Lynn Flewelling Shadows Return

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Inhaltsangabe zu „Shadows Return“ von Lynn Flewelling

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  • Schattengilde Teil 4

    Shadows Return
    Cendra

    Cendra

    07. March 2014 um 16:09

    Klappentext - frei übersetzt Nachdem ihre tückischste Mission hinter ihnen liegt, nehmen Seregil & Alec ihr Doppelleben als unkonventionelle Adlige & Meisterspione wieder auf. Aber in einer Welt zwischen Rivalität & Schmeichelei hat das Schicksal einen anderen Plan... In der Hoffnung auf Zerstreuung nehmen sie einen Auftrag der Königin an, doch unterwegs geraten sie in einen Hinterhalt, werden voneinander getrennt und in die Sklaverei [ins Feindesland Plenimar] verkauft. Es ist nicht Alecs Leben, was sein neuer Meister will, es ist sein Blut. Durch seine einzigartige Abstammung ist es möglich, daraus einen seltenen Schatz herzustellen – eine rätselhafte Kreatur, die bald schon ihrer beider Leben in ihren nicht menschlichen Händen halten wird. Doch der Weg dorthin ist grauenvoll und ehe sie sich versehen, haben sie sich im Netz eines wahnsinnigen Alchemisten verfangen. Lese-Info Shadows Return ist der 4. Teil der Nightrunners-Reihe und sollte nicht für sich gelesen werden, sondern ist unmittelbar mit dem Folgeband „The White Road“ verbunden. Auch ist es von Vorteil, wenn man die ersten 3 Teile bereits gelesen hat. Es ist sehr schwierig eine Rezension zu schreiben ohne zu viel zu verraten, denn die Geschichte an sich ist leider recht dünn und schnell erzählt. Hinzu kommt, dass es mir in der Seele weh tut, ein Buch aus meiner Lieblingsreihe zu verreißen. Leider bleibt mir aber trotzdem nicht allzu viel Gutes zu sagen. Tja, wo fange ich an? Vielleicht mit der Frage ob ich enttäuscht war. Die Antwort muss lauten: Ja & nein. Nein, weil es nach sooo langer Zeit endlich weiter geht. Und weil es trotz aller Minuspunkte ein durchaus spannendes Buch ist, welches ich innerhalb von 2 Tagen gelesen hatte. Wieder hat die Autorin mit Yhakobin einen tollen, facettenreichen Bösewicht kreiert, dessen perfide Grausamkeit einem zeitweilig das Blut in den Adern gefrieren lässt. Oh ja, dieses Buch ist brutal! Brutal und eklig, aufwühlend und abstoßend, erschütternd und – anders. Zwischen diesem Buch und seinen Vorgängern liegen etwa 10 Jahre und ich finde, das merkt man - positiv wie negativ. Erfreulich ist, dass Lynns Stil gewohnt gut, vielleicht sogar besser ist. Ihr erzählerisches Feingefühl hat sie nicht verloren. Leider allerdings vollkommen das Gespür für ihre Hauptfiguren. Jene Figuren, die sie eigentlich genauso sehr liebt wie ihre Fans es tun. Bedauerlich nur, dass man in Shadows Return nicht viel davon merkt. Was mich zu den Kritikpunkten bringt, die ich an dem Buch hatte. Das „Ja“ nämlich hat viele Gründe. Für mich war der entscheidendste, dass die gesamte Geschichte nicht glaubwürdig ist. Klar, es ist Fantasy, da muss man es mit der Realität nicht so genau nehmen. Doch hat man der Autorin die Handlung in den ersten Teilen vollkommen abgenommen, tauchen hier Elemente auf, die so überhaupt nicht zu dem Universum passen wollen, was sie einst erschaffen hat. Völlig unvorbereitet wird man z. B. mit bizarrsten Auswüchsen der Alchemie und deren Resultaten konfrontiert, eines davon die unerklärliche charakterliche Wandlung der Hauptfiguren. Sicher war das von der Autorin so nicht beabsichtigt aber Sebrahn ist wirklich ein scheußliches Wesen! Ich fand jede Seite schrecklich, auf der ich über ihn lesen musste! Zudem macht er aus Alec einen störrischen, unsensiblen Idioten. Eine Rolle, die dem Alec, den man aus den ersten Teilen kennt, überhaupt nicht steht. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass Seregil es schafft, diesen Bann irgendwie zu brechen aber auch dieser ist – nunja, anders. Und das ist etwas, was ich der Autorin wirklich übel nehme: Ich fand meine absolute Lieblingsfigur in diesem Roman einfach nur furchtbar! Obwohl ihm wirklich übel mitgespielt wurde. Und auch wenn in diesem Teil endlich die Beziehung zu einem geheimnisvollen „alten Bekannten“ aus den Vorgängern näher beleuchtet wird. Doch nicht nur die Hauptfiguren sind das Problem, das Buch krankt an allen Ecken & Enden. So ist z. B. alles in Plenimar nur abscheulich, die Gegend ausschließlich düster & öd, die Menschen stumpfsinnig und allem und jedem gegenüber feindlich gesinnt. Es gab, soweit ich mich erinnere nur eine Ausnahme. Von den Freunden liest man das halbe Buch über nichts. Man weiß nicht, was sie unternehmen, wo sie gerade sind und ob sie vielleicht gerade selbst in der Klemme stecken. Dafür gibts haufenweise Szenen in denen die Hauptfiguren gequält, gefoltert und erniedrigt werden. Das hätte man gut und gern auf die Hälfte kürzen können. Fazit: Dies ist definitiv kein schlechtes Buch. Alles in Allem aber überwiegt bei mir deutlich die Enttäuschung. Wahrscheinlich ist das mitunter meiner Vorfreude und hohen Erwartung geschuldet aber letztendlich ändert es nichts. Für mich ist Shadows Return eindeutig der schlechteste Band der gesamten Reihe. Hätte ich nicht bereits den Folgeband gelesen, wäre meine Bewertung mit Sicherheit noch schlechter ausgefallen. Erfreulicher Weise geht es danach aber wieder aufwärts!

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  • Rezension: Nightrunner 4: Shadows Return

    Shadows Return
    Koriko

    Koriko

    23. May 2013 um 06:51

    Story: Nachdem die Meisterdiebe und Spione Seregil und Alec ihre Mission in Aurënen erfolgreich beendet haben und nach Rhiminee, der Hauptstadt Skalas zurückgekehrt sind, versuchen sie an ihr altes Leben anzuknüpfen. Doch die vielen Jahre im selbstgewählten Exil haben Seregils Ruf als Katze von Rhiminee geschadet, so dass sich die beiden vorwiegend mit kleinen Aufträgen und Diebereien über Wasser halten. Auch das "Nightrunner"- Geschäft kommt zum Erliegen, ist doch Skalas neue Königin Phoria den Spionen ihrer Mutter eher zwiespältig gegenüber eingestellt und löst Nysanders Vermächtnis kurzerhand auf. Dennoch schickt die Herrscherin eines Tages nach den beiden, um die zwei mit einem wichtigen Auftrag zu betrauen. Sie sollen nach Aurënen reisen, um ihre Schwester Klia zurück an den Hof zu holen. Sofort machen sich die beiden Freunde auf den Weg, geraten jedoch in Aurënen in einen Hinterhalt und werden als Sklaven nach Plenimar verschleppt. Sie werden voneinander getrennt und von dem Alchemisten Yhakobin gekauft, der es ganz besonders auf Alec abgesehen hat, trägt der junge Mann doch das Blut der Hâzadrielfaie in sich, mit dem man einen Rhekaro, ein mächtiges magisches Wesen erschaffen kann. Während Alec auf diese Erschaffung vorbereitet wird und sich in seiner Gefangenschaft mit dem Faie Kehnir anfreundet, kämpft Seregil ums Leben, da ihn die Reise nach Plenimar stark geschwächt hat. Zudem muss er sich unerwartet einem alten Feind stellen - Ilar, dem Mann der ihn einst verraten hat und dafür sorgte, dass der Faie aus seiner Heimat verbannt wurde. Dass dieser sich hier als Kehnir ausgibt, und vor Seregils Augen mit dessen Talimenios Alec anbandelt, schürt seinen Hass und Zorn auf Ilar. Als Yhakobin die Erschaffung eines Rhekaro gelingt und Alec mit anhören muss, auf welchem Weg das Geschöpf gequält wird, beschließt der junge Mann seine Fluchtpläne in die Tat umzusetzen. Auch Seregil gelingt es, sich zu befreien und gemeinsam mit Ilar, den sie notgedrungen mitnehmen, fliehen die beiden mit dem Rhekaro aus Yhakobins Haus … Meinung: Der vierte Band der beliebten "Nightrunner"- Serie erschien 2008 unter dem Titel "Shadows Return" bei Spectra in den USA. Damit setzte Lynn Flewelling beinah 10 Jahre nach dem dritten Band "Traitor's Moon" die Abenteuer um die beliebten Nightrunner fort und beschert den Fans das langersehnte Wiedersehen mit Seregil, Alec, Thero und Micum. Leider ist dieser Band, ebenso wie die folgenden nicht in Deutschland erschienen, so dass Fans nur der Griff zu den englischen Originalbänden bleibt, wenn man wissen möchte, wie es den Helden nach den Ereignissen in Aurënen ergeht. Die Handlung knüpft lose an der der vorherigen Bände an, bleibt jedoch was die Ausgänge des Krieges zwischen Skala und Plenimar anbelangt recht vage. Auch sonst mangelt es ein wenig an den komplexen Hintergründen, die den vorherigen Romanen zu eigen war, oder an einer kontinuierlichen, aufbauenden Storyline. Die Geschichte konzentriert sich stark auf Alecs und Seregils Gefangenschaft und die damit verbundenen Folterungen. Hier beschreibt Lynn Flewelling sehr explizit, was ihre Helden erdulden müssen, bevor ihnen endlich die Flucht gelingt. Leider wirkt sich die stark auf den Fluss der Handlung aus, so dass sich "Shadows Return" gerade im Mittelteil extrem in die Länge zieht. Die wiederholten Folterungen und die Gespräche mit Kehnir/Ilar ermüden den Leser mit der Zeit. Das ist sehr schade, da die Autorin hier durchaus Potenzial verschenkt. Zwar bringt sie mit Ilar einen weiteren Link zu Seregils Vergangenheit ein und offenbart dem Leser eine gänzlich neue Sicht auf die Ereignisse vor einigen Jahrzehnten, die in dem Exil des Diebes endeten. Doch insgesamt wird auf den 520 Seiten wenig Neues gebracht und die Handlung nur beiläufig vorangetrieben. Das fällt besonders dadurch auf, dass die Autorin sich dieses Mal fast ausschließlich auf Seregil und Alec konzentriert und die Intrigen am skalanischen Königshof und in Aurënen kaum anschneidet. Waren in den ersten drei Bänden neben den beiden Haupthelden noch andere Figuren Handlungsträger und sorgten so für eine dreidimensionale Perspektive, schrumpft jetzt die Geschichte fast vollständig auf Seregil und Alec zusammen - und die haben dank ihrer Gefangenschaft kaum die Möglichkeit tiefere Einblicke in das große Ganze zu erhaschen. Erst zum Ende hin tauchen Thero und Micum auf, doch sie bleiben lediglich Nebenfiguren, die dazu dienen die beiden Haupthandlungsträger aus Plenimar herauszuholen. Es bleibt zu hoffen, dass die Handlung im 5. Band "The White Road" wieder ein wenig mehr an Fahrt gewinnt, da es hier um die Hâzadrielfaie und den von Yhakobin erschaffenen Rhekaro Sebrahn geht und die Helden vielleicht endlich wieder dazu kommen, das für die Reihe typische "Mantel- und Degenfeeling" zu versprühen. Die Charaktere sind nach wie vor interessant und gut ausgearbeitet. Seregil und Alec sind noch immer ein Paar, was mit den üblichen Eifersüchteleien (insbesondere mit Ilar als Gegenpol) und der Unsicherheit während der Gefangenschaft einhergeht. Lynn Flewelling bemüht sich Alecs Charakter zu vertiefen und im Laufe der Erschaffung des Rhekaro zu formen, was ihr zumindest in den Grundzügen gelingt, ist Alec doch zum Ende hin wesentlich selbstsicherer und befindet sich auf einer Stufe mit Seregil, anstatt in der Rolle eines Lehrlings. Auch Seregil verändert sich durch die Begegnung mit Ilar und durch die Ereignisse in Yhakobins Haus. Mit der Einführung der Charaktere Ilar und Sebrahn erhält die Geschichte zusätzlich Tiefgang, wenngleich Ilar ein wenig blass erscheint und kaum auf seine Sicht eingegangen wird (hier wären einige Kapitel aus seiner Perspektive interessant gewesen, um den Faie besser verstehen zu können). Auch Sebrahn, der weder spricht noch sonstige Reaktionen zeigt, erreicht den Leser nur schwer. Negativ ist auch der Umstand, dass die Plenimaraner, insbesondere Yhakobin, als durchweg böses Volk klassifiziert werden. Es scheint keinen einzigen Bewohner zu geben, der gegen die Sklaverei ist. Ein jeder hält und quält Menschen und Faie und wirklich alle scheinen die anderen Länder und deren Bewohner zu verabscheuen. Diese Art und Weise ein ganzes Land als "Böse" hinzustellen wirkt sehr platt und eindimensional. Der Schreibstil Lynn Flewellings ist flüssig, jedoch eher etwas für Leser, die bereits Erfahrung mit englischer Literatur haben, da es durchaus einige Vokabeln und Begriffe gibt, die nicht unbedingt Teil des gängigen Wortschatzes sind. Die Autorin gibt sich sehr viel Mühe, die Gefangenschaft und die daraus resultierende Flucht dynamisch und nachvollziehbar zu gestalten, was ihr durchaus gelingt, da sie mit viel Liebe zum Detail und sehr umfassend die Tage und Wochen in Yhakobins Haus erzählt. Leider verschwendet Lynn Flewelling hier ihre Energie und wiederholt bestimmte Szenen immer wieder, so dass man am liebsten etliche Kapitel überblättern würde. Hier hätte dem Buch eine Straffung der Geschichte gut getan oder ein Blick über den Tellerrand (in Form von einer neuen Perspektive). Fazit: Alles in allem reicht "Shadows Return" leider nicht an seine Vorgänger heran, ist jedoch ein Muss für alles Fans der Serie und diejenigen, die einen guten, realistischen Vertreter für homoerotische Fantasy suchen, in der die Liebesbeziehung nicht zum Handlungsschwerpunkt wird. Trotz des schwachen Mittelteils lässt sich das Buch dank Lynn Flewellings flüssigem Schreibstil und ihrer gut aufgebauten Hintergrundwelt rasch lesen und bietet einige interessante Grundlagen für weitere Abenteuer.

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  • Rezension zu "Shadows Return" von Lynn Flewelling

    Shadows Return
    Breumel

    Breumel

    22. June 2012 um 15:38

    Ich habe die ersten drei Bände bei ihrem Erscheinen auf deutsch gelesen, so daß es schon eine ganze Weile her ist. Mit großer Freude habe ich vor kurzem festgestellt, daß es eine Fortsetzung gibt, und sie mir gleich als Urlaubslektüre bestellt. Mir hat Shadow's Return sehr gut gefallen, es war spannend, die Beschreibung der Sklaverei fand ich weder zu blutig (wer das Schwert der Wahrheit gelesen hat ist härteres gewohnt...) noch zu lang (schließlich tut sich ja auch was) und die Story ist rund. Zwar gibt es weniger Liebesszenen, was nicht nur an der langen Trennung liegt, aber das tut dem Roman keinen Abbruch.

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  • Rezension zu "Shadows Return" von Lynn Flewelling

    Shadows Return
    Ferrante

    Ferrante

    18. July 2011 um 07:48

    Die Rezensionen hier und auf Amazon.de waren gemischt, aber ich entschloss mich, den vierten Teil der Nightrunner-Serie trotzdem zu lesen und stellte mich auf eine Enttäuschung ein. Gestern las ich den Band atemlos zu Ende und kann sagen: Den Kritikern kann ich mich überhaupt nicht anschließen, denn der Band verströmt wieder die gute alte Nightrunner-Magie. Durch eine Intrige werden Alec und Seregil als Sklaven nach Plenimar verkauft und geraten in den Besitz eines verrückten Alchemisten. Das Leben als Sklave ist hart, aber weder ist die Autorin voyeuristisch noch hat sie BDSM-Fantasien. Im Gegenteil, durch das Getrenntsein wird die Qualität der Beziehung zwischen Alec und Seregil auf eine neue Stufe gehoben. Wieder sehr trickreich bereiten die beiden ihre Flucht vor und ein Schatten aus Seregils Vergangenheit mischt unerwartet wieder viel mit. Der sehr geschickt konstruierte Roman läuft wieder auf ein atemberaubendes Finale aus, das nervenzerfetzend wie romantisch ist und mit einer gekonnt eingesetzen deus ex machina arbeitet. Schillernde Nebenfiguren (unter ihnen alte Bekannte) mischen auch wieder mit, und selbst im Finale Auge in Auge mit dem Tod vergessen Alec und Seregil ihre Liebe nicht, obwohl diese durch Verwicklungen und interessante Spannungen zwischen den Figuren vorher auf eine Probe gestellt wurde. Das sehr schöne und berührende Ende enthält auch einen netten Cliffhanger, und ich freue mich schon darauf, den fünften Teil zu lesen!

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  • Rezension zu "Shadows Return" von Lynn Flewelling

    Shadows Return
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. June 2010 um 09:15

    „Shadow's Return“ von Lynn Flewelling, der vierte Teil der Nightrunner Serie und der erste, der nicht ins Deutsche übertragen wurde. Nach dem Tode von Nysander und Königin Idrilain geraten die Nightrunner in eine Krise. König Phoria, das neue Stadtoberhaupt Skalas traut ihnen nicht wirklich und hält sie für illoyal, ebenso wie sie ihrer eigenen Schwester Klia durchaus zutraut den Thron für sich selbst zu wollen... aber noch ist Klia weit fort, auf ihre eigene Weise im Exil in Aurënen. Um Loyalitäten zu testen, sollen Alec und Seregil sie, mitten im Winter, heim nach Rhíminee holen. Und die beiden machen sich auf... doch in ihren bisherigen Abenteuern haben sie sich nicht nur Freunde gemacht und das ist wohl der Grund warum sie mitten in Aurënen in einen Hinterhalt geraten. plenimarsche Blutmagier und zengatische Sklavenhändlern fallen sie in die Hände. Sie werden getrennt und müssen es ertragen als Sklaven auf den Markt Plenimars zu geraten... und plötzlich ist Alec ein unwahrscheinlich kostbares Handelsgut. Es wird richtig finster und unangenehm. Wieder treten die Nekromanten auf den Plan, zudem blutige Alchemie und alte Prophezeiungen... Lynn Flewelling greift Themen aus den vorherigen Büchern auf und baut daraus weitere Handlungen. Spannend, aber auch finster und qualvoll für ihre Helden, die für den Leser der bis hierher die Geschichte verfolgt hat, auch zu seinen Helden geworden sind. Zudem die große Frage, was ist Böse, was ist Gut... und kann es dies in dieser reinen Form überhaupt geben. Wieder wird mit den Gefühlen der beiden sehr viel gespielt und letztlich bleiben am Ende des Buches noch unendlich viele Fragen offen... Lynn Flewelling hat, und das ist durchaus positiv zu sehen, keine Strickmuster in den Büchern ihrer Serie. Auch wenn natürlich mit allen Mitteln versucht wird, die beiden Helden überleben zu lassen, so spielt sie auch damit und hält den Leser im Bann. Das sie damit an SM-Spielchen kratzt und selbst nicht davor zurückschreckt die Helden weniger heldenhaft, dafür aber sehr zwiespältig und manchmal sogar unsympathisch stehen zu lassen, ist neu, aber realistisch... Mich als Leser zieht sie so in das Buch hinein und schafft es, dass man die Liebe zu den Charakteren hinterfragt und Zweifel bekommt... und auch das Ende des Buches ist wieder sehr furios und herzzerreißend. Einfach eine gute Mischung aus Spannung, tiefen Gefühlen und entsetztem Schaudern. PS: Vorsicht bei dem Klappentext des Buches, meine Meinung nach ist er viel zu lang und verrät schon viel zu viel.

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  • Rezension zu "Shadows Return" von Lynn Flewelling

    Shadows Return
    Inishmore

    Inishmore

    20. November 2009 um 17:48

    Um Prinzessin Klia nach Skala zurück zu geleiten, reisen Seregil und Alec nach Aurenen. Dort werden sie jedoch überfallen und an Sklavenhändler weiterverkauft. Ein Alchemist in Plenimar will Alec unbedingt besitzen, oder vielmehr, sein Blut... Der vierte Teil kommt weitaus düsterer und mit weniger Abenteuercharme daher, und man sollte für die Lektüre einen starken Magen besitzen um der andauernden Folter und Erniedrigungen der Figuren standzuhalten. Obwohl der Plot ganz nett ist und für einige interessante Spannungen zwischen den Figuren sorgt scheint die Folter über lange Strecken keinem wirklichen Zweck zu dienen, und ist voyeuristisch und überflüssig. Allerdings wirft "Shadows Return" einige neue Fragen für den nächsten und übernächsten Band auf, und möglicherweise dient das Spektakel ja doch seinem Zweck. Einen netten Cliffhanger, der zumindest Lust auf "The White Road" macht, gibt es immerhin.

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