Kitty kennt nichts anderes, schon von Kindheit an ist sie eine Sklavin und verbringt Tag für Tag an der Seite ihrer Herrin um ihr jeden erdenklichen Wunsch zu erfüllen.
Grady dagegen erinnert sich Tag für Tag an seine Kindheit die sich für ihn so gar nicht nach Sklaverei anfühlte. Doch seit er verkauft und von allem Vertrauten getrennt wurde, wächst sein Hass allen Weißen gegenüber.
Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht eine besondere Verbindung, während die Welt um sie herum brodelt.
Lynn Austin hat hier einen beeindruckenden historischen Roman geschaffen, der die Sklaverei aus den unterschiedlichen Blickwinkeln verschiedener Sklaven darstellt, sowie einen besonderen Einblick in den Sezessionskrieg bietet.
Die Geschichte wird abwechselnd aus unterschiedlichen Blickwinkeln - jedoch immer aus der Sicht eines Sklaven - erzählt.
Sehr eindrücklich fand ich die so grundverschiedene Haltung von Kitty und Grady. Auf der einen Seite der tiefe Hass und die Abneigung allen Weißen gegenüber, andererseits die Selbstverständlichkeit, mit welcher Kitty alles tut, was ihre Herrin wünscht. Vor lauter Erniedrigung die sie von Kindheit an erlebt hat und den Lügen die ihr an den Kopf geworfen wurden, beginnt sie selbst zu glauben, was die Weißen über sie sagen.
Was die Sklaven in dieser Geschichte erleben und erleiden ist so unfassbar tragisch, dass es umso schwerer fällt zu wissen, dass dieser Teil leider nicht nur eine Geschichte ist, sondern für so viele Menschen bittere Realität war.
Ein ganz besonderes Buch, das ich von Herzen weiterempfehle!
































