Blutbraut

von Lynn Raven 
4,5 Sterne bei994 Bewertungen
Blutbraut
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Positiv (880):
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Blutrünstige Vampire in einer teilweisen düsteren Geschichte mit einen Schuss Romanze.

Kritisch (34):
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Ich habe es als Hörbuch gehört und leider fand ich es ziemlich langweilig. Zudem konnte ich nur wenig mit den Protagonisten anfangen.

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Inhaltsangabe zu "Blutbraut"

Magie macht ihn stark, Liebe verletzlich
Seit sie denken kann, ist Lucinda Moreira auf der Flucht vor Joaquín de Alvaro, denn sie ist eine »Blutbraut«, und nur ihr Blut kann den mächtigen Magier davor bewahren, zum Nosferatu zu werden. Doch gerade als Lucinda sich zum ersten Mal verliebt hat, wird sie entführt und auf Joaquíns Anwesen gebracht. Sie ist in eine Falle gelaufen: Chris, für den sie schwärmt, ist kein anderer als Joaquín de Alvaros Bruder, und auch er sucht eine Blutbraut. Und noch andere Magier begehren Lucindas Blut. Je näher sie Joaquín aber kennenlernt, desto mehr gerät ihr Bild von ihm ins Wanken und stürzt sie in ein Wechselbad der Gefühle …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570308875
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:700 Seiten
Verlag:cbt
Erscheinungsdatum:11.11.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.11.2011 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    MellisBuchlebenvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Ich habe es als Hörbuch gehört und leider fand ich es ziemlich langweilig. Zudem konnte ich nur wenig mit den Protagonisten anfangen.
    Leider eine Enttäuschung für mich

    Leider konnte mich diese Vampirgeschichte nicht überzeugen. Ich habe sie als Hörbuch gehört und war ziemlich schnell genervt von der Protagonistin. Ich konnte mit ihr und den weiteren Figuren nur wenig anfangen.

    Über weite Strecken habe ich mich sogar gelangweilt. Mir hat hier einfach das Besondere, Eigenständige gefehlt, denn ich hatte das Gefühl, dass sie zu "mainstream" sei. Sie hat nicht aus den zahlreichen anderen Vampirgeschichten herausgestochen, die es auf dem Markt gibt.

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    wordworldvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine unglaublich intensive Geschichte über Magie, Vampire, Intrigen, Freundschaft, Liebe und Vertrauen.
    "Jamás, mi luz!"

     Allgemeines:

    Titel: Blutbraut
    Autor: Lynn Raven
    Verlag: cbt (11. November 2013)
    Genre: Fantasy
    ISBN-10: 3570308871
    ISBN-13: 978-3570308875
    ASIN: B005QSBX1Q
    Seitenzahl: 736 Seiten
    Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
    8,99€ (Kindle-Edition)


     
    Inhalt:

    Magie macht ihn stark, Liebe verletzlich


    Seit sie denken kann, ist Lucinda Moreira auf der Flucht vor Joaquín de Alvaro, denn sie ist eine »Blutbraut«, und nur ihr Blut kann den mächtigen Magier davor bewahren, zum Nosferatu zu werden. Doch gerade als Lucinda sich zum ersten Mal verliebt hat, wird sie entführt und auf Joaquíns Anwesen gebracht. Sie ist in eine Falle gelaufen: Chris, für den sie schwärmt, ist kein anderer als Joaquín de Alvaros Bruder, und auch er sucht eine Blutbraut. Und noch andere Magier begehren Lucindas Blut. Je näher sie Joaquín aber kennenlernt, desto mehr gerät ihr Bild von ihm ins Wanken und stürzt sie in ein Wechselbad der Gefühle …


    Bewertung:

    Puh, diesen Bestseller des Jahres 2011 hatte ich schon eine ganze Weile im Regal stehen und aufgrund fehlender Zeit und den fast 7540 Seiten erstmal nicht angerührt. Dass ich es jetzt endlich auch mal gepackt habe, es zu lesen, war also mehr als überfällig. Und ich muss mich ausnahmsweise dem Hype mal bedingungslos anschließen und mich dafür verfluchen, diese Autorin nicht schon früher entdeckt zu haben!

    Zum Cover stehe ich ein wenig gespalten da. Auf der einen Seite finde ich das Motiv durchaus passend: eine schwarzhaarige Frau in einem ebenso dunklen Spitzenkleid mit hohem Kragen, welche durch die blasse Haut und den aus dem Auge rinnenden Blutstropfen wie der Inbegriff eines Vampirs, oder eben einer Sanguaíera wirkt. Das Ganze passt natürlich perfekt zu Lucinda und ihrer Rolle, die ihr zugewiesen wurde, da sie durch die geschlossenen Augen und den hohen Kragen auch wirkt, als würde sie sich gegen ihre Bestimmung sperren, dennoch gefällt es mir wieder nicht, dass ein Model mit einem vollständigen Gesicht zusehen ist, da ich mir Luz etwas anders vorgestellt hatte. Das blasse Grau, das den Hintergrund darstellt, gespickt mit einigen dunklen Flecken, die wohl verschwommene Vögel sind, passt ebenfalls gut, meines Erachtens kommt aber keineswegs die tolle gefährlich-behagliche Atmosphäre rüber, die die Handlung umrahmt. Da wäre meiner Meinung nach viel mehr drin gewesen! Der Titel ist jedoch unangefochten perfekt, wobei ich mir auch den spanischen Titel "Sanguaíera" sehr gut vorstellen könnte.

    Nachdem wir unsere Protagonistin Lucinda Moreira in Boston, Massachusetts in einer Bar kennenlernen, erleben wir mit, wie ihr schlimmster Albtraum in Erfüllung geht. Eigentlich ihr ganzes Leben lang auf der Flucht gewesen wird sie nun entführt und an den Ort gebracht, an dem sie nicht in ihren Albträumen jemals war: zu IHM, Joaquín de Alvaro, Hexer von Hermandad, welcher auf seine Blutbraut wartet, die ihn davor bewahren soll, Nosferatu zu werden. Ein seelenloses, grausames, blutrünstiges Monster. Als sie wieder zu Bewusstsein kommt ist sie auf dem Anwesen Santa Reyada im Süden Amerikas, inmitten von Vampiren, die nach ihrem Blut dürsten. Von Angst und Grauen gepackt versucht sie zu fliehen, doch als Joaquín sie immer wieder aufs Neue rettet, muss sie sich die Frage stellen, ob ihr ganzes Leben nicht eine Lüge war...


    "Ich verstehe." Ich war eine Gefangene in einem goldenen Käfig. Sofern es mir nicht doch noch irgendwie gelang zu entkommen, würden daran nur zwei Dinge etwas ändern: sein Tod. Oder meiner."


    Nach sehr verwirrenden ersten Seiten in denen wir mit etlichen neuen Namen, Zusammenhänge und seltsamen Gruppierungen konfrontiert werden und uns in der präsentierten Welt erst einmal zurecht finden müssen, wird die Handlung ein weniger beständiger als Lucinda in Santa Reyada ankommt und beginnt sich mit ihrer Situation abzufinden. Das wunderschöne Anwesen mitten in einer mörderischen Sierra, die Hitze, die Kakteen, der spanische Touch in der Sprache, das alles erzeugt einen wunderbar mexikanischen Flair, welcher in eine ganz andere Welt entführt. Auch die Atmosphäre die vorherrscht ist einfach unglaublich: die starke Diskrepanz zwischen blutigen, grausamen, gruseligen Szenen voller Verlangen, Gier nach Blut und zarten, tragischen Szenen voller Vorsicht und Zurückhaltung spitzt sich im Laufe der Geschichte immer weiter zu. Es entsteht ein Bild, das dunkel, geheimnisvoll, tragisch ist und dessen Leidenschaft anzieht.


    "Ich begegnete seinen Augen; farblos, glitzernd. Kühl. Gelassen. Und ... da war noch etwas anderes. In ihren Tiefen. Beinah verborgen. (...) Und dann war da noch etwas Anderes.
    Dunkel.
    Mächtig.
    Alt.
    Moreira.
    Sanguaíera.
    Mein!"


    Trotz dass das Buch ein wahrhaftiger Schmöker ist, hatte ich es runtergelesen wie 200 Seiten. Die ständig brodelnde Grundspannung, die vielen mystischen Zwischenfälle, Actionszenen, das abwechslungsreiches Setting und nicht zuletzt die Vielfalt an verschiedenen Gefühlen, die hier präsentiert werden, machen das Buch zu einem einzigen Abenteuer, von dem ich gar nicht mehr wollte, dass es zu Ende ging. Eigentlich kommt die Story gerade in den ersten zwei Drittel nicht wirklich vom Fleck. Die schleichende, sich aufbauende Beziehung zwischen Lucinda und Joaquín, das Vertrauen das geknüpft und die Angst die überwunden werden muss, dieser langsame Prozess ist jedoch das Grundgerüst, auf dem alles andere aufbaut. Strenggenommen sind all die Actionsszenen, Verfolgungsjagden und Ausflüge nur schönes Geplänkel um den Leser auf Trab zu halten, die vorrangige Funktion der Handlung ist es die beiden Protagonisten einander langsam näher zu bringen. Ob da nun Mafiafamilien, das Wetter, ein Geist, ein Bruder oder die Vergangenheit zwischen den beiden stehen, ist eigentlich egal. Und genau deshalb wird das Buch auch nie langweilig. Lynn Raven hat etwas geschafft, woran viele Autoren - gerade die von umfangreichen Geschichten - oft scheitern: sie hat der Geschichte einen roten Faden gegeben, der gleichzeitig voranbringt und ausbremst und die ganze Handlung stabil vor sich her trägt.


    "Er wollte mein Blut und mein Leben. Meinetwegen. Aber ich würde mich nicht freiwillig in mein Schicksal fügen, wenn ich auch nur den Hauch einer Chance hatte, ihm zu entgehen. Egal wie."


    Während die Geschichte ihren Lauf nimmt, wird es zunehmend schwierig, den Überblick über alle Namen, Motive und Zusammenhänge zwischen Hermandad, den Ordre de Sorciers, dem Konsortium zu behalten. Dennoch ist der Plot trotz einiger Wendungen überraschend gradlinig und hat mich entfernt ein wenig an "Die Schöne und das Biest" erinnert. Aufgrund der fast vollkommen fehlenden Romantik läuft die sich anbahnende Liebe (oder sagen wir mal neutraler "Besessenheit") zwischen Lucinda und Joaquín an keiner Stelle Gefahr, kitschig oder nervig zu werden. Wir bekommen zwar als Leser gegen Ende die erotische Anziehungskraft zwischen den Beiden mit, es geht aber in erster Linie um das wachsende Vertrauen zwischen dem monströsen Hexer und seiner ängstlichen Blutbraut. Wer also auf glühende Liebesszenen und Liebe, Drama, Wahnsinn wartet, wird wahrscheinlich enttäuscht.

    Auch die Grundidee des Romans gefällt mir sehr gut. Als ich mit dem Lesen begann dachte ich erst so: "Oh nö, nicht schon wieder ein Vampir-Roman." Lynn Raven schafft es hier jedoch alle möglichen Elemente aus Mythen, Sagen, Legenden und Realität zu vermischen, sodass eine Geschichte entsteht, die man noch nie in dieser Form gelesen hat. Vampire werden eigentlich komplett unwichtig, bis auf die Tatsache, dass Joaquín Blut trinken muss. Statt dem Mainstream-Blutsauger bekommen wir es hier mit grausamen Nosferatu, alten Flüchen, gewieften Hexern, farbigen Siegeln, mafiösen Machtstrukturen der Hermandad, Blutbräuten und schlauen Ärzten zu tun. Natürlich ist irgendwie von Anfang an klar, dass Lucinda sich in das "Monster" Joaquín verlieben muss, der Grundverlauf der Handlung ist also relativ vorhersehbar, durch den großen Facettenreichtum und den tollen Schreibstil der Autorin, bildet sich jedoch bald eine unerbittliche Sogwirkung aus.


    "Ich war es leid davonzulaufen. Nie irgendwo länger bleiben zu können als ein paar Wochen oder höchstens Monate, wenn ich Glück hatte; kein wirkliches Zuhause, keine richtigen Freund zu haben ... Aber letztendlich hatte ich keine andere Wahl. Weil ich war, was ich war: eine Blutbraut."


    Lynn Raven schreibt sehr flüssig und leicht verständlich, worunter aber nicht der Detailreichtum der Geschichte leidet. Gefühle bannt sie greifbar in die Seiten und schafft es immer wieder aufs Neue, den Seelenzustand der Protagonistin auch sprachlich zu verkörpern: mal dominieren malerisch schöne Beschreibungen das Bild, in anderen Szenen bekommen wir abgehackte, gehetzte Szenenbeschreibungen in Form von Ein-Wort-Sätzen und Wiederholungen vorgesetzt. Als Jugendbuch das das Buch das eindeutig und ich kann die strenge Kritik nicht nachvollziehen, die diese dynamisch wechselnde Erzählweise auf sich gezogen hat. Manche formulierungstechnischen Wiederholungen lassen sich auf 740 Seiten wohl kaum vermeiden, ich sehe hier aber eindeutig noch Ausbaufähigkeit. Trotzdem schafft es die Autorin in all der dunklen, von Angst und Leidenschaft geprägten Stimmung wunderbar modern und unheimlich erfrischend zu erzählen und Szenen durch humorvolle, sogar ironische Bemerkungen aufzulockern.


    "Wie geht es ihr heute morgen?"
    "Gut genug, um mich zum Teufel zu wünschen."
    "Oha, was genau hat sie gesagt?"
    "Ich glaube, der entscheidende Satz war: "Verpiss dich endlich, du Scheißkerl!"


     Auch die immer wiederkehrenden spanischen Wörter/Sätze, die Joaquín oft von sich gibt, haben mich keineswegs gestört. Sie passten sehr gut ins Setting, zu seinem Charakter und gaben noch einmal ein Tick mehr Geheimnis und Emotion dazu. Obwohl ich kein Wort Spanisch spreche, sind alle Bemerkungen aus dem Kontext verständlich geworden und falls jemand ganz extrem verwirrt sein sollte, gibt es auf der Verlagshomepage von cbt auch ein Special mit den entsprechenden Übersetzungen.

    Erzählt wird die Story in erster Linie aus Lucindas Ich-Perspektive, wobei das Familienwappen der Moreira Frauen ihre Kapitel ziert. Ein fünfzackiger Stern in einem Kreis - ein Hexen-Pentagram - weist jedoch auf die Perspektive einer der Hexer hin. Hierbei erzählt zum einen Joaquín als Er-Erzähler, wie auch in kurzen Abschnitten der Antagonist, dessen Identität und Pläne für einige Zeit ungeklärt bleiben, wodurch es immer spannend bleibt.
    Lucinda Moreira ist unter den Lesern ein sehr umstrittener Charakter. Auf der einen Seite wird versucht, sie kämpferisch und stark zu charakterisieren, als "tigresa", wie Rafael sie liebevoll nennt. Da sind aber auch ihre unüberwindbaren Ängste, die sie im Zusammenhang mit Vampiren plagen, nachdem ihre "Tante Maria" von einem von ihnen grausam vor ihren Augen ermordet wurde. Es ist ihr also nicht zu verübeln, dass sie sich vor Joaquín fürchtet. Natürlich verhält sie sich manchmal ein wenig irrational, aber genau das macht eine Angst ja auch aus: man begreift sie nicht, sie ist nicht immer logisch, sie ist einfach da. So konnte ich mit ihr fühlen und mit etwas Abstand zu ihr mit den Geschehnissen mit fiebern. Umso authentischer ist es, wie sich ihre Angst Schritt für Schritt legt und sie beginnt unter ihrer Panik noch ganz andere Dinge zu fühlen...


    "Als sie da lag ... Ich dachte tatsächlich für eine Sekunde, sie wäre vor Angst gestorben."
    Er konnte Rafael geradezu den Kopf schütteln hören. Joaquin rieb sich übers Gesicht.
    Ja, gestorben. Aus Angst vor ihm. Viel hatte möglicherweise nicht gefehlt."


     
    Die wirkliche Perle des Buches ist aber ER: Joaquín de Alvaro. Schon mit seinem ersten Satz im Roman hatte er mich:
    "Sie hätten dich niemals finden sollen, mi corazón."
    Mit diesem Satz, der es einem kalt den Rücken hinunter laufen lässt, hat er mein Herz gestohlen und es bis zum Ende nicht mehr hergegeben. Auch wenn es eigentlich klar ist, dass er in gewissem Maße "gut" sein muss, ist er in erster Linie über ein Großteil der Geschichte eines: ein Monster. Zuerst wird er eiskalt als der geheimnisvolle, erschreckend gutaussehende Hexer charakterisiert, dem Lucinda versprochen wurde, da er ihr Blut braucht um nicht Nosferatu zu werden, eine zügellose, mächtige, geflügelte Kreatur der Hölle. Der immerwährende Flucht der Hermandad betrifft wie alle Männer der Familie auch ihn: trinkt er nicht regelmäßig das Blut seiner Sanguaíera, seiner Blutbraut, stirbt mit jeder Nacht ein kleiner Teil von ihm, der ihn menschlich macht. Das Problem ist bloß, dass Lucinda es nicht ertragen würde, Joaquíns Blutbraut zu sein, zu sehr plagen sie ihre irrationalen Ängste, sodass dieser hier die Rolle des leidenden Helden übernimmt. Mit seinen diamantfahlen Augen, der blassen Haut, den langen Reißzähnen und den schwarzen, klauenartigen Fingernägeln ähnelt er in der Tat einem schrecklich schönen Monster, welches Qualen leidet, vor Blutdurst und Verlangen kaum Lucindas Blut widerstehen kann und es doch immer wieder schafft, sie zu beschützen, sie zu nichts zu zwingen und seine Ehre zu bewahren. Der Zwiespalt, in dem er sich befindet ist denkbar groß, sein täglicher Kampf, den er gegen die dunkle Seite in sich ausfechten muss, ebenso, was ihm meinen größten Respekt einbringt. Falls Lucinda sich weiterhin geziert hätte: ich hätte ihn sofort genommen ;-)

    Auch die liebevoll gestalteten Nebenfiguren wie der fürsorgliche Arzt Fernán, Joaquíns treuer Freund Rafael, oder auch Cris, den ich von Anfang an nicht leiden konnte - zu Recht -, machen die Geschichte um einige Details reicher. Ebenfalls ein Stein in meinem Leser-Brett, hat sich Rosa, ein nach Lavendel duftendes Gespenst und ehemalige Sanguaíera, bei mir ergattert, wenn sie durch die Hallen von Santa Reyada weht und alle zur Weißglut bringt.

    Als die Geschichte gegen Ende nochmal auf einen absoluten Showdown zuging, begann ich die Vorhersehbarkeit des Buches noch einmal zu hinterfragen und war mir plötzlich absolut nicht mehr sicher, wie das alles wirklich ausgehen würde. Irgendwie hatte ich so das Gefühl, dass Lynn Raven da tatsächlich alles zuzutrauen wäre. Ich hielt alle virtuellen Daumen für meine Protagonisten gedrückt, dass sie doch bitte - bitte - ein halbwegs schönes Ende finden würden. Anscheinend haben meine Stoßgebete zum Lesegott auch etwas gebracht, denn auch wenn das Ende viel zu kurz war und eine Menge Potential verschenkte, bekamen eigentlich alle alles was sie wollten.
    Auch wenn mir nicht ganz klar ist, ob denn mit einer Fortsetzung auch nach 7 Jahren noch zu rechnen ist, würde ich es mir sehr wünschen und sofort wieder kaufen, denn schließlich geht ganz am Ende die Liebesgeschichte ja erst richtig los und die ein oder anderen Frage ist ja schließlich auch offen geblieben.
    Zum Schluss noch mein Lieblingszitat:


    "Seine Lippen legten sich auf meine Kehle. Federleicht. Kaum mehr als ein Hauch. Kein Biss, ein...Kuss. Quälend sanft. "Jamás, mi luz!", rau, knurrend. Ein Flüstern, kaum zu verstehen. "Jamás! Niemals!" Sein Mund streifte meine Schulter, entsetzlich zärtlich. Dann war er fort."


    Fazit:

    Eine unglaublich intensive Geschichte über Magie, Vampire, Intrigen, Freundschaft, Liebe und Vertrauen.


    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

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    Feliccimas avatar
    Feliccimavor 8 Monaten
    Ich hoffe auf einen zweiten Teil :)

    Die Geschichte um das Mädchen Lucinda, das sich ihrem Schicksal nicht stellen möchte, ist unglaublich spannend erzählt. Lynn Raven versteht es in kurzen, abgehakten Sätzen die Spannung aufzubauen.
    Obwohl die Grundstory, die größtenteils das Märchen von „Die Schöne und das Biest“ behandelt, sowohl von den Charakteren als auch von der Grundgeschichte, recht offensichtlich ist, schafft es die Autorin auf diesen 735 Seiten die Spannung und das Interesse zu halten und keine großartigen Längen entstehen zu lassen. Gerade Joaquin, der kurz vor seiner endgültigen Verwandlung zum Nosferatu steht, sorgt durch seine Zerrissenheit und seinen Gefühlen Lucinda gegenüber für einen unterhaltsamen Lesestoff.
    Das Buch hat, trotz seiner Länge, ein sehr offenes Ende, wobei bisher noch nicht feststeht, ob ein zweiter Teil erscheinen wird. Genug Potential und ungeklärte Fragen hätte es auf jeden Fall.

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    J
    justMevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eins meiner absoluten Lieblingsbücher!
    Blutbraut - Rezension

    Es geht um Lucinda, die schon ihr ganzes Leben vor dem Hexer Joaquin davongelaufen ist, der ihr Blut braucht, um nicht zum Nosferatu zu werden.
    Doch dann wird sie von seinen Helfern aufgespürt und zu Ihm gebracht. Eine spannende Geschichte beginnt. 

    Das Buch ist durchgehend Spannend und lässt keine Zeit für Langeweile.
    Man sollte sich auf keinen Fall von den vielen Seiten abschrecken lassen. Vor allem, da diese beim Lesen nur so vorbei fliegen.
    Ich kann dieses Buch allen Fantasy liebhabern empfehlen und finde es hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient!

    Eine etwas ausfürlichere Rezension findet ihr hier:
    https://purplegirlssite.wordpress.com/2016/01/01/blutbraut/

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    Pachi10s avatar
    Pachi10vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Durchschnittlich aber nicht mehr
    Durchschnittlich aber nicht mehr

    Die vielen positiven Rezensionen haben mich verleitet diesen Vampirroman zu lesen. Ich hätte die Finger davon lassen sollen. Es ist der übliche Teenieroman, ohne Neuigkeiten und ohne Überraschungen.

    Die Hauptperson ist Lucinda - eine Blutbraut. Ca. 2/3 des Buches erfährt der Leser eigentlich nicht um was es hierum eigentlich genau geht, sondern liest nur von einem hysterischem Teenagermädchen, deren jeder 10. Satz "Ich will nicht" oder "Ich kann nicht" lautet. Nur langsam lernt der Leser die Personen kennen und erfährt auch etwas über die Magier und die Aufgabe einer Blutbraut. Schade, denn dieses doch sehr dicke Buch. Könnte um 2/3 gekürzt werden und trotzdem würde der Leser nichts verpassen.

    Offenbar gibt es schon zuviele Vampirgeschichten und leider ähneln sie sich alle. Mehr als 2* kann ich nicht vergeben. Abgesehen davon, würde ich dieses Buch keineswegs als Kinderbuch einstufen,

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    Morgensterns avatar
    Morgensternvor einem Jahr
    Charaktere zum Verlieben und spannend bis zum Schluss

    Auf der einen Seite die schillernde Welt der Magie und der Preis, den sie fordert. Auf der anderen Seite die schwer traumatisierte Protagonistin, die sich aus einem Gespinst von Lüge und Halbwahrheiten ins Licht des Erkennens kämpfen muss. Ein Buch, bei dem die Gefühle Achterbahn fahren.
    Brilliant geschrieben, mein absolutes Lieblingsbuch.

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    Buechergartens avatar
    Buechergartenvor einem Jahr
    Fantasie mit coolem Mafia-Touch!

    INHALT:

    Joaquín de Alvaro! Er ist die eine Person der Lucinda Moreira, seit sie denken kann, versucht zu entrinnen. Gerade als sie der ewigen Flucht müde geworden ist und sich zum ersten Mal verliebt, wird sie verraten und auf Joaquíns Anwesen „Santa Reyada“ an der Mojave-Wüste gebracht. Dort soll sie ihm als Blutbraut dienen, denn nur ihr Blut kann den mächtigen Magier davor bewahren sich zu einem Nosferatu zu wandeln. Doch auch noch andere Magier begehren Lucindas wertvolles Blut und je mehr Zeit sie gezwungenermaßen mit Joaquín verbringt, desto mehr gerät ihr Bild von Gut und Böse ins Wanken…

     

    EIGENE MEINUNG:

    Ich muss sagen: Das Cover haut mich nach wie vor vom Hocker! Auch wenn ich die ewigen Abbildungen von Frauen auf Büchern mittlerweile etwas Leid geworden bin finde ich diese immer noch beeindruckend, eindringlich und auf seine Art und Weise wunderschön! Es soll wohl Lucinda zeigen, deren schwarzes Kleid mit Tüll ihren Körper – und wohl vor allem ihren Hals – bis hoch zum Kinn komplett verdeckt. Die dunklen Haare heben sich stark von ihrem hell geschminkten Gesicht und vor allem von ihrem roten Mund sowie dem roten Blutstropfen ab, der sich aus ihren geschlossenen Augen löst. Der blaue Hintergrund rundet das Ganze für mich perfekt ab.

     

    Ich habe den Klappentext wie meist in eigenen Worten wieder gegeben und dabei auch etwas heraus gekürzt, dass meiner Meinung nach etwas von der Spannung vorweg nimmt und zu viel verrät. Also meine Empfehlung: Klappentext lieber nicht lesen!

     

    Die „Blutbraut“ lag jetzt wirklich jahrelang auf meinem SUB (es ist mit über 700 Seiten ja doch ein dickes Ding!) und wie es bei solchen Büchern manchmal der Fall ist habe ich mir danach nur gedacht: Warum habe ich es nicht schon viel früher gelesen! Es ist das zweite Buch das ich von Lynn Raven im Regal habe und hat mir wesentlich besser gefallen als „Seelenkuss“, auch wenn nicht alles perfekt war.

    Ich bin wirklich schnell in die Geschichte hinein gekommen, die in unserer Zeit und Welt spielt. Einen Denkfehler habe ich jedoch unwissentlich begangen: Ich habe mir Lucinda um einiges älter vorgestellt (Mitte bis Ende 20?) und war dann etwas geschockt, als ich relativ spät im Buch gelesen habe, dass sie erst 18 Jahre alt geworden ist. Durch die Thematik im Buch hätte ich mir durchaus gewünscht sie wäre älter gewesen. Vielleich hätte man dann auch etwas Naivität aus dem Charakter heraus nehmen können, welche mich manchmal doch arg gestört hat und durch das junge Alter dann auch besser zu erklären ist.

    Ansonsten konnten mich die Charaktere total begeistern, allen voran Joaquín und Rosa! :) Lasst euch überraschen wer „sie“ ist! Allerdings war es irgendwann wahnsinnig nervig, dass „er“ und „sein“ in Lucindas Gedanken immer kursiv gedruckt waren, wenn es um Joaquín ging!?

     

    Als Leser wird man in die Geschichte hinein geworfen, erfährt erst nach und nach was sich in Lucindas Leben alles zugetragen hat und dann noch später was wirklich geschehen ist. Auch lernt man mit ihr zusammen verschiedene Personen, Orte und die Wahrheit kennen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat! Ich habe selbst gemerkt, wie sich meine Meinung zu den Personen im Laufe der Geschichte verändert hat! Zum Teil habe ich es dabei einfach vermisst, dass Lucinda selbst mehr Fragen stellt, mehr nachforscht oder einfach genauer hinsieht. So verliert sie sich zum Teil sehr in ihren Fluchtgedanken, was auf die Dauer doch sehr anstrengend war. Ich hätte sie mir etwas taffer gewünscht. Genauso auf Joaquíns Seite: Warum hat er ihr „alles“ nicht „einfach“ in Ruhe erklärt? Seufz… Aber die beiden entwickeln sich, wenn auch langsam und mit Rückschlägen.

     

    Die Grundidee der Geschichte finde ich einfach fantastisch und auch die Welt die Lynn Raven in diesem Buch, innerhalb unserer eigenen, geschaffen hat ist einfach super interessant! Wer dabei Angst vor dem Thema „Vampire“ hat, dem kann ich sie hoffentlich vollkommen nehmen. Wir haben es hier weder mit einem Twilight-Abklatsch, noch sonst einer durch und durch bekannten Vampir-Story zu tun. Es geht vielmehr um das Thema Magie und Nosferatu, Machtkämpfe, die Strukturen, Bräuche und Regeln der Gesellschaft! Dabei erleben wir das Ganze aus verschiedenen Blickwinkeln und der größte Teil der Handlung spielt auf einem Anwesen namens „Santa Reyada“ an der Mojave-Wüste bei Los Angeles. Insgesamt muss ich sagen, dass alles so einen gewissen und tollen „Mafia-Touch“ hat und die Gegend wirklich toll beschrieben war!

    Die Geschichte ist aber meiner Meinung nach nichts für ganz schwache Nerven! Es geht durchaus um Tod, Blut und Gewalt rund die Welt und Verwandlung der Nosferatu.

     

    Auch an Wendungen und Überraschungen (Rosa!) hat es mir nicht gefehlt und besonders den ein oder anderen Rückblick habe ich sehr genossen! Wichtig war für mich auch, dass die Liebesgeschichte (ohne Erotik) weder den Hauptteil der Handlung einnimmt, noch auf drei Seiten klar ist, dass nur diese beiden Personen für immer und ewig zueinander gehören. Die Autorin hat sich hier wirklich Zeit gelassen. Nur das Ende war mir an dieser Stelle etwas zu abrupt und der Zeitsprung hat mir gefühlt schöne und wichtige Szenen des Buches genommen. Auch bleiben meiner Meinung nach schon noch Fragen offen – vielleicht für die eigene Fantasie – die man noch klären könnte! ;)

     

    Was ich leider erst nach Beenden des Buches entdeckt habe ist ein Glossar zum Buch:

    https://www.randomhouse.de/Leidenschaft-und-Magie-Die-Buecher-von-Lynn-Raven/Blutbraut-Lexikon-zum-Buch/aid65568_12886.rhd

     

    FAZIT:

    Eine erfrischende Geschichte im Genre „Vampir“-Literatur: Absolut kein Twilight-Abklatsch und auch keine reine Liebegeschichte! Es geht vielmehr um Nosferatu, Liebe, Vertrauen, Intrigen, Machtkämpfe, Magie, Bräuche und Regeln einer Welt innerhalb unserer eigenen mit einem Touch „Mafia“. ;) Nur die Naivität der Hauptprotagonistin stört etwas.

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    _das_ninchenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr gutes Buch kann ich nur weiter empfehlen
    Super Buch!

    Fort, nur fort von hier! ist Lucinda Moreiras einziges Bestreben, nachdem sie entführt und auf das Anwesen von Joaquín de Alvaro gebracht wurde - dem mächtigen jungen Magier, dessen Blutbraut sie werden soll und der für sie alles Böse zu verkörpern scheint. Doch je näher sie Joaquín kennenlernt, desto mehr gerät das Bild, das Lucinda von ihm hatte, ins Wanken und stürzt sie in ein Wechselbad der Gefühle...

    Am Anfang ist das Buch noch etwas kompliziert. Man muss erst ein paar Kapitel lesen um in die Handlung reinzukommen und um die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn man dann jedoch in der Handlung drinnen ist dann ist es wirklich super zu lesen. Es ist spannend geschrieben und man wird total gefesselt von der Geschichte.

    Nach und nach erfährt man immer mehr über Lucinda und versteht mehr und mehr warum sie so handelt wie sie handelt. Auch ihre Gedanken und Gefühle werden gut geschildert wodurch man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann.

    Auch die anderen Charaktere werden gut beschrieben und man schließt alle richtig ins Herz.

    In der Geschichte gibt es immer wieder kleine "Überraschungen" bzw. Dinge mit denen man nie gerechnet hätte. Dadurch wird die Geschichte nochmal spannender und man möchte immer sofort weiterlesen.

    Alles in allem ein super Buch. Kann ich nur jedem weiterempfehlen, der Fantasyromane liebt.

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    sternbluts avatar
    sternblutvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Vampirroman, der mal ganz anders mit der Thematik umgeht und eine Liebesgeschichte, wie es sie nur selten gibt.
    Vampire, Blutbräute - und ein Leben voller Lügen

    Joaquín de Alvaro. Es ist eine Person, ein Name vor dem Lucinda Moreira auf der Flucht ist, seit sie denken kann. Als sie ihm dennoch in die Hände fällt scheint ihr Schicksal besiegelt. Umso überraschter ist sie von dem Vampir, der vor ihr steht. Der ihr Angst macht. Der ihr aber auch ein Angebot macht: wenn sie die Grundlagen der Zauberei lerne, würde er sie in Ruhe und gehen lassen. Was sie nicht weiß: Joaquíns Zeit läuft an. Und es bleibt ihm nicht viel, um sie zu schützen...


    Sehr lange bin ich um Blutbraut herumgeschlichen. Habe mir das Cover angesehen. Mit dem Titel geliebäugelt. Und es mir doch nie gekauft. Anlass genug, dass meine kleine Schwester mir das Buch zum Geburtstag schenkte - damit es zwei Jahre in meinem Regal verstauben konnte. Es war höchste Zeit, das Buch zu befreien und es endlich zu lesen - auch wenn mir sehr dicke Bücher gerade immer ein bisschen schwer fallen zwischendurch. Und habe keine einzige Seite bereut. 

    Die Geschichte ist in mehreren Perspektiven verfasst. Wir haben die Sicht von Lucinda, die in der Ich-Perspektive dargestellt wird, sodass wir genau wissen, was sie fühlt, denkt und plant - auf der anderen Seite haben wir aus einer erzählenden Perspektive sowohl die Nosferatu als auch Joaquín. Es sind also unterschiedliche Erzählstränge, die mehr und mehr zusammengeführt werden. Und hier sehe ich auch den einzigen kleinen Makel in einem sonst wundervollen Buch: die Ergänzung zwischen den unterschiedlichen Personen empfand ich als durchaus gelungen - den Sprung zwischen den Erzählperspektiven weniger. Letztlich war es nicht weiter dramatisch, weil man sich mit der Zeit daran gewöhnt, aber besonders zu Beginn störte es mich doch irgendwie, dass aus einer Ich-Perspektive ein personaler Erzähler wurde, der die Dinge von außen betrachtet. 

    Was ich wiederum schön fand, war die Kombination aus inhaltlicher Struktur und äußerer Darstellung. So findet sich an jedem Kapitelbeginn ein Symbol, anhand welchem der Leser identifizieren kann, welcher Themenstrang in diesem Kapitel verfolgt werden sollte. An und für sich hätte hier auch die Erzählperspektive ausgereicht - es gibt zwei Symbole auf zwei Perspektiven. Trotzdem mag ich es immer gerne, wenn sich ein Buch mit solchen Kleinigkeiten "besonders" macht. "Nur" Text kann jeder - hier stecken Gedanken dahinter, die mir sehr gefallen haben. Ein kleiner visueller Zusatz eben. 

    Die Geschichte des Buches hat mich irgendwie fasziniert. An und für sich könnte man in dem Buch eine Liebesgeschichte vermuten und entdecken, ohne dass sie herausplatzt. Es ist vielmehr eine subtile Entwicklung, die viel Zeit in Anspruch nimmt und sich erst am Ende irgendwie entfalten kann, ohne dabei wirklich wirklich kitschig zu sein, wie es bei vielen anderen Liebesgeschichten der Fall ist. 

    Auch der Vampir-Aspekt ist interessant dargestellt. Es wird nicht diese "ich beiß dich - du wirst Vampir"-Mentalität, sondern eine ganz andere Thematik dahintergestellt. Dass es eigentlich eine Gruppe von Magiern gewesen ist, von welcher sich ein Teil dafür entschieden hat, einen Pakt mit dem Teufel einzugehen und damit zu Vampiren zu werden. Dass diese Blut trinken müssen - besonderes Blut von einer besonderen Frau, die zu dem entsprechenden Vampir passen muss, damit sie nicht zu Monstern, zu Nosferatu werden... Neben all diesen Vampirverhätschelungen, die es heutzutage auf dem Markt gibt, empfand ich diese Geschichte als durchaus erfrischend. 

    Was mir am Plot allerdings am besten gefallen hat, ist, dass er so... unvorhersehbar gewesen ist. Immer wenn ich dachte, ich weiß was passiert, ist irgendwie etwas ganz anderes passiert. Nach und nach wird gelichtet, wer der Verräter in den Reihen ist und welcher Nosferatu hinter den Machtspielchen steckt. Schon nach der ersten Hälfte des Buches ist ziemlich klar, was passieren wird, sodass ich mich relativ schnell gefragt habe, was eigentlich nicht kommt, wenn das Buch noch so lange geht. Aber das war schön - weil nichts an der Geschichte mir willkürlich vorgekommen ist. Ich fand es erbauend, dass nicht gleich der Plan des Nosferatu aufgegangen ist, sondern etwas dazwischen kam. Nicht alle Abläufe sind so peinlich perfekt, wie man es in vielen anderen Büchern hat. Ich mochte das. Wie gesagt - das hat für mich alles ein bisschen unvorhersehbar gemacht. 

    Ebenfalls gelungen empfand ich die fehlende sexuelle Komponente. In den meisten Vampirbüchern scheint doch Sex immer mehr eine zentrale Rolle zu spielen - was ich an sich nicht verkehrt finde, aber manchmal darf es eben auch mal etwas anderes sein. Auch hier verweise ich wieder auf die Subtilität der Liebesgeschichte. Ich kann es einfach nicht oft genug sagen!

    Auch mit den Personen habe ich mich recht schnell angefreundet. Zwar ist mir Lucinda mit ihren ewigen Fluchtgedanken am Anfang ein bisschen auf die Nerven gegangen - auf der anderen Seite konnte ich sie aber auch verstehen. Sie macht eine Entwicklung durch, die zwar nur sehr schleichend ist und immer wieder Einbrüche vorweist - aber sie ist da. Meiner Meinung nach ist sie ein zwar widerwilliger, aber starker Charakter, der im Leben sehr viel hat durchmachen müssen. Da ist es klar, dass sie misstrauisch ist. Dass sie seinen Namen nicht denken möchte. Dass sie jegliche kleine Regung kritisch hinterfragt und nicht vertrauen möchte. umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass sie ihre Erinnerungen zurückbekommen hat, auch wenn sie für sie durchaus schmerzhaft gewesen sind. Auch mit Joaquín kam im gut klar - vielleicht ein bisschen unsensibel an manchen Punkten, aber hey - kurz vor Nosferatu und Mann. Ganz böse Kombination! Ich will jetzt nicht zu ausschweifend werden, aber im Großen und Ganzen waren es auch die Personen, die dem Ganzen Leben eingehaucht haben. Ich hätte gerne gewusst, was letztlich aus Chris geworden ist, nachdem er seinen finalen Wandel auf die "gute Seite" erreicht hat. Aber das bleibt leider ein Loch, mit dem man vermutlich leben muss. Und leben kann. 

    Achja. Mein persönlicher Liebling: Rosa :'D . Mehr verrate ich über sie nicht, aber sie war der Hammer!


    Ja, ich bin Fantasy-Liebhaber. Ja, ich liebe Vampirgeschichten. Und ich mag Bücher, die anders sind. Die unvorhersehbar sind. Die ans Herz gehen. Und ich persönlich bin in diesem Buch vollkommen aufgegangen. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ist subtil. Es ist neu. Dabei ist es nicht total over the top, sondern einfach herrlich erfrischend. Damit ist Blutbraut für mich eine absolute Empfehlung für jeden, der sich nicht mit den üblichen Vampir-Liebesgeschichten abgeben möchte, sondern etwas sucht, das darüber hinaus geht. 

    Ich hab es bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen (: . 

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    GothicQueens avatar
    GothicQueenvor einem Jahr
    Blutbraut

    "Blutbraut" von Lynn Raben habe ich empfohlen bekommen, als ich gerade mal wieder gerne Fantasy-Bücher gelesen habe. Die Autorin war mir gänzlich unbekannt. Und da mir das Cover sehr gut gefallen hat, haben mich die ca. 700 Seiten dann auch nicht mehr abgeschreckt. Denn wenn einem eine Geschichte gefällt, ist man ja eher froh drum, dass sie kein Ende nehmen will. So war es dann auch. Ich konnte das Buch von Anfang an nicht zur Seite legen. Die Geschichte um Lucinda Moreira, die eine Blutbraut ist, fesselte mich gänzlich. Blutbraut bedeutet hier, dass ihr Blut für einen bestimmten Hexer ist. Er braucht ihr Blut, um wiederum selbst nicht zu einem blutrünstigen Nosferatu zu werden. Seit Lucinda ein Kind ist, flüchtet sie deshalb vor Joaquin de Alvaros. Bis sie den charmanten Chris kennenlernt und sich in ihn verliebt. Doch dann wird Lucinda entführt. Und landet im Haus von Joaquin und Chris, der Joaquins Bruder ist. Lucinda wird nicht freigelassen, weil Joaquin sie vor anderen Magiern beschützen möchte, die an ihr Blut möchten. Zunächst ist sie sauer. Doch nach und nach lernt sie Joaquin besser kennen. Eigentlich ist er doch nicht so gemein, wie sie erst dachte. Die Geschichte war sehr toll und ich war sehr enttäuscht, dass es keine Folgebände gegeben hat. Ich hätte sehr gerne mehr von den beiden erfahren. Da ich den Roman sehr schön fand, möchte ich ihn allen Fantasy-Fans, die ihn noch nicht kennen, sehr gern weiterempfehlen, so wie er mir einst empfohlen wurde.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    cbj_Verlags avatar
    „Sie hätten dich niemals finden dürfen, mi corazón.“ Für den neuen verführerischen Fantasyroman "Blutbraut" von Lynn Raven suchen wir Leserinnen und Leser, die Lust haben, in eine üppige, atmosphärische Liebesgeschichte voll sprachlicher Kraft einzutauchen. Außerdem wird es die Möglichkeit geben, Fragen an die Autorin zu stellen. Zum Inhalt: Seit sie denken kann, ist Lucinda Moreira auf der Flucht vor Joaquín de Alvaro, denn sie ist eine „Blutbraut", und nur sie kann den mächtigen Magier davor bewahren, zum grausamen Monster zu werden. Dazu müsste sie ihm jedoch ihr Blut geben und sich auf ewig an den Mann binden, der die Verkörperung alles Bösen zu sein scheint. Und dann tritt genau das ein, wovor sie sich fürchtet: Gerade als Lucinda sich erstmals verliebt hat, wird sie entführt und auf das Anwesen Joaquíns gebracht. Lucinda ist in eine Falle gelaufen, denn ihre erste Liebe ist kein anderer als Joaquín de Alvaros Bruder, und auch er sucht eine Blutbraut… Weitere Infos sowie eine Leseprobe findet ihr hier: http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=326666 Von 15 Testleserinnen und Testlesern hätten wir gern vor Erscheinen des Buches am 31.10. gewusst, wie sie die Geschichte von Lucinda und Joaquín finden. Bewerbt euch bis zum 25.09. und sagt uns, warum gerade ihr in diese Achterbahn der Gefühle einsteigen wollt :-). Wir freuen uns sehr über eure Rückmeldungen! Das cbj-Team
    Nefertari35s avatar
    Letzter Beitrag von  Nefertari35vor 6 Jahren
    Der Thread ist schon über ein Jahr alt....
    Zur Leserunde
    Rocios avatar
    Nach dem es großes Interesse an Blutbraut gab, hab ich mich jetzt entschlossen, mein Exemplar wandern zu lassen.
    Ich stelle es für maximal 6 Leser zur verfügung.
    Wie das Wanderbuch funktioniert, wisst ihr ja wahrscheinlich alle, aber hier nochmal kurz die Regeln im Überblick:

    - Jeder hat 2 Wochen Zeit um das Buch zu lesen
    - Erfragt bitte selbstständig die Adresse eures Nachfolgers (möglichst schon, wenn das Buch bei euch angekommen ist, damit kein Stau entsteht)
    - Bitte eine kurze Rückmeldung in den Thread schreiben, wenn das Buch angekommen ist, oder weitergeschickt wurde
    - Bitte, bitte behandelt das Buch pfleglich!!
    - Sollte das Buch verloren gehen, teilen sich Sender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar (ich würde sagen, ein Buch gilt als verloren, wenn es 2 Wochen lang nicht aufgetaucht ist)
    - Am Ende geht das Buch wieder zurück an mich :)

    Falls ihr eine Rezension zu dem Buch schreibt, wäre es toll, wenn ihr sie hier verlinken würdet!

    losgeschickt am: 10.02.12
    1. Dupsi (fertig)
    2. RoteZora (fertig)
    3. Nicki81 (fertig)
    4. LisaLu (fertig)
    5. Nicecat (fertig)
    6. ankedieleserin (fertig)
    7.melanie_reichert (angekommen: 04.07.12)

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