Lutz Wilhelm Kellerhoff

 4.5 Sterne bei 67 Bewertungen

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Lutz Wilhelm KellerhoffDie Tote im Wannsee
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Die Tote im Wannsee
Die Tote im Wannsee
 (67)
Erschienen am 10.08.2018

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Rezension zu "Die Tote im Wannsee" von Lutz Wilhelm Kellerhoff

Zu viel gewollt
Lealein1906vor 9 Tagen

„Die Tote im Wannsee“ hat mich nicht ganz überzeugt. Mehr als drei Sterne waren für diesen Krimi leider nicht drin, dafür fand ich das Buch etwas zu verwirrend und nicht spannend genug.
Wolf Heller ist eigentlich wenig politisch und doch wird der Polizeikommissar mit seinem neuen Fall mittenrein in die Ost-West-Spannung gezogen. Heidi Gent wird tot aufgefunden, der Fall soll schnell abgeschlossen werden. Doch Heller ahnt, dass da noch mehr dahintersteckt und hört nicht auf, weiter zu ermitteln. Dadurch gerät er zwischen die Fronten.
Das Buch wird aus vielen verschiedenen Sichten erzählt, was aus meiner Sicht manchmal zu viel ist. Gerade weil es so viele erzählende Personen gibt, war es nach einer Lesepause oft schwer, sich wieder in den Krimi einzufinden.
Die Sprache fand ich okay, aber auch nicht außergewöhnlich. Sie hat einfach zum Krimi gepasst. Die Figuren konnten mich nicht ganz überzeugen, sie waren zwar spannende Charaktere, aber ich konnte mich mit niemandem identifizieren. Auch das hat es mir schwer getan, mich richtig in der Geschichte einzufinden.
Toll fand ich jedoch, wie die politische Situation im damaligen Berlin erläutert und erklärt wird. Durch die Person von Louise gerät man auch mitten in den Konflikt hinein.
Der Spannungsbogen konnte nicht ganz überzeugen. Mal war es sehr spannend, mal weniger. Irgendwann habe ich nur noch gedacht, kommt die Auflösung jetzt noch, oder nicht? Als sie dann kam, war auch eigentlich alles plausibel und hat die Verwirrung aufgeklärt. Die Hinweise davor, die für den Leser schon einmal einen Teil aufgeklärt haben, kamen mir etwas zu spät.
Der Roman wollte einfach zu viel und war an der einen oder anderen Stelle einfach zu lang. Deswegen bleibe ich bei drei Sternen.

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S

Rezension zu "Die Tote im Wannsee" von Lutz Wilhelm Kellerhoff

Mordermittlungen im Berlin von 1968
Satansbratenvor 10 Tagen

Eine junge Frau wir tot am Ufer des Wannsees gefunden. Wer hat etwas gesehen? Wer hat sie dort hin gebracht? Wer hat sie umgebracht? Wieso musste sie sterben? Wolf Heller als verantwortlicher Ermittler stößt auf viel interessantes, ein schwules Pärchen, das seine Treffen unbedingt geheim halten muss, unsichtbare Mauern, wenn man verschiedene Leute befragen will, verschwundene Kinder, ein Ehemann, der meint, dies nicht zu überleben, eine junge Frau, die Teil der Studentenrevolte ist,...all dies zeichnet ein atmosphärisch dichtes Bild dieser bewegten unruhigen Jahren in Berlin. Lesenswert, vor allem, um diese Zeit, ihre Rahmenbedingungen, ihre Menschen besser zu verstehen!

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Biests avatar

Rezension zu "Die Tote im Wannsee" von Lutz Wilhelm Kellerhoff

Aufgeheizte Stimmung
Biestvor 12 Tagen

1968 – Wolf Heller ermittelt in politisch aufgeheizten Zeiten

Inhalt:

West-Berlin, 1968. Studenten demonstrieren lautstark in den Straßen, während die Stasi in aller Stille Spione auf die andere Seite der Mauer schickt. Wolf Heller, Kommissar bei der Mordinspektion M I, interessiert sich eigntlich nicht für Politik. Doch dann wird eine junge Frau tot im Wannsee gefunden. Heidi Gent arbeitete in der Kanzlei des linken Anwalts Horst Mahler. Heller soll den Fall schnell abschließen, ohne allzu tief zu graben. Denn auf der Polizei lastet noch immer der Schatten des Mordes an Benno Ohnesorg, der Druck aus dem Schöneberger Rathaus ist enorm, und die sensationshungrige Presse lauert auf Fehler. Für Heller wird der Fall zur Zerreisßprobe. Sein Chef und auch sein Vater, ein ehemaliger Polizist, wollen ihn mit aller Macht von weiteren Ermittlungen abbringen. Und dann zerren auch noch seine Vermieterin Paula, die ihn heiraten will, und die lässige Amerikanerin Louise aus der Kommune Wielandstraße an dem Einzelgänger. Heller muss sich entscheiden.

Rudi Dutschke, Uschi Obermaier, Willy Brandt, Axel Springer – die Sechzigerjahre sind ihre Bühne. Es steht viel auf dem Spiel. Und Wolf Heller muss sich als junger Kommissar in wilden Zeiten beweisen.

Meine Meinung:

Der Einstieg ins Buch war etwas schwierig, da man bereits direkt am Anfang mit sehr vielen Personen konfrontiert wird. Das hat sich aber schnell gelegt, denn die Figuren werden im weiteren Verlauf alle häufiger erwähnt.
Die Atmosphäre Ende der 60er Jahre wurde super eingefangen. Man fühlt sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch tauchen einige bekannte Namen, Orte und Gebäude in der Geschichte auf.

Heller ist ein junger und sympathischer Kommissar. Er hatte, bzw. hat es nicht immer einfach, versucht aber das Beste daraus zu machen und geht Dingen, die er nicht versteht auf den Grund.
Es gibt natürlich auch weniger sympatische Figuren, wie zum Beispiel Doll. Den hatte ich sofort gefressen und das hat sich aufgrund seiner blöden und unangebrachten Kommentare auch bis zum Ende nicht gelegt.
Die handelnden Personen waren gut und detailliert beschrieben, was sowohl das Aussehen als auch den Charakter betrifft.

Die Story an sich war spannend, gut recherchiert und toll aufgebaut. Gemeinsam mit Heller ermittelt man bis zum Schluss, wo auch dann die wichtigsten Fragen geklärt werden. Das Ende hat mir gut gefallen und hielt auch noch die ein oder andere Überraschung bereit.

Ebenfalls gut gefallen hat mir das Glossar, ganz am Ende. Dort werden die wichtigsten Begriffe anschaulich erklärt.
Der Schreibstil war auch super angenehm und ließ sich flott lesen.
Das Cover gefällt mir, es passt zur damaligen Zeit und zur Geschichte.

Fazit:

Ein spannender, gut durchdachter, super recherchierter Krimi, mit einer toll eingefangenen Atmosphäre der 60er Jahre. Eine klare Leseempfehlung.

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