Das Licht zwischen den Meeren

von M. L. Stedman 
4,2 Sterne bei333 Bewertungen
Das Licht zwischen den Meeren
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Positiv (271):
SomeBodys avatar

Eine wirklich mitreißende Geschichte mit superviel Gefühl, aber einem für mich leider allzu abruptem Ende. Trotzdem eine Leseempehlung!

Kritisch (20):
JennysGedankens avatar

Toller Schreibstils und ihn mag ich auch aber sie ist mir unsympathisch und das Thema Schwangerschaft ist mir zu viel..

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Inhaltsangabe zu "Das Licht zwischen den Meeren"

Eine Liebe so unendlich wie das Meer …
Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442384006
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:17.11.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.09.2013 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    AnjaLG87s avatar
    AnjaLG87vor 2 Monaten
    Atmosphärisch dichte Erzählung, die viel tiefgründiger und weniger kitschig ist als gedacht...

    Stedmans Erzählung von einem Paar, das in einem Leuchtturm lebt und nach einigen dramatischen Erlebnissen um seine Ehe kämpfen muss, hat mir sehr gut gefallen. Mich haben zunächst das Cover des Buches und der abgebildete Leuchtturm angesprochen, jedoch hatte ich gleichzeitig die Befürchtung, dass es sich um einen "kitschigen Frauenroman" handeln könnte. Von der Umsetzung der Geschichte war ich dann aber wirklich positiv überrascht: Die Atmosphäre, die die Autorin mit der Beschreibung des Lebens im Meer kreiert, war wirklich schön und sehr dicht; man fühlte sich richtig in die Umgebung und die "alte Zeit" versetzt. Das Buch liest sich flüssig und spannend, die Sprache ist schön und abwechslungsreich, ohne zu poetisch und "umständlich" daherzukommen. Inhaltlich geht die Geschichte ziemlich in die Tiefe und bleibt, erfrischenderweise, wenig an der Oberfläche, sondern benennt und beschreibt klar die Ereignisse und Konsequenzen im Leben der beiden Protagonisten, z.B. die körperlichen und psychischen sowie Ehe-Probleme nach einer Fehlgeburt. Dieses Buch hat sich sogar zu einem meiner Lieblinge "gemausert". Klare Empfehlung!

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    L
    leseratte_bookwormvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Das ist mein derzeitiges allerliebstes Lieblingsbuch. Es steckt so voller Überraschungen und ist unglaublich schön.
    Eine herzzerreißend schöne, ernste Liebesgeschichte

    „Das Licht zwischen den Meeren“ von M.L. Stedman, ein Roman, habe ich in der Buchhandlung nur wegen des schönen Covers in die Hand genommen. Doch dann hat mich der Klappentext neugierig gemacht und ich habe kurz in das Buch reingelesen – und war überzeugt. Ich musste es einfach kaufen.

     

    Klappentext

    Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat …

     

    Die Liebesgeschichte zwischen Tom, dem Leuchtturmwärter auf der Insel Janus Rock, und seiner Frau, Isabel, ist etwas ganz besonderes. Sie beginnt mit einem Knall und geht sanft und zart weiter. Sie wächst, so sehr, dass Isabel und Tom heiraten, sie zu Tom auf die Insel zieht und gemeinsam mit ihm, fernab von allen anderen Menschen, ein Leben als Leuchtturmwärtergattin führt.

    Das Buch hat drei Teile, jeder beschreibt einen anderen Lebensabschnitt von Tom und Isabel.

    Zu Beginn begleitet man die beiden Protagonisten bei deren Kennenlernen und lernt diese so selbst kennen. Es ist ein entspanntes, ruhiges Leben auf der Insel, das nur durch eine rauhe See ein bisschen aus den Fugen geraten kann – dann ist das einzig Wichtige nämlich, dass der Leuchtturm funktioniert und kein Schiff in Seenot gerät.

    Doch der zweite und dritte Teil des Buches bleiben nicht so sanft und unbeschwert. Es passiert ein Unglück, dass das Leben von Tom und Isabel gehörig auf den Kopf stellen wird…

    Ich bin wirklich ganz begeistert von dem Buch. Der Schreibstil von M.L. Stedman hat mich sofort gefesselt, sodass es mir schwer fiel, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Sie beschreibt ihre Charaktere mit so viel Liebe und Detailreichtum, dass es wirklich sehr leicht fällt, sich in diese hineinzuversetzen und mitzufühlen, was sie bewegt.

    Eine wunderschöne Geschichte, voller unerwarteter Ereignisse und mit ganz viel Gefühl. Wenn du nicht zu kitschige Liebesgeschichten magst und gerne mit den Protagonisten mitfieberst, dann kann ich dir nur ans Herz legen, dieses Buch zu lesen!

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    _Sahara_s avatar
    _Sahara_vor 7 Monaten
    Eine tragische Geschichte

    Inhalt:


    Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat …


    Meinung:


    Ich finde das Leben von Tom und Isabel sehr interessant. Gerade wie das Leben auf einer einsamen Insel jemanden verändern kann. Nicht nur das. Isabel war mir anfangs noch sympathisch, was sich aber im weiteren Verlauf der Geschichte sehr geändert hat. Sie hat schlimme Schicksalsschläge einstecken müssen und in gewisser Weise kann ich ihre Verzweiflung verstehen, aber was sie getan hat und zu was sie ihren Mann getrieben hat, war für mich unverzeihlich. Sie hat einfach nur noch egoistisch gehandelt. Und irgendwann kommen alle dunklen Geheimnisse ans Licht.


    Der Schreibstil der Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Zwischendurch fand ich es allerdings stellenweise langatmig. Da ist einfach nicht viel passiert. Es wird erst richtig interessant, als Tom und Isabel Janus Rock verlassen. Da werden sie mit ihrer Tat konfrontiert und das löst unterschiedliche Gefühle in den beiden aus. Es ist spannend wie unterschiedlich die beiden darauf reagieren. Ich war die ganze Zeit auf Toms „Seite“ und konnte oft sein Handeln nicht verstehen. Er nimmt Isabel die ganze Zeit in Schutz obwohl sie das meiner Meinung nicht verdient hat. Aber das macht wohl eine Ehe aus.


    Mit dem Ende war ich sehr zufrieden. Ein Happy End für alle beteiligten konnte es hier einfach nicht geben. Die Geschichte hat mich gut unterhalten, auch wenn ich von Isabel genervt war.


    Fazit:


    Eine tragische Geschichte mit einem tollen Setting. Hat mir gut gefallen und daher kann ich sie weiterempfehlen.


    ©_Sahara_

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    Charleas avatar
    Charleavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach nur traurig und schön
    Einfach nur traurig und schön

    Cover / Artwork / Gestaltung des Romans

    Das Cover hatte mich sofort, daher habe ich auch sofort zugeschlagen, als ich es auf dem Flohmarkt entdeckt hatte. Was ich dabei jedoch für einen Schatz entdeckt habe, konnte ich nicht ahnen. Schon nach wenigen Sätzen hatte mich die Autorin und ich war mehr als erstaunt, dass es sich bei „Das Licht zwischen den Meeren“ tatsächlich um einen Debutroman handelt.

    Ich habe die gebundene Ausgabe gelesen, die noch vor Erscheinen der Kinofassung mit Michael Fassbender auf den Markt geworfen wurde. Das Buch ist wirklich sehr flüssig geschrieben und die Schreibe liest sich sehr schön, so dass es ein absoluter Genuss war, das Buch zu schmökern.

     

    Inhalt

    Die Geschichte spielt vordergründig auf der australischen Insel Janus, auf der der neue Leuchtturmwärter Tom mit seiner jungen Frau Isabel lebt. Tom ist gerade aus dem ersten Weltkrieg zurückgekehrt und verliebt sich Hals über Kopf in die lebensfrohe Isabel und sie zögert keinen Moment, mit ihm in die absolute Einsamkeit zu ziehen. Isabel ist glücklich, dennoch trübt es sie,  dass ihr die Mutterschaft scheinbar nicht vergönnt ist. Eines Tages entscheidet das Schicksal jedoch, dass das Leben von Tom  und Isabel anders verlaufen wird und alles ändert sich.

     

    Fazit

    Ich kann es an dieser Stelle kurz machen – ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich habe ich lange keine Geschichte mehr gelesen, die mich in eine so melancholische Stimmung versetzt hat, daher kann ich gar nicht anders, als dem Buch auch die volle Punktzahl zu geben. Die Charaktere sind so wunderbar ausgearbeitet, dass man fast gespürt hat, wie bewegt sie in manchen Situationen waren. Und das Ende war einfach nur klasse – konsequent und erschreckend und traurig und schön…

    Ich habe den Film bisher nicht gesehen, doch das werde ich auf alle Fälle noch nachholen, da ich sehr gespannt bin, wie dieser Stoff auf das Medium Film übertragen wurde.

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    katharoses avatar
    katharosevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine herzzerreißende, melancholische und allzumenschliche Tragödie
    Der Leuchtturm und das Kind

    Als Tom Sherbourne nach Jahren an der Front des Ersten Weltkrieges, eine Stelle als Leuchtturmwärter auf der Insel Janus Rock erhält, verfolgen ihn noch immer traurige Erinnerungen. Dann und wann fährt ein Boot ihn zur Küste, in den nächstgelegene Stadt Partageuse, wo er eines Tages die junge Isabel Greysmark kennenlernt. Auf eine ganz besondere Weise schafft sie es wieder, das Totgeglaubte in ihm zum Leben zu erwecken. Bald heiraten sie und ziehen gemeinsam auf die isolierte Insel. Isabel wünscht sich neben ihrem geliebten Mann unbedingt ein Kind und träumt davon, als Mutter aufzublühen, doch nach zwei Fehlgeburten, ist sie nicht mehr die alte. Als jedoch eines Tages auf mysteriöse Weise in einem Boot ein toter Mann und ein lebendes Baby angespült werden, weiß Isabel, dass das ein Zeichen Gottes ist und so tauft sie das Kind liebevoll Lucy. Tom hingegen plagen schreckliche Schuldgefühle, besonders als sich herausstellt, dass eine Frau namens Hannah Roennfeld auf dem Land ihren Mann und ihr Baby vermisst…

    Wer vielleicht den Trailer der Verfilmung gesehen haben mag, wird glauben, dass der Plottwist in meiner Zusammenfassung schon gesagt worden ist – so ist es definitiv nicht. Im Grunde erledigt sich diese Vorgeschichte auf gut ein drittel des Buches und wird ziemlich schnell angedeutet und bildet somit den Grundstein für dieses Drama.

    M.L. Stedmans Roman ist in drei Teile gegliedert: Zum einen das herrlich romantische und zarte Zusammentreffen von Tom und Isabel, welches sich beim Lesen anfühlt, als sie man selbst verliebt.
    Im zweiten Teil deutet sich die Tragödie an und bildet die zwei Seiten, zwischen denen Tom steht und verzweifelt versucht die Gerechtere zu finden: Seine Frau, die von nichts mehr träumt, als eigene Kinder zu haben, allerdings keine haben kann und ohne Lucy in eine schwere Depression fallen würde und Hannah, die Tochter eines reichen Tycoons, die einen Deutschen geheiratet hat, welcher von der ganzen Stadt gehasst und auf das Meer getrieben wurde, da er von wütenden Veteranen verfolgt wurde und seither samt Kind aus ihrem Leben gerissen wurde.
    Im dritten schließlich, nun, ich will nicht spoilern.

    Besonders durch den Schreibstil werden die schönen Momente wie in leuchtendem Licht darstellt, die Kargheit eines Insellebens genauso trocken ausgedrückt und irgendwo dazwischen liegt eine seltsame Grundstimmung, welche sich wie ein Gewitter aufbaut.

    Das fiese an dem Roman ist, dass aus diesen drei Perspektiven geschrieben wird und man sich sehr gut in Isabel, Tom und Hannah hineinversetzten kann, da man von jeder Figur ihre Wünsche, Gedanken, Hoffnungen und Gefühle direkt mitbekommt und der Roman dadurch nicht nur inhaltlich grausam tragisch ist, sondern auch der*die Lesende selbst, weil es unfassbar schwer ist, selbst zu entscheiden, mit wem man sympathisieren soll. M.L. Stedman hat ein Drama von einem sehr authentischen Gefühlschaos mit viel Tiefe konstruiert und ist dabei keineswegs kitschig, sondern strikt und knallhart. Was die Charaktere besonders real macht, ist die Tatsache, dass sie alle ihre Ecken und Kanten haben und stellenweise auch ziemlich unsympathisch seien können.

    Insofern lässt es sich nicht anders ausdrücken, als zu sagen, wer diese Art von Roman lesen will, muss schon masochistisch verlangt sein (zumindest lesetechnisch), weil es einfach nur unglaublich wehtut, verzweifelt und hilflos dieser drei Schicksale ausgeliefert zu sein.
    Ich habe den ersten Teil des Buches für seine besonders zarte Seite sehr geliebt, doch im tragischen Teil wurde es mir manchmal auch einfach zu viel, ich war den endlosen Kreisbewegungen der Frage um das Kind einfach nervlich nicht gewachsen.

    Die Kehrseite dieses sprachlich auch sehr ungewöhnlichen Romans, zeigt sich im dritten Teil, wo das hin und her von Lucys Schicksal doch deutlich langatmiger ist, als die ersten beiden Teile des Romans. Hier muss man sich als Lesende*r als geduldig erweisen und durchhalten, was echt schade ist, da das den Spannungsbogen ziemlich senkt.

    Fazit: Ein tragischer, trauriger, das Herz zerschmetternder Roman, der sich zweiweise echt hinzieht, aber auch zu Tränen rührt und im Innersten schmerzt. Zusammenfassend war es teils einfach zu viel für mich. 4 von 5 Sternen.

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor einem Jahr
    Mehr Ebbe als Flut

    Die Schrecken des Ersten Weltkriegs kann Tom Sherbourne nicht vergessen. Um so weit weg wie möglich von den Menschen zu kommen, wird er Leuchtturmwärter und verbringt sein Dasein auf kleinen, windumtosten Eilanden vor Australiens Küsten. Als er nach Janus Rock vor dem südwestlichen Zipfel des Kontinents versetzt wird, trifft er im Küstenstädtchen Point Partageuse auf Isabel Graysmark.
    Die beiden heiraten und möchten eine Familie gründen. Doch Isabel erleidet drei schmerzhafte Fehlgeburten, fernab von Ärzten oder Hebammen. Eines Tages wird ein Boot auf Janus angeschwemmt. Darin eine männliche Leiche und ein kleines Baby, schreiend aber gesund. Isabel und Tom treffen eine schicksalhafte Entscheidung. Welche Auswirkungen diese hatte, nehmen sie erst Jahre später wahr.

    Beim Lesen von „Das Licht zwischen den Meeren“ fühlte ich mich oft wie ein Boot auf den Wellen. Mal konnte mich das Buch für sich einnehmen, etwa bei der Beschreibung des Lebens als Leuchtturmwärter, des Lebens auf Janus Rock und bei einigen Szenen zwischen Tom, Isabel und Lucy.

    Auf der anderen Seite verlor die Handlung gegen Ende an Spannung. Der Schreibstil strotzt vor plumpen Beschreibungen voller Pathos. Die Autorin beschreibt zu viel und lässt die Emotionen oder Handlungen der Charaktere nicht genug für sich sprechen. Manche Sätze waren so kitschig, dass ich Zahnweh bekam.

    Leider schafft M.L. Stedman es auch nicht, beim Leser Sympathien für Hannah Roennfeldt zu wecken. Diese Einseitigkeit lässt die an sich sehr gute Grundidee des Buches nicht so ergreifend und herzzerreißend erscheinen, wie sie eigentlich sein sollte.

    Das Ende wurde meiner Meinung nach so schnell abgehandelt, als hätte die Autorin selbst nicht gewusst, wie sie die Handlung zu einer guten Auflösung bringen soll. Leider alles nur halbgar.

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    neenchens avatar
    neenchenvor 2 Jahren
    “Das Licht zwischen den Meeren” von M. L. Stedman (2013)

    Im Herbst 2016 lief der Spielfilm “Light between the Oceans” (2016) in den Kinos an. Dieser basiert auf den Roman “Das Licht zwischen den Meeren” (2013, Originaltitel: “The Light between Oceans”, 2012) von der in Australien geborenen Autorin M. L. Stedman. Das Buch war ihr Debütroman und sie konnte internationale Erfolge verbuchen und das Buch wurde in 35 Sprachen übersetzt.

    Es erzählt die Geschichte des Veteranen Tom Sherbourne, der nach dem ersten Weltkrieg versucht sich in seiner Heimat Australien ein neues Leben aufzubauen. Dazu flüchtet er auf den äußersten Zipfel des Kontinents und wird Leuchtturmwärter auf der Insel Janus Rock. Dort verbringt er seine einsamen Tage mit harter Arbeit. Auf seinen Landgängen in die Stadt Partageuse trifft er immer wieder auf die junge und wunderschöne Isabel Graysmark. Die beiden werden ein Paar und es scheint, dass ihre Liebe Tom wiedererweckt. Nach einigen herben Rückschlägen schickt ihnen das Schicksal ein scheinbar mutterloses Baby, das Isabel sofort in ihr Herz schließt und Tom zu einer Entscheidung zwingt.

    Der circa 450 Seiten lange Roman ist aus einer anfänglichen Kurzgeschichte heraus entstanden. Die Schriftstellerin hatte ein Bild im Kopf, von einem Mann und einer Frau an einem Leuchtturm, in dessen Nähe ein toter Mann mit einem Baby angespült wird. Daraus entstand die gesamte Geschichte. Die Liebesgeschichte und das moralische Dilemma, was sich aus diesem ersten Bild entspinnt, werden mit einem historischen Rahmen versehen. Diese Mischung ist recht gut gelungen. Die Geschichte der zwei Liebenden ist bewegend, man kann sich selber gut die Frage nach dem eigenen Handeln stellen und zudem erhält der Leser noch etwas historische Auffrischung. Doch leider reicht der Stoff nicht aus, um ihn auf diese Länge zu dehnen. So entstehen beim Lesen immer wieder Leerlaufphasen, in denen es scheinbar nicht weitergeht. Dies verleiht dem Buch eine unnötige Langatmigkeit. Glücklicherweise verliert sich diese im letzten Drittel des Buches und durch die häufigen Perspektivwechsel kommt zusätzlich Fahrt auf. So ist die erste Hälfte, die vor allem von der Entstehung der Liebesgeschichte handelt, der schwächste Teil, den man temporeicher hätte erzählen können. Der Schreibstil (übersetzt von Karin Dufner) ist angenehm, wenn auch in manchen Formulierungen zu sehr gewollt. Im Gesamten schafft es das Erstlingswerk einen interessanten moralischen und historischen Kosmos zu erschaffen, der förmlich dazu einlud, ihn auch zu verfilmen und dadurch die Möglichkeit zur Komprimierung genutzt werden konnte.

    Fazit: “Das Licht zwischen den Meeren” ist der Debütroman der australischen Schriftstellerin M. L. Stedman. Er ist Liebesgeschichte, Historienroman und moralischer Diskurs in einem. Dies zu verbinden gelingt der Autorin vor allem im letzten Drittel gut. Davor aber braucht der Roman zu lange, um an Fahrt aufzunehmen und passt sich somit leider dem innewohnenden Tempo der Geschichte an, die auch auf 200 Seiten ausreichend hätte erzählt werden können.

    Doreen Matthei - testkammer.com

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    Lovely90s avatar
    Lovely90vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schöne Geschichte mit Denkanstößen zu Recht und Unrecht
    Schöne Geschichte mit Denkanstößen zu Recht und Unrecht

    Schöne Geschichte mit Denkanstößen zu Recht und Unrecht

    Im Roman ‚Das Licht zwischen den Meeren‘ M.L. Stedman begleiten wir die Protagonisten Tom und Isabel Sherbourne bei ihrer gemeinsamen Lebensgeschichte. Die beiden leben völlig abgeschottet auf der Insel Janus, wo Tom als Leuchtturmwärter arbeitet. Doch die Einsamkeit und mehrfache Fehlgeburten von Isabel lassen die beiden zunehmend verzweifeln. Wie ein Geschenk Gottes erscheint da das eines Tages angespültes Boot, welches neben einer Männerleiche auch ein weinendes Neugeborenes beherbergt – und es stellt sich die Frage: dürfen die beiden das Kind behalten?

    Von diesem Zeitpunkt an nimmt die Geschichte einen rasanten Verlauf mit unzähligen ‚Abzweigungen‘ an denen sich die Charaktere so oder anders hätten entscheiden können. Hierbei wird ganz automatisch auch der Leser nach seiner Einschätzung befragt, vor allem moralische Aspekte werden angesprochen und nicht selten musste ich ans salomonische Urteil denken. Dadurch aber, dass so grundlegende Themen und Gefühle angesprochen werden, fehlt es auch etwas an Innovation und Überraschungsmomenten.

    Eingebettet wird die Handlung in eine schöne landschaftliche Kulisse und eine Zeit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, in die ich mit gut hineinversetzt fühlte; eine Übertragbarkeit auf heutige Verhältnisse blieb dabei jedoch gut erhalten.

    Insgesamt hat die Autorin einen schönen kritischen Roman geschaffen, der eine gute Mischung aus Familien- und Gesellschaftsgeschichte mit einer Prise Romantik darstellt.

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    Miamouvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich hatte große Erwartungen,die aber nur ansatzweise erfüllt wurden!
    Eine Insel...

    Tom ist aus dem ersten Weltkrieg zurückgekehrt und wird als Leuchtturmwärter auf der Insel Janus engagiert. Eine Insel, die weit weg vom Schuss ist und wo zwischenmenschliche Begegnungen höchstens dreimal im Jahr stattfinden, wenn Nachschub vom Festland kommt. Im Zuge eines Heimaturlaubes lernt er Isabel kennen und verliebt sich. Sie will mit ihm als seine Ehefrau auf die einsame Insel gehen. Dort leben sie ihr Leben mit allem was dazugehört, nur leider ist es ihnen nicht vergönnt ein Kind groß zu ziehen, da Isabel eine Fehlgeburt nach der anderen hinnehmen muss. Mitten in dieses unsägliche Leid des Ehepaares, wird ein Fischerboot an die Insel gespült. Darin befinden sich die Leiche eines Mannes und ein kleines Baby, das eine unsagbare Odysee erlebt haben muss. Auf das Drängen von Isabel, behalten Tom und sie das Baby, das sie fortan als ihr eigenes Kind großziehen, bis sie die wahre Mutter der kleine Lucy kennenlernen. Eine Begegnung die das Leben der Eheleute und ihre Treue zueinander auf eine harte Probe stellt.

    Zugegeben ist der Autorin M. L. Stedman ein Werk gelungen, das man nicht alle Tage liest. Der Inhalt ist ergreifend und birgt viel Neues in sich, sodass man nach dem Lesen des Klappentextes einfach gerne zu dem Buch greift. Zumindest ist es mir so ergangen. Allerdings habe ich dadurch auch ziemlich hohe Erwartungen an den Roman geknüpft, die aber nur ansatzweise erfüllt wurden.

    Obwohl die Handlung dramaturgisch wirklich gut ist, blieben die Figuren erstaunlich blass. Tom war zwar zu Beginn sehr griffig und ein Mann zum Verlieben, allerdings habe ich ihn im Laufe der Handlung verloren. Isabel wirkte zu Beginn des Buches wirklich mehr als sympathisch. Sie war ein wenig „die Unschuld vom Lande“ und es wird für den Leser sehr schnell klar, warum sich die beiden ineinander verlieben. Hier muss man der Autorin wirklich zugutehalten, dass sie die Liebesgeschichte der beiden ohne den üblichen Kitsch erzählt hat. Jedoch wurden mit Isabels Gedankengänge gegen Ende des Buches mehr als fremd. Auch wenn es nachvollziehbar ist, wie schlimm es für eine Mutter ist, ihr Kind wegzugeben, so dachte ich doch, dass sie mehr zu Tom stehen würde und ihn als Stütze für ihren Verlust nehmen würde und auch umgekehrt. Da Alles aber ganz anders kam, war es für mich besonders gegen Ende hin sehr schwer, mich emotional auf das ganze Geschehen einzulassen. Es gab nur einige Randfiguren, die mich wirklich schwer beeindruckt haben, das war zum einen Toms Freund Ralph und Hannahs Schwester Gwen.

    Und obwohl es Stedman wirklich gelungen ist objektiv zu bleiben und nicht wertend zu werden oder gar eine Schuldfrage zu diskutieren, war ich doch sehr schockiert, dass auf das kleine Mädchen Lucy so wenig eingegangen wurde. Die Erwachsenen rund um sie wirken doch sehr Ich – Bezogen obwohl es im Grund nur um die Kleine ging. Mit ihr konnte ich wirklich am meisten mitleiden.

    Das Buch ist in einer sehr klaren Sprache geschrieben ohne viel Schnörkel, jedoch fehlte der Sprache doch der emotionale Schliff, sodass man als Leser eher auf Distanz bleibt, was bei so einer Handlung schade ist. Manchesmal wurde mir die Autorin auch zu ausschweifend und ich hatte das Gefühl manche Dinge gefühlte hundert Mal zu lesen. Straffungen an bestimmten Stellen hätten also sehr gut getan. Gegen Ende hin, fehlten dann auch nötige Handlungstendenzen, sodass ich das Gefühl hatte nur mehr auf der Stelle zu treten, da nicht wirklich etwas weiterging.

    Das Ende selbst hat dann aber das Berührende, das ich mir für das ganze Buch gehofft hätte. Jedoch muss ich auch hier wieder einen kleinen Seitenhieb machen. Für mich kam im vorletzten Kapitel ein plötzlicher Zeitsprung und die Entwicklungen inzwischen blieben sehr verschleiert bzw. wurden dann sehr, sehr schnell abgehandelt.
     
    Mein Fazit: Ein Debüt, das mich nicht vollends mitreißen konnte. Die Autorin hat viel richtig gemacht, hat aber noch Luft nach oben.

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    Johanna_Tortes avatar
    Johanna_Tortevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman über Liebe, Verlust, Trauer, Verrat, Schuld und der elementaren Frage "Richtig oder Falsch".
    Die elementare Frage ... richtig oder falsch?

    Klappentext

    Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes – und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat …

    Meinung

    Ich lese unglaublich gerne Frauenromane, die zu den Zeiten der Besiedlung durch Weiße in Amerika oder Australien spielen und über den Lebens- und Leidensweg der Frauen. Etwas in der Art habe ich erwartet, doch ein so viel tiefsinnigeren Roman erhalten.
    Ich muss zugeben, dass auch das schöne Cover eine kleine Rolle gespielt hat bei der Kaufentscheidung zu dem Buch. Ich liebe die Seefahrt, alles maritime. Anker und Leuchttürme geben mir Trost und Hoffnung. Daher war es allzu klar, dass ich nach dem Roman mit dem Leuchtturm griff!

    Ich muss gestehen, dass ich selten einen Roman gelesen habe, aus dem eine so tief empfundene Liebe gerade so herausquillt ohne Kitsch oder Schmalz zu sein.

    Die Liebe von Tom und Isabel, die Liebe zu dem angenommenen Kind, all dies hat mich wirklich tief berührt.
    Beinahe meinte ich zwischen den Zeilen, leise Musik zu hören, die die Protagonisten umgab, da die Zeilen fast poetisch anmuteten, ohne doch Poesie zu sein. Entweder lauschte ich der Musik oder dem Rauschen des Windes und des Peitschen der Ozeane auf Janus Rock.
    Liebevoll wurden die Details dem Leser zugetragen, vor allem über die Arbeit und das Leben in einem Leuchtturm und dem Alltag auf einer einsamen Insel.
    Ich habe das Gefühl, nun selbst als Leuchtturmwärterin mein Brot  verdienen zu können!;)
    Dazu kommen die tragischen Erlebnisse von Kriegsveteranen und wie eben Jene versuchen, wieder Teil der Gemeinschaft zu sein.

    Der Roman wurde größtenteil aus der Sicht von Tom Sherbourne geschrieben, obgleich teilweise auch andere Sichtweisen geschrieben waren. Das tat dem Buch keinen Abbruch, sondern rundete die Geschichte vielmehr ab.

    Bisher habe ich keinen Roman gelesen, der so eindringlich auf die elementare Frage zum Richtig oder Falsch eingegangen ist, der geprägt ist von Liebe, Verlust, Schuld und Verrat.

    Die Geschichte von Tom und Isabel ist mir wirklich nah gegangen und hat mich mit feuchten Augen zurückgelassen. Keine einzige Minute war Zeitverschwendung.

    Dieses Buch würde ich glatt jedem Leser empfehlen, da es wie eine liebevolle Umarmung ist.

    Fazit

    Ein Buch wie eine Umarmung für Liebhaber historischer Hintergründe und Schicksale von Menschen.
    Gefühle wurden selten so schön übertragen.

    ____________________________________
    Der Roman ist erschienen im blanvalet-Verlag.
    UVP: 9,99 €
    ISBN: 978-3-442-38400-6

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Seid ihr bereit, in den wundervollen Roman "Das Licht zwischen den Meeren" einzutauchen? Wir suchen Testleser für eine Geschichte voller Emotionen, Liebe und auch Dramatik! M. L. Stedman hat ein Buch geschrieben, das auf jeder Seite zu berühren weiß und mit seiner außergewöhnlichen Handlung bezaubert.

    Mehr zum Buch:
    1926, Janus Rock. Auf einer abgelegenen Insel im Westen Australiens arbeitet Tom Sherbourne als Leuchtturmwärter. Mit seiner Frau Isabel führt er ein erfülltes Leben fern einer Welt im Umbruch. Nur eines trübt ihr Glück: Ein Kind bleibt ihnen verwehrt. Bis sie eines Morgens am Strand ein Ruderboot entdecken, in dem die Leiche eines Mannes liegt – und ein neugeborenes Baby. Während Tom die Küstenwache alarmieren will, schließt Isabel das kleine Mädchen in die Arme – und für immer in ihr Herz. Gegen Toms Willen nehmen sie das Kind als ihr eigenes an und nennen es Lucy. Zwei Jahre später kehren sie aufs Festland zurück – und müssen erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat …

    --> Leseprobe

    Bewerbt euch als Testleser* für "Das Licht zwischen den Meeren" und lasst euch von der gleichermaßen tragischen wie hoffnungsvollen Geschichte fesseln! Zusammen mit dem Limes Verlag vergeben wir 30 Leseexemplare. Mehr erfahrt ihr auch im Online-Special zum Buch, in dem es unter anderem ein Interview mit der Autorin zu lesen gibt.

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    Welche Entscheidung hat euer Leben verändert und seid ihr dabei eurem Herzen gefolgt?

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    * Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten sowie das Schreiben einer abschließenden Rezension selbstverständlich dazu.
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