M. R. Carey

 4.1 Sterne bei 182 Bewertungen
Autor von Die Berufene, The Girl With All The Gifts und weiteren Büchern.

Lebenslauf von M. R. Carey

Endzeithorror vom Feinsten: M. R. Carey wurde 1959 in Liverpool geboren. Er war ein schüchternes Kind, das in seiner eigenen Welt lebte und damit für eine Schriftstellerkarriere prädestiniert war. In jungen Jahren zeichnete Mike einfache Comics für seinen kleinen Bruder. Nach einem Englisch-Studium in Oxford und 15 Jahren als Lehrer kehrte er zu dieser Berufung zurück: Er verfasste Comics für unabhängige Verlage und später für große Namen wie DC und Marvel, bei denen er zu bekannten Reihen wie X-Men und Fantastic Four beiträgt. 2006 schrieb er seinen ersten Roman. Die „Felix Castor“-Serie, noch veröffentlicht unter seinem richtigen Namen Mike Carey, umfasst fünf Bücher. Zusammen mit seiner Frau Linda, ebenfalls Autorin, und seiner Tochter Louise schrieb er die Romane „The City of Silk and Steel“ sowie „The House of War and Witness“. 2014 benutzte er erstmals das Pseudonym M. R. Carey und veröffentlichte darunter seinen dystopischen Roman „Die Berufene“ (Originaltitel: „The Girl with all the Gifts“). Die Neuerfindung des Zombie-Genres wurde ein Bestseller. 2018 folgt die Fortsetzung „Die Hungrigen“ (Originaltitel: „The Boy on the Bridge“), die die Vorgeschichte zu „Die Berufene“ erzählt. „Fellside“ (2016) und „Someone Like Me“ (2018) sind weitere Horrorromane, die Carey unter seinem Pseudonym schrieb.

Alle Bücher von M. R. Carey

Die Berufene

Die Berufene

 (145)
Erschienen am 02.05.2018
Die Hungrigen

Die Hungrigen

 (8)
Erschienen am 02.07.2018
Die Hungrigen

Die Hungrigen

 (2)
Erschienen am 05.07.2018
Die Berufene

Die Berufene

 (1)
Erschienen am 01.10.2014
The Girl With All The Gifts

The Girl With All The Gifts

 (24)
Erschienen am 01.06.2014
Fellside

Fellside

 (2)
Erschienen am 25.08.2016
The City of Silk and Steel

The City of Silk and Steel

 (0)
Erschienen am 21.03.2013

Neue Rezensionen zu M. R. Carey

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NiWas avatar

Rezension zu "Die Hungrigen" von M. R. Carey

Ruhiger Zombie-Roman mit militärisch-wissenschaftlichem Hintergrund
NiWavor 4 Monaten

Das Ende der Welt war da. Die Menschheit hat ein parasitärer Pilz befallen, der sie in zombiehafte Wesen verwandelt hat. Nur wenige haben überlebt, die mit Eifer an der Bekämpfung der Seuche arbeiten. Militärisch organisiert, schickt die dezimierte Menschheit Wissenschafter auf die Reise, weil es eine Lösung zu finden gilt.

Die Geschichte von „Die Hungrigen“ knüpft an „Die Berufene“ des Autors an. Hierbei handelt es sich aber um keine Fortsetzung, sondern man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen. Allerdings beschäftigt sich dieses Buch mit den Hintergründen, wie und warum es zu der Berufenen kommt.

Mit „Die Hungrigen“ hält man einen eher ungewöhnlichen Zombieroman in den Händen. Zwar sind die titelgebenden Hungrigen alias Zombies durchaus eine Gefahr, jedoch erweisen sie sich eher als Randerscheinung und der klägliche Rest der Menschheit rückt in den Mittelpunkt. Oder sie rückt in Rosie zusammen, je nachdem, wie man es betrachten will.

Denn Rosie ist ein panzerähnliches Gefährt, das Wissenschafter und Soldaten beherbergt, die sich auf Expedition befinden. Sie folgen ihrer vorgegebenen Route, sammeln Proben ein, verhalten sich im zwischenmenschlichen Bereich äußerst bedenkenswert, und stoßen auf eine Horde wilder Kinder, die anscheinend eine ganz neue Spezies sind.

Der Hauptteil der Handlung ist ruhig, mit wissenschaftlichen Hintergrund und militärischem Ton erzählt. In gewisser Weise ist man als Leser bei Rosie mit an Bord, und schaut dem Treiben der anderen zu:

Wissenschafter und Soldaten sind auf engstem Raum zusammengepfercht. Meiner Meinung nach haben sie sich alle extrem gut gehalten, was vielleicht an der britischen Herkunft liegt, weil sie die Situation allesamt nüchtern betrachten.

Sie spielen Poker, schwingen die Reagenzgläser oder teilen sich die drei Bücher an Bord untereinander auf - alles, um sich die eintönige Zeit zu vertreiben.

Hauptfigur ist der 15-jährige Stephen, der schon mehr als einmal seinen genialen Geist bewiesen hat. Der Junge entwickelte einen Blocker, der Menschen vor Angriffen der Hungrigen schützt, und tüftelt an weiteren Errungenschaften, um die Menschheit am Leben zu erhalten. Jedoch ist Stephens Sozialverhalten extrem gestört. Hier kann man spekulieren, ob es an den Erfahrungen in seiner Kindheit liegt, oder ob er von sich aus autistisch veranlagt ist. Zumindest hält sein unbändiger Forscherdrang Menschen nicht nur am Leben, sondern bringt sie ebenso in Gefahr, weil er höchst experimentierfreudig ist.

In Dr. Rina Khan hat er eine Art Ziehmutter gefunden. Sie ist der einzige Mensch, den Stephen einigermaßen erträgt. Ihr kommt eine wichtige Rolle in der Geschichte zu, auf die ich hier nicht näher eingehe. Es sei nur gesagt, dass Dr. Khan eine mutige Frau ist, die das Leben über alles stellt.

Den ruhigen Stil habe ich bereits erwähnt. Dieser ist auch mein Kritikpunkt, weil es manches Mal zu ruhig wird. Es dauert relativ lang, bis etwas Entscheidendes passiert, und dann verschwindet es eher im Untergrund.

Zwar ergeben sich deutliche Konflikte an Bord und die Gruppendynamik steht im Vordergrund, allerdings hätte ich mir eine Spur mehr Zombieklischee gewünscht, damit die Spannung beim Lesen durch die Seiten treibt.

Gefallen hat mir die Geschichte an sich, die interessanten Ansätze des Autors und die Verbindung zu seinem anderen Roman. Gerade am Ende wird der Zusammenhang offensichtlich. Diesen Kniff hat M. R. Carey wunderbar hingekriegt.

Schlussendlich ist „Die Hungrigen“ ein ruhiger Zombie-Roman, der auf einer soliden, wissenschaftlichen Basis steht, und mit fesselndem Hintergrundinformationen versorgt. Wer sich eher für die Entwicklung der Menschheit als für blutig-grausliche Zombie-Szenen interessiert, hat damit ein gutes Buch für sich gefunden.

Kommentare: 4
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schokigirls avatar

Rezension zu "Die Berufene" von M. R. Carey

Gutes Buch!
schokigirlvor 4 Monaten

Anmerkung: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen. Danke dafür.


Info & Vergleich:

Ich habe den 2. Band (das ein Prequel ist) vor diesem Buch gelesen. Man kann dies tun & trotzdem Spaß an beiden Büchern haben & beide verstehen. Allerdings wusste ich so einige Enthüllungen bereist, was mir den Aha-Effekt nahm. Ich hätte wahrscheinlich mehr Spaß mit dem Buch gehabt, wenn ich das Prequel vorher nicht gelesen hätte.

Beide Bücher sind sich vom Aufbau her übrigens sehr ähnlich. Das hat mich überrascht, aber schlecht war es trotzdem nicht.

Ich hätte mir hier nur ein paar mehr Charaktere gewünscht. Es kam mir zu Beginn schon relativ wenig vor & dementsprechend sind auch sehr spät erst Protagonisten ums Leben gekommen. In „Die Hungrigen“ war das ein bisschen anders. Da gab es mehr Hauptcharaktere & da die schneller einer nach dem anderen gestorben sind, wirkte die Situation auch irgendwie gefährlicher.


Meinung:

Sowohl der Aufbau des Plots, als auch die Welt ist gut durchdacht & super interessant. Vor allem die Prämisse & die Einwirkung auf die Umwelt waren faszinierend dargestellt. Ich wollte immer mehr erfahren & es verstehen.

Es war auch angenehm, dass es keine Helden oder Bösewichte gab. Jeder Charakter war ambivalent, realistisch & facettenreich. Sie hatten unterschiedliche Meinungen, die immer verständlich erklärt & nachvollziehbar, aber nicht immer richtig oder moralisch sind. Generell geht es viel um Moral, Ethik & die Gesellschaft in Extremsituationen. Solche Gedankenexperimente liegen mir sehr & ich finde sie immer sehr fesselnd.

Die Protagonistin Melanie war sehr reif für ihre 10 Jahre. Sie hat manchmal eine Selbstdisziplin an den Tag gelegt, die ich nicht mal als erwachsene Frau habe. Ich kann nicht recht sagen wie realistisch dies ist, da die gesamte Situation ja durch die Fantasy schon nicht realistisch ist. Aber ich habe es trotzdem gern gelesen & mich nicht besonders dran gestört. Sie hatte ja auch ihre kindlichen Momente in denen sie die Wunder der Welt entdeckte.

Ich fand das Ende dagegen sehr seltsam. Es kam so aus dem Nichts & schien mir auch nicht unbedingt zum Rest zu passen. Auch das allerletzte Bild war gewöhnungsbedürftig. Ca. 10-20 Seiten mehr zur Erläuterung hätten mir gefallen.



Fazit: Das Buch war wirklich gut. Die Prämisse finde ich generell sehr interessant & hier wurde es auch noch gut umgesetzt. Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten hat mir das Buch sehr gefallen. Daher habe ich 4 Sterne vergeben.



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Eeyoreles avatar

Rezension zu "The Girl with All the Gifts" von M. R. Carey

Test Subject 1
Eeyorelevor 4 Monaten

Inhalt

Melanie kennt nur ein Leben: Morgens von Soldaten mit vorgehaltener Pistole in den Rollstuhl geschnallt und ins Klassenzimmer gefahren zu werden. Am Sonntag gibt es Essen und eine Dusche mit Chemikalien. Sie findet dieses Leben nicht schlimm, da sie kein anderes kennt. Und manchmal ist es ja auch Miss Justineau, die die Klasse unterrichtet und für Miss Justineau würde Melanie alles tun. Nach einem Zwischenfall auf der Militärbasis wird sich Melanies Leben und das aller Menschen dort für jedoch ändern. Und alle werden sich die Frage stellen müssen, wer sie sind und wie sie sich verhalten wollen.

Meinung
Ich habe schon einige Dystopie gelesen und fand es immer wieder spannend, wie die Autoren sich das Ende der Menschheit vorstellen und vor allem, wie sie beschreiben, wie sich die letzten verbleibenden Menschen verhalten. In "The Girl with all the Gifts" gibt es verschiedene Charaktere, denen man dabei folgen kann, wie sie mit dem Ende der Menschheit, so wie wir sie kennen zurechtkommen. 
Miss Justineau, die von eigene Schuldgefühlen getrieben versucht, etwas wieder gut zu machen. Sergeant Parks, der Befehle befolgt und doch das Herz am rechten Fleck hat. Professor Cadwell, die von ihrem Forschungsdrang getrieben Ziele verfolgt, die der ganzen Menschheit helfen könnten, auch wenn sie jede Form von Mitgefühl in ihr Verdrängen. Und dann ist da Melanie, die mehr ist als ein Kind - oder weniger? 
Durch die Augen dieser Menschen ("?") erlebt der Leser eine von einem Pilz zerstörte Welt, der Menschen in kannibalistische Zombies verwandelt, die nur noch Hunger kennen. Doch einige Kinder, scheinen resistenter zu sein und behalten menschliche Züge ohne erkennbaren Grund. Welche Hoffnung bleibt der Menschheit vor diesem Hintergrund noch und welche Rolle wird Melanie dabei spielen? Diese Fragen stellt man sich während des Lesens, während man immer mehr erfährt und Menschen am Rande ihrer Möglichkeiten begleitet. 

Mich hat das Buch unglaublich fasziniert und gepackt. Es hat Fragen aufgeworfen, mit denen ich mich auch jetzt, nachdem ich es beendet habe, noch beschäftige. Schade fand ich dann nur, dass das Ende in meinen Augen dann sehr schnell kam, obwohl ich das Ende an sich sehr gut finde. 

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