Lyndsay Faye Der Teufel von New York

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Inhaltsangabe zu „Der Teufel von New York“ von Lyndsay Faye

Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt.

Langatmig und die Dialoge waren teilweise in einem Dialekt, welcher es mir schwer machte, dem Ganzen mühelos zu folgen.

— Popi

Interessante Charaktere, spannender Verlauf, wenngleich zuweilen sehr verwirrend. Gehört - Sprecher sehr zu empfehlen!

— Seaice

Als Timothy Wilde nach dem großen Brand in New York 1845 seine Ersparnisse, sein Zuhause, sein Job und ein Viertel seines Gesichtes...

— Splashbooks

Sehr wenige Dialoge aber viele Hintergrundinfos zur Politik und Religion in Amerika 1845. Dadurch stellenweise sehr langatmig. 3 Sterne!

— Miia

Eine unheimlich beeindruckende Story die Lust auf mehr macht...absolute Leseempfehlung

— Abby90

Spannende Geschichte

— Langeweile

Gute Story - Punktabzug für den Sprachstil

— TatjanaVB

Man saugt die Atmosphäre von New York im Jahr1845 förmlich auf. Neben einem Krimiauch das gesellschaftliche Porträt einer überforderten Stadt.

— Caillean79

New York im 19.Jahrhundert, die Anfänge des NYPD, gut geschrieben, werde sicher bald den zweiten teil lesen

— eulenmama

Anfangs etwas schwer rein zu kommen, doch dann ein richtig toller Krimi im New York um 1850! Toll recherchiert!

— monana88

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  • Historisch gut, aber mit einigen Längen

    Der Teufel von New York

    Blackfairy71

    05. September 2017 um 13:54

    New York, 1845. Frisch in der neu gegründeten Polizeitruppe dabei, läuft dem jungen Timothy Wilde auf der Straße ein kleines Mädchen in die Arme, verstört und in einem blutgetränkten Nachthemd. Sie will ihm nicht erzählen, was passiert ist und Timothy nimmt sie erst einmal mit zu sich.  Nach einer großen Explosion in der Stadt hat er selbst alles verloren und wohnt nun in der Pension einer verwitweten Bäckerin.  Dann werden auf einem entlegenen Feld 19 vergrabene Kinderleichen gefunden. In der Stadt kursieren bald die wildesten Gerüchte und die Stimmung ist sowieso schon angeheizt durch immer mehr Einwanderer. Immer wieder gibt es Unruhen zwischen Protestanten und Katholiken. Aber Timothy ist entschlossen, diesen Fall aufzuklären, da sich anscheinend niemand sonst für das Verbleiben von 19 Kindern interessiert. Und bald schon wird ein weiteres Kind tot aufgefunden.Ich muss sagen, ich habe ziemlich lange für dieses Buch gebraucht. Gut, es sind rund 670 Seiten (Broschierte Ausgabe), aber die schaffe ich sonst auch schneller. Zum einen fand ich das Buch aber besonders am Anfang ziemlich zäh, erst nach den ersten 100 Seiten kam etwas mehr Spannung auf. Und auch zwischendurch gab es wieder ein paar Längen. Hinzu kommt, dass ich den Schreibstil nicht wirklich flüssig fand. Ein bisschen anstrengend war für mich die Gaunersprache "Flash", auch wenn das Ganze dadurch wahrscheinlich authentischer werden sollte. Am Ende des Buches werden zwar die wichtigsten Begriffe erklärt, aber das ewige hin und her blättern hemmt natürlich noch zusätzlich den Lesefluss.Die Charaktere sind sehr gut dargestellt ausgearbeitet, sie sind nicht nur gut oder nur böse, sondern vielschichtig. Timothy war mir gleich sympathisch und so manches Mal tat er mir auch leid zwischendurch. Auch Bird mochte ich und ebenso Mercy Underhill. Auf jeden Fall merkt man dem Buch an, dass Lyndsay Faye sorgfältig recherchiert hat. Sie lässt das teilweise düstere New York des 19. Jahrhunderts lebendig werden und den Leser teilhaben an der gespannten Atmosphäre. Und auch Sozialkritik schwingt immer ein bisschen mit. Als Thriller würde ich "Der Teufel von New York" aber nicht bezeichnen, allenfalls ist es ein historischer Krimi oder eben ein historischer Roman. Auf der Taschenbuchausgabe des dtv-Verlages steht auf dem Cover auch Roman, während auf der broschierten Ausgabe Thriller steht. 😉Letztendlich habe ich es zwar nicht bereut, das Buch bis zum Ende gelesen zu haben, aber ich glaube, die Fortsetzungen werden noch eine ganze Weile darauf warten müssen, von mir gelesen zu werden. Fazit: Historisch zwar gut recherchiert, aber mit einigen Längen. 

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    • 10
  • Vielschichtig und gesellschaftskritisch

    Der Teufel von New York

    Wichella

    27. March 2017 um 09:10

    Die Zeiten sind schwierig um 1845 in New York. Tim Wilde verliert durch einen Brand seinen Besitz und seinen Job. Sein politisch rühriger Bruder, mit dem ihn eine Hassliebe vsrbindet, besorgt ihm die Stelle als Streifenpolizist bei der gerade neugegründeten Polizei, die er nur notgedrungen annimmt. Eingesetzt wird er mitten im Brennpunkt von N.Y.. Hass, Armut und Gewalt beherrschen das Bild in diesem Viertel.j Tim hilft einem Kind, das ihm blutbesuddlt in die Arme läuft und entdeckt dadurch ein Feld mit 19 Kinderleichen. In dem brisanten Umfeld tut er alles um diese und weitere Verbrechen aufzuklären. Hilfe bekommt er von der Tochter eines Pfarrers. Es ist nicht nur ein Krimi, in dem es um die Aufklärung von Verbrechen geht, sondern er zeichnet sehr gut die Gesellschaft und Probleme von N.Y. in dieser Zeit. Die Protagonisten sind facettenreich geschildert und besonders Tim kommt dabei sympathisch aber nicht übertrieben rüber. Mir hat das Buch sehr gur gefallen. Es ist eine vielschichtige Geschichte mit gut recherchiertem Hintergrund. Ich habe sie sehr schnell gelesen, trotz der über 500 Seiten. Von mir gibt es 4 1/2* dafür und die Nachfolgebände sind auch schon gelesen.

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  • Der Teufel von New York, rezensiert von Henriette Kreimeyer

    Der Teufel von New York

    Splashbooks

    12. July 2016 um 09:51

    Nachdem in der Rezension von dem dritten Buch der Trilogie bereits angemerkt wurde, dass es besser verständlich würde wenn man die ersten beiden kennt, folgen diese jetzt nach. In dem ersten Teil wird beschrieben wie Timothy Wilde nachdem Brand 1845 sein Leben ändern muss, da alles was er hatte verloren ging. Und da er einen Job braucht wird er halt Polizist. Einen Abend rennt ihn ein blutüberströmtes Mädchen auf der Straße um und zeigt ihm einen grausigen Friedhof für Kinderleichen. Lyndsay Faye ist seit 2005 Wahl-New Yorkerin und arbeitete dort zunächst als Schauspielerin. Aus Liebe zu New York begann sie über seine Geschichte zu recherchieren und entdeckte, dass die Gründung der ersten Polizei 1845 genau mit der großen Hungersnot in Irland zusammentraf. Da sie sich seit ihrer Kindheit für die Kriminalromane von Sir Arthur Conan Doyle interessiert, war es nicht verwunderlich, dass das Thema dieses Buches ebenfalls ein Kriminalroman werden sollte über einen Ermittler, der mörderische Rätsel löst. Auch wenn die Geschichte zunächst etwas träge in den Gang kommt, schafft die Autorin ein enges Geflecht, mit nicht allzu vielen Personen, indem am Ende niemand mehr weiß, wer eigentlich mit offenen Karten spielt. Es ist spannend, Timothy Wilde dabei zu beobachten, wie er ohne eine einzige moderne Polizeimethode, sondern nur durch Nachdenken und Leute befragen einen Fall löst, in den sein nächstes Umfeld verstrickt ist. Rest lesen unter:http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23868/der_teufel_von_new_york

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1156
  • Großer Anteil historischer Elemente

    Der Teufel von New York

    Miia

    16. April 2016 um 20:57

    Achtung! Band 1 einer Reihe! Inhalt:  Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt. Meine Meinung:  Ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut, weil mich alleine das Cover extrem angesprochen hat. Die Geschichte hörte sich auch nach meinem Geschmack an und ich habe eine sehr spannende Polizeigeschichte im Jahr 1845 erwartet. Zusammen mit Timothy wollte ich quasi auf Verbrecherjagd gehen und die Morde an den Kindern aufklären. Ich hatte ein bisschen auf eine Art "Jack-The Ripper" Story gehofft, die mit unerwarteten Wendungen und spannender Polizeistimmung daher kommt. Meine Wünsche wurden leider nicht ganz erfüllt. Die Geschichte ist nämlich stellenweise sehr zäh. Das liegt wohl insbesondere an den kaum vorhandenen Dialogen. Diese sind eher spärlich und dann nicht mal sonderlich interessant. Die Inhalte der Dialoge sind wenn dann einfach nur zweckdienlich für den Lauf der Geschichte oder sollen einem die Charaktere etwas näher bringen. Aber mir war das irgendwie noch zu wenig - ich mag Dialoge einfach total gerne, weil die einem Buch mehr Leben verleihen. Das fehlte hier irgendwie ein bisschen. Außerdem werden halt zwischendurch viele Hintergrundinfos gegeben. Ich finde, dass man sehr viel über das Leben in Amerika zu der Zeit erfährt. Viele Iren kommen ins Land, bringen Krankheit, aber auch andere Werte mit sich. Religion und Politik spielen eine große Rolle und stehen sehr im Mittelpunkt der Geschichte. Das Buch erinnert daher stellenweise ziemlich an einen historischen Roman. Das hat mich eigentlich nicht gestört, sondern ich hab einiges über die Amerikaner aus der Zeit gelernt. Die Autorin hat anscheinend sehr gut recherchiert und es ist einfach spannend zu erleben, wie die erste Polizei ins Leben gerufen wurde. Allerdings bleibt durch die vielen Erklärungen die Spannung auf der Strecke. Timothy ist zwar ein schlauer Bursche und sein logisches Denken ist für den Leser wirklich interessant zu erleben, aber das Ganze rückt einfach zu sehr in den Hintergrund. Ich habe mich daher stellenweise sehr durch das Buch gequält und kann nur eine mittlere Bewertung geben. Die nächsten Bände werde ich mir dennoch irgendwann mal besorgen, weil mich interessiert was Timothy noch alles erleben wird :)  Fazit:  Eine schöne solide Geschichte, die einen in das Land Amerika im Jahr 1845 führt. Die erste Polizei wird gegründet und Kindermorde müssen aufgeklärt werden. Ich hatte hier einen spannenden Polizeiroman mit historischem Anteil erwartet. Leider ist der historische Anteil sehr hoch und die Dialoge und auch die Spannung kommen daher zu kurz. Ich kann daher nur solide 3 Sterne vergeben. 

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  • Ein historischer Roman mit kriminalistischem Hintergrund oder Der perfekte Roman

    Der Teufel von New York

    Abby90

    22. March 2016 um 09:05

    Meine Meinung: Auf dieses Buch bin ich gestoßen, weil ich Band 3 der Reihe unerwartet in der Post hatte. Dafür schon einmal einen herzlichen Dank an den dtv Verlag hierfür. Allerdings klang daraufhin Band 3 so spannend, dass ich unbedingt die Geschichte von Anfang an habe kennenlernen wollen. So hab ich mich direkt in einem wirklich spannend geschriebenen Prolog wiedergefunden, der wahnsinnig große Lust auf mehr gemacht hat. Zudem haben mich die kleinen und perfekt gewählten Textabschnitte sehr neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte gemacht, denn sie gaben entweder Gegebenheiten aus der Geschichte wieder oder widmeten sich dem zitieren von damaligen New Yorker Zeitungen und deren Schlagzeilen. Es war somit alles perfekt aufeinander abgestimmt und schon allein deswegen habe ich das Buch zu lieben begonnen. Natürlich ist das Cover auch ein enormer Blickfang, aber das könnt ihr auch ohne genauere Beschreibung erkennen denke ich. Dann jedoch habe ich den Protagonisten Timothy Wilde kennenlernen dürfen. Was soll ich nur sagen? Ich hab mich mehr oder weniger direkt in ihn verliebt. Anfangs war er ein Barkeeper, ein sehr glücklicher obendrein, und verliebt in Miss Mercy Underhill. Was allerdings durch ein großes Feuer so ziemlich ruiniert wurde. Danach verliert Timothy seine Stelle, da es die Bar ja nicht mehr gibt, und damit auch seinen eigentlichen Traum. Außerdem lässt der Brand spuren zurück, die sich in seiner Seele tief eingraben und sich auch auf seinem Gesicht spiegeln. So, wie ihm sein überheblicher und zugleich dämlich kluger großer Bruder Valentine Wilde weißmacht, wird er allerdings nie wieder eine Anstellung in einer Bar finden können. Recht hatte Val damit zwar, aber ich mag ihn aufgrund seiner Art wirklich gar nicht, was sicherlich auch auf den Widerwillen vom Timothy selbst zurückzuführen ist, denn durch ihn wird er Polizist im sechsten Bezirk. Die Autorin hat dabei ihren Handlungsort wirklich unheimlich gut und spannend gewählt, denn sie siedelt ihre Geschichte zu einer Zeit an, in der in New York wirklich Ordnung geschafft werden muss. Verbrechen und Korruption erreichten ihren Höhepunkt und Sicherheit war trügerisch, vor allem, weil immer mehr Iren ihr Glück in New York suchten und ‚ihren‘ Gott mitbrachten. Natürlich gab es direkt protestantische Gegner für die einfallenden Katholiken und schnell wurden Einwanderer zu einem noch niederen Gesellschaftsstatus gedrängt, als die Sklaven. Sicherlich kann man sich vorstellen wie explosiv die Stimmung war, dann auch noch einen Mordfall hineinzusetzen, der diese Stimmung noch einheizt, ist nahezu unmöglich. Aber die Autorin hat es mehr als nur gut gemeistert. Sie vereint einen angenehmen Schreibstil mit dem nachempfundenen damaligen Sprachgebrauch zu einem besonderen historischen Roman mit kriminalistischem Hintergrund. Figuren wie Timothy Wilde runden das Ganze zu etwas wirklich Besonderem ab, denn ich habe jede Sekunde des Lesens absolut genossen. Vor allem die Verwendung des Gaunerdialektes ‚Flash‘ macht die Geschichte sehr authentisch, wie ich finde. Ihr seht also, ich habe einen wahren Schatz gefunden. Den müsst ihr unbedingt lesen, allein schon um Timothy und seine gesunde Portion Sarkasmus kennen zu lernen. So komme ich nicht umhin, hierfür volle 10 Stöberkisten zu vergeben und ein weiteres Highlight auf meine Jahreslist der Highlights zu setzen.

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  • Der Teufel von New York

    Der Teufel von New York

    Langeweile

    01. March 2016 um 17:01

    Timothy Wilde ,der Protagonist dieses Romans,ist eine tragische Gestalt.Im Alter von 17 Jahren verliert er bei einem Feuer seine Eltern.Fortan muß er sich mit seinem älteren Bruder Valentine durchs Leben schlagen.Tim arbeitet als Barmann und spart jeden Dollar ,um seinem Leben eine Wendung zu geben.Tragischerweise ist es wiederum ein Feuer ,bei dem er nicht nur sein gesamtes Hab und Gut verliert ,sondern auch durch Brandwunden stark entstellt wird. Es ist das Jahr 1845 ,als die erste Polizeitruppe in New York gegründet wird. Durch seinen Bruder bekommt er einen Job als Polizist,was Tim eigentlich gar nicht will.Valentine ,der ebenfalls bei der Polizei arbeitet, , ein großer Trinker,kokainsüchtig und an vielen zwielichtigen Geschäften beteiligt. Bei seinen ersten Streifengängen begegnet Tim ein kleines Mädchen,welches nur mit einem blutigen Nachthemd bekleidet ist.Schnell steht fest ,es ist nicht sein eigenes Blut,aber wem gehört es dann?Als dann auf einem Gräberfeld 19 Kinderleichen gefunden werden überschlagen sich die Ereignisse.Die Spuren führen zu einem Arzt und einem Bordell. Es tauchen immer neue Fragen auf ,wer ist der geheimnisvolle Kapuzenmann mit der schwarzen Kutsche ?usw. Unter großen Anstrengungen gelingt es Tim Licht ins Dunkel zu bringen.Sein Chef und sein Bruder sind ihm dabei keine Hilfe. Unterstützung erhält er von der Bäckerswitwe Boehm ,bei der ein Zimmer bezogen hat und von Mercy ,einer jungen Frau die er sehr verehrt. Neben dem Kriminalfall,der einen großen Teil der Geschichte beherrscht ,geht es dann noch um die Konflikte zwischen den Amerikanern und den irischen Rebellen. Die Geschichte ist zwar flüssig geschrieben ,hatte aber durch mehrere Längen keinen durchgehenden Spannungsbogen. Fazit: Eine zwar gut recherchierte Geschichte,die mich nicht völlig überzeugen konnte. Buchtitel: Der Teufel von New York

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  • Düster und emotionsgeladen....

    Der Teufel von New York

    lievke14

    „Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt.“ (Kurzbeschreibung) "Der Teufel von New York" ist ein historischer Kriminalroman aus der Feder von Lyndsay Faye. Dieser Roman ist im Jahr 1845 angesiedelt und spielt vor dem Hintergrund der riesigen Einwanderungswelle von irischen Emmigranten in New York. Diese werden vom Großteil der amerikanischen Bevölkerung aus tiefsten Herzen gehasst. Ständige Bürgerrevolten stehen an der Tagesordnung. Genau zu diesem Zeitpunkt wird in der Stadt die erste Polizeieinheit aus dem Boden gestampft. Diese stößt allerdings ebenso wenig auf Wohlwollen und muss sich permanent mit dem wütenden Mob auseinandersetzen. Da gestaltet sich die Ermittlung in diesem unglaublich brutalen Kindermordfall als äußerst schwierig. Der junge neu ernannte Polizist Timothy Wilde, der nie als solcher sein Geld verdienen wollte, ist durch eine Feuersbrunst um sein ganzen Hab und Gut gebracht worden. Jetzt ist er ein Hüter des Gesetzes und ermittelt in einer Welt voller Lüge und Korruption. Timothy ist ein arg vom Schicksal gebeutelter Protagonist. Er schliddert seit seiner Kindheit von einer Tragödie in die nächste, weiß sich jedoch immer wieder aus eigener Kraft aus den verfahrensten Situationen herauszukämpfen. Mit einem guten Schuss Menschenkenntnis und einen Blick für das Wesentliche ausgestattet, dringt er bald tief in den politischen Morast des damaligen New York ein. Der Roman ist ziemlich düster gehalten. Man bekommt als Leser einen deutlichen Blick auf die gesellschaftlichen Zustände in dieser Zeit. New York wird als arg schauriges Plätzchen dargestellt, an dem im Grunde jeder tun und lassen kann, was er will. Mit Geld lässt sich alles regeln. Allerdings erscheinen die Beschreibungen durchaus historisch haltbar. Die Autorin hat sich mit ihren Recherchearbeiten viel Mühe gegeben. Neben dem Kriminalfall erfährt der Leser eine Menge Wissenswertes über das gesellschaftliche Leben im Amerika des 19. Jahrhunderts, das maßgeblich durch die ständigen religiösen Auseinandersetzungen zwischen Katholizismus und Protestantismus geprägt war. Der Erzählstil hingegen ist schon einigermaßen gewöhnungsbedürftig. Ich hatte einige Probleme, mich in die Geschichte einzulesen. Zu holprig und schwerfällig ging es zunächst los. Für die ersten 100 Seiten habe ich schon ein bisschen Durchhaltevermögen gebraucht. Erschwerend kam hinzu, dass die Autorin ihre Charaktere häufig in der sogenannten Gaunersprache „Flash“ reden lies, wodurch man ständig gezwungen war im Glossar nachzuschlagen. Aber glücklicherweise habe ich mich schnell an diesen Stil gewöhnt und konnte das Buch dann doch in einem Rutsch durchlesen. „Die Teufel von New York“ ist ein interessanter und spannungsgeladener Krimi im historischen Gewand, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Interessierte Leser sollten aber ein wenig Geduld mitbringen, denn ganz so einfach liest er sich nicht.

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    • 3

    gsimak

    19. February 2016 um 08:57
  • Licht und Schatten in einer überforderten Stadt

    Der Teufel von New York

    Caillean79

    24. January 2016 um 16:20

    Was mich an diesem Buch am meisten beeindruckt hat, ist die tolle Atmosphäre, die der Roman zum Leser transportiert. Man taucht förmlich ein in die finsteren Gassen der Stadt, hört das Hufgetrappel der Pferde, die Mietdroschken ziehen, und das Geschrei der Zeitungsjungen, die Neuigkeiten in die Welt hinausschreien. Das Buch zieht einen mitten hinein in eine Großstadt des 19. Jahrhunderts. Gotham, wie New York zu dieser Zeit genannt wird, ist zum Bersten voll mit Einwanderern. Vor allem verarmte Iren setzen ihre Hoffnung nach Missernten in der Heimat auf die „Neue Welt“ und landen scharenweise im Hafen der Stadt, die vollkommen überfordert mit der Situation scheint. Zu viele Fremde, zu viele Vorurteile, schnell wird Hass daraus… Etwaige Parallelen zur heuten Zeit sind rein zufällig, zeigen aber auch, dass diese Problematik bei weitem nicht nur das 21. Jahrhundert betrifft. Umso interessanter ist es, dies und die Auswüchse des „Ausländerkonflikts“ zur damaligen Zeit zu sehen und Vergleiche zu ziehen. Eigentlich geht es im Buch aber neben der angespannten politischen Situation um den grausigen Fund von 19 Kinderleichen, verscharrt in einem Wäldchen am Rande der Stadt. Die einen versuchen das Geschehene zu vertuschen, denn es könnte politisch brisant sein. Die anderen versuchen es öffentlich zu machen, um es für ihre (ebenfalls politischen) Zwecke zu nutzen. Diese Machtspielchen zwischen den Lagern machen es Neu-Polizist Timothy Wilde schwer, das Verbrechen aufzuklären. Zu oft wird behindert, verschleiert oder werden falsche Fährten gelegt. Letztendlich kann Timothy den Fall doch noch aufklären und hat eine erstaunliche Bilanz gegenüber seinem Polizeichef zu melden: „Verbrecher?“ „Zweieinhalb.“ „Verhaftungen?“ „Keine, Sir.“ Warum das so ist, das möchte ich natürlich nicht verraten. Nur soviel: Es ist genau so. Und es ist letztlich genau so richtig. Der einzige kleine Negativaspekt ist – das ist aber ein sehr persönliches Empfinden – dass man doch eine Weile braucht um reinzukommen in die Erzählweise des Buches. Außerdem gab es in der Mitte mal so einen kleinen Spannungsabfall, da kam kurzzeitig etwas Eintönigkeit auf. Die Handlung kam nicht richtig voran. Zum Glück war das nur ein kleiner Hänger, der sich im letzten Drittel des Buches zu einer spannenden Verbrecherjagd wandelte. Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte nicht zögern und diesen Roman schnellstens lesen – es lohnt sich, trotz der kleinen „Hängepartie“ in der Mitte.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Der Teufel von New York

    Der Teufel von New York

    anyways

    06. January 2016 um 20:54

    Als Geschwisterliebe kann man die Beziehung der Brüder Valentine und Timothy Wilde nicht gerade bezeichnen, sie sind immer noch schwer traumatisiert vom Tod ihrer Eltern, die bei einem Brand vor vielen Jahren ums Leben kamen. Jeder versucht auf seine Weise mit dem Verlust umzugehen. Während der Ältere Valentine, als Feuerwehrmann, sich geradezu in jedes Feuer stürzt, keine Prügelei auslässt und sich hemmungslos Wein, Weib und Morphium hingibt, versucht Timothy jedem Brand aus dem Weg zu gehen und seinem Leben einen seriösen anstrich zu geben. Das gelingt ihm bis zur Feuersbrunst im Juli 1845. Danach im Gesicht durch eine unschöne Brandnarbe gezeichnet, steht er vor dem existenziellen Nichts. Seine 400 Dollar, die er sich als Barkeeper angespart hat, um seine große Liebe heiraten zu können, sind im Feuer verschmolzen, seine Bar gibt es nicht mehr. Da Val durch seinen Dienst als Feuerwehrmann auch gute Beziehungen in die Politik hat, verschafft er Tim einen Posten in der neu gegründeten Polizei, den dieser widerwillig annimmt. Doch kaum beginnt er im 6. Bezirk, ein etwas heruntergekommenes Stadtteil von New York, läuft im ein blutbesudeltes kleines Mädchen in die Arme, kurze Zeit später wird die Leiche eines Jungen gefunden, dem neben dem Blut auch die Milz fehlt, und der wie Abfall im Müll landete.Diese beiden Ereignisse sind kein Zufall! Tim nimmt die Ermittlungen auf, und sieht sich bald noch mehr grausam entstellten Kinderleichen gegenüber. Die Alt- New Yorker Bevölkerung wird, dank des „Harolds“, alsbald über die geschändeten Kinderleichen informiert, ihr ganzer Hass richtet sich jetzt gegen die irischen Einwanderer. Eine tief verwurzelte Feindseligkeit zwischen Protestanten und Katholiken bricht sich einen Damm. In dieser aufgeheizten Stimmung versucht Tim, zusammen mit der kleinen Kindermusche, den Täter zu fassen. Eins hatten alle Kinder gemeinsam, sie waren in einem Bordell tätig. Lyndsay Faye gelingt mit ihrem Erstlingswerk wirklich ein fulminanter Roman. Gefallen hat mir außerordentlich, ihr historisches Wissen und das Gespür für die Lebensweise der damaligen Bevölkerung. Ihr Roman ist auch eine Huldigung an das berühmte NYPD, obwohl es sich in der Anfangszeit eher um einen bunt zusammengewürfelten Haufen aus Raufbolden, älteren Wachtmeistern und Gestrandeten handelte und noch so gar nichts mit ihrer heutigen Berühmtheit zu tun hat. Ihre Protagonisten sind allesamt vielschichtig, mit zahllosen interessanten Charaktereigenschaften, allen voran Timothy Wilde, lediglich aus der Figur der Mercy Underhill bin ich nicht ganz schlau geworden. Originell fand ich auch das Einbringen der „Gaunersprache“. Hierbei ist mir aufgefallen, dass ich einige Begriffe durchaus kenne und auch anwende (z. Bsp. Schäks für Freund oder Liebhaber), entweder das liegt an der Übersetzung oder diese Begrifflichkeiten sind wirklich schon so alt. Dieses Buch legt einen längst vergessenen, dafür umso erschütternden Bericht über die katastrophalen Umstände der irischen Einwanderer ab. Geächtet von den Alteingesessenen, vertrieben durch Hunger und Not aus der Heimat, stranden sie an Amerikas Küste, um hier ein besseres Leben zu beginnen, unter manchmal erbarmungswürdigen Umständen. Die Hetzpredigten des Harolds, die vor jedem Kapitel stehen legen ein erschütterndes Zeugnis dar und lassen sich problemlos in die jetzige Zeit transportieren, denn gegenwärtig fürchten wir anscheinend nichts mehr als die „Sozialschmarotzer“ (ein Begriff aus der aktuellen Debatte um die gelockerten Zuwanderungen von Bulgaren und Rumänen in die EU).

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  • "Der Teufel von New York" - ein fesselnder Krimi vor unglaublich bildhafter Kulisse!

    Der Teufel von New York

    Schmoekermaedchen

    Nachdem die Bar, in der Timothy Wilde als Barkeeper ein einfaches, aber glückliches Dasein fristet, bei einem Brand zerstört wird, bietet sein exzentrischer Bruder Valentine ihm einen Job als Polizist in der neugegründeten Polizei New Yorks an. Da nicht nur Timothys gesamte Ersparnisse, sondern auch seine Zukunft zerstört scheint, nimmt er die Stelle widerwillig an. Kurz darauf muss er nicht nur eine geistig verwirrte Frau festnehmen, die augenscheinlich ihr Baby ermordet hat; ihm läuft auch noch ein verstörtes kleines Mädchen in einem blutverschmierten Nachthemd in die Arme. Von nun an beginnen, für den frischgebackenen Polizisten, die ersten Ermittlungen, und es kommt noch schlimmer: auf einem abgelegenen Gelände stößt Timothy auf 19 verscharrte Kinderleichen. New Yorks Polizei jagt ihren ersten Serienmörder! Meine Meinung Dieses Buch vereint gleich mehrere sehr interessante Aspekte: zum Einen wird ein solider Krimi geboten, der mich bis zur letzten Seite fesseln konnte; zum Anderen schafft die Autorin es, dem Leser das Leben der "Unterschicht" im New York des 19. Jahrhunderts näher zu bringen. Die Geschichte startet ruhig und gemächlich, doch die Atmosphäre ist düster und bedrückend. Durch Armut, Hunger und letztendlich vorallem durch die Wellen irischer Einwanderer, die an die Küste New Yorks gespült werden, ist die politische und kirchliche Situation angespannt. Lyndsay Faye beschreibt Umstände und Umgebung so detailreich und bildhaft, dass ich das Elend und den Gestank, der zu dieser Zeit durch New Yorks Armenviertel wehte, fast riechen konnte! "Sollte es auf Erden eine breitere Straße als den Broadway geben, eine noch brodelndere Straße, eine Straße mit einem noch schwindelerregenderen Pendelausschlag zwischen ausgemergelten Opiumsüchtigen, denen die Fetzen vom Leib faulen und Damen in Ausgehkleidung, aufgetaktelt wie kleine Dampfschiffe, so kann ich mir das jedenfalls nicht vorstellen - und will es auch gar nicht." S.76 "Alles war dreckig, nur nicht die Schaufensterscheiben, alles war zu verkaufen, nur nicht die Pflastersteine, alles pulsierte vor Energie, aber keiner begegnete deinem Blick." - S.76 Besonders beeindruckt hat mich hierbei der Gebrauch der Gaunersprache "Flash", die die Autorin in ihrem Buch immer wieder einbaut. Zu jener Zeit war "Flash" eine Art Geheimsprache, die zwielichtige Gestalten für Gespräche nutzten, die nicht für jedermanns Ohren bestimmt waren. Ich gebe zu, anfangs hat mich nicht nur der Gebrauch dieses Dialekts, sondern auch der sehr außergewöhnliche, aber absolut zur Atmosphäre passende Schreibstil in meinem Lesefluss gehemmt. Ja, ich hatte wirklich ein wenig zu kämpfen und war drauf und dran, das Buch wieder zur Seite zu legen. Hat man sich jedoch erst einmal an die etwas holprige Sprache gewöhnt, liest es sich wirklich wunderbar und die Straßen von New York lassen einen nicht mehr los - Ehrenwort! Die Charaktere Timothy Wilde stellt anfangs vielleicht noch den typischen Verlierer dar, der nur im Schatten seines charismatischen und exzentrischen Bruders Valentine zu stehen scheint. Nach und nach zeigt sich jedoch, was in ihm steckt: ein durchweg sympathischer Protagonist! Es macht wirklich Spaß zu erfahren, wie die angespannte Situation - eine regelrechte Hassliebe - der beiden Brüder zustande kam und wie sie sich während der Geschichte weiterentwickelt. Auch die anderen Charaktere konnten mich von Beginn an überzeugen, denn sie sind allesamt toll gezeichnet und keineswegs stereotypisch. Immer wieder werden die schwierigen Verhältnisse, in denen die Figuren leben, spürbar und vorallem die Situation der Waisenkinder sorgte nicht nur einmal für einen dicken Kloß im Hals! Fazit "Der Teufel von New York"  wird nicht nur Fans historischer Romane begeistern, sondern auch jene, die Krimis mit solider Handlung und authentischen Charakteren zu schätzen wissen. Durch den anspruchsvollen Schreibstil ist dieses Buch ganz bestimmt keine leichte Lektüre für zwischendurch. Lässt man sich davon jedoch nicht abschrecken, so fühlt man sich bereits nach wenigen Kapiteln in eine Zeit versetzt, in der die arme Bevölkerung New Yorks, zwischen Schweinedung und Krankheiten lebt und die politische Situation die Stadt zu einem Pulverfass macht! Ich muss für dieses Buch einfach eine absolute Leseempfehlung aussprechen! Die Autorin verwebt auf spannende Weise ausführlich recherchierte, historische Fakten mit einem fesselnden Kriminalfall, würzt das Ganze mit einer Prise Korruption und politischen Problemen und serviert uns das Ergebnis vor einer detailgetreuen und atmosphärischen Kulisse. Dafür kann ich nur die volle Punktzahl geben!

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    • 2
  • Excellent recherchiert und ausgearbeitet, aber ein sehr zäher Beginn

    Der Teufel von New York

    Huschdegutzel

    13. September 2015 um 12:00

    Im New York des Jahres 1845 läuft dem jungen Polizisten Timothy Wilde auf der Straße ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme. Es trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer es ist – und was ihm zugestoßen ist. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände 19 vergrabene Kinderleichen. Es ist ein heikler Fall für die gerade gegründete Polizei: In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte und die politische Situation ist zum Zerreißen angespannt.... So besagt es die Inhaltsangabe und durch die sehr ausführlich geschilderten Strassenbeschreibungen fiel es mir sehr leicht, mich in alte New York zurück zu versetzen. Ich begleitete hier Timothy Wilde, der durch Zufall und der Unterstützung seines Bruder Val in den Polizeidienst gerufen wird. Einer Polizei, die gerade erst gegründet wurde und deren Mitarbeiter ein wilder Haufen aus Iren, Schlägern, wenigen Nichtsnutzen und eben auch aus Männern waren, die ihre Aufgabe sehr ernst nahmen. Sein erster Fall beginnt mit dem Auffinden eines Massengrabes mit 19 Kinderleichen - doch dient dieser Fall hier eher, um ein Sittengemälde der damaligen Zeit zu malen, das mir auf diese Weise völlig neu war. Autorin Lyndsay Faye hat hier sehr viel Recherche hineingesteckt - und bedient sich dabei auch der damals gebräuchlichen Gaunersprache - dem Flash. Es ist zwar ein kurzes Glossar hinten angehängt, aber bis ich mich daran gewöhnt hatte und begann, hier wirklich flüssig lesen zu können, hat es ungefähr 100 Seiten gedauert, die ehrlich gesagt recht mühsam waren. Ein wenig umständlich werden hier die Protagonisten vorgestellt, die mir im Laufe des Buches immer deutlicher vor Augen standen; wie auch ihr Leben und die Widrigkeiten, die das mit sich brachte - die politischen Verwicklungen und Intrigen eingeschlossen. New York kämpfte damals mit einer wahren Flut von irischen Einwanderern, die nicht unbedingt mit offenen Armen aufgenommen wurden - Parallelen zur Jetzt-Zeit sind durchaus zu ziehen. Als ich jene ersten Seiten allerdings hinter mir hatte, nahm mich das Buch immer mehr für sich ein - gerade die Sprache und auch die Umständlichkeit mancher der geschilderten Details gaben mir das Gefühl, am Geschehen tatsächlich als stiller Beobachter teil zu haben, der bis zum Schluss auf völlig falscher Spur war und der die Handelnden immer mehr ins Herz schloss. Leseempfehlung für alle, die sich durchkämpfen, dieses Buch zeigt ein New York, das die heutigen Einwohner wohl sehr gern verdrängen würden! 

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  • CSI anno dazumal

    Der Teufel von New York

    little_devil

    07. August 2015 um 13:47

    Ein Buch, welches ich bereits vergangenes Jahr gelesen habe, welches mir aber in sehr guter Erinnerung geblieben ist, stelle ich in dieser Rezension vor. Inhalt und meine Meinung Dem jungen Barmann Timothy Wilde wird nach dem großen Brand in New York von seinem älteren Bruder Valentine ein Posten in der neu gegründeten Polizei verschafft. Zunächst ist er wenig begeistert von seiner neuen Tätigkeit, zumal die Polizisten nicht sonderlich beliebt sind und er zudem seinen Dienst in einer Gegend verrichten muss, welche wir wohl heutzutage als "sozialen Brennpunkt" bezeichnenn würden.Eigentlich würde er am liebsten gleich seinen Dienst quittieren, jedoch läuft ihm praktisch vor seiner Haustür ein blutverschmiertes Mädchen in die Arme. Zudem wird auch noch ein toter Junge von einer Prostituierten in einem Mülleimer gefunden - ziemlich schnell ist Wilde klar, dass die beiden Fälle zusammenhängen müssen. So groß seine Abneigung gegen seinen neuen Job zu Beginn auch ist, schnell wird ihm klar, dass er diesen Fall lösen will und für Gerechtigkeit sorgen will. Unterstützung erhält er nicht nur vom Polizeichef, sondern auch von Reverend Underhill und dessen Tochter Mercy, welche er beide schon seit Kindertagen kennt. Die Ermittlungen führen ihn sowohl in den Dunstkreis der Kirche, als auch zu den irischen Einwanderern - zwischen ämtlichen Fronten kriselt es, so dass Timothy Wilde zunehmend gefährlich lebt.Schließlich erhält er den Hinweis, dass eine gewisse Silkie Marsh, Betreiberin eines Bordells, für das Verschwinden und den Tod von inzwischen 19 Kindern sein könnte.... Wie man dem kurzen Anriss des Inhalts schon entnehmen kann, verspricht das Buch jede Menge Spannung! Ehrlich gesagt war ich zu Beginn recht skeptisch, ob das Buch wohl halten mag, was es verspricht - in Nachhinein war jegliche Skepsis unbegründet, da das Buch mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Leser erhält einen Einblick in das Leben in New York, wie es im Jahre 1845 war. Die Atmosphäre ist eher düster, was aber sehr gut zum Inhalt des Buches passt. In den Dialogen finden sich immer wieder Begriffe aus der Ganovensprache, wie sie in dieser Zeit gesprochen wurde, was die ganzen Geschehnisse sehr gut greifbar macht. Timothy Wilde, der Protagonist, wird sehr gut dargestellt. Man kann seine Handlungen immer gut nachvollziehen, da das Buch aus seiner Perspektive geschrieben ist. Aber auch das Verhältnis zu seinem morphiumsüchtigen Bruder Valentine wird sehr detailliert beschrieben. Insgesamt sind alle für den Ablauf der Geschichte wichtigen Personen sehr gut dargestellt, so dass man Oberfächlichkeiten hier glücklicherweise vergeblich sucht. Fazit Die Auflösung erfolgt erst sehr weit am Ende, so dass man schon sehr lange miträtseln kann - mit meinem Verdacht lag ich nämlich falsch ;) Mir hat die Geschichte über den ersten "richtigen" Ermittler der New Yorker Polizei ausgesprochen gut gefallen, so dass ich sehr gerne 5 Sterne und eine Kauf- bzw. Leseempfehlung vergebe! Wer historische Kriminalromane mag, sollte hier auf jeden Fall mal ein Auge drauf werfen :)

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  • Die Anfänge des NYPD in einem packendem Thriller vor gut recherchiertem historischen Hintergrund!

    Der Teufel von New York

    Cieena

    17. July 2015 um 22:35

    Ich lieeeeebe historische Krimis! Ganz besonders solche, die im 19. Jahrhundert spielen. Der Teufel von New York passte daher absolut in mein Beuteschema. Schließlich konnte ich natürlich nicht anders und habe das Buch gekauft, hatte mich doch, neben dem Klapptext natürlich, auch schon das Cover voll in den Bann gezogen! . Handlung Bandenkriminalität, Mord, Erpressung…die Liste der Verbrechen in den New Yorker Gassen ist lang. Dies führt dazu, dass mit reichlich Verspätung im Vergleich zu anderen großen Städten wie London oder Boston eine Polizei eingerichtet wird. Die neu ernannten Polizisten sind ein Haufen wilder Schlägertypen. Zwischen Ihnen steckt auch der frisch gebackene Polizist Timothy Wilder, seiner Zeit zuvor Barmann, der sich noch nicht so richtig mit seinem neuen Job anfreunden kann. Während einer Kontrollrunde läuft ihm plötzlich ein mit Blut besudeltes Mädchen über den Weg. Sie kann und will nicht sagen wer sie ist – und vor allem was geschehen ist.  Immer wieder verstrickt sie sich dabei in Lügen, doch Timothy bleibt hartnäckig, doch sind die einzigen Worte, die sie zu dem Geschehen äußert: „Sie werden ihn in Stücke reißen!“. Schließlich wird am Tag darauf eine geschändete Kinderleiche gefunden und wenig später 19 weitere. Welche Bestie ist zu solchen Taten fähig? . Charaktere Hauptfigur dieses schaurig schönen New Yorker Kriminalromans ist der frisch gebackene Polizist Anthony Wilde. Zunächst erschien er mir wie ein klassischer Verlierer, der als Barmann meist in den Tag hinein lebt. Auch als Polizist erscheint er mir anfangs als nicht sehr motiviert und steht dabei schnell im Schatten seines charmanten, aber doch ziemlich rüpelhaften Bruders Valentine, seinerzeit Captain bei der Polizei und zugleich ein wichtiges Parteimitglied.  Die Beziehung der beiden Brüder ist angespannt, es herrscht mehr Groll als Sympathie zwischen den beiden, mit zunehmender Handlung spürt man jedoch immer wieder eine tiefe Verbundenheit zwischen den beiden. Auch wenn Timothy anfangs wenig begeistert ist von seinem Dasein als Polizist wird ihm (und auch dem Leser) eins sehr schnell klar: er ist ein Naturtalent! Und den Teufel von New York kann er keinesfalls davonkommen lassen! Eine weitere wichtige Figur im Buch, welche mir wahrscheinlich mit am besten gefallen hat, ist Bird Daly. Jenes Mädchen, welches Timothy bei einer seiner Runden mit blutigem Nachthemd in die Arme läuft. Von der Autorin wird sie als kleines, zartes 10 jähriges Mädchen irischer Herkunft beschrieben, welches ein aufgrund ihrer Herkunft unnatürlich reifes Verhalten an den Tag legt. Sie wird als ein sehr eigenwilliges und selbstbewusstes Mädchen beschrieben, dennoch merkt man, wie sie in der Obhut von Anthony allmählich zur Ruhe und beginnt wirklich einmal Kind sein zu können. . Schreibstil Der Schreibstil des Buches ist angenehm und flüssig zu lesen. Das Geschehen wird ausnahmslos aus der Sicht der Protagonisten in der Ich-Perspektive geschildert, was ich an sich sehr gelungen und passend fand um mich vollends in die Story hineinversetzen zu können. Allerdings hätte ein wenig Abwechslung meiner Meinung nach nicht geschadet. Ein Perspektivwechsel, z.B. aus Bird Dalys Sicht, hätte dem ganzen vielleicht noch etwas mehr Leben eingehaucht und dem Leser die Möglichkeit gegeben mehr in die Blickwinkel der benachteiligten Kinder mit einzutauchen. Ansonsten ist die Handlung in einfache Kapitel eingeteilt. Besonders gut hat mir gefallen, dass ein jedes Kapitel mit einem (Zeitungs-)Artikel aus dem damaligen New York beginnt, in welchem kurz und knapp ein Problem der arbeitenden Bevölkerung beschrieben werden, etwa hygienische Mängel, Krankheiten, die Kartoffelfäule oder die damalige Hungersnot in Irland. Mein Fazit . „Der Teufel von New York“ ist ein absolut gelungener historischer Thriller, der nicht nur einen spannenden Kriminalfall beinhaltet, sondern sich auch gekonnt mit den Anfängen des berühmt berüchtigten NYPD (New York Police Department) beschäftigt. Neben der eigentlichen Haupthandlung werden mithilfe einiger Nebenstränge Probleme der New Yorker Unterschicht thematisiert und dem Leser näher gebracht. Dabei spielen auch Themen wie Rassismus und „Wahlbeeinflussung“ eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Besonders auf die Einwanderungswelle der Iren und die daraus resultierenden Probleme, ausgelöst durch eine Hungersnot, werden in diesem Buch dargelegt. Dabei liegt der Fokus auch besonders auf den politischen Spannungen, die New York zu einem wahren Pulverfass werden ließen. Ich lese wirklich leidenschaftlich gern Bücher, die im 19. Jahrhundert spielen und sich nicht nur mit der „Upper Class“, sondern auch mit den wirklichen Problemen der arbeitenden Bevölkerung und Unterschicht beschäftigen. Auch wenn mich die damalige Zeit wirklich fasziniert und ich, sollten Zeitreisen irgendwann einmal möglich werden, sicherlich zu allererst diese Epoche anstreben würde, bin ich nichtsdestotrotz unglaublich froh in einer anderen Zeit geboren zu sein. Führt man sich allein das harte Leben der arbeitenden Bevölkerung und die hohe Mortalitätsrate vor Augen, so musste ich wirklich einige Male schlucken. Besonders gefallen hat mir in diesem Zusammenhang, dass die Autorin auch auf die damalige Gaunersprache „Flash“ eingegangen ist und diese ebenfalls in die Handlung und Dialoge mit eingearbeitet hat. Zu diesem Zweck findet der Leser im hinteren Teil des Buches eine kleine Vokabelliste. Auch auf das Schicksal vieler Waisenkinder wird in diesem Buch eingegangen und behandelt. An dieser Stelle möchte ich jedoch nicht zu viel verraten, da dies eng mit der Handlung verwoben ist. In meinen Augen hat sich das Buch etwas an der düsteren „Jack the Ripper Stimmung“ bedient, dies führte jedoch nur dazu, dass ich es nur umso lieber gelesen habe. Oft hatte ich das unmittelbare Gefühl die spannungsgeladene und düstere Stimmung New Yorks mit den Händen greifen zu können. Insgesamt hat mir dieses Buch ausgesprochen gut gefallen. Der Leser bekommt hier eine spannende und mitreißende Story geboten, die vor einem gut recherchierten geschichtlichen Hintergrund spielt. Diese Aspekte werden von einem handlungsnahen Schreibstil und tollen überzeugenden Charakteren untermauert. Auch das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn ich auf den letzten Seiten doch schon einige Dinge haben erahnen können. Dennoch muss ich sagen, dass mich die endgültige Auflösung dann schlussendlich doch überrascht hat, hier hätte man aber trotzdem das Potential noch weiter ausschöpfen und umsetzen können. Alles in allem bekommt der Leser hier einen schaurig schönen Roman mit einem tollen Cover aus dem 19. Jahrhundert geboten, der nicht nur Liebhaber dieses Genres einige schöne Lesestunden bescheren wird. Klare Leseempfehlung! Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr auch unter www.zeit-der-buecher.de

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