Lyman Frank Baum

 4.2 Sterne bei 362 Bewertungen
Autor von Der Zauberer von Oz, The Wonderful Wizard of Oz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lyman Frank Baum

Lyman Frank Baum wurde 1856 in Chittenago (New York) als Sohn eines deutschstämmigen Geschäftsmannes geboren. Beruflich war er in vielen verschiedenen Geschäftsfeldern tätig, bevor er sich der Schriftstellerei widmete. So versuchte er sich u.a. als Geschäftsmann in der Ölbranche, als Geflügelfarmer, als Theaterschauspieler, Journalist und Zeitungsherausgeber. Wirklich erfolgreich war er allerdings in keinem dieser Berufe. Mit seinem Buch „Der Zauberer von Oz“ erreichte der Vater von vier Kindern 1900 schließlich den Durchbruch. Lyman Frank Baum starb 1919 in Los Angeles.

Alle Bücher von Lyman Frank Baum

Sortieren:
Buchformat:

Neue Rezensionen zu Lyman Frank Baum

Neu

Rezension zu "Der Zauberer von Oz - The Wizard of Oz" von Lyman Frank Baum

"Der Zauberer von Oz" von Lyman Frank Baum
marchmitchievor 10 Tagen

Lyman Frank Baums „Der Zauberer von Oz“ habe ich mir als Reiselektüre zugelegt in der Hoffnung, dass es mich für einen Roadtrip abholt, wie Dorothy ihn mit ihren Gefährten auf dem gelben Ziegelsteinweg in die Smaragdstadt zum namensgebenden Zauberer von Oz, erlebt. Dieser soll Dorothy und ihren Hund Toto zurück in die Heimat zur Tante und zum Onkel nach Kansas schicken, von wo sie aus, aufgrund eines Wirbelsturms mitsamt ihrem Haus, nach Oz geweht wurde. Ihre Begleiter sind der Feige Löwe, der sich Mut, die Vogelscheuche, die sich Verstand und der Blechmann, der sich ein Herz wünscht.

Anders als die US-Amerikaner, die mit der Geschichte genauso gut vertraut und aufgewachsen sind wie wir Deutschen mit „Rotkäppchen“ und „Hänsel und Gretel“, kannte ich das Märchen nur durch Mundpropaganda und durch die Disney-Verfilmung „Die fantastische Welt von Oz“, mit James Franco in der Hauptrolle. Dem wollte ich ein Ende setzen, indem ich mich selbst vom Original und seinem Erfolg überzeugen wollte.

Leider war ich sehr enttäuscht worden, denn ich hatte beim Lesen immer den Vergleich zu „Alice im Wunderland“ gezogen. Dorothy stand schon seit Veröffentlichung ihrer Geschichte im Schatten von Alice. Zurecht, wie ich finde. „Alice im Wunderland“ ist und bleibt für mich ein wahres Meisterwerk, eine viktorianische Gesellschaftskritik getarnt als surrealistische Kindergeschichte, mit biographischen Elementen Carrolls und mit heute immer noch anhaltenden Einflüssen in Videospiel, Film und Medizin (Stichwort Alice-im-Wunderland-Syndrom). „Der Zauberer von Oz“ hingegen kam mir niveaulos, platt und schlecht geschrieben vor, mit ständigen Wiederholungen und mit widersprüchlich handelnden und unsympathischen Figuren, die im Laufe der Geschichte keine Verwandlung durchlaufen. Pädagogisch und moralisch wertlos.

Die Geschichte zu schreiben begonnen hatte Baum, weil ihm das seine Tante nahegelegt hat und weil sie fest davon überzeugt war, dass er genauso erfolgreich sein würde wie Lewis Carroll und seine „Alice im Wunderland“. Ich glaube eher, dass es der klägliche Versuch Baums war, als Schriftsteller erfolgreich zu sein, nachdem er als Hühnerfarmer, Herausgeber von Zeitungen und Zeitschriften, Leiter eines Warenhauses und nicht zuletzt als Besitzer eines Theaters gescheitert war. Aber das ist nur meine subjektive Meinung.

An der deutsch-englischen Ausgabe vom Anaconda Verlag haben mir die, damals revolutionären, farbigen Illustrationen von William Wallace Denslow gefehlt, die maßgeblich am Erfolg von „Der Zauberer von Oz“ beigetragen haben. Mit denen wäre meine Bewertung womöglich besser ausgefallen. Einen Stern gibt es immerhin für die Grundideen (Hexen der Himmelsrichtungen, Hammerköpfe, geflügelte Affen, Porzellanstadt, etc.).

Übrigens: Die bekannten roten Schuhe, von denen immer alle sprechen, wenn von Oz die Rede ist, kommen im Buch überhaupt nicht vor. Die sind bloß Teil der Film-Adaption aus dem Jahre 1939. Zuletzt möchte ich dazu aufrufen, das Original in die Hand zu nehmen, sowohl von Alice als auch von Oz und überhaupt von allen Klassikern und sich nicht allein auf die Disney- oder Tim Burton-Verfilmungen zu verlassen, die allesamt, wenn nicht schlecht konzipiert, aber subjektiv sind und das eigentliche Potential verschenken und verharmlosen.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Der Zauberer von Oz (Neuübersetzung) (Anaconda Kinderbuchklassiker)" von Lyman Frank Baum

Tolle Geschichte!
Andersleservor einem Monat

Der Zauberer von Oz, gefühlt jeder hat diesen Namen schon mal gehört, ich natürlich auch. Aber ich kannte tatsächlich nie die Geschichte dahinter. Ich wusste aus anderen bekannten Büchern, dass Dorothy und Toto bestandteil der Geschichte sind. Durch den Titel lag natürlich auch die Vermutung nahe, dass es einen Zauberer gibt. Was aber wohl jeder weiß, es gibt dort Hexen - und die kommen nicht immer gut weg!


Nachdem ich die neueste Filmversion sah und die Anaconda Kinderbuchklassiker anfing zu sammeln, war schnell klar, dass ich auch diese Geschichte endlich lesen will und ich wurde nicht enttäuscht. Ich finde die Geschichte amüsant, es gefiel mir einfach gut. 

Natürlich ist es etwas anders, als andere Bücher die man so kennt. Der Schreibstil, die Geschichte an sich, die Charaktere - es ist durchaus irgendwie anders, aber es ist einfach eine wirklich tolle Welt, eine tolle Idee und es vermittelt auch noch eine Botschaft über Mut, Herz und Verstand.

Insgesamt ein tolles Buch, mit einem netten und witzigen Abenteuer und tollen vereinzelten Illustrationen, von denen ich mir sogar noch etwas mehr gewünscht hätte.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Der Zauberer von Oz" von Lyman Frank Baum

Wunderbar
Eldorininasbooksvor 2 Monaten

Ich denke, fast jeder hat schon mal etwas von dieser Geschichte gehört. Nachdem ich "Der Zauberer von Oz" aber bereits seit meiner Kindheit nur aus Erzählungen und dem Fernsehen kenne, habe ich mich nun dazu entschlossen, endlich das Buch zu lesen.

Man begleitet Dorothy, die durch einen Wirbelsturm weit von Zuhause fort getragen wurde, bei der Suche nach Oz, welcher ihr helfen soll, wieder nach Hause zu kommen. Auf dem Weg trifft man u.a. auf eine Vogelscheuche, welche sich nichts sehnlicher wünscht, als Verstand. Außerdem lernt man einen Blechmann kennen, der unbedingt wieder ein Herz haben möchte und man trifft auf den Löwen, der gerne mutiger wäre.

Die Geschichte um diese Figuren ist wirklich süß geschrieben und konnte mich begeistern, obwohl ich wusste, wie es ungefähr weiter geht. Die Protagonisten haben alle ihren Platz und können einem so alle ans Herz wachsen. Sie reagieren einfach total herzlich und ihre Naivität sich selbst gegenüber ließ mich so manches Mal schmunzeln. Stellenweise waren die Handlungsstränge zwar etwas sehr zufällig und es gab ganz minimale Logiklücken, aber das hat nicht sonderlich gestört.

In der Ausgabe vom Anaconda Verlag gibt es zusätzlich zum Text auch ein paar Zeichnungen, die die Geschichte noch ein bisschen anschaulicher machen. Diese Zeichnungen hätten allerdings ruhig ein bisschen mehr vorkommen können.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, auch wenn man die Geschichte schon kennt. 4 1/2 Sterne gibt es von mir

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Lyman Frank Baum wurde am 14. Mai 1856 in Chittenango, New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 595 Bibliotheken

auf 50 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks