Lydia Hauenschild Opa und ich Hand in Hand: Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset.

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Inhaltsangabe zu „Opa und ich Hand in Hand: Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset.“ von Lydia Hauenschild

Die Geschichte erzählt von dem langen Weg des Vergessens und wie Kinder damit umgehen können

— Kinderbuchkiste
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  • Wie Kinder mit dem Thema Demenz umgehen

    Opa und ich Hand in Hand: Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset.

    Kinderbuchkiste

    08. February 2017 um 23:30

    Opa und ich Hand in Hand Eine wunderschöne Geschichte über das Alter, Familie und auch das aktuelle Thema Demenz Allein das Titelblatt zeigt uns schon  wie schön es für ein Kind ist wenn man einen Opa  (Großeltern) hat. .   . Opas können vorlesen und noch soviel mehr doch was passiert wenn der geliebte Opa plötzlich immer mehr vergisst? Dies erzählt die Geschichte von  Simon und seinem Opa. Begleitet wird die sie dabei von einfachen, klaren, liebevoll gezeichneten Bildern. Sie geben genau die Gefühle wieder, die die Personen in der Geschichte erleben. Liebe, Geborgenheit, Traurigkeit, mal auch etwas Unbeholfenheit und Ängstlichkeit. .Dabei aber immer voller Hoffnung und einer sehr positiven Ausstrahlung. Dies ist die Geschichte von Simon und seinem Opa. Ein Opa wie es sich jedes Kind wünscht. Die ersten 3 Bilder erzählen von all dem was ein Opa mit seinem Enkel machen kann. Simons Opa ist immer für ihn da. Er kocht ihm Kakao, spielt mit ihm Memory und bastelt mit Simon. Er geht mit ihm in den Park und lässt kleine Kieselsteine übers Wasser hüpfen. Simons Opa kennt viele Leute und alle grüßen ihn und er sie. Mit Opa hat Simon immer viel Spaß. Doch dann wird langsam alles anders Bild 4 Opa ist müder, unkonzentrierter und vergisst immer mehr. Er vergisst Simon Kakao zu kochen und auch beim Memory spielen ist es nicht mehr wie früher. Bild 5 Wenn Simon nun mit seinem Opa zu See geht vergisst er oft die Leute zu grüßen und auch den Weg findet er nicht mehr direkt. Simon und die anderen Leute sind verwundert, denn dass kennen sie von dem alten Mann nicht. Bild 6 Wenn sie früher am See waren grüßte Opa die Frau auf der Bank nur kurz und kümmerte sich dann um Simon. Nun setzte er sich immer öfter zu der Frau, aß sogar das Brot, dass für die Enten gedacht war und vergaß mit Simon zu spielen. Das machte Simon  etwas traurig. Bild7 Als Simon an einem Abend den Eltern beim Gute Nacht sagen erzählt, dass Opa Entenfutter gegessen hat finden die das gar nicht so lustig wie Simon. Sie beginnen sich Sorgen zu machen und als dann Bild 8 ein paar Tage später die Polizei bei Simon zuhause klingelte und Opa dabei hat machen sich alle noch mehr Sorgen. Opa hatte den Weg aus der Stadt zu seinem Haus nicht mehr gefunden. Nur gut das der Polizist wusste wo Simon und seine Eltern wohnten. Bild 9 Damit Opa nicht mehr allein wohnen muss wohnt er nun bei Simon und seinen Eltern. Das findet Simon natürlich toll denn jetzt hat er seinen geliebten Opa den ganzen Tag bei sich. Sie kochen gemeinsam Kakao und spielen und basteln zusammen so wie früher doch nun passt Simon auf, dass Opa nichts passiert. So wie Opa es früher bei ihm gemacht hat. Bild 10 Auch zum See gehen sie. Nur nun holt Frau Weber, die alte Frau vom See, die beiden ab. Sie gehen den gleichen Weg wie früher und jetzt grüßt Simon all die Leute, die Opa früher immer gegrüßt hat.  Bild 11 Simon ist jetzt für Opa da, so wie Opa früher für Simon da war. Und Simon ist glücklich das Opa bei ihm ist. Diese Geschichte zeigt uns wie wichtig Großeltern für Kinder sind. Sie zeigt uns aber auch mit welcher Selbstverständlichkeit Kinder sich den Situationen anpassen und Verantwortung übernehmen. Für Simon ist es wichtig das Opa da ist. Einfach nur da. Auch wenn nicht mehr alles so ist wie früher, der Anker in der Familie, die verlässliche Konstante, das Wohlgefühl. Da sein einfach nur da sein das ist für Kinder wichtig. Ich denke, wir Erwachsenen sollten bei allem, was wir für die Familie entscheiden, nicht vergessen, was Großeltern für Kinder bedeuten. Dies können wir nur erahnen oder nachempfinden wenn wir auch einen solchen Bezug zu unseren eigenen Großeltern hatten. Leider gibt es immer mehr Kinder, die ohne Großeltern aufwachsen müssen. Sei es, dass sie Tod sind oder weit weg leben. Das was Kinder aus dem Kontakt zu den Großeltern fürs Leben mitnehmen können wir Eltern ihnen nur bedingt geben.  Viele Eltern sind eifersüchtig auf den guten Kontakt des Kindes zu den Großeltern doch das ist Unsinn. Jeder hat seinen Platz in Leben eines Kindes so wie jedes Familienmitglied einen Platz in der Familie hat. Anna Lena (11Jahre), eines unserer Leskinder sagte nach der Geschichte zu mir "Es ist bestimmt nicht leicht einen Demenzkranken Menschen in der Familie zu pflegen doch letztendlich ist es nicht anders als das was  unsere Eltern mit uns erlebt haben als wir groß wurden , nur rückwärts." Ich denke darüber sollten wir einmal nachdenken! Diese Geschichte liefert unendlich viel Gesprächsmöglichkeiten in der Gruppe und wird bestimmt auch zu Hause noch Nachhall finden. In unserer Gesprächsrunde waren Kinder zwischen 7 und 14 Jahren. Wir haben uns die Geschichte von Simon und seinem Opa angesehen, haben zugehört was uns erzählt wurde und jeder hat überlegt wie es bei ihm zu Hause ist. Einige Kinder erzählten von ihren Großeltern. Die meisten hatten noch keine Erfahrungen mit Demenz gemacht aber alle wussten was es ist. Unsere Fragestellung: Was würden wir mit unserer Oma unserem Opa machen wenn sie alles vergessen würden. Diese Ideen sammelten wir auf großen runden Karten. Ideenblasen. Dann gestaltete jedes Kind ein Bild für eine neue Geschichte im Kamishibai. Unsere Geschichte erzählt so die Geschichte von Simon und seinem Opa weiter. Ausgangsbild  Simon sitzt mit seinem Opa auf dem Sofa und schaut alte Fotoalben an. "Sieh Opa!" und "Was war denn da Opa?" sind fragen der Bilder, die die Kinder gestaltet haben. So setzten sich die Kinder mit der Thematik Demenz und Vergessen auseinander. Zum Abschluss unseres Workshops baute jedes Kind eine eigene Vergessenskiste. Die Vergessenskiste ist ein bunt gestalteter Karton. Manche Kinder haben ihn bunt bemalt oder beklebt. Andere haben Fotos aufgeklebt oder mit Stoffen gearbeitet. Was kommt in die Kiste? All das was die Kinder mit ihren Großeltern verbindet. Allem voran Fotos aber auch eine leere Tüte von Lieblingsbonbons kam hinein. Schokoladenpapierchen,  und Kleinigkeiten wie Postkarten, die die Großeltern aus dem Urlaub geschrieben haben oder Anhänger etc. Ein Kind legte ein kleines Stück Seife rein weil die nach der Oma roch, ein anders eine kleine Holzschachtel mit getrockneten Samen weil der Opa mit dem Jungen immer im Garten arbeitete. Noch braucht keines dieser Kinder diese Kiste aber wenn sie einmal benötigt wird ist sie da und so lange ist es auch für die Kinder eine schöne Kiste um sich selbst an etwas zu erinnern. Opa und ich Hand in Hand Eine Geschichte die einem Mut macht, die erkennen lässt, dass man auch aus scheinbar Negativem etwas Positives gewinnen kann. Miteinander, füreinander ist das Motto!

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