Lydia Syson Im dunklen Licht der Tage

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Inhaltsangabe zu „Im dunklen Licht der Tage“ von Lydia Syson

Die Liebe in Zeiten des Krieges: ein wunderbarer Sehnsuchtsroman. Die 17-jährige Felix meldet sich freiwillig als Krankenschwester im spanischen Bürgerkrieg und hofft, dort Nat wieder zu treffen, der für die Internationalen Brigaden kämpft und in den sie sich zu Hause in London Hals über Kopf verliebt hat. Doch da ist auch noch George, den sie schon seit Ewigkeiten kennt und der schon fast genauso lang in sie verliebt ist. George macht sich aus Sorge um Felix ebenfalls auf den Weg nach Spanien. Ein hinreißender Liebesroman vor großartiger Kulisse, voller Leidenschaft, Hingabe und überwältigender Gefühle. Ein Konflikt zwischen Idealismus und Realität, berührend wie "Der englische Patient".

Er ist sehr erfolgreich. Sie kennen sich nicht lange, aber sie heiraten...

— ChariotFire

Ein wunderbares Buch über eine Liebe während eines Krieges. Berührend und regt zum Nachdenken an!

— Lienne

Ein Buch über den spanischen Bürgerkrieg. Ein Buch, das nachdenklich macht.

— Buchraettin

Ein Buch, das mich gleichzeitig erschüttert und berührt hat und dabei doch irgendwie wunderschön ist.

— FlipFlopLady007

Wunderschönes Buch über den spanischen Bürgerkrieg und eine unglaubliche Liebesgeschichte. Emotional, packend, unvergesslich :)

— duceda

Drei junge Leute im spanischen Bürgerkrieg

— flower

Bewegende Thematik, aber die Protagonisten blieben mir zu blass.

— leseratte69

Sehr eindringlich beschreibt das Buch den spanischen Bürgerkrieg und das Leben an der Kriegsfront. Und eine Liebesgeschichte ist es auch.

— Cattie

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JeannasBuechertraum

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  • Leserunde zu "Im dunklen Licht der Tage" von Lydia Syson

    Im dunklen Licht der Tage

    katja78

    Die Liebe in Zeiten des Krieges: ein wunderbarer Sehnsuchtsroman. Ein Roman, der nicht nur Gefühle wiederspiegelt, sondern auch zum nachdenken anregt Die 17-jährige Felix meldet sich freiwillig als Krankenschwester im spanischen Bürgerkrieg und hofft, dort Nat wieder zu treffen, der für die Internationalen Brigaden kämpft und in den sie sich zu Hause in London Hals über Kopf verliebt hat. Doch da ist auch noch George, den sie schon seit Ewigkeiten kennt und der schon fast genauso lang in sie verliebt ist. George macht sich aus Sorge um Felix ebenfalls auf den Weg nach Spanien. ab 14 Jahren Zur Autorin Lydia Syson, in London geboren und ansässig, lebte einige Zeit in im südafrikanischen Botswana. Ihre Doktorarbeit schrieb sie 2003 über Forscher, Dichter und Timbuktu. Sie arbeitete als Produzentin beim Britischen Rundfunk BBC, bevor sie sich ganz ihrer Familie und der Tätigkeit als freier Schriftstellerin widmete. 2012 veröffentlichte sie mit dem englischen Original von IM DUNKLEN LICHT DER TAGE ihren ersten Roman für junge Erwachsene, der sehr schnell für etliche namhafte angelsächsische Literaturpreise nominiert wurde. "Ein nachdenklich stimmender und zugleich fesselnder Roman mit einer wahren Botschaft für uns alle in dieser gegenwärtig so konfliktreichen Zeit." (Booktrust). Wir suchen nun 20 Leser, die gerne das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen möchten, Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben! Bewerbungsfrage: Spanischer Bürgerkrieg... immer noch Thema oder schon vergessen? Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!                         Katja von Ka-Sas Buchfinder Schaut doch mal ins aktuelle Programm vom Oetinger Verlag, vielleicht findet ihr dort die Lektüre, um den Sommer einzuleiten . *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf *Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zur Teilnahme in der Leserunde (posten und den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches) Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt

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    • 220
  • Junge Menschen inmitten der Wirrungen des Krieges

    Im dunklen Licht der Tage

    MikkaG

    10. November 2014 um 14:16

    Der Klappentext verspricht eine rührende, hochemotionale Liebesgeschichte mit geschichtlichem Hintergrund - aber tatsächlich steht deutlich der Krieg im Mittelpunkt, und die Romanze ist inmitten von Flankenfeuer, Tod und Elend eher die Begleitmelodie, die ihn manchmal erträglicher macht und manchmal noch tragischer. Wer sich nicht für Geschichte interessiert, wird daher wahrscheinlich mit diesem Buch nicht warm werden, aber wer bereit ist, das Thema mit einer guten Portion Wissbegierde und Neugier anzupacken, der wird hier sicher viel Interessantes finden.  Ich bin ganz bestimmt kein Experte für den spanischen Bürgerkrieg, aber auf mich wirkte die Geschichte gründlich und detailliert recherchiert, und am Ende des Buches findet man auch eine kurze Chronologie der Geschehnisse!  Die Geschichte dreht sich um Felix, Nat und George, die sich aus ganz unterschiedlichen Gründen in Spanien wiederfinden. Nat ist der einzige der drei jungen Menschen, der sich tatsächlich aus Idealismus und dem Wunsch, die Welt zu verbessern, in den Krieg gestürzt hat - die junge, naive Felix ist ihm aus spontaner Verliebtheit heraus gefolgt, und George, der sie schon seit Ewigkeiten im Geheimen anhimmelt, ist wiederum ihr gefolgt, um sie zu beschützen und heil wieder nachhause zu holen.  Es ist vor allem Felix, durch deren Augen wir den Krieg sehen, und da sie bisher sehr behütet aufgewachsen ist und auch nicht viel über den Krieg weiß, kann der Leser mit ihr mehr darüber lernen und teilt ihre Erschütterung und ihren Unglauben, aber auch die wachsende Überzeugung, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Meist war sie mir sehr sympathisch, und oft tat sie mir leid... Als Krankenschwester leistet sie wichtige Arbeit, sieht schockierende Verletzungen und nimmt Anteil an tragischen Schicksalsschlägen, und sie wächst daran als Mensch. In meinen Augen war sie am Anfang der Geschichte noch ein halbes Kind, und am Schluss ist sie eine junge Frau, die durch den Krieg zu schnell erwachsen werden musste. Leider fiel es mir ziemlich schwer, ihre Liebe zu Nat nachzuvollziehen, denn eigentlich kennt sie ihn gar nicht. Die beiden treffen sich durch Zufall auf einer Demonstration, noch in England, verlieben sich sofort und absolut, und dann muss er auch schon fort in den Krieg. Und sie liebt ihn direkt so sehr, dass sie bereit ist, alles aufzugeben und sich mitten in einen Krieg zu stürzen... Wahrscheinlich lagen meine Schwierigkeiten damit, ihre Liebe wirklich zu spüren, auch am Schreibstil, denn der ist kompetent und gut geschrieben, aber oft eher nüchtern. In vielen Szenen ist es gerade dieses Sparsame, das komplett auf Melodramatik und Heldenpathos verzichtet, was die unvorstellbare Grausamkeit des Krieges umso eindringlicher macht und sogar eine Art leiser Poesie entwickelt, aber manchmal machte es mir das auch schwer, Emotionen nachzuempfinden und nicht nur intellektuell zu registrieren. Wenn der Schreibstil sich dann doch einmal zu überschwänglicher Liebe aufschwingt, wirkte das auf mich leider etwas aufgesetzt.  Was einem das Buch dagegen wirklich deutlich macht, ist die grundlegende Sinnlosigkeit, Grausamkeit und Abartigkeit des Krieges. Die Geschichte schwingt sich nicht von Heldentag zu Heldentag, sondern schleppt sich durch einen Albtraum, in dem Tod und Hoffnungslosigkeit zum Alltag werden. Natürlich ist das trotzdem in gewisser Weise spannend, denn man will wissen, ob Felix, Nat und George überleben werden. Aber es ist eine eher verhaltene Spannung, die mich oft nicht mitgerissen hat.  Es gibt eine Nebenhandlung, die potentiell sehr spannend ist, aber der große Höhepunkt dieser Handlung, die Konfrontation, ist auch wieder eher nüchtern und gelassen geschrieben, und im Grunde hat sie mich eher etwas deprimiert zurückgelassen.  Fazit: Ein Buch über die Sinnlosigkeit des Krieges und die Erlebnisse dreier junger Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen mitten in seinen Wirrungen wiederfinden. Die Liebesgeschichte hält sich dabei meist dezent im Hintergrund, was der Klappentext eher nicht vermuten lassen würde... Auch der Schreibstil ist eher nüchtern und klar, was oft einen eindringlichen Gegenpol zur Grausamkeit der Geschehnisse darstellt, aber es manchmal auch schwer macht, emotional anteil zu nehmen.  Als Liebesgeschichte konnte das Buch in meinen Augen nicht bestehen, als Buch über den Wahnsinn des Krieges aber schon - man sollte ein deutliches Interesse an Geschichte mitbringen, dann hat es viel Interessantes zu bieten!

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  • Lena 13 J. rezensiert "Im dunklen Licht der Tage"

    Im dunklen Licht der Tage

    lenasbuecherwelt

    30. October 2014 um 16:29

    Mitten im Spanischen Bürgerkrieg... Kämpft Felix um ihr Leben... Es ist das Jahr 1963. Felix ist 17 Jahre alt, will Krankenschwester werden und hat keine Ahnung von dem Spanischen Bürgerkrieg, da sie sehr wohlbehütet zuhause in London aufwächst. Doch dann gerät sie in eine Demonstration und lernt dort Nat kennen, der sich freiwillig für die Front gemeldet hat und so bald nicht mehr in der Stadt sein wird. Felix und Nat verlieben sich ineinander, doch ihnen bleibt nicht viel Zeit. Schon bald ist Nat weg- und dann meldet sich Felix freiwillig als Krankenschwester in Spanien und will Nat suchen. Doch auch George, der schon lange in Felix verliebt ist, macht sich auf die Suche nach ihr. Felix,George und Nat verschlägt es alle auf unterschiedliche Weise nach Spanien, sei es als Kämpfer, als Krankenschwester oder, wie in Georges Fall, um Felix zu suchen. Die 3 Menschen beschreiben ihr hartes Leben mitten im Krieg. Während Felix mit wenig Ausstattung Menschen wieder gesund pflegen soll, erlebt man mit Nat düstere Tage an der Front und George, der nie in das Land wollte, sucht nach Infos und Spuren, da er für die Zeitung schreibt. Die Zukunft der Drei ist in der gefährlichen Situation ungewiss, trotzdem bleiben sie tapfer und konzentrieren sich auf ihre Aufgaben. Während die Liebesgeschichte im Hintergrund steht, ist der Fokus auf die Situation in Spanien gerichtet und ich erfuhr viel über den Spanischen Bürgerkrieg und dem Leben verschiedener Menschen in verschiedenen Rollen zu der Zeit. Meist ist die Geschichte auch spannend, lediglich an ein paar Stellen hat mir die Spannung gefehlt, ich hätte mir gewünscht, dass sich das Bedürfnis weiterzulesen durchgängig eingestellt hätte. Trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen, für Leute, die mehr über den Bürgerkrieg erfahren wollen, aber auch für Leute, die nach einer guten Geschichte suchen!

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  • dieses Buch geht unter die Haut

    Im dunklen Licht der Tage

    Manja82

    28. October 2014 um 12:16

    Kurzbeschreibung: Die Liebe in Zeiten des Krieges: ein wunderbarer Sehnsuchtsroman. Die 17-jährige Felix meldet sich freiwillig als Krankenschwester im spanischen Bürgerkrieg und hofft, dort Nat wieder zu treffen, der für die Internationalen Brigaden kämpft und in den sie sich zu Hause in London Hals über Kopf verliebt hat. Doch da ist auch noch George, den sie schon seit Ewigkeiten kennt und der schon fast genauso lang in sie verliebt ist. George macht sich aus Sorge um Felix ebenfalls auf den Weg nach Spanien. (Quelle: Oetinger) Meine Meinung: Felix ist Schwesternschülerin als sie Nat sieht und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Allerdings plant Nat nach Spanien zu gehen um im Bürgerkrieg an der Front mitzukämpfen. Kurzentschlossen folgt Felix ihm und hilft in den Lazaretten aus. Immer wieder hofft sie Nat endlich wiederzusehen, hat aber gleichzeitig auch Angst, dass er irgendwann vielleicht in einem ihrer Betten liegen könnte. Was Felix nicht weiß auch George, der schon immer Gefühle für Felix hatte, ist nach Spanien gekommen um sie zu finden. Wie wird sich Felix letztlich entscheiden? Der Jugendroman „Im Licht der dunkeln Tage“ stammt von der Autorin Lydia Syson. Es ist der erste Roman von ihr in Deutsch. Die beiden Protagonisten Felix und Nat haben mir wirklich sehr gut gefallen. Sie waren mir beide auf Anhieb sehr sympathisch. Felix ist Schwesternschülerin und verliebt sich Hals über Kopf in Nat. Sie erlebt in Spanien den Krieg hautnah, auf ihrer Suche nach ihrem Liebsten. Nat ist Soldat im spanischen Bürgerkrieg. Er kämpft für das, an das er glaubt. Beide sind noch sehr jung, teilweise ein wenig sehr naiv aber tiefgründig und vorstellbar beschrieben. George, quasi der dritte im Bunde, war mir nicht sonderlich sympathisch. Er wirkte auf mich eher störend, nicht ins Geschehen passend. Er ist auf der Suche nach Felix, für die er schon immer Gefühle hatte. Die Liebesgeschichte zwischen Nat und Felix ist ganz wunderbar. Sie birgt Hoffnung, auch in ausweglosen Situationen, wo sie viele Rückschläge einstecken muss und ist sehr intensiv beschrieben. Man fühlt mit den beiden mit. Der Schreibstil der Autorin ist einnehmend und hat mich direkt gepackt. Sie beschreibt die Szenen lebendig und bildhaft, man kann es sich gut vorstellen. Geschildert wird das geschehen aus drei Perspektiven, zum einen aus der von Felix, dann der von Nat und auch George kommt immer wieder zur Wort. Man bekommt einen umfassenden Überblick und lernt alle Seiten kennen. Die Handlung ist aufwühlend und berührt den Leser. Das Kriegsgeschehen wird recht schonungslos beschrieben. Es wirkt bedrückend und echt. Die historischen Ereignisse sind gut ins Geschehen eingearbeitet. Am Ende des Buches gibt es zudem ein Glossar wo nochmals alles aufgelistet ist. Die Autorin hat hier wirklich gut recherchiert und sie zeigt dem Leser, das es auch im schlimmsten Krieg immer noch etwas gibt, das aufblicken lässt, Hoffnung und auch Liebe. Fazit: Kurz gesagt ist „Im Licht der dunklen Tage“ von Lydia Syson ein Buch das unter die Haut geht. Die wundervoll beschriebenen Charaktere, der einnehmende Stil und eine Handlung, die einerseits eine süße Liebegeschichte beinhaltet aber auch die Schrecken des Krieges aufzeigt hallen hier nach und regen zum Nachdenken an. Klar zu empfehlen aber nicht unbedingt für schwache Nerven!

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  • Krieg und Liebe.

    Im dunklen Licht der Tage

    ColourfulMind

    06. September 2014 um 16:58

    "Im dunklen Licht der Tage" erzählt die berührende und doch auch aufwühlende Geschichte von Felix und Nat, zwei jungen Leuten, die sich in ihrem jugendlichen Leichtsinn mitten in einen Krieg stürzen, deren Ausmaße sich beide nicht hätten vorstellen können. Inmitten dieses Grauen versuchen die beiden ihre Liebe zu finden. Dabei stellt die Autorin das Szenario dieses Krieges sehr echt und bedrückend dar. Man mag kaum glauben, dass es diesen Schrecken einmal gab und sich junge Leute wirklich freiwillig dort hinein gestürzt haben, wie Felix und Nat. Beide waren mir von Anfang an sympathisch und ich habe gerne abwechselnd aus ihren Perspektiven gelesen. Doch wurde für mich schnell klar, dass die Liebesgeschichte zwischen den beiden keine sein wird, die mich vom Hocker reißt. Denn viel zu naiv, überstürzt und unbegründet kamen die ganze großen Gefühle bei den beiden auf. Sie treffen sich, verlieben sich und nach ein paar Stunden mit einander folgt Felix ihm schon hals über Kopf mitten in einen blutrünstigen Krieg hinein. Natürlich mag es solche Liebesgeschichten geben, die so plötzlich geschehen und alles in ihrem Umfeld mitreißen, diese hier war aber war jedoch für mich keine davon. Aber das ist nicht einmal wirklich schlimm, denn für mich hat sich hier und im Verlauf der Geschichte gezeigt, dass sowohl Felix, als auch Nat noch viel zu jung und naiv sind, um wirklich zu verstehen, worin sie sich da hinein begeben. Felix ist so bemüht, auszubrechen und sieht in dem jungen Revolutionisten ihre Chance dazu. Das hat die beiden für mich zwar zu keinen Charakteren gemacht, deren Stärke oder Entschlossenheit ich bewundere, jedoch haben sie dadurch sehr viel an Tiefe und Bedeutung gewonnen. Einzig George, der mehr oder weniger dritte Protagonist der Geschichte war kein Charakter für mich. Viel zu unbedeutend und störend hat er sich immer wieder zwischen die Handlung geschlichen und meiner Meinung nach viel zu viel Erzählzeit in Anspruch genommen. Oftmals war ich sogar kurz davor, seine Abschnitte zu überspringen, weil sie die für mich spannende Haupthandlung einfach unterbrochen haben. Alles in allem ist"Das dunkle Licht der Tage" ein aufwühlender und spannender Roman über den spanischen Bürgerkrieg, der die Geschiche zweier junger Leute erzählt, die sich in ihrem Eifer etwas zu bewegen überstürzt in einen Krieg hineinwagen, den sie nicht gewinnen konnten.

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  • "dass Gewalt die Seele zerstören vermag und es mitunter vorkommt, dass Mut nicht belohnt wird"

    Im dunklen Licht der Tage

    Lienne

    05. September 2014 um 07:28

    "Jetzt da ich hier bin, weiß ich es sicher. Wenn man in der Wochenschau Bilder von Spanien sieht, scheint es so weit weg ... . Aber das stimmt nicht. Es könnte nicht näher sein. Nun weiß ich, es betrifft jeden, überall in der Welt."   Im dunklen Licht der Tage – Lydia Syson Inhalt: Die Liebe in Zeiten des Krieges: ein wunderbarer Sehnsuchtsroman. Die 17-jährige Felix meldet sich freiwillig als Krankenschwester im spanischen Bürgerkrieg und hofft, dort Nat wieder zu treffen, der für die Internationalen Brigaden kämpft und in den sie sich zu Hause in London Hals über Kopf verliebt hat. Doch da ist auch noch George, den sie schon seit Ewigkeiten kennt und der schon fast genauso lang in sie verliebt ist. George macht sich aus Sorge um Felix ebenfalls auf den Weg nach Spanien…   Meine Meinung: „Im dunklen Licht der Tage“ ist kein Buch für zwischendurch. Es regt zum Nachdenken an, berührt und hallt nach. Mit einem sehr schönen und angenehmen Schreibstil bringt die Autorin dem Leser die Geschichte um den spanischen Bürgerkrieg näher. Dabei lässt sie Bilder im Kopf entstehen, die berühren oder aber auch schockieren. Der Perspektivenwechsel zwischen den drei Hauptcharakteren lässt die Geschichte spannend bleiben, da der Leser so jeden Charakter kennenlernen und mit ihm mitfiebern und -hoffen kann. Eine sehr berührende, emotionale Geschichte, die mir die Augen geöffnet hat. Im Hinblick auf die momentan sehr angespannten Situationen ein sehr interessantes Buch! Vielen Dank an die Autorin!   Fazit: Ein absolutes Muss! Lesen!! "In Spanien hat meine Generation gelernt, dass man Recht haben und trotzdem besiegt werden kann, dass Gewalt die Seele zerstören vermag und es mitunter vorkommt, dass Mut nicht belohnt wird." (Albert Camus,1945)

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  • 3.Menschen in Zeiten eines furchtbaren Krieges, die nur eines gemeinsam haben die Kraft der Liebe!

    Im dunklen Licht der Tage

    LeFaBook

    Inhalt: Im Jahre 1936 herrscht eine dunkle und ungewisse Zeit, der Bürgerkrieg in Spanien gerät nach und nach außer Kontrolle und andere Länder kämpfen im Landesinnere erbittert für-oder gegen die Front. Die junge Lernkrankenschwester Felix wächst Zuhause in London behütet auf, der Krieg ein ´Tabu-Thema in ihrer Familie, diese möchte nämlich nur eines: Felix in einer sicheren Zukunft wissen, an der Seite vom jungen Berichterstatter George, einem guter Freund der Familie. Eines Tages gerät Felix in einen Protestmarsch des Krieges und lernt dabei ganz unverhofft Nat, kennen. Beide spüren eine besondere Anziehung-und Verbindugn zueiander, doch ihnen bleibt keine Zeit. Nat hat sich als Freiwilliger für die Front gemeldet um der spanischen Regierung zur Seite zu stehen. Der Abschied fällt beiden schwer und als ob das Schicksal es so wollte, offenbart sich Felix eine Möglichkeit um Nat nach Spanien zu folgen. Kurzentschlossen flüchtet sie in eine ungewisse Zukunft, geleitet von Hoffnung und Liebe. Und auch George wählt den Weg nach Spanien, um seine geliebte Felix aus den Fängen des Krieges zu retten und sie an seiner Seite zu wissen.... 3.Menschen, 3.Sichtweisen eines furchtbaren Krieges, die nur eines gemeinsam haben die Kraft der Liebe!Aus dem Buch: Felix blinzelt in die Sonne, und das gleißende Licht sticht ihr in den Augen. Im Tiefflug stürzen die Flugzeuge auf sie herab, auf den Spitzen der Trageflächen kein republikanisches Rot. Der Lastwagen hält mit einem Krieschenden Bremsen, und die Menschen strömen panisch von der Ladefläche herunter. Ohne nachzudenken, erreicht Felix einen Graben. Zusammengerollt wie ein Fötus, wartet sie auf das, was kommt, und ist auf alles gefasst. (S.7) Meine Meinung: Lydia Syson befasst sich in diesem Buch mit einem Thema, dass derzeit wieder immer mehr Präsens in unseren Medien erhält, -Krieg! Man muss heutzutage nur mal den Fernseher anschalten und erhält schmerzliche Einblicke in das Leben vieler Menschen, die Tag für Tag darum kämpfen am Leben zu bleiben. "Im dunklen Licht der Tage" wird genau dieses Thema zu einer realistischen Geschichte ausgebaut, sodass meine Neugierde geweckt war...Endlich mal Einblicke in ein Leben zu erhalten, dessen Zukunf ungewiss ist. Und diesen Einblick wurde uns in Form von 3.jungen Menschen im Buch gewährt: Felix, George und Nat. Natürlich sind die Menschen die in diesem Buch drinne vorkommen nicht echt, aber die Geschichte ist so nah an der Realität aufgebaut, dass man das Gefühl hat, die Charaktere wären wirklich echt! Der Anfang des Buches baut auf einem finsteren und spannenden Prolog auf, der einem förmlich zum weiterlesen verführt...Nachdem die ersten Seiten dahingeflogen sind, kam das ganz erstmal zu stocken. Ich hatte Mühe mit dem Schreibstil und dem voranschreitenden Geschehen des Krieges. Zwar sind immer wieder kleine Karten, mit der derzeitgen Lage&Besetzung Spaniens im Buch abgebildet, trotzdessen war ich oftmals wirklich überfragt , ob der Krieg "gut" oder "schecht" für Spanien läuft und wer mit wem zusammenarbeitet etc. Generell habe ich wohl wirklich eine sanftere Sichtweise auf den Krieg erwartet und mit einer größeren Liebesgeschichte gerechnet. Dies ist mir im Laufe der Zeit klar geworden, denn in diesem Buch wird einem ein schonungsloser Einblick ins wirkliche Leben zu Zeiten des Krieges gegeben. Die Gefühle der Protagonisten sind sehr gedämpft, was mir wiederum das Gefühl geben hat, nicht wirklich warm mit den Menschen dort zu werden. Andererseits muss man bedenken, dass im Krieg kaum Zeit bleibt um sich innerlich mit etwas auseinanderzusetzen, du muss klar und fokussiert bleiben, den Überblick über das Geschen und deine Aufgaben wahren und dabei versuchen ruhig zu bleiben... Das die Gefühle, in außnahme weniger Situationen im Buch, eher kühl bleiben, findet somit eine Erklärung. Spannend fand ich die Umsetzung der Geschichte, aus 3. verschiedenen Blickwinkeln und Sichtweisen!!! So begleiten wir Nat an der kalten und egfährlichen Kriegsfront, Felix gibt uns Einblicke in den Alltag einer Krankenschwester-die mit wenig Material&unter schlechten Bedingungen, viele Menschen retten muss und  mit George sind wir auf den Spuren des Kriegsgeplagten Landes (Spanien) und suchen nach neuem Infomaterial für die Zeitungen&Presse...Diese Einblicke könnten unterschiedlicher wirklcih nicht sein und es hat mich begeistert und mit ehrfurcht zurüclgelassen, wie diese 3.junge Menschen sich mit dem Krieg, dem leidern der Bevölkerung/Zivilisten und ihren Positionen im gegenwärtigen geschehen und der ungwissen zukunft auseinadergsetzt haben und es akzeptiert haben. Jeder hat seinen Weg gefunden, sein bestes gegeben und den Glauben und die Hoffnung nie aufgegeben! Die Geschichte verschlägt uns und die Protagonisten an säntliche Orte Spaniens und die Wendungen sind unvorhergesehen, manchmal erschütternd und wieder ein anderes Mal voller Freude und Hoffnung  und dem Gefühl: Wir können den Krieg gewinnen, wir halten stand! gefüllt. Am Ende des Buches ist noch ein Historisches Nachwort, sowie eine chronoologische Übersicht des Spanischen Bürgerkriegs eingefügt, was ich wirklich fande und einem nochmal im Verstehen unterstützt hat. Ein Buch das ehrlicher nicht hätte geschrieben werden können. Ein Buch das sich mit einem schwierigen Thema ausaiendersetz, ungewohnte Einblicke freigibt und am Ende auf seltsame Weise nachhallt..Für mich etwas schwer zu lesen und am Ende hat mir das nötige Verstehen etwas gefehlt. Dennoch ein lohnenswertes Buch, dass uns vor Augen führt, wie schwer es für diejenigen ist, die mit grausamer Gegenwärtigkeit ihre Tage so erleben!

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    • 5

    Angie*

    01. September 2014 um 19:15
  • Berührend und erschütternd

    Im dunklen Licht der Tage

    Dini98

    18. August 2014 um 15:23

    Inhalt: 1936. Die siebzehnjährige Felix lebt in London und macht eine Ausbildung zur Krankenschwester, als sie eines Tages bei einer Demonstration Nat kennenlernt. Sie ist von Anfang an fasziniert von dem jungen Kommunisten und seinem Plan, sich als Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg zu melden. Als sich ihr wenig später die Gelegenheit bietet, beschließt Felix, ihrer großen Liebe nach Spanien zu folgen und dort als Krankenschwester zu arbeiten. Was sie nicht ahnt: George, ein Freund der Familie, der schon lange plant, ihr einen Heiratsantrag zu machen, folgt ihr. Felix, Nat und George müssen die Grausamkeit des Krieges erfahren und herausfinden, was Liebe und Leben wirklich bedeuten. Figuren: Das Buch ist aus Felix‘, Nats und Georges Sicht geschrieben. In alle drei Protagonisten kann man sich mehr oder weniger gut hineinversetzten. Felix ist ein junges, unschuldiges Mädchen, das sich verliebt und Hals über Kopf seine Heimat verlässt, um den Jungen zu finden, den sie zu lieben glaubt. An sich fiel es mir nicht schwer, mich in ihre Lage zu versetzen, doch besonders am Anfang waren mir ihre Handlungen nicht ganz klar. Vor allem Felix‘ Aufbruch nach Spanien ist so plötzlich und geht so schnell, dass es als Leser nur schwer nachvollziehbar ist. Wobei auch die Liebe zwischen Nat und Felix nicht immer nachvollziehbar war. Die beiden kennen sich kaum, lieben sich aber vom ersten Moment an so sehr, dass sie füreinander sterben würden. Naja. Zwischen den beiden war einfach zu wenig, als dass man das ernsthaft verstehen könnte. Über Nat hat man meiner Meinung nach zu wenig erfahren. Bei ihm hat irgendwie der Hintergrund gefehlt. Er hatte keine Vergangenheit. Nat war einfach Nat. Mehr nicht. Und der dritte unserer Protagonisten? Wenn George mir nicht gerade total leidgetan hat, hat er mich meist gelangweilt. „Seine“ Kapitel waren weniger interessant. Stil und Sprache: Anfangs bin ich mit Lydia Sysons Schreibstil nicht ganz warmgeworden, was wohl auch der Verwirrung lag, die die ersten Seiten geschaffen haben. (Die Zeitsprünge und Perspektivwechsel bringen einen schon einmal durcheinander.) Allerdings gefiel mir nach einigen Kapiteln der Stil schon viel besser, das Buch las sich leichter und vor allem schneller als zuvor und ich konnte vollends in das Geschehen von 1936 eintauchen. Handlung/Idee: Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist, dass man viel über den Spanischen Bürgerkrieg lernt, ohne dass sich der Jugendroman in ein trockenes Sachbuch verwandelt. Man erlebt den Krieg hautnah mit, versetzt sich in die Lage der Leute damals und lernt nebenbei eine Menge interessanter Fakten, die im Geschichtsunterricht nicht zu Sprache kommen. Ich habe großen Respekt vor der Autorin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, aus diesem historischen Ereignis ein spannendes Jugendbuch zu schaffen. Die Recherche stelle ich mir recht aufwendig vor, aber Lydia Syson kann stolz auf sich sein: Das Buch ist wirklich gelungen. Fazit: Ein lesenswertes Buch, das nicht nur mit Spannung und Gefühl von dem Kampf dreier Jugendlicher erzählt, sondern auch in eine uns fremde Welt entführt. Mehr Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog: http://nadinemoench.com/

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  • Bewegender Roman über drei junge Menschen im spanischen Bürgerkrieg

    Im dunklen Licht der Tage

    FlipFlopLady007

    17. August 2014 um 21:32

    Felix ist 17 Jahre alt und macht gerade eine Ausbildung zur Krankenschwester als sie auf dem Nachhauseweg in einen Protestmarsch gerät, bei dem sie Nat kennenlernt. Nat ist verletzt worden und Felix als angehende Krankenschwester versorgt seine Wunde. Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut und verlieben sich ineinander. Es gibt nur ein Hindernis für ihre Liebe, wenn Nat möchte in den spanischen Bürgerkrieg ziehen und dort mit der internationalen Garde kämpfen. Er ist der Überzeugung, dass er den Spaniern helfen muss und steckt Felix ein wenig mit seinen Ansichten an. Diese ahnt jedoch noch nicht davon, bis sie während eines Ausflugs nach Paris spontan entschließt ebenfalls nach Spanien zu fahren und sich dort als Krankenschwester zur Verfügung zu stellen und nach Nat zu suchen. Ihr guter Kumpel George, der mit Felix und ihrem Bruder in Paris war, beschließt nachdem Felix plötzlich spurlos verschwunden ist, nach ihr zu suchen und verspricht sie wieder nach Hause zu bringen. Für die drei jungen Menschen beginnt ein gefährliches Abenteuer im spanischen Bürgerkrieg. Inhalt: Der Inhalt des Buches hat mir sehr gut gefallen. Er hat mich berührt und erschüttert zugleich, denn das, was die drei dort erleben ist teilweise wirklich hart, denn die drei gehen an ihre Grenzen. Sie befinden sich mehr als einmal in Lebensgefahr. Ich hatte als Leser das Gefühl quasi direkt dabei zu sein. Die Geschichte der drei hat mich sehr gefesselt, sodass ich das Buch in manchen Kapiteln einfach nicht aus der Hand legen konnte. Das Buch hat für mich zwei Seiten, zum einen erzählt es eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich sehr berührt hat. Zum anderen beschreibt es jedoch auch die katastrophalen Zustände während des Krieges und das viele Leid, was dort herrschte, dieser Teil des Buches hat mich erschüttert. Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Erlebnisse der drei werden so detailreich geschildert, dass ich das Gefühl hatte direkt dabei zu sein und die Zeit mit ihnen zu erleben. Der Autorin gelingt es sehr gut, die Gefühlte der Protagonisten zu beschreiben und sie so zu transportieren, dass sie beinahe vollständig auf den Leser übergehen. Ich hatte teilweise wirklich das Gefühl mit den Protagonisten zu leiden. Darüber hinaus lies sich das Buch sehr gut und flüssig lesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man das Buch beinahe an jeder Stelle unterbrechen kann. Ich fand ebenfalls gut, dass mit jedem neuen Kapitel auch der Handlungsort und die jeweils handelnde Person wechselt. Die Autorin erzählt abwechselnd von einem der drei. Charaktere: Die Charaktere Nat, Felix und George haben mir allesamt sehr gut gefallen. Sie haben zunächst alle unterschiedliche Ansichten, was den spanischen Bürgerkrieg betrifft und am Ende kämpfen sie Seite an Seite für das Recht der spanischen Bevölkerung. Ich konnte bei allen dreien eine Entwicklung im Laufe des Buches erkennen, was mir wirklich gut gefallen hat. Außerdem finde ich alle drei sehr authentisch. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass es sich um Figuren in einem Roman handelt, sondern für mich waren es handelnde Personen aus dem echten Leben. Cover und Klappentext: Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Ich finde es transportiert zwei Dinge, die dieses Buch ausmachen. Zum einen zeigt es, dass sich um eine Liebesgeschichte handelt. Zum anderen sieht man dem Cover jedoch auch an, dass es sich um ein Buch mit einem ernsten Hintergrund handelt. Insgesamt finde ich das Cover ansprechend. Es hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht. Der Klappentxt ist ebenfalls gelungen. Er verrät nicht zu viel über den Inhalt des Buches aber gerade so viel, dass sich der Leser ein gutes Bild davon machen kann, was ihn erwartet. Fazit: Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen. Ich finde der Autorin ist ein tolles Buch gelungen, dass den Leser zugleich erschüttert und berührt. Obwohl wirklich schreckliche Dinge geschildert werden, finde ich das Buch doch auf seine ganz eigene Art wunderschön.

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  • [Rezension] Im dunklen Licht der Tage

    Im dunklen Licht der Tage

    Mone80

    17. August 2014 um 08:09

    Meine Meinung: Der spanische Bürgerkrieg von 1936-1939 ist mir nur noch sehr vage in Erinnerung, denn der zweite Weltkrieg nahm im Geschichtsunterricht einen größeren Stellenwert ein. Das Buch erzählt viel von diesem Krieg und das in realistischer und erschreckender Weise. Vieles ist mit heutigen Situationen, wie man sie in den Nachrichten täglich mitbekommt, vergleichbar und man fragt sich, ob die Menschen jemals aus Fehlern und der Vergangenheit lernen werden. Felix erlebt diesen Krieg am eigenen Leib. Als sie nach Spanien geht, hat sie keinerlei Vorstellungen vom Krieg, denn sie ist auf der Suche nach ihrer großen Liebe. Nat, der für die internationalen Brigaden kämpft. Doch auch George ist in Spanien, denn er sucht Felix. Für sich und Felix Familie. Das Buch erzählt viel von dem spanischen Bürgerkrieg, von den Gräueltaten in dieser Zeit, wo ganze Dörfer dem Erdboden gleich gemacht worden sind, Hunger und Krankheit die Menschen schwächten und die Angst erneuter Angriffe, dass Leben beherrschte. Das Thema steht im Vordergrund, aber es hält noch den Platz bereit, für die Liebesgeschichte in diesen wirren Zeiten. Das sollte man sich schon bewusst machen, denn die Autorin schreibt ehrlich und realistisch. Sie packt den Bürgerkrieg nicht mit Samthandschuhen an. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, bei der ich oft einen großen Kloß im Hals hatte. Die Liebe zwischen Felix und Nat ist eher eine Liebe ohne Worte. Man spürt die Gefühle zwischen den Beiden, die oft zwischen den Zeilen versteckt sind. Die Gedanken, die sie sich gegenseitig machen, erzählen viel. Sie passt sich der momentanen Situation an, erlebt Rückschläge, aber sie ist voller Hoffnung. Hoffnung ist auf jeder Seite spürbar. Seien es Felix und Nat, George oder die Menschen, die in Spanien kämpfen und leben. Alle geben die Hoffnung auf eine bessere Zeit nicht auf. Das Buch wird jeweils aus der Sicht von Felix, Nat und George erzählt. So bekommt man einen umfassenden Blick auf die Situationen, denn während Nat kämpft ist George als Fahrer unterwegs und durch Felix Blick auf die Geschichte, sieht man, wie es in den Krankenhäusern zu ging. Der Schreibstil hat mich von der ersten Seite an gepackt. Lydia Syson versteht es, die richtigen Worte zu finden, um das Buch lebendig werden zu lassen. Sie beschreibt Landschaften und Situationen so genau, dass sie einem vor dem inneren Auge erscheinen. Ganz toll fand ich am Ende das Glossar. Bei einem Buch, welches auf historischen Ereignissen basiert, gehört das für mich dazu. Hier erfährt man chronologisch die Eckdaten zum spanischen Bürgerkrieg. Fazit: Eine Geschichte, die mich hat nachdenklich werden lassen. Sie vermittelt viel Wissenwertes über den spanischen Bürgerkrieg, schreckt nicht davor zurück, den Krieg in realistischer Weise zu erzählen und lässt dennoch Platz für einen ganz besondere Liebe.

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  • Eine Thematik die bewegt

    Im dunklen Licht der Tage

    leseratte69

    Klappentext Die Liebe in Zeiten des Krieges: ein wunderbarer Sehnsuchtsroman. Die 17-jährige Felix meldet sich freiwillig als Krankenschwester im spanischen Bürgerkrieg und hofft, dort Nat wieder zu treffen, der für die Internationalen Brigaden kämpft und in den sie sich zu Hause in London Hals über Kopf verliebt hat. Doch da ist auch noch George, den sie schon seit Ewigkeiten kennt und der schon fast genauso lang in sie verliebt ist. George macht sich aus Sorge um Felix ebenfalls auf den Weg nach Spanien. Ein hinreißender Liebesroman vor großartiger Kulisse, voller Leidenschaft, Hingabe und überwältigender Gefühle. Ein Konflikt zwischen Idealismus und Realität, berührend wie "Der englische Patient". Meine Meinung Die Story Das Buch bietet dem Leser einen erschreckenden Einblick in das Leben während eines Krieges, direkt an der Front. Drei Junge Menschen stehen hier im Mittelpunkt Felix (Felicity), Nat und George. Sie alle drei landen aus unterschiedlichen Gründen mitten im spanischen Bürgerkrieg. Sei es als Krankenschwester, Kämpfer für die Brigaden oder aber im Geoges Fall, um Felix zu suchen. Jeder von ihnen erlebt die Schrecken und das Leid des Krieges am eigenen Leib. Dieses hat die Autorin wirklich gut rüber gebracht. Stellenweise war das Buch wirklich heftig und hat mich sehr betroffen gemacht. Besonders weil es ja gerade wieder aktuell zu solchen Schreckensszenarien kommt, siehe Gaza und Ukraine. Ich finde das Buch hätte aber etwas länger sein können. Die Geschichte ist einfach zu Komplex um sie in ein 300 Seiten Roman zu packen. Ich hätte mir gerade die Zwischenmenschlichen Szenen der Protagonisten, etwas ausführlicher gewünscht. Aber die Liebesgeschichte steht hier nun mal nicht im Vordergrund. Der Schreibstil Der Schreibstil der Autorin ist zwar recht flüssig zu lesen, doch er wirkt auf mich stellenweise eher wie ein Bericht, gerade wenn es um die Beschreibung der Kriegsszenen kam. Auch wenn die drei Hauptpersonen miteinander agieren, kam bei mir keine Wärme rüber. Das soll nicht heißen, dass ich sie nicht mochte und nicht mit ihnen gelitten habe, aber es war teilweise irgendwie so kalt. Ich denke mal das es auch so gewollt war, es sollte wahrscheinlich die Kälte des Krieges vermitteln. Mir persönlich hat das aber nicht ganz so gut gefallen. Die Charaktere Das Buch wird aus der Sicht der drei Hauptprotagonisten, immer im Wechsel erzählt., was mir gut gefallen hat. Alle drei waren sehr starke Charaktere, aber sie blieben mir dennoch zu blass. Ich konnte das ganze Buch über keine wirklichen Gefühle zu ihnen aufbauen, was wohl eher daran lag, weil einfach die erschreckende Geschichte des Krieges so präsent war und alles andere überschattet hat. Mein Fazit Ein bewegendes Buch. Ein Stück Zeitgeschichte mit erschreckenden Szenarien. Ein Buch welches zum nachdenken anregt. Ich kann das Buch jedem der vor dieser Thematik nicht abgeneigt ist empfehlen. Von mir gibt es vier von fünf Sternen, weil ich fand, die Charaktere kamen zu kurz. Dennoch ein wirklich gutes Buch.

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    • 3
  • Wunderschön, emotional, packend und informativ ;)

    Im dunklen Licht der Tage

    duceda

    10. August 2014 um 19:48

    Klappentext: Die Liebe in Zeiten des Krieges: ein wunderbarer Sehnsuchtsroman. Die 17-jährige Felix meldet sich freiwillig als Krankenschwester im spanischen Bürgerkrieg und hofft, dort Nat wieder zu treffen, der für die Internationalen Brigaden kämpft und in den sie sich zu Hause in London Hals über Kopf verliebt hat. Doch da ist auch noch George, den sie schon seit Ewigkeiten kennt und der schon fast genauso lang in sie verliebt ist. George macht sich aus Sorge um Felix ebenfalls auf den Weg nach Spanien. Meine Meinung: Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die mich zutiefst berührt, bewegt und beim Lesen glücklich gemacht hat. Ein packender Roman, der auf einer wahnsinnigen Kulisse spielt, im spanischen Bürgerkrieg. Das Cover finde ich sehr schön, es ist schlicht und in hellen Farben gehalten, zwar nicht sonderlich auffallend, aber trotzdem ansprechend. Es hat irgendwie eine düstere Stimmung, aber im Vordergrund sieht man Schatten, die sich liebevoll umarmen, die also diese Stimmung in eine schöne Verwandeln und somit auch das Buch beschreiben. Der Titel ist zauberhaft und macht neugierig auf eine schöne, freudige Geschichte, die allerdings auch ihre Schattenseiten hat - Wieder eine sehr treffende Beschreibung für den Roman. Der Schreibstil war wundervoll, er hat mich verzaubert und in den Bann dieser wundervollen Geschichte entführt, ich konnte das Buch beim besten Willen nicht mehr aus der Hand legen, so fasziniert war ich davon... Die Autorin hat nur mit ihren Worten vor meinen Augen eine Welt entstehen lassen, die traumhaft schön und grausam und brutal war. Ich habe mich selbst mitten im Geschehen befunden, die Figuren haben mitten in mein Herz gesprochen und der Bann dieses Buches hat mich auch jetzt noch nicht losgelassen. Es ist einfach großartig. Die Charaktere sind so lebendig und tiefsinnig, dass ich mich immer wieder sehr gut in sie hineinversetzen konnte, außerdem waren sie total sympathisch, so dass ich sie einfach in mein Herz schließen musste. Ich hab das Buch nur so heruntergeschlungen und mit Felix gebangt, gezweifelt, getrauert, geliebt, gehofft und alles andere. Das Thema war sehr spannend und trotz  der ganzen Liebesgeschichte war das Buch überaus informativ und ich habe so einiges davon mitgenommen. Der spanische Bürgerkrieg ist nichts, das sonderlich oft in Büchern angesprochen wird, schon gar nicht in Jugendliteratur, aber trotzdem ist daraus ein fesselnder Roman entstanden, den ich in keinster Weise bereue, gelesen zu haben. Die Thematik war schön in den anderen Handlungen verschachtelt, mir wurde es nie langweilig, weiterzulesen und der Plot wurde am Ende sehr zufriedenstellend aufgelöst. Ich fand die Geschichte wundervoll, emotional, vielschichtig und grandios. Ein packendes Jugendbuch, das aber sicher auch für Erwachsene geeignet ist, eine klare Leseempfehlung, wunderschön!  

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  • Junge Liebe im Spanischen Bürgerkrieg

    Im dunklen Licht der Tage

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2014 um 15:09

    London, 1936: Die junge Felicita, genannt Felix, gerät auf ihrem Heimweg in eine Demonstration von Kommunisten gegen den Aufmarsch von Faschisten. Ein junger Mann wird dabei verletzt und als Krankenschwester in der Ausbildung kümmert sich Felix um ihn. Nat Kaplan heißt er und sofort funkt es zwischen den Beiden. Einen Wehmutstropfen gibt es jedoch: Nat will bald als Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten kämpfen. Als Felix mit ihrem Bruder Neville und dessen Freund George nach Paris reisen, beschließt sie, zu fliehen und ebenfalls als Freiwillige nach Spanien zu gehen... Der Spanische Bürgerkrieg, der im Geschichtsunterricht eher vernachlässigt wird, wird hier sehr gelungen beschrieben, ebenso, was der Krieg mit den Menschen macht, ist sehr überzeugend dargestellt. Was leider nicht so gelungen ist, meiner Meinung nach, das eigentliche Hauptthema, die Liebesgeschichte zwischen Felix und Nat. Irgendwie wirkt es für mich nicht überzeugend genug, dass man einem Mann, den man nur ein paar Mal gesehen hat und eigentlich überhaupt nicht kennt, gleich in einen Krieg folgt. Ebenso, dass man sich später wegen eines Ereignisses plötzlich umentscheidet, dann wieder doch nicht etc. . Vielleicht ist das das Problem der Zielgruppe, zu der ich nicht gehöre, dass ich diese Gedankengänge nicht nachvollziehen kann und dass mir diese ganze Liebessache doch sehr oberflächlich erscheint. Der Erzählstil ist sehr sachlich gehalten, dabei auch erstaunlich unaufgeregt, wenn man das Thema bedenkt. Leider lässt er den Leser nicht richtig an die Figuren heran, so dass man die Position des Zuschauers einnimmt und das Innere der Figuren nur ganz selten mal erahnen kann. Das hat mir leider nicht gefallen. Ansonsten ist das Buch aber gut und angenehm zu lesen. Das Thema Spanischer Bürgerkrieg wurde gut dargestellt und die Liebegeschichte ist ingesamt ganz okay, wenn auch nun nicht weltbewegend. Ich empfehle eine Leseprobe durchzulesen, ob einem der Erzählstil passt und wenn man zur Zielgruppe gehört, ist bestimmt auch die Liebesgeschichte schön zu lesen. :-)

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  • Drei junge Leute im spanischen Bürgerkrieg

    Im dunklen Licht der Tage

    flower

    10. August 2014 um 09:03

    Zum Inhalt: 1936 herrscht Bürgerkrieg in Spanien. Viele Europäer und Amerikaner melden sich freiwillig, um der spanischen Regierung gegen die Faschisten beizustehen. Auch Nat Zieht von England aus in diesen Krieg. Kurz vorher lernt er die Krankenschwester Felix kennen und diese entbrennt in Liebe für ihn und entflieht ihrem alten Leben kurzentschlossen, um ihm hinterher zu reisen. Zurück lässt sie auch ihr Jugendfreund George, der ihr eigentlich einen Heiratsantrag machen wollte. Während Nat eine kurzes Training für den Einsatz erhält und George als Reporter über den Bürgerkrieg ins heimatliche England berichtet, arbeitet Felix als Krankenschwester und kommt bald selbst mit dem Krieg in Berührung. Für wen wird sie sich entscheiden? Wer wird den Krieg überleben?   Meine Meinung: Für ein Jugendbuch eine brisante und ungewöhnliche Handlungsebene. Der spanische Bürgerkrieg ist doch den meisten nicht oder nicht mehr präsent und spielt eigentlich in unserem Verständnis geschichtlicher Ereignisse eine untergeordnete Rolle. Er soll wohl auch nur als Beispiel herhalten für kriegerische Auseinandersetzungen im Allgemeinen. Man erfährt einiges über das damalige Kriegsgeschehen und dabei kommt Tod und Blut ebenso vor wie Treue, Angst, Rache und Vergeltung. Die Grausamkeiten jedes Krieges fanden natürlich auch in diesem statt. Die Beteiligten erleben die Aufregung des Neuen und Unbekannten, die Grauen des Mordens und des Sterbens, die Zeit der Hoffnung und der Verzweiflung. Es gibt kein schwarz oder weiß mehr, alles wird grau und die Grenzen zwischen Freund und Feind verwischen. Der Roman ist sehr ambitioniert und eigentlich angenehm und leicht zu lesen. Die Sprache wird zurückgenommen eingesetzt und trotz der dramatischen Geschehenisse ist das Buch nicht allzu grausam oder blutig. Dennoch konnte es mich nicht vollkommen überzeugen. Dies lag wohl daran, dass mir die meisten der Akteure nicht wirklich nahe kamen. Ihre Handlungen waren teilweise nicht nachvollziehbar oder nur oberflächlich beschrieben und erklärt, was zu keiner Empathie bei mir führte. Weder konnte ich die heftigen Liebesgefühle von Nat und Felix nachvollziehen, noch ihre Entscheidungen, die teilweise flatterhaft oder unmotiviert wirkten. Während der Krieg voranschreitet und die Helden sich durchaus verändern, was man auch merkt, sind sie doch bis zum Schluss blass und farblos geblieben und nur George schien mir wahrhaftig und interessant. Das klingt jetzt ziemlich negativ. Aber dennoch habe ich das Buch schnell und problemlos gelesen, weil mir das Setting gefiel und ich durchaus die guten Ansätze und die Ambitionen des Buches herausgespürt habe. Wer sich für diesen Teil der Geschichte erwärmen kann und nicht vor der zwangsläufigen Dramatik zurückschreckt, kann durchaus ein Buch lesen, was sich durch sein Thema schon aus der Masse der Jugendliteratur heraushebt.  Dafür knapp vier Punkte – als Erwachsene würde ich nur drei geben, da ich zu diesem Thema leider immer „Wem die Stunde schlägt“ im Kopf hatte und das ist für mich natürlich unerreichbar.

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  • Rezension: "Im dunklen Licht der Tage" (L. Syson)

    Im dunklen Licht der Tage

    Anchesenamun

    09. August 2014 um 16:38

    Zum Inhalt: London, 1936: Die 17jährige, angehende Krankenschwester Felicity, genannt Felix, trifft auf einer Demo den jungen Kommunisten Nat. Sofort fühlen sich die beiden stark zueinander hingezogen, doch Nat bricht bald auf nach Spanien, wo er im spanischen Bürgerkrieg als Freiwilliger in der Internationalen Brigade gegen Franco und den Faschismus kämpfen will. Indes fährt Felix mit ihrem Bruder und dessen bestem Freund George nach Paris, wo Felix schnell befürchten muss, dass George, den sie als Freund schätzt, aber nicht liebt, ihr einen Antrag machen will. Hals über Kopf bricht Felix ebenfalls nach Spanien auf, um dort als Krankenschwester zu helfen. Immer in der Hoffnung, Nat wohlbehalten wiederzusehen, wird sie mit unbeschreiblichem Leid konfrontiert. Und auch Nat werden die tragischen Konsequenzen seines Entschlusses, an der Seite der Rebellen zu kämpfen, bald schmerzlich bewusst. Derweil macht sich auch George auf den Weg nach Spanien, um Felix zu suchen. Meine Meinung: Mit "Im dunklen Licht der Tage" hat sich die Autorin Lydia Syson einem Thema gewidmet, das mir persönlich kaum im Bewusstsein war: Der spanische Bürgerkrieg, der von 1936 bis 1939 wütete und -zig Tausende von Opfern forderte. Auf Grund des 2. Weltkrieges wird dieses Kapitel der spanischen Geschichte an deutschen Schulen kaum behandelt, zumindest kann ich mich an kein einziges Detail erinnern, und so ist dieses Buch auch eine Art Geschichtsstunde für mich gewesen. Die Geschichte spielt von Oktober 1936 bis April 1939 und wird abwechselnd aus Felix', Nats und Georges Sicht geschildert, die sich meist in unterschiedlichen Teilen Spaniens aufhalten, deren Wege sich aber ab und zu kreuzen. Dazwischen gibt es kurze Einschübe, die auf ein tragisches Erlebnis zwischen Felix und Nat hindeuten, das später aufgelöst wird. Zur jungen Felix konnte ich leider keine richtige Beziehung aufbauen. Ich kann nicht sagen, dass sie mir unsympathisch war, aber ich konnte ihr Verhalten öfter nicht nachvollziehen, z. B. ihre spontane Flucht nach Spanien, die mir irgendwie eher als Trotzreaktion auf den befürchteten Antrag vorkam denn als politisch motivierte Handlung. Auch wenn Felix sich vor Ort als Krankenschwester bis über ihre Grenzen hinaus verausgabt, so gibt es doch Momente, in denen ich denke, sie betrachtet den Krieg trotz all der von ihr erlebten Gräuel als Abenteuer. Nat ist mir da schon um einiges sympathischer, seine politische Gesinnung kann man nachvollziehen. Jedoch konnte ich bis zum Schluss die ach so großen Gefühle zwischen Felix und Nat nicht nachempfinden, und dieses Liebesgesäusel kam mir immer etwas überzogen vor. Meine Lieblingsfigur war George, der sich wegen Felix, die ihn eigentlich nicht liebt, in Lebensgefahr bringt und sich vom eher oberflächlichen Sportjournalisten zum engagierten Kriegshelfer entwickelt. Ich habe ihm am meisten ein Happy End gewünscht. Wenngleich mir das Ende dann nicht wirklich gefallen hat, war es doch zumindest realistisch, und der Epilog in London angemessen unaufgeregt. Ein richtiges Happy End für alle Beteiligten hätte auch einfach nicht gepasst. Der Schreibstil ist trotz all der aufwühlenden Ereignisse eher ruhig, teilweise sogar nüchtern. Dieser Stil passt auch bei der schweren Thematik, denn selbst ohne blutige Details, die in einem gewissen Rahmen dennoch nicht ausbleiben können, kann der Leser sich die Gräuel selbst vor Augen führen. Ich musste mich erstmal ein bisschen hineinlesen, aber dann zog mich das Schicksal von Felix, Nat und George doch in seinen Bann, und ich konnte das Buch kaum noch zur Seite legen, wobei ich mir doch ab und an eine Pause gönnen musste, da die Thematik doch sehr ernst und schwer verdaulich ist. Regelmäßig findet sich eine Spanien-Karte, auf der gezeigt wird, welche Teile des Landes bereits von den Faschisten eingenommen wurden. Teilweise hatte ich Probleme damit, da manchmal die Unterschiede zwischen den einzelnen Karten sehr gering waren. Weniger Karten in einem größeren zeitlichen Abstand hätten es wohl auch getan. Im historischen Nachwort, das durch einen chronologischen Überblick über den Bürgerkrieg ergänzt wird, erfährt man dann noch die geschichtlichen Hintergründe zum Buch. Man kann sich diese natürlich auch vorher schon durchlesen, es beeinträchtigt meiner Meinung nach die Handlung nicht, wenn man bereits weiß, wie welche Schlacht ausgegangen ist. Die Autorin hat auf jeden Fall gute Recherchearbeit geleistet. Alles in Allem schafft es Lydia Syson, die Gräuel des Krieges ohne allzu blutige Details realisistisch wiederzugeben und im Leser eine gewisse Beklemmung auszulösen. Hier konnte mich die Autorin durchaus abholen, und auch die Motivation der jungen Menschen, die sich freiwillig in einen Krieg stürzten, der fernab ihrer eigenen Heimat stattfand, konnte ich nachvollziehen. Aber bei den Emotionen zwischen den Protagonisten fehlte mir dann doch etwas. Vielleicht lag es daran, dass der Bürgerkrieg doch irgendwie mehr im Vordergrund stand als die Liebesgeschichte selbst. Auch waren mir hier und da ein paar zu viele Zufälle im Spiel. Natürlich ist es für die Handlung unabdingbar, dass sich die Hauptfiguren ab und zu über den Weg laufen, aber manchmal war das doch alles zu gewollt. Wieso die Kapitel 36-44 plötzlich im Präsens geschrieben wurden, das restliche Buch aber davor und danach in der Vergangenheitsform, erschließt sich mir leider auch nicht. "Im dunklen Licht der Tage" ist eine tragische, realistische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund eines grausamen und leider genau so stattgefundenen Krieges. Auch nachdem man das Buch beendet hat, bleibt es noch lange im Gedächtnis und lässt nachdenklich und erschüttert zurück.

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