Lydia Schwarz Die Kreuzträgerin

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Inhaltsangabe zu „Die Kreuzträgerin“ von Lydia Schwarz

Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden auf Erden: der ewige Menschheitstraum. Im Europa des 22. Jahrhunderts ist er wahr geworden. Dank dem lückenlosen Vorsorgesystem gibt es im einheitlich geführten Europa keine Krankheiten und keine Arbeitslosigkeit mehr. Die Länder arbeiten Hand in Hand, alle Gründe für Kriege wurden eliminiert. Es gibt keinen Menschen, für dessen Dasein nicht gesorgt wäre, dessen Identität nicht erfasst wäre und dessen Schritte nicht gezählt sind. Mitten in diesem "System Europa" lebt die Studentin Anna. Eine wie alle? Vielleicht. Aber was niemand weiß: Sie versteckt zu Hause ein Geheimnis, das ihr Verfolgung und sogar den Tod einbringen könnte.

Endlich mal wieder ein richtig klasse Buch! Spannend und tolle Aussage!

— Minni

Sehr spannende Geschichte über Hoffnung, Freundschaft und Glauben

— Ravistellus

Was ist schon die "perfekte" Zukunft wenn der Glaube verboten ist? Fesselnd und unter die Haut gehend!

— Wildpony

Ein beeindruckendes Debüt voller Spannung und Tiefgang!

— cho-ice

Spannende Dystopie mit christlichem Hintergrund!

— mabuerele

Eine der bestern Dystopien, die ich je gelesen habe - Top in jeder Hinsicht! Lesen, lesen.... Lesen!

— KleinerVampir

Atemberaubend spannend! Gefühlsecht und wunderschön

— Seelensplitter

Eine sehr spannende christliche Dystopie! Was wenn Christsein verboten ist?

— heaven4u

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  • Erschreckendes Zukunftsszenario

    Die Kreuzträgerin

    coala_books

    11. July 2017 um 10:07

    Ein faszinierendes und zugleich erschreckendes Zukunftsszenario wird in “Die Kreuzträgerin” gezeichnet. Eigentlich ist alles großartig in dieser Zukunft, in der es keine Arbeitslosigkeit und keine Krankheiten mehr gibt. Alles ist nach einem großen Krieg streng reguliert und und das Vorsorgesystem ist lückenlos. Allerdings muss man dafür registriert sein, was natürlich nicht jeder Mensch ist...Das Buch bietet ein wirklich düsteres Zukunftsszenario, welches einem doch sehr nahe geht, da es nicht wie so oft in Amerika sondern Europa angesiedelt ist. Leider wirklich alles sehr erschreckend real, auch wenn die im Buch dargestellte Form doch arg verschärft ist. Aber man erkennt Parallelen. Die verfolgten sind in diesem Buch Christen, was dann auch die christliche Dystopie erklärt. Es werden wunderbar christliche Werte vermittelt, ohne allerdings allzu Offensichtlich daher zu kommen. Im Fokus steht auf jeden Fall die spannende Geschichte und eine sehr gut dargestellte Welt. Die Gesichte kommt allerdings nicht allzu fantastisch daher, sondern bewahrt sich trotz des dystopischen Charakters eine gewisse Realität, die alles glaubhaft macht. Manches wurde leider etwas schnell abgehandelt, manche Wendung hätte mehr Zeit gebraucht. Im Großen und Ganzen ist das Buch jedoch eine sehr unterhaltsame Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Eine Perle abseits des Mainstreams, bei der der christliche Aspekt zwar gut rüber kommt, aber trotzdem nicht zu sehr, so dass das Buch jeden unabhängig vom Glauben unterhalten sollte.

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  • Dein Leben hängt davon ab...

    Die Kreuzträgerin

    eskimo81

    08. February 2017 um 14:18

    Freiheit, Toleranz, Gerechtigkeit und Frieden - das 22. Jahrhundert birgt die vier Pfeiler, Anna Tanner lebt mitten unter ihnen, hegt aber ein Geheimnis, das nicht auffliegen darf. Sie leben im Untergrund. Sie werden verfolgt. Ihr Leben ist in Gefahr. Aber ihre Faszination auf Anna ist ungebrochen (Zitat vom inneren Klappentext) Das Buch stand schon länger auf meinem Wunschzettel, nun ist der zweite Teil erschienen und ich habe die Chance genützt. Das Genre "Fantasy" hat mich etwas irritiert, aber ja, es handelt in der Zukunft, aber es hat auch viele spannende Szenen, so dass Fantasy-Thriller vermutlich passender wäre. Das Hauptthema ist bekannt und hat die Welt schon ein paar mal erschüttert. Ein Leben unter ständiger Beobachtung - ist das unsere Zukunft? Wollen wir das wirklich? Die Kapitelüberschriften fand ich genial. Die ungewöhnliche Angabe der Daten - immer wieder hat das das gesamte etwas aufgelockert und etwas "Humor" in die ganze Tragik gegeben. Ein Buch, dass zum nachdenken anregt. Einerseits über die Geschichte und anderseits über unsere Zukunft. Was ist unser Ziel? Einfach ein spannend und fesselnd geschriebenes Buch das mit von der ersten Seite an fasziniert und in ihren Bann gezogen hat. Wo der Verstand seine Grenzen erreicht, da fängt der Glaube an (Seite 98) ER sieht alles, wir aber sind blind (Seite 384) Fazit: Ein Fantasy-Thriller der besonderen Art. Leser, die an Gott glauben, werden vermutlich überzeugt sein, aber das Buch ist nicht für alle Leser geeignet. Es kann aber auch Leser die Interesse an "Geschichte" haben überzeugen. Ein Tipp zu geben fällt mir hier schwer, es ist wirklich ein ganz besonderes Werk. Mich hat es überzeugt und irgendwie gezeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, in dieser grossen weiten Welt.

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  • eine Junge Frau schaut hinter den Schleier ihrer Gesellschaft und findet Gott

    Die Kreuzträgerin

    Ravistellus

    06. August 2016 um 23:48

    sehr gut geschriebene Geschichte, interessante Charaktere mit nachvollziehbaren entscheidungen. Eine Junge Frau wird auf Ihrem Weg an die Spitze ihrer intellektuellen Gesellschaft mit deren Lügen aber auch mit verfolgten Christen und dem Glauben an Jesus Christus konfrontiert.
    Ich hoffe auf eine Fortsetzung

  • sprachlich okay, Konzept interessant!

    Die Kreuzträgerin

    derMichi

    11. May 2016 um 14:56

    Ein Buch, das auf den ersten Blick geradezu danach schreit, in die Sparte der düsteren Zukunftsliteratur für junge Leute eingeordnet zu werden. Das Cover wirkt wie ein Best-Of der Filmposter von "Die Chroniken der Unterwelt", "Twilight" und "Die Bestimmung". Dazu eine Story à la "Die Tribute von Panem", inklusive konkurrierender Love Interests, Verfolgung von Minderheiten, einer fiesen Regierung und einer nur oberflächlich geregelten Realität. Die Heldin spricht außerdem wie viele andere ihrer Vorbilder als Ich-Erzählerin zum Leser und entwickelt sich gleichfalls vom grauen Mäuschen zur mutigen Vorkämpferin. Das Ganze geschieht auf gut vierhundertsiebzig dicht gefüllten Seiten, die leider an mehreren Stellen vermeidbare Längen enthalten. Auch die serifenlose Schrift auf dem reinweißen Papier hemmt den Lesefluss mehr als nötig. Annas Verhalten und Stimmungswechsel leuchten zudem nicht immer gleich ein, so dass die Handlung in einigen Szenen etwas holprig voranstolpert. Einige Charaktere scheinen genretypisch nicht das zu sein, was sie vorgeben, doch im Großen und Ganzen sind die Fronten zwischen gut und böse deutlich abgesteckt.Seine wahren Qualitäten offenbart der Roman beim Worldbuilding. Ein paneuropäischer Überwachungsstaat ist nicht das unwahrscheinlichste Zukunftsszenario, als Leser fühlt man sich von diesem Setting gleich direkter angesprochen als von auf den Ruinen Nordamerikas errichteten Nationen. Auch hier gab es einen großen Krieg, der die neue Regierung zur strikten Kontrolle ihrer Bürger veranlasste. Deren Staatsideologie wirkt wie eine bunte aber trotzdem beängstigende Mischung aus Faschismus, Kommunismus und einer extremen Form des neoatheistischen Humanismus. Der Mensch verwirklicht sich ausschließlich selbst, Körper und Geist sind die neuen Gottheiten. Alternative sinnstiftende Konzepte wurden verboten, da sich damit ja eh nur Ruhestörer und Ewiggestrige befassen. Da passt es ganz gut, dass die Verfolgten in diesem Buch Christen sind, denn weltweit werden immer noch gut 100 Millionen Menschen in über fünfzig Ländern für dieses "Verbrechen" verfolgt. Leider werden andere Minderheiten höchstens knapp abgehandelt, womit ein etwas einseitiges Bild entsteht.Sprachlich und thematisch eignet sich "Die Kreuzträgerin" vor allem für Teenager und bietet eine literarisch akzeptable Alternative zu den etablierten Bestsellern. Manche Entwicklung kommt etwas zu plötzlich, doch immerhin wird der Beweis geliefert, dass SciFi gar nicht allzu abgefahren sein muss, um eine Wirkung zu erzielen.Seitenzahl: 480Format: 13,1 x 20,5 cm, KlappenbroschurVerlag: fontis

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  • Rezension zu "Die Kreuzträgerin" von Lydia Schwarz

    Die Kreuzträgerin

    dorli

    31. December 2015 um 22:07

    Eine Stadt irgendwo in Europa im 22. Jahrhundert. Eine Gesellschaft, die keine Krankheiten, keine Kriege, keine Arbeitslosigkeit kennt. Ein System, das auf vier starken Säulen steht: Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Frieden. Hier lebt die 20-jährige Anna Tanner, Studentin am Humanium im vierten Jahr. Sie hat die apollinische (wissenschaftliche) Laufbahn eingeschlagen und sich damit für ein Leben in Form und Ordnung entschieden. Im Gegensatz zur dionysischen (gefühlsbetonten) Laufbahn, die ein Leben voller Religiosität und rauschender Feste zu Ehren der Naturgottheiten verspricht, zählen für die Apolliner nur Fleiß und Arbeitswille. Eine dritte Gruppe in der Studentenschaft bilden die sogenannten Peacemen – unruhestiftende Studenten, die den Ernst des Lebens nicht verstanden haben, jedoch im Namen der Toleranz geduldet werden. Lydia Schwarz beginnt diese christliche Dystopie mit einer unheimlichen Begegnung: Anna wird in einer dunklen Gasse von einem Bettler aufgehalten und bekommt einen Zettel mit einer Botschaft in die Hand gedrückt – die Nachricht beinhaltet neben einem Kreuzzeichen die Aufforderung, nach der Wahrheit zu suchen. Annas Neugierde ist geweckt, besonders das kunstvoll gezeichnete Kreuz fasziniert sie. Im Folgenden lernt man Anna und ihre Welt kennen und begegnet wichtigen Weggefährten: dem quirligen Felix Livingstone, Annas Studienkollege und bester Freund. Adonis Magellan, außergewöhnlich gut aussehender Dozent (Humanitus Perfectus) für Geschichte. Norbert, ein pfiffiger Peaceman. Außerdem wird man in Annas großes Geheimnis eingeweiht. Sie versteckt ihre kranke, labile Mutter in ihrer Wohnung. Niemand darf von Priscilla Tanners Existenz wissen, das musste Anna ihrem verstorbenen Bruder fest versprechen. Der fesselnde Erzählstil von Lydia Schwarz hat mich sofort in das Geschehen hineingezogen, schnell bin ich mittendrin in dieser auf den ersten Blick so perfekten Welt. Doch das scheinbar gut funktionierende System erweist sich bei genauerem Hinsehen als Fassade – das muss auch Anna im Verlauf der Handlung feststellen. Annas Zweifel an der Rechtschaffenheit der Regierung beginnen, als sie einer Gruppe im Untergrund lebender Christen begegnet - eine illegale, verfolgte Gemeinschaft, die trotz aller offensichtlichen Entbehrungen weder ihren Glauben noch ihre Hoffnung verloren hat. Anna ist beeindruckt von diesen Menschen. Die Begegnung bringt sie völlig aus dem Tritt und löst eine wahre Flut an Emotionen in ihr aus. Die Geschichten der Bibel üben eine gewaltige Anziehungskraft auf Anna aus, die Worte berühren sie. Sie erfährt ungeahnte Wärme und Herzlichkeit, Geborgenheit und Zuversicht. Anna will mehr über die Christen erfahren und macht sich auf die Suche nach der Bedeutung des Kreuzes. Immer mehr Fragen sprudeln aus ihr heraus. Sie beginnt, das System-Europa zu hinterfragen und erkennt bei ihren Recherchen, dass ihre Welt ein Gebilde aus Lug und Trug und das friedliche, gewaltfreie Zusammenleben nur eine Illusion ist. Dass sie sich mit ihren Nachforschungen in Lebensgefahr begibt, bemerkt sie zu spät… Es gelingt Lydia Schwarz hervorragend, die Spannung durchgehend auf einem hohen Niveau zu halten, indem sie die wahre Gesinnung von Annas Mitstreitern Felix und Adonis immer wieder infrage stellt. Wer meint es ehrlich? Wer ist gefährlich? Lydia Schwarz versteht es sehr geschickt, auch den Leser in dieses Verwirrspiel miteinzubeziehen. Man weiß irgendwann nicht mehr, welcher der beiden Männer vertrauenswürdig ist und welcher nicht. Mir hat das Lesen dieser fesselnden, tiefgründigen Geschichte rund um den christlichen Glauben großen Spaß gemacht. Absolute Leseempfehlung.

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  • Leserunde zu "Die Kreuzträgerin" von Lydia Schwarz

    Die Kreuzträgerin

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der fontis-Verlag stellt vier Exemplare des Buches "Die Kreuzträgerin" von Lydia Schwarz zur Verfügung Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Christenverfolgung in einer fernen Zukunftsdystopie. „Die Kreuzträgerin“ von Lydia Schwarz handelt von Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden auf Erden: der ewige Menschheitstraum. Im Europa des 22. Jahrhunderts ist er wahr geworden. Dank dem lückenlosen Vorsorgesystem gibt es im einheitlich geführten Europa keine Krankheiten und keine Arbeitslosigkeit mehr. Die Länder arbeiten Hand in Hand, alle Gründe für Kriege wurden eliminiert. Es gibt keinen Menschen, für dessen Dasein nicht gesorgt wäre, dessen Identität nicht erfasst wäre und dessen Schritte nicht gezählt sind. Mitten in diesem „System Europa“ lebt die Studentin Anna. Eine wie alle? Vielleicht. Aber was niemand weiß: „Die Kreuzträgerin“ versteckt zu Hause ein Geheimnis, das ihr Verfolgung und sogar den Tod einbringen könnte. Denn es ist eine Zeit der Christenverfolgung. Lydia Schwarz weiß zu fesseln mit einem verstörenden Szenario in der Zukunft, dass leider schon heute in einigen Facetten durchschimmert. Hier der Link zur Leseprobe. Bitte bewerbt euch bis zum 7. April hier im Thread und beantwortet die Frage, ob ihr gerne Fantasy-Romane lest. Bei diesem Buch müsst ihr die Portokosten von 2 Euro selber tragen. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte schaut nach dem Verlosen selbstständig nach, ob ihr gewonnen habt und übermittelt eure Adresse innerhalb von 48 Stunden. Ihr erhaltet keine Nachricht und sonst wird neu gelost. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter  https://www.fontis-verlag.com/ für 13,99 € (Buchpreis)  bestellen.Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 89
  • Ein atemberaubender Pageturner!

    Die Kreuzträgerin

    LEXI

    07. June 2015 um 17:34

    „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien.“ Ein Kreuzzeichen und elf Worte in schwungvoller Handschrift auf einem kleinen weißen Stück Papier, überreicht durch einen schmutzigen, verwahrlost aussehenden Mann ohne Beine. Eine Begegnung, die das Leben einer zwanzigjährigen Apollinerin im Europa einer fernen Zukunft, im Jahre 331 Anno Illumini, Stück für Stück bis in ihren Grundfesten erschüttert. Die Welt der Anna Tanner ist ein „Freies Europa“, wo Frieden, Gleichheit, Toleranz und Freiheit als erreichtes Ideal gelten. Die vollständig reglementierte Gesellschaft basiert auf einem dualistischen System, bei dem junge Menschen ab sechzehn Jahren entweder die apollinische, oder die dionysische Laufbahn anstreben. Studentische Aussteiger, die Peacemen genannt werden, demonstrieren für ihre Grundsätze der Toleranz und des Friedens, werden jedoch kaum ernst genommen. Psychische Krankheiten, aber auch Geiseln der Menschheit wie Aids und Krebs, gelten als ausgerottet, es gibt auch keine alten Menschen mehr. Alles scheint reglementiert, perfekt, und lückenlos überwacht zu sein. In diesem Umfeld lebt Anna Tanner in einer kleinen Wohnung in der Rabengasse, wobei kein Mensch erfahren darf, dass auch ihre schwermütige Mutter, Priscilla Tanner, bei ihr wohnt. Dieses Geheimnis könnte Anna nicht nur ihre apollinische Laufbahn, sondern sogar ihr Leben kosten. Bereits ihr Vater Reinhold und ihr Bruder Michael verschwanden auf seltsame Art und Weise. Annas Tagesablauf ist von Angst und stetem Leistungsdruck geprägt, und das schüchterne Mädchen hat nur einen einzigen „echten“ Freund: Felix Livingstone. Der dunkelhäutige junge Mann mit den pechschwarzen krausen Haaren und dem offenen Lächeln bringt Fröhlichkeit und Abwechslung in Annas Leben. Als Anna und Felix ihren Dozenten für Geschichte kennen lernen, stockt dem jungen Mädchen der Atem: der Humanitus Perfectus trägt einen Namen, der sein Äußeres bereits zu definieren scheint: Adonis Magellan – ein charismatischer, braungebrannter Schönling aus einflussreichem und wohlhabendem Elternhaus. Anna verliebt sich Hals über Kopf in ihren Dozenten und möchte mit einer ganz besonderen Studienarbeit seine Aufmerksamkeit erringen. Sie plant, dem Geheimnis des Kreuzes und der Schrift auf dem Stück Papier des Bettlers auf den Grund gehen – und begibt sich dabei ohne es zu ahnen in akute Lebensgefahr… Spätestens ab diesem Augenblick verlor ich mich vollständig in dieses Geheimnis, vermeinte oftmals, mit angehaltenem Atem neben Anna einher zu hasten, war in diesem einsamen, kalten und fremdbestimmten Leben an ihrer Seite, und durfte nach und nach immer tiefer in die Hintergründe eintauchen. Ich staunte über die Dinge, die sich mir im Verlauf der Geschichte offenbarten und konnte das Buch schlichtweg nicht mehr aus der Hand legen. Ich empfand den Roman „Die Kreuzträgerin“ als anrührende, traurige, aber dennoch auch hoffnungsvolle Geschichte mit schillernden und sehr authentisch gezeichneten handelnden Personen. Das Buch hat meine Gedanken nicht mehr los gelassen, was im Endeffekt dazu führte, dass ich in einem halsbrecherischen Tempo durch den Plot raste. Der ansprechende Schreibstil und die gewählte Ausdrucksweise haben mir bei diesem Buch außerordentlich gut gefallen, und durch die Person des Peaceman und schrägen Vogels „Norbert Parzival Bonifaz Fritzius der Vierte“ kam auch eine Prise Humor ins Spiel. Die vehemente Verfolgung der Christen und das strikte Verbot der „Jesus-Religion“ waren Kernthemen dieses Buches. Die brutale Verfolgung der überlebenden Christen im Untergrund, die einen harten Kampf gegen Kälte, Hunger und Verfolgung führen und trotz der Umstände christliche Gemeinschaften gründen, wird mit dem schrecklichen Vernichtungsfeldzug gegen die Juden in der Zeit des Weltkrieges verglichen. Da nimmt es nicht Wunder, dass nach dem fulminanten Ende ein bitterer Beigeschmack und ein klein wenig Angst zurückbleiben – die Angst davor, dass die Geschichte von Lydia Schwarz einen kleinen Funken Wahrheit beinhalten könnte und dieses Szenario ähnlich tatsächlich irgendwann in ferner Zukunft schreckliche Realität werden könnte. Ein faszinierendes, hoch spannendes, und rasantes Buch mit eindrucksvollen Protagonisten und sehr einnehmendem Schreibstil, das mit einem hohen Unterhaltungswert aufwartet und eine sehr ernste Thematik beinhaltet. Einzige Kritikpunkte meinerseits waren die sehr kleine Schriftgröße, die engen Zeilenabstände und die Seitenzahlen, die sich an den Buchrändern links und rechts neben dem Text befanden… damit konnte ich mich bis zur letzten Seite nicht recht anfreunden.

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    • 2
  • Rezension zu "Die Kreuzträgerin" von Lydia Schwarz

    Die Kreuzträgerin

    LaDragonia

    22. May 2015 um 14:17

    Zum Inhalt: Die Studentin Anna lebt im Europa des 22. Jahrhunderts. Es gibt keine Arbeitslosigkeit mehr und auch alle Krankheiten scheinen ausgerottet zu sein. Allerdings trügt dieser wunderschöne Schein, denn dieses Europa wie Anna es kennt, ist zum totalitären Überwachungsstaat geworden. Jede Identität ist im System erfasst und jeder Schritt wird überwacht. Und mittendrin Anna. Doch was niemand wissen darf, sie versteckt zuhause ihre kranke Mutter, die nicht vom System erfasst ist und das kann sie alles, was sie sich bisher in ihrem Leben erarbeitet hat, kosten.   Meine Meinung: Die Kreuzträgerin ist einmal ein etwas anderer christlicher Roman, wie ich sie normalerweise lese. Als Dystopie kommt dieses Jugendbuch mit einem gänzlich anderen Plot daher, wie ich es bisher aus Büchern christlicher Verlage kannte. Doch das soll natürlich nicht heißen, dass „Die Kreuzträgerin“ deshalb schlechter ist. Ganz im Gegenteil. Auch wenn ich mich zeitweise mit der Handlung etwas schwer getan habe und der Lesefluss ein wenig zu wünschen übrig ließ, war die Handlung doch extrem spannend. Nicht nur das im Nachhinein betrachtet fand ich die Handlung doch sehr faszinierend aber auch extrem erschreckend. Dieser Roman hat mich während der Lektüre und auch danach noch sehr zum Nachdenken gebracht. Man fragt sich wirklich, was wäre wenn, dies mit uns Christen in der heutigen Zeit wirklich passieren würde. Insgesamt ist „Die Kreuzträgerin“ ein Buch, das sich wirklich mehr als lohnt. Und da am Ende doch noch einige Fragen offen bleiben, kann man als Leser durchaus auf eine Fortsetzung hoffen.

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  • Perfekte Zukunft aber kein Glaube?

    Die Kreuzträgerin

    Wildpony

    22. May 2015 um 12:32

    Die Kreuzträgerin - Lydia Schwarz Kurzbeschreibung Amazon: Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden auf Erden: der ewige Menschheitstraum. Im Europa des 22. Jahrhunderts ist er wahr geworden. Dank dem lückenlosen Vorsorgesystem gibt es im einheitlich geführten Europa keine Krankheiten und keine Arbeitslosigkeit mehr. Die Länder arbeiten Hand in Hand, alle Gründe für Kriege wurden eliminiert. Es gibt keinen Menschen, für dessen Dasein nicht gesorgt wäre, dessen Identität nicht erfasst wäre und dessen Schritte nicht gezählt sind ... Mitten in diesem "System Europa" lebt die Studentin Anna. Eine wie alle? Vielleicht. Aber was niemand weiß: Sie versteckt zu Hause ein Geheimnis, das ihr Verfolgung und sogar den Tod einbringen könnte. Mein Leseeindruck: Erst mal durch atmen. Denn dieses Buch hat es wirklich in sich! Eine erschreckende Dystopie,die zwar ein perfektes Leben in der Zukunft gewährleistet, aber den Glauben verbietet. Das muss man erst mal auf sich wirken lassen. Und die Hauptprotagonisten Anna, welche mir sehr sympathisch und authentisch erscheint, muss sich dieser Situation stellen. Und sie trägt dabei ein Geheimnis, das ihr sehr viel Gefahr bringen kann. Am Anfang fiel mir der Schreibstil ein wenig schwer. Ich kann nicht sagen woran es lag, aber mit jeder Seite mehr lesen hat mich das Buch immer mehr in den Bann gezogen. Es war super spannend und doch doch sehr tief gehend. Eine Story, die nicht vom Fließband kommt. Beeindruckend und mächtig. Fazit: Ein Buch das ich nur sehr empfehlen kann. Es hat mich beim lesen nachdenklich gestimmt und mich berührt. Daher vergebe ich 4,5 Sterne - und da ich die oben nicht anzeigen kann runde ich auf 5 Sterne auf. Danke das ich bei dem Buch dabei sein durfte. Manchmal ist die Zukunft auch nicht wirklich erstrebenswert.... auch wenn es keine Kriege gibt. Und die totale Überwachung ist eher Horror pur. Unbedingt lesen!

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  • Ein beeindruckendes Debüt voller Spannung und Tiefgang

    Die Kreuzträgerin

    cho-ice

    18. May 2015 um 21:48

    Dystopien á la „Die Tribute von Panem“ sind momentan äußerst angesagt. Im christlichen Bereich machen sie sich allerdings bisher äußerst rar. „Die Kreuzträgerin“ ist das erste mir bekannte Buch dieser Art, das von einer deutschsprachigen Autorin stammt. Lydia Schwarz legt ein beeindruckendes, vielversprechendes Debüt vor. Die Lobeshymnen auf dem Cover versprechen nicht zu viel, auch wenn sie etwas ungewohnt sind. Die zentrale Figur der Geschichte ist die Studentin Anna, die im Europa des 22. Jahrhunderts lebt. Es gibt keinen Krieg und keine Ungerechtigkeit mehr – für alle wird gesorgt, niemand auf der Welt muss hungern und es regieren Freiheit, Frieden und Toleranz. Auch Krankheiten gehören scheinbar der Vergangenheit an. Doch dann wird Annas „schöne neue Welt“ jäh infrage gestellt durch einen geheimnisvollen Fremden, der ihr einen Zettel zusteckt und kurz darauf verschwindet. Entgegen aller Vernunft macht sie sich auf die Suche nach Wahrheit … und entdeckt dabei Ungeheuerliches. Bald kann sie nicht mehr genau sagen, wer Freund und wer Feind ist, doch bewusst begibt sie sich in Lebensgefahr, als sie tiefer in das Geheimnis um das Kreuz und seine Anhänger eindringt. „Die Kreuzträgerin“ besticht durch einen sehr dichten Schreibstil und eine gut durchdachte und umgesetzte Storyline. Es ergeben sich nahezu keine Logiklücken; die Zukunft wird in vielen Details fantasievoll beschrieben und die Charaktere wirken authentisch. Man fühlt mit Anna mit und kann sich gut in sie hineinversetzen. Dabei tappt man wie sie lange im Dunkeln darüber, wer in ihrem Umfeld wirklich vertrauenswürdig ist. Auch wenn das Buch am Ende zu einem vorläufigen Abschluss kommt, bleibt doch einiges offen und die Autorin hat bereits verraten, dass ein zweiter Teil gerade geschrieben wird. Ich freue mich schon darauf und kann mich den Lobeshymnen nur anschließen!

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  • Düstere Zukunft

    Die Kreuzträgerin

    mabuerele

    „...Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien!...“ Wir befinden uns in -Europa in einer fernen Zukunft und schreiben das Jahr 331 Anno Illumini. Anna ist auf den Weg in die Schule, als sie ein Mann anhält und ihr einen Zettel in die Hand drückt. Er fordert sie auf, weiter zu gehen und die Nachricht später zu lesen. Auf dem Zettel findet Anna ein Kreuz und obiges Zitat. Die Autorin hat eine fesselnde Dystopie geschrieben. Das neue Europa hat sich Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Frieden auf die Fahne geschrieben. Doch schnell zeigt sich, dass dies nur ein schönes Mäntelchen ist. Anna, die Protagonistin, beginnt nach der Bedeutung des Kreuzes zu fragen und sticht damit in ein Wespennest. Die christliche Religion wird nicht toleriert, sondern Christen leben seit Jahrzehnten im Untergrund außerhalb der Gesellschaft. Dabei hat Anna schon genug Probleme. Ihre kranke Mutter lebt bei ihr. Ihr Bruder hat Anna kurz vor seinem Tod die Verantwortung für die Mutter übergeben. Keiner darf von ihrer Existenz wissen. Die knappen Lebensmittel, die es auf Zuteilung gibt, müssen nun für zwei langen. Außerdem bemühen sich zwei Männer um Anna. Da ist zum einen ihr Freund Felix, der aus dem Land der Mittagssonne stammt und die regeln der Gesellschaft nicht so ernst nimmt. Zum zweiten ist Anna beeindruckt von Adonis, ihrem Lehrer. Das Buch lässt sich trotz der relativ kleinen Schrift zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat das Szenarium einer Gesellschaft kreiert, die den Mensch in den Mittelpunkt stellt. Selbstbeherrschung und Ordnung sind wichtige Tugenden. Geförderte Religionen haben ihren Ursprung in der griechischen Götterwelt. Sie dienen dem Spaß und der Ablenkung. Da ich als Leser an Annas Lehrveranstaltungen teilnehmen darf, erfahre ich etliches über die vergangene Entwicklung. Während im Unterricht die Judenverfolgung der Vergangenheit behandelt wird, werden die Vorgänge um die Christen in der Gegenwart verschwiegen. Geschickt versteht es die Autorin, die Kernpunkte des christlichen Glaubens in die Handlung einzuflechten. Nach und nach versteht Anna, worum es dabei geht. Sehr behutsam wird Annas Entwicklung nachgezeichnet. Sie darf sich Zeit nehmen, zu prüfen und zu zweifeln. Der Schriftstil ist angenehm lesbar. Aussagekräftige Dialoge sind ein wichtiges Mittel, um die Handlung voranzutreiben. Andererseits bringen die Stunden im Untergrund mit ihren tiefgreifenden Gesprächen, die für Anna zu einer wichtigen Unterweisung werden, ab und an Ruhe in das Geschehen. Gekonnt lässt mich die Autorin nach und nach die Schattenseiten der Gesellschaft erleben. Die Protagonisten sind Menschen mit Stärken und Schwächen. Ob die Christen, ob die Studenten oder die Lehrer, niemand ist fehlerfrei. Und alle bekommen das Recht, sich im Laufe der Handlung weiterzuentwickeln. Sei es positiv oder negativ. Annas Gedanken werden teil kursiv in einem jugendlich leichten Schriftstil wiedergegeben. Passende Worte findet die Autorin für die Emotionen ihrer Protagonisten und für innere Kämpfe. Das Cover in den gedeckten Farben wirkt düster. Nur der helle Lichtschein, der die junge Frau bestrahlt, kündet von Hoffnung. Auf der Rückseite des Buches werden hellere Farben verwendet und ein junger Mann steht an der Seite der Frau. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autorin hat eine spannende Geschichte der Zukunft erzählt, interessante Protagonisten kreiert, den christlichen Glauben in den Mittelpunkt gestellt und nicht zuletzt ein Zeichen der Hoffnung gegeben.

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    • 2
  • Die Kreuzträgerin

    Die Kreuzträgerin

    BeaSwissgirl

    04. May 2015 um 10:29

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Eine christliche Dystopie, dass ist ja mal was ganz Neues und musste von mir natürlich sofort gelesen werden. Auf den ersten Blick dachte ich ja, was hat den ein Vampir- Buch in einem christlichen Verlags- Katalog zu suchen ? ;) Die Rückseite erinnert übrigens stark an das Filmposter zu "Die Bestimmung". Das Cover dürfte also ohne Probleme auch in säkularen Buchhandlungen Aufmerksamkeit erregen. Die Innengestaltung des Buches hat mich allerdings weniger überzeugt, zwar finde ich die Idee originell die Seitenanzahl nicht unten sondern auf der Seite zu platzieren. Allerdings ist die Schrift eher klein und alles recht eng gestaltet so dass das Lesen für mich eher mühsam war! Erzählt wird in der ICH- Form aus der Sicht von Anna, eine ja überaus gängige Variante. Der Schreibstil ist für ein Debüt wirklich ausgesprochen flüssig und wortreich ich jedenfalls habe keine Stolpersteine bemerkt. Wie bei vielen Dystopien muss man sich erstmals zurechtfinden mit den verschiedensten Erklärungen und Begebenheiten, für mich als Vielleser dieses Genre aber kein allzu grosses Problem. Die Autorin hat ihren Info- Fluss eigentlich ganz gut eingeteilt. Anna als Hauptprotagonistin war ganz nett und man erhält einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Trotzdem wird sie mir jetzt aber auch nicht überaus lange im Gedächtnis haften bleiben, dazu war sie viel zu 08/15. Felix hingegen hat mein Herz sofort erobert und Adonis war mir vom ersten Augenblick an ein Dorn im Auge und blieb mir bis zum Schluss einfach nur unsympathisch! Die anderen Charaktere spielen zwar auch eine mehr oder weniger bedeutende Rolle bleiben aber doch eher blass. Der ganze Aufbau dieser Zukunftswelt ist der Autorin wirklich gut gelungen und es kommt zu keinen grossen Logikfehlern. Allgemein fühlte ich mich immer wieder an den Holocaust und die Christenverfolgungen im alten Rom erinnert so dass die Geschichte definitiv sehr zum Nachdenken animiert und auch ein fahles Gefühl bei mir hinterliess! Dies und auch die christliche Botschaft, die eine grosse Rolle spielt unterscheidet das Buch sicher von den bekannten Dystopien auf dem Markt, darauf muss man sich einlassen können! Frau Schwarz bedient sich aber durchaus auch vielen gängigen Klischees..... Im Grossen und Ganzen ist die Geschichte recht ausgewogen, es gibt spannende Wendungen und Enthüllungen welche abgelöst werden durch ruhigere Passagen. Am Ende hingegen ging mir alles zu schnell und zu leicht! Plötzlich ist Anna DIE Staatsfeindin Nr.1 und hält eine brennende Rede, dies empfand ich als etwas übertrieben. Auch bei der Auflösung des Spions war ich zwar froh, dass sich mein Bauchgefühl nicht geirrt hatte, jedoch wäre es mir lieber gewesen, wenn die Person dies auch bis zum Schluss geblieben wäre..... Für mich sind noch nicht ganz alle Fragen geklärt, obwohl ich mit dem Ende so leben kann. Ich könnte mir deshalb gut vorstellen, dass dies kein Einzelband bleiben wird ;) Eine durchaus gelungene Dystopie mit einer nachdenklich stimmenden Grundthematik, die es sicher Wert ist gelesen zu werden. Ich vergebe hiermit sehr gute vier Sterne!

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  • Die Kreuzträgerin

    Die Kreuzträgerin

    KleinerVampir

    Buchinhalt: Europa – in einer fernen Zukunft. Anna Tanner lebt in einer durchorganisierten Welt. Es gibt zwei Gruppen, in die sich die Gesellschaft aufteilt, die „Apolliner“ und die „Dionysier“. Während erstere die rationale Bildungselite stellt, sind zweitere Mystiker und Priester. Und das, obwohl es keinen wirklichen Glauben mehr gibt. Durch Zufall lernt Anna eine Gruppe im Untergrund kennen: sie nennen sich „Christen“ und glauben an die mysteriöse Geschichte eines Zimmermannsohns, der vor weit über 2000 Jahren lebte und der Sohn Gottes gewesen sein soll. Anna fühlt sich mehr und mehr zu diesen warmherzigen Leuten hingezogen. Doch das Christentum ist verboten und bei Entdeckung droht der Tod….   Persönlicher Eindruck: Ein Buch wie ein Film! Christliche Dystopien sind selten – mit „Die Kreuzträgerin“ ist Lydia Schwarz eine wahre Perle dieses Genres gelungen, die den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zieht. Das Setting ist düster, eine Welt voller menschlicher Kälte und ohne wirkliche Werte. Freundschaften gibt es nur an der Oberfläche, jeder lebt für sich und seinen Profit. Anna als Protagonistin ist sympathisch und nachvollziehbar, ihre Handlungsweisen schlüssig und durch die Ich-Erzählform die ideale Identifikationsfigur. Zwei Männer haben nähere Bedeutung in ihrem Leben, zum einen Annas Mitschüler Felix, zum anderen ihr neuer Lehrer bzw. Tutor Adonis, in der sich Anna mehr und mehr verguckt. Doch wem kann sie wirklich trauen? Bis zum Schluß ist das weder ihr noch dem Leser klar – was für immer wieder spannende Wendungen und Aha-Effekte sorgt. Richtig spannend wird die Geschichte, als Anna den Christen begegnet. Durch sie lernt Anna Jesus Christus kennen – und mit ihm eine Welt voller Wärme und Geborgenheit. Schön und nachvollziehbar fand ich Annas Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben und ihre Zerrissenheit diesbezüglich. Sie ist fast mit Händen greifbar. Doch Annas Welt duldet die Christen nicht, was die Dystopie zu einer Mischung aus Holocaust und altrömischer Christenverfolgung macht. Packende Passagen geben sich die Klinke in die Hand und zeugen von der gut durchdachten Romanstruktur, die ihresgleichen sucht. Der Schluß und Annas Entscheidung hat mir prima gefallen, auch die erneute Wendung, wem sie letztendlich trauen kann. Im Grunde ist der Roman rund und abgeschlossen, doch man kann sich eine Fortsetzung absolut vorstellen. Wir dürfen also gespannt sein! Top in jeder Hinsicht!

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    • 2
  • Ein christlicher Roman der absolut spannend ist!

    Die Kreuzträgerin

    Seelensplitter

    31. March 2015 um 18:30

    Meine Meinung zum Buch: Die Kreuzträgerin Inhalt in meinen Worten und wie ich die Geschichte wahr genommen habe: Anna, muss in diesem Buch mehr weckstecken als ich es glaube schaffen würde. Sie musste früh mit dem Verlust ihres Vaters zurecht kommen, dann auch noch ihren Bruder verlieren und letztlich ihre eigene Mutter pflegen. Denn ihre Mutter lebt in einer Welt, in der Anna nicht zu Hause ist, außerdem darf die Mutter nicht auffallen, denn sie ist nicht gemeldet. In einem Staat der totale Überwachung ist, wo es Regeln und Pflichten gibt, wer sich nicht daran hält, ist ein Schandfleck. Schandflecke müssen beseitigt werden! Wie fand ich die Story? Bewegend - tiefgehend - Ermutigend - voller Staunender Momente - Spannung bis in die Haarspitzen - Gottes Wort auf eine so natürliche und schöne Art und Weise - Formend - Stabil! Was fand ich gut an der Geschichte? Diese Geschichte kann jederzeit wirklich geschehen, sie ist nicht nur aus der Luft gegriffen Denn Christenverfolgung gibt es leider wirklich! Nicht in Europa, zumindest noch nicht, aber auf anderen Plätzen der Welt. Was ich auch gut finde an dem Buch, die Autorin spielt mit Gefühlen ihrer Leser! Sie hat mich echt immer wieder aufs neue überrascht und erstaunt. Nebenbei bringt sie die Christliche Botschaft auf schöne Art und Weise in das Buch hinein, ohne übertrieben zu wirken, aber es ist ganz klar ein christliches Buch! Was hat mir weniger am Buch gefallen? Das es kaum bis keine Absätze gab und das die Schrift doch sehr klein gehalten wurde. Auch fand ich es an manchen Stellen etwas zäh und die Autorin holte zu sehr aus. Aber vor allem das die Autorin so vieles offen gelassen hat. Das fand ich weniger schön. Andrerseits hoffe ich dadurch noch auf einen Folgeband, wo ich erfahren darf wie es weiter geht. Am liebsten würde ich lesen, wie Anna das ganze kranke System aushebelt und die Christen wieder an die Macht kommen. Und wo alles gerecht und fair zu geht. Spannung:  Wie schon erwähnt, in diesem Buch ist die Spannung sehr hoch gehalten. Nicht gekünstelt sondern auf eine sehr schöne Art. Charaktere: Die Autorin hat es geschafft jeglichem Charakter in ihrem Buch lebendig zu gestalten. Was ich richtig toll gefunden habe. Gefühle: Gefühle sind in diesem Buch reichlich vorhanden. Sei es die Spannung wie dieses Abenteuer endet oder aber auch einfach weil Anna so vieles erleben muss, das von dem einen tief in das andere tief führt. Einfach sehr Gefühlsbetont und gleichzeitig fast an der Ohnmacht. Auch Gott erhält in diesem Buch ein lebendiges und wertvolles auftreten. So das ich als Leserin direkt am liebsten mit Gott sprechen möchte. Fazit:  Dieses Buch ist intensiv, stark und herausfordernd. Es öffnet die Augen, wie es eben auch anders laufen könnte, und das man dankbar sein kann in Deutschland noch offen den Glauben leben zu dürfen. Auch bringt das Buch die Kernaussagen des christlichen Glaubens sehr gut auf den Punkt. Für das, dass das Buch von einer Debütautorin geschrieben wurde bin ich einfach nur begeistert! Sterne:  5 volle Sterne bekommt dieses wertvolle Buch von mir!

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  • Was wenn Christein plötzlich verboten ist?

    Die Kreuzträgerin

    heaven4u

    Europa im 22. Jahrhundert: Anna Tanner lebt in einer Welt in der es weder Krieg, Krankheit noch Hunger gibt. Durch ein lückenloses Vorsorgesystem muss kein Mensch hungern, Arbeitslosigkeit gibt es nicht, alle sind registriert und werden bei jedem Schritt überwacht. Doch das ist Alltag. Auch das tägliche lernen um bis zur siebten Selbstverwirklichungsstufe zu gelangen und dann selbst Humanitus Perfectus werden zu können – um die nächsten Schüler auszubilden. Die Tage gleiten ereignislos vor sich hin, bis Anna einem Mann ohne Beine begegnet, der ihr einen Zettel zusteckt mit einem Kreuz und der Botschaft „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien“. Anna ist erschreckt und fasziniert zugleich – was hat es mit der Botschaft auf sich und wie kann es sein, dass es doch behinderte Menschen in dieser Gesellschaft gibt? Bisher war sie keinem begegnet. Sie macht sich auf die Suche nach dieser Wahrheit und entdeckt Christen im Untergrund. Christen? Was sind das für Menschen? Noch nie hatte sie von ihnen gehört. Warum müssen sie sich verstecken? Als sie entdeckt, dass ihre Familie tiefer mit drin steckt als erwartet, ist die Regierung bereits auf sie aufmerksam geworden und Anna muss sich entscheiden. Lebt sie ihr Leben weiter wie bisher oder will sie sich dem System widersetzen? Eine christliche Dystopie? Die sind sehr selten, daher war ich ganz besonders auf diese Geschichte gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Lydia Schwarz entwirft ein Zukunftsszenario, das garnicht so weit weg erscheint angesichts der Entwicklung in der Welt. Länder in denen Christ sein verboten ist, gibt es bereits. In China treffen sich Christen nur noch im Untergrund um nicht entdeckt zu werden. Trotzdem wachsen diese Gemeinden, obwohl sie wissen, dass sie jederzeit in Lebensgefahr stecken. Dieses Wissen macht den Roman noch realistischer und man bekommt an manchen Stellen beim Lesen eine richtige Gänsehaut. Dass die Handlung in Europa spielt, holt den Leser nochmal mehr auf den Boden der Tatsachen. Denn eigentlich leben die meisten Europäer bisher in Frieden. Auch die totale Überwachung im Roman ist doch sehr real. Immer mehr werden die Schritte im Internet aufgezeichnet und können so einiges privates verraten. Von der ersten bis zur letzten Seite ist man gefesselt von dieser so krassen Welt. Bis zum Schluss weiß man nicht, wo die Autorin den Leser hinführt. Das Ende an sich ist zwar abgeschlossen, dennoch ist es auch offen genug für eine Fortsetzung, das fand ich sehr spannend. Anfangs muss man sich erstmal einlesen in dieses Lebenssystem. Da gibt es Begriffe, die dem Leser fremd sind. So führt Anna immer ihre Goggles mit, eine Brille mit der man telefoniert, Sprachaufzeichnungen machen kann und Zugriff auf ein weltweites Netzwerk hat. Die Türen werden mit dem Daumenabdruck geöffnet und jeder Schüler hat einen geistigen Führer, dem er jeden Tag Rechenschaft ablegen muss. Jenseits dieser scheinbar perfekten Welt gibt es die Christen, die sich verstecken müssen. Ihre klare Botschaft von Jesus Christus sind der Lichtblick in der Geschichte. Hier wird nichts verharmlost oder weichgespült, ganz klar wird die Botschaft der Bibel vermittelt und hebt diese Dystopie von den vielen anderen ab. Und man wird sich klar, wie kostbar es ist, eine eigene Bibel zu besitzen und nicht nur von auswendig gelernten Bibelversen zu zeren. Schon das Cover macht Lust, diesen Roman zu verschlingen. Das besondere Schriftbild und die Seitenzählung am seitlichen Rand und nicht unten runden dieses besondere Buch ab. Der Verlag hat das Buch als Jugendbuch deklariert, aber es ist viel mehr als eine Zukunktsvision. Ich mit meinen 33 Jahren war, auch jenseits des Jugendalters, sehr gefesselt und kann es auch Erwachsenen vorbehaltlos empfehlen. Ein Buch was herausragt, herausfordert aber dennoch Hoffnung macht!

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    Smilla507

    29. March 2015 um 16:19
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