M. D. Lachlan

 2.6 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Wolfskrieger, Fenrir und weiteren Büchern.

Alle Bücher von M. D. Lachlan

Wolfskrieger

Wolfskrieger

 (11)
Erschienen am 01.02.2011
Fenrir

Fenrir

 (5)
Erschienen am 10.09.2012
Fenrir: Roman

Fenrir: Roman

 (0)
Erschienen am 10.09.2012
Wolfsangel

Wolfsangel

 (0)
Erschienen am 22.03.2011

Neue Rezensionen zu M. D. Lachlan

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Ines_Muellers avatar

Rezension zu "Fenrir" von M. D. Lachlan

Rezension zu "Fenrir" von M. D. Lachlan
Ines_Muellervor 5 Jahren

"Ringsherum sangen und summten seltsame Symbole in der Luft. Er zählte sie. Es waren acht. Er lag nassgeschwitzt im Bett und konnte nicht aufstehen. Es war, als drückte ihn ein mächtiges Gewicht nieder, so dass er kaum die Brust beim Atmen heben konnte."

Als ich "Fenrir" entdeckte, war ich sofort Feuer und Flamme, da ich mich sehr für die nordische Mythologie interessiere. Dass in diesem Buch Fenrir und Loki eine Hauptrolle übernehmen sollten, hat mich besonders gereizt, weil diese zu meinen Lieblingsfiguren in dieser Mythologie zählen.

Allerdings wurde bereits nach wenigen Seiten deutlich, dass ich mit M. D. Lachlans Roman nicht warm werden würde. Der Schreibstil hat zwar sprachlich einiges zu bieten, bleibt dafür aber viel zu sehr auf der beschreibenden Ebene. Der Leser erfährt, was den Protagonisten im Laufe der Geschichte alles zustößt, allerdings fehlt hier die Ausführlichkeit. Dabei bleiben die Gefühle und Gedanken der Protagonisten komplett auf der Strecke.

Nicht dass es mir leid getan hätte, denn keiner der Protagonisten in "Fenrir" schaffte es, sich einen Platz in meinem Herzen zu ergaunern. Entweder erfährt man kaum etwas über einen Charakter oder er ist so umsympathisch, dass man jedes Mal die Augen verdreht, wenn er vorkommt.

Nun zur Story, meiner Meinung nach das größte Manko dieses Buches: Anfangs war ich noch unglaublich gespannt auf die Geschichte und wie sie sich entwickeln würde. Aber schon bald wurde deutlich, dass nichts geschah. Die Handlung, die sich auf diesen siebenhundert Seiten befindet, kann man in wenigen Worten zusammenfassen und gestaltete sich zudem so langweilig und zäh, dass ich schon bald das Interesse verlor und mich hindurch quälen musste. Zudem wurde die Geschichte so schlecht erklärt, dass ich schon bald den Überblick verlor und mich unabläßlich fragte, welcher Sinn denn nun dahinter steckte. Besonders schlimm waren jene Stellen, die spirituelle angehaucht waren. Sei es nun der Glaube von Jehan oder die Fantasien über die verschiedensten Götter.

Fazit: "Fenrir" ist ein langweiliges, zähes und undurchdringliches Buch, das ich niemandem empfehlen kann. Deswegen bitte die Finger davonlassen!

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Elwes avatar

Rezension zu "Fenrir" von M. D. Lachlan

Rezension zu "Fenrir" von M. D. Lachlan
Elwevor 6 Jahren

Das erste, was mir zu diesem Buch einfällt ist: Düsterkeit. Man spürt förmlich die Kälte, die einem aus novemberkaltem, halb gefrorenem Schlamm in die lumpenumwickelten Beine steigt, vom Qualm der Feuer husten zu müssen, der sich unter niedrigen Dachbalken staut. Am Gestank von Exkrementen und Tod zu würgen.
Selten habe ich ein Buch in der Hand, das so überzeugend eine häßlich kalte, grausame und hoffnungslose Welt zu schildern weiß. Die Geschichte spielt in einem kriegsverwüsteten Europa des 9. Jahrhunderts, und der Autor schafft es tatsächlich, dass nicht das kleinste Fünkchen Hoffnung strahlt. Dass einem schon kalt ist, wenn man nur ein paar Seiten gelesen hat. Kein gutes Buch, um eine Winterdepression zu bekämpfen, soviel ist klar.
Hoffnungslosigkeit, das ist die zweite dominierende Gefühlslage, die einen bei der Lektüre befällt. Es wird geschlachtet, gefoltert und gestorben, zu grausamen und mitleidlosen Göttern gebetet, um Visionen gerungen, die man nur mit Schmerz erkaufen kann. Aber niemals flackert Freude über einen Sieg auf. Tatsächlich ist es sogar oft genug so, dass der, der lebend das Schlachtfeld verlässt, dies nicht aus eigener Kraft schafft, sondern nur durch Zufall, oder aus Verzweiflung, oder durch verschwommen-mysteriöse, göttliche Intervention. Fast vierhundert Seiten habe ich gelesen, und keine einzige, bei der mir fröhlich zumute war, oder wenigstens triumphierend. Ich breche nun ab, weil nicht absehbar ist, dass sich das ändert, weil ich noch mal 250 Seiten von der Konsistenz eisigen, pestverseuchten Schlamms nicht ertrage, vor allem aber, weil mir immer noch nicht klar ist, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Und eine so zähe Lektüre ohne den Lichtstreif am Horizont, der einem sagt, worauf man eigentlich hinsteuert, das braucht mehr Durchhaltevermögen, als ich besitze.
Ob der Roman tatsächlich zu komplex ist, oder einfach nur zu verworren, oder ob es nicht beides das Gleiche ist, kann ich nicht beantworten.
Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt:
Da haben wir zunächst Aelis, die fränkische Edelfrau, die von einem mysteriösen, wolfähnlichen Übel in ihren Träumen heimgesucht wird, derer dann alle Welt habhaft werden will, die schließlich flieht und mit wechselnden Allianzen an den Hof eines Wikingerherrschers reist, der ihr angeblich Schutz bieten kann. Dabei helfen ihr mysteriöse Runenkräfte, die sie nur halbherzig steuern kann, und die irgend etwas (man weiß nicht genau, was) mit einer früheren Inkarnation ihrer selbst zu tun haben. Ein ebenso mysteriöser Wolfsmagier hilft ihr, der sie aus diesem früheren Leben zu kennen scheint, vielleicht sogar ihr Geliebter war ... genaues weiß man nicht. Zugleich verfolgt sie ein anderer Magier, seines Zeichens ein Rabe, der über Raben gebietet und der einem Gott (Odin?) dient, der dem Gott des Wolfsmagiers verfeindet ist. Überhaupt scheint ein größerer göttlicher Plan sich hier zu entfalten, über den man aber auch nur Andeutungen erfährt, und der mit der Wiedergeburt Odins auf der Erde zu tun hat, was nicht näher beschriebene schreckliche Konsequenzen hätte und daher unbedingt verhindert werden muss.
Dann gibt es Jehan, einen blinden und verkrüppelten Mönch, der zeitweise mit Aelis zusammen reist, eine wundersame Wandlung erfährt und ebenfalls mit Geistern der Vergangenheit konfrontiert wird, die mit seinem christlichen Weltbild nicht zusammenpassen.
Leshii haben wir noch, einen glücklosen Seidenhändler, der eigentlich Aelis zu besagtem Wikingerkönig bringen sollte, und Helgi, den König selbst, dessen Perspektive allerdings erst sehr spät im Buch angerissen wird, und dann in einer die Verwirrung noch vergrößernden Rückblende, d.h. er berichtet, was zuvor geschah, was also passierte, bevor das erste Kapitel überhaupt begann.
Lesen sich die ersten hundert Seiten noch recht zügig und spannend, so tauchen danach zunehmend mystische Elemente, nebulöse Prophezeiungen und traumähnliche Visionen auf, die zum Teil mit dem echten Geschehen verschwimmen, so dass zeitweise überhaupt nicht mehr klar ist, ob das, was passiert, tatsächlich passiert, oder in grauer Vorzeit passiert ist, oder eine Zukunftsvision dessen ist, was noch passieren könnte, oder doch nur ein Fiebertraum des Visionärs.
Als Leser häuft man schließlich so viele Fragezeichen auf, dass man ab einem gewissen Punkt einfach aufgibt und sagen möchte: Dann behalt' die Auflösung eben für Dich, ist mir jetzt auch schon egal. Das in Kombination mit der äußerst dunklen und bedrückenden Atmosphäre von 'Fenrir' vergällt mir hier die Lust, das Buch zu Ende zu lesen.
Ich will also nicht ausschließen, dass die verbleibenden 250 Seiten noch großartige Inhalte bergen ... aber selbst wenn sie das tun, ist der Weg dahin doch so steinig, dass man schon sehr leidensfähig sein muss, um sich den Rest des Romans zu erschließen.

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Asaviels avatar

Rezension zu "Wolfskrieger" von M. D. Lachlan

Rezension zu "Wolfskrieger" von M. D. Lachlan
Asavielvor 8 Jahren

In diesem Werk von M.D. Lachlan, der unter anderem Namen schon Bücher veröffentlicht hat, trifft das harte Leben der skandinavischen Bewohner des Mittelalters auf alte und gefährliche Magie.

Magie ist nichts Ungewöhnliches für die Stämme des Nordes. Aber jeder weiß, dass sie gefährlich ist. Einerseits sind da die Götter, unter ihnen der erste und gleichzeitig gewalttätigste: Odin. Aber auch Freya, Loki und die anderen nordischen Gottheiten. Gleichzeitig gibt es aber auch Hexen, die keinem der Menschen etwas Gutes wollen.

So glauben die Menschen, doch so einfach ist es nicht. Wer sind die Hexen und wer sind die Götter und was haben die beiden Brüder Feileg und Vali damit zu tun. Schon als Säuglinge werden sie voneinander getrennt. Der eine wächst auf als widerstrebender Prinz seines Volkes, der andere wird als Jugendlicher mehr und mehr zum Wolf, denn zum Menschen. Als sie sich wieder begegnen, erkennen sie sich trotz der großen Ähnlichkeit nicht. Scheinbar ist es die Liebe zum selben Mädchen, die sie in die gleiche Richtung treibt, aber steckt nicht noch viel mehr dahinter? Wer lenkt ihre Schritte wirklich und wer von ihnen ist der Gute, wer der Böse? Gelten diese Kategorien noch?

Lachlans Auftakt zu einem Fantasyepos ist äußerst ihm gerade durch die Einflechtungen der Magie der Hexen äußerst düster angelegt und mehr als ein Mal lief mir ein kalter Schauer über den Rücken beim Lesen. Kampfszenen – besonders im späteren Verlauf – werden mit gnadenloser Brutalität geschildert und die beschriebenen Taten sind nichts für schwache Gemüter.

Spannend ist zu verfolgen, wie die Schicksale der beiden jungen Männer und das des Mädchens untrennbar miteinander verbunden sind. Man fragt sich von Anfang an wo das wohl hinführen soll.

Leider ist es dem Autor meiner Meinung nach nicht gelungen, die Charakter so darzustellen, dass man wirklich mit ihnen mitfühlen kann, mit ihnen hofft und bangt. Da ihre Handlungen immer wieder ungewiss sind und vom Leser hinterfragt werden müssen, bleibt man automatisch auf Abstand. Dies gilt hauptsächlich für Feileg und Vali. Mit Adisla mitzufühlen fällt deutlich leichter.

Die Geschichte und auch der Schreibstil sind originell, letzterer teilweise poetisch, teilweise rücksichtslos unverblümt. Trotzdem ist es ein Buch, das ich nicht voll genießen konnte. Die Charaktere blieben für mich bis zum Ende zu weit weggerückt, ihre Handlungen war manchmal kaum durchschaubar. Dazu kam, dass man gerade im magischen Bereich bis zum Schluss völlig allein gelassen wird – vermutlich mit Absicht. Wer ist wer? Wer ist die Hexe? Wer ist Odin? Wer sind die Wölfe? Mit fiel es immer wieder schwer den Überblick zu bewahren, wohin die Geschichte geht und wohin sie meine Aufmerksamkeit lenken will. Am Ende hat mich die Brutalität mit der die Kampfszenen dargestellt werden, mehrere Male stark schlucken lassen, obwohl ich mich nicht als zartbesaitet bezeichnen würde. Etwas mehr Andeutungen für die eigene Phantasie, etwas weniger Blut wäre meiner Meinung nach angebrachter gewesen.

Trotzdem ist die Handlung vielschichtig und spannend. Ich werde verfolgen, wann wir mehr über die Welt des Nordens erfahren und hoffe, dass es dem Autor gelingt in den weiteren Bänden uns die Charaktere etwas näher zu bringen.

Alles in allem möchte ich hierfür drei Sterne vergeben

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