Bibliothek der Träume

von Lynn Austin 
4,6 Sterne bei33 Bewertungen
Bibliothek der Träume
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Walking_in_the_Cloudss avatar

Jeder, der Bücher liebt, wird sich ein kleines Stück in Allie wiederfinden und über sie schmunzeln können, aber vor allem mit ihr mitfiebern

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Wunderbares Wohlfühlbuch mit der Erkenntnis, dass auch das Leben schöne Geschichten schreibt.

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Inhaltsangabe zu "Bibliothek der Träume"

Illinois 1936. Alice Ripley lebt in einer Traumwelt. Sie liebt es, in Büchern zu schwelgen und dem Happy End entgegenzufiebern. Doch ihr persönliches Glück rückt vollkommen unvermittelt in weite Ferne. Ihr Freund Gordon trennt sich von ihr, weil ihr angeblich jeder Realitätssinn fehle, und dann verliert sie auch noch ihre Anstellung in der örtlichen Bibliothek.
Alice flüchtet sich in die Berge Kentuckys. Eigentlich wollte sie in der Bücherei des winzigen Bergarbeiterdorfs Acorn eine Weile aushelfen, doch der Bibliotheksleiter ist ganz anders, als sie erwartet hat. Und so will Alice nur noch weg. Zumal sie sich als "Bücherbotin" nützlich machen soll, die allein in die entlegensten Gegenden reitet, um Menschen mit Lesefutter zu versorgen.
Doch Alice sitzt in Acorn fest, hat keine Chance, diesem Albtraum zu entkommen. Und bald muss sie feststellen, dass die Abenteuer, die das wahre Leben schreibt, tausendmal besser sind als die, die sie sich in ihren kühnsten Träumen ausgemalt hatte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783868273021
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:427 Seiten
Verlag:Francke-Buchhandlung
Erscheinungsdatum:01.01.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Walking_in_the_Cloudss avatar
    Walking_in_the_Cloudsvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Jeder, der Bücher liebt, wird sich ein kleines Stück in Allie wiederfinden und über sie schmunzeln können, aber vor allem mit ihr mitfiebern
    Buchrezension Lynn Austin - Bibliothek der Träume

    Lynn Austin ist eine begnadete Erzählerin, die es immer wieder schafft, ihre Leser mit den ersten Zeilen eines Romans völlig in eine andere Welt abtauchen zu lassen. Für „Bibliothek der Träume“ hat sie sich die Zeit der Weltwirtschaftskrise als spannenden historischen Hintergrund ausgesucht, vor dem sie eine nicht minder faszinierende Geschichte entspinnt, während der die Heldin von einem etwas naiven Bücherwurm zu einer patenten jungen Frau heranreift.

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    lieberlesen21s avatar
    lieberlesen21vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderbares Wohlfühlbuch mit der Erkenntnis, dass auch das Leben schöne Geschichten schreibt.
    Bücher-Wohlfühlbuch

    „Bibliothek der Träume“ ist ein 425 Seiten starker, kleingedruckter Roman von Lynn Austin. ********************************************************************************* Der Roman spielt 1936 in Amerika zur Zeit der Weltwirtschaftskrise. Eingebettet in eine Geschichte erfährt der Leser auch die Auswirkungen dieser Krisenzeit auf die Bevölkerung. ********************************************************************************* Worum geht es? Alice Grace Ripley, eine 22 jährige junge Frau und Pastorentochter, verliert Job und Freund! Da sie eine große Büchernärrin ist, trifft sie der Verlust ihres Bibliotheksjobs sehr hart. Sie sammelt für eine entlegene Gegend Bücherspenden und beschließt nun, da joblos, diese selbst hinzubringen. Ihr Hintergedanke ist, dass sie nach kurzer Zeit aus dieser Gegend wieder verschwinden wird. Dann kommt alles ganz anderst: Doch dort nehmen dann die Ereignisse ihren Lauf! Alice wird immer mehr in die Geschehnisse hineingezogen und schließt Freundschaften mit den Einwohnern. ********************************************************************************* So nebenbei im Laufe der Geschichte werden immer wieder christliche Werte vermittelt. Zb vergib den Menschen und trage nicht einen Sack voller Hass mit dir herum. ********************************************************************************* Die Protagonistin Alice habe ich gleich ins Herz geschlossen. Gefallen hat mir auch, dass Bücher durch berittene Bücherbotinnen auf entlegene Höfe gebracht werden und dass Kinder ganz scharf aufs Vorlesen sind. Am Ende muss Alice feststellen, dass das Leben auch schöne Geschichten schreibt. ********************************************************************************** Der Roman war mein zweiter von Lynn Austin und ich war begeistert. Trotz kleiner Schrift flogen die Seiten nur so dahin. Ein schöner Roman zum Abtauchen in einer vergangene Zeit um 1936, in Amerika zur Zeit der Weltwirkschaftskrise. *********************************************************************************** Für mich ist „Bibliothek der Träume“ ein Wohlfühlroman, der 5 Sterne verdient.

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    Domics avatar
    Domicvor 10 Monaten
    Big Stone Gap trifft Broken Wheel

    Ooooooh - das ist aber mal eine echte Entdeckung! So ein schönes Buch! So ein bissle wie Big Stone Gap trifft Broken Wheel, nur in Kentucky! Wusstet Ihr übrigens, dass die Hauptstadt von Kenntucky Francfort heisst und gerade mal etwas über 20.000 Einwohner hat? However, das ganze ist eine wirklich gelungene Small-Town-Geschichte mit vielen sympathischen Charakteren und spielt in den 30ger Jahren, in denen es die "Horseback-Librarians", die per Pferd Bücher in abgelegene Gegenden transportier haben, wirklich.  Ich habe das Buch als "Wonderland Creek" auf Englisch gelesen

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor einem Jahr
    Ein wundervoller Roman, ein Lesehighlight - ich liebe dieses Buch

    B̲̲u̲̲c̲̲h̲̲a̲̲n̲̲f̲̲a̲̲n̲̲g̲̲
    Blue Island, Illinois
    1936
    Wenn mein Leben ein Buch wäre, würde niemand es lesen. Die Leute würden sagen, es sei zu langweilig, zu vorhersehbar. 

    So fängt die Geschichte um Alice Grace Ripley an. Es endet aber nicht so wie sie weiter schreibt. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive von Alice erzählt. Bücher sind schon immer ihr Lebenselexier und von daher wundert es nicht, dass sie als Bibliothekarin in der örtlichen Bücherei arbeitet. Als der alte Elmar Watson stirbt, den sie aus der Bücherei her kennt, begeht Alice etwas, was man nicht macht. Sie liest während des Gottesdienstes der Beerdigung in einem Buch. Sehr zum Verdruss ihres Freundes Gordon, der im Bestattungsinstitut arbeitet. Er zieht einen Schlusstrich unter die Verbindung. Alice Idee, eine Sammelkiste für gebrauchte Bücher beim Bestatter aufzustellen, fand er absurd und pietätlos. Doch Alice verfolgt einen Plan, denn sie hatte gelsen, dass im Hinterland von Kentucky die Menschen Bücher und Zeitschriften brauchen. So wird fleißig weitergesammelt.
    Eine Fortsetzung der Beziehung mit Gordon, dann müßte sie Kompromisse machen. Und er will auch nicht mehr. Aufgrund der Wirtschaftskrise muss immer mehr eingespart werden. So verliert Alice ihren Job. Sie kann sich glücklich schätzen, ein Dach über den Kopf zu haben. Ihr Vater ist Pastor, ein gläubiges Haus. Als die Schwester ihrer Mutter zu einer Reise in die Appalachen macht, fährt Alice mitsamt etlicher Bücherkisten mit. Der Onkel meinte, der Weg führt durch Kentucky und er würde sie dort rauslassen. So entflieht Alice dem Gerede und auch der Familie. Ziel ist das Bergarbeiterdorf Arcon, Kentucky. Ein kleines Dörfchen auf dem Land mit nicht vielen Einwohnern. Aber das wird Alice erst vor Ort klar. Lynn Austin hat diesen Ort so lebensnah und anschaulich beschrieben, so dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, wahrhaftig dort zu sein.
    Die Bibliothekarin, mit der Alice schriftlichen Kontakt hatte, entpuppt sich als männliche Person, Leslie MacDougal.  Da ihr Onkel sie erst in zwei Wochen wieder abholen würde, kommt sie erst einmal in dem Haus der Bücherei unter. Unten war alles vollgestellt mit Büchern, und so unordenltich, nicht überschaubar. Ein Schock für Alice, die es so nicht kannte. Überhaupt war hier alles anders. Kein fließend Wasser, kein Strom. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Aufenthalt länger sein wird als gedacht. Und noch weiß sie nicht, dass es noch eine Bewohnerin in dem Haus gibt.  Dann erfährt Alice das erste Mal von den Bücherbotinnen, die in die abgelegenen Häuser reiten, ihm den Leuten Bücher oder Zeitschriften zu bringen. Und das mit dem Pferd!

         Bücherbotin - Vergangenheit
         Buchblogger - Gegenwart

    Die Frauen waren auf das Geld angewiesen, was sie durch dieses Projekt bzw. dem Hilfsprogramm, welches Präsident Roosevelt 1933 gründete, erhielten. Die Bücherboten waren eine Erfindung, die sich bezahlt machte. Denn sie waren nicht nur Überbringer von Lesestoff, sondern halfen auch sonst. Und wenn es nur ein kurzes Gespräch war, ein Lichtblick für die so abgeschieden lebenden Menschen. Hier wurde das Geld sehr gebraucht, denn nach der Schließung der Mine waren viele Männer arbeitslos geworden und es herrschte Armut.
    Kaum ist Alice da, passiert auch schon ein Unglück. Nur Lillie kann retten. Sie, die fast hundert Jahre alt ist, wohnt im Haus der Bücherei. Eine alte dunkelhäutige Frau, der Heilkunde mächtig. Sie hat ihre eigene Geschichte, die dem Leser im Laufe der Handlung offenbart wird. Und auch Mack, die Leslie genannt wird, ebenfalls.
    "Bibliothek der Träume" zeigt offen und realistisch das damalige Leben, die Zeit der Wirtschaftskrise in den USA. Sehr realistisch und fesselnd geschrieben. Die Protagonisten kommen authentisch herüber. Vor allem Lillie beeindruckt zum einen durch all ihre medizinischen Kenntnisse als auch durch ihre "schlauen" Sprüche. Man meint, sie könnte hellsehen. Durch sie lernt Alice einiges über Kräuter als auch aus ihrem Leben. Man bedenke, diese Frau war knapp hundert Jahre, als Sklavin geboren und nur ihr tiefer Glaube lässt hoffen.

    Für mich war  "Bibliothek der Träume" das erste  Buch der Autorin Lynn Austin. Ich habe mir danach noch einige Romane besorgt, weil mir ihre Art eine Geschichte zu erzählen, dem Leser nahe zu bringen, sehr gut gefallen hat.
    Dass was sich anfangs für Alice als Albtraum in Acorn, Kentucky darstellt, entwickelt sich zu einem großartigen Roman. So wie Alice als Protagonistin. Die, die sich immer in die Traumwelt der Bücher flüchtete, wird flügge, erwachsen. Ihre Verwandlung mitzuerleben, großartig.
    Es wurde an keiner Stelle irgendwie langweilig und immer wieder gab es zwischendurch eine überraschende Wendung, so dass das Buch sehr zu fesseln wusste.
    Ob in der Vergangenheit oder dem Jetzt ganz wichtig sollte uns büchersüchtigen Lesern klar werden, es gibt auch noch das richtige Leben. Das ist auch eine von den gewonnenen Erkenntnissen von Alice.

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    Hypokrass avatar
    Hypokrasvor 3 Jahren
    Bibliothekarin aus der Stadt entdeckt in den Bergen das wahre Leben

    Das Buch

    Es ist ein Paperback. Vorne drauf sieht man eine junge Frau die die Heldin sein könnte und unten die Berge Kentuckys.

    Und so beginnt es:

    "Wenn mein Leben ein Buch wäre, würde niemand es lesen. Die Leute würden sagen, es sei zu langweilig, zu vorhersehbar. Eine Geschichte, wie sie schon tausend Mal erzählt wurde. Aber ich war mit meinem Leben ganz und gar zufrieden - bis die hinteren Seiten aus meiner Geschichte herausgerissen wurden, bevor ich die Gelegenheit hatte, glücklich bis an mein Lebensende zu leben."

    Zusammenfassung

    Kurz: Junge Frau aus einer Stadt im Flachland verschlägt es in die Berge Kentuckys, wo sie auf die Welt kommt.
    Etwas länger: Alice Ripley ist Pfarrerstochter und von Beruf Bibliothekarin. Sie hatte bisher ein behütetes Leben und wird aufgrund der Weltwirtschaftskrise arbeitslos. Weil sie ein Gutmensch ist beschliesst sie, eine Büchersammlung zu organisieren und die Bücher gleich selbstzu den bedürftigen Menschen in Kentucky zu bringen. Womit sie jedoch nicht rechnet ist, dass sie länger dort bleibt als geplant. Und das hat für sie gravierende Folgen auf den weiteren Verlauf ihres Lebens.

    Stil:

    Es wird aus der Perspektive der Protagonistin geschrieben. Vieles bekommt man nicht mit bei dem man nicht weiss, ob das jetzt wichtig wäre. In so gut wie jedem Fall stellt es sich im Nachhinein heraus, dass es gepasst hat. Die Schreibe ist flüssig, einzig die relativ häufigen Wiederholungen der Selbstüberzeugungsversuche von Alice, dass sie ja sowieso bald wieder heimgeht, fangen irgendwann an zu nerven.

    Figuren:

    Alice Ripley: Sie ist eine behütet aufgewachsene, total blauäugige Büchernärrin die kein eigenes Leben hat. Sie durchlebt viel lieber die Abenteuer in den Büchern. Das geht ihrem Freund irgendwann so auf die Nerven, dass er mit ihr Schluss macht. Sie versteht überhaupt nicht wieso und man will sie auf jeder zweiten Seite an den Schultern packen und schütteln. Aber mit der Zeit setzt eine Veränderung ein. Diese ist langsam genug um glaubhaft zu sein.

    Mack: Die "Bibliothekarin" mit der Alice vereinbart die Bücher nach Acorn in Kentucky zu bringen, ist trotz ihres Namens Leslie ein Mann. Und die beiden mögen sich überhaupt nicht. Bis auf eine Kleinigkeit: Mack liebt Bücher genauso sehr wie Alice.

    Miss Lillie: Eine ehemalige Sklavin, Ziehmutter von Mack und die treibende Kraft hinter der nun beginnenden Geschichte von Alice' Leben. Sie ist mit ihren über 100 Jahren schon sehr alt, hat aber einen klaren und scharfen Verstand und was fast noch wichtiger ist, einen natürlichen und unerschütterlichen Glauben an Gott. Im Gegensatz zur Alice, die bisher lediglich fromme Pflichten erfüllt hatte.

    Auch die anderen Figuren werden sehr schön beschrieben, man kauft der Autorin die Figuren ab. Sie sind stimmig und individuell. Obwohl ich einige Zeit brauchte, bis ich sie alle auseinander halten konnte.

    Sprache:

    Die Sprache ist angepasst. Sie ist nicht "altertümlich" und flüssig zu lesen. Und man spürt schön die Stimmungen der einzelnen Personen heraus.

    Fazit:

    Es ist klar, dass in einem christlichen Buch Gott eine Rolle spielt, eigentlich sogar eine sehr zentrale. Die Autorin begeht aber nie den Fehler, mit erhobenem Zeigefinger eine Botschaft rüberbringen zu wollen. Die Aussage des Buches ist vollkommen klar, der "christliche Anteil" daran unterstreicht sie auf natürliche Weise.

    Da ich die Autorin bisher noch nicht kenne kann ich nichts zu ihr sagen. Aber dieses Buch hat mir gefallen und wer eine spannende und soweit ich es beurteilen kann gut recherchierte Geschichte aus dem Amerika der Weltwirtschaftskrise lesen möchte ist mit diesem Buch gut beraten.

    4 von 5 Sternen und eine Kaufempfehlung.

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    LucyAnns avatar
    LucyAnnvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Unfassbar fesselnd!
    Unfassbar fesselnd!

    Als erstes muss ich betonen, dass das mein erstes Buch von Lynn Austin war. Mir wurden ihre Romane empfohlen, und das war quasi mein "Einstieg" (in eine bisher nicht nachlassende Droge ;))

    Die Story ist sehr realistisch (trotz vieler plötzlicher Vorkommnisse) und auch der Charakter von der Bücherbotin wider Willen, Allie, ist sehr überzeugend geschildert. Fast muss man lachen, wenn man die Umwelt vergisst und derart an einen Roman gefesselt ist, in dem die Protagonistin merkt, dass die Bücherwelten nicht alles sind, sondern dass auch in der realen Welt spannende Abenteuer und interessante Leute auf sie warten.
    Mich hat das Buch gefesselt und gepackt, ich konnte gar nicht mehr aufhören! Da kam es mir sehr Recht, dass es so viele Seiten hat...
    Also: Tolle Geschichte, sehr zu empfehlen!!

    Ach ja: Die Geschichte spielt 1936 in den USA. Es ist, finde ich, selten - und eine gute Abwechslung - über diese Zeit etwas zu lesen, was nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun hat. Sondern einen weiteren Ausblick zu bekommen.

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    LEXIs avatar
    LEXIvor 5 Jahren
    Ein wundervolles Buch!!!

    Die junge Pastorentochter Alice Ripley führt ein behütetes Leben in Blue Island, Illinois. Trotz ihrer Ausbildung zur Lehrerin arbeitet sie als Bibliothekarin, wo sie täglich von Büchern umgeben ist. Die Welt der Bücher ist ihre große Leidenschaft, der sie beinahe ihre gesamte Freizeit widmet. Wann immer es ihr möglich ist, steckt sie die Nase in ein Buch, erlebt auf diese Weise aufregende Abenteuer mit interessanten Figuren. Doch eines Tages stürzt ihre heile Welt ein, und Alice verliert nicht nur ihren Job, sondern muss auch noch die Trennung von ihrem Freund verkraften. Als ihre Tante Lydia zu einer Reise aufbricht, bittet sie ihren Onkel Cecil, sie im Auto mitzunehmen. Alice plant, ihre für wohltätige Zwecke gesammelten Bücher persönlich in der Bibliothek des winzigen Bergarbeiterdorfs Acorn abzuliefern und dort freiwillige Aushilfe zu leisten, bis Tante Lydia wieder zurückkommt. Doch die erwartete Freude und Dankbarkeit des örtlichen Bibliothekars bleibt aus, und Alice darf nur bleiben, weil es bis zu Onkel Cecils Rückkehr keine Möglichkeit gibt, nach Hause zu fahren. Was Alice nun in Acorn erwartet, ist eine für sie völlig fremde Welt, ein hartes, entbehrungsreiches Dasein, das bar jeglichen Luxus wie fließendes Wasser oder Elektrizität ist. Für Alice beginnt nun ein Abenteuer, das erstmals nicht in ihrer Bücherwelt, sondern in der Realität stattfindet. Und erstaunlicherweise verwandelt sich das zaghafte junge Mädchen innerhalb weniger Wochen in eine mutige junge Frau, die anpackt, wo Hilfe benötigt wird und sich den Gegebenheiten vor Ort stellt. Sie erkennt langsam, wie viel intensiver das Leben ist, wenn man aktiv daran teilhat, und wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen sein können…

    Kann es wirklich Zufall sein, dass genau dieses Buch meinen Weg kreuzt? Als völlig bibliophile Leseratte, die bereits als Kind jede freie Minute nutzte, um ihren Kopf in ein Buch zu versenken – und dann auch vollständig darin zu versinken und ihre Umwelt zu vergessen - konnte ich mich in die Protagonistin dieses Romans sofort hinein versetzen. Es war dies meine erste Lektüre von Lynn Austin, deren Schreibstil ich als flüssig und sehr eindrucksvoll beschreiben kann. Die detaillierte Beschreibung der Einwohner des winzigen Bergarbeiterdorfs Acorn und der alltäglichen schweren Arbeiten, die sie bewältigen müssen, hat mir über alle Maßen gefallen. Das Auftauchen der Protagonistin Alice aus ihrer Welt der Bücher und das tiefe Eintauchen in die Realität mahnt den Leser, wie wichtig es ist, am Leben aktiv teilzuhaben, und nicht nur über Erlebnisse und Erfahrungen anderer zu lesen. Auch inhaltlich kann ich dieses Buch jedem ans Herz legen, der eine abenteuerliche Geschichte mit viel Charme, einer Prise Humor und einer kleinen Liebesgeschichte lesen möchte. Die ehemalige Sklavin Lillie steuert zu dieser wunderbaren Mischung noch eine Menge kluger Lebensweisheiten bei und demonstriert bei jeder Gelegenheit die heilsame Kraft des Gebetes und ihren unerschütterlichen Glauben an Gott, der tief in ihr verankert ist, und auf dessen Hilfe sie stets fest vertraut. Doch auch Alice, die als Pastorentochter einen starken Glauben hat, erkennt durch Lillie, dass es nicht genügt, die sonntägliche Messe zu besuchen, sondern den Glauben auch zu LEBEN.

    Ein wunderschöner Roman, der mein Lesejahr wirklich sehr bereichert hat! Vielen vielen Dank an „heaven4you“, die mir dieses grandiose Buch empfohlen hat!

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    Synapse11s avatar
    Synapse11vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Allice ist so lesesüchtig, daß sie ihren eigenen Freund, statt mit seinem Namen, mit dem Namen der Hauptfigur des aktuellen Buches anspricht
    WIE REAL IST DIE REALITÄT?

    WIE REAL IST DIE REALITÄT?
    *
    INHALT
    :
    Alice Ripley ist so lesesüchtig, dass sie selbst bei einer Beerdigung ihre Finger nicht vom Buch lassen kann und ihren eigenen Freund, statt mit seinem Namen, mit dem Namen der Hauptfigur des aktuellen Buches anspricht. Alice hat den Bezug zur Realität verloren und lebt in der Traumwelt ihrer Bücher. Als es sie dann fernab der Zivilisation in ein kleines Dorf verschlägt, in den nur die Reichen elektrisches Licht haben, Ändert sich ihr Leben schlagartig. Eigentlich wollte sie nur eine Bücherspende dort hinbringen, wird aber in die grüßten Abenteuer ihres Lebens verwickelt. Ganz verändert kehrt sie nach Hause zurück und denkt, das glaubt mir keiner, das gibt es doch alles nur in Büchern. Aber die größte Überraschung erlebt Alice erst, als sie längst zuhause ist.
    *
    MEINE MEINUNG:
    Die Geschichte ist in der Form des Ich-Erzählers geschrieben. Man könnte fast meinen, es handelt sich um Alices Biografie. Die Protagonistin ist mir schnell ans Herz gewachsen. Oft  konnte ich schmunzeln, wenn Alice wieder mal ein Missgeschick widerfuhr, weil sie Augen und Nase lieber ins Buch steckte, statt bei der Sache zu sein. Alice ist das kindliche Staunen und Träumen erhalten geblieben, samt den Ausreden  "Ich kann nichts dafür",   "das Buch war so spannend",  "hätte anderen auch passieren können".
    Ich konnte mit Alice mitfühlen, als sich ihr Leben drastisch änderte. Als Bücherbotin findet sie dann auf eine ganz andere Weise den Bezug zu Büchern und den Menschen die sie lesen. Es ist von der ersten Seite an spannend, Alices Lebensweg mit zu verfolgen.  Ein Stückchen von Alice steckt doch in jedem der gern liest. Dadurch kann sich der Leser an vielen Stellen im Buch selbst wiederfinden.
    Das letzte Drittel musste ich in einem Rutsch lesen - Hochspannung und viel Gefühl! Ein atemberaubend schönes Buch. Ich habe mich in das kleine Dorf Acorn fernab der Zivilisation mit Hütten ohne elektrischem Licht und Wasseranschluss versetzt gefühlt. Mit Lynn Austin habe ich eine neue Lieblingsschriftstellerin gefunden. Ich möchte unbedingt noch mehr Bücher von ihr lesen. Wunderbarer Stil, lebendige Protagonisten und eine klare Botschaft zeichnen Lynn Austin aus.
    *
    MEINE LIEBLINGSTEXTSTELLE:
    “Ich hatte zahllose Romane gelesen und jetzt schien es, als liefen in dieser Stadt alle nur denkbaren Handlungen parallel ab.” (S. 219)
    *
    FAZIT:
    Eine Geschichte über eine junge Frau und deren abenteuerliche Geschichten, die realer sind, als sie glaubt.

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    Smilla507s avatar
    Smilla507vor 6 Jahren
    Rezension zu "Bibliothek der Träume" von Lynn Austin

    Illinois 1936: Alice, eine absolut bücherfanatische junge Dame, führt ein überschaubares Leben. Sie liest viel (eigentlich ständig, sogar auf Beerdigungen), arbeitet in der Bibliothek und ist mit ihrem Freund Gordon zusammen. Doch mit einem Schlag ändert sich ihr Leben: Die Wirtschaftskrise schlägt zu und ihre Stelle in der Bibliothek wird gestrichen. Ausserdem macht ihr Freund Schluss mit ihr. Um ihrem eintönigen Dasein zu entfliehen beschliesst sie spontan Bücherspenden bei einer Bibliothek in Kentucky vorbei zu bringen. Kaum in dem winzigen, verschlafenen Nest namens Acorn angekommen, muss Alice feststellen, dass nichts ist, wie sie sich vorgestellt hat: Die Bibliothekarin Leslie - auch Mack genannt - ist ein Mann, der über ihren Überraschungsbesuch überhaupt nicht erfreut zu sein scheint. Ein Hotel im Ort oder der Umgebung gibt es nicht, also bleibt ihr nichts anderes übrig, als in seinem Haus zu nächtigen. Am nächsten Tag wird Mack angeschossen und augenblicklich beginnen sich die Seiten ihres bisher langweiligen Lebens in einen spannenden, actionreichen Roman zu verwandeln. **

    Schon wegen des Titels musste ich dieses Buch lesen! "Bibliothek der Träume", das verspricht schon einiges für einen Büchermenschen. Und schmunzelnd musste ich während des Lesens erkennen, dass Alice mir ähnlicher ist, als ich gedacht hätte. Ihr ganzes Leben wird von Büchern und dem Lesen bestimmt. Als sie in Acorn ankommt, wendet sich das Blatt. Das bis dahin verwöhnte, naive und verträumte Mädchen ist gezwungen, sich dem Lebensstil von Acorn anzupassen. Hier gibt es kein fliessendes Wasser, keine Elektrizität, keine Autos, keine Supermärkte oder Hotels. Stattdessen gibt es eine Menge Armut, Einsamkeit und eine 60 Jahre alte Familienfehde um einen vergrabenen Schatz. Und es gibt Lillie, eine 100 Jahre alte Dame, die in jungen Jahren Sklavin war und ein sehr bewegtes Leben hinter sich hat. Lillie ist diejenige, die sich Alice zur Brust nimmt und sie ab und zu zwingen muss, sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Mir war Lillie auf Anhieb sympathisch! Sie wird sehr liebenswert beschrieben. Auch alle anderen Romanfiguren sind sehr gut herausgearbeitet, wie fein gezeichnete Illustrationen. Jedenfalls bringt Lillie Alice dazu als Bücherbotin zu Pferde einzuspringen und somit die Bücher zu den sehr abgelegen lebenden Farmen zu bringen. Sehr abenteuerlich und - wie das Nachwort bestätigt - es gab diese Bücherbotinnen damals tatsächlich! Obwohl Alice die ganze Zeit nur weg möchte, wird ihr die Entscheidung am Ende sehr schwer, wieder in ihre Heimat zurück zu kehren. In der Zwischenzeit hat sie nicht nur viel erlebt, sie hat viel hinzu gelernt, ist im Glauben gewachsen und ihre Liebe am Helfen gefunden. Ah ja, und ein Happy End in Sachen Liebe gibt es auch - aber für wen sie sich entscheidet ist bis zum Schluss manchmal mehr und manchmal weniger spannend. Sie entscheidet sich auf jeden Fall richtig! ;) "Bibliothek der Träume" ist eines von vielen Romanen, die ich bisher von Lynn Austin gelesen habe und bisher hat mich KEINES von ihr enttäuscht! Auch dieses habe ich in mein Herz geschlossen.

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    Kiwi33s avatar
    Kiwi33vor 6 Jahren
    Rezension zu "Bibliothek der Träume" von Lynn Austin

    Als die bibliophile Alice nicht nur ihren Freund, sondern auch gleich ihr Anstellung in der Bücherei verliert, bricht für sie eine Welt zusammen. Daher packt sie kurzentschlossen die Bücherpakete, die sie für eine Bücherei in einem der armen Gebiete gesammelt hat ein und bringt sie persönlich dorthin mit dem Vorsatz, in der dortigen Bücherei auszuhelfen und die Bibliothekarin, die sie bisher nur aus Briefen kennt, endlich persönlich kennen zu lernen.
    Doch dann kommt alles anders als erwartet....
    Die Bibliothekarin ist ein Bibliothekar und in diesem Gebiet sind die Menschen, was das finanzielle betrifft, wirklich sehr arm und haben ihre ganz eigenen Regeln und Gesetze. Doch dafür lernt Alice in ihrer für sie doch sehr schweren Zeit dort ganz andere Werte kennen und schätzen.

    Dieses Buch hat mich total fasziniert und lässt mich nicht mehr los! Alles kam ein bisschen anders als erwartet und man wird als Leser in einen Strudel der Gefühle und Gedanken hineingezogen. Kann man Gut und Böse wirklich so strikt trennen, oder steht es manchmal näher als man glaubt? Wie können Menschen ohne Strom, fließendes Wasser und Supermärkte glücklich sein? Ist das überhaupt möglich?
    Die Bibliothek der Träume ist mein erstes Buch von Lynn Austin aber garantiert nicht mein letztes!

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