsche Zeitgeschichte fühl- und erlebbar gemacht.

Unmittelbar nach dem Mauerfall verlassen die Eltern des Protagonisten Carl die DDR, mit sich nehmen sie nur das nötigste und so bleibt auch Carl selbst erst einmal zurück. Kurze Zeit später verlässt dieser jedoch ebenfalls das Elternhaus und macht sich auf nach Berlin, wo er sich einer Gruppe Hausbesetzer anschliest. In zwei parallelen Handlungssträngen begleiten wir nun sowohl Carl, als auch seinen Eltern bei ihren darauf folgenden Erlebnissen.

Dank seiner unglaublich poetischen Sprache gelingt es dem Autor, selbst einer Person wie mir, die während der beschriebenen Ereignisse noch ein kleines Kind war, die Stimmung dieser sehr besonderen Zeit derart nahe zu bringen, wie es kein Geschichtsunterricht je geschafft hat. Nach Beendigung des Buches habe ich das Gefühl, vieles besser zu verstehen - welche Sorgen, Ängste aber auch Freiheitsgefühle die Menschen damals empfunden haben. Und ganz nebenbei stolperte ich bei der Lektüre immer wieder über einzelne Sätze schön wie Bilder, die ich am liebsten gerahmt an die Wand hängen würde.

Eine ganz klare Leseempfehlung von mir, sowohl für Menschen, die diese Zeit selbst erlebt haben, als auch für jene, die gerne mehr darüber erfahren möchten. Und für alle, die ein sprachlich wirklich gelungenes Werk schätzen natürlich ebenfalls.

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Rezension zu "Stern 111" von Lutz Seiler

Spezielle Wendejahre
foxydevilvor einem Monat

Ich wurde aufgrund des ungewöhnlichen Covers auf das Buch aufmerksam.
Kenne ich doch dieses Radio noch aus eigener Erinnerung.
Und der Inhalt sagte mir erst einmal wenig.
Nur das es sich hier um einen positiv erwähnten Autoren handelt.

Aus dem Inhalt:

Genau zwei Tage nach dem Mauerfall verlässt das Ehepaar Bischoff ihr gewohntes Umfeld und lässt auf dem Gebiet der DDR alles zurück.
Sie wollen ihren Traum leben und starten über Notaufnahmelager und Durchgangswohnheime in eine neue Zeit.
Ihr Sohn Carl weis von dem Plan seiner Eltern nichts und will auch das elterliche Erbe nicht antreten.
Er flüchtet nach Berlin und lebt zunächst auf der Straße.
Als er in den Kreis einiger junger Männer und Frauen integriert wird welche neben Hausbesetzung, dem Guerillakampf und dubiose Geschäfte auch eine Kellerkneipe betreiben.
In diesem Milleu hofft er seine einzig wahre Liebe wiederzutreffen.
Ob er es schafft oder was passiert weiter mit ihm oder seinen Eltern?
Das sollte man selber erlesen!

Meine Meinung:

Da ich bisher kein Werk des Autoren kannte, begab ich mich in lesender Weise auf Neuland.
Man bekommt hier einen Überblick der ersten Nachwendejahre der besonderen Art.
Es wird eine Familie dargestellt die im Strudel der Veränderung schwimmen.
Und die Veränderung ist gewaltig.
Die aufgeteilten zwei Erzählstränge erzählen einmal von einer langen Reise zum Sehnsuchtsort und einem Berliner Hausbesetzer Milleu.
Man bekommt einen Überblick der Protagonisten und diese polarisieren.
Nur Carls Eltern empfinde ich wird etwas zu wenig erzählt.
Aber es werden interessante Einblicke einer mir auch damals wie heute unbekannten Szene erzählt.
Das Kofferradio Stern 111 gehört als Verbinder in den Roman.
Und daher passt das Buchcover und der Titel schon zum Roman.
Einige Gefühle konnte ich gut nachvollziehen wie z.B. die Angst, dass man die neue Freiheit schnell wieder verlieren kann.
Aber Carl erfährt eine Änderung und das hat mir gefallen.
Die Handlungen des klugen Rudels waren für mich schon speziell aber interessant geschildert.
Gut aufgezeigt ist die Zerrissenheit der Familie.
Auch wie sich die Handlung am Ende erklärt.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die eigene Sprache des Autors- da musste ich mich erst einmal einlesen, aber dann ging es.
Auch gab es leichte Längen welche man hätte etwas verknappen können, da sie den Lesefluss etwas zäher gestaltet haben.
Der Rückblick im Epilog bietet einen Rückblick aus Carls Perspektive was später noch geschah.
Das Nachwort des Autors lässt einem die Parallelen seines Lebens zum Roman vermuten.
Was sich nach Internet Recherche bestätigte.

Fazit:

Ein interessanter Roman einer besonders prägenden Zeit, welchen ich gern weiterempfehle und mit 4 Sternen bewerten möchte.

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Zusätzliche Informationen

Lutz Seiler wurde am 08. Juni 1963 in Gera (Deutschland) geboren.

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von 16 Lesern aktuell gelesen

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