Lynda Mullaly Hunt Ich hab mich nie so leicht gefühlt

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Inhaltsangabe zu „Ich hab mich nie so leicht gefühlt“ von Lynda Mullaly Hunt

Wer braucht schon Familie?

Von einem Tag auf den anderen landet Carley in einer Pflegefamilie. Ihr gewalttätiger Stiefvater sitzt hinter Gittern und ihre Mutter liegt im Krankenhaus. Carley verschanzt sich hinter einer Mauer aus sarkastischem Humor und derben Sprüchen. Sie fühlt sich fremd in der perfekten Bilderbuch-Familie der Murphys. Doch mit viel Geduld und Liebe zeigen die Murphys ihr, was es heißt, sich in einer Familie geborgen zu fühlen. Und irgendwann gibt Carley ihren Widerstand auf. Eine ganz neue Zukunft tut sich vor ihr auf. Aber dann will ihre Mutter sie zurück und Carley muss sich entscheiden ...

Wunderschön & berührend! <3 Sehr authentisch. Charaktere, die einen ganz fest an Herz wachsen! <3

— TraumTante

Auf jeden Fall ein Jahreshighlight 2016 ! Emotional und packend.

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Eine Geschichte über die Kunst uneingeschränkt (Nächsten)Liebe zu geben, sowie über Verlust, Freundschaft und Familiensinn.

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    Ich hab mich nie so leicht gefühlt

    Nightingale78

    29. October 2015 um 14:45

    Der Plot Nach einem Fall von häuslicher Gewalt, sitzt ihr gewalttätiger Stiefvater hinter Gittern und ihre Mutter liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die aufgewühlte 12-jährige Carley wird aufgrund dessen nach ihrem Krankenhausaufenthalt aus der gewohnten Umgebung gerissen und in eine Pflegefamilie gesteckt. Sie versteckt ihren Kummer hinter einer Mauer aus sarkastischem Humor und derben Sprüchen. Fremd fühlt Carley sich in der perfekten Bilderbuch-Familie Murphy. Doch mit viel Geduld und Liebe zeigen die Murphys ihr, was es heißt, sich in einer Familie geborgen zu fühlen. Und irgendwann gibt Carley ihren Widerstand auf. Sie beginnt zaghaft hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Aber dann will ihre Mutter sie zurück…   Meine Meinung Das Debüt von Lynda Mullaly Hunt hat schon lange vor Veröffentlichung mein Interesse geweckt. Ich wollte unbedingt mal etwas für die Mittelstufen-Zielgruppen lesen, was zudem realistisch angehaucht ist. Mit ICH HAB MICH NIE SO LEICHT GEFÜHLT wurde ich nicht nur fündig, sondern auch emotional sehr mitgerissen. Die amerikanische Autorin setzt zu Beginn der Geschichte die Protagonistin Carley und mich, den Leser, in ein Auto. Das Ziel? Eine Pflegefamilie für eine unbestimmte Zeit, denn das junge Mädchen hat Schlimmes erleben müssen. Carley ist ein Mädchen aus der unteren Mittelschicht, die ein Familienleben nicht kennt. Sie wirkt etwas abgebrühter und manches Mal reifer, weil ihre Mutter sie schon sehr früh zur Selbstständigkeit zwingt. Die Familie Murphy zu treffen ist für Carley äußerst aufwühlend. Liebevolle Gesten und Umarmungen, sowie offene Gespräche sind für Carley fremdes Terrain, denen sie aber bei der Familie Murphy mit voller Wucht ausgesetzt wird. Für mich war es traurig mitzuerleben, wie wenig Zuwendung das Mädchen von ihrer Mutter bisher bekommen hat. Als Einzelkind weiß sie zunächst auch gar nicht, wie sie sich den drei Jungs Michael Eric, Adam und Daniel gegenüber verhalten soll. Verständlicherweise ist sie nach kurzer Zeit vollkommen überfordert. Neue Familie, neue Umgebung, neue Schule. Sie will einfach nur weg. Doch zumindest bei Michael Eric und Adam muss sie sich keine Sorgen machen. Der Niedlichkeitsfaktor wird durch die beiden kleinen Jungs natürlich sehr hoch gesetzt. Man schmilzt einfach dahin, wenn die beiden Carley für ihre Spiele begeistern und auf Kuschelkurs gehen möchten. Auch Mrs. Murphy hat mein Herz erobert. Als dreifache Mutter und Ehefrau hat sie eigentlich schon genügend Trubel Zuhause. Doch der Entschluss ein Pflegekind aufzunehmen wird hartnäckig, aber vor allem mit ganz viel Herzenswärme und Verständnis umgesetzt. Carley ist vollkommen überrumpelt, wie fremde Menschen, denen sie zum ersten Mal begegnet, ihr so viel Zuneigung geben können. Die Autorin hat mit der Familie Murphy ganz wunderbare und besonders nahbare Figuren gezeichnet. Sie schildert die schicksalhaften Ereignisse sehr real und die Emotionen wirken immer nachvollziehbar. Man hat nach dem Lesen das Gefühl, zu wissen, was für ein Kampf Pflegekinder und die Familie wirklich innerlich ausfechten müssen. Auch hat die Autorin immer wieder eingestreut, dass die Protagonistin Glück mit den Murphys hatte und es auch ganz anders kommen kann. Sehr empfehlen möchte ich das Buch um die Murphys nicht nur der Zielgruppe, sondern auch Eltern und Lehrer. Es macht nachdenklich und geht unter die Haut.     Fazit Lynda Mullaly Hunts Debüt ist eine Geschichte über die Kunst uneingeschränkt (Nächsten)Liebe zu geben, Verlust, Freundschaft und Familiensinn. Mit ihrer Darstellung trifft die Autorin, durch die wunderbare Figurenzeichnungen und einem zugleich einfachen Schreibstil, immer den richtigen Ton. Am Ende wünscht man sich als Leser auch ein Teil der Murphys zu sein.  

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  • Sehr realitätsnah und mit viel Gefühl

    Ich hab mich nie so leicht gefühlt

    Natalie77

    08. October 2015 um 10:48

    Inhalt: Carley muss in eine Pflegefamilie. Von einem auf den anderen Tag wird sie heraus gerissen aus ihrem gewohnten Leben und kommt in die heile Welt der Pflegefamilie. Zunächst ist sie davon gar nicht begeistert und wehrt sich mit derben Sprüchen und einer errichteten Mauer. Doch die Familie tut alles um es ihr so angenehm wie Möglich zu machen. Als sie sich dann endlich eingelebt hat macht sich ihr altes Leben wieder bemerkbar... Meine Meinung: Dieses Buch hat mich auf Grund der Tatsache interessiert das es um ein Pflegekind geht. Ich selber war für ein gutes Jahr ein Pflegekind und hatte mit meiner Pflegefamilie wirklich Glück. Ich weiß aber auch das es andere Fälle gibt in denen es den Pflegeeltern nur um das Geld geht und die Kinder nur das Nötigsten bekommen, wenn überhaupt. Genau das ist die Angst, die Carley in dieser Geschichte hat. Zu einer der negativen Familien zu kommen. Sie trifft es wirklich gut, das muss man sagen, doch ist sie soviel Gutes gar nicht gewohnt. Die Autorin beschreibt zu Beginn nur die Fahrt zur Familie, aber noch nicht warum Carley von Zuhause weg muss. Das wird erst nach und nach deutlich und macht einen Fassungslos. Überhaupt fesselt Lynda Mullaly Hunt den Leser dadurch Informationen weg zu lassen und erst später mitzuteilen, so dass es wirklich durchweg interessant bleibt. Sie gibt der Geschichte auch die nötige Zeit. Es ist kein Buch in dem Friede, Freude, Eierkuchen herrscht auch wenn die Familie eine Bilderbuchfamilie ist. Hier bringt Carley einige Unruhe rein. Carley geht in die 8. Klasse und muss sich auch dort eingewöhnen. Ihre Weigerung zu Beginn sich einzuleben zieht sich durch alle Bereiche und sind gespickt mit Sarkasmus und ablehnenden Sprüchen. Die im Einzelnen gewiss witzig sind, aber auch ihre verzweifelten Gefühle spüren lassen. Carley wird von der verschlossenen Auster mit der Zeit wirklich zu einem ausgeschlossenen jungen Mädchen. Die Familie Murphy gibt ihr die Zeit und macht alles damit sie sich wohl fühlt. Mrs. Murphy am Meisten, denn sie bringt viel Verständnis für sie auf. Ihre Geduld hätte ich gerne. Sie ist sehr einfühlsam und einfach für die Aufgabe perfekt. Mr. Murphy ist derjenige der dem Ganzen etwas skeptisch gegenüber steht, doch gibt es Situationen in denen er vorkommt die ihn eher als neutral dastehen lassen. Dann sind da noch drei Jungs. Die beiden Jüngsten mögen Carley recht schnell. Doch Daniel, der Älteste, hat da eine ganz andere Meinung. Für ihn hat Carley dort nichts zu suchen. Es gibt also auch bei den Figuren in der Familie ein breites Spektrum. Bei den einen hat es Carley recht leicht, bei anderen muss sie kämpfen. Die Geschichte ist ab 11 Jahren und ist vom Schreibstil auch so einfach gehalten das Kinder sie verstehen. Es geht nicht um Gesetze oder ähnliches. Es geht einfach um das Familienleben und zeigt das Familienleben eines Pflegekindes. Kinder die selbst in der Situation sind wird hier gezeigt das es gut laufen kann, wenn man sich drauf einlässt. Das man nicht an alles Schuld ist und eben Kind ist und nicht Erwachsen. Doch finde ich dieses Buch auch interessant für Erwachsene. Es zeigt das man nur Geduld haben muss in manchen Situationen und damit Kindern Zeit geben muss um sich auch mal auszutoben. Verständnis zeigen für Ärger, den die Kids haben. Das gilt nicht nur bei Pflegekindern, sondern auch bei den eigenen Kindern.

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