Lynn Margulis

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Lynn Margulis

Sortieren:
Buchformat:
Lynn MargulisDer symbiotische Planet oder Wie die Evolution wirklich verlief
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der symbiotische Planet oder Wie die Evolution wirklich verlief
Lynn MargulisDie andere Evolution
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die andere Evolution
Die andere Evolution
 (0)
Erschienen am 23.09.1999
Lynn MargulisChemistry and Radioastronomy
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Chemistry and Radioastronomy
Chemistry and Radioastronomy
 (0)
Erschienen am 23.06.2014
Lynn MargulisFive Kingdoms
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Five Kingdoms
Five Kingdoms
 (0)
Erschienen am 01.11.2003
Lynn MargulisSymbiotic Planet
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Symbiotic Planet
Symbiotic Planet
 (0)
Erschienen am 07.10.1999
Lynn MargulisBiospheres from Earth to Space
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Biospheres from Earth to Space
Biospheres from Earth to Space
 (0)
Erschienen am 01.04.1989
Lynn MargulisMind, Life, and Universe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mind, Life, and Universe
Mind, Life, and Universe
 (0)
Erschienen am 21.08.2007
Lynn MargulisKingdoms and Domains
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Kingdoms and Domains
Kingdoms and Domains
 (0)
Erschienen am 07.05.2009

Neue Rezensionen zu Lynn Margulis

Neu
Sikals avatar

Rezension zu "Der symbiotische Planet oder Wie die Evolution wirklich verlief" von Lynn Margulis

Der symbiotische Planet oder wie die Evolution wirklich verlief
Sikalvor 7 Monaten

Spätestens auf Seite 142 wird jedem klar werden, wie die Autorin dieses Buches zu Pilzen, Algen oder Bakterien steht – denn hier taucht das Wort „Chlamydospore“ auf. Dieses Wort wird von der Autorin als ein hübscher Name für einen Pilz bezeichnet und lässt somit keine Zweifel mehr offen: die Autorin ist den auf den Seiten davor beschriebenen Lebensformen verfallen.

 

Diese Leidenschaft kommt aber auch nicht von irgendwo – bereits in ihren ersten Forscherjahren musste sich Lynn Margulis gegen die von Darwin aufgestellte und allseits bekannte Evolutionstheorie wehren und durchsetzen. Und es ist auch kaum verwunderlich, ist diese Welt in der die Autorin forscht doch eher als das Gegenteil von dem bekannt, was wir als „höheres Leben“ bezeichnen. Bakterien werden fast immer als Krankheitserreger und somit als Feinde betrachtet – und genau diese Lebewesen sollen unserer Vorfahren sein?

 

„Ich behaupte: Wir Menschen sind, wie alle anderen Affen, nicht das Werk Gottes, sondern das Ergebnis der Milliarden Jahre währenden Wechselwirkungen zwischen höchst reaktionsfähigen Mikroben. Dies klingt für manche Menschen höchst beunruhigend.“

 

Dass diese Frau sich mit ihren Thesen in einem höchst konservativen Amerika dennoch durchsetzen konnte, lässt die Forschungsarbeit und deren Ergebnisse der Autorin umso bemerkenswerter wirken.

In ihrem Buch beschreibt sie ihre ersten Beweggründe in diesem Fach tätig zu werden, ihren Werdegang und die Theorie der Vereinigung/Verschmelzung von Zellen der sogenannten „seriellen Endosymbiose“ (SET).

 

Durch Louis Pasteur, dem es gelang, Bakterien aus unseren Lebensmitteln zu entfernen, wurden diese aber zu Krankheitserregern abgestempelt und der Ausrottung preisgegeben. Mehr als hundert Jahre später bestreitet (in Europa) kaum jemand, dass Bakterien auch nützlich sind und dieses Buch geht noch einen Schritt weiter.

 

Die Symbiose als Auslöser der Menschheit – Symbiose und nicht Zellteilung als Grundprinzip des Lebens und Symbiose zur Aufrechterhaltung unserer, von einem Geflecht von Ökosystemen umspannten Erde. Diese Prinzipien erläutert Die Autorin auf 170 Seiten.

 

Anfangs mag es für den Laien unüberschaubar und verängstigend wirken, wenn von Protoctisten, Ciliaten und Amöben die Rede ist, jedoch schafft es die Forscherin auf den knappen Seiten die Begrifflichkeiten so zu umschreiben und immer wieder in Zusammenhänge zu bringen, dass man am Ende beinahe glaubt, man wisse genau wovon die Rede ist. Und die Autorin schafft es auch, ihr Konzept der Evolution verständlich zu erklären und stets mit wissenschaftlichen Argumenten zu untermauern. Keinesfalls wird Darwins Lehre von der Evolutionstheorie in Frage gestellt – die Theorie des symbiotischen Planeten stellt den Darwinisten hier ein zusätzliches Werkzeug zur Verfügung, um gewisse Vorgänge noch besser verstehen zu können.

 

Selbst wenn es dem Leser nicht gelingen sollte, das gesamte Ausmaß von Lynn Margulis Idee aus diesem Werk zu verstehen – eines wird jedem mit Sicherheit bewusst: Kleinstlebewesen sind mehr als Schleim in einer Pfütze oder Schaum am Rande eines Baches – diese Bakterien, Protoctisten und Pilze, sind der Stoff aus dem wir alle sind…

Kommentare: 1
6
Teilen
Buchraettins avatar

Rezension zu "Der symbiotische Planet oder Wie die Evolution wirklich verlief" von Lynn Margulis

Unterhaltsames Sachbuch über Evolution und die Rolle der Symbiose daran
Buchraettinvor 8 Monaten

Symbiose und Evolution. Symbiose, die wechselseitige Beziehung / Verbindung zweier verschiedener Lebensformen als Antrieb der Evolution?
 Diese Theorie beschreibt die Autorin in diesem Buch anhand von vielen Beispielen in unserer Natur. Die Autorin war Professorin für Biologie an der University of Massachusetts in Amherst und Co-Direktorin des Planetary Biology Intership der NASA ( das erfährt der Leser hinten im Buch, die Daten zur Autorin). Sie verstarb 2011.
Ich hatte das Gefühl, dass es sich manchmal wie eine Art Biographie der Autorin liest. Hauptsächlich beschreibt sie ihre Studienausbildung zu Beginn, aber sie lässt auch immer wieder private Details einfließen, die den Text für mich auflockern.
Ich würde schon sagen, dass man für die Lektüre des Buches ein gewisses Grundwissen an Zellbiologie und Evolution mitbringen sollte. Für mich war dieses Buch eher eine Mischung aus Sachbuch und einer Art Biographie der Autorin, in der sie ihre Thesen zur Evolution darstellt.
Ich hätte mir mehr Abbildungen im Buch gewünscht und vielleicht auch mikroskopische Fotos von z.B. Zellorganellen. Es gibt ein paar wenige Abbildungen, in Art von Übersichten als Zeichnungen.
Was mir auch gefehlt hat, ist eine Art Glossar. Für mich ist es kein richtiges Fachbuch, eher ein Sachbuch auch für interessierte Laien und wenn es Laien lesen, möchte ich auch im Buch eine Möglichkeit haben, dass Fachbegriffe kurz erläutert werden.
Hinten im Buch findet sich ein Register und noch ein reichhaltiger Anmerkungsnachweis, sowie ein Nachwort von Peter Berz, der Privatdozent an der Humbolt Universität in Berlin ist.
Es gibt einige interessante Thesen im Buch, die ich auch schon aus dem Unterricht kannte. Spannend zu lesen waren auch Beispiele, die die Autorin anführt, die die symbotische Lebensform eines Wurms und einer Alge. Auch so Dinge, wie das Kefir eigentlich eine symbiontische Lebensform ist, das sind spannende Details, die auch an das Buch fesseln.
Interessant fand ich die Überlegungen zu einer Art Superorganismus, den die Erde, Gaia darstellen soll. Ich mochte auch sehr, dass andere Forscher, wie z.B. Wilson mit seiner Ameisenforschung zumindest kurz mit aufgeführt wurden.
Für mich als Laien war das Buch durchaus interessant zu lesen, Es bietet mir auch schlüssige Folgerungen und Erklärungen mit diesen Symbionten. Ich denke, wer Interesse an diesem Thema hat, kann sich schon einen guten ersten Eindruck verschaffen und dann auch Fachbücher übergehen und das Wissen vertiefen.
Ich fand es durchaus interessant zu lesen, durch die vielen Bespiele aus der Natur. Es gibt viele Anregungen zum Nachdenken über die Evolution und die Symbiose. Ich denke, interessierte Leser werden auch angeregt sich weiterführende Lektüre zum Thema zu suchen. Mir fehlten mehr Abbildungen. In den angefügten Anmerkungen finden sich auch Literaturtipps. Ich hätte mir ein eigenständiges Literaturverzeichnis zur Übersicht gewünscht.
Spannendes Sachbuch mit den Themen über Symbiose und Evolution. Sehr unterhaltsam und anschaulicher Stil.

Kommentieren0
38
Teilen
Wedmas avatar

Rezension zu "Der symbiotische Planet oder Wie die Evolution wirklich verlief" von Lynn Margulis

Von der grundlegenden Regel des Lebens. Spannend, nett geschrieben, lesenswert!
Wedmavor 8 Monaten

Klappentext beschreibt den Kern dieses Buches sehr gut: „Die andere Seite der Evolution
Neue Fakten zur Evolution des Lebens
Noch immer wird die Evolution des Lebens auf unserem Planeten sehr einseitig auf die von Darwin beschriebenen Mechanismen von Mutation und Selektion im "Kampf ums Dasein" reduziert. In "Der symbiotische Planet" zeigt Lynn Margulis die andere Seite der Evolution auf und belegt, dass mehrzelliges, "höheres" Leben einst vor Milliarden Jahren nicht im Krieg aller gegen aller, sondern nur durch Kooperation und Symbiose der frühen Organismen entstand. Weil dies zwar nicht Charles Darwins Theorie, aber den neo-darwinistischen Vorstellungen von "egoistischen Genen" zuwiderlief, dauerte es Jahrzehnte, bis Lynn Margulis' Entdeckungen als Fakten anerkannt wurden. Ihr mit großem Enthusiasmus geschriebenes Buch ist auch der persönlich autobiographische Bericht einer außergewöhnlichen Forscherin, die lange um ihre akademische Anerkennung kämpfen musste.“


Es ist nicht viel Text: rund 150 Seiten in 8 Kapitel geordnet, plus ca. 5 S. Prolog und Nachwort von etwa 16 S., aber seine Aussagekraft ist beeindruckend wie weitreichend.


Auf eine sehr persönliche und charmante Art erzählt Lynn Margulis über die Ergebnisse ihrer langjährigen Forschungen und sagt, im Wesentlichen, dass sich die früheren Organismen zu komplexeren Individuen nur durch fruchtbare Zusammenarbeit und Symbiose entwickeln konnten. „Wir bleiben symbiontische Wesen auf einem symbiontischen Planeten.“ S 69.


Man kann dieses Buch in einigen wenigen Sitzungen durchlesen. Es liest sich sehr angenehm. Die Autorin hat Ihr Bestes gegeben, ihre Sicht auf die Welt der Mikroorganismen, sowie Ihre Version dessen, wie sich das Leben entfaltet hat, den Laien verständlich zu machen.


Sie räumt auch mit einigen beliebten Fehlinterpretationen auf: „ Wir müssen ehrlich sein. Wir müssen uns von unserer artspezifischen Arroganz befreien. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass wir jene einzigartige, „auserwählte“ Spezies sind, für die alle anderen gemacht wurden. Und wir sind auch nicht die wichtigste Spezies, nur weil wir so zahlreich, mächtig und gefährlich sind. Unsere hartnäckige Illusion von einer besonderen göttlichen Fügung steht im völligen Widerspruch zu unserer wahren Stellung als aufrecht gehende, kümmerliche Säugetiere.“ S. 158.


Auch deshalb kommt Lynn Margulis sehr sympathisch und so lebendig rüber und macht das Buch sehr lesenswert: Sie liefert einen Film, kein stehendes Bild der Entstehung des Lebens. Sie schildert diese Vorgänge als etwas sehr Lebendiges, Pulsierendes, v.a. als Kooperation der Individuen, die sich zusammenschließen und so immer neue, komplexere, lebensfähigere Lebensformen erschaffen.


Lynn Margulis erklärt alles sehr anschaulich, z.T. anhand von Abbildungen/Zeichnungen, die ihre Ausführungen verdeutlichen, und verwendet oft vereinfachende Vergleiche, die ihre Ausführungen sonnenklar erscheinen lassen.


Für wen könnte dieses Buch interessant sein? Vor allem für alle, die gern spannende und erkenntnisreiche Sachbücher lesen, aber auch für evtl. Schüler, die sich für das Studium der Mikrobiologie interessieren, vllt gar für Studenten dieses Faches. Über den Tellerrand zu schauen schadet nicht, v.a. wenn es um solche weitreichenden Erkenntnisse geht: Wohltuend zu hören, dass nicht der militante Egoismus die grundliegende Regel des Lebens ist, sondern produktive Zusammenarbeit und Symbiose, die Kooperierende weiter nach vorn bringt.


Man kann viel über dieses Werk schreiben, aber es ist besser, selbst zu lesen und zu eigener Meinung darüber zu gelangen.


Das Buch ist schön gestaltet: Festeinband in hellem Blau, Umschlagblatt ist glatt, glänzend mit Farbfoto der Autorin hinten. Jedes Kapitel fängt auf der rechten Seite und mit einem Zitat an. Personen-Sachregister, 8 S., hilft gut beim Navigieren, Anmerkungen/Literatur, 5 S., für diejenigen, die mehr zu den beschriebenen Themen lesen wollen.


Zur Autorin: „Lynn Margulis war Professorin für Biologie an der University of Massachusetts in Amherst und Co-Direktorin des Planetary Biology Internship der NASA. Sie gehörte viele Jahre der National Academy of Sciences der USA an und hat zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen erhalten. Sie ist 2011 verstorben.“


Fazit: Spannend, nett geschrieben, für Laien gut geeignet. Lesenswert! Perfekt als Geschenk.

 

 

Kommentieren0
52
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 5 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks