Lynne Schwartz Für immer ist ganz schön lange

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 16 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 12 Rezensionen
(0)
(9)
(4)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Für immer ist ganz schön lange“ von Lynne Schwartz

Als Ivan eines Tages vom Joggen nicht nach Hause zurückkehrt, fragt sich Caroline, ob er wohl überhaupt noch mal wiederkommt. Wollte sie in ihrer zwanzigjährigen Ehe nicht auch schon oft alles hinschmeißen und abhauen? Andererseits: Haben sie sich nicht trotz aller Krisen und Affären immer wieder zusammengerauft? Sollte dies nun tatsächlich das Ende sein? Oder wurde er überfallen und liegt irgendwo in Manhattan am Straßenrand? Hin- und hergerissen zwischen Wut, Angst und liebevollen Gefühlen, beginnt Caroline, ihre Ehe zu rekapitulieren.

Eine verkorkste Ehe und allerlei Belanglosigkeiten - nein, das hätte nicht sein müssen!

— Wortteufel
Wortteufel

Gefühlskarusell erwartet, die lange Geschichte einer Ehe erhalten ... mit falschen Erwartungen angegangen, enttäuscht zurückgeblieben.

— elane_eodain
elane_eodain

Wenn so die Ehe ist: bitte niemals heiraten!

— RebekkaT
RebekkaT

Eine wunderbare ruhige und fesselnde Sonntagslektüre über die Höhen und Tiefen einer Ehe.

— Magena
Magena

Eine schmerzhafte Liebe, die doch jede Krise überdauert.

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

Gezeiten einer Ehe

— Rees
Rees

Zeitloser Roman über die Ehe

— uli123
uli123

Stöbern in Romane

Besuch von oben

ein sehr schönes Buch

Sutaho

Das Glück meines Bruders

Eine anspruchsvolle Geschichte über zwei Brüder, die versuchen, die Vergangenheit zu bewältigen.

Simonai

Ein Haus voller Träume

Familientreffen im spanischen Traumhaus: Mit unterschiedlichen Weltanschauungen, kleinen Reibereien und ganz viel Herz

Walli_Gabs

Das Ministerium des äußersten Glücks

Nach dem ersten Drittel hat es mich nicht mehr losgelassen. Eine absolut einmalige Leseerfahrung, die ich nicht hätte missen wollen!

Miamou

Töte mich

Ein typischer Nothomb mit spannender Handlung und dynamischen Dialogen.

Anne42

Die Zeit der Ruhelosen

Spannende Erlebnisse, menschliche Tragödien: Die Protagonistinnen und Protagonisten scheitern alle.

Tatzentier

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine verkorkste Ehe und allerlei Belanglosigkeiten

    Für immer ist ganz schön lange
    Wortteufel

    Wortteufel

    22. July 2016 um 17:24

    Was ist davon zu halten? Ja, ich stehe noch nicht kurz vor der Rente, habe keine zwei Kinder groß gezogen, nicht mein ganzes Leben an der Seite eines Mannes verbracht oder mich von ihm scheiden lassen. Aber, ich bin auch nicht mehr Anfang Zwanzig, ich bin schon das ein oder andere Jährchen verheiratet und ich habe mit meinem Mann schon so manches Tal durchschritten. Vielleicht bin ich also nur bedingt die richtige Leserin für dieses Buch. Vielleicht hätte meine Mutter "Für immer ist ganz schön lang" zugeklappt und gesagt: "Ja, genau so ist es!" Das glaube ich aber nicht wirklich und trotz all dieser Vielleichts bleibt am Ende des Buches nur eines: Die Frage, wie es überhaupt bis zur letzten Seite geschafft habe. "Für immer ist ganz schön lang" und ich scheiterten bereits an einer falschen Erwartungshaltung. Glaubte ich, Caroline in den Momenten ihrer Angst zu erleben, wenn sie fürchtet, dass ihr Mann sie am Ende einer langen Ehe doch verlassen hat, so bekam ich die Geschichte ihrer Ehe präsentiert. Doch ohne Angst, denn Ivan taucht ziemlich bald wieder auf. Diese Ehe ist in meinen Augen nun aber - wie drücke ich es aus? - recht zweifelhaft. Über lange Strecken habe ich mich gefragt, was die zwei beieinander hält oder warum zwei so intelligente und auch erfolgreiche Menschen sich dergleichen antun. Für manchen Leser mag sich zum Ende hin erschlossen haben, was Caroline und Ivan aneinander bindet, für mich blieben die beiden Protagonisten bis zum Schluss ein Rätsel. Wie der Marathon, als den die beiden ihre Ehe bezeichnen, zog sich für mich auch die Lektüre hin: Ein zäher, ewiger Kampf und auch auf der letzten Seite fühlte es sich noch immer nicht wie ein Sieg an. Fazit: "Für immer ist ganz schon lang" ist kein schlechtes Buch. Über einige Strecken fand ich die Geschichte durchaus ansprechend und erkannte mich gar selbst wieder. Meistens jedoch war meine Sicht auf diese Ehe vielleicht einfach zu mordern. Ich glaube nicht daran, dass man am Teufel festhalten muss, nur weil man sich einmal für ihn entschieden hat. Die Protagonisten, allen voran Caroline, blieben mir bis zum letzten Satz sehr fremd, um nicht zu sagen, sie waren unsympathisch. Doch vielleicht ergeht es mir mit Lynne Schwartz wie mit Martin Walser: In ein paar Jahren sieht alles möglicherweise ganz anders aus.

    Mehr
  • Szenen einer Ehe

    Für immer ist ganz schön lange
    Mausezahn

    Mausezahn

    Ivan kommt eines Tages mit mehrstündiger Verspätung vom Joggen zurück. Während der langen Wartezeit fragt sich Caroline, ob er überhaupt noch mal zurück kommt. Der Schock über die ungewisse Wartezeit und der anschließende Streit ist der Anlaß, die langjährige Ehe zu hinter fragen. Wollte sie in ihrer zwanzigjährigen Ehe nicht auch schon oft genug alles hinschmeißen und ab hauen? Hin und her gerissen zwischen Wut, Angst und liebevollen Gefühlen, beginnt Caroline ihre Ehe zu rekapitulieren. Beide sind starke Persönlichkeiten, nur in unterschiedlichen Richtungen, Caro ist eher analytisch und nüchtrn und Ivan eher emotional und manchmal finde ich ihn sehr träumerisch. Beide leiden eigentlich unter ihrer Ehe und lassen den anderen auch sehr oft leiden, was sie wiederum eigentlich nicht wollen. Aber sie können nicht mit einander und auch nicht ohne einander. Und es wird auch sehr deutlich, dass das Buch eine Neuausgabe von 1980 ist und in den 50er/60er Jahren spielt.Die Rollenverteilung ist ganz klar, aber man merkt auch die aufkommende Emanzipierung und das man nicht so leichtfertig über Scheidung, auch in so einer schwierigen Ehe, nachdenkt. Mich hat das Buch doch sehr nachdenklich gemacht und manchmal wollte ich die beiden nur schütteln und sagen: jetzt beendet doch endlich die Qualen. Dennoch finde ich das dieses Buch Mut macht für das Durchhalten in der Ehe, und nicht alles gleich bei den ersten Problemen hinzuschmeißen. Die emotionale Achterbahnfahrt in der Ehe von Caro und Ivan ist schon sehr grass, doch Höhen und Tiefen gibt es in jeder langjährigen Beziehung und Lynne Schwartz zeigt uns, dass es sich auf alle Fälle lohnt immer wieder zu einander zu finden. Lynne Schwartz schreibt sher direkt, aber literarisch doch etwas anspruchsvoller. Wer hier einen leichten, trivialen Roman erwartet wird enttäuscht sein. Das Buch ist nicht immer leicht zu lesen und die Wortwahl ist doch sehr gewählt. Also wenn man das bei so einem nicht ganz so leichten Thema sagen darf, ich findes es schon fast poetisch.

    Mehr
    • 2
  • Leserunde zu "Für immer ist ganz schön lange" von Lynne Schwartz

    Für immer ist ganz schön lange
    KEIN & ABER Verlag

    KEIN & ABER Verlag

    Szenen einer Ehe Der geplante Sommerurlaub von Caroline und Ivan steht kurz bevor, als Ivan von seiner täglichen Joggingrunde nicht nach Hause zurückkehrt. Während die Minuten langsam verstreichen und das Warten immer unerträglicher wird, spielen sich in Carolines Kopf die verschiedensten Szenarien ab. Ist dies das Ende ihrer zwanzigjährigen Beziehung? Er macht sich einfach aus dem Staub, ohne ein Wort? Wieso ist überhaupt er derjenige, der geht – hatte nicht sie selbst oft genug darüber nachgedacht, alles hinzuschmeißen und ohne ihn neu anzufangen? Andererseits: Haben sie sich nicht trotz aller Krisen und Affären immer wieder zusammengerauft? Vielleicht wurde er auch überfallen, liegt irgendwo im Straßengraben und wartet auf Hilfe? Hin- und hergerissen zwischen Wut, Angst und liebevollen Gefühlen, beginnt Caroline, ihre Ehe zu rekapitulieren. Eine mitreißende und emotionale Achterbahnfahrt beginnt, die durch alle Höhen und Tiefen einer langjährigen Beziehung führt. Lynne Schwartz’ Debütroman Für immer ist ganz schön lange ist mehr als eine literarische Wiederentdeckung, es ist ein zeitloses Plädoyer für das Festhalten an der großen Liebe. Lynne Schwartz ist eine New Yorker Autorin. Seit den Siebzigerjahren hat sie neunzehn Bücher veröffentlicht, darunter Romane, Sachbücher, Kurzgeschichten und Lyrik. Für immer ist ganz schön lange ist ihr erster Roman, der nun bei Kein & Aber in einer Neuübersetzung erscheint. Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbt euch doch gleich für unsere Leserunde! Der Kein & Aber Verlag verschenkt 20 Exemplare von Für immer ist ganz schön lange für die lovelybooks-Leserunde. Beantwortet uns einfach folgende Frage: Stellt euch vor, euer Freund oder eure Freundin verabschiedet sich zum Joggen und kehrt nicht mehr zurück – was würdet ihr tun? Die Gewinner werden am 27. August bekannt gegeben. Wir sind gespannt auf eure Antworten und freuen uns auf die Leserunde! Euer Kein & Aber Verlag

    Mehr
    • 364
    Wortteufel

    Wortteufel

    05. October 2015 um 21:37
    Beitrag einblenden
    Mrs. Dalloway schreibt Diese Gedanken, die sie sich ständig macht, dass Ivan sie verlässt und was dann alles passieren wird, gab es also schon früher. Siehe Seite 173. Sie muss wohl arge Selbstzweifel haben oder ...

    Caroline ist sicher etwas extrem. Doch ich verstehe, dass sie sich Gedanken über das "was wäre wenn" macht. Sie ist schließlich auch nicht mehr jung und naiv und es gab einige Tiefs in ihrer ...

  • Die Ehe als ständiger Balanceakt

    Für immer ist ganz schön lange
    britta70

    britta70

    30. September 2015 um 19:54

    "Für immer ist ganz schön lange" erzählt die Geschichte einer Ehe. Ivan und Caroline sind verheiratet und eigentlich ganz schön unterschiedlich. Als Ivan eines Tages nicht wie gewohnt vom Joggen nach Hause kommt, malt Caroline gleich den Teufel an die Wand und fragt sich, ob Ivan überhaupt noch einmal zu ihr zurückkehren wird. Tatsächlich hat sie selbst schon öfters überlegt, aus ihrer Ehe auszubrechen. Ivan kommt zurück, doch in der Ehe ist es nicht zum Besten bestellt. Die Autorin zeichnet in ihrem bereits 1980 erschienenen und nun in neuer Übersetzung vorliegenden Roman das Bild einer Ehe, die immer wieder auf die Probe gestellt und sich neu behaupten muss.  Obwohl ich eine komplett andere Vorstellung vom Inhalt des Buches hatte, habe ich die Lektüre sehr genossen. Es ist gut geschrieben und lebt von zwei eigenwilligen Protagonisten, die viel Reibungsfläche bieten. Als Charaktere kommen sie gerade auch in ihrer Unterschiedlichkeit sehr plastisch rüber. Sicher ist die Geschichte auch ein Sittenbild der Zeit, in der sie spielt. Damals war es noch nicht üblich, sich bei Unstimmigkeiten und wiederkehrenden Problemen schnell scheiden zu lassen. Für mich ist gerade das Interessante an Ivan und Caroline Ehe, wie sie aller Widerstände, Probleme und Divergenzen zum Trotze dennoch immer wieder zueinander finden. Das ist vielleicht die hohe Kunst der Ehe und die zentrale Message des Buches, das - wie alle im Kein & Aber Verlag erschienenen Werke - sehr schön gestaltet ist. 

    Mehr
  • Für immer ist ganz schön lange

    Für immer ist ganz schön lange
    annamaria1601

    annamaria1601

    30. September 2015 um 16:58

    Als Ivan nicht von Joggen zurückkommt, fängt Caroline an sich Sorgen zu machen. Was wenn ihm etwas passiert ist? Oder hat er sie vielleicht verlassen und kommt nicht wieder zurück? Doch Ivan kommt ein paar Stunden später wieder und er hat auch eine Erklärung für seine Verspätung. Für Caroline ist das jedoch der Anstoß über ihre Ehe nachzudenken und so beginnt sie beim ersten Treffen in Rom bis hin zu dem Tag als er sich verspätet. Hat die Ehe nach all den Höhen und Tiefen noch einen Sinn? Der Inhalt des Buches ist sehr zeitgemäß, obwohl es doch schon etwas älter ist. Aber welche Frau macht sich keine Gedanken, wenn ihr Mann sich verspätet? So manch eine ist da auch schon auf den Gedanken gekommen, dass er sie vielleicht verlassen hat, so wie Caroline. Allerdings erzählt das Buch eher die Ehe der beiden nach; vom ersten Kennenlernen, ihrer Arbeit, den Geburten der zwei Töchter bis zu dem Tag an dem Ivan zu spät nachhause kommt. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich, dass das Verschwinden länger Thema bleibt, Ivan kommt jedoch ziemlich schnell zurück und die Geschichte der beiden an sich wird zum Thema des Buches.  Zu den beiden Protagonisten Ivan und Caroline muss ich sagen, dass sie sehr lange ein Rätsel für mich geblieben sind. Ungefähr bis über die Hälfte des Buches war mir nicht klar wieso die beiden überhaupt geheiratet haben und zusammen bleiben. Trennung stand bei den beiden oft im Raum und wenn man liest wie sie miteinander umgehen, ist das gar nicht so unverständlich. Jedoch wird gegen Ende hin klar was die beiden verbindet und weshalb sie zusammen bleiben.  Fazit: Obwohl ich mich mit den beiden Protagonisten die meiste Zeit während dem Lesen nicht identifizieren konnte und ganz andere Erwartungen an den Inhalt hatte, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Man muss sich etwas hineinlesen und sich auf den Inhalt einlassen. Dann hat das Buch eine sehr schöne Botschaft, die man für sich selbst und sein eigenes Leben nutzen kann. 

    Mehr
  • Für immer ist manchmal zu lange!

    Für immer ist ganz schön lange
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    18. September 2015 um 21:19

    Für immer ist ganz schön lange ist kein neues Buch. Der Roman wurde bereits 1980 von Lynne Schwartz verfasst und ist jetzt neu übersetzt erschienen. Es geht um das Paar Caroline und Ivan, die schon sehr lange zusammen sind. Eines Tages kommt Ivan vom Joggen nicht mehr nach Hause und Caroline beginnt, ihre Ehe zu rekapitulieren. Und das in aller Ausführlichkeit! Ich muss sagen, der Anfang war sehr spannend: Kommt er wieder nach hause? Wo war er? Wie wird sie reagieren? Dann hing es ein bisschen durch, aber zum Ende hin kam ich immer besser mit dem Buch klar. Ich glaube, ich musste mich erst mal richtig rein finden. Caroline und Ivan sind kein sonderlich sympathisches Paar. Es steht so unglaublich viel zwischen ihnen, sie reagieren beide oft total unverständlich für mich, sodass ich mich nicht mit ihnen identifizieren kann. Am Ende konnte ich aber meinen Frieden mit dem Buch machen und kann es guten Gewissens weiterempfehlen. Doch Vorsicht! Es handelt sich nicht um Trivialliteratur. Man muss das Spezielle schon mögen und sich literarisch auch mal was trauen.

    Mehr
  • Das Auf und Ab einer Ehe

    Für immer ist ganz schön lange
    Minka93

    Minka93

    15. September 2015 um 21:23

    "Für immer ist ganz schön lange" erzählt die Geschichte des Ehepaares Caroline & Ivan. Man durchlebt als Leser alle Phasen ihrer Ehe. Das Kennenlernen in Rom, die jugendliche Leidenschaft, die holprige Phase der beruflichen Findung der Beiden, das Gründen der Familie mit zwei Töchtern und der immer wiederkehrende Zweifel an der Ehe. Die beiden streiten sich und versöhnen sich, aber sollten vielleicht öfter miteinander reden. Das Buch war für mich manchmal etwas anstrengend zu lesen, da für beide Personen nicht wirklich Sympathien entstanden sind und man somit selbst ein Auf und Ab der Gefühle durchlebt hat. Manche Stellen habe ich verschlungen und an manchen Stellen bin ich nur schleppend voran gekommen. Allerdings passten diese Gefühle meinerseits sehr gut zu der aktuellen Lage in der Ehe der beiden. Lief es bei ihnen gut, lief es bei mir gut, geriet die Ehe ins Stocken, stockte ich auch etwas beim Lesen. Somit eigentlich ein ganz stimmiges Buch, es hat allerding nicht 100%ig meinen Geschmack getroffen.

    Mehr
  • Für immer...

    Für immer ist ganz schön lange
    RebekkaT

    RebekkaT

    15. September 2015 um 14:57

    Vorweg, ich bin tatsächlich auch schon seit mehr als 12 Jahren verheiratet - mit dem selben Mann! - und ja, auch wir haben Höhen und Tiefen, nur haben Ivan und Carolin, oder Carolin und Ivan, ja alles mitgenommen, was so geht, was weh tut, was verletzt, was traurig macht und entsetzt! Das Buch ist eine Neuauflage, was erklärt, dass Caro so fest an dieser Ehe festhält - zumindest in meinen Augen war das "früher" eben so. Ich bin dafür, durchzuhalten, aber eben nicht um jeden Preis. Es gibt Sachen, wie z.B. die Vergewaltigung, bei der ich spätestens meine Sachen gepackt hätte. Aber jeder Mensch ist anders und das ist ja prinzipiell auch gut so. Ivan und Caro sind zwei sehr starke, sture Charaktere, Caro ist Mathematikerin, denkt analytisch, während Ivan sich der Kunst verschrieben hat und eher fühlt. Sie streiten sich leidenschaftlich, und genauso ist dann die Versöhnung. Nur leiden eigentlich beide unter der Ehe, weil sie sich gegenseitig "kaputt machen" und das ja gar nicht wollen. Die Geschichte beginnt damit, dass Ivan joggen geht und nicht wiederkommt. Caro sucht ihn und driftet in die Vergangenheit ab. Ivan kreuzt natürlich wieder auf und alles ist wie immer. Cover: Das Buch hat mal eine andere, auffallende Größe und das Cover ist so schön schlicht, mir gefällt es wirklich sehr! Schreibstil: Manchmal hart zu lesen, da sehr direkt, und dann möchte man beide einfach schütteln, in der Hoffnung, dass sie aufwachen! Da das Buch über 30 Jahre alt ist (1980 Erstauflage) und die Handlung in den 50-igern anfängt, merkt man schon die damalige Rollenverteilung... Wie gut haben wir es heute! Oder? Klar gibt es Ausnahmen, aber so eine Ehe wünsche ich keinem, denn für mich ist es keine! Auch wenn von Tiefe und Liebe, von Leidenschaft und Versöhnung geschrieben wird: ich würde durchdrehen. Dass Lynne Schwarzt mit ihrem ersten Buch sehr viel Aufmerksamkeit erfahren hat, glaube ich sofort. Mir haben das Buch und vor allem die Art, wie Lynne schreibt, sehr gefallen, auch wenn ich Caro und Ivan nicht fassen konnte und sie auch nicht verstanden habe. Manchmal zählt nicht die Geschichte, manchmal reicht die Wortwahl, um mich zu berühren.

    Mehr
  • Für immer und ewig, obs passt oder nicht!

    Für immer ist ganz schön lange
    Petris

    Petris

    13. September 2015 um 14:38

    Für immer ist ganz schön lange. Und dieser Roman für seine wenigen Seiten leider ebenso. Caroline hält Rückblick auf eine lange, qualvolle Ehe. Die Frage Ivans auf Seite 236: „Warum müssen wir so grausam zueinander sein? Können wir nicht damit aufhören?“ bringt es auf den Punkt. Das habe ich mich das ganze Buch hindurch gefragt bzw. warum sie, wenn sie das nicht schaffen, nicht einfach getrennte Wege gehen. Aber die beiden fassen ihre Beziehung so auf: „Es war wie ein Marathonlauf, bei dem alle, bis auf die zähesten Teilnehmer keuchend und kaputt ausschieden.“ S. 246 Leider ging es mir mit der Lektüre auch so, sie zog sich gewaltig, denn die Beziehung, die hier geschildert wird, ist ziemlich alltäglich und hat für mich auch keine psychologischen Tiefen und sonst passiert wenig. Abgesehen davon, dass sie grausam zueinander sind und sich betrügen. Wirklich interessant fand ich nur, wie sie mit ihren Töchtern umgingen. Abgesehen davon, dass sie gute Eltern sind, ist dieser Teil für mich auch der am besten ausgearbeitete und schlüssigste. Alles in allem, ein optisch wunderschönes Buch, von dem ich sehr viel erwartet hatte, das aber leider in mir gar nichts angesprochen oder zum Klingen gebracht hat. Sehr schade!

    Mehr
  • Für immer?

    Für immer ist ganz schön lange
    Magena

    Magena

    12. September 2015 um 19:18

    Für immer ist ganz schön lange stellt Caroline nach zwanzig Jahren Ehe fest. Als Ivan eines Tages nach einer Stunde noch nicht von einer kurzen Joggingrunde zurück ist, fragt sie sich, ob sie wirklich für "immer" mit ihm leben will und kann. Sie rekapituliert ihre Ehe und der Leser bekommt schonungslos tiefe Einblicke in die Ehe von Ivan und Caroline. Es ist eine Ehe mit Höhen und Tiefen wie sie wohl jedes Paar kennt. Es ist jedoch auch eine besondere Ehe zwischen zwei sehr charakterstarken und eigensinnigen Menschen. Sie lieben sich leidenschaftlich und doch verletzten sie sich gegenseitig immer wieder.Jeder hat sein eigenes Leben und doch sind sie abhängig voneinander. Bleiben sie trotzdem zusammen, für immer? Dieser Roman ist schonungslos und führt den Leser ehrlich und offen durch die Jahre zwischen Caroline und Ivan. Er skizziert die Tücken der Ehe, zeigt aber auch, wie man wieder zueinander finden kann. Er gibt Hoffnung und appeliert daran, auch trotz Tiefen und Macken zusammen zu bleiben. Lynne Schwartz schreibt offen und ehrlich, ihr Stil ist ein literarischer Genuss! Eine wunderbare ruhige Sonntagslektüre, die trotz des alltäglichen fesselt und einen nicht loslässt.

    Mehr
  • Gezeiten einer Ehe

    Für immer ist ganz schön lange
    Rees

    Rees

    Schönes Buch und ansprechendes Cover. Guter Einstieg in die Geschichte und schöne bildreiche Sprache. Die Gezeiten einer Ehe , so würde ich das Buch umschreiben , denn man lebt und leidet wirklich mit in dieser Geschichte. Und ich hab gelitten, weil es manchmal ganz schön anstrengend war. Zu Beginn die Liebesszene und danach geht Ivan "kurz" joggen und kommt lange nicht wieder. Caroline macht sich Sorgen und zieht Bilanz, sie sucht nach ihm, ängstigt sich , aber gleichzeitig erwägt sie in Gedanken schon ein Leben ohne ihn. Dann erscheint Ivan wieder, sorglos und unbekümmert, nicht ahnend was seine Frau in der Zwischenzeit durchgemacht hat. Ein Streit ist vorprogrammiert. Danach gibt es eine Rückblende, ....Rom und der Beginn ihrer Liebe, die Heirat, Höhen und Tiefen , Umzug, Karriere, Kinderwunsch und die Geburten ihrer Kinder . Die Geschichte ist packend geschrieben und nimmt den Leser mit . Mir hat es gefallen, auch wenn ich nicht immer grosse Sympathien für die Beiden entwickeln konnte und so einige Handlungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen wollte. Oft habe ich den Kopf geschüttelt oder geseufzt , aber was der Autorin wirklich gut gelungen ist, ....die Zeiten oder eben Gezeiten einer Ehe über all die Jahre zu beschreiben , so das man als Leser hautnah miterlebt was bewegt, was trennt und zusammen hält. Auch schön, die Botschaft, durchzuhalten auch wenn es nicht immer einfach ist, an dem festhalten was gut ist am Partner und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Sich auf das zu besinnen was zusammenhält und nicht auf das ,was trennt. Das Buch ist keine leichte Kost!

    Mehr
    • 3
  • Lynne Schwarz - Für immer ist ganz schön lange

    Für immer ist ganz schön lange
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    09. September 2015 um 19:16

    Sie hassen und sie lieben sich; sie sorgen sich umeinander und planen das Leben ohne den anderen; sie leben jeder ihr eigenes Leben, mal zusammen, mal allein. Und doch hält ihre Ehe länger als die aller anderen. Ivan und Caroline sind von Beginn an ein ungewöhnliches Paar. Sie die analytische Mathematikerin, die mit Fakten umgehen kann, aber nicht mit Gefühlen. Ivan, der ästhetische Kunstliebhaber, der Formen ertasten muss und keine Worte für sein Empfinden hat. Im Rom verlieben sie sich und heiraten sogleich, zurück in den USA beginnen sie ein Leben, in dem sie permanent in Bewegung sind: mal aufeinander zu, mal voneinander weg, mal aneinander vorbei. Und doch: bei allen Differenzen und Schwierigkeiten reicht ein Blick um sich immer sicher zu sein, dass sie sich lieben. Lynne Schwarz hat keinen einfachen Roman geschrieben. Oftmals lassen einem die Figuren regelrecht verzweifeln, weil man sie nicht versteht und ihnen ihr irrationales Verhalten und Denken vorwerfen möchte. Umso erstaunter ist man dann, wenn diese sich direkt wieder zusammenraufen. Ein ungleiches Paar, das sich dann doch wieder sehr gleich ist und demonstriert, wie man auf nur einer einzigen Gewissheit ein ganzes Leben aufbauen kann: sich zu lieben bedeutet nicht, sich immer nahe zu sein oder eine Meinung zu teilen, es verhindert nicht sexuelle Kontakte zu anderen und die Selbstverwirklichung, aber es bedeutet ganz sicher immer wieder zueinander zu finden und eine tiefe Sicherheit in sich zu tragen, die ein sicheres Fundament bildet. Diese Liebe ist nicht einfach, was sie aber selten ist, im besonderen Maße schmerzhaft und bitter, doch zugleich ungemein zart und süß.

    Mehr
  • Zeitloser Roman über die Ehe

    Für immer ist ganz schön lange
    uli123

    uli123

    09. September 2015 um 18:09

    Das Buch ist ein zeitloser Roman über die Ehe. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Ehefrau, Caroline, einer Mathematikerin mit Spezialgebiet Topologie. Ihre Schwierigkeiten, in der Zeit Ende der 50er Jahre bis Anfang der 80er Jahre Ehe bzw. Familie mit ihrer Berufstätigkeit zu vereinbaren, stehen im Vordergrund. Verheiratet ist sie mit dem Architekturhistoriker Ivan, der für Stiftungen arbeitet, die Künstler unterstützen. Caroline wird in einer Männerdomäne Professorin und lehrt an kleinen Universitäten, bevor sie eine Stelle in New York annimmt. Sie genießt einen guten Ruf als Wissenschaftlerin. Caroline und Ivan werden einander schon frühzeitig fremd. Sie leidet unter Ivans vermuteter Untreue, frönt aber selbst eigenen Affären. Nebenbei erwacht in ihr die wütende Feministin. Gnadenlos will sie die Superfrau sein. Letzten Endes mäßigt sie ihre feministische Einstellung. Als Mittvierzigerin, am Ende des Romans, scheint sie trotz aller Krisen und Affären dauerhaft glücklich mit Ivan zu sein. Die Thematisierung der Vereinbarkeit von Ehe/Familie mit der Berufstätigkeit der Frau ist nach wie vor aktuell. Die Geschichte ist ein schönes Plädoyer für die Ehe und dafür, den Kopf nicht zu schnell in den Sand zu stecken. Ein sich angenehm lesender Roman.

    Mehr