M. Anjelais

 3.6 Sterne bei 66 Bewertungen

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M. AnjelaisKilling Butterflies
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Killing Butterflies
Killing Butterflies
 (65)
Erschienen am 21.10.2014
M. AnjelaisBreaking Butterflies
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Breaking Butterflies
Breaking Butterflies
 (1)
Erschienen am 26.08.2014

Neue Rezensionen zu M. Anjelais

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Rezension zu "Killing Butterflies" von M. Anjelais

Was ein Schmetterlingstod auslösen kann..
kohohovor 2 Jahren


Obwohl ich mit "Killing Butterflies" von M. Anjelais etwas völlig anderes erwartet hatte, muss ich doch sagen, dass mich dieses Buch, diese Geschichte nicht losgelassen hat, mich die Charaktere doch fasziniert haben, obwohl ich mich an manchen Stellen gefragt hatte, wie man so naiv und hörig sein kann. Aber von vorn:
"Killing Butterflies" hab ich damals in einer Buchhandlung gesehen, auf der Suche nach neuen, interessanten Büchern. Der Klappentext versprach mir eine Geschichte mit gegensetzlichen Charakte, vielleicht mit etwas fürs Herz. Lange lag es bei mir, bis ich mich vor Tagen entschied, es endlich in die Hand zu nehmen, denn ich wollte es schon lange lesen. Und die Geschichte hielt mich auch fest.
 
Allein die Charaktere waren meiner Meinung nach sehr individuell und ausdrucksstark - Sphinx, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist und die ihre Geschichte über sich und Cadence erzählt. Und eben der Junge, der ihr bester Freund ist, bestimmend, einvernehmend und selbstsicher - eben dieser Junge ist es auch, der das Leben von Sphinx auf den Kopf stellt, sie in Situationen bringt, in denen sie sich fragt, ob sie stark genug ist.

Sphinx gefiel mir als Charakter sehr gut, ich hab mein Teenager-Ich in ihr wiedersehen können und habe viele Augenblicke gehabt, in denen ich sie bewundert habe. Aber es gab auch Situationen, wo ich nicht wusste, warum sie so handelte, in denen ihre Naivität mich doch nur zum Kopfschütteln verleitete.
Cadence dagegen ist ein schwieriger Charakter für mich. Dadurch, dass Sphinx ihn nur beschreibt, ihre Augenblicke mit ihm erzählt, kann man ihn nicht wirklich einschätzen und bekommt nur eine eingeschränkte Sicht auf ihn. 

"Killing Butterflies" ließ mich am Ende etwas merkwürdig zurück. Es war eine andere Geschichte als ich mir erhofft hatte, dennoch eine Geschichte, die mich mitgenommen hat, bei der ich mitgefühlt habe. Erwartet keine ruhige Jugenbuch-Liebesgeschichte, erwartet keinen Herzschmerz - das Gegenteil ist der Fall. Aber dennoch ist dieses Buch zu empfehlen, die Geschichte von Sphinx und Cadence ist wirklich faszinierend.

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MsChilis avatar

Rezension zu "Killing Butterflies" von M. Anjelais

Ein intensives Buch, das mich zwiegespalten zurück lässt
MsChilivor 2 Jahren

Killing Butterflies von M. Anjelais aus dem Chickenhouse Verlag handelt von Candence und Spinx, deren Müttern und dem Versprechen, dass sich diese gegeben haben. Sphinx, ein einfaches Mädchen, das offen, freundlich und auch ein wenig neugierig ist und ihr Gegenpart Cadence, attraktiv, begabt und auch ein wenig grausam.

Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits war ich wirklich schnell in der Geschichte angekommen und es hat sich auch schnell lesen lassen. Aber andererseits waren für mich viele Handlungen von Sphinx irgendwann einfach nicht mehr nachvollziehbar. Sphinx, die sich von Cacence und seiner Art wie ein Schmetterling einweben lässt, aber doch auch irgendwie durch den Kokon hindurchblickt. Die Geschichte ist intensiv, teils grausam und gründet auf eine interessante Thematik. Die Abhängigkeit eines Menschen gegenüber einem anderen Menschen, wie ein Mensch manipuliert werden kann und zu welchen Handlungen er fähig ist.
Der Schreibstil ist ein wenig ungewohnt, aber hat die Geschichte wirklich spannend und anschaulich herübergebracht, doch für mich war es einfach irgendwann zu viel. Sphinx war für mich von dem selbstständigen, starken Mädchen zu einer hilflosen Figur geworden.


Ein gutes Buch, bei dem man aber selbst entscheiden muss, ob man es lesen möchte oder nicht!

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Lainybelles avatar

Rezension zu "Killing Butterflies" von M. Anjelais

Faszinierend und verstörend zugleich
Lainybellevor 2 Jahren

Worum geht's?

Und ich merkte, dass ich diesen Jungen noch einmal sehen wollte, ehe er starb, dass ich ihn trotz allem, was er mir angetan hatte, noch ein letztes Mal sprechen wollte. Doch der Mensch, der mich verletzt hatte, und der großartige Junge waren ein und dieselbe Person, ein Paradox, genau wie die Gefühle, die sich in meiner Brust und Kehle breitmachten. Und das Nächste, woran ich dachte, war der Plan, der Lebensplan, den es gab und der nicht erfüllt war, und der Kloß in meinem Hals schwoll noch weiter an. (S. 64)

Zwischen Sphinx und Cadence besteht seit ihrer Kindheit eine widersprüchliche Verbindung - sie sind die besten Freunde, und Sphinx bewundert den charismatischen Sohn der besten Freundin ihrer Mutter, doch sie steht auch im Schatten seiner vielen Talente. Und manchmal muss man geradezu Angst vor ihm haben. Eines Tages passiert es: Cadence verletzt sie. Bald darauf verschwinden er und seine Mutter aus Sphinx' Leben. Bis Jahre später ein Anruf kommt. Cadence ist todkrank - und sein einziger Wunsch ist, Sphinx noch einmal zu sehen ...
 

Was mich neugierig gemacht hat:


Ab und zu lese ich ganz gern mal realistische Jugendbücher und hier haben mich die Stichworte "Identitätssuche" und "Manipulation" hellhörig gemacht. Zwei gegensätzliche Menschen, deren Mütter schon vor ihrer Geburt über ihre gemeinsame Zukunft entschieden haben - das klang nach einem spannenden Konflikt, und ich war froh, mal wieder etwas Interessantes gefunden zu haben, mit dem keine neue Reihe begonnen wird.

Wie es mir gefallen hat:


"Killing Butterflies" war in vielerlei Hinsicht anders als erwartet. Gerechnet hatte ich mit einer mehr oder weniger komplizierten Coming-of-Age-Story, die Unterschiede zwischen Menschen und den Druck durch Erwartungen von außen thematisiert. Das eigentliche Thema hat mich dann relativ unvorbereitet erwischt: Soziopathie. Da ich mich noch nie zuvor näher damit befasst habe, hat mich das aber gleich sehr neugierig gemacht.

"Ich möchte einfach bloß für dich da sein", wiederholte ich und mein Blick wurde von seinen Augen in Bann gezogen. Es waren so sonderbare Augen. Es war, als ob sie aus drei Schichten bestünden: die erste eine Eisschicht, die zweite das normale Blau, das so sehr an Leigh erinnerte, und dann die dritte, eine flackernde Flamme, die außer Reichweite in seinem Kopf tanzte. Und diese Flamme wollte ich erreichen, sie verstehen. (S. 174 f.)

Der Reiz dieser Geschichte besteht für mich vor allem in Cadence' Krankheitsbild. Da er so weltfremd und manchmal auf eine kindliche Weise hilflos wirkt, unterschätzt man schnell, wie hochintelligent er ist. Immer wieder kommt man ins Grübeln: Wie mag Cadence empfinden? Welche Absichten hat er, was durchschaut er, was nicht? Aus den Reaktionen der Menschen in seinem Umfeld geht deutlich hervor, dass auch diese sich ständig mit solchen Fragen konfrontiert sehen und kaum wissen, wie sie mit ihm umgehen sollen.

Ich schaute auf meine Handfläche, auf die dünnen Fäden, die plötzlich das Einzige waren, was meine Haut zusammenhielt, und ich fühlte mich schwach. Zerbrechlich. Und sterblich. Wenn du von einem auf den anderen Tag lebst und dich bloß wegduckst und allem ausweichst, was dir das Leben ins Gesicht schleudert, als stecktest du in einer extremen Art von kosmischen Völkerballspiel, dann merkst du gar nicht, dass du irgendwann flasch hinfallen könntest und womöglich nie wieder aufstehst. (S. 242 f.)

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Sphinx, was einen zweiten sehr schwierigen Charakter in die Geschichte bringt, durch dessen Augen wir die Vorgänge beobachten.
Sphinx ist ganz klar auf der Suche nach sich selbst, glaubt, Dinge über sich zu wissen und muss feststellen, dass sie vielleicht doch nicht in Stein gemeißelt sind. Der Plan ihrer und Cadence' Mutter gibt ihr einen gewissen Halt, auch wenn er abwegig ist.
Mir ist es sehr schwer gefallen, mich in Sphinx hineinzufühlen. Ihre seltsame Verbundenheit zu Cadence, der sie doch jederzeit verletzen kann, ist sehr komplex und schwer zu verstehen.
Auch im Sprachstil der Geschichte schlägt sich dies nieder - obwohl die Worte nicht hochtrabend gewählt sind, hat man das Gefühl, hinter den Formulierungen noch eine andere Ebene zu spüren, Banalitäten gewinnen ein Gewicht, das man nicht recht einschätzen kann.
Zu Beginn, als Sphinx aus ihrer Kindheit erzählt, dachte ich noch, es würde irgendwann einen Sprung in eine "aktivere" Erzählperspektive geben, doch ihr distanzierter Ton wird beibehalten.

Zum Ende hin baut sich eine merkwürdig düstere Spannung auf, und ich habe gemerkt, wie ich beim Lesen schneller geworden bin, wissen wollte, ob das scheinbar Unvermeidliche passieren würde.
So ist dieses Buch für mich insgesamt zu einem Widerspruch geworden, den ich so noch nicht erlebt habe: es übt eine seltsame Faszination auf den Leser aus, hält ihn aber zugleich in einer fassungslosen Beobachterrolle fest.

(Für wen) Lohnt es sich?


Ich denke, es lohnt sich für alle ab ca. 16, die gern realistische Jugendbücher mögen, in denen keine Heile-Welt-Mentalität herrscht. Außerdem sollte man sich auf einen etwas eigenwilligen Erzählstil einlassen können.  

In einem Satz:

"Killing Butterflies" erzählt eine Geschichte mit Ecken und Kanten, die erschüttert, den Leser in sich hineinsaugt, aber in einigen Punkten auch ratlos und mit einem beklemmenden Gefühl zurücklässt.

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