M. J. Herberth

 4.3 Sterne bei 20 Bewertungen
M. J. Herberth

Lebenslauf von M. J. Herberth

M.J. Herberth wurde 1965 in Marburg an der Lahn geboren. Er studierte nach dem Abitur in Gießen. Nach einem bewegten Berufsleben als Taxifahrer, Bauglaser, Türsteher, Kurierdienstfahrer, Gutachter, Sachverständiger für Umweltfragen, Lehrer, Geologe und Lebenskünstler, hat er sich als passionierter Science Fiction Fan einen Traum erfüllt und seinen Debütroman „Chlorophyll“ veröffentlicht. M.J. Herberth lebt heute mit seiner Familie und vielen Haustieren in einem alten Bauernhof in der Nähe von Frankfurt/Main.

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marichen36s avatar

Rezension zu "Chlorophyll" von M. J. Herberth

Danke für dieses Buch und den Denkanstoß
marichen36vor 2 Jahren


Inhalt:
Der vierzehnjährige Toni entdeckt im finnischen Wald eine unbekannte Pflanzenerkrankung, die sich rasend schnell ausbreitet. Am Grund skandinavischer Seen findet man fremdartige Organismen, die mit elektromagnetischen Anomalien das Mobilfunknetz stören. Menschen fallen schnell wachsenden Pilzen zum Opfer. Der Biologe Alex Krämer und seine Geliebte, Anna Susi, finden in Finnland einen Meteoriten, der aus einem völlig unbekannten chemischen Element besteht. Sind das nur Launen der Natur oder wird die Menschheit von einem übermächtigen Feind angegriffen? Die beiden glauben nicht an Zufälle und Alex macht schließlich eine sehr beunruhigende Entdeckung. Die Physikerin Mia Schindler erkennt die großen Zusammenhänge und den allem zugrunde liegenden Masterplan. Gemeinsam können sie das Schlimmste zunächst verhindern. Aber die Astrophysikerin Naomi Mae Wood bringt die ganze ungeheuerliche Wahrheit ans Licht und die Menschheit steht vor einem entsetzlichen Abgrund.


Meinung: 
Mich persönlich hat das Buch sehr bewegt. Wir Menschen leben so in den Tag hinein und nehmen vieles für selbstverständlich. Aber was passiert wenn sich auf einmal etwas ändert? Nur ein kleiner Unterschied kann so große Auswirkungen haben.
Dieses Buch hat mir auf erschreckende Weise gezeigt wie abhängig wir Menschen von den „kleinen“ Dingen seien können, die wir oft nichtmal richtig wertschätzen. Ich denke viele Leute interessiert es nicht, dass Chlorophyll eine Grundlage unseres Lebens ist. Doch wenn dieses „mini-Molekül“ plötzlich nicht mehr da ist, dann erst, wird uns bewusst was wir hatten und was wir verloren haben. 
Deshalb hat das Buch mich nachdenklich gestimmt. Zwar ist in dem Buch eine  Seuche der Auslöser für die beschriebene Katastrophe, aber trotzdem kann man diese auch auf das Verhalten des Menschen projizieren. In der realen Welt brauchen wir Menschen vielleicht gar keine Seuche sondern schaffen es von ganz allein so ein Endzeitszenario heraufzubeschwören. Wir gehen schlecht mit unserer Natur um, verschmutzen die Luft holzen die Regenwälder ab usw. Und besonders gefährlich wird alles, wenn es so rücksichtslose Menschen wie die Figur des Mikkosen gibt, die sich nur um ihr eigenes Wohlergehen kümmern.


Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat ist, ist der Verlauf der Handlung und die Beschreibung und Entwicklung der Figuren. Ich fand die Reaktionen der Menschen auf die Katastrophe ziemlich glaubhaft geschildert. Außerdem waren mir die Protagonisten (meist) sympathisch und ich konnte auch ihr Handeln durchaus nachvollziehen. 


Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass der Autor besonders im ersten Teil des Romans viele interessante wissenschaftliche Fakten eingearbeitet hat. Dadurch wurde das im Roman beschriebene Szenario noch glaubhafter und spannender dargestellt. Zusätzlich merkt man deutlich, dass viele Einzelheiten genau recherchiert wurden. Dadurch gibt es meiner Meinung nach eigentlich keine Logikfehler in der Handlung, wie es bei manchen anderen Romanen der Fall ist.


Was mich jedoch ein wenig gestört hat war das Ende. Es schien ein wenig abrupt und außerdem lese ich am liebsten Bücher ohne Cliffhanger. Aber dass ist Geschmacksache. 


Der einzige richtige Kritikpunkt is die Rechtschreibung. Teilweise war es schwer einfach über Fehler hinwegzulesen. Aber wenn das noch verbessert wird, ist Chlorophyll ein perfektes Buch.


Fazit: Ich bin sehr froh das Buch gelesen zu haben. Obwohl ich richtig viel Stress in der Schule hatte konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich hoffe für den Autor, dass Chlorophyll noch populärer werden wird und dass viele Leute die Möglichkeit bekommen diesen Roman zu lesen.

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Zsadistas avatar

Rezension zu "Chlorophyll" von M. J. Herberth

Rezension zu "Chlorophyll"
Zsadistavor 2 Jahren

Irgendwo in Finnland fängt es an … eine seltsame Krankheit befällt einen Baum. Und sie breitet sich aus. Man kann sie einfach nicht aufhalten. Und sie bleibt nicht nur in Finnland. Sie breitet sich über die gesamte Welt aus. Das große Pflanzensterben hat begonnen. Doch mit dem Pflanzensterben kommt auch das Mensch- und Tiersterben. Was hat diese Katastrophe ausgelöst? Wer ist Schuld und kann man sie noch stoppen?

„Chlorophyll“ ist ein, man kann schon sagen, apocalyptischer Science Fiction Roman aus der Feder des Autors M. J. Herberth.

Die Aufmachung des Buches ist eher unspektakulär. Das grüne Blatt verschwindet eher in einer Buchhandlung als Naturbuch. Das Cover ist zum Inhalt passend, doch versteckt es den hochbrisanten Inhalt mehr, als es ihn präsentieren würde. Dazu, dass dann noch die Inhaltsangabe orange auf grünem Grund ist, tut mir in den Augen weh. Ich kann das kaum lesen. Dabei hat es der Inhalt verdient, gelesen zu werden.

Das Buch ist mit seinen 688 Seiten sehr umfangreich. Von seinem Inhalt her ist es auch keine Story, die sich mal fix lesen lässt. Es gibt schon viel zu denken und ab und an musste ich auch schon mal google fragen um etwas nachzulesen.

Die Geschichte an sich ist Science Fiction, aber wie lange noch? Der Inhalt könnte mit der Zeit erschreckende Realität werden. Ich mag Romane in diese Richtung sehr gerne, wenn sie gut geschrieben sind.

Gerade hier zeigt es wieder, wie klein und unbedeutsam der Mensch ist, wenn es keine Natur mehr gibt.

Der Roman an sich scheint mir recht gut recherchiert zu sein. Ich hatte an sich nicht das Gefühl, es könnte etwas nicht passen. Die Figuren an sich zerflossen etwas vor der Story. Dies machte hier aber gar nichts aus. Man konnte jetzt nicht direkt irgendwelche Hauptcharaktere herausfiltern. Ich fand dies aber sehr passend zum Rest der Handlung.

Der Abschluss des Ganzen fand ich etwas zu spontan und abgehackt. Er hätte für mich etwas runder kommen können. Es war mal wieder diese einzige Person, die alles aufdeckt und weiter gibt. Das war dann für mich etwas an den Haaren herbei gezogen. Ich hätte mir einen runderen Abschluss der Sache gewünscht.

Trotz den paar negativen Punkten, die ich hier angeführt habe, vergebe ich an das Werk volle Sternezahl. Das Buch ist Science Fiction, könnte aber eine erschreckende Wirklichkeit werden. Ein Buch, das den Leser zum Denken zurück lässt.

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A

Rezension zu "Chlorophyll" von M. J. Herberth

Schockierendes Endzeitszenario
Amkevor 2 Jahren

Chlorophyll - das ist ein allgegenwärtiger Stoff. Wir alle haben davon in der Schule gehört. Wer sich nicht gerade mit Biologie beschäftigt, denkt jedoch kaum darüber nach. Chlorophyll - der grüne Farbstoff, den Pflanzen während der Fotosynthese bilden, aber ist unabdingbar für das Leben. Nur leider vergessen wir das gern. Hier setzt M. J. Herberth an. Er skizziert ein Endzeitszenario, das scheinbar harmlos in Finnland beginnt. Immergrüne Bäume färben sich in der eisigkalten Schneelandschaft des Nordens plötzlich orange. Der Schnee auf ihren Ästen schmilzt, Tiere scheuen, knurren, sowie sie in die Nähe dieser seltsam anmutenden Bäume kommen. Seltsame Wesen wachsen in den großen Seen der Erde. In Ufernähe brechen sämtliche Funknetze zusammen. Was harmlos beginnt, breitet sich innerhalb eines knappen Jahres auf dem ganzen Erdball aus. Und plötzlich wissen wir wieder: Wir brauchen das Chlorophyll, um zu überleben. Anschaulich beschreibt der Autor, wie die Katastrophe ihren Lauf nimmt. Ganz nebenbei zeichnet er den Weg des Lebens auf der Erde, wie und warum es begann. Komplexe biologische Zusammenhänge werden im leichten Plauderton erklärt. Und unweigerlich drängt sich dem Leser die Bedeutung des grünen Farbstoffes für das Überleben von Mensch und Tier auf.  Je weiter die Seuche fortschreitet, umso mehr wird klar, auf welch wackligen Füßen unsere Zivilisation steht. Dem Kampf ums nackte Überleben werden alle Werte und Normen geopfert. Einer Elite soll das Überleben ermöglicht werden, aber wer gehört dazu und zu welchem Preis. Interessant ist die Verknüpfung von Wissenschaft und Spiritualität. So wissen die Ureinwohner Australiens lange vor allen anderen, dass es Zeit ist, die große Reise anzutreten.

Nicht immer sind die Formulierungen gelungen. Und auch auf die fortwährende Wiederholung wichtiger Fakten könnte man getrost verzichten. Manchmal gerät ein Dialog etwas zu holprig, da sich die Protagonisten gegenseitig wissenschaftliche Zusammenhänge erklären. Das ändert aber nichts an den Fakten: „Chlorophyll“ ist ein Buch zum Nachdenken über die scheinbaren Selbstverständlichkeiten des Lebens. Spätestens nach der Lektüre dieses Romans sieht man das Abholzen tropischer Regenwälder – das anders als die Story des Buches traurige Realität ist – mit anderen Augen. Das Ende ist offen und lässt Spielraum für eine Fortsetzung. 

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Gespräche aus der Community

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neobookss avatar
"Chlorophyll ist unfassbar neu, detailreich, wissenschaftlich fundiert recherchiert, damit authentisch und glaubwürdig. Die Story ist so bizarr wie realistisch geschildert."

Die Natur ist die größte Massenmörderin aller Zeiten. 
In M.J. Herberths Science Fiction - Thriller wird dies zur schrecklichen Gewissheit und der Untergang der Menschheit scheint durch mysteriöse, genetische Veränderungen besiegelt. 

Herberth inszeniert ein globales Katastrophenszenario, dessen Ursache zunächst im Dunkeln bleibt. Der vierzehnjährige Toni entdeckt im finnischen Wald eine unbekannte Pflanzenerkrankung, die sich rasend schnell ausbreitet.
Am Grund skandinavischer Seen findet man fremdartige Organismen, die mit elektromagnetischen Anomalien das Mobilfunknetz stören. Menschen fallen schnell wachsenden Pilzen zum Opfer. Der Biologe Alex Krämer und seine Geliebte, Anna Susi, finden in Finnland einen Meteoriten, der aus einem völlig unbekannten chemischen Element besteht.
Sind das nur Launen der Natur oder wird die Menschheit von einem übermächtigen Feind angegriffen?
Die beiden glauben nicht an Zufälle und Alex macht schließlich eine sehr beunruhigende Entdeckung. Die Physikerin Mia Schindler erkennt die großen Zusammenhänge und den allem zugrunde liegenden Masterplan. Gemeinsam können sie das Schlimmste zunächst verhindern. Aber die Astrophysikerin Naomi Mae Wood bringt die ganze ungeheuerliche Wahrheit ans Licht und die Menschheit steht vor einem entsetzlichen Abgrund.


Wir freuen uns sehr, dass der Autor M. J. Herberth an der Leserunde teilnehmen wird! :)
Beantwortet einfach folgende Frage, um in den Lostopf zu hüpfen:
Welches Buch hat euch so gut gefallen, dass ihr es mehr als einmal gelesen habt?
Zu gewinnen gibt es je 10 Print & 10 ebooks - schreibt also unbedingt dazu, ob ihr zu den Papierfans oder Digitalliebhabern gehört :)
S
Letzter Beitrag von  SummseBeevor 2 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

M. J. Herberth wurde am 16. September 1965 in Marburg a.d. Lahn (Deutschland) geboren.

M. J. Herberth im Netz:

Community-Statistik

in 33 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

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