Lutz Seiler , Anne Duden Heimaten

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Inhaltsangabe zu „Heimaten“ von Lutz Seiler

"Bei 'Heimat' hätte man sich an Max Frischs 'Fragebogen' halten können (.)", schreibt Lutz Seiler, doch Anne Duden, Farhad Showghi und auch Seiler selbst reflektieren auf ganz eigene, persönliche Weise den Begriff und die Bedeutung von "Heimat".
Lutz Seiler erinnert sich an seine Herkunft und Prägung aus den "müden", vom Uranabbau geprägten Dörfern Ost-Thüringens. Sein Nachdenken über eine Kindheit und Jugend in der DDR schließt politische Dimensionen ein, so etwa die Erkenntnis angesichts des Mauerfalls: "Wenn Sprache eine Heimat ist, gab es auch davon immer zu wenig."
"Orte meines vergangenen Lebens" stellt Anne Duden vor. Heimat ist für sie ein Ort, "an dem ich immer Boden unter den Füßen gehabt habe und nie in die Luft zu gehen brauchte". Orte, die nicht zur Heimat wurden, habe sie nur in der Luft überlebt, "durch Abheben und Aufschwingen".
Die autobiographischen Texte Seilers und Dudens kommen immer wieder auf ein Beheimatetsein in Literatur und Sprache zu sprechen, auf das Lesen bzw. Sprechen und Hören - ein Aspekt, der in der lyrischen Prosa des in Deutschland und im Iran aufgewachsenen Autors Farhad Showghi in den Vordergrund rückt. Hat Heimat mit Wahrnehmung zu tun, mit dem Versuch ihrer Benennung? "Der Nachmittag rückt vor und das Licht kommt quer über die Fensterbank. Ich schwöre auf die ganze Fläche vor mir und sage vielleicht: Das ist hell, das ist dunkel."

Die Autoren: Lutz Seiler, geb. 1963, lebt und arbeitet als Schriftsteller in Wilhelmshorst bei Berlin. Er erhielt u.a. den Kranichsteiner Literaturpreis (1999). Veröffentlichung u.a.: "pech & blende. Gedichte" (2000).

Anne Duden, geb. 1942, lebt seit 1978 als freie Schriftstellerin in London und Berlin. Sie erhielt zuletzt den Kunstpreis für Literatur des Landes Niedersachsen (1999) und den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (2000). Veröffentlichung u.a.: "Hingegend. Gedichte" (1999).

Farhad Showghi, geb. 1961, lebt seit 1989 in Hamburg, wo er als Arzt arbeitet. Daneben ist er als Autor und Übersetzer tätig. Er erhielt u.a. den Kulturförderpreis für Literatur der Stadt Hamburg (1995). Veröffentlichung u.a.: "Die Walnußmaske, durch die ich mich träumend aß" (1998).
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