Das verborgene Spiel

von M. L. Rio 
4,3 Sterne bei21 Bewertungen
Das verborgene Spiel
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Positiv (16):
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Eine wahre Hommage an Shakespeare und seine Werke. Ein sprachgewaltiger Roman, in dem Shakespeare allgegenwärtig ist.

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Langatmig

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Inhaltsangabe zu "Das verborgene Spiel"

Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall.
Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328100539
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:11.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Erdhaftigs avatar
    Erdhaftigvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Langatmig
    Das verborgene Spiel

    Ein Roman der passend zu Shakespeares Dramen wie ein Theaterstück aufgebaut ist: Fünf in Szenen unterteilte Akte denen jeweils ein Prolog voran gestellt ist. Der Prolog führt den Dialog eines gerade entlassenen ehemaligen Studenten und des Polizisten, dem damals die Aufklärung des Mordes oblag, an. Denn der Kommissar glaubt nicht an die Schuld dieses Täters.
    Die Akte selbst handeln von der Geschichte dahinter: sieben Studenten, die sich vorrangig mit Shakespeare beschäftigen, miteinander befreundet sind und auch untereinander konkurrieren. In ihre normalen Unterhaltungen fließen ständig Zitate aus Dramen des englischen Autors ein.

    Wer „König Lear“, „Macbeth“ oder „Julius Cäsar“ gut im Kopf hat, wird sehr wahrscheinlich eher ein Vergnügen beim Lesen empfinden. Bei mir sind alle drei Stücke schon ein wenig verrostet  und mir gingen die ständigen Zitate in den Dialogen gewaltig auf die Nerven. Dabei ist der Krimi durchaus spannend. Gerät jedoch gerade durch die shakespeareschen Erweiterungen gehörig weitschweifig. Ein wenig Straffung hier und da hätte der Geschichte gut getan. Mir fehlte ein ungestörter Lesefluss mit wenigen Zitaten und mehr Beschreibungen der einzelnen Akteure, um zu verstehen, wer wie warum handelt.

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    Ambermoonvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wahre Hommage an Shakespeare und seine Werke. Ein sprachgewaltiger Roman, in dem Shakespeare allgegenwärtig ist.
    Per aspera ad astra - Durch die Dornen zu den Sternen

    Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall.

    Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?…(Klappentext)

    ♛♛♛

    Personen:
    Richard – sein Name ist im wahrsten Sinne Programm; er ist aufbrausend, wirkt einschüchternd und ist der typische Gewinnertyp. Spielt in den Stücken immer einen König, Kriegsherr oder Tyrannen.

    Meredith – die geborene Verführerin, im Leben wie auch auf der Bühne. Freundin von Richard

    Wren – ein unscheinbares und ruhiges Mädchen; Besetzung für das Mädchen von nebenan oder ein Naivchen. Die Cousine von Richard

    James – der beste, attraktivste und auch fleißigste Student; aufgrund seiner Offenheit allseits beliebt. Auf der Bühne verkörpert er immer den Guten. Zimmergenosse und bester Freund von Oliver

    Alexander – dieser hat es faustdick hinter den Ohren und ist keineswegs auf den Mund gefallen; er ist die ideale Besetzung für Schurken, Narren und teuflisch böse Charaktere

    Filippa – von den anderen nur Pip genannt; burschikos, ruhiger Pol und wandelbar, daher besetzt sie oft auch Männerrollen

    Oliver – der Erzähler dieser Geschichte; hält sich selbst für nichts besonderes und schiebt es auf sein Glück es bis in das 4. Semester geschafft zu haben; hält sich lieber im Hintergrund und ist daher immer die Besetzung für Nebenrollen mit etwas längerem Text

    Setting:
    Das Dellecher Classical Conservatory – eine Kunstakademie, welche für ihre exzentrischen und unkonventionellen Methoden regelrecht berüchtigt ist.
    Hier ist alles erlaubt, alles wird entschuldigt, solange es der Kunst dient.

    Handlung:
    Eine eingeschworene Gemeinschaft von sieben Studenten; sieben Studenten, die durch ihre Liebe zum Theater und zu Shakespeare verbunden sind; sieben Freunde, welche in Shakespeares Dramen die selben Rollen wie in ihren Leben spielen.
    Doch eines Tages werden diese Rollen vertauscht, das Gleichgewicht der Freundschaft dadurch gestört und das Drama nimmt seinen Lauf. Dieses Drama wird 10 Jahre danach von Oliver erzählt, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde.
    (Persönliche Inhaltsangabe)

    ♛♛♛

    Dieser Roman ist eine wahre Hommage an Shakespeare, seine Werke und an das Theater und seine Schauspieler, wobei die verschiedensten Shakespeare-Zitate (vornehmlich aus „Macbeth“ und „Cäsar“) in die Dialoge und die Handlung eingearbeitet werden.
    Wie für die sieben Hauptprotagonisten ist also auch für den Leser Shakespeare allgegenwärtig.

    „Es gab uns sieben, die Bäume, den Himmel, den See, den Mond – und natürlich Shakespeare. Er lebte bei uns wie ein achter Mitbewohner, ein älterer weiser Freund, unsichtbar, doch in Gedanken stets anwesend, als habe er gerade erst den Raum verlassen.“ (S 169)

    Und somit taucht man ein in die Welt der Theaterstudenten – ein Leben voller Partys, Drogen und Alkohol und schließlich erlebt man mit den sieben Studenten ihr selbst produziertes Drama, welches in einer Tragödie endet.
    Neid, Rachsucht, Liebe, Tod – alles nur hervorgerufen durch eine kleine Änderung in der Besetzung.

    Die Einteilung des Buches gliedert sich nicht in Kapiteln, sondern passend zur Thematik in Akte und Szenen. Dies gibt der Story die richtige Atmosphäre.

    Der Schreibstil ist poetische und sprachgewaltig wie so manches Shakespearewerk selbst, ohne aber gestelzt oder übertrieben zu wirken.

    „Wir waren ständig von Büchern, Worten und Gedichten umgeben, all den wilden Leidenschaften dieser Welt, gebunden in Leder und Pergament…“  (S. 13)

    Das Besondere an diesem Roman ist aber auch, wie die Autorin die Gefühle der Protagonisten wieder- bzw. weitergibt. Diese können so manche Empfindungen nicht mit eigenen Worten beschreiben, da diese oft zu überwältigend oder zu kompliziert sind. Aus diesem Grund benutzen sie dann Shakespeare-Zitate, denn…

    „Die Sache bei Shakespeare ist seine unbeschreibliche Wortgewalt […] Er spricht das Unaussprechliche aus. Er kleidet Trauer und Triumph, Hingerissenheit und Raserei in Worte und macht sie zu etwas, das wir verstehen können. Er verwandelt das ganze Mysterium der Menschheit in etwas Greifbares“ (S. 322)

    Die Spannung ist anfangs nur subtil spürbar. Wie das langsame Anwachsen des Dramas schraubt sie sich erst nur behutsam in die Höhe, bis sie jedoch kaum mehr auszuhalten ist und in einer überraschenden Auflösung endet.

    Am Ende des Romans erhält man von der Autorin noch Infos bezüglich Entstehung dieses Romans, wie z.B. welche Bücher sie dafür gewälzt hat.
    Die Übersetzung der Shakespeare-Zitate in der deutschen Ausgabe erfolgten durch die im dtv-Verlag erschienen Shakespeare-Werke, welche von Frank Günther übersetzt wurden. Einer meiner absolut liebsten Shakespeare-Übersetzer.

    Auch die Aufmachung des Buches  konnte mich begeistern. Erstens durch das wunderschöne und treffende Cover, aber auch aufgrund der guten Qualität.

    Fazit:
    Mich als Shakespeare-Fan konnte dieser Roman absolut begeistern und zählt definitiv bereits zu meinen Lese-Highlights 2018.
    Obwohl hier Shakespeare allgegenwärtig ist und mit seinen Zitaten nur so herumgeschmissen wird, ist er nicht nur für Shakespeare-Liebhaber geeignet. Man muss sich nur auf diese ganz besondere Atmosphäre einlassen können, denn atmosphärisch ist dieser Roman allemal.
    Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung für diesen Roman – einen Roman, der mir wieder Lust auf Shakespeare machte.

    © Pink Anemone

    Kommentare: 1
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    bookgirls avatar
    bookgirlvor 10 Monaten
    Shakespeare/Macbeth: Die Bosheit wird durch Tat erst ganz gestaltet

    Inhalt
    Sieben Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, studieren am Dellecher College Schauspiel. Die Charaktere, die sie auf der Bühne verkörpern, leben sie auch privat aus. Und ganz besonders der charismatische Richard avanciert zum Star, der allerdings auch tyrannische Züge erkennen lässt. Als eines Tages einer der Freunde tot im Collegesee aufgefunden wird, stehen die anderen vor der Frage, ob sie der Wahrheit ins Gesicht sehen wollen oder nicht doch das tun was sie am besten können – dagegen anspielen

    Meine Meinung
    "Das verborgene Spiel" ist eine Mischung aus "Die geheime Geschichte" von Donna Tartt und "Der Club der toten Dichter" und zwar eine überaus gelungene. M. L. Rio legt mit ihrem Debüt eine Geschichte vor, die spannend und unterhaltsam ist und mit einigen überraschenden Wendungen aufwartet. Einmal angefangen zu lesen, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Auch, weil sie sehr geschickt Cliffhanger einbaut, die den Leser noch mehr an die Handlung fesseln.

    Auch die Charakterzeichnung hat mir sehr gut gefallen. Jeder der sieben Freunde ist mit seinen Eigenheiten perfekt herausgearbeitet. Sei es der gut aussehende Tyrann Richard, der ewige Nebendarsteller Oliver Marks oder auch die wunderschöne Meredith, die den Männern in ihrem Umfeld den Kopf verdreht, aber auch nicht immer ein sauberes Spiel spielt.

    Erzählt wird der Roman aus Sicht von Oliver, der uns durch die Handlung führt und nach und nach Antworten auf die Frage gibt, wessen Leiche gefunden wurde und wie die einzelnen Figuren nach dem Fund reagierten. Ähnlich wie bei "Die geheime Geschichte" war für mich dieser Teil der interessanteste und wie auch bei Donna Tartt konnte mich am meisten begeistern, zu sehen wie unterschiedlich Menschen mit einer solchen Situation umgehen. Welche Rolle die Psyche spielt. Wie kalt und unbeteiligt Menschen sein können oder auch, wie interessant es ist, das wahre Gesicht eines Freundes erkennen zu müssen.

    Als mysteriös würde ich das Ende bezeichnen, das einerseits zwar Fragen beantwortet, aber leider auch wieder welche aufwirft. Ich mag es eigentlich, wenn ein Roman alles aufklärt, aber in diesem Fall ist dies zu vernachlässigen, da es ein Stück weit auch zu der Geschichte passt.

    Fazit
    "Das verborgene Spiel" ist ein großartiges Debüt. Spannend, fesselnd und unterhaltsam – absolute Leseempfehlung!

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    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Mit „Das verborgene Spiel“ ist M.L. Rio ein lesenswerter Debütroman gelungen.
    Sieben Freunde und ein mysteriöser Todesfall

    Dellecher College im US-Bundesstaat Illinois, Ende der 1990er-Jahre: Der junge Schauspieler Oliver Marks wird zwar immer nur mit Nebenrollen abgespeist, ist aber dennoch zufrieden. Er gehört einer Gruppe von insgesamt sieben Studenten seines Jahrgangs an, die die Liebe zu William Shakespeare eint und eine eingeschworene Gemeinschaft bildet. Doch eines Tages treibt einer von ihnen tot im See…

    Mit „Das verborgene Spiel“ ist M.L. Rio ein lesenswerter Debütroman gelungen.

    Meine Meinung:
    Der Roman ist wie ein Theaterstück in fünf Akte mit mehreren Szenen eingeteilt - ein Konzept, das mich angesprochen hat. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: in der Gegenwart, in der Oliver nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, und in den Jahren 1997/1998.
     
    Nicht nur der Aufbau, sondern auch der Schreibstil des Romans ist besonders, denn immer wieder sind Zitate aus Stücken von William Shakespeare eingeflochten. Diese kreative Idee brachte zwar vor allem anfangs den Leserfluss etwas ins Stocken. Mit der Zeit jedoch habe ich daran Gefallen gefunden.

    Ich habe auch einige Seiten gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen. Nach einem langsamen und wegen der Vielzahl der Personen etwas verwirrendem Start konnte mich die Handlung aber zunehmend fesseln. Der Autorin ist es gelungen, eine Geschichte voller Geheimnisse spannend zu erzählen, sodass ich bis zum Schluss gerätselt habe, was es mit dem Unglück genau auf sich hatte. Die Handlung konnte mich mehrfach überraschen, das Ende war stimmig.

    Die Charaktere sind ungewöhnlich, aber durchaus reizvoll. Sie sind interessant gezeichnet, was zur Spannung beigetragen hat.

    Der Titel weicht zwar stark vom Original ab, ist allerdings treffend gewählt. Ein weiterer Pluspunkt ist für mich das geschmackvolle Cover.

    Mein Fazit:
    „Das verborgene Spiel“ ist ein kreativer und vielschichtiger Spannungsroman, den ich vor allem Fans von Shakespeare ans Herz legen kann.

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    Limaries avatar
    Limarievor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Krimi, Shakespeare und Drama - eine perfekte Mischung und super spannend!
    Krimi, Shakespeare und Drama

    Im Rahmen einer Leserunde hier auf Lovelybooks durfte ich dieses tolle und spannende Buch von M. L. Rio lesen.
    Inhalt:
    "Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall.
    Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?"
    Meine Meinung:
    Ein tolles und spannendes Buch. Rückblickend wird die Geschichte der sieben Freunde erzählt. Es liegt ein Mord zurück, doch wie kam es dazu? Warum musste einer der Freunde für lange Zeit ins Gefängnis? Wie konnte sich die Sache so zuspitzen.
    Die Geschichte wird sehr toll erzählt, vor allem der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist verflochten mit Zitaten von Shakespeare, die die Studenten während ihrer Zeit auf dem College proben und aufführen und darin voll aufgehen.
    Fazit:
    Absolut lesenswert. Eine ganz tolle Geschichte und noch toller erzählt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der spannende Krimis und Literatur liebt!

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    Bella5s avatar
    Bella5vor 10 Monaten
    Genau das Richtige für lange Winterabende

    Ich bin ein großer Fan von Donna Tartts „Geheimer Geschichte“. Generell liebe ich Internats – und Universitätsromane, daher war für mich klar, dass ich den vorliegenden Roman einfach lesen muss.Drama meets Krimi: ein tolles setting, gut ausgearbeitet Figuren und ein spannender plot, all das wird dem Leser geboten. Vom eigentlichen Inhalt will ich gar nicht so viel verraten, um potentiellen Lesern nicht den Spass zu verderben…
    Worum es geht: „Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall. Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?“ Das „Grundgerüst“ findet man in vielen Filmen und Romanen, doch der Autorin M.L. Rio gelingt es, dem Ganzen eine eigene Note zu verleihen, da der gute alte William Shakespeare (oder doch Edward de Vere ?) eine zentrale Rolle spielt. Shakespeares Werk halte ich für zeitlos, die herrlichen Wortspiele verlieren auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung nicht ihren Reiz. Fazit: „Das Verborgene Spiel“ konnte mich wirklich überzeugen,  die Komposition der Geschichte ist sehr gut gemacht, Stil und Sprache passen zum Erzählten. Natürlich muss man sich für Shakespeare begeistern können. Doch dann steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Wege. Dieser tolle Schmöker ist genau das Richtige für lange Winterabende! 

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    MotteEnnas avatar
    MotteEnnavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine faszinierende Kombination von den Genre Krimi und Drama. Eine moderne Art dem Leser Texte von Shakespear nahe zu bringen.
    Sein oder nicht sein

    Für Oliver Marks, ehemaliger Schauspielstudent an dem renommierten Dellecher College, steht seine Entlassung aus dem Gefängnis, indem er eine zehnjährige Haft wegen Todschlags an einem Mitstudenten abgesessen hat, vor der Tür. Kurz bevor es soweit ist bekommt er noch einmal Besuch von dem Detective, der ihn verhaftet hat. Dieser kommt mit einer ganz speziellen Bitte zu Oliver. Er möchte nun nach 10 Jahren von Oliver die Wahrheit über die Hintergründe des Vorfalls im Winter 2007 erfahren. Oliver befindet sich mit sechs anderen Studenten im vierten und letzten Jahr ihrer Schauspielausbildung an dem angesehenen Dellecher College, das sich ausschließlich mit den Werken von William Shakespeare befasst. Dies beeinflusst ihr gesamtes gemeinsames Leben und verbindet sie auf eine ganz eigenen Weise. Sie unterhalten sich teilweise mit Zitaten aus verschiedenen Werken und ihre Persönlichkeiten werden durch ihre Rollen immer wieder beeinflusst. So ergeht es auch Oliver. In der Regel bekommt er immer die Nebenrollen zugeteilt und auch in ihrer sozialen Gruppe spielt er eher eine Randfigur. Bei allen beliebt, aber nicht herausragend durch irgendeine Eigenschaft. Ihn zeichnet einzig allein aus, dass er ohne Zögern alles für seine Freunde tun würde ohne eine Gegenleistung zu erwarten.  Im vierten Jahr beschließen ihre Lehrer die Rollen im aktuellen Stück mal ganz neu zu besetzen und mischen das Ensemble-Karussell gewaltig durcheinander. Dadurch gerät allerdings auch das soziale Gefüge der Gruppe total durcheinander und endet schließlich mit dem Tod eines Studenten. Die verbleibenden sechs Freunde beschließen zusammen die Angelegenheit als einen Unfall darzustellen. Die Last dieses Geheimnisses setzt ihnen allen noch weiter zu und die Gruppe droht auseinander zu brechen.

    Fazit

    Mal ein ganz anderes Buch. Ich habe schon verschiedene Bücher gelesen, die Shakespeares Werke als Thema hatten und auch, dass ein Mord damit verbunden war, aber M.L.Rio hebt sich deutlich von diesen Büchern ab. Das Buch selbst ist wie ein Theaterstück in mehreren Akten aufgebaut und hin und wieder werden die Dialoge der Protagonisten wie in einem Theaterstück dargestellt. Dadurch taucht man als Leser noch mehr in diese Welt der Schauspielstudenten ein. Alles dreht sich nur um dieses eine Thema. Ebenfalls hat es mich beeindruckt, wie sie Shakespeare-Zitate zu Dialogen zusammengefügt hat, die unglaublich gut in den jeweiligen Kontext gepasst haben.

    Eine wirkliche Leseempfehlung für jeden, der einen ganz neuen Blick auf die klassischen Werke von Shakespeare werfen möchte oder sich das erste Mal mit ihnen beschäftigen möchte, aber vor den Originaltexten ein wenig Angst hat. M.L.Rio führt den Leser gekonnt in diese Welt ein und nimmt einen mit auf eine unglaubliche Reise.

     

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    Marakkarams avatar
    Marakkaramvor einem Jahr
    Donna Tartt meeets Shakespeare

    Schweigen senkte sich herab, und ich hatte plötzlich die unsinnige Vorstellung, dass wir und unsere gesamte Umgebung aus Glas bestanden. Ich wagte nicht zu atmen, weil sonst etwas hätte zerbrechen können.

    Zum Tag seiner Haftentlassung hat Oliver, dem damals mit dem Fall betrauten Inspektor versprochen, ihm die Wahrheit, die ganze Geschichte zu erzählen.
    Und so lässt er seine Jahre an der Theaterschulde noch einmal Revue passieren. Eine eingeschworene Clique waren sie damals; Richard, James, Alexander, Meredith, Filippa, Wren und er ~ die besten Freunde.
    Sie haben zusammen die legendärsten Shakespeare-Stücke auf die Bühne gebracht, ob geprobt oder improvisiert und keine Party danach ausgelassen.

    Wann hat das Ganze angefangen Risse zu bekommen....?

    ~ * ~ * ~

    Schon etwas  speziell, aber dadurch umso großartiger.

    Die Autorin lässt den Leser teilhaben und eintauchen in die Theaterwelt. Ihre Protagonisten werfen oftmals mit Shakespeare-Zitaten nur so um sich und auch in den Szenen von Macbeth kann man sich verlieren. Was für eine großartige Inszenierung.

    Aber keine Angst, man muss als Leser weder mit Shakespeare-Zitaten vertraut, noch in seinen Werken groß bewandert sein, um an diesem raffinierten Roman seine Freude zu haben. Man sollte sich aber darauf einlassen mögen.

    Ansonsten ist der Schreibstil eher unaufgeregt und dennoch schraubt sich die Spannung in der letzten Hälfte so in die Höhe, dass man es nicht mehr aus der Hand legen mag und sich selbst in den wildesten Vermutungen verstrickt.

    Fazit: Tolle Charakterzeichnungen, spannender Plot und eine interessante Inszenierung des Ganzen, machen diesen Roman zu einem absoluten Lesegenuss.

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    StSchWHVs avatar
    StSchWHVvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein unerwartet spannender Shakespeare-College-Lovestory-Murder Mystery-Mash-up. Nein, wirklich! Das Cover einfach ignorieren und los!
    M.L.Rio - Das verborgene Spiel

    "If we were villains" - so der englische Titel! Und der macht schon viel mehr her.

    Die Spirale rund um die winzige Gruppe an Schauspielstudenten des Dellecher College dreht sich immer tiefer hinein in Abgründe, Eifersucht, Verdächtigungen und eben das Schauspiel. Es wird immer schwerer zu unterscheiden, wer hier wann spielt und wann es derjenige vielleicht doch toternst meint.

    Die vielen, vielen Shakespeare Zitate weben sich in die Erzählungen und die Dialoge. Selten so viel Spaß mit dieser Art Literatur gehabt. Noch spannender sind die Theaterstücke, in denen die Studenten spielen. Eine halb-improvisierte Veranstaltung nach der anderen, bei der jeder nur seinen Text kennt, aber nie weiß, wer wen spielt. Ein  Feuerwerk!

    Wer danach keine Lust hat doch noch mal Shakespeare zur Hand zu nehmen, hat nicht aufgepasst.

    Einzig eines gibt es zu bemängeln... okay, zwei Sachen: Das Cover und der Titel sind verglichen mit dem Original ein gewaltiger Fehler. Im deutschen erscheint das Buch wie ein winterlicher Frauenroman und das ist er nicht. Die Autorin merkt auch in ihrem Nachwort an, das die Sprache der Studenten fast schon eine Geheimsparache voller Shakespeare Zitate ist. Das kommt nicht so recht raus, im Deutschen.

    Daher empfehle ich, die englische Version zur Hand zu nehmen.

    Enter the players. There were seven of us then, seven bright young things with wide precious futures ahead of us, though we saw no farther than the books in front of our faces. ...

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    CanYouSeeMes avatar
    CanYouSeeMevor einem Jahr
    Das verborgene Spiel

    Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?
    ‚Das verborgene Spiel‘ ist das Debüt der Autorin M. L. Rio. Der Klappentext verspricht ein Roman mit einer Portion Shakespeare und diese kam definitiv nicht zu kurz. Oft reden die sieben Studierenden des vierten Jahrgangs in Zitaten miteinander. An diese Einarbeitung der Shakespeare-Werke musste ich mich zu Beginn gewöhnen, sie Lesen sich durch ihren Stil ein wenig schwieriger.  Der Schreibstil an sich liest sich für mich jedoch sehr angenehm, er ist durchaus ein wenig anspruchsvoll, harmoniert jedoch sehr gut mit den Zitaten.Die Handlung ist in mehrere Akte eingeteilt, die Kapitel sind Szenen. Insgesamt wirkt die Handlung dadurch selbst wie ein Schauspiel. Jeder Akt beginnt mit einem Prolog, der in der Gegenwart spiet, die Szenen spielen in der Vergangenheit und zeichnen die Vorgänge im vierten Jahr wieder. Ich fand es überaus spannend, langsam mitzuerleben, wie es zum endgültigen Punkt kam, in welchem die Prologe spielen. Die Handlung war durchgängig spannend, hat immer wieder Fragen aufgeworfen, die mich am Ball gehalten und sehr zügig weiterlesen haben lassen. Die schlussendlichen Entwicklungen haben mich sehr überrascht, insgesamt ist das Ende jedoch passig zur restlichen Story.Hauptcharakter Oliver ist ein sehr vielschichtiger Protagonist, den ich jedoch bis zum Ende nicht 100%ig einschätzen konnte – genau wie alle anderen Charaktere auch. Trotz der ausführlichen Beschreibungen haftet jedem Charakter eine unnahbare und undurchdringliche Aura an, die es mir schwer gemacht hat, wirklich in die Gedankengänge der Einzelnen einzutauchen um diese zu verstehen.Insgesamt hat mir ‚Das verborgene Spiel‘ sehr gut gefallen, die Vorgänge waren für mich wenig vorhersehbar, ich wurde immer wieder aufs Neue überrascht und nach Beendigung des Buches hinterlässt es einen interessantes Nachgeschmack.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Für alle Fans von Donna Tartts „Die geheime Geschichte“ und „Der Club der toten Dichter“

    Sieben Freunde, rücksichtsloser Ehrgeiz, ein geheimnisvoller Todesfall und Shakespeares Tragödien …


    Verborgen in den riesigen Wäldern von Illinois liegt Dellecher Classical Conservatory; ein für seine exzentrischen Methoden und Lehrer berühmt-berüchtigtes Elitecollege mit verschnörkelten Türmen, Erkern und einem eigenen See. An diesem verwunschenen Ort lässt die junge amerikanische Autorin M.L. Rio ihren ersten Roman spielen, in dem sich alles um eine Gruppe junger Schauspielstudenten und ihre Leidenschaft für Shakespeare dreht.

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    Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

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    Zur Autorin

    M. L. Rio hat zwei große Leidenschaften: Schriftstellerei und Theater. Sie schnupperte über zehn Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Theaterluft und hat am Londoner King's College einen Master in Shakespeare Studies erworben. „Das verborgene Spiel“ ist ihr Debüt.


    Wir vom Penguin Verlag verlosen 15 Exemplare von "Das verborgene Spiel" unter allen, die diesen spannenden Roman über Geheimnisse, Shakespeare, Leidenschaft, Talent, Liebe und Tod lesen möchten. Fühlt ihr euch angesprochen? Dann bewerbt euch und schickt uns eure Antwort auf diese Frage:

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    Viel Glück! Karin vom Penguin-Team

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