Luzi van Gisteren Treffpunkt Rom: Eine Reisegeschichte aus dem Sommer 1964.

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Inhaltsangabe zu „Treffpunkt Rom: Eine Reisegeschichte aus dem Sommer 1964.“ von Luzi van Gisteren

Sommer 1964: Verliebt, verlobt und fast verheiratet verbringen Karin vom Bodensee und der süditalienische Gastarbeiter Giancarlo Tozzi den ersten gemeinsamen Urlaub in den Abruzzen. Das erste Treffen mit Giancarlos Familie endet in einer kleinen Katastrophe, da tauchen Maggie und George auf - ein unkonventionelles Unternehmerpaar aus Texas. Cadillac, Dolce Vita und eine böse Schwiegermutter: Das ungleiche Quartett erlebt einen turbulenten Trip zum Treffpunkt Rom.

Eine amüsante Rückbesinnung auf die Blütezeit der Gastarbeiter aus Italien; eingebettet in eine Liebesgeschichte.

— reegegil
reegegil

Land, Leben und Leute erwachen in Luzis amüsanten Kurzroman „Treffpunkt Rom“ zu einem kurzweiligen (Lese-) Vergnügen, mille grazie!

— Franco-Bollo
Franco-Bollo
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  • eine sehr schöne Lektüre für Zwischendurch

    Treffpunkt Rom: Eine Reisegeschichte aus dem Sommer 1964.
    ulla_leuwer

    ulla_leuwer

    28. April 2015 um 21:36

    Meine Meinung: Rom - es ist schon eine Ewigkeit her, seit ich dort war. Aber ich habe die Stadt in guter Erinnerung und deshalb war ich auf dieses Buch auch sehr gespannt. Allerdings musste ich mich etwas gedulden, bis ich von dieser tollen Stadt etwas lesen konnte. Zunächst lernte ich Karin und Giancarlo kennen, die sich auf den Weg in die Heimat von Giancarlo machten. Ich kann mir vorstellen, dass es im Jahr 1964 nicht sehr leicht war, wenn sich eine junge Deutsche in einen Italiener verliebte. Es war eine andere Zeit und es gab in Deutschland zwar schon viele Gastarbeiter, aber Fremden gegenüber war man doch sehr vorsichtig. Das traf allerdings auf beide Seiten zu. Mamma Teresa reagierte ganz besonders lautstark auf die Tedesco. So kam es, dass die beiden Verlobten ein Zimmer in einem Hotel suchten und dort das amerikanische Ehepaar Maggie und George kennen lernten. Gemeinsam beschließen sie, sich auf den Weg nach Rom zu machen. Eine sehr abenteuerliche Reise steht ihnen bevor. Mit sehr viel Humor hat die Autorin diese Reise und auch die Erlebnisse in Rom geschildert. Mir hat sehr gut gefallen, dass vor den Kapiteln passende Liedtexte eingefügt wurden und im Anhang ein Rezept sowie ein kleines Wörterbuch zu finden war. Der Schreibstil war mal ganz anders, als ich es gewohnt war. Mal die Schilderung der Erlebnisse, mal Tagebucheintragungen von Elisabetta, der Schwester von Giancarlo und Dialoge verschiedener Beteiligter, meinen Lesefluss hat dies nicht gestört, denn die Umstellung fiel mir nicht schwer. Insgesamt gesehen war es sehr angenehm zu lesen, allerdings hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht und einiges auch ausführlicher. Ich bin kein allzu großer Freund von kurzen Romanen, wenn keine Fragen offen bleiben, komme ich damit schon klar. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlte und zu gerne hätte ich mehr gelesen. Wobei ich natürlich einsehe, dass dies nicht unbedingt zu dem Buchtitel "Treffpunkt Rom" gehörte. So bleibt mir die Hoffnung, vielleicht mal noch mehr von den Beteiligten lesen zu können. Fazit: Eine nette leichte Lektüre zum "Zwischendurch-Lesen"

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  • Treffpunkt,Rom

    Treffpunkt Rom: Eine Reisegeschichte aus dem Sommer 1964.
    reegegil

    reegegil

    28. April 2015 um 20:20

    Die Autorin bildet in dem Roman die gesellschaftlichen Verhältnisse in den 60er Jahren, also zwei Jahrzehnte nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, sehr amüsant ab. Hintergrund des Romans sind die damaligen politischen Begebenheiten. Deutschland ist getrennt und bildet die Linie zwischen den zwei Sieger-Machtblöcken USA und Sowjetunion. Der noch nicht gänzlich überwundenen Spaltung aus der Nazizeit folgt nun die Entzweiung der Gesellschaft durch Kapitalismus und Sozialismus als ein neuer Riss quer durch die deutsche Bevölkerung. Das demokratische West-Deutschland vollbrachte in Konkurrenz zum sozialistischen Ost-Deutschland Wirtschaftswunder; nicht zuletzt dank Gastarbeitern aus dem Süden; vornehmlich Italien. Die Autorin schafft es in Ihrem Roman diese gesellschaftlichen Gegebenheiten pointiert in die Handlung einzubauen; ohne diese Hintergründe beim Namen zu nehmen und in den Vordergrund zu rücken. Einzig die Liebesgeschichte soll begeistern. Die deutsche Tochter verliebt sich in einen italienischen Gastarbeiter, worüber vor allem ihre Mutter nicht erfreut ist und dies zu allen möglichen Anlässen verdeutlicht. Das Liebespaar ergänzt sich in dem Wunsch, nach Rom zu fahren. Er, weil er ihr sein Geburtsland zeigen will; sie, weil sie die heilige Stadt Rom kennenlernen will. Die Fahrt hat dann so allerlei Tücken. Geht zwar in Deutschland die Reise noch mehr oder weniger geordnet über die Bühne, so zeigen sich in Italien allerlei technische und gesellschaftliche Probleme; wie zum Beispiel ein Ruderboot, das nicht seetauglich ist; Tankstellen, die rar sind u.a. Und der Pomp, mit dem sich die Siegermacht USA umgibt, wird stimmungsgeladen eingebaut, indem ein reicher Amerikaner mit seinem Rolls-Royce in Rom Urlaub macht. Und die Geschichte endet mit dem Happyend aller Beteiligten und simuliert somit den Beginn der transatlantischen Freundschaft von Europa und Amerika. Bemerkenswert noch, dass die Autorin zwischen den einzelnen Stationen im Roman u.a. die musikalischen Highlights textlich zu Gemüte und in Erinnerung führt.

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  • Una mattina mi son'alzato

    Treffpunkt Rom: Eine Reisegeschichte aus dem Sommer 1964.
    Franco-Bollo

    Franco-Bollo

    28. April 2015 um 20:08

    Land, Leben und Leute erwachen in Luzis amüsanten Kurzroman „Treffpunkt Rom“ zu einem kurzweiligen (Lese-) Vergnügen,  in dem dolce vita und amore eine leidenschaftliche Liaison mit einander haben. Lecker!   Großartig auch diese Beschreibung, die ich Luzi am liebsten abkaufen und selbst veröffentlichen möchte: „Es gibt Momente, bei denen du ahnst, dass du sie kein zweites Mal erleben wirst. Während du noch verweilen möchtest, ziehen die Sekunden wie der Hauch eines leichten Sommerwinds vorüber, ohne dass du sie festhalten kannst. Gleichzeitig ahnst du, dass jeder Versuch, diese Minuten zu wiederholen, kläglich scheitern wird. Denn solche Momente sind einfach unwiederbringlich, sie sind ganz einzigartig – so wie der erste Kuss deiner großen Liebe oder die Geburt eines Kindes.“  

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