Lyndsay Faye Die Entführung der Delia Wright

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Inhaltsangabe zu „Die Entführung der Delia Wright“ von Lyndsay Faye

Jetzt im TaschenbuchEin neuer Fall für Timothy Wilde, den ersten Polizisten von New York: Dieses Mal geht es um die schöne Blumenverkäuferin Lucy Adams, deren Familie entführt wird, um politische Intrigen und um einen florierenden Sklaven- Schwarzhandel mitten im liberalen New York. Und um eine Leiche im Bett von Tims Bruder Valentine, seines Zeichens Polizei-Captain, Feuerwehrmann, korrupter Politiker, Frauenheld und noch einiges mehr. Um Valentine aus diesem Schlamassel herauszuziehen, begibt sich Tim auf eine riskante Gratwanderung zwischen Recht und Gesetz. Vom ›Wall Street Journal‹ zu einem der »zehn besten Kriminalromane des Jahres« gekürt.

Konnte micht restlos überzeugen, war jedoch auch nicht mein Gerne

— TatjanaVB
TatjanaVB

Wirklich zu Herzen gehende spannende history, Authentisch

— eulenmama
eulenmama

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  • Ein weiterer Fall des Timothy Wilde

    Die Entführung der Delia Wright
    TatjanaVB

    TatjanaVB

    28. January 2017 um 17:13

    Klappentext Ein neuer Fall für Timothy Wilde, den ersten Polizisten von New York: Dieses Mal geht es um die schöne Blumenverkäuferin Lucy Adams, deren Familie entführt wird, um politische Intrigen und um einen florierenden Sklaven- Schwarzhandel mitten im liberalen New York. Und um eine Leiche im Bett von Tims Bruder Valentine, seines Zeichens Polizei-Captain, Feuerwehrmann, korrupter Politiker, Frauenheld und noch einiges mehr. Um Valentine aus diesem Schlamassel herauszuziehen, begibt sich Tim auf eine riskante Gratwanderung zwischen Recht und Gesetz. Inhalt Lindsay Faye nimmt uns gekonnt auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert von New York. Diesmal gerät Timothy Wilde an einen Fall, der ihn in höchster Gefahr bringt. Denn Sklavenhändler entführen eine junge Frau und ihren Neffen und Tim tut alles dafür sie zu befreien, doch mit seinem Handeln fängt er sich die Unzufriedenheit der Partei ein. Außerdem gerät er in einen Konflikt mit einem korrupten Polizisten und seine Anhänger und wird als Sklavenfreund bezeichnet. Außerdem muss er sich um seine große Liebe Mercy sorgen machen, die mittlerweile in London lebt. Eine aufregende Jagd nach Gerechtigkeit beginnt und dieser Fall ist von höchster Brisantes. Denn nicht nur Tim bringt sich in Gefahr, sondern auch seine Freunde und sein Bruder Valentine. Kann Tim den Fall lösen und verliert er alles was ihm lieb ist…. Fazit Leider kann auch dieser Roman nicht restlos überzeugen. Mansche Abschnitte sind einfach zu lang beschrieben und ziehen sich u sehr, als das bei mir Spannung auftaucht. Die Charaktere an sich habe ich jedoch lieb gewonnen. Ich weiß nicht ob mich das Gerne Historythrill je überzeugen wird. Ich werde jedenfalls den 3. Teil noch eine Chance geben.

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  • Einfach nur wow und wunderbar lesenswert

    Die Entführung der Delia Wright
    Abby90

    Abby90

    11. May 2016 um 11:02

    Meine Meinung: Bereits vom ersten Band war ich ungemein angetan gewesen, das hat sich auch mit dem zweiten Band nicht verändert, wenn überhaupt bin ich noch mehr zum Fan mutiert, als ohnehin schon. Der Stil von Lyndsay hat sich erneut so toll gehalten und sogar noch entwickelt, sodass ich noch stärker mitfiebern konnte. Gekonnt hat sie ihre Figuren in Szene gesetzt und wieder historisches mit erdachtem wunderbar kombiniert, dass ich dachte, ich schaue Timothy selbst über die Schulter. Diesmal bekommt Tim es mit Sklavenhändlern zu tun, mit denen er sich eigentlich nicht hätte anlegen sollen, aber er tut es doch und findet sich schnell in einer Spirale aus Lügen und Intrigen wieder, die weder ihm noch seinem Bruder guttut. Als wäre das nicht genug, taucht auch noch eine wunderschöne Frau auf seiner Türschwelle auf, die ein dringendes Anliegen an ihn hat und damit nimmt das Übel auch schon seinen Lauf. In Band 1 mochte ich Valentine ja so gar nicht, diesmal jedoch, tat er mir schon fast leid und es gab Momente, in denen ich ihn am liebsten in den Arm genommen hätte. Einfach, weil ich irgendwie Mitleid mit ihm hatte. Das man noch mehr über ihn und Timothy´s Vergangenheit erfährt hat das Ganze noch mal doppelt so spannend werden lassen. Aber ich möchte euch nicht zu viel verraten. Für mich war es jedenfalls ein wirklich perfektes Lesevergnügen, das ich euch wärmstens empfehlen möchte. Vor allem Krimi- und Historien-Fans werden dieses Buch lieben. Daher vergebe ich hier volle 10 Stöberkisten für dieses wirklich geniale Buch.

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  • Die "Underground Railroad" bestens in Szene gesetzt

    Die Entführung der Delia Wright
    guybrush

    guybrush

    Ich bin ein Fan guter historischer Romane und Landsay Faye schreibt gute. Das ist bereits ihr zweiter, beide kann ich sehr empfehlen. Wie schon in „Der Teufel von New York“ ist es ihr wieder bestens gelungen die Turbulenzen des historischen New York unterhaltsam und spannend zu vermitteln. Das Elend der irischen Einwanderer, die Rechtlosigkeit der Schwarzen, das explosive politische Klima und immer wieder die bedrückende Situation der Kinder. Bestimmt nicht New Yorks beste, aber für mich als Leser eine seiner interessantesten Zeiten. Unterhaltsamer kann man historisches Wissen nicht vermitteln. Dichte Atmosphäre verpackt in eine spannende Geschichte mit schillernden, zum Teil historisch belegten Charakteren. Bestens in Szene gesetzt ist auch wieder das Verhältnis der beiden unterschiedlichen Brüder und die Entwicklung der neu gegründeten Polizei. Der Focus des Buches liegt auf dem informellen Netzwerk „Underground Railroad“, das Sklaven auf der Flucht aus den Südstaaten der USA nach Norden, z. B. in das sicherere Kanada, Unterstützung gewährte. Mit geheimen Routen, Schutzhäusern, Fluchthelfern und geheimer Kommunikation gelang es, zwischen 1810 und 1850 etwa 100.000 Sklaven zu befreien. Eine Besonderheit der Bücher, die mir sehr gut gefällt, sind die den Kapiteln vorangestellten Zitate. Es handelt sich ausnahmslos um Originalzitate aus zeitgenössischen Werken, in denen sich die ungeschminkten Meinungen der Verfasser recht entlarvend wiederspiegeln. (Pegida lässt grüßen!) Rassismus war zu allen Zeiten ein Thema. „Seiner Natur nach ist der Neger fröhlich, anpassungsfähig und träge. Allerdings zeigen sich bei den zahlreichen Nationen, die zu dieser Rasse gehören, eine enorme Verschiedenheit der intellektuellen Fähigkeiten. Das untere Ende dieser Skala bezeichnet zugleich die niedrigste Stufe der menschlichen Wesen überhaupt.“ Dr. Samuel George Morton, 1839 Andere Zeiten, die gleichen Ängste: „Das Übel, das wir beklagen, wird immer schlimmer. Europa überschwemmt das Land mit Emigranten: Großbritannien hat fünfundzwanzig Millionen Pfund bereitgestellt, um eine Million besitzlose Iren in dieses Land zu schaffen, die mit amerikanischen Arbeitskräften konkurrieren und sie ins Elend stürzen werden.“ Mr. Levin von der Native American Party, 1846

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    • 8
  • So atmosphärisch, dass du deine "eigene Zeit" vergisst ...

    Die Entführung der Delia Wright
    YvonneLaros

    YvonneLaros

    21. April 2015 um 22:32

    Kurzmeinung So atmosphärisch, dass du deine "eigene Zeit" vergisst ... Bewertung in Sternen 3 von 5 Sternen Inhalt Du verlässt dieses Jahrtausend und erwachst im Jahr 1846. New York ist dir sofort so vertraut, als ... Du musst einfach schon im Kopf des ersten Polizisten dieser Stadt geboren worden sein! Das Büro, in das diese dunkelhäutige Frau stürzt ... Schon bist du mitten in diesen Fall der Entführung verwickelt. Der Kampf gegen die Sklaverei liegt dir schon so lange am Herzen! Doch bist du auch bereit, dein Leben zu riskieren - weiter zu ermitteln, als der Fall eskaliert??? Meinung Timothy Wilde ... Die Figur eines Krimis??? Das kann nicht sein - Bücher brauchen normalerweise Verben, damit man sich vorstellen kann, was der Charakter gerade macht ... Bei dieser Geschichte brauchte es nicht einmal die, so lebendig waren Tim und die anderen! 2015? Ich weigere mich, so einen Quatsch zu glauben! Die Aufzeichnungen dieses Polizisten sind so geschrieben, als wäre das alles erst gestern passiert - so hat es sich für mich angefühlt, also soll mir niemand was anderes erzählen! Aber wenn ihr unbedingt darauf besteht, dass dieses Werk von einer Autorin der 2000er stammt: dann ist es mit seinem eher altertümlichen Schreibstil eben wahnsinnig authentisch verfasst! Ich gebe auch zu, noch nie was von der Gaunersprache "Flash" gehört zu haben und erst durch dieses Buch gelernt zu haben, dass daraus Begriffe wie "Kohldampf" oder "Bammel" entstanden sind. Sehr interessant und im Ganzen lehrreich übrigens! Trotzdem bestehe ich darauf, Tim sympathisch wie einen echten Menschen zu finden und zwischendurch viel mit ihm und seinem quirligen Bruder gelacht zu haben! Obwohl ich auch beichten muss, dass mir das Lachen ein bisschen im Hals stecken blieb, wenn ich bei all den Personen und Namen mal wieder darüber nachgedacht hab', wer "das denn jetzt noch mal war" ... Wenn ich drüber nachdenke ... Na, schön - es muss wohl wirklich ein Krimi gewesen sein, denn obwohl ich jedes Detail der damaligen Zeit gierig aufgesaugt habe, war da trotzdem immer wieder etwas, das mich gestört hat. Ermittlungen, Entführer, Mörder ... Das ist normalerweise nicht so meine gewohnte Umgebung ... Und auch bei diesem Fall hat mir das gewisse Etwas gefehlt, um mich vom Genre zu überzeugen ... Eine Auswirkung war, dass es sich für mich hin und wieder - vor allem zum Ende hin ziemlich gezogen hat ... Möchte ich diese Reise also missen? Auf gar keinen Fall!!! Dafür ist die Thematik viel zu wertvoll! Es liegt sehr viel an mir, der Leserin, die es nicht so mit Politik hat - und darum geht es ja sehr viel hierbei ... Auch dass der Protagonist mir zwar sympathisch, aber auch zu brav war - nicht seine Schuld! Und schließlich trägt dieses Buch ja auch etwas in sich, das ich sehr zu schätzen weiß, wenn es mir begegnet: Dynamik! Unter Anderem durch besondere Kniffe wie Überlegungen, die mir geschildert wurden, während Tim zeichnete ... Vernehmungs-Protokolle, die lebendig nacherzählt wurden ... Briefe ... Sehr kreativ! FazitKrimi-Freunde mit dem Herz am rechten Fleck sollten diese Zeitreise unbedingt wagen!!!

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  • Neues von den ungleichen Brüdern

    Die Entführung der Delia Wright
    Havers

    Havers

    16. April 2015 um 20:03

    Nach ihrem Umzug nach New York hat sich die amerikanische Autorin Lyndsay Faye für die Stadtgeschichte ihres neuen Wohnorts interessiert und in diesem Zuge auch die Entwicklung des New York Police Departments unter die Lupe genommen. Bisher sind dabei zwei spannende historische Kriminalromane herausgekommen,  die sich zum einen mit diesen Anfangsjahren der New Yorker Copper beschäftigen, zum anderen aber auch einen Blick auf das Leben in diesem Moloch werfen. Nach „Der Teufel von New York“ liegt nun auch der Nachfolgeband „Die Entführung der Deliah Wright“ vor, in dessen Zentrum wiederum die beiden Brüder Valentine und Timothy Wilde zu finden sind, die allerdings auf verschiedenen Seiten stehen. Timothy ist der Gute, „Copper“ der ersten Stunde mit hohen moralischen Grundsätzen. Valentine hingegen ist gewissenlos und nimmt es nicht so genau mit der Wahrheit, obwohl er ranghöher als sein Bruder ist. Durch seine politischen Aktivitäten ist er in diverse dubiose Geschäfte verstrickt. Sie sind wie Feuer und Wasser, und so ist es kein Wunder, dass es zwischen den Brüdern immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen kommt. Als am Abend des Valentinstages die Blumenverkäuferin Lucy Adams völlig verstört im Hauptquartier der New Yorker Polizei auftaucht, nimmt sich Timothy ihrer an. Ihr kleiner Sohn und ihre Schwester Deliah sind spurlos verschwunden, und der junge Polizist macht sich auf die Suche nach ihnen. Bei seinen Nachforschungen fördert er Unglaubliches zu Tage. Menschenhändler sind auf der Jagd, die in den Nordstaaten freie schwarze Bürger zuerst entführen und anschließend in die Südstaaten transportieren. Dort verkaufen sie diese dann in die Sklaverei. Schockierend, aber noch schockierender ist die Tatsache, dass diese Verbrecher offenbar von korrupten Politikern geschützt werden… Es ist ein Schmelztiegel, dieses New York des Jahres 1846, das Lyndsay Faye in „Die Entführung der Deliah Wright“ zum Leben erweckt. Einwanderer aus aller Herren Länder, aber vor allem aus Irland, suchen ihren Platz in einer Gesellschaft, die den Wert des Menschen an seiner Hautfarbe festmacht. Politiker und Verbrecher machen gemeinsame Sache, solange es sich nur finanziell auszahlt. Ehrliche Bürger und Polizisten wie Timothy kämpfen tagtäglich einen schier aussichtslosen Kampf gegen Gier, Korruption und Gewalt. All dies beschreibt die Autorin verpackt in einen ebenso spannenden wie informativen Kriminalroman, der auch ein gesellschaftliches Panorama des Alltagslebens in New York Mitte des 19. Jahrhunderts beschreibt. Lesen!

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  • Der Polizist von New York ist zurück

    Die Entführung der Delia Wright
    hundertwasser

    hundertwasser

    11. April 2015 um 14:46

    Nachdem in Der Teufel von New York seine Bar in die Luft geflogen ist, Timothy Anstellung bei der neugegründeten New Yorker Polizei gefunden und ein spektakuläres Verbrechen aufgeklärt hat, ist einer der ersten Polizisten New Yorks nun zurück und stürzt sich mit "Die Entführung der Delia Wright" Hals über Kopf in seinen zweiten Fall. Die Polizeibehörde ist erst ein Jahr gegründet und schon warten schwierige Aufgaben auf die Männer, die Verbrechen aufklären und die Bevölkerung beschützen sollen. Timothy hat sich das Vertrauen seines Chefs durch eine gute Aufklärungsquote erarbeitet und wird folglich bei kniffeligen Fällen eingesetzt. Der Hauptfall, den Timothy dem Leser aus der Ich-Perspektive schildert, ist die titelgebende Entführung der Delia Wright. Ihre Mutter bemerkt das Doch mit der Aufklärung der Entführung von Delia und ihrem Sohn sticht Timothy in ein Wespennest, das ihn und seinen Bruder Val in einen ganzen Strudel aus Verbrechen und Ränken stürzt. Timothy muss feststellen, dass der Kampf der Südstaaten gegen den Norden auch vor der farbigen Bevölkerung New Yorks keinen Halt macht. Sklavenjäger machen unverhohlen Jagd auf alle ehrbaren farbigen Mitbewohner und verdienen ein gutes Geld daran, unbescholtene Menschen in den Süden zu entführen und einen Reibach mit ihrem Schicksal zu machen. Als er wider diese Praxis Partei ergreift wird der Polizist als Abolitionist gebrandmarkt und bekommt den Gegenwind von Kollegen und der Politik zu spüren. Im Polizeiapparat ist sein Name nicht wohlgelitten und Timothys Schicksal steht auf Messers Schneide. Und zu allem Überfluss ruhen auch die Widersacher aus dem Vorgängerband nicht und bringen Timothy und seine Freunde mehrmals in die Bredouille. Ich schrieb es schon in meiner Besprechung des ersten Bandes um Timothy Wilde - die Dynamiken die Lyndsay Faye in ihrer Reihe zwischen Timothy und seinem großen Bruder Val entfesselt, erinnern nicht von ungefähr an die Gebrüder Sherlock und Mycroft Holmes. Wo Timothy oftmals mit seiner undiplomatischen und direkten Art gegen Wände rennt, zieht Valentin im Hintergrund die Strippen. Mit seinem promiskuitiven, spitzzüngigen und allen Wassern gewaschenen Bruder hat die amerikansiche Autorin zwei Charakterköpfe geschaffen, die sich im Gedächtnis des Lesers verankern. Wie sich diese zwei gegensätzlichen Brüder durch New York ermitteln und ihren Spuren folgen macht einfach Spaß zu lesen. Denn bei allem Ernst und aller Schwere des Themas würzt Lyndsay Faye ihre Erzählung immer mit einem guten Schuss Humor, der nicht deplaziert wirkt. Insgesamt ist "Die Entführung der Delia Wright" ein komplexer Kriminalfall, der ganz unterschiedliche Handlungsstränge miteinander verknüpft, trotzdem aber immer spannend bleibt und mit neuen Wendungen zu überzeugen weiß. Das Thema der nordamerikanischen Sklavenjäger, das dem Titel zugrunde liegt, habe ich so noch nicht in vielen Büchern gelesen. Hier erhält man erhellende Einblicke in ein dunkles amerikanisches Kapitel. Der neue Fall für Timothy ist seinem ersten Einsatz mindestens ebenbürtig und schafft es gekonnt, Historie mit Spannung zu verquicken. Zu loben ist auch die Übertragung ins Deutsche durch Peter Knecht, der den ironisch-treibenden Duktus von Timothys Schilderungen gut ins Deutsche rettet. Auch gelingt es ihm die im Buch teilweise verwendete Gangsterspache Flash adäquat im Deutschen wiederzugeben. So bleibt der Lesespaß erhalten - und wer mit den im Buch eingestreuten Flash-Floskeln nichts anfangen kann, der wird Glossar des Buches, das sich im Anhang befindet, fündig.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
  • Rundum perfekt, spannende Handlung, lebendig und bildhaft erzählt.

    Die Entführung der Delia Wright
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    26. March 2015 um 11:31

    Gerade ein halbes Jahr besteht die New Yorker Polizei, gegründet im Jahr 1846. Zu ihnen gehört auch der junge Polizist Timothy Wilde. In seinem zweiten Fall geht es um eine junge Frau, der Blumenverkäuferin Lucy Adams. Eines Tages meldet sie ihren kleinen Sohn Jonas und ihre Schwester Delia Wright als vermißt, bzw. sie wurden entführt. Beide sind nicht „rein“ weiß, sondern entstammen der Verbindung der beiden Hautfarben Weiß und Farbig. Der historische Hintergrund, der Menschenhandel mit Sklaven, bietet den Sklavenjägern Reichtum Das Buch beginnt mit dem Wiegenlied einer farbigen Mutter aus Neuengland: „In deinen Augen funkelt Licht, Dein Herz pocht froh, mein Kind, Von Not und Kummer weißt du nicht,   Die dir beschieden sind.“ Es ist ein Lied aus der Sklavenbefreiung. Timothy Wilde hat das Gespür für besondere Fälle. Und er hat einen chaotischen, aber sehr einflußreichen Bruder, Valentine. Allerdings „spielt“ der in einer ganz anderen Liga. Es ist sicher nichts Neues, wenn man darauf hinweist, dass Intrigen, Korruptheit auch schon in der damaligen Zeit auf der Tagesordnung standen. Jeder war auf sein Vorteil bedacht, wenn man an die damaligen Lebensumstände denkt. Schmiergelder standen auf der Tagesordnung! Dass das Thema Sklavenhandel auch nach dem Ende des Unabhängigkeitskriegs nicht beendet war, zeigt sich in der Geschichte um Lucy Adams und ihrer Familie. Auch die anhaltende Einreisewelle von Auswanderern aus Europa gehört mit zu New York. Die brisante Thematik des Sklavenhandels dürfte dem Leser wohl bekannt sein, ohne dass hier näher darauf eingegangen werden muss. Wie schon in ihrem ersten Roman „Der Teufel von New York“  schafft die Autorin einen klaren Blick in die damalige Zeit und man merkt all dem die gute Recherche an. Den Kapiteln voran sind zeitgenössische Zitate vorangesetzt. Durch die Ich-Erzähl-Perspektive des Polizisten Timothy Wile wirkt die Handlung sehr authentisch. Eben auch der besondere Schreibstil von Lyndsay Faye trägt dazu bei, dass die damalige Zeit glaubhaft herüber kommt. Sie hat eine Art, den Leser zu packen, dass es ihm schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere sind authentisch. „Die Entführung der Delia Wright“, ein Roman mit vielen Themen, die auch in der heutigen Zeit brandaktuell sind. Die Verbindung von Diskriminierung, Vorurteilen, Menschenhandel, -entführung fand ich sehr gelungen. Spannend geschrieben, ist es zu keiner Zeit langatmig. Ein Buch, das ich jederzeit weiterempfehle. Ein kleines Glossar befindet sich am Ende des Buches. Allerdings rate ich dazu, den ersten Band „Der Teufel von New York“ vorab zu lesen. Ihr würdet sonst etwas verpassen!

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  • "Es ist nicht zu fassen, zu welchem Maß an Selbstsucht der Mensch fähig ist."

    Die Entführung der Delia Wright
    Janine2610

    Janine2610

    Der Klappentext: 1846. Vor gerade einmal einem halben Jahr wurde die Polizei von New York gegründet. Timothy Wilde hat sich damals nur widerstrebend anwerben lassen, aber er hat sich als sehr talentiert für die Polizeiarbeit erwiesen. Und er glaubt sich inzwischen ganz gut auszukennen mit dem Verbrechen in seiner Stadt. Doch dann erscheint die schöne Blumenverkäuferin Lucy Adams in seinem Dienstzimmer: Ihr kleiner Sohn Jonas und ihre Schwester Delia sind entführt worden. Tims Ermittlungen führen ihn in ungeahnte Abgründe. Denn Lucys Familie ist 'gemischter', also nicht rein weißer Abstammung. Solche Menschen gelten als Freiwild für Verbrecherbanden, die freie schwarze Bürger im Norden in ihre Gewalt bringen und sie als Sklaven in die Südstaaten verkaufen. Der Einzige, der Tim jetzt helfen kann, ist sein schillernder Bruder Valentine, seines Zeichens Polizei-Captain, Feuerwehrmann, korrupter Politiker, Frauenheld und noch einiges mehr. Als dann in Valentines Bett eine Leiche gefunden wird, kehren sich die Vorzeichen um - jetzt ist es Tim, der versucht, seinen Bruder aus einem gefährlichen Schlamassel zu retten. Es ist eine riskante Gratwanderung zwischen Recht - und Gesetz ... Meine Meinung: Band zwei der historischen Krimireihe um den 28-jährigen New Yorker Polizisten Timothy Wilde ist, ebenso wie Band eins, wieder sehr faszinierend atmosphärisch und wirklich authentisch geschrieben. Die Autorin scheint sich mit dem Thema Sklaverei von Schwarzen im Amerika des 19. Jahrhunderts glaubhaft auseinander gesetzt zu haben. Ihre Schilderungen über die Sklavenjagd und den Verkauf derselben, die in dieser intelligenten und teilweise zum Schmunzeln bringenden Geschichte verwoben sind, sind wahrlich erschreckend, gleichzeitig aber auch sehr informativ. In diesem Buch hier muss sich der gutherzige und 'stille' Abolitionist (Abolitionismus bezeichnet eine Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei.) Timothy mit seinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn mit einigen skrupellosen Sklavenjägern und anderen barbarischen Halunken anlegen, um die hübsche, halbschwarze Delia und ihren kleinen Neffen Jonas aus deren Fängen zu befreien, damit sie ein für alle Mal in Sicherheit gebracht werden können. Und als wenn dieses Vorhaben nicht schon groß und riskant genug wäre, entdeckt Timothy dann auch noch eine weibliche Leiche im Bett seines geliebt-gehassten Bruders Valentine. Die Klärung dieser mysteriösen Todesumstände führen ihn in die Welt der geldgierigen, mächtigen, egoistischen und korrupten Politiker, die ihn beinahe an den Rand des Wahnsinns treibt. Dies ist Stoff, aus dem ein absolut gutes Buch geschrieben wurde! - Spannung, historisches Feeling, sympathische Charaktere und den nötig frechen Witz an den richtigen Stellen, findet man hier zur Genüge. Die Entführung der Delia Wright hat mir sogar noch besser gefallen, als Band eins, Der Teufel von New York. Lyndsay Faye hat hiermit einen mehr als würdigen Nachfolger geschaffen.

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    • 6
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    15. March 2015 um 12:52
  • Der Schucker von New York

    Die Entführung der Delia Wright
    progue

    progue

    Fast ein Jahr hat es gedauert, bis die nächsten Abenteuer von Timothy Wilde, dem Kupfersternträger der ersten Stunde, weitergehen und was soll ich sagen: Das fast fiebrige Warten hat sich gelohnt. Es gibt im Moment meiner Meinung nach niemanden, der Lindsay Faye im Bereich des historischen Kriminalromans das Wasser auch nur annähernd reichen könnte. Wieder denkt sie nicht daran, einfach ein Buch zu schreiben, nein: Sie nimmt uns mit, reißt uns durch die Zeit, wirft uns in das Gotham City der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts - New York. Bevölkert von hunderttausenden Armen, dazu kommen die verhungernden irischen Auswanderer, schwarze Sklaven, machtgierige Politikern, korrupte Polizisten, mörderische Bordellbesitzerinnen, hasserfüllte Sklavenjäger, Feuerwehrschlägertruppen und mittendrin Timothy Wilde, der Sonderermittler von Matsell, dem obersten Polizeichef der Stadt. Dieses Mal bekommt er es mit skrupellosen Sklavenjägern zu tun. Als eines Nachts eine wunderschöne Frau auf der Schwelle seines Kabuffs in den Tombs steht und ihn bittet, ihre entführte Schwester und ihren Sohn zu retten, kann er nicht ahnen, welche Katastrophen es nicht nur für ihn bedeuten werden. Lucy Adams, so stellt sich die Frau vor, sieht fast aus wie eine weiße Frau. Aber eben nur fast. Aus diesem Grund hat sie keine Rechte - jeder Sklavenjäger darf behaupten, sie wäre eine entflohene Sklavin aus dem Süden und darf sie entführen. Genau das ist ihrer Schwester und ihrem Sohn passiert, und sie fleht Timothy an, ihr zu helfen. Der Kupfersternträger gerät in einen Strudel unvorstellbarer Gewalt. Nicht nur, dass mehrere seiner schwarzen Freunde gequält und missbraucht werden, auch er gerät immer wieder in die Hände brutaler Schläger - erschreckenderweise sind viele Polizisten darunter. Gierig, skrupellos, nahezu geschützt vom Gesetz gehen diese Menschen gegen jeden vor, der sich ihnen in den Weg stellt. Und Timothy hat so wenige Freunde, die überhaupt in der Lage und Willens sind, sich diesen Machenschaften in den Weg zu stellen, so dass sein Leben schließlich genauso wenig wert ist wie das der schwarzen Bevölkerung. Was habe ich wieder mitgelitten! Die Autorin hat die große Begabung, Menschen zu kreieren, die so authentisch sind, dass man sich geradezu unter ihnen wähnt. Man kann sie direkt aus den Augenwinkeln neben sich entdecken, erkennt ihre Schwächen und Stärken, beobachtet, wie sie nach Geld, Macht, Überleben streben. Man verliebt sich gnadenlos in die "Guten", weil die bei all ihren Fehlern immer versuchen, das Richtige zu tun, man hasst die Antagonisten, die aber auch nicht Schwarz-Weiß gezeichnet werden, sondern bei aller Boshaftigkeit immer ihre Gründe und Ziele haben. Faye lässt ein enges Band zu den Protagonisten entstehen, um es irgendwann auf grausame Art zu durchtrennen und Tränen in die Augen des Lesers zu treiben. Nicht, wegen des Herzschmerzes an sich, sondern weil diese kalte Grausamkeit ein Teil des Lebens war und wahrscheinlich auch noch ist. Nie habe ich tieferen Einblick in die Sklavenzeit erhalten als in diesem Krimi, selten zuvor habe ich so geflucht, gelacht, geliebt, gehasst. Fazit: Eine der besten Reihen historischer Krimis, die ich kenne, und ich kann es kaum erwarten, den dritten Teil in den Händen zu halten.

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    • 5
    progue

    progue

    13. March 2015 um 07:53
  • Ein etwas anderer Krimi - authentisch und gut!

    Die Entführung der Delia Wright
    Der-Lesefuchs

    Der-Lesefuchs

    09. March 2015 um 10:09

    Zum Inhalt: Timothy Wilde, Polizist in den Tombs in New York steht vor einer neuen großen Herausforderung im täglichen Kampf gegen das Verbrechen. Er ist mittlerweile seit rund einem halben Jahr teil der Polizei und meint sich mit den Verbrechen in seiner Stadt gut auszukennen. Doch plötzlich steht die junge Frau Lucy Adams vor ihm in der Polizeistube und berichtet aufgeregt, dass ihre kleine Schwester Delia und ihr Sohn Jonas entführt wurden. Timothy macht sich sofort an die Ermittlungen und stößt recht schnell auf ein enges Netz an Sklavenhändlern, denn Lucys Familie stammt von Farbigen ab. Der Sklavenhandel zu dieser Zeit ist sehr verbreitet und es werden kaum Unterschiede gemacht, ob jemand ein freier schwarzer Bürger oder ein entflohender Sklave aus dem Süden der USA ist. Somit ist es auch denkbar, dass Lucys Familie Sklavenhändlern in die Hände gefallen ist. Timothy verstrickt sich immer wieder und zieht sogar seinen Bruder Valentin hinzu. Doch schnell braucht auch Valentin Unterstützung, denn in seinem Bett befindet sich eine Leiche. Meine Meinung: Das Buch hat mich sehr angesprochen, weiß man doch recht wenig über die Verhältnisse in Nordamerika zu der damaligen Zeit. Natürlich kennt man die Thematik der Sklaven in den Südstaaten, aber wie es damals im Norden er USA zuging, darüber hört man fast nichts. Um so mehr war ich gespannt und Lyndsay Faye hat es geschafft, in ihrer eigenen Art und Weise über das (etwas) fortschrittlichere Amerika in New York zu schreiben. Dort dürfen Farbige als "Freie" in der Stadt wohnen, auch wenn sie sehr oft Schickane und Schlimmeres erdulden müssen. Die Autorin hat einen guten Einblick in die damalige Zeit gegeben und auch Ihren Schreibstil der damaligen Zeit angepasst. Das machte die Story noch ein wenig authentischer. Fazit: Erst nach und nach enthüllen sich in der Geschichte viele Details, die Timothy in seinen Ermittlungstätigkeiten ans Tageslicht bringt und bis zum Schluss wird man im Unklaren gelassen, wer der Drahtzieher hinter allem ist. Ein etwas anderer Kriminalroman im New York in der Mitte des 18ten Jahrhunderts. Aber spannend und gut geschrieben, macht er Lust auf mehr.

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  • Spannender historischer Krimi

    Die Entführung der Delia Wright
    bieberbruda

    bieberbruda

    03. March 2015 um 18:00

    Der zweite Fall von Timothy Wilde. Auch dieses mal entführt und Lyndsay Faye ins historische New York und spinnt einen spannenden Krimi um das schwierige Thema Sklaverei. Die Story: Nach seinem ersten Fall ("Der Teufel von New York") ist Wilde zum Sonderermittler aufgestiegen. Am Valentinstag kommt die vollkommen aufgelöste Lucy Adams in sein Büro: Ihr Sohn Jonas und ihre Schwester Delia Wright wurden entführt. Lucy Adams ist aus "schwarzer" Abstammung und vermutet Sklavenhandel hinter der Entführung. Die sogenannten Sklavenjäger sind auf der Suche nach entflohenen Sklaven aus dem Süden des Landes, um sie auf den Sklavenmärkten zu verkaufen. Ein lukratives Geschäft! Deshalb haben sie aus auch auf "freie Schwarze" abgesehen. Timothy Wilde bittet seinen einflussreichen Bruder Valentin um Hilfe und bringt dadurch beide in große Schwierigkeiten... Meine Meinung: Auch dieser Band ist historisch gut recherchiert. Jedes neue Kapitel startet mit einem Zitat oder einer Notiz aus der damaligen Zeit und verdeutlicht das Problem des Sklavenhandels. Auch der Konflikt zwischen den Nord- und Südstaaten wird gut beschrieben. Obwohl in den Nordstaaten zu dieser Zeit keine Sklaven mehr gehalten wurden, waren die "Schwarzen" alles andere als sicher, da Sklavenjäger sie im Süden verkaufen wollten. Auch wenn man die groben Vorgänge schon kannte, waren mir viele Details neu, was das Lesen umso interessanter machte. Lyndsay Faye schafft es, dass der Leser sich gut in die damalige Zeit hineinversetzen kann. Die Charaktere sind authentisch und wachsen einem ans Herz. Ein spannendes Buch voller Intrigen, (politischen) Machtspielchen und Liebe zum Detail. Und wenn man eigentlich denkt, dass der Fall gelöst ist, legt das Buch noch einmal einen Zahn zu. Aber hier möchte ich natürlich nicht zu viel verraten. Einziges kleines Manko: Das Buch hätte ein wenig kürzer sein dürfen. Beim nächsten Band wünsche ich mir etwas mehr Tempo. Fazit: Ein spannender historischer Krimi mit gut recherchierten Hintergrundinformationen. Ich vergebe 4,5 Sterne.

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  • Sehr gute Fortsetzung!!!

    Die Entführung der Delia Wright
    Aleshanee

    Aleshanee

    "Ich habe keine sehr hohe Meinung von Menschen im Allgemeinen, aber manchmal sehe ich Einzelne ganz unscheinbare Dinge tun, die mir das Herz wärmen." S. 221 Zum Inhalt Sechs Monate nachdem Timothy Wilde mehr oder weniger freiwillig der neu entstandenen Polizeigruppe im New York des Jahres 1846 beigetreten ist, gibt es einen neuen, Aufsehen erregenden Fall. Timothy Wilde ist mittlerweile zum "Sonderermittler" aufgestiegen und hat ein kleines, aber immerhin eigenes Büro in den Tombs, dem Hauptquartier. Just am 14. Februar, am Valentinstag, kommt Mrs. Lucy Adams völlig aufgelöst zu ihm: ihre Schwester Delia und ihr Sohn Jonas sind verschwunden. Doch handelt es sich hier nicht einfach um eine Entführung - Lucy und ihre Familie stammen von Farbigen ab und das bedeutet, dass sie Sklavenjägern in die Hände gefallen sein könnten. Rasches Handeln ist gefragt, so dass Timothy sogar seinen Bruder Valentine um Hilfe bittet. Doch damit spielt er ganz anderen Kreisen in die Hände und ein Mord bringt den demokratischen Parteifreund Valentine in große Schwierigkeiten ... Meine Meinung Das Cover ist wieder wunderbar gelungen und ist ähnlich, nur in anderen Farben, wie Band 1 gehalten. Die Autorin lässt auch hier abermals den vom Barmann zum Ermittler aufgestiegenen Timothy Wilde in seiner ganz eigenen Art die Ereignisse erzählen. Nur wenige Sätze werden in der Ich-Perspektive eingestreut, so dass die Erzählung von Timothy noch authentischer wirkt. Auch wenn er hier und da ein bisschen abschweift, wirkt es nicht langatmig, sondern einfach nur interessant, die Facetten des Lebens in New York kennenzulernen. Timothy Wilde ist ein guter Beobachter und hat sich in dem halben Jahr, seit dem es die Polizeitruppe gibt, gut in seinem neuen Beruf zurechtgefunden. Überzeugt von seinen Prinzipien lässt er auch mal Gnade walten und tritt für die Menschen ein, denen das Leben und die Umstände einfach nur übel mitgespielt haben. Er zeichnet gerne, vor allem, wenn er unter Anspannung steht und versucht, sich damit abzulenken. Timothy leidet sehr unter der Trennung von Mercy Underhill. Auch wenn sie nie ein Paar waren, vermisst er ihre Gespräche und ihre Freundschaft. Auch hat er Hemmungen wegen seinem durch den Brand entstellten Gesicht und Angst davor, dass sich seine größte Furcht, die Abneigung, tatsächlich bewahrheiten könnte. Trotzdem stürzt er sich mit Feuereifer und seiner ihm eigenen Hartnäckigkeit auf den besonderen Fall und erhält auch tatkräftigen Beistand von seinem Kollegen Mr. Piest, den wir auch schon im ersten Band kennenlernen konnten. Timothys Bruder Valentine gefällt sich in seiner Rolle als großer Macher in der Partei der Demokraten, doch zu dieser Zeit muss man noch mehr darauf achten, was man tut und sagt - schnell gerät man in eine Schlägerei, bei der nicht selten ein Messer gezogen wird; und es gibt niemanden, der eingreift, eher steht eine anfeuernde Meute drumherum. Auch der Zusammenhalt in der noch frischen Polizeitruppe lässt zu wünschen übrig. Viele sind korrupt, neidisch und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht - doch kaum einer stört sich daran. Selbst die "reichen" oder "höhergestellten" Persönlichkeiten ziehen durch Hurenhäuser, verspielen ihr Vermögen, kassieren am nächsten Tag Schmiergelder, sind Saufbolde und abhängig von Opium - und auch noch Stolz darauf. Sich aber mit einer Farbigen einzulassen ist ein nicht wieder gut zu machender Skandal! Sehr deutlich wird sich hier mit dem Konflikt der Nord- und Südstaaten zu der damaligen Zeit auseinander gesetzt. Während im Süden die Sklaven wie Vieh gehalten werden, zeigt sich der Norden schon "fortschrittlicher" und es leben freie Sklaven in der Stadt, doch werden sie sehr schlecht behandelt. Es gilt auch als Bürgerpflicht, geflohene Sklaven zu verraten und dem Gesetz zu übergeben, was an jeder Ecke die Sklavenjäger hervorlockt. Lyndsay Faye hat einen ganz besonderen Schreibstil, der wunderbar in diese Zeit passt. Ab und zu verwendet sie Wörter im Straßenslang, wofür es im Anhang extra eine Tabelle gibt. Ich musste allerdings nie nachschauen, weil immer schlüssig war, was sie bedeuten. Das Buch beschreibt eine wirklich raue, grausame Zeit, in der es oft ungerecht und brutal zugeht und trotzdem hat die Autorin einen gewissen Flair erzeugt, dem ich mich nicht entziehen konnte. Auch gibt es viele kleine Andeutungen, die Spannung erzeugen und neugierig machen. Alles wird sehr anschaulich beschrieben, seien es die Charaktere, die damaligen Lebensumstände oder der Fall, das ganze ergibt ein sehr greifbares Bild und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Fazit Ein sehr guter zweiter Teil, von dem es hoffentlich noch Fortsetzungen geben wird. Authentisch, spannend und mit dem typischen, schonungslosen Charme der damaligen Zeit. Ein spannender Kriminalfall, der mehr als eine Überraschung bereithält. © Aleshanee Weltenwanderer Timothy Wilde Mysteries 1 - Der Teufel von New York 2 - Die Entführung der Delia Wright 3 - The Fatal Flame (original)

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    • 4
    Aleshanee

    Aleshanee

    28. February 2015 um 15:51