Lydia Davis Reise über die stille Seite

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Inhaltsangabe zu „Reise über die stille Seite“ von Lydia Davis

Die Erzähler Franzen und Foer sind die größten Bewunderer Lydia Davis‘, sie ist eine der originellsten Köpfe der amerikanischen Literatur. Die Meisterin der kurzen Form nimmt in ihren Erzählungen, die manchmal nur zwei Zeilen lang sind, witzig und ungeheuer klug die Abenteuer des Alltags in den Blick. Egal ob sie von Reisen, Essgewohnheiten oder verflossenen Männern erzählt, mit Davis ist man stets mitten im Leben - heiter, nachdenklich, praktisch und immer mit einem philosophischen Augenzwinkern.

Wieder mal auf Hochgelobtes reingefallen: Die Storys wirken auf mich unvollständig, unverständlich, langweilig, abstoßend.

— Buchstabenliebhaberin
Buchstabenliebhaberin

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    Reise über die stille Seite
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    01. January 2016 um 11:30

    Diese Buch ist wie eine norddeutsche Landschaft, in der sich ewig gleiche Rapsfelder aneinander reihen: still, monoton. Kurz hüpft ein Hase durchs Bild, danach: gähnendes gelbes Nichts. Für manch einen erholsam, für mich eher fragwürdige Qual. Ich sag es gleich, ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Ich habe mich durch 12,5 Stories gearbeitet, noch ein bisschen geblättert und angelesen, bevor ich resignierte. Warum: Die erste Geschichte war mir komplett unverständlich (was will mir die Autorin sagen?), die zweite hat mich angewidert, die dritte fand ich ziemlich blöd. Dafür war sie recht lang, so dass sie mich auch gelangweilt hat.  ***ACHTUNG SPOILER***Darauf folgten drei kurze Kurzgeschichten, wieder sehr unverständlich, eine mit dem passenden Titel: Problem. Darauf folgten Mäuse mit Angst vor ungeputzten Küchen und Frauen die sich in Bäume verwandeln. Soso. Dann, länger wieder, aber überhaupt nicht besser: Allergie auslösende Katzen, die erschossen werden. Ja. Wem das gefällt - ich gehöre nicht dazu.  Schlimmer als die völlig rätselhaften, wie mir scheint gewollt unverständlichen, gerne widerlichen kurzen Stories, sind die langen Kurzgeschichten. Attraktiv wie ein Herbstspaziergang neben einer vielbefahrenen Autobahn. Irgendwelche Fremden machen den Hausmeister, ein Hund geht verschütt, die haben kein Geld und nur wenig zu essen und spielen mit Murmeln. Es wird nichts erklärt, Beschreibungen reihen sich aneinander wie besagte Rapsfelder in Norddeutschland, das Bild bleibt lückenhaft wie ein halbfertiges Puzzle, bei dem jemand viele Teile mit Absicht weggeschmissen hat. ***SPOILER ENDE*** Mein Fazit: Ich ärgere mich, weil ich mich auf das Buch gefreut hatte. Ja, Kurzgeschichten sind eine Kunst, aber wenn ich da an die gelungenen Geschichten von Finn-Ole Heinrich denke, oder T.C. Boyle, oder wenn ich an die große Erzählkunst von Franzen und Foer denke, die ja beide bekennende Fans von Frau Davis sind ... Ich bin kein Mensch, der großartige Erklärungen braucht, oder Beschreibungen von Gefühlen, ich habe selber genug Fantasie. Aber hierfür scheint meine Fantasie nicht ausgelegt zu sein. Gut, Geschmäcker sind verschieden. Und dieses Buch trifft definitiv nicht meinen.

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