Billy und seine Freunde Anna, Jeremy und Andy werden direkt zu Anfang kurz vorgestellt. Erfreulicherweise entsprechen sie meiner Meinung nach nicht wirklich irgendwelchen Stereotypen oder Klischees. In dem kleinen Wohnort führen Billys Eltern ein Pub, sind also hervorragende Köche und darum ist das Thema "Essen" eine wiederholte und willkommene Unterbrechung der Abenteuer. Ein paar der Rezepte finden sich im Anhang am Schluss des Buches. Da der Autor für seine Kochbücher bekannt ist, freut mich das natürlich sehr und erscheint mir passend.
Billy und seine Freunde erkunden den geheimnisvollen Wald am Rand ihres Dorfes und schließen dort Freundschaften über die Grenzen ihrer Spezies hinaus, was mir sehr gut gefallen hat. Auch das Thema des "Rhythmus", der alle Lebewesen zusammenhält und voneinander abhängig macht, finde ich schön in die Geschichte eingebunden.
Gestört hat mich oftmals, dass es mir vorkam als würde "zu viel" passieren: Billy schlittert von einem spannenden Erlebnis ins nächste. Sei es im Wald oder bei Begegnungen mit dem Mobber und Schul-Rowdy. Dadurch wirkte die Geschichte stellenweise "erzwungen" oder gewollt abenteuerlich und damit für mich anstrengend zu lesen.
Die schwarz-weißen Illustrationen sind reichlich vorhanden und unterstützen den Fließtext. Leider passen sie an einigen Stellen nicht zum Inhalt der Handlung, worüber man leicht hinweg sehen kann. Sie sind witzig und abwechslungsreich gestaltet. Meiner Meinung nach hätten aber bestimmte Szenen anders und kindgerechter dargestellt werden können.
Billy und seine Freunde sind ca. 9-10 Jahre alt, was ich auch als Empfehlung für die Leserschaft annehmen würde.
Fazit: Spannende Geschichte, ab einem gewissen Punkt etwas vorhersehbar, Erzählstil zumindest anfangs sehr "bemüht". Insgesamt sicher gut geeignet für das empfohlene Lesealter.











