M. J. Rose Der Beethoven-Fluch

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Inhaltsangabe zu „Der Beethoven-Fluch“ von M. J. Rose

Mysteriöse Visionen – immer begleitet von einer leisen Melodie – verfolgen die Psychologin Meer Logan. Was haben die quälend lebendigen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten zu bedeuten? Ihre Nachforschungen führen Meer direkt zum Geheimbund der Memoristen nach Wien. Dort jüngst aufgetauchte Hinweise deuten auf eine geheime Melodie, die tödliche Erinnerungen an frühere Leben auslöst. Bei ihren Ermittlungen quer durch alle Kontinente und Epochen wird Meer immer tiefer hineingezogen in einen gefährlichen Strudel aus Mord und Verrat. Denn sie ist nicht die Einzige auf der Jagd nach dem mächtigen Geheimnis. Kann sie die Melodie entschlüsseln, ehe ihre finsteren Gegner einen tödlichen Plan umsetzen?

Ich war bei meiner Bewertung etwas hin- und hergerissen zwischen 3 – 4 Sterne. Schlussendlich hat mich die Story aber dann doch überzeugt, auch wenn das Ende ein wenig aus dem Ruder lief und der Anfang teilweise langatmig war. Doch der Thriller wird zumeist temporeich vermittelt, die Charaktere sind gut herausgearbeitet, die Story wirkt durchweg gut recherchiert und die Beschreibungen von Wien wie auch der Part rund um Ludwig van Beethoven tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass ich mich durchweg gut unterhalten fühlte.

— Bellexr

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  • Rezension zu "Der Beethoven-Fluch" von M. J. Rose

    Der Beethoven-Fluch

    Bellexr

    10. June 2011 um 16:44

    Das Rätsel um die geheime Melodie . Seit Meer Logan als kleines Kind eine schweren Unfall hatte, hat sie Visionen, hört immer wieder eine seltsame Melodie und wie besessen musste sie damals ständig ein kleines, verziertes Kästchen malen. Ihr Vater, ein jüdischer Wissenschaftler und Leiter eines Auktionshauses in Wien, ist davon überzeugt, dass dies Erinnerungen an ein früheres Leben sind und hatte damals deswegen auch Kontakt zur Phoenix Foundation aufgenommen, die das Thema Reinkarnation erforscht. Doch die mittlerweile erwachsene Meer weigert sich bis heute hieran zu glauben. Umso verwirrender ist es für die Psychologin, als ihr der Leiter der Phoenix Foundation, Malachai Samuel, einen Brief ihres Vaters mit einem Foto von genau diesem Kästchen gibt. Neugierig geworden macht sich Meer auf den Weg nach Wien, um dort das Auktionsstück zu begutachten. Zwischenzeitlich hat ihr Vater in diesem besagten Kästchen einen Brief von Ludwig van Beethoven gefunden, in dem dieser vor einer uralten Knochenflöte warnt. Eine bestimmte Melodie hierauf gespielt würde dafür sorgen, dass man Erinnerungen an sein früheres Leben erhalten würde. Und ganz offensichtlich wissen noch mehr Personen von diesem Geheimnis, denn kaum ist Meer in Wien angekommen, findet sie im Haus ihres Vaters ein erstes Mordopfer. . Meer Logan bezeichnete bisher ihre Visionen, die sie immer wieder bruchstückhaft das Leben einer Margaux Niedermeier aus dem 19. Jahrhundert erleben lässt, als Pseudoerinnerungen. Doch je länger sie sich in Wien aufhält, je mehr sie über das rätselhafte Kästchen und die Flöte der vergangenen Erinnerungen erfährt und über das Leben Beethovens, umso mehr beginnt Meer ihre Visionen ernst zu nehmen. Ganz offensichtlich scheint das Schicksal von Margaux, eine Bekannte von Beethoven und ihres eng miteinander verknüpft zu sein. Und so lässt sie sich auch auf die rätselhafte Suche nach der Knochenflöte und der Entschlüsselung der Melodie ein. Mit von der Partie ist dabei ein Bekannter ihres Vaters, der Oboist Sebastian Otto und natürlich Malachai Samuel, der ein ganz besonderes Interesse an der rätselhaften Melodie und somit an der Knochenflöte hat. . Zur selben Zeit plant der Journalist David Yalom aus Rache ein Attentat in Wien. Genau in dem Konzerthaus, in dem vor politischen und kulturellen Größen des Weltgeschehens eine Inszenierung von Beethovens Werken durch das Wiener Symphonieorchester stattfinden soll. So sind die Sicherheitsvorkehrungen entsprechend hoch und hiermit betraut ist der Texaner Tom Paxton mit seiner Security-Firma. . M. J. Rose stellt einen zuerst einmal die vielen Mitwirkenden vor, was zum einem teilweise etwas langatmig ist, zum anderen aber auch hilft, ihre Beweggründe und sie selbst besser kennen zu lernen. Und dies ist meiner Meinung nach auch ziemlich wichtig, da man ansonsten leicht den Faden verloren hätte. Zwar konzentriert sich die Story meist auf Meer und ihren Vater, doch die ständig wechselnden Handlungsstränge und die teilweise unterschiedlichen Motive der Mitwirkenden sorgen dafür, dass die Story zwar recht komplex, aber auch stellenweise ziemlich verwirrend wirkt. . So nach und nach nimmt der Thriller dann auch richtig an Fahrt auf und man taucht problemlos in die rasante Jagd nach der Knochenflöte und der geheimnisvollen Melodie ein. Und durch die bereits erwähnten, ständig wechselnden Erzählstränge hält sich die Spannung dann auch problemlos bis zum Schluss. Wobei zum zweiten Teil hin der Fokus eindeutig bei Meer, ihren Visionen und ihrer Suche nach der Melodie liegt. Dies alles gestaltet sich recht abwechslungsreich und wenn man sich ein wenig auf das Thema Wiedergeburt und Kabbala einlässt, stören auch die stellenweise etwas esoterisch angehauchten Passagen wenig. . Die Story entwickelt sich mysteriös, temporeich und durchaus fesselnd und einen Beitrag hieran trägt natürlich auch der Schreibstil von M. J. Rose, der sehr flüssig und bildhaft ist. Allerdings wurde ich das Gefühl beim Lesen nicht los, dass M. J. Rose hier etwas zu viel des Guten wollte. Neben der eigentlichen Suche nach der Flöte und einem kleinen Schwenker in das Leben von Ludwig van Beethoven, hat die Autorin auch das Thema Vergeltung mit hineingebracht, was schlussendlich zwar einigermaßen schlüssig mit in die Geschichte integriert wird, für mich aber eigentlich überflüssig war. Anders sah es da bei der Story rund um Meer aus und den daraus resultierenden Einschüben in die Vergangenheit. Diese überzeugen und sorgen schlussendlich für eine logische Auflösung des Rätsels. . Gut gelingt es der Autorin ihre Charaktere zu beschreiben. So sind diese durchweg facettenreich und bleiben teilweise auch etwas undurchsichtig, sodass man lange Zeit nicht erahnen kann, wer nun hinter den Morden bzw. Mordanschlägen steht und partout in den Besitz der Knochenflöte wie auch der Melodie gelangen will. . Ich war bei meiner Bewertung etwas hin- und hergerissen zwischen 3 – 4 Sterne. Schlussendlich hat mich die Story aber dann doch überzeugt, auch wenn das Ende ein wenig aus dem Ruder lief und der Anfang teilweise langatmig war. Doch der Thriller wird zumeist temporeich vermittelt, die Charaktere sind gut herausgearbeitet, die Story wirkt durchweg gut recherchiert und die Beschreibungen von Wien wie auch der Part rund um Ludwig van Beethoven tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass ich mich durchweg gut unterhalten fühlte.

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  • Rezension zu "Der Beethoven-Fluch" von M. J. Rose

    Der Beethoven-Fluch

    Rosentraeume

    01. May 2011 um 19:11

    Vorab: diese Rezension fiel mir unwahrscheinlich schwer, denn die Story ist wild, turbulent und total durcheinander. Eigentlich geht es um Meer Logan, eine junge New Yorkerin, die durch die Konfrontaion mit einer alten Schatulle in einen wilden Wirbel verschiedenster Ereignisse wie Verbrechen, Wiedergeburten und Verrat gezogen wird. Die Konfrontation herbeigeführt hat ihr eigener Vater und ein etwas schrulliger Professor, die Meer beweisen wollen, daß es Wiedergeburt wirklich gibt und Meer zu den wenigen gehört, die diese auch erleben. Sie sträubt sich mit Allem gegen diese Ansicht. Meer erlebt nach vielen Hin und Her dann doch Erinnerungen und schafft es so, eine Flöte zu erhalten, die ehemals in Beethovens Besitz war. Leider wollen andere dunkle Gestalten ebenfalls dieses geheimnisvolle Stück in ihren Besitz bringen. Irgendwie schafft die Autorin es, in ihrem Buch jedes Klischee zu nutzen, das man in der Literatur findet: Rache einer Vereinigung an einem Journalisten, weil er über Ausschreitungen im Gazastreifen berichtete. Ein bis zwei Morde, die aber nicht erläutert, geschweige denn detailiert aufgeklärt werden. Geheimagenten, wohin man schaut. Väter, die nur das Beste für ihre Kinder wollen und dabei die Augen ganz fest verschließen gegenüber ihrer Umwelt. Ein Unternehmen, dessen Eigentümer seine Angestellten trietzt und bis zum Äußersten treibt damit der größte Auftrag seines Lebens hereinflattert. Eine Liebesgeschichte – also, so eine ganz zarte. Und dann natürlich noch die Hauptstory: eine junge Frau, die Erinnerungen an ein früheres Leben hat und diese nutzen soll, um eine Flöte zu finden. Das “Problem” in “Der Beethoven Fluch” liegt in meinen Augen darin, daß jede Idee für sich alleine schon Buch füllend ist. Dadurch hat die Autorin jede Thematik nur angeschnitten. Ich stelle mir das Folgenermaßen vor: Sie hat viele kleine Zettel beschriftet mit Stichpunkten, über was sie schon immer mal schreiben wollte. Diese hat sie dann nacheinander gezogen und häppchenweise aufgeschrieben. Daher dieses furchtbare Durcheinander in der Story. Für meinen Geschmack war es jedenfalls ein zu großes HickHack. Die Grundidee der Wiedergeburt hat mich schon fasziniert – zu Anfang. Doch im Laufe der Geschichte wird aus einer interessanten Erinnerung eine Spirale aus Vorvorerinnerungen, die nur noch unglaubwürdig sind. Und auch das eingebaute “ShowDown”, als “der Böse” die errungene Flöte spielt und alle, die ihre Melodie hören, in Strudel ihrer früheren Leben gerissen werden, überzeugte mich nicht. Zu übertrieben und nicht nachvollziehbar fand ich die Situation. Nichts gegen Thriller, Krimis, Kriegserlebnisse, Wirtschaftsstorys oder Mytisches – aber bitte nie wieder nur in einem Buch! Alles in Allem habe ich mich durch das Buch gequält. Es war das erste Buch, bei dem ich mich auf das Ende gefreut habe und ganz schnell zu einem anderen griff.

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