Lyndsay Faye Seven for a Secret

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Inhaltsangabe zu „Seven for a Secret“ von Lyndsay Faye

Timothy and Valentine Wilde must once again?delve?into the darkest underbelly of old New York.§When the beautiful and terrified Mrs Lucy Adams stumbles into the Tombs, headquarters of New York's newly formed police force, it's the beginning of a dense, thorny maze of crime for copper star Timothy Wilde. He's hardened to the injustices of life in the unforgiving city he's grown up in, but that doesn't mean he accepts it. With immigrants flooding into the docks every day, each community is both adapting and fighting for its place in the new world, and there are many who fall victim to the clash. But the worst menace growing on the streets are the blackbirders; slave catchers who make a tidy sum from their human trade. And Timothy is about to be taken right to heart of them...

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    Seven for a Secret

    anell

    02. July 2014 um 11:43

    YEAH more Valentine!!! Nachdem ich Anfang des Jahres "Der Teufel von New York" gelesen und restlos, absolut und unendlich begeistert war, musste sofort und postwendend Teil 2 der Timothy Wilde Mysteries her. Ich liebe Lindsay Faye und wenn sie sich morgen entschließen sollte Blaubeermuffinrezepte auf Bieruntersetzer zu schreiben, würd ich es kaufen und lesen. Ich mag einfach alles an den Büchern. Das Setting (dieses dreckige, abgefuckte Gangs-of-New-York New York); die Erzählstimme (Timothy ist ein ganz toller Ich-Erzähler) und vor allem die Charaktere. Ich gebe zu, könnte ich eine, eine einzige Figur aus irgendeinem Buch zum Leben erwecken, um mit ihr unsagbar heiße und furchtbar schmutzige Dinge zu tun, über die eine verheiratete Frau nicht einmal nachdenken sollte, dann wäre es Valentine Wilde. Ich mein, ich bin in auf meiner kleinen Literatour durch die Untiefen der Bücherwelt vielen glorreichen, kriminell veranlagten, feuerlöschenden, pansexuellen, drei-Gänge-Menü-kochenden, morphinsüchtigen Anti-Helden begegnet, aber keiner ... kein Einziger hat mich in ein solches grinsendes Fangirl verwandelt, wie Valentine Wilde. Zu meiner ungesunden Obsession im Bezug auf den älteren Bruder der Hauptfigur später mehr. Was ich an den Büchern von Lindsay Faye so mag ist, dass sie nicht zum hundersten Mal auf ausgelatschten Histo-Wegen wandeln. Sondern einfach mal so richtig schön anders sind. In meiner Auffassung eines "perfekten historischen Romans" merkt man beim lesen nicht einmal, dass man gerade einen Histo liest. Das mag jetzt wie das größte Paradoxon der Welt klingen, aber nichts vergrätzt es mir so sehr, wie wenn Autoren/Übersetzer plötzlich mit diesem "Historischen Sprech" um die Ecke kommen und dem Text eine Patina verpassen und mir so die Nähe zu den Figuren verloren geht. Seven for a secret ist Historie pur. Du liest zwei Seiten und bist einfach mitten drin. Es ist ehrlich, es ist gemein, brutal und unfassbar spannend. Beim lesen des Buchs war ich total fassungslos. Ich bin wirklich nicht so der Profi was amerikansiche Geschichte im Detail angeht, aber wenn man sich vorstellt, dass in einem Teil des Landes Menschen als Sklaven gehalten werden, während sie in einem anderen Teil "frei" leben können, ist das schon ziemlich erschreckend. Noch erschreckender wird es, wenn skrupellose Geschäftsleute anfangen auf offener Straße Leute aufzugreifen und einfach behaupten die Person wäre ein entlaufener Sklave und zack, ist betreffende Person auf dem Weg zurück nach Louisiana. Wenn das nicht mal wirklich ein Thema ist, dass einer Bearbeitung bedurfte. Einfach, damit man mal drüber nachdenkt, wie es zum Sezessionskrieg 1861 gekommen ist. Das Thema ist toll und das Buch wird durch seine großartigen Charaktere getragen. Wer jetzt aber hier ... ich weiß nicht, einen riesen Kriminalfall mit weitreichender Verschwörung erwartet, der könnte (ähnlich wie bei der Teufel von New York) etwas enttäuscht werden. Lindsay Faye konzentriert sich eher auf ihren Mikrokosmos aus Personen, die zusammen ein wirklich tödliches Netz aus Politik, Verbrechen, Polizei und Großstadt bilden. Wobei wir wieder bei den Figuren wären. Tim, ist wirklich ein süßer Underdog und genau das ist mein Problem mit ihm, und so ziemlich mein einziges Problem an den Büchern. An Tim merkt man einfach, dass hier eine Frau schreibt. Tim ist ... ja er ist (immer noch) sooo unfassbar verliebt in Mercy Underhill (die ich schon seit Seite 1 hasse wie die Pest). Leider ist Mercy in London und anstatt, dass sie den armen Jungen in Ruhe lässt, schreibt sie ihm geistesgestörte Briefe. Und er liebt sie trotzdem. Noch dazu liest er gern, kann zeichnen und ist wirklich und ehrlich treu wie Gold. Und da ist mir einfach manchmal ein bisschen zu viel des Guten. Eine weitere tolle Eigenschaft von Timmi ist, dass er echt keine Gelegenheit auslässt, um herauszukehren wie absolut unmöglich Valentine ist. Andauernd zählt er auf, was sein großer Bruder alles schlimmes anstellt, und dabei übersieht er mal geflissentlich, dass Valentine eigentlich wirklich ein guter Kerl ist, der sich immer für ihn den Popo aufgerissen hat. Valentine ist echt großartig, und das sag ich nicht nur als ewiges Fangirl, er ist von den beiden einfach der vielschichtigere Bruder. Ein weiterer Jubelstern geht an Silky Marsh. Die Puff-Madam, die eine so wunderbare Antagonistin ist, dass ich jedesmal halb ausflippen könnte, wenn sie mal wieder einen ihrer absolut fabulösen Auftritte hinlegt. Sie ist so böse, dagegen ist Maleficent eine Kindergartenkind. Es ist, wie bei Cersei Lannister ... ich liebe es diese Frau abgrundtief zu hassen und warte geduldig im Schatten auf ihren tiefen Fall. Vom Leseniveau ist das Buch schon etwas anspruchsvoller, aber immer noch machbar. In der deutschen Leserunde zu Teil 1 gabs ja viel Geschrei und Unmut über die Flash-Ausdrücke (das ist eine Gangstersprache). Zu Anfang hatte ich etwas Bedenken, ob ich dem Text und vor allem der wörtlichen Rede folgen kann, aber im Ernst. Das ist alles mal wieder zum Großteil selbsterklärend und unterm Strich kein großes Problem. Fazit: Was soll ich sagen. Lindsay Faye schreibt einfach genau die Bücher, die ich lesen will. Das Buch hat, bis auf die doch sehr "weibliche Überzeichnung" seiner Hauptfigur, für mich keine Kritikpunkte. Gods of Gotham/der Teufel von New York war schon großartig. Seven for a secret ist noch eine Spur besser. Mehr New York, mehr Verbrechen und vor allem ... mehr Valentine ... mehr von einfach allem. Wenn ihr historische Romane mögt und es auch mal düster, schmutzig und geradeaus sein darf. Wenn ihr tolle Charaktere mögt und keine Angst vor ein paar Flashausdrücken habt, dann wartet nicht länger und holt euch dieses Buch! Sofort! Ihr könnt es nur lieben. Oh und wer jetzt sagt: ABER ES IST IN ENGLISCH ... kein Problem. Ihr müsst zwar noch bis März nächstes Jahr warten, aber DTV bringt auch den zweiten Band heraus.

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