Lydia Hauenschild

 4.6 Sterne bei 14 Bewertungen

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For Boys only

Erscheint am 21.01.2019 als Taschenbuch bei arsEdition.

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Rezension zu "Die Schule ist ein großes Haus: Eine Bilderbuchgeschichte für Vorschulkinder. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater)" von Lydia Hauenschild

In dieser Geschichte lassen uns Timo und seine Eltern / Großeltern an ihren ersten Schultag Erfahrun
Kinderbuchkistevor 6 Monaten

Thema Schulbeginn

Warten und Vorbereitung bis zum Schulanfang
für Kinder ab 4 Jahren

Wenn es die Einschulung bevor steht ist dieses ein großer Schritt für die Kinder. Vorfreude und Ängste, wie es sein wird liegen da ganz nah beieinander.
In dieser Geschichte begleiten wir Tim und seine Familie von Januar bis zum ersten Schultag und erleben dabei sehr interessante Dinge über die ganze Familie und ihre Schulerlebnisse.
So inspiriert fällt es den Kindern später sicherlich sehr leicht auch Zuhause in der Familie einmal nachzuhören, wie die den ersten Schultag und das Warten vorab erlebt haben.
Die Geschichte beginnt anders als die anderen Schulgeschichten oder was am von Schulgeschichten erwartet, in der Silvesternacht.
Ein neues Jahr beginnt, das Jahr, in dem Tim in die Schule kommen wird und darauf freut er sich schon, so wie die meisten Kinder, doch da ist nicht nur Freude sondern auch etwas was Tim nicht so richtig beschreiben kann. Wie würden sagen, die Angst vor dem was man noch nicht kennt.
Tims Mama hat ihn einen großen Kalender gebastelt. Groß wie die Schule. Hier hat sie alle wichtigen Ereignisse wie Karneval und Ostern und natürlich den ersten Schultag eingetragen.
Im Alltag bemerkt Tim nun immer öfter das es wichtig ist lesen, rechnen und schreiben zu können. Wenn er Polizist werden möchte dann muss man schreiben können um zum Beispiel Strafzettel zu schreiben. Als Rennfahrer muss man rechnen können.
Zu Ostern entdeckt Tim bei der Eiersuchen einen wunderschönen Schulranzen und Oma zeigt ihm noch etwas ganz besonders. Sie hat viele Dinge von Tims Papa aufgehoben, die er in der Schule hatte. Seine Schultüte und ein tolles Dino Radiergummi gehören dazu. 
Tim kommt mit seinem Vater ins Gespräch, der ihm etwas über seine erste Schulzeit erzählt. Freunde sind wichtig erzählt er. Eine Freundin hat Tim schon, sie kommt mit ihm in die erste Klasse.
Der Opa holt ein Fotoalbum das den Vater am ersten Schultag zeigt und plötzlich erzählt jeder aus der Familie von seinen Schulerfahrungen.
Bald darauf geht Tim mit den anderen Vorschulkindern aus dem Kindergarten zu Besuch in die Schule. Tim hat den Eindruck, dass die Schulkinder gern in die Schule gehen. Das macht ihm Mut und auch der Unterricht macht ihm Spaß. Es ist ja schon toll lesen, schreiben und rechnen zu können.
Damit Tim später auch alleine zur Schule gehen kann muss er nicht nur die richtige Kleidung haben sondern auch den Weg kennen. Den üben die Erwachsenen im Vorfeld mit den Kindern daher ganz genau. Tim und seine Freundin Isabel können das schon richtig gut.
Dann ist es soweit, der letzte Kindergartentag.
Ein Abschiedsfest versüßt diesen entscheidenden Schritt in ein neues Leben und einige Zeit später ist er da, der langersehnte Tag.
Am ersten Schultag werden Tim und Isabell von ihre Familie begleitet.
Und in der Klasse da setzten sich die beiden natürlich zusammen.
*
Eine wunderschöne Geschichte, die viel über familiäre Schulerfahrungen und die gemischten Gefühle von Vorschulkindern widerspiegelt.
Was ich ein wenig vermisse sind die genauen Schritte von der Anmeldung, über die Schuluntersuchung bis hin zum Kauf der Schulmaterialien.
Man kann dies aber wunderbar selbst ergänzen oder so wie wir es gemacht haben mit den Kindern besprechen und eigene Bilder dazu malen.
So vorbereite wird es bestimmt ein guter Start ins Schulleben.
Das hier einmal die Familie, Großeltern und Eltern erzählen dürfen ist eine wunderbare Anregung es in der Familie auch zu machen.




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Eine Bilderbuchgeschichte zum Thema Nein sagen

Ich- Stärkung  /Prävention Gewalt
für Kinder ab 4 Jahren

Das Kinder "NEIN" sagen können wenn sie etwas nicht möchten ist ein ganz wichtiger Prozess in ihrer Entwicklung. Viele Kinder trauen sich nicht nein zu sagen, aus Angst keine Freunde zu finden oder Freunde zu verlieren, als böse oder unverschämt zu gelten.
Genau so geht es auch Timo. Bis er Isabel kennenlernt.
Isabel kommt neu in den Kindergarten. Timo findet, dass sie nett aussieht aber zu ihr gehen, das traut er sich auch nicht.
Einige Zeit später bekommt er mit, wie der frechste Junge der Gruppe zu Isabel geht um ihr das Bilderbuch, in dem sie gerade liest weg zu nehmen, doch Isabel reagiert anders als es Timo machen würde. Isabel sagt "NEIN!" bietet dem Jungen aber gleichzeitig an mit in das Buch zu schauen. Der ist so perplex über die taffe Reaktion, dass er verschwindet. 
Als Isabel kurz darauf zu Timo geht um mit ihm zu spielen traut er sich ihr zu sagen, wie mutig er es findet, dass sie nein gesagt hat, das wiederum findet Isabel seltsam, denn für sie ist es völlig selbstverständlich, dass man "NEIN!" sagt wenn man etwas nicht möchte. Behutsam unterstützt sie Timo in verschiedenen Situationen den Mut zu haben auch Nein zu sagen. Beim ersten Mal, als er von einem Freund gefragt wird ob er mit Fußball spielen will, aber eigentlich keine Lust hat kommt das Nein noch recht leise heraus, aus Angst der Junge ist dann nicht mehr sein Freund. Als dieser jedoch einfach das Nein akzeptiert erkennt Timo, dass es gut ist zu sagen was man möchte.
Mit der Zeit werden Timos NEIN's fester, entschiedener, selbst vor größeren Mädchen traut er sich mit Isabels Unterstützung Nein zu sagen.
Als dann ein Mann am Zaun vom Kindergarten steht und freundlich versucht sie zum mit gehen zu bewegen indem er verspricht ihnen Katzenbabys zu zeigen. Bekommt auch er eine Abfuhr wenn gleich ein kleines Mädchen zunächst noch einmal neugierig zurück fragt. Die Erzieherin  hatte die Situation ebenfalls bemerkt, freut sich über die Reaktion der Kinder und erklärt ihnen gleich darauf wie gefährlich es sein kann mit Fremden mit zu gehen.
*
Ein ereignisreicher Tag an dem Timo viel gelernt hat und jetzt wo wir Timos Geschichte kennen, kann jeder einmal überlegen wo er gerne/ lieber Nein gesagt hätte aber es nicht getan hat. Die Kinder im Kindergarten machen es vor und wir können es auch.
*
Diese Geschichte veranschaulicht mit wundervollen, sehr fokussierten und dennoch detailreichen Bildern ein wichtiges Thema.
Die Bilder und die Geschichte orientieren sich in allen Bereichen unmittelbar an der Erfahrungswelt der Zielgruppe, die sich in jedem Bild wieder finden und ihre eigenen Erlebnisse mit den Bildern verbinden können.
*
Eine wundervolle, sehr eindrucksvolle Geschichte mit klarer Botschaft
 

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Rezension zu "Weihnachten mit Omalücke. Mini-Bilderbuch." von Lydia Hauenschild

Eine einfühlsame Geschichte zum Thema Tod und Verlust und das zu Weihnachten.
Kinderbuchkistevor einem Jahr

in recht ungewöhnlicher Titel, der sich so recht nicht erschließen lässt und allein daher schon Gesprächsstoff für eine Erzählrunde liefern könnte, in der die Kinder Vermutungen anstellen könnten was es mit Omalücke auf sich hat. Wissen muss man hier unbedingt, dass es eine nicht alltägliche Weihnachtsgeschichte ist und man doch einige Dinge vor dem Erzählen vorbereiten sollte. Grundthema ist Trauer, Tod, aber vor allem der Weg auch etwas Schlimmen die Spitze zu nehmen und Strategien zu entwickeln für ein weiteres Leben.
Die Geschichte selbst handelt von Emily die ihre Oma schmerzlich vermisst. Überall sind Erinnerungen an sie und überall fehlt sie ihr. Man könnte meinen das allein rechtfertigt den Begriff Omalücke. Was es genau damit auf sich hat wird ziemlich zum Ende der Geschichte aufgelöst. Weihnachten ohne die geliebte Oma. Da hat Emily eine Idee. Sie schneidet, zum Entsetzten der Eltern ein Stück Ast aus ihrem Tannenbaum um ihn der Großmutter ans Grab zu legen. Nun hat der Baum eine "Omalücke". Mehr in der ausführlichen Beschreibung, die gleich folgt.

Die Zeichnungen sind im Gegensatz zu vielen anderen Kamishibai Erzähltheater Bildern nicht verniedlicht wobei die Eigenschaft verniedlichen hier in keinster Weise als negativ betrachte werden darf, ganz im Gegenteil. Die Illustrationen hier wirken sehr realistisch ehr in Richtung der Karikaturzeichnungen. Was ich sonst an das Ende setzte möchte ich hier ausnahmsweise mal vorweg einfügen.  Die Kinder, die schon mehrere Kamishibai Erzählbilder gesehen haben, haben direkt darauf hingewiesen, dass die Zeichnungen anders sind. O-Ton: " Die Zeichnungen sehen echter aus so wie wir wirklich sind".

Nun aber der Reihe nach:
Der Geschichtsteil zum ersten Bild erzählt von vorweihnachtlicher Stimmung, so wie es bei Emily, der Protagonistin der Geschichte, sonst immer war.
Doch dieses Mal ist es anders. Im Bild  (1)sehen wir einen kahlen beige/Ocker farbigen Raum. Nur ein Tisch und zwei Stühle stehen dort. Emily sitzt auf einem dieser Stühle vor einer leeren Keksdose. Das erste Weihnachten ohne die geliebte Oma. Emily entdeckt lauter Omalücken. Der Stuhl bleibt leer, am Handtuchhaken hängt kein Handtuch von Oma mehr und es gibt auch keine Zimtsterne.
Oma ist seit einigen Wochen Tod.
Aber das Leben geht weiter und so muss die Familie dieses Jahr ohne Oma Weihnachten feiern. Der Vater holt den Tannenbaum ins Zimmer ( Bild 2) und Mutter die Kartons mit dem Weihnachtsschmuck. Emily sitzt vor einem der Kartons auf dem Boden. Der Vater ist ganz schön damit beschäftigt den großen Baum in den Ständer zu bekommen. Das Bild wirkt ein wenig wie ein Kartoon ( und hat bei uns für sehr viel Freude bei den Kindern gesorgt, die eine ganze Menge Ratschläge hatten, wie man denn besser verfahren könnte).
Bild 3 Emily steht vor der offenen Herdtür in der Küche. Ihre Mutter steht im Hintergrund vor einem Tisch und  bereites Essen vor. Der Backofen ist leer, sonst hat Oma immer einen Gänsebraten gemacht. stattdessen gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat.
jetzt setzt sich Emily zur Mutter an den Tisch ( Bild 4). Sie singen Weihnachtslieder und schnippeln Kartoffeln doch es klingt nicht wie sonst denn Omas Stimme fehlt.
Nach dem essen muss Emily Mittagsruhe halten doch sie innerlich viel zu unrühig. Ihre Gedanken sind bei der Oma und dem Weihnachtsbaum. Plötzlich hat sie eine Idee. Sie geht zu einer Kommode ( Bild 5) und holt etwas heraus.
Bald ist es dunkel und plötzlich klingelt das Weihnachtsglöckchen.  Jetzt darf Emily zum Tannenbaum ( Bild 6) unter dem viele Geschenke stehen. Alle dürfen ihre Geschenke auspacken
(Bild7). Dann wird es Zeit in die Kirche zu gehen doch vorweg möchten sie noch Omas Grab besuchen. Während die Eltern sich anziehen läuft Emily noch einmal zurück zum Tannenbaum
(Bild 8). Sie klettert auf einen Hocker und zieht aus ihrer Hosentasche eine Gartenschere, die sie aus der Kommode genommen hatte. Damit schneidet sie einen schönen großen Ast oben vom Tannenbaum. Die Eltern, die nun auch zurück ins Zimmer gekommen sind ( Bild 9) sind entsetzt doch Emily erklärt ihnen, dass dies das Geschenk für die Oma ist. "Jetzt hat auch der Baum eine Omalücke!" Die Eltern verstehen es und ( Bild 10) ziehen sich nun gemeinsam ihre Winterjacken  wieder an.
Bild 11 draußen ist es dunkel die Bäume kahl nur der Grabstein und Emilys Sachen sind hell und Emily legt den Ast auf Omas Grab.

*
"Weihnachten mit Omalücke" eine einfühlsame Geschichte über Tod, Trauer, Verlust, Vermissen und wie das Leben trotz allem weiter geht mit all den Veränderungen die dies mit sich bringt. Eine Ideale Geschichte auch im Bereich Resilienz ( hierzu gibt es ein Praxisbuch besprochen im Praxisteil dieses Blogs)
Vielen Kindern wird es so gehen, dass sie Weihnachten feiern werden das anderes ist wie vielleicht das Jahr zuvor. Sei es das ein Familienmitglied oder naher Verwundeter oder ein Tier gestorben ist. All denen kann diese Geschichte aufzeigen, dass es traurig ist und dennoch alles weiter geht.


Ich selbst kenne dieses Gefühl nur zu gut. Man weiß der geliebte Mensch ist Tod und dennoch ist er allgegenwärtig. Alles fühlt sich so an als sei er noch da und dennoch ist da eine Leere die den Raum ausfüllt.
Ich war grade 6 Jahre alt als mein Großvater an Heilig Abend plötzlich, völlig unerwartet starb. Ich wusste was Tod war und war auch schon was dies bedeutete da kurz zuvor sowohl meine Großmutter als auch mein Onkel verstorben waren. Doch zu Weihnachten ist dies etwas ganz anderes. Noch heute über 40 Jahre später habe ich noch den Geruch der Wohnung, das Licht in dem dunklen Flur und die Bilder der Wohnung vor Augen und wie meine Eltern sich unter das Bett meines Großvaters beugten und etwas großes langes hervorholten. Ein Kasperle Theater das er für mich zu Weihnachten besorgt hatte. Trauer und Freude waren gleichzeitig  da genau wie in der Geschichte von Emily.
Später durfte ich mir viele kleine Andenken aussuchen, die ich heute noch habe und immer ist die Erinnerung mit ein wenig Wehmut da aber als Kind dachte ich nur jetzt ist er wieder bei seiner Frau und dem Sohn und alle werden auf uns warten. Nie habe ich Angst vor dem Tod gehabt bestimmt auch deshalb weil ich schon früh damit konfrontiert wurde.

Kinder die solche Erlebnisse nicht haben kann man mit Hilfe dieser und einiger weiterer Geschichten auch in Bilderbuchform gut in diese Thematik einführen/ vorbereiten.
Es ist sehr wichtig, dass wir sie zur Verfügung haben

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