Lutz Wilhelm Kellerhoff

 4.5 Sterne bei 75 Bewertungen

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Die Tote im Wannsee

Die Tote im Wannsee

 (75)
Erschienen am 10.08.2018

Neue Rezensionen zu Lutz Wilhelm Kellerhoff

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G

Rezension zu "Die Tote im Wannsee" von Lutz Wilhelm Kellerhoff

Kriminalfall in politisch aufgewühlter Atmosphäre
Gisevor einem Monat

Es ist 1968, Kommissar Wolf Heller ermittelt über den Mord an einer Frau, die im Wannsee versenkt wurde. In einem politisch aufgeheizten Berlin ist es gar nicht so einfach, auf dem richtigen Weg zu bleiben, umso mehr, als Heller ziemlich bald aufgefordert wird, den Fall abzuschließen. Doch er bleibt trotzdem am Ball, denn er spürt, es gibt einige Ungereimtheiten.

Es ist eine ganz besondere Atmosphäre, in die das Autorenteam Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm ihre Geschichte über den standhaften Kommissar Heller versetzen. Studentenrevolten, das geteilte Berlin, Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg – das alles brodelt mal mehr, mal weniger an der Oberfläche der Dinge.

Eine solch aufgewühlte Zeit verlangt auch eine große Anzahl an handelnden Personen. Das war eine der Hürden, über die ich in diesem Buch gestolpert bin, denn es fällt nicht ganz leicht, sich hier zurechtzufinden. Schwer getan habe ich mich auch mit den Hintergründen der Geschichte, die ich nicht besonders gut kenne. Dabei wird der Kriminalfall oft zweitrangig während der Erzählung, was den Lesefluss manchmal behindert. Wer dennoch dran bleibt, wird ein gutes Abbild der damaligen Zeit erfahren, auch einen gut konstruierten Plot. Denn die Recherchen zu diesem Buch sind sorgfältig erfolgt. Doch mir scheint, als wollten die Autoren zu viel gleichzeitig in die Geschichte einbauen, so dass manches doch recht unübersichtlich bleibt.

Wirklich überzeugt hat mich das Buch deshalb nicht, so dass ich drei von fünf Punkten vergebe.

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B

Rezension zu "Die Tote im Wannsee" von Lutz Wilhelm Kellerhoff

Berlin in politisch schwierigen Zeiten
Buchverschlinger2014vor einem Monat

Das Autorentrio Lutz, Wilhelm und Kellerhoff thematisiert in ihrem Roman "Die Tote im Wannsee" Berlin in Zeiten der Studentenbewegung von 1968. Kommissar Wolf Heller soll den Mord an einer jungen Frau aufklären, die im Wannsee tot aufgefunden wird. 

Doch schnell scheint der Täter gefunden sein und Hellers Chef versucht den jungen Kommissar von weiteren Ermittlungen abzuhalten. Welche (politischen) Beweggründe hat sein Chef, die Ermittlungen so schnell wie möglich zu beenden? 

Die drei Autoren schaffen es neben dem Kriminalfall auch die besondere politische Situation des geteilten Berlins zu Zeiten der Studentenunruhen und dem erst vor kurzem stattgefundenen Mord an Benno Ohnesog sehr realistisch darzustellen. Man bekommt ein recht gutes Gefühl von der damaligen Zeit vermittelt, die sich auch in aufgeheizten Ost-West Problematik widerspiegeln. 

Allerdings gab es für mich auch so manche Längen in der (Kriminal-)geschichte und es fehlte mir insgesamt ein wenig die Spannung in der Geschichte. So empfand ich insgesamt das Buch nur als Mittelmaß.


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Ceciliasophies avatar

Rezension zu "Die Tote im Wannsee" von Lutz Wilhelm Kellerhoff

Berlin 1968, tolles Debüt!
Ceciliasophievor einem Monat

Während die Studentenbewegung 1968 in Berlin im vollen Gange ist, wird am Wannsee die Leiche einer Frau gefunden. Der Kommissar Wolf Heller nimmt die Ermittlungen auf und bemerkt schnell, dass sich hinter der Ermordung von Heidi Gent viel mehr verbirgt als vorher angenommen. Und plötzlich steht Heller mitten im politischen Gestrick der damaligen Zeit. 

„Die Tote im Wannsee“ ist das Debüt eines Autorentrios, das unter dem Pseudonym Lutz Wilhelm Kellerhof publiziert. 
Heller als Kommissar war ein sehr angenehmer Protagonist, dem ich gerne durchs damalige Berlin gefolgt bin. 
Auch die vielen Nebencharaktere gefielen mir sehr gut. Immer wieder tauchen Charaktere auf, die in der Nachkriegszeit eine größere Rolle spielten und gut in die Handlung eingeflochten waren. Diese Vermischung aus Fiktion und realen Ereignissen gefiel mir sehr gut.
Leider verlor ich vor allem im ersten Drittel des Buches immer wieder den Überblick über die Personen, da das Buch mit sich abwechselnden Erzählperspektiven der unterschiedlichen Charaktere geschrieben ist. Zum Ende hin konnte ich das Geflecht deutlich besser überblicken, doch dauerte es bis dahin etwas. Vielleicht wäre es hier schon etwas hilfreicher gewesen, wenn nicht so viele Charaktere mit dem Buchstaben H vorgekommen wären.
Am besten gefallen hat mir das von den Autoren gezeichnete Bild von Berlin und die detailreichen Schilderungen der damaligen Zeit. Immer wieder machte ich mir während des Lesens Notizen, um bestimmte Dinge zu einem späteren Zeitpunkt nachschlagen zu können. So lernte ich noch einmal mehr über meine Heimatstadt (Zum Beispiel war mir der Fußballclub Tasmania Berlin bis dato überhaupt kein Begriff). 
Es ist immer wieder eine Freude, über Orte in Büchern zu lesen, die man selber doch so gut kennt. Dementsprechend hat mir vor allem der Anfang des Buches wahnsinnig gut gefallen. Die Autoren haben es geschafft, ein Berlin vor meinen Augen entstehen zu lassen, das mir vollkommen fremd und doch vertraut war. Denn die Handlung spielt ganze 25 Jahre vor meiner Geburt und Rudi Dutschke, Benno Ohnesorg, Horst Mahler und der SDS sind alles nur Namen, die mir im Geschichtsunterricht eventuell mal untergekommen sind. Für mich war dieser Kriminalroman also nicht nur eine Ablenkung vom Alltag, sondern durchaus ein informativer Quell einer Zeit, mit der ich mich bisher nicht genug auseinandergesetzt habe.  
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, der Ton der Geschichte wurde immer wieder an die einzelnen Szenen angepasst.
Das Ende blieb offen genug um Handlunsgraum für weitere Bücher rund um Heller zu schaffen. Ich werde das Autorentrio auf jeden Fall im Auge behalten und gerne erneut in die Welt des damaligen Berlins mit eintauchen. 
Mich konnte das Buch unheimlich gut unterhalten, es hatte keine unnötigen Längen und war bis zum Ende hin sehr spannend. Außerdem lernte ich eine Menge dazu. 

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Gespräche aus der Community

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lutz_wilhelm_kellerhoffs avatar
lutz_wilhelm_kellerhoff
Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,

gemeinsam mit euch möchten wir unseren Krimi "Die Tote im Wannsee" lesen und freuen uns auf einen regen Austausch. Dafür verlosen wir 15 Bücher und sind gespannt auf eure Eindrücke!

Worum geht es in "Die Tote im Wannsee"?
Wolf Heller interessiert sich eigentlich nicht für Politik, doch plötzlich ist alles politisch. Ohne es zu wollen, gerät er zwischen die Fronten. Die Polizei gilt als reaktionärer Haufen, Studenten demonstrieren lautstark in den Straßen, und seine Freundin Louise zieht in eine Kommune. Da wird eine junge Frau tot am Ufer des Wannsees gefunden. Nur die roten Schlangenlederschuhe geben einen brauchbaren Hinweis auf ihre Identität. Als der Kommissar ein Bild der Schuhe in einer Berliner Zeitung veröffentlichen lässt, meldet sich eine Kollegin der Toten: Heidi Gent arbeitete in Horst Mahlers Anwaltskanzlei. Heller soll den Fall schnell abschließen. Auf der Polizei liegt noch der Schatten der Ermordung von Benno Ohnesorg, der Druck aus dem Schöneberger Rathaus ist enorm. Doch als er zufällig mitbekommt, dass sein Chef lautstark mit einem Unbekannten über die Tote streitet, lässt er nicht mehr locker.

Als Bewerbung möchten wir gerne von euch wissen, was euch an dem Buch am meisten interessiert.

Liebe Grüße und viel Spaß,
das Autorentrio Lutz Wilhelm Kellerhoff
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auf 5 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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