M. L. Rio

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M. L. RioDas verborgene Spiel
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Das verborgene Spiel
Das verborgene Spiel
 (21)
Erschienen am 11.09.2017
M. L. RioIf We Were Villains: A Novel
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If We Were Villains: A Novel
If We Were Villains: A Novel
 (1)
Erschienen am 11.04.2017

Neue Rezensionen zu M. L. Rio

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Rezension zu "Das verborgene Spiel" von M. L. Rio

Das verborgene Spiel
Erdhaftigvor 9 Monaten

Ein Roman der passend zu Shakespeares Dramen wie ein Theaterstück aufgebaut ist: Fünf in Szenen unterteilte Akte denen jeweils ein Prolog voran gestellt ist. Der Prolog führt den Dialog eines gerade entlassenen ehemaligen Studenten und des Polizisten, dem damals die Aufklärung des Mordes oblag, an. Denn der Kommissar glaubt nicht an die Schuld dieses Täters.
Die Akte selbst handeln von der Geschichte dahinter: sieben Studenten, die sich vorrangig mit Shakespeare beschäftigen, miteinander befreundet sind und auch untereinander konkurrieren. In ihre normalen Unterhaltungen fließen ständig Zitate aus Dramen des englischen Autors ein.

Wer „König Lear“, „Macbeth“ oder „Julius Cäsar“ gut im Kopf hat, wird sehr wahrscheinlich eher ein Vergnügen beim Lesen empfinden. Bei mir sind alle drei Stücke schon ein wenig verrostet  und mir gingen die ständigen Zitate in den Dialogen gewaltig auf die Nerven. Dabei ist der Krimi durchaus spannend. Gerät jedoch gerade durch die shakespeareschen Erweiterungen gehörig weitschweifig. Ein wenig Straffung hier und da hätte der Geschichte gut getan. Mir fehlte ein ungestörter Lesefluss mit wenigen Zitaten und mehr Beschreibungen der einzelnen Akteure, um zu verstehen, wer wie warum handelt.

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Rezension zu "Das verborgene Spiel" von M. L. Rio

Per aspera ad astra - Durch die Dornen zu den Sternen
Ambermoonvor 9 Monaten

Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall.

Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?…(Klappentext)

♛♛♛

Personen:
Richard – sein Name ist im wahrsten Sinne Programm; er ist aufbrausend, wirkt einschüchternd und ist der typische Gewinnertyp. Spielt in den Stücken immer einen König, Kriegsherr oder Tyrannen.

Meredith – die geborene Verführerin, im Leben wie auch auf der Bühne. Freundin von Richard

Wren – ein unscheinbares und ruhiges Mädchen; Besetzung für das Mädchen von nebenan oder ein Naivchen. Die Cousine von Richard

James – der beste, attraktivste und auch fleißigste Student; aufgrund seiner Offenheit allseits beliebt. Auf der Bühne verkörpert er immer den Guten. Zimmergenosse und bester Freund von Oliver

Alexander – dieser hat es faustdick hinter den Ohren und ist keineswegs auf den Mund gefallen; er ist die ideale Besetzung für Schurken, Narren und teuflisch böse Charaktere

Filippa – von den anderen nur Pip genannt; burschikos, ruhiger Pol und wandelbar, daher besetzt sie oft auch Männerrollen

Oliver – der Erzähler dieser Geschichte; hält sich selbst für nichts besonderes und schiebt es auf sein Glück es bis in das 4. Semester geschafft zu haben; hält sich lieber im Hintergrund und ist daher immer die Besetzung für Nebenrollen mit etwas längerem Text

Setting:
Das Dellecher Classical Conservatory – eine Kunstakademie, welche für ihre exzentrischen und unkonventionellen Methoden regelrecht berüchtigt ist.
Hier ist alles erlaubt, alles wird entschuldigt, solange es der Kunst dient.

Handlung:
Eine eingeschworene Gemeinschaft von sieben Studenten; sieben Studenten, die durch ihre Liebe zum Theater und zu Shakespeare verbunden sind; sieben Freunde, welche in Shakespeares Dramen die selben Rollen wie in ihren Leben spielen.
Doch eines Tages werden diese Rollen vertauscht, das Gleichgewicht der Freundschaft dadurch gestört und das Drama nimmt seinen Lauf. Dieses Drama wird 10 Jahre danach von Oliver erzählt, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde.
(Persönliche Inhaltsangabe)

♛♛♛

Dieser Roman ist eine wahre Hommage an Shakespeare, seine Werke und an das Theater und seine Schauspieler, wobei die verschiedensten Shakespeare-Zitate (vornehmlich aus „Macbeth“ und „Cäsar“) in die Dialoge und die Handlung eingearbeitet werden.
Wie für die sieben Hauptprotagonisten ist also auch für den Leser Shakespeare allgegenwärtig.

„Es gab uns sieben, die Bäume, den Himmel, den See, den Mond – und natürlich Shakespeare. Er lebte bei uns wie ein achter Mitbewohner, ein älterer weiser Freund, unsichtbar, doch in Gedanken stets anwesend, als habe er gerade erst den Raum verlassen.“ (S 169)

Und somit taucht man ein in die Welt der Theaterstudenten – ein Leben voller Partys, Drogen und Alkohol und schließlich erlebt man mit den sieben Studenten ihr selbst produziertes Drama, welches in einer Tragödie endet.
Neid, Rachsucht, Liebe, Tod – alles nur hervorgerufen durch eine kleine Änderung in der Besetzung.

Die Einteilung des Buches gliedert sich nicht in Kapiteln, sondern passend zur Thematik in Akte und Szenen. Dies gibt der Story die richtige Atmosphäre.

Der Schreibstil ist poetische und sprachgewaltig wie so manches Shakespearewerk selbst, ohne aber gestelzt oder übertrieben zu wirken.

„Wir waren ständig von Büchern, Worten und Gedichten umgeben, all den wilden Leidenschaften dieser Welt, gebunden in Leder und Pergament…“  (S. 13)

Das Besondere an diesem Roman ist aber auch, wie die Autorin die Gefühle der Protagonisten wieder- bzw. weitergibt. Diese können so manche Empfindungen nicht mit eigenen Worten beschreiben, da diese oft zu überwältigend oder zu kompliziert sind. Aus diesem Grund benutzen sie dann Shakespeare-Zitate, denn…

„Die Sache bei Shakespeare ist seine unbeschreibliche Wortgewalt […] Er spricht das Unaussprechliche aus. Er kleidet Trauer und Triumph, Hingerissenheit und Raserei in Worte und macht sie zu etwas, das wir verstehen können. Er verwandelt das ganze Mysterium der Menschheit in etwas Greifbares“ (S. 322)

Die Spannung ist anfangs nur subtil spürbar. Wie das langsame Anwachsen des Dramas schraubt sie sich erst nur behutsam in die Höhe, bis sie jedoch kaum mehr auszuhalten ist und in einer überraschenden Auflösung endet.

Am Ende des Romans erhält man von der Autorin noch Infos bezüglich Entstehung dieses Romans, wie z.B. welche Bücher sie dafür gewälzt hat.
Die Übersetzung der Shakespeare-Zitate in der deutschen Ausgabe erfolgten durch die im dtv-Verlag erschienen Shakespeare-Werke, welche von Frank Günther übersetzt wurden. Einer meiner absolut liebsten Shakespeare-Übersetzer.

Auch die Aufmachung des Buches  konnte mich begeistern. Erstens durch das wunderschöne und treffende Cover, aber auch aufgrund der guten Qualität.

Fazit:
Mich als Shakespeare-Fan konnte dieser Roman absolut begeistern und zählt definitiv bereits zu meinen Lese-Highlights 2018.
Obwohl hier Shakespeare allgegenwärtig ist und mit seinen Zitaten nur so herumgeschmissen wird, ist er nicht nur für Shakespeare-Liebhaber geeignet. Man muss sich nur auf diese ganz besondere Atmosphäre einlassen können, denn atmosphärisch ist dieser Roman allemal.
Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung für diesen Roman – einen Roman, der mir wieder Lust auf Shakespeare machte.

© Pink Anemone

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Rezension zu "Das verborgene Spiel" von M. L. Rio

Shakespeare/Macbeth: Die Bosheit wird durch Tat erst ganz gestaltet
bookgirlvor 10 Monaten

Inhalt
Sieben Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, studieren am Dellecher College Schauspiel. Die Charaktere, die sie auf der Bühne verkörpern, leben sie auch privat aus. Und ganz besonders der charismatische Richard avanciert zum Star, der allerdings auch tyrannische Züge erkennen lässt. Als eines Tages einer der Freunde tot im Collegesee aufgefunden wird, stehen die anderen vor der Frage, ob sie der Wahrheit ins Gesicht sehen wollen oder nicht doch das tun was sie am besten können – dagegen anspielen

Meine Meinung
"Das verborgene Spiel" ist eine Mischung aus "Die geheime Geschichte" von Donna Tartt und "Der Club der toten Dichter" und zwar eine überaus gelungene. M. L. Rio legt mit ihrem Debüt eine Geschichte vor, die spannend und unterhaltsam ist und mit einigen überraschenden Wendungen aufwartet. Einmal angefangen zu lesen, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Auch, weil sie sehr geschickt Cliffhanger einbaut, die den Leser noch mehr an die Handlung fesseln.

Auch die Charakterzeichnung hat mir sehr gut gefallen. Jeder der sieben Freunde ist mit seinen Eigenheiten perfekt herausgearbeitet. Sei es der gut aussehende Tyrann Richard, der ewige Nebendarsteller Oliver Marks oder auch die wunderschöne Meredith, die den Männern in ihrem Umfeld den Kopf verdreht, aber auch nicht immer ein sauberes Spiel spielt.

Erzählt wird der Roman aus Sicht von Oliver, der uns durch die Handlung führt und nach und nach Antworten auf die Frage gibt, wessen Leiche gefunden wurde und wie die einzelnen Figuren nach dem Fund reagierten. Ähnlich wie bei "Die geheime Geschichte" war für mich dieser Teil der interessanteste und wie auch bei Donna Tartt konnte mich am meisten begeistern, zu sehen wie unterschiedlich Menschen mit einer solchen Situation umgehen. Welche Rolle die Psyche spielt. Wie kalt und unbeteiligt Menschen sein können oder auch, wie interessant es ist, das wahre Gesicht eines Freundes erkennen zu müssen.

Als mysteriös würde ich das Ende bezeichnen, das einerseits zwar Fragen beantwortet, aber leider auch wieder welche aufwirft. Ich mag es eigentlich, wenn ein Roman alles aufklärt, aber in diesem Fall ist dies zu vernachlässigen, da es ein Stück weit auch zu der Geschichte passt.

Fazit
"Das verborgene Spiel" ist ein großartiges Debüt. Spannend, fesselnd und unterhaltsam – absolute Leseempfehlung!

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Gespräche aus der Community

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PenguinVerlags avatar

Für alle Fans von Donna Tartts „Die geheime Geschichte“ und „Der Club der toten Dichter“

Sieben Freunde, rücksichtsloser Ehrgeiz, ein geheimnisvoller Todesfall und Shakespeares Tragödien …


Verborgen in den riesigen Wäldern von Illinois liegt Dellecher Classical Conservatory; ein für seine exzentrischen Methoden und Lehrer berühmt-berüchtigtes Elitecollege mit verschnörkelten Türmen, Erkern und einem eigenen See. An diesem verwunschenen Ort lässt die junge amerikanische Autorin M.L. Rio ihren ersten Roman spielen, in dem sich alles um eine Gruppe junger Schauspielstudenten und ihre Leidenschaft für Shakespeare dreht.

Zum Inhalt

Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

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Zur Autorin

M. L. Rio hat zwei große Leidenschaften: Schriftstellerei und Theater. Sie schnupperte über zehn Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Theaterluft und hat am Londoner King's College einen Master in Shakespeare Studies erworben. „Das verborgene Spiel“ ist ihr Debüt.


Wir vom Penguin Verlag verlosen 15 Exemplare von "Das verborgene Spiel" unter allen, die diesen spannenden Roman über Geheimnisse, Shakespeare, Leidenschaft, Talent, Liebe und Tod lesen möchten. Fühlt ihr euch angesprochen? Dann bewerbt euch und schickt uns eure Antwort auf diese Frage:

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Viel Glück! Karin vom Penguin-Team

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