Der Teufel von New York

von Lyndsay Faye 
3,8 Sterne bei166 Bewertungen
Der Teufel von New York
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Positiv (109):
Gluecksklees avatar

Historische Polizeiarbeit in New York! Interessant, erschreckend und fesselnd zugleich.

Kritisch (20):
Ewynns avatar

Leider gefiel mir das Buch gar nicht.

Alle 166 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Teufel von New York"

Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy
Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die
Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann
nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf
findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene
Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei:
In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423216111
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:23.10.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.03.2014 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor einem Jahr
    Historisch gut, aber mit einigen Längen

    New York, 1845. Frisch in der neu gegründeten Polizeitruppe dabei, läuft dem jungen Timothy Wilde auf der Straße ein kleines Mädchen in die Arme, verstört und in einem blutgetränkten Nachthemd. Sie will ihm nicht erzählen, was passiert ist und Timothy nimmt sie erst einmal mit zu sich.  Nach einer großen Explosion in der Stadt hat er selbst alles verloren und wohnt nun in der Pension einer verwitweten Bäckerin.  
    Dann werden auf einem entlegenen Feld 19 vergrabene Kinderleichen gefunden. In der Stadt kursieren bald die wildesten Gerüchte und die Stimmung ist sowieso schon angeheizt durch immer mehr Einwanderer. Immer wieder gibt es Unruhen zwischen Protestanten und Katholiken. 
    Aber Timothy ist entschlossen, diesen Fall aufzuklären, da sich anscheinend niemand sonst für das Verbleiben von 19 Kindern interessiert. Und bald schon wird ein weiteres Kind tot aufgefunden.

    Ich muss sagen, ich habe ziemlich lange für dieses Buch gebraucht. Gut, es sind rund 670 Seiten (Broschierte Ausgabe), aber die schaffe ich sonst auch schneller. 
    Zum einen fand ich das Buch aber besonders am Anfang ziemlich zäh, erst nach den ersten 100 Seiten kam etwas mehr Spannung auf. Und auch zwischendurch gab es wieder ein paar Längen. Hinzu kommt, dass ich den Schreibstil nicht wirklich flüssig fand. Ein bisschen anstrengend war für mich die Gaunersprache "Flash", auch wenn das Ganze dadurch wahrscheinlich authentischer werden sollte. Am Ende des Buches werden zwar die wichtigsten Begriffe erklärt, aber das ewige hin und her blättern hemmt natürlich noch zusätzlich den Lesefluss.

    Die Charaktere sind sehr gut dargestellt ausgearbeitet, sie sind nicht nur gut oder nur böse, sondern vielschichtig. Timothy war mir gleich sympathisch und so manches Mal tat er mir auch leid zwischendurch. Auch Bird mochte ich und ebenso Mercy Underhill. 

    Auf jeden Fall merkt man dem Buch an, dass Lyndsay Faye sorgfältig recherchiert hat. Sie lässt das teilweise düstere New York des 19. Jahrhunderts lebendig werden und den Leser teilhaben an der gespannten Atmosphäre. Und auch Sozialkritik schwingt immer ein bisschen mit. 

    Als Thriller würde ich "Der Teufel von New York" aber nicht bezeichnen, allenfalls ist es ein historischer Krimi oder eben ein historischer Roman. Auf der Taschenbuchausgabe des dtv-Verlages steht auf dem Cover auch Roman, während auf der broschierten Ausgabe Thriller steht. 😉
    Letztendlich habe ich es zwar nicht bereut, das Buch bis zum Ende gelesen zu haben, aber ich glaube, die Fortsetzungen werden noch eine ganze Weile darauf warten müssen, von mir gelesen zu werden. 

    Fazit: Historisch zwar gut recherchiert, aber mit einigen Längen. 

    Kommentare: 9
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    Wichellas avatar
    Wichellavor 2 Jahren
    Vielschichtig und gesellschaftskritisch

    Die Zeiten sind schwierig um 1845 in New York. Tim Wilde verliert durch einen Brand seinen Besitz und seinen Job. Sein politisch rühriger Bruder, mit dem ihn eine Hassliebe vsrbindet, besorgt ihm die Stelle als Streifenpolizist bei der gerade neugegründeten Polizei, die er nur notgedrungen annimmt. Eingesetzt wird er mitten im Brennpunkt von N.Y.. Hass, Armut und Gewalt beherrschen das Bild in diesem Viertel.j

    Tim hilft einem Kind, das ihm blutbesuddlt in die Arme läuft und entdeckt dadurch ein Feld mit 19 Kinderleichen. In dem brisanten Umfeld tut er alles um diese und weitere Verbrechen aufzuklären. Hilfe bekommt er von der Tochter eines Pfarrers.

    Es ist nicht nur ein Krimi, in dem es um die Aufklärung von Verbrechen geht, sondern er zeichnet sehr gut die Gesellschaft und Probleme von N.Y. in dieser Zeit. Die Protagonisten sind facettenreich geschildert und besonders Tim kommt dabei sympathisch aber nicht übertrieben rüber.

    Mir hat das Buch sehr gur gefallen. Es ist eine vielschichtige Geschichte mit gut recherchiertem Hintergrund. Ich habe sie sehr schnell gelesen, trotz der über 500 Seiten. Von mir gibt es 4 1/2* dafür und die Nachfolgebände sind auch schon gelesen.

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    S
    Splashbooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Als Timothy Wilde nach dem großen Brand in New York 1845 seine Ersparnisse, sein Zuhause, sein Job und ein Viertel seines Gesichtes...
    Der Teufel von New York, rezensiert von Henriette Kreimeyer

    Nachdem in der Rezension von dem dritten Buch der Trilogie bereits angemerkt wurde, dass es besser verständlich würde wenn man die ersten beiden kennt, folgen diese jetzt nach.

    In dem ersten Teil wird beschrieben wie Timothy Wilde nachdem Brand 1845 sein Leben ändern muss, da alles was er hatte verloren ging. Und da er einen Job braucht wird er halt Polizist. Einen Abend rennt ihn ein blutüberströmtes Mädchen auf der Straße um und zeigt ihm einen grausigen Friedhof für Kinderleichen.

    Lyndsay Faye ist seit 2005 Wahl-New Yorkerin und arbeitete dort zunächst als Schauspielerin. Aus Liebe zu New York begann sie über seine Geschichte zu recherchieren und entdeckte, dass die Gründung der ersten Polizei 1845 genau mit der großen Hungersnot in Irland zusammentraf. Da sie sich seit ihrer Kindheit für die Kriminalromane von Sir Arthur Conan Doyle interessiert, war es nicht verwunderlich, dass das Thema dieses Buches ebenfalls ein Kriminalroman werden sollte über einen Ermittler, der mörderische Rätsel löst.

    Auch wenn die Geschichte zunächst etwas träge in den Gang kommt, schafft die Autorin ein enges Geflecht, mit nicht allzu vielen Personen, indem am Ende niemand mehr weiß, wer eigentlich mit offenen Karten spielt. Es ist spannend, Timothy Wilde dabei zu beobachten, wie er ohne eine einzige moderne Polizeimethode, sondern nur durch Nachdenken und Leute befragen einen Fall löst, in den sein nächstes Umfeld verstrickt ist.

    Rest lesen unter:
    http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23868/der_teufel_von_new_york

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    Miias avatar
    Miiavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr wenige Dialoge aber viele Hintergrundinfos zur Politik und Religion in Amerika 1845. Dadurch stellenweise sehr langatmig. 3 Sterne!
    Großer Anteil historischer Elemente

    Achtung! Band 1 einer Reihe!


    Inhalt: 

    Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt.

    Meine Meinung: 

    Ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut, weil mich alleine das Cover extrem angesprochen hat. Die Geschichte hörte sich auch nach meinem Geschmack an und ich habe eine sehr spannende Polizeigeschichte im Jahr 1845 erwartet. Zusammen mit Timothy wollte ich quasi auf Verbrecherjagd gehen und die Morde an den Kindern aufklären. Ich hatte ein bisschen auf eine Art "Jack-The Ripper" Story gehofft, die mit unerwarteten Wendungen und spannender Polizeistimmung daher kommt. Meine Wünsche wurden leider nicht ganz erfüllt. 

    Die Geschichte ist nämlich stellenweise sehr zäh. Das liegt wohl insbesondere an den kaum vorhandenen Dialogen. Diese sind eher spärlich und dann nicht mal sonderlich interessant. Die Inhalte der Dialoge sind wenn dann einfach nur zweckdienlich für den Lauf der Geschichte oder sollen einem die Charaktere etwas näher bringen. Aber mir war das irgendwie noch zu wenig - ich mag Dialoge einfach total gerne, weil die einem Buch mehr Leben verleihen. Das fehlte hier irgendwie ein bisschen. Außerdem werden halt zwischendurch viele Hintergrundinfos gegeben. Ich finde, dass man sehr viel über das Leben in Amerika zu der Zeit erfährt. Viele Iren kommen ins Land, bringen Krankheit, aber auch andere Werte mit sich. Religion und Politik spielen eine große Rolle und stehen sehr im Mittelpunkt der Geschichte. Das Buch erinnert daher stellenweise ziemlich an einen historischen Roman. Das hat mich eigentlich nicht gestört, sondern ich hab einiges über die Amerikaner aus der Zeit gelernt. Die Autorin hat anscheinend sehr gut recherchiert und es ist einfach spannend zu erleben, wie die erste Polizei ins Leben gerufen wurde. Allerdings bleibt durch die vielen Erklärungen die Spannung auf der Strecke. Timothy ist zwar ein schlauer Bursche und sein logisches Denken ist für den Leser wirklich interessant zu erleben, aber das Ganze rückt einfach zu sehr in den Hintergrund. Ich habe mich daher stellenweise sehr durch das Buch gequält und kann nur eine mittlere Bewertung geben. Die nächsten Bände werde ich mir dennoch irgendwann mal besorgen, weil mich interessiert was Timothy noch alles erleben wird :) 


    Fazit: 

    Eine schöne solide Geschichte, die einen in das Land Amerika im Jahr 1845 führt. Die erste Polizei wird gegründet und Kindermorde müssen aufgeklärt werden. Ich hatte hier einen spannenden Polizeiroman mit historischem Anteil erwartet. Leider ist der historische Anteil sehr hoch und die Dialoge und auch die Spannung kommen daher zu kurz. Ich kann daher nur solide 3 Sterne vergeben. 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine unheimlich beeindruckende Story die Lust auf mehr macht...absolute Leseempfehlung
    Ein historischer Roman mit kriminalistischem Hintergrund oder Der perfekte Roman

    Meine Meinung:

    Auf dieses Buch bin ich gestoßen, weil ich Band 3 der Reihe unerwartet in der Post hatte. Dafür schon einmal einen herzlichen Dank an den dtv Verlag hierfür. Allerdings klang daraufhin Band 3 so spannend, dass ich unbedingt die Geschichte von Anfang an habe kennenlernen wollen.

    So hab ich mich direkt in einem wirklich spannend geschriebenen Prolog wiedergefunden, der wahnsinnig große Lust auf mehr gemacht hat. Zudem haben mich die kleinen und perfekt gewählten Textabschnitte sehr neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte gemacht, denn sie gaben entweder Gegebenheiten aus der Geschichte wieder oder widmeten sich dem zitieren von damaligen New Yorker Zeitungen und deren Schlagzeilen. Es war somit alles perfekt aufeinander abgestimmt und schon allein deswegen habe ich das Buch zu lieben begonnen.

    Natürlich ist das Cover auch ein enormer Blickfang, aber das könnt ihr auch ohne genauere Beschreibung erkennen denke ich.

    Dann jedoch habe ich den Protagonisten Timothy Wilde kennenlernen dürfen. Was soll ich nur sagen? Ich hab mich mehr oder weniger direkt in ihn verliebt. Anfangs war er ein Barkeeper, ein sehr glücklicher obendrein, und verliebt in Miss Mercy Underhill. Was allerdings durch ein großes Feuer so ziemlich ruiniert wurde.

    Danach verliert Timothy seine Stelle, da es die Bar ja nicht mehr gibt, und damit auch seinen eigentlichen Traum. Außerdem lässt der Brand spuren zurück, die sich in seiner Seele tief eingraben und sich auch auf seinem Gesicht spiegeln.

    So, wie ihm sein überheblicher und zugleich dämlich kluger großer Bruder Valentine Wilde weißmacht, wird er allerdings nie wieder eine Anstellung in einer Bar finden können. Recht hatte Val damit zwar, aber ich mag ihn aufgrund seiner Art wirklich gar nicht, was sicherlich auch auf den Widerwillen vom Timothy selbst zurückzuführen ist, denn durch ihn wird er Polizist im sechsten Bezirk.

    Die Autorin hat dabei ihren Handlungsort wirklich unheimlich gut und spannend gewählt, denn sie siedelt ihre Geschichte zu einer Zeit an, in der in New York wirklich Ordnung geschafft werden muss. Verbrechen und Korruption erreichten ihren Höhepunkt und Sicherheit war trügerisch, vor allem, weil immer mehr Iren ihr Glück in New York suchten und ‚ihren‘ Gott mitbrachten. Natürlich gab es direkt protestantische Gegner für die einfallenden Katholiken und schnell wurden Einwanderer zu einem noch niederen Gesellschaftsstatus gedrängt, als die Sklaven.

    Sicherlich kann man sich vorstellen wie explosiv die Stimmung war, dann auch noch einen Mordfall hineinzusetzen, der diese Stimmung noch einheizt, ist nahezu unmöglich. Aber die Autorin hat es mehr als nur gut gemeistert. Sie vereint einen angenehmen Schreibstil mit dem nachempfundenen damaligen Sprachgebrauch zu einem besonderen historischen Roman mit kriminalistischem Hintergrund.

    Figuren wie Timothy Wilde runden das Ganze zu etwas wirklich Besonderem ab, denn ich habe jede Sekunde des Lesens absolut genossen. Vor allem die Verwendung des Gaunerdialektes ‚Flash‘ macht die Geschichte sehr authentisch, wie ich finde.

    Ihr seht also, ich habe einen wahren Schatz gefunden. Den müsst ihr unbedingt lesen, allein schon um Timothy und seine gesunde Portion Sarkasmus kennen zu lernen. So komme ich nicht umhin, hierfür volle 10 Stöberkisten zu vergeben und ein weiteres Highlight auf meine Jahreslist der Highlights zu setzen.

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte
    Der Teufel von New York

    Timothy Wilde ,der Protagonist dieses Romans,ist eine tragische Gestalt.Im Alter von 17 Jahren verliert er bei einem Feuer seine Eltern.Fortan muß er sich mit seinem älteren Bruder Valentine durchs Leben schlagen.Tim arbeitet als Barmann und spart jeden Dollar ,um seinem Leben eine Wendung zu geben.Tragischerweise ist es wiederum ein Feuer ,bei dem er nicht nur sein gesamtes Hab und Gut verliert ,sondern auch durch Brandwunden stark entstellt wird. Es ist das Jahr 1845 ,als die erste Polizeitruppe in New York gegründet wird. Durch seinen Bruder bekommt er einen Job als Polizist,was Tim eigentlich gar nicht will.Valentine ,der ebenfalls bei der Polizei arbeitet, , ein großer Trinker,kokainsüchtig und an vielen zwielichtigen Geschäften beteiligt. Bei seinen ersten Streifengängen begegnet Tim ein kleines Mädchen,welches nur mit einem blutigen Nachthemd bekleidet ist.Schnell steht fest ,es ist nicht sein eigenes Blut,aber wem gehört es dann?Als dann auf einem Gräberfeld 19 Kinderleichen gefunden werden überschlagen sich die Ereignisse.Die Spuren führen zu einem Arzt und einem Bordell. Es tauchen immer neue Fragen auf ,wer ist der geheimnisvolle Kapuzenmann mit der schwarzen Kutsche ?usw. Unter großen Anstrengungen gelingt es Tim Licht ins Dunkel zu bringen.Sein Chef und sein Bruder sind ihm dabei keine Hilfe. Unterstützung erhält er von der Bäckerswitwe Boehm ,bei der ein Zimmer bezogen hat und von Mercy ,einer jungen Frau die er sehr verehrt. Neben dem Kriminalfall,der einen großen Teil der Geschichte beherrscht ,geht es dann noch um die Konflikte zwischen den Amerikanern und den irischen Rebellen. Die Geschichte ist zwar flüssig geschrieben ,hatte aber durch mehrere Längen keinen durchgehenden Spannungsbogen. Fazit: Eine zwar gut recherchierte Geschichte,die mich nicht völlig überzeugen konnte. Buchtitel: Der Teufel von New York

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    lievke14s avatar
    lievke14vor 3 Jahren
    Düster und emotionsgeladen....

    „Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt.“ (Kurzbeschreibung)

    "Der Teufel von New York" ist ein historischer Kriminalroman aus der Feder von Lyndsay Faye.

    Dieser Roman ist im Jahr 1845 angesiedelt und spielt vor dem Hintergrund der riesigen Einwanderungswelle von irischen Emmigranten in New York. Diese werden vom Großteil der amerikanischen Bevölkerung aus tiefsten Herzen gehasst. Ständige Bürgerrevolten stehen an der Tagesordnung. Genau zu diesem Zeitpunkt wird in der Stadt die erste Polizeieinheit aus dem Boden gestampft. Diese stößt allerdings ebenso wenig auf Wohlwollen und muss sich permanent mit dem wütenden Mob auseinandersetzen. Da gestaltet sich die Ermittlung in diesem unglaublich brutalen Kindermordfall als äußerst schwierig. Der junge neu ernannte Polizist Timothy Wilde, der nie als solcher sein Geld verdienen wollte, ist durch eine Feuersbrunst um sein ganzen Hab und Gut gebracht worden. Jetzt ist er ein Hüter des Gesetzes und ermittelt in einer Welt voller Lüge und Korruption.

    Timothy ist ein arg vom Schicksal gebeutelter Protagonist. Er schliddert seit seiner Kindheit von einer Tragödie in die nächste, weiß sich jedoch immer wieder aus eigener Kraft aus den verfahrensten Situationen herauszukämpfen. Mit einem guten Schuss Menschenkenntnis und einen Blick für das Wesentliche ausgestattet, dringt er bald tief in den politischen Morast des damaligen New York ein.

    Der Roman ist ziemlich düster gehalten. Man bekommt als Leser einen deutlichen Blick auf die gesellschaftlichen Zustände in dieser Zeit. New York wird als arg schauriges Plätzchen dargestellt, an dem im Grunde jeder tun und lassen kann, was er will. Mit Geld lässt sich alles regeln. Allerdings erscheinen die Beschreibungen durchaus historisch haltbar. Die Autorin hat sich mit ihren Recherchearbeiten viel Mühe gegeben. Neben dem Kriminalfall erfährt der Leser eine Menge Wissenswertes über das gesellschaftliche Leben im Amerika des 19. Jahrhunderts, das maßgeblich durch die ständigen religiösen Auseinandersetzungen zwischen Katholizismus und Protestantismus geprägt war.

    Der Erzählstil hingegen ist schon einigermaßen gewöhnungsbedürftig. Ich hatte einige Probleme, mich in die Geschichte einzulesen. Zu holprig und schwerfällig ging es zunächst los. Für die ersten 100 Seiten habe ich schon ein bisschen Durchhaltevermögen gebraucht. Erschwerend kam hinzu, dass die Autorin ihre Charaktere häufig in der sogenannten Gaunersprache „Flash“ reden lies, wodurch man ständig gezwungen war im Glossar nachzuschlagen. Aber glücklicherweise habe ich mich schnell an diesen Stil gewöhnt und konnte das Buch dann doch in einem Rutsch durchlesen.

    „Die Teufel von New York“ ist ein interessanter und spannungsgeladener Krimi im historischen Gewand, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Interessierte Leser sollten aber ein wenig Geduld mitbringen, denn ganz so einfach liest er sich nicht.

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    Caillean79s avatar
    Caillean79vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Man saugt die Atmosphäre von New York im Jahr1845 förmlich auf. Neben einem Krimiauch das gesellschaftliche Porträt einer überforderten Stad...
    Licht und Schatten in einer überforderten Stadt

    Was mich an diesem Buch am meisten beeindruckt hat, ist die tolle Atmosphäre, die der Roman zum Leser transportiert. Man taucht förmlich ein in die finsteren Gassen der Stadt, hört das Hufgetrappel der Pferde, die Mietdroschken ziehen, und das Geschrei der Zeitungsjungen, die Neuigkeiten in die Welt hinausschreien. Das Buch zieht einen mitten hinein in eine Großstadt des 19. Jahrhunderts. Gotham, wie New York zu dieser Zeit genannt wird, ist zum Bersten voll mit Einwanderern. Vor allem verarmte Iren setzen ihre Hoffnung nach Missernten in der Heimat auf die „Neue Welt“ und landen scharenweise im Hafen der Stadt, die vollkommen überfordert mit der Situation scheint. Zu viele Fremde, zu viele Vorurteile, schnell wird Hass daraus… Etwaige Parallelen zur heuten Zeit sind rein zufällig, zeigen aber auch, dass diese Problematik bei weitem nicht nur das 21. Jahrhundert betrifft. Umso interessanter ist es, dies und die Auswüchse des „Ausländerkonflikts“ zur damaligen Zeit zu sehen und Vergleiche zu ziehen.

    Eigentlich geht es im Buch aber neben der angespannten politischen Situation um den grausigen Fund von 19 Kinderleichen, verscharrt in einem Wäldchen am Rande der Stadt. Die einen versuchen das Geschehene zu vertuschen, denn es könnte politisch brisant sein. Die anderen versuchen es öffentlich zu machen, um es für ihre (ebenfalls politischen) Zwecke zu nutzen. Diese Machtspielchen zwischen den Lagern machen es Neu-Polizist Timothy Wilde schwer, das Verbrechen aufzuklären. Zu oft wird behindert, verschleiert oder werden falsche Fährten gelegt.

    Letztendlich kann Timothy den Fall doch noch aufklären und hat eine erstaunliche Bilanz gegenüber seinem Polizeichef zu melden: „Verbrecher?“ „Zweieinhalb.“ „Verhaftungen?“ „Keine, Sir.“ Warum das so ist, das möchte ich natürlich nicht verraten. Nur soviel: Es ist genau so. Und es ist letztlich genau so richtig.

    Der einzige kleine Negativaspekt ist – das ist aber ein sehr persönliches Empfinden – dass man doch eine Weile braucht um reinzukommen in die Erzählweise des Buches. Außerdem gab es in der Mitte mal so einen kleinen Spannungsabfall, da kam kurzzeitig etwas Eintönigkeit auf. Die Handlung kam nicht richtig voran. Zum Glück war das nur ein kleiner Hänger, der sich im letzten Drittel des Buches zu einer spannenden Verbrecherjagd wandelte.

    Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte nicht zögern und diesen Roman schnellstens lesen – es lohnt sich, trotz der kleinen „Hängepartie“ in der Mitte.

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    anywayss avatar
    anywaysvor 3 Jahren
    Der Teufel von New York

    Als Geschwisterliebe kann man die Beziehung der Brüder Valentine und Timothy Wilde nicht gerade bezeichnen, sie sind immer noch schwer traumatisiert vom Tod ihrer Eltern, die bei einem Brand vor vielen Jahren ums Leben kamen. Jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während der Ältere Valentine, als Feuerwehrmann, sich geradezu in jedes Feuer stürzt, keine Prügelei auslässt und sich hemmungslos Wein, Weib und Morphium hingibt, versucht Timothy jedem Brand aus dem Weg zu gehen und seinem Leben einen seriösen anstrich zu geben. Das gelingt ihm bis zur Feuersbrunst im Juli 1845. Danach im Gesicht durch eine unschöne Brandnarbe gezeichnet, steht er vor dem existenziellen Nichts. Seine 400 Dollar, die er sich als Barkeeper angespart hat, um seine große Liebe heiraten zu können, sind im Feuer verschmolzen, seine Bar gibt es nicht mehr. Da Val durch seinen Dienst als Feuerwehrmann auch gute Beziehungen in die Politik hat, verschafft er Tim einen Posten in der neu gegründeten Polizei, den dieser widerwillig annimmt. Doch kaum beginnt er im 6. Bezirk, ein etwas heruntergekommenes Stadtteil von New York, läuft im ein blutbesudeltes kleines Mädchen in die Arme, kurze Zeit später wird die Leiche eines Jungen gefunden, dem neben dem Blut auch die Milz fehlt, und der wie Abfall im Müll landete.Diese beiden Ereignisse sind kein Zufall! Tim nimmt die Ermittlungen auf, und sieht sich bald noch mehr grausam entstellten Kinderleichen gegenüber. Die Alt- New Yorker Bevölkerung wird, dank des „Harolds“, alsbald über die geschändeten Kinderleichen informiert, ihr ganzer Hass richtet sich jetzt gegen die irischen Einwanderer. Eine tief verwurzelte Feindseligkeit zwischen Protestanten und Katholiken bricht sich einen Damm. In dieser aufgeheizten Stimmung versucht Tim, zusammen mit der kleinen Kindermusche, den Täter zu fassen. Eins hatten alle Kinder gemeinsam, sie waren in einem Bordell tätig.

    Lyndsay Faye gelingt mit ihrem Erstlingswerk wirklich ein fulminanter Roman. Gefallen hat mir außerordentlich, ihr historisches Wissen und das Gespür für die Lebensweise der damaligen Bevölkerung. Ihr Roman ist auch eine Huldigung an das berühmte NYPD, obwohl es sich in der Anfangszeit eher um einen bunt zusammengewürfelten Haufen aus Raufbolden, älteren Wachtmeistern und Gestrandeten handelte und noch so gar nichts mit ihrer heutigen Berühmtheit zu tun hat. Ihre Protagonisten sind allesamt vielschichtig, mit zahllosen interessanten Charaktereigenschaften, allen voran Timothy Wilde, lediglich aus der Figur der Mercy Underhill bin ich nicht ganz schlau geworden. Originell fand ich auch das Einbringen der „Gaunersprache“. Hierbei ist mir aufgefallen, dass ich einige Begriffe durchaus kenne und auch anwende (z. Bsp. Schäks für Freund oder Liebhaber), entweder das liegt an der Übersetzung oder diese Begrifflichkeiten sind wirklich schon so alt.
    Dieses Buch legt einen längst vergessenen, dafür umso erschütternden Bericht über die katastrophalen Umstände der irischen Einwanderer ab. Geächtet von den Alteingesessenen, vertrieben durch Hunger und Not aus der Heimat, stranden sie an Amerikas Küste, um hier ein besseres Leben zu beginnen, unter manchmal erbarmungswürdigen Umständen. Die Hetzpredigten des Harolds, die vor jedem Kapitel stehen legen ein erschütterndes Zeugnis dar und lassen sich problemlos in die jetzige Zeit transportieren, denn gegenwärtig fürchten wir anscheinend nichts mehr als die „Sozialschmarotzer“ (ein Begriff aus der aktuellen Debatte um die gelockerten Zuwanderungen von Bulgaren und Rumänen in die EU).

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    Huschdegutzels avatar
    Huschdegutzelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Excellent recherchiert und ausgearbeitet, aber ein sehr zäher Beginn
    Excellent recherchiert und ausgearbeitet, aber ein sehr zäher Beginn

    Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt....


    So besagt es die Inhaltsangabe und durch die sehr ausführlich geschilderten Strassenbeschreibungen fiel es mir sehr leicht, mich in alte New York zurück zu versetzen.


    Ich begleitete hier Timothy Wilde, der durch Zufall und der Unterstützung seines Bruder Val in den Polizeidienst gerufen wird.
    Einer Polizei, die gerade erst gegründet wurde und deren Mitarbeiter ein wilder Haufen aus Iren, Schlägern, wenigen Nichtsnutzen und eben auch aus Männern waren, die ihre Aufgabe sehr ernst nahmen.


    Sein erster Fall beginnt mit dem Auffinden eines Massengrabes mit 19 Kinderleichen - doch dient dieser Fall hier eher, um ein Sittengemälde der damaligen Zeit zu malen, das mir auf diese Weise völlig neu war.


    Autorin Lyndsay Faye hat hier sehr viel Recherche hineingesteckt - und bedient sich dabei auch der damals gebräuchlichen Gaunersprache - dem Flash.
    Es ist zwar ein kurzes Glossar hinten angehängt, aber bis ich mich daran gewöhnt hatte und begann, hier wirklich flüssig lesen zu können, hat es ungefähr 100 Seiten gedauert, die ehrlich gesagt recht mühsam waren.
    Ein wenig umständlich werden hier die Protagonisten vorgestellt, die mir im Laufe des Buches immer deutlicher vor Augen standen; wie auch ihr Leben und die Widrigkeiten, die das mit sich brachte - die politischen Verwicklungen und Intrigen eingeschlossen.
    New York kämpfte damals mit einer wahren Flut von irischen Einwanderern, die nicht unbedingt mit offenen Armen aufgenommen wurden - Parallelen zur Jetzt-Zeit sind durchaus zu ziehen.

    Als ich jene ersten Seiten allerdings hinter mir hatte, nahm mich das Buch immer mehr für sich ein - gerade die Sprache und auch die Umständlichkeit mancher der geschilderten Details gaben mir das Gefühl, am Geschehen tatsächlich als stiller Beobachter teil zu haben, der bis zum Schluss auf völlig falscher Spur war und der die Handelnden immer mehr ins Herz schloss.


    Leseempfehlung für alle, die sich durchkämpfen, dieses Buch zeigt ein New York, das die heutigen Einwohner wohl sehr gern verdrängen würden! 

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    Daniliesings avatar
    Macht euch bereit für Lyndsay Faye und ihren packenden historischen Thriller "Der Teufel von New York", der euch garantiert das Blut in den Adern gefrieren lässt! In diesem Auftakt ihrer Serie um Timothy Wilde geht es um einen wahrlich teuflischen Mordfall!

    Mehr zum Inhalt:
    New York 1845. Die gerade gegründete Polizei der Stadt ist ein zusammengewürfelter Haufen von Schlägertypen und seltsamen Vögeln. Auch Timothy Wilde gehört dazu – gegen seinen Willen. Bei einem Brand wurden seine Zukunftspläne zerstört, sodass er jetzt jede Arbeit annehmen muss, die sich bietet. Eines Tages läuft ihm ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme, bekleidet mit einem blutdurchtränkten Nachthemd. Sie will oder kann nicht sagen, wer sie ist. Da sie selbst körperlich unverletzt ist, muss das Blut von einer anderen Person stammen. Kurz darauf findet Tim auf einem entlegenen Gelände neunzehn Kinderleichen. Es kursieren die wildesten Gerüchte, und die politische Situation ist bis zum Zerreißen angespannt …
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    Möchtet ihr euch ins New York des 19. Jahrhunderts begeben und euch von diesem spannenden Thriller gefangen nehmen lassen? Dann werdet Testleser von "Der Teufel von New York" und gewinnt eins von 25 Exemplaren des Buches!* Beantwortet hierfür bis zum 2. März 2014 die folgende Frage:

    Worauf seid ihr besonders gespannt bei diesem Roman, wenn ihr euch die kurze Inhaltsbeschreibung durchlest? Was erwartet ihr vom Buch?

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