Lydia Davis

 3.4 Sterne bei 15 Bewertungen
Autorin von Formen der Verstörung, Reise über die stille Seite und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lydia Davis

Lydia Davis wurde im Juli 1947 in Northampton geboren. Sie studierte am Barnard College und schrieb bereits damals Gedichte. 1974 war sie eine Zeit lang mit Paul Auster verheiratet, mit dem sie einen Sohn hat. Heute ist sie mit Alan Cote verheiratet, mit dem sie ebenfalls einen Sohn bekommen hat. Davis lehrt "Kreatives Schreiben" an der State University of New York in Albany. 2013 erhielt sie den Man Booker International Prize. Besonders bekannt ist sie für ihre Kurzgeschichten.

Alle Bücher von Lydia Davis

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Cover des Buches Formen der Verstörung (ISBN: 9783854207849)

Formen der Verstörung

 (4)
Erschienen am 12.09.2011
Cover des Buches Kanns nicht und wills nicht (ISBN: 9783854209553)

Kanns nicht und wills nicht

 (3)
Erschienen am 05.09.2014
Cover des Buches Fast keine Erinnerung (ISBN: 9783854207351)

Fast keine Erinnerung

 (1)
Erschienen am 03.02.2008
Cover des Buches Reise über die stille Seite (ISBN: 9783596033195)

Reise über die stille Seite

 (3)
Erschienen am 10.12.2015
Cover des Buches Es ist, wie's ist (ISBN: 9783990590577)

Es ist, wie's ist

 (1)
Erschienen am 28.08.2020
Cover des Buches Samuel Johnson ist ungehalten (ISBN: 9783990590041)

Samuel Johnson ist ungehalten

 (0)
Erschienen am 11.08.2017
Cover des Buches Das Ende der Geschichte (ISBN: 9783854207610)

Das Ende der Geschichte

 (0)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches The Collected Stories of Lydia Davis (ISBN: 9780241145043)

The Collected Stories of Lydia Davis

 (2)
Erschienen am 09.09.2010

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Rezension zu "Es ist, wie's ist" von Lydia Davis

Lydia Davis: Es ist, wie’s ist
RenaMvor 4 Monaten

In dem dünnen Bändchen sind 34 Geschichten der preisgekrönten amerikanischen Autorin versammelt. Darunter Geschichten mit einer Länge von wenigen Zeilen, die dafür mit großer Prägnanz ihre Botschaft vermitteln.

Leider jedoch blieben mir bei der Lektüre die meisten Botschaften in den Texten von Lydia Davis verborgen. Es ist, wie es so oft ist: die von Feuilletons, Kritikern und Jurys renommierter Buchpreise hochgelobten Werke sind für die „normalen“ Leser unergründlich, unverständlich, ja manches Mal gar unlesbar. Ich habe die Erzählungen in diesem Buch gelesen und mich am Ende gefragt, was die Autorin damit sagen will. Dabei schließe ich natürlich gar nicht aus, dass dieses Unverständnis vollkommen an mir liegt. Nur ändert das nichts an der Tatsache, dass mir Stil, Inhalt und Botschaft der Erzählungen fremd blieben.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Bewundernswert sind tatsächlich gerade die kleinen, schnipselartigen Geschichten, nur wenige Zeilen lang, aber mit einer zwischen den Zeilen geschickt versteckten Aussage. Besonders trifft das zu auf den Text mit dem Titel „Die Mutter“. Zehn Sätze, in denen das Leben eines Mädchens abläuft, mit dem die Mutter niemals zufrieden ist: Das Mädchen schrieb eine Geschichte. ‚Aber es wäre doch viel besser, wenn du einen Roman schreiben würdest‘ sagte ihre Mutter. Das Mädchen baute ein Puppenhaus. ‚Aber es wäre doch viel besser, wenn es ein echtes Haus wäre‘ sagte ihre Mutter. ….“ (S. 113) Und so geht es weiter bis zum wirklich bitteren Ende.

Oder der Text „In einem belagerten Haus“, aus welchem die Frau „nach Hause“ will, obwohl sie es doch schon ist „inmitten eines Landes in einem belagerten Haus“. (S.79).

Lydia Davis: Es ist, wie’s ist
Droschl, August 2020
 Gebundene Ausgabe, 170 Seiten, 22,00 €

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Rezension zu "Reise über die stille Seite" von Lydia Davis

Ist das Kunst oder kann das weg? Abgebrochen!
mschoerlevor 2 Jahren

Das Buch wurde mir wegen der „klaren Sprache“ wärmstens ans Herz gelegt. Als ausgesprochener Fan von Kurzgeschichten und klarer Sprache kaufte ich es. Der Titel klang vielversprechend. Ich stellte mir Texte in einer schönen, klaren, aber auch lyrisch-metaphorischen Sprache vor. Auch der Buchrücken versprach so einiges: „Lydia Davis ist ein Genie der literarischen Kunstform“. Und „… mit Davis ist man stets mitten im Leben – heiter, nachdenklich und praktisch.“ Somit erwartete ich gute, intelligente Unterhaltung durch schlüssige, dramaturgisch steil ansteigende Handlungs- und Spannungsbögen mit geschickt gesetzten Pointen und interessanten, lebensnah gezeichneten Protagonisten.

Die Enttäuschung, die sich dann beim Lesen einstellte, ist nicht in Worte zu fassen. Zugegeben: Ich habe das Buch nicht vollständig gelesen. Mein Durchhaltevermögen reichte einfach nicht. Nach mehreren Anläufen habe ich abgebrochen. Nicht eine einzige Geschichte war „heiter, nachdenklich und praktisch“. Ganz im Gegenteil, stieß ich auf komplizierte Satzkonstruktionen, die es erforderten, diese Sätze mehrfach zu lesen. Beispiel: „Er würde des weiteren wollen, dass sie ihm gegenüber im gleichen Maße misstrauisch sind, in dem er ihnen gegenüber misstrauisch ist, und dass sie über ihn so verbittert sind, wie er über sie verbittert ist, denn seine Gefühle ihnen gegenüber sind so stark, dass es ihm die ganze Konzentration auf ihre negativen Gefühle ihm gegenüber abverlangt, um ihnen jene Gefühle entgegenzubringen, die er ihnen entgegenbringt.“ (Seite 80). Ahhhh ja! 

Besondere „Highlights“ sind die „EIN-Satz-Geschichten“. Gern hätte ich den Satz zu „Mutters Reaktion auf meine Reisepläne“ (Seite 190) als Beispiel zitiert, aber damit hätte ich ja die ganze „Geschichte“ erzählt – und das wäre spoilern, oder? Die absolute „Krönung“ aber sind „Die Kühe“ (Seite 230 ff). Auf 18 Seiten beschreibt Frau Davis auf einer Weide grasende Kühe. Handlung? Fehlanzeige! Eine Geschichte ohne Handlung! Hallo?!

Ein bisschen fühle ich mich wie in dem wunderbaren Theaterstück „Kunst“ von Yasmina Reza, das ich mehrfach gespielt habe: Die Freundschaft dreier Männer wird auf die Probe gestellt, weil einer von ihnen ein absurd teures Gemälde gekauft hat – ein weißes Bild auf weißem Untergrund! Kunst – oder nicht Kunst, das war auch hier die Frage!   

Fazit: Das Buch ist eine einzige Enttäuschung! Kein Wortwitz, keine Situationskomik, keine Emotionen, keine (spannende) Handlung, keine Pointen, kein Identifikationspotenzial mit den Protagonisten, keine (für mich erkennbare) Botschaft.

Kommentare: 9
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Rezension zu "Reise über die stille Seite" von Lydia Davis

Guter Titel, merkwürdiger Inhalt
Buchstabenliebhaberinvor 5 Jahren

Diese Buch ist wie eine norddeutsche Landschaft, in der sich ewig gleiche Rapsfelder aneinander reihen: still, monoton. Kurz hüpft ein Hase durchs Bild, danach: gähnendes gelbes Nichts. Für manch einen erholsam, für mich eher fragwürdige Qual.
Ich sag es gleich, ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Ich habe mich durch 12,5 Stories gearbeitet, noch ein bisschen geblättert und angelesen, bevor ich resignierte. Warum:
Die erste Geschichte war mir komplett unverständlich (was will mir die Autorin sagen?), die zweite hat mich angewidert, die dritte fand ich ziemlich blöd. Dafür war sie recht lang, so dass sie mich auch gelangweilt hat. 
***ACHTUNG SPOILER***Darauf folgten drei kurze Kurzgeschichten, wieder sehr unverständlich, eine mit dem passenden Titel: Problem. Darauf folgten Mäuse mit Angst vor ungeputzten Küchen und Frauen die sich in Bäume verwandeln. Soso. Dann, länger wieder, aber überhaupt nicht besser: Allergie auslösende Katzen, die erschossen werden. Ja. Wem das gefällt - ich gehöre nicht dazu. 

Schlimmer als die völlig rätselhaften, wie mir scheint gewollt unverständlichen, gerne widerlichen kurzen Stories, sind die langen Kurzgeschichten. Attraktiv wie ein Herbstspaziergang neben einer vielbefahrenen Autobahn.
Irgendwelche Fremden machen den Hausmeister, ein Hund geht verschütt, die haben kein Geld und nur wenig zu essen und spielen mit Murmeln. Es wird nichts erklärt, Beschreibungen reihen sich aneinander wie besagte Rapsfelder in Norddeutschland, das Bild bleibt lückenhaft wie ein halbfertiges Puzzle, bei dem jemand viele Teile mit Absicht weggeschmissen hat. ***SPOILER ENDE***

Mein Fazit: Ich ärgere mich, weil ich mich auf das Buch gefreut hatte. Ja, Kurzgeschichten sind eine Kunst, aber wenn ich da an die gelungenen Geschichten von Finn-Ole Heinrich denke, oder T.C. Boyle, oder wenn ich an die große Erzählkunst von Franzen und Foer denke, die ja beide bekennende Fans von Frau Davis sind ... Ich bin kein Mensch, der großartige Erklärungen braucht, oder Beschreibungen von Gefühlen, ich habe selber genug Fantasie. Aber hierfür scheint meine Fantasie nicht ausgelegt zu sein. Gut, Geschmäcker sind verschieden. Und dieses Buch trifft definitiv nicht meinen.

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Lydia Davis wurde am 15. Juli 1947 in Northampton (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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