M. M. Kaye

 3.9 Sterne bei 155 Bewertungen
Autorin von Palast der Winde: Roman, Schatten über dem Mond und weiteren Büchern.

Lebenslauf von M. M. Kaye

Mary Margaret Kaye Gestorben am 29. Januar 2004 in Lavenham

Alle Bücher von M. M. Kaye

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Palast der Winde: Roman

Palast der Winde: Roman

 (124)
Erschienen am 06.06.2016
Schatten über dem Mond

Schatten über dem Mond

 (12)
Erschienen am 01.01.2002
Vollmond über Kaschmir

Vollmond über Kaschmir

 (8)
Erschienen am 27.07.2006
Tod in Kenia

Tod in Kenia

 (6)
Erschienen am 30.04.2007
Tod auf Sansibar

Tod auf Sansibar

 (7)
Erschienen am 31.03.2006
Tod auf den Andamanen

Tod auf den Andamanen

 (6)
Erschienen am 01.01.2008
Nacht über den Inseln. Roman.

Nacht über den Inseln. Roman.

 (2)
Erschienen am 01.10.1999
Palast der Winde.

Palast der Winde.

 (2)
Erschienen am 01.01.1980

Neue Rezensionen zu M. M. Kaye

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Rezension zu "Palast der Winde: Roman" von M. M. Kaye

Indien - Liebe und Krieg
anchsunamunvor 2 Monaten

„Palast der Winde“ von Mary M.Kay ist ein Roman, der eingefasst in eine Liebesgeschichte dem Leser ein Stück indische Geschichte vermittelt.

Erzählt wird die Lebensgeschichte des Briten Ashton Pelham-Martyn, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Indien aufwächst. Nach dem Tod seiner Eltern sollte die indische Dienerin ihn eigentlich nach England in die Obhut seiner Verwandten geben, doch diese bringt es nicht übers Herz und so wächst er unter dem Namen Ashok wie ein Hindu auf. Im Palast, in dem die Dienerin Arbeit gefunden hat, freundet er sich mit Anjuli, der Tochter des Fürsten an. Als Ashok doch noch zu seinen englischen Verwandten muss, trennen sich die Kinder unter Tränen.

Ashton wird in England ausgebildet und kommt als Offizier der britischen Armee zurück nach Indien. Seine Liebe zum dem Land seiner Kindheit hat er nie verloren. Hier gerät er in die blutigen Kolonialkriege und auch wenn man sich seine Landkenntnisse zu Nutze machen möchte, so hört man doch nicht auf ihn. Um ihn ein wenig aus dem Weg zu haben, wird er als Begleitoffizier zum Schutz  zweier Prinzessinnen auf den Weg zur ihrem Bräutigam eingesetzt. Nicht ahnend, dass es sich bei einer dieser Prinzessinnen um Anjuli  handelt, nimmt er den Auftrag an. Obwohl beide sich verzweifelt wehren, verlieben sie sich ineinander, doch Anjuli ist bereits einem anderen versprochen.  Um sie herum tobt der Kolonialkrieg. Haben die Liebenden hier eine Chance? Werden seine Vermittlungsversuche zwischen den Indern und den Briten zum Erfolg führen?

Ich habe mir das Buch geholt, weil ich Indien mag und einige Teile der Verfilmung gesehen habe, aber leider nicht alle und natürlich wollte ich unbedingt wissen, wie es ausgeht und weil ich gern mit meiner indischen Nachbarin ins Gespäch gekommen wäre. Ich fand sie wunderschön in ihrem Sari und  hätte mich gern mit ihr über ihr Land unterhalten.

Das Buch erzählt sehr ausführlich und erklärt einiges, das macht es zwar sehr umfangreich, aber man versteht auch besser.

Die Autorin hat lange in Indien gelebt und man merkt, dass sie das Land sehr gut kennt und liebt. Die Liebesgeschichte umrahmt die historische Geschichte um die Kolonialkriege wunderbar. Die Zerissenheit von Ash ist gut herausgearbeitet. Er kennt beide Seiten und möchte vermitteln, doch man hört ihm nicht zu, weil er zu jung ist und weil man ihm so viel Wissen wohl nicht wirklich zutraut.

Es entsetzt, wenn man sieht, wie wenig geachtet eine Frau dort zu der Zeit war und wohl auch noch ist. Anjuli wird verheiratet, aber der Mann nimmt sie nur als Zweitfrau, weil ihre Mutter keine Inderin war. Ihre jüngere Schwester wird die Hauptfrau. Keine von beiden wehrt sich gegen die Hochzeit.

Der Roman ist mit 944 Seiten wirklich lang, doch es lohnt sich. Auch wenn die ausführlichen Beschreibungen es manchmal ein wenig schwer machen, dabei zu bleiben. Wer Indien liebt, wird auch das Buch lieben. Das Land muss wunderschön sein, aber so lange die Frau dort eine solche untergeordnete Rolle spielt und es gefährlich ist, als Frau dort hin zu reisen, werde ich es wohl nicht zu sehen bekommen.

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Rezension zu "Tod auf den Andamanen" von M. M. Kaye

Stürmische Weihnachten im Indischen Ozean
Felicevor 3 Jahren

Ein netter Krimi aus der späten britischen Kolonialzeit, mit 350 Seiten allerdings nach meinem Geschmack zu umfangreich, was daran erkennbar ist, dass ich fast zwei Wochen daran gelesen habe (spannendere Lektüre verschlinge ich in wenigen Tagen)!
Ich habe ein wenig den Überblick verloren bei den  vielen NAmen und Charakteren, dabei ist der Fall ganz nach Agatha Christies Muster gestrickt: eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, auf einer Insel von der Umwelt abgeschnitten und unter ihnen ein Mörder. Die vier jungen Leute Copper, Valerie, Charles und Nick beginnen zu ermitteln und zunächst einmal ist jeder verdächtig, auch Nick, der sich gerade in Copper verliebt hat, über den aber niemand etwas weiß, weil er erst zu Weihnachten auf die Insel gekommen ist. Nach drei Morden wird der Täter entlarvt (der Leser hat hier keinen Wissensvorsprung!), der Roman plätschert dann aber noch gut 50 Seiten dahin, in denen die Motive und Tathergänge von der kleinen Gruppe bei einem launigen Strandpicknick rekonstruiert  werden.
Insgesamt nicht schlecht,- wenn man die klassischen Whodunnit-Krimis mag- aber leider auch nicht wirklich überzeugend.

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T

Rezension zu "Schatten über dem Mond" von M. M. Kaye

Die kleine Schwester von "Palast der Winde"
traumfaengerinTizivor 5 Jahren

Wie keine andere versteht es M.M.Kaye die Kolonialzeit in Indien lebendig werden zu lassen, mit all ihren zauberhaften, verträumten, aber auch den brutalen und grausamen Seiten. Jeder einzelnen Zeile ihrer Romane merkt man an, wie sehr sie Indien liebt, das Land in dem sie selbst eine glückliche und wehmütige Zeit verbringen durfte.

Zur Handlung: Die junge Winter de Ballesteros wird nach dem Tod ihrer Eltern von Indien nach England geschickt. Dort wächst sie bei ihrem Großvater und ihrer kaltherzigen Tante auf, die in ihr nur eine Konkurrentin um das Vermögen der Familie sieht, das ihrer Meinung nach ihrer eigenen Tochter, Sybella zusteht. Als Winter zu einer Schönheit heranwächst, nutzt sie deren Faszination für Indien aus, um sie mit Conway Barton, einem verlebten 37jährigen Verwaltungsbeamten aus Indien, zu verloben.

Anders als vereinbart, holt er sie zwei Jahre später nicht selbst ab, sondern schickt den jungen Alex Randall als Brautwerber.  Ehrlich und aufrichtig, wie dieser ist, möchte er sie davor warnen, die Ehe mit dem moralisch fragwürdigen Barton einzugehen. Doch wieso sollte sie einem Fremden trauen? Und wie sehr kann er selbst seinen Motiven trauen, verliebt er sich doch schon nach kurzer Zeit in sie?

Zusammen besteigen sie das Schiff und fahren nach Indien, wo nicht nur das Land von Winters Träumen und ein verkommener (Vielleicht-)Ehemann warten, sondern auch eine drohende Katstrophe. In den Straßen Indiens brodelt es. Viel zu lange schon währt die Fremdherrschaft der Engländer. Es braucht nur einen einzigen Funken, bevor das Pulverfass hochgeht. Und wenn es so weit ist, sind Winter und Alex mitten drin ...

Immer wieder gibt es Romane, in denen die exotische Kulisse nur das ist: eine Kulisse. Hier ist es nicht so. Indien ist in die Handlung mit eingewoben. Zusammen mit einem brillianten Plot, der die Figuren erbarmungslos bis in die tiefsten Tiefen der Verzweiflung treibt, und dennoch kleinen oder größeren Momenten der Hoffnung, einer lyrischen Sprache, die die verangene ferne Welt bildhaft vor Augen erstehen lässt, macht das diesen Roman zu einem absoluten Lesevergnügen.

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M. M. Kaye wurde am 21. August 1908 in Shimla (Indien) geboren.

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