Màili Cavanagh

 4.5 Sterne bei 25 Bewertungen
Autorenbild von Màili Cavanagh (©Miró Maak/simply photographs)

Lebenslauf von Màili Cavanagh

Màili Cavanagh (Pseudonym) ist eine deutsche Autorin.

Anfang 2015 erschien ihr Gay-Romance-Debütroman „Rough Ride – Rauer Ritt ins Glück“ im Dead Soft Verlag. Es folgten mehrere Kurzgeschichten und schließlich im Herbst 2015 „This pain in his heart“. 2017 erschien „Rodeo Lover“ und im November 2018 das historische Gay-Drama „Wenn Liebe Sünde ist“ im Weibsbilder Verlag. Ihr neuestes Werk – eine Mischung aus Romance and  Thrill – zusammen mit Svea Lundberg – erschien am 5. April 2019 im Traumtänzer Verlag. Der Titel: „Unter weiten Adlerschwingen“. 

Die Autorin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Niedersachsen.

Alle Bücher von Màili Cavanagh

Cover des Buches Wenn Liebe eine Sünde ist9783961920990

Wenn Liebe eine Sünde ist

 (9)
Erschienen am 24.11.2018
Cover des Buches Rough Ride - Rauer Ritt ins Glück9783945934067

Rough Ride - Rauer Ritt ins Glück

 (6)
Erschienen am 15.04.2015
Cover des Buches This pain in his heart9783945934418

This pain in his heart

 (5)
Erschienen am 01.10.2015
Cover des Buches Rodeo Lover9783960890706

Rodeo Lover

 (5)
Erschienen am 16.01.2017

Neue Rezensionen zu Màili Cavanagh

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Rezension zu "Rodeo Lover" von Màili Cavanagh

Ein Rodeoclown und ein Rodeostar
Yuuravor einem Jahr

Dale Starret verdient sein Geld als Rodeo Clown, ein Beruf mit vielen Gefahren und eine Szene in der solche wie er nicht gerne gesehen sind, denn Dale steht auf Männer. Trotz moderner Zeit ist die Szene gegenüber Homosexuellen sehr intolerant, sodass Dale sich gezwungen sieht, sich zu verstecken, jeden Auftritt trägt er eine Maske, damit er nicht der Gefahr läuft, doch noch erkannt zu werden. Und dann begegnet ihm ausgerechnet der Rodeostar Tyler Yates, ein Bild von einem Mann und um Dale ist es geschehen. Doch was passiert, wenn sich heruasstellt, dass Yates ein genauso dunkles Geheimnis hat wie er selbst. Schaffen es die beiden, in so einer Szene mit solchen Vorurteilen und Anfeindungen zueinander zu finden?

Nachdem ich das Gemeinschaftsprojekt von Maili Cavanagh und Svea Lundberg in den Händen hielt, wollte ich mich nun auch mal einem Einzelprojekt widmen. Zu hundert Prozent hat es mich nicht überzeugt, dennoch hat mir die Grundidee sehr gut gefallen. Die Autorin nimmt uns mit in das Cowboy-Milieu, in dem Homosexualität nicht wirklich angesehen ist, ja sogar verachtet und erschafft eine Atmosphäre, die selbst den Leser sich unwohl fühlen lässt. Ein Händchen dafür, hat die Autorin definitv. Bis zum Schluss rätselt man, ob die beiden es wirklich schaffen,  haben die beiden eine Aussicht, eine Chance auf Glück? Auch zeigt uns die Autorin die Ernsthaftigkeit auf und beschönigt nichts. Man verzweifelt mit Dale und Tyler und fühlt sich selbst in die Enge getrieben. Auf direkte und ungeschönte Weise bringt uns die Autorin nahe, wie sich Tyler und Dale fühlen, wie sehr sie darunter leiden, einen wichtigen Aspekt ihres Lebens zu verbergen, weil sie Angst haben, Angst vor Verlust des Jobs und ihrer Zukunft, denn sie haben keine andere Zukunftsperspektive außer das Rodeo. Ihnen wird das Leben nicht gerade leicht gemacht und immer wieder rollen Steine auf ihren Weg.

Allerdings war mir das alles ein bisschen to much, kaum haben sie eine Krise halbwegs überwunden, haben es geschafft, sich kennen zu lernen, da kommt ein weiteres Problem um die Ecke. Mir hätte es genügt, wie die beiden damit umgehen, sich aus diesem schwulenfeindlichen Milieu zu befreien und endlich ihr Leben zu leben, aber die Autorin haut immer wieder noch eine Schippe drauf. Im Grunde könnte der heftige Schicksalsschlag, den Tyler erleidet, eventuell der einzige Ausweg sein, doch Tylers Art damit umzugehen, war mir teilweise zu viel, sodass ich manchmal tatsächlich nur genervt die Augen verdreht habe. Meiner Meinung nach hätte man sich entweder einige inhaltliche Elemente sparen können, oder diese noch genauer ausarbeiten können, sodass sich die Seitenanzahl gut verdoppelt hätte. Denn gerade wichtige Elemente, wie die Bewältigung mit Tylers Unfall hätten ausführlicher beschrieben werden können, so wurde vieles innerhalb weniger Sätze abgehandelt oder es sind einfach mehrere Wochen übersprungen wurden, obwohl es hier wichtig gewesen wäre, einen genaueren Einblick zu gewinnen. So hat die Autorin dem Leser zwar die bedrückende Stimmung übermittelt aber leider blieb wenig von anderen Dingen hängen.

Die Charaktere blieben recht blass und durchsichtig, wirklich warm geworden, bin ich mit ihnen nicht. Ihre Zweifel und Ängste wurden dem Leser emotional vermittelt, doch der Rest kam eher schwammig bei mir an. Man hätte definitiv mehr aus der Geschichte rausholen können. Mir blieb vieles zu oberflächlich, wer romantisches erwartet, ist hier auch eher fehl am Platze, wer aber Drama bevorzugt ist hier genau richtig, auch wenn es meiner Meinung, wie gesagt, zu viel ist.

Die Rodeo- und Cowboyszene hat die Autorin gut beschrieben und gezeigt, was diese ausmacht. Auch wenn man Rodeoreiten nichts abgewinnen kann, wird einem hier gut vermittelt, warum Tyler und Dale diesen Beruf ausüben und in dieser Branche arbeiten. Ich trete diesem Sport eher skeptisch gegenüber, doch es wird deutlich gemacht, dass auch hier strenge Gesetze alles regeln. Große Tierliebhaber sollten hier mit Bedacht herangehen. Allerdings habe ich es nachher eher in den Hintergrund verdrängt, da sich Tylers und Dales Schicksal bei mir in den Fokus gedrängt hat und präsenter wurde.

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Rezension zu "Wenn Liebe eine Sünde ist" von Màili Cavanagh

: Schnörkellos, ohne die „rosarote“ Brille und gerade deswegen wundervoll.
79yvivor einem Jahr

Sind sie nicht in der Fantasy angesiedelt, haben historische Romane bei mir meist einen schweren Stand. Mich auf die Sprache einzulassen, die an die jeweilige Zeit angelehnt ist, bereitet mir oftmals Schwierigkeiten und auch die Epoche, in der die Geschichte spielt, hat einen großen Einfluss darauf, ob ich zu einem Buch mit historischem Setting greife, oder nicht. Der Klapptext zu „Wenn Liebe eine Sünde ist“ hat mich neugierig gemacht und ich war gespannt, wie Màili Cavanagh die beschwerliche Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten umgesetzt hat.

Zunächst wird man aber Zeuge, unter welchen Umständen Ruadhán, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, in seiner Heimat Irland lebt, oder besser gesagt überlebt. Die Menschen sind arm, sie bestreiten ihre Existenz durch Ackerbau und Viehzucht und nachdem England den Teil, den es für sich beansprucht, an der Ernte eingetrieben hat, bleibt den Iren nur mehr das Nötigste - zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Ruadhán führt, im Vergleich zu seinen Landsleuten, ein relativ gutes Leben. Er hat ein Dach über dem Kopf, täglich etwas zu essen und was für ihn am wichtigsten ist, er kann seinen Patienten, wenn auch mit bescheidenen Mitteln, helfen. Das ändert sich grundlegend mit dem Ausbruch der Kartoffelpest, einem Pilz, der komplette Ernten vernichtet. Màili Cavanagh beschreibt ungeschönt welche Auswirkungen der Zusammenbruch der Grundversorgung auf die Gesellschaft und auch auf den irischen Arzt persönlich hat. Nachdem ihm der letzte Halt genommen und Situation immer aussichtsloser wird, schließt Ruadhán sich dem Strom der Auswanderer an, obwohl er diesen Schritt mit seinem Gewissen kaum vereinbaren kann.

- „Mutig wäre es gewesen zu bleiben“, flüsterte er. „Den anderen beizustehen. Sterbenden die Hand zu halten, sie nicht allein zu lassen in ihren letzten Stunden, wenn man nichts anderes mehr tun kann.“ Er schluckte. Kämpfte mit den Tränen. „Ich habe das Gefühl, versagt zu haben. Du nennst mich mutig? Ich halte mich für feige!“ – (S. 151)

Durch das erlebte Elend, den täglich Kampf ums Überleben aber auch durch sein Mitgefühl wird Ruadhán zu einem sehr starken und liebenswürdigen Charakter, dem ich sein Glück wahrhaftig gegönnt habe. Die Ankunft in der neuen Welt ist aber dann ernüchternd, denn die Hoffnung auf ein besseres Leben, auf ein Leben in einem Land, das seiner Neigung offen gegenüber steht, ohne Hunger und mit der Möglichkeit als Arzt seiner Berufung zu folgen und anderen Menschen zu helfen, lässt sich nur teilweise verwirklichen.

Die Autorin bleibt mit ihrer Erzählung sehr nahe an den historischen Fakten und auch die Liebe zwischen zwei Männern im Rahmen der damaligen Möglichkeiten zu blassen, macht „Wenn Liebe eine Sünde ist“ für mich nur authentischer und auch gleichzeitig den großen Reiz der Geschichte aus. Die Umsetzung der Beziehung, die leisen Töne im Verborgenen, fand ich großartig. Dank des wundervollen Schreibstils wirkt Ruadháns Suche nach einem erfüllten Leben nicht bedrückend, sondern trägt immer einen Hauch Zuversicht mit sich. Màili Cavanaghs Roman hat mir ein paar sehr intensive Lesestunden geschenkt und bekommt von mir deswegen eine klare Leseempfehlung.

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B

Rezension zu "Wenn Liebe eine Sünde ist" von Màili Cavanagh

Eine Perle unter den historischen Gay-Romance Büchern
BlackPeachesvor einem Jahr

Enthält kleine Spoiler! 

Ruadhán ist ein sehr talentierter Arzt, der täglich gegen die Widrigkeiten in seiner ausgebeuteten Heimat Irland ankämpft. Der Autorin gelingt es herausragend, mit einer treffenden, der Zeit angepassten Sprache und einem mitreißenden, bildgewaltigen Schreibstil, dem Leser die Not, das Elend, die Kälte und den Hunger teilweise ungeschönt nahezubringen. Man leidet mit dem sympathischen und gottesgläubigen Mann, der neben all dem Leid auch noch seine Homosexualität – die damals seinen Tod bedeutet hätte – erdulden muss.

So entschließt sich Ruadhán eines Tages, seiner Heimat den Rücken zu kehren und sein Glück im gelobten Amerika zu suchen. Von der eindrücklich geschilderten Schiffsreise hin zu seiner Ankunft in New York hat mich auch hier wieder die historische Detailgetreue begeistert, welche Màili Cavanagh gekonnt in die Romanhandlung eingeflochten hat.

Äußerst faszinierend zu beobachten war hier die die Entwicklung von Ruadhán. Wie er an seinen Hoffnungen festhält und doch im Verlauf seiner Reise an die Westküste Amerikas langsam aber sicher die Hoffnung auf ein freies Leben verliert, obwohl er die Liebe findet. Die Liebe, ja die findet er in Jim, dem Treckführer in den Westen. Dem historischen Hintergrund des Romans angepasst, haben die beiden Hauptprotagonisten – zusammen und auch jeder für sich – mit einigen Problemen zu kämpfen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass hier nicht über die realistischen Möglichkeiten einer schwulen Beziehung in der damaligen Zeit hinweggegangen wurde, sondern alles im Rahmen der historischen Möglichkeiten blieb. Trotz der harten Zeit für zwei sich liebende Männer, gelang es der Autorin, den Leser die Liebe der beiden fühlen zu lassen und ihnen auch ein Happy End zu gönnen, das zwar realistisch aber trotzdem wundervoll romantisch war.

Auch wenn ich das Buch grundsätzlich als Romance bezeichnen möchte, steht die Liebesgeschichte nicht im Vordergrund, sondern es ist eine wundervolle Mischung aus historischem Roman und echter Liebe, die nie kitschig sondern erfrischend authentisch auf den Leser wirkt.

Wer realistische, historische Liebesromane mag, wird von diesem Buch mit Sicherheit absolut begeistert sind – wie ich!

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Màili Cavanagh wurde am 19. September 1979 in Uelzen (Deutschland) geboren.

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