Lynda Mullaly Hunt

 4,5 Sterne bei 68 Bewertungen

Lebenslauf von Lynda Mullaly Hunt

Lynda Mullaly Hunt wuchs als jüngste von fünf Geschwistern auf. Sie arbeitete als Lehrerin, bis sie beschloss, das zum Beruf zu machen, was ihr am meisten am Herzen liegt: Lesen, Geschichten erzählen und Kinder. Ihr erstes Kinderbuch »Ich hab mich nie so leicht gefühlt« schaffte es auf Anhieb auf mehrere Bestenlisten, ihr zweiter Roman »Wie ein Fisch im Baum« landete auf der New York Times-Bestsellerliste. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden auf Cape Cod.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lynda Mullaly Hunt

Cover des Buches Wie ein Fisch im Baum (ISBN: 9783570312421)

Wie ein Fisch im Baum

 (45)
Erschienen am 12.11.2018
Cover des Buches Ich hab mich nie so leicht gefühlt (ISBN: 9783570164082)

Ich hab mich nie so leicht gefühlt

 (17)
Erschienen am 21.09.2015
Cover des Buches Wie man den Wind aufhält (ISBN: 9783570314593)

Wie man den Wind aufhält

 (6)
Erscheint am 08.02.2022
Cover des Buches Fish in a Tree (ISBN: 9780399162596)

Fish in a Tree

 (0)
Erschienen am 05.02.2015
Cover des Buches One for the Murphys (ISBN: 9780399256158)

One for the Murphys

 (0)
Erschienen am 10.05.2012

Neue Rezensionen zu Lynda Mullaly Hunt

Cover des Buches Wie man den Wind aufhält (ISBN: 9783570165843)tinis_buecherwelt_und_mehrs avatar

Rezension zu "Wie man den Wind aufhält" von Lynda Mullaly Hunt

Ein gefühlvolles Abenteuer
tinis_buecherwelt_und_mehrvor 9 Monaten

Manchmal begegnet man durch Zufall einem Buch, welches auf den ersten Blick zwar wunderschön aussieht, aber bei welchem man sich nicht vorstellen kann, was für eine Geschichte uns Leser auf den einzelnen Seiten begegnen wird. So wusste ich auch hier nicht, ob es eher eine ernstere Geschichte werden wird oder etwas Lockeres für Zwischendurch. Und auch jetzt, nachdem ich es beendet habe, kann ich noch nicht wirklich sagen, wo ich es zuordnen würde.


Wir begleiten Delsie, ein junges Mädchen, welches bei ihrer Großmutter in Cape Cod lebt, nachdem ihre Mutter sie eines Tages dort zurückließ. Es sind Sommerferien und wie jedes Jahr freute sich Delsie darauf diese mit ihrer Freundin Brandy zu verbringen, die den Sommer mit ihren Eltern immer dort verbringt. Doch Brandy ist nicht mehr die Gleiche und mit ihrer neuen Freundin Tressa kommt Delsie so gar nicht klar - fühlt sich ausgegrenzt und wird gemobbt. In Ronan, der erst kürzlich zu seinem Vater zog, findet sie einen neuen Freund und lernt, auf wen sie sich im Leben scheinbar wirklich verlassen kann.


Delsie ist ein fröhliches und glückliches junges Mädchen, was das Leben lebt und jeden Tag so nimmt, wie er eben kommt. Doch als ihre Freundin Annie sie für ein Theaterstück fragt, wie es ist eine "Waise" zu sein, fängt sie an zu grübeln und versucht immer mehr herauszufinden, was damals geschehen ist und warum sie denn eigentlich bei ihrer Großmutter lebt. Im Verlauf der Geschichte fängt sie immer öfter an zu zweifeln und hinterfragt alles, was um sie herum geschieht. Doch sie merkt auch, trotzdem ihr ihre Mutter fehlt, dass sie genug Leute um sich hat, die sie so lieben wie sie ist. Menschen, die ohne mit der Wimper zu zucken, alles stehen und liegen lassen würden, um Delsie zu helfen.


Diese Geschichte behandelt viele wichtige Themen, ernste Themen wie Mobbing, Ausgrenzung - auch wie es ist seine Eltern zu verlieren, als "Waise" aufzuwachsen. Es handelt von Freundschaft, von Verlust und Vertrauen und ist auf eine lockere Art und Weise erzählt, dass man einfach nur durch die Seiten rast und sich Delsie immer mehr verbunden fühlt. Es ist toll Delsie und Ronan dabei zuzusehen, wie sie gemeinsam die Höhen und Tiefen des Lebens meistern und trotz unterschiedlicher Ansichten eine gemeinsame Lösung finden und immer zusammen halten. Auch wenn es an manchen Stellen sehr bedrückend sein konnte und sich die Tränchen nicht immer zurückhalten ließen, gab es auch viele Momente, in denen ich mich für Delsie freuen konnte und in welchen ich ein Lächeln auf den Lippen hatte.


Es ist ein wundervolles Buch, an welchem ich wirklich nichts aussetzen kann. Auch wenn es vielleicht kein Highlight ist und das wirklich große Drama ausbleibt, die Geschichte einen angenehmen Verlauf hat und nicht wir andere Bücher des Genres einen sich groß aufbauenden Spannungsbogen hat, ist es dennoch ein Buch, welches mich überzeugen konnte. Ein Buch, welches ich unglaublich gern gelesen habe und welches mich dazu bringt mir auch weitere Geschichten der Autorin anzuschauen. Es ist kein Buch für Zwischendurch, es ist ein Buch, für welches man sich Zeit nehmen sollte, aber welches dennoch locker erzählt ist. Ein Buch, welches gelesen werden sollte, denn es lohnt sich schon allein dafür, Delsie auf ihrem Weg zu begleiten.

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Cover des Buches Wie man den Wind aufhält (ISBN: 9783570165843)CorniHolmess avatar

Rezension zu "Wie man den Wind aufhält" von Lynda Mullaly Hunt

Berührend, einfühlsam, zeitlos und klug! Ein wundervolles Buch!
CorniHolmesvor 10 Monaten

Als ich das erste Mal von „Wie man den Wind aufhält“ hörte, wusste ich einfach sofort, dass ich das Buch lesen muss. Der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb und von dem Cover fühlte mich auf den ersten Blick wie magisch angezogen. Ich zögerte also keine Sekunde lang und ließ den neuen Roman von Lynda Mullaly Hunt nur zu gerne bei mir einziehen.

Delsie lebt bei ihrer Großmutter auf Cape Cod. Seit dem Tod des Großvaters ist ihre Grammy alles, was Delsie an Familie noch hat. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und ihre Mutter ist kurz nach ihrer Geburt verschwunden. Als sie eines Tages von ihrer Freundin Annie gefragt wird, wie es ist eine „Waise“ zu sein, gerät Delsie ins Grübeln. Sie beginnt sich zu fragen: Wer waren ihre Eltern eigentlich? Warum hat ihre Mutter sie damals verlassen? Wer ist ihre wahre Familie?
Neben diesen Fragen beschäftigt Delsie gerade noch eine andere Sache: Ihre Freundin Brandy, die den Sommer immer auf Cape Cod verbringt, hat sich irgendwie verändert. Sie hängt nur noch mit der doofen Tressa rum, die sie vollkommen für sich beansprucht und sogar damit beginnt, Delsie zu mobben. Und Brandy schaut nur zu und unternimmt nichts gegen die Hänseleien. Ist Brandy überhaupt noch ihre Freundin?
Zum Glück gibt es Ronan – ein Junge, der vor kurzem neu in die Gegend gezogen ist und der ebenfalls keine leichte Familiengeschichte mit sich herumträgt. Delsie freundet sich schnell mit ihm an und gemeinsam beginnen sie Cape Cod zu erkunden. Zusammen werden sie herausfinden, was Familie und Freundschaft bedeutet, sie werden die Unterschiede zwischen Wütend – und Traurigsein lernen und erkennen wie wichtig es ist, das Leben so anzunehmen wie es ist, mit all seinen verschiedenen Farben.

Dies war mein erstes Werk aus der Feder von Lynda Mullaly Hunt und es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein! Ich habe eh schon seit einer ganzen Weile sehr mit ihren Büchern geliebäugelt (»Ich hab mich nie so leicht gefühlt« und »Wie ein Fisch im Baum«) und da ich nun von ihrem neuen Buch so begeistert bin, muss ich mir die anderen beiden Titel, die vor „Wie man den Wind aufhält“ im cbj Verlag erschienen sind, unbedingt noch zulegen. Da ist meine Neugierde jetzt nur noch größer geworden.

In meinen Augen hat Lynda Mullaly Hunt mit „Wie man den Wind aufhält“ einen wunderschönen Roman für Leser*innen ab 11 Jahren geschrieben, in welchem sie auf eine sehr sanfte und warmherzige Weise die tiefgehenden Themen Wut, Trauer, Selbstfindung, Vertrauen, Familie und Freundschaft behandelt. Die Geschichte steckt voller Feingefühl und Emotionen und erwärmt einem so richtig das Herz. Sie regt sehr zum Nachdenken an und wühlt auf, zugleich zaubert sie einem aber auch öfters ein breites Lächeln auf die Lippen. Sie verdeutlicht, wie wichtig es ist, das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen anzunehmen und sich selbst immer treu zu bleiben. Zudem führt sie sehr schön vor Augen, dass die Wahrnehmungen von uns Menschen sehr verschieden sein können. Auch wenn wir Dasselbe betrachten, können wir unterschiedliche Dinge sehen. In dem Buch steckt echt viel und es enthält unglaublich tolle, bedeutsame Weisheiten. Also ich bin wirklich begeistert davon, was „Wie man den Wind aufhält“ alles vermittelt.

Ich wusste schon nach wenigen Seiten, dass ich mal wieder einen absoluten Glückstreffer gelandet habe. Den Schreibstil mochte ich auf Anhieb total gerne – für mich hat er sich hervorragend lesen lassen.

Das Setting konnte ebenfalls komplett bei mir punkten. Cape Cod als Schauplatz in Büchern hat mir schon immer wahnsinnig gut gefallen. Ich liebe einfach dieses besondere Insel- und Sommerfeeling, das diese Kulisse stets verströmt. „Wie man den Wind aufhält“ bildet da natürlich keine Ausnahme. Die bildhaften Beschreibungen haben in mir ein richtiges Fernweh ausgelöst und in der Siedlung, in der Delsie mit ihrer Großmuttern lebt, habe ich mich von Beginn an pudelwohl gefühlt. Die Gemeinschaft in diesem Ort wird zauberhaft beschrieben – man verspürt irgendwie sofort den Wunsch, ein Teil von ihr zu werden.

Auch die Figuren fand ich wunderbar, allen voran unsere Ich-Erzählerin Delsie. Delsie ist so eine Protagonistin, wie ich sie in Büchern besonders gerne mag: Außergewöhnlich, witzig, aufgeweckt und liebenswert. Delsie liebt Unwetter und Stürme und von Schuhen hält sie nicht viel; meistens trifft man das Mädchen im Sommer mit bloßen (und schmutzigen) Füßen an. Delsie ist einfach einzigartig; man kann als Leser*in gar nicht anders als dieses besondere Mädchen sofort ins Herz zu schließen und für ihre Stärke sehr zu bewundern. Unsere Buchheldin wird im Verlauf der Geschichte eine fabelhafte Entwicklung durchmachen. Sie wird erfahren, was wahre Freundschaft ausmacht, sie wird an Mut und Selbstsicherheit gewinnen und lernen mit ihren Gefühlen umzugehen.

Unter den Nebencharakteren waren mir nun nicht alle Personen sympathisch, was aber natürlich auch so sein sollte. Die blöde Tressa wird ganz bestimmt kein Leser*in mögen. Ich habe mich die meiste Zeit über tierisch über sie aufgeregt, weil sie sich so fies zwischen Delsie und Brandy drängt. Da ich so etwas leider selbst in meiner Kindheit erleben musste, habe ich unendlich mit Delsie mitgelitten und konnte ihre Wut und Enttäuschung nur zu gut verstehen.
Brandy, muss ich sagen, war auch keine Sympathieträgerin für mich. Sie ist eindeutig keine gute Freundin.
Zum Glück wird Delsie dem Jungen Ronan begegnen. Ronan hat mein Herz ebenfalls im Sturm erobert. Wie er und Delsie sich anfreunden, wird herzerwärmend schön und gefühlvoll beschrieben.
Sehr liebgewonnen habe ich auch Delsies Großmutter. Ihre resolute, zugleich aber auch sehr herzliche Art muss man einfach lieben.

Mich hat die Geschichte emotional sehr berührt; ich habe durchweg mit Delsie mitgefühlt und mitgefiebert und eine unvergessliche Zeit mit ihr und den weiteren Charakteren verbracht. Ich kann euch „Wie man den Wind aufhält“ wirklich nur ans Herz legen!

Fazit: Einfühlsam, berührend, zeitlos und klug – ein wundervolles Buch über Verlust, Freundschaft, Familie und noch vielem mehr! Lynda Mullaly Hunt hat mir mit „Wie man den Wind aufhält“ ein wahres Lesehighlight beschert. Ich mochte die Charaktere und das Setting unheimlich gerne, Delsie fand ich einfach nur großartig und von der feinfühligen Art und Weise wie die US-amerikanische Autorin viele wichtige und teils schwere Themen behandelt, bin ich hellauf begeistert. Ein wirklich ganz tolles Buch, das einen bewegt, mitreißt, öfters breit schmunzeln lässt, sehr nachdenklich stimmt und viele schöne Weisheiten vermittelt. Von mir gibt es sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Cover des Buches Wie man den Wind aufhält (ISBN: 9783570165843)_Buchseeles avatar

Rezension zu "Wie man den Wind aufhält" von Lynda Mullaly Hunt

Etwas für jüngere Leser...
_Buchseelevor einem Jahr

Dies ist ein Buch, wo man weder vom Cover noch vom Klappentext wirklich eine Ahnung erhält, wo die Reise hingeht. Deshalb war ich natürlich umso gespannt, welche Geschichte letztendlich von der Autorin erzählt wird. Im generellen kann ich sagen, dass dieses Buch ein sehr ernstes Thema bespricht. 

Im Allgemeinen kam ich sehr gut mit dem Schreibstil der Autorin klar, obwohl es ein paar Seiten zur Eingewöhnung benötigt hatte. Wohin gegen ich jedoch aber gar nicht warm wurde, war mit der Protagonistin Delsie. Leider viel es mir sehr schwer ihren Gedankensträngen, ihren Entscheidungen und Taten zu folgen und dies auch nachzuvollziehen. 

Dass ich die Entscheidungen und Herangehensweisen der Protagonistin nicht wirklich nachvollziehen konnte, schulde ich dem, dass ich wohl einfach schon zu alt für das Buch bin. Es ist zwar keineswegs uninteressant für ältere Leser, aber auch nicht so ergreifend und mitreißend, wie man es vielleicht im Jugendalter erlebt. 

Fazit: 

Dieses Buch würde ich wirklich eher jüngeren Lesern empfehlen, welche aber auch mit einer eher härteren Thematik umgehen können. 

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