M. L. Rio Das verborgene Spiel

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Inhaltsangabe zu „Das verborgene Spiel“ von M. L. Rio

Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall. Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

Ein Buch, das menschliche Abgründe aufzeigt und die Erwartungen des Lesers immer wieder in die Irre führt. Grandios!

— Isabella_

Modernes Drama, bei dem die Grenze zwischen Schauspiel und Realität verschwimmt. Mir enthielt der Roman zu viele Shakespeare-Zitate.

— schnaeppchenjaegerin

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  • Leserunde zu "Das verborgene Spiel" von M. L. Rio

    Das verborgene Spiel

    PenguinVerlag

    Für alle Fans von Donna Tartts „Die geheime Geschichte“ und „Der Club der toten Dichter“ Sieben Freunde, rücksichtsloser Ehrgeiz, ein geheimnisvoller Todesfall und Shakespeares Tragödien … Verborgen in den riesigen Wäldern von Illinois liegt Dellecher Classical Conservatory; ein für seine exzentrischen Methoden und Lehrer berühmt-berüchtigtes Elitecollege mit verschnörkelten Türmen, Erkern und einem eigenen See. An diesem verwunschenen Ort lässt die junge amerikanische Autorin M.L. Rio ihren ersten Roman spielen, in dem sich alles um eine Gruppe junger Schauspielstudenten und ihre Leidenschaft für Shakespeare dreht. Zum Inhalt Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen? Lust auf eine Leseprobe? Zur Autorin M. L. Rio hat zwei große Leidenschaften: Schriftstellerei und Theater. Sie schnupperte über zehn Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Theaterluft und hat am Londoner King's College einen Master in Shakespeare Studies erworben. „Das verborgene Spiel“ ist ihr Debüt.Wir vom Penguin Verlag verlosen 15 Exemplare von "Das verborgene Spiel" unter allen, die diesen spannenden Roman über Geheimnisse, Shakespeare, Leidenschaft, Talent, Liebe und Tod lesen möchten. Fühlt ihr euch angesprochen? Dann bewerbt euch und schickt uns eure Antwort auf diese Frage:Welche Romane oder Filme, die an einem College spielen, haben euch besonders gefallen?Viel Glück! Karin vom Penguin-Team* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung die lovelybooks-Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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  • Ein grandioses, sprachgewaltiges Debüt

    Das verborgene Spiel

    Isabella_

    11. October 2017 um 10:38

    Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was ich für Das verborgene Spiel empfinde, aber zwei Dinge kann ich ganz klar sagen: Es ist ein Buch, über das nicht ansatzweise genug geredet wird. Und es ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss.Ich habe in der Inhaltsangabe nicht übertrieben, als ich schrieb, dass Shakespeare omnipräsent in dem Leben von Oliver und seinen Freunden ist. Sie zitieren Shakespeare in jeder Lebenslage, können immer die richtige Zeile anbieten; sie führen ausschließlich Shakespeare auf, und die Aufführungen beschreibt Rio mit einer Detailtreue, dass man teilweise seitenlang (ggf. leicht abgewandelte) Shakespeare-Dialoge liest. Darauf muss man sich einstellen. Wenn das nichts für euch ist, werdet ihr mit dem Buch vermutlich weniger Spaß haben.Ihr braucht allerdings nicht Shakespeare zu kennen – vor Das verborgene Spiel war ich lediglich mit Romeo und Julia und ein paar Sonetten vertraut, habe höchstens mal etwas während dem Lesen gegoogelt, um die Charakterrollen aus anderen Stücken besser verstehen zu können. Die Autorin flicht all das aber so gut ein, dass man mit den Charakteren auf der Bühne steht – und dazu braucht man nicht einmal den Text zu kennen.Letztendlich ist es ein Buch, dessen Charaktere von Shakespeares Stücken leben, und als Leser begegnet man derselben Sogströmung – von der ersten Seite an, denn statt in Teile und Kapitel ist das Buch in Akte und Szenen eingeteilt. Grandios!Auch die Darstellung von Olivers Freundeskreis hat mir unglaublich gut gefallen. Richard, Alexander, James, Meredith, Wren, Filippa – jeder spielt eine andere Rolle, sowohl im Theater als auch außerhalb. Es benötigte nur wenige Szenen, bis ich sie auseinanderhalten konnte, was bei mir etwas heißt … M. L. Rio gelingt es mühelos, jedem der Charaktere distinktive Eigenschaften zu verpassen, vor allem aber auch Dynamiken unter den Charakteren zu entwickeln. Obwohl die Geschichte ausschließlich aus Olivers Perspektive in der ersten Person berichtet wird, hatte ich das Gefühl, neben seiner Geschichte Bruchstücke von sechs weiteren zu erfahren.Mein Highlight unter seinen Freunden ist ganz klar James – ein höchstintelligenter Charakter, der beste Schauspieler in der Gruppe, der sich gerade in den Rollen, die er dadurch erhält, eingeengt fühlt. Er ist Olivers Mitbewohner, sein bester Freund, vielleicht mehr? Rio schuf eine solche Spannung zwischen ihnen, dass ich förmlich an den Seiten klebte. Noch nie ist mir eine derartig undefinierte Beziehung begegnet, die mich so sehr packen konnte. Ich liebe es, wenn mir als Leserin die Antworten nicht auf dem Silbertablett präsentiert werden. Und auch hier schuf die Autorin einen Interpretationsfreiraum zwischen Andeutungen und Möglichkeiten, den ich liebte.Das verborgene Spiel ist letztendlich eine Geschichte von menschlichen Abgründen. (Wenn ihr den offiziellen Klappentext lest, verrät der auch etwas mehr – ich habe ihn erst hinterher gelesen und war froh darüber. Eure Entscheidung!) Von subtilen Nuancen zwischen den Charakteren bis hin zu gravierenden Entscheidungen, die die Charaktere treffen oder vor die sie gestellt werden, ist alles mit dabei. Die Andeutungen, die von Anfang des Buches vermittelt werden, werden schnell zu einer düsteren Realität, als man Zeuge davon wird, wie Oliver und seine Freunde immer tiefer in die Katastrophe rutschen.Rio schaffte es ebenfalls, mich wieder und wieder zu überraschen, die Geschichte sich in Richtungen entwickeln zu lassen, die ich nicht erwartete, rückblickend aber auf fast schon ein Ultimatum hinarbeiteten. Als ich mit dem Lesen des Buches begann, wusste ich nur, dass es außerhalb meiner Komfortzone lag, und war deshalb zögerlich, fast schon skeptisch – stattdessen entwickelte Das verborgene Spiel eine Sogwirkung, die es mir unmöglich machte, Olivers Geschichte loszulassen.Nach derartig hohen Einsätzen hatte ich nicht die geringste Ahnung, wie Rio das Buch beenden würde – aber auch hier packte sie meine Erwartungen und stellte sie vollkommen auf den Kopf. Ohne etwas zu verraten: Das Ende überwältigte mich dermaßen, dass ich die letzten Sätze mehrmals las, die Anspielung googelte, begeistert den Kopf schüttelte, ein paar Tränen verdrückte und es noch einmal las.Dann setzte ich mich an meinen Laptop und bestellte mir mehrere Werke Shakespeares. Wenn ich das nächste Mal in Olivers Welt zurückkehre, will ich gut vorbereitet sein.

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  • Modernes Drama, bei dem die Grenze zwischen Schauspiel und Realität verschwimmt

    Das verborgene Spiel

    schnaeppchenjaegerin

    02. October 2017 um 18:31

    Sieben befreundete Studenten sind im vierten und letzten Jahr am elitären Dellecher Collage, wo sie sich intensiv mit den Stücken von William Shakespeare auseinandersetzen. Die Faszination für den Dramatiker geht sogar soweit, dass die Studenten in ihre ganz alltäglichen Unterhaltungen Zitate aus den Stücken von Shakespeare einfließen lassen. Der Roman ist passend zum Plot formal wie ein Theaterstück aufgebaut. Er besteht aus fünf Akten, die in Szenen unterteilt sind und an denen jeweils ein Prolog vorangestellt ist. Der Prolog spielt in der Gegenwart als einer der ehemaligen Studenten, Oliver Marks, nach zehnjähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen wird. Jetzt ist es für ihn an der Zeit dem Polizisten, der inzwischen pensioniert ist und schon damals dem nicht an seine Schuld geglaubt hat, zu erzählen, was vor zehn Jahren wirklich passiert ist. "Das verborgene Spiel" erzählt von einem Mikrokosmos an einer Elite-Kunsthochschule, wo ganz unterschiedliche, angehende Schauspieler aufeinander treffen, die alle eins teilen: die Leidenschaft für das Theater. Wie in einem klassischen Theaterstück gibt es in der 7-köpfigen Clique einen tapferen Held, einen unsympathischen Bösewicht, eine verführerische, verruchte Schönheit, ein naives Mädchen und Nebencharaktere. Trotz ihrer Konkurrenz bei der Verteilung der Rollen, sind sie Freunde. Doch hinzukommen Ehrgeiz, Suche nach Anerkennung, Drogen, Eifersucht und eine sexuelle Anziehungskraft untereinander - alles Faktoren, die in ein Drama münden, an deren Ende ein Mensch tödlich verletzt in einem See aufgefunden wird. Der Roman ist aufgrund der etwas anstrengenden Dialoge nicht ganz einfach zu lesen. Für das Verständnis des Romans ist es zudem wichtig, dass man sich mit dem Werk Shakespeares auskennt oder zumindest seine Dramen "Julius Cäsar", "König Lear" und "Macbeth" gelesen hat, da durchweg aus diesen Werken zitiert wird. Für mich hat dies den Lesefluss gestört und hätte stattdessen mehr über die einzelnen Persönlichkeiten der Protagonisten erfahren wollen und wie sie zueinander stehen, um zu begreifen, warum sie genauso handeln. Der Roman ist raffiniert geschrieben, ein modernes Drama, das die Bühne in die Realität überträgt, so dass die Grenze zwischen Schauspielerei und Wirklichkeit verschwimmt. Es geht um Schuld und die Angst vor der Wahrheit, die den sechs Überlebenden zwar bewusst ist, aber erst nach zehn Jahren ans Licht kommt. Die hinter "Das verborgene Spiel" hatte mich neugierig auf den Roman gemacht, die Umsetzung konnte mich aber aufgrund der Dominanz der Shakespeare Zitate, der ausschweifenden, dramatischen Dialoge, die zu Lasten des Hintergrunds der eigentlich spannenden Charaktere, nicht ganz überzeugen. 

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