M. R. Carey The Girl with All the Gifts

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Inhaltsangabe zu „The Girl with All the Gifts“ von M. R. Carey

NOT EVERY GIFT IS A BLESSING Every morning, Melanie waits in her cell to be collected for class. When they come for her, Sergeant Parks keeps his gun pointing at her while two of his people strap her into the wheelchair. She thinks they don't like her. She jokes that she won't bite. But they don't laugh. Melanie is a very special girl.

Eine Dystopie der anderen Art - mich hat sie gepackt!

— jasbr
jasbr

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  • Zombies mit Hirn - The Girl With All The Gifts

    The Girl with All the Gifts
    N9erz

    N9erz

    11. May 2017 um 12:59

    Melanie wacht jeden Morgen in ihrer Zelle auf - zu einem klar strukturierten Wochenplan. Definiert von Klassenunterricht, Fütterung und Stillstand. Bei jeder Ausführung zum Unterricht wird sie festgeschnürt und mit Waffen in Schach gehalten. Denn Melanie ist ein Zombie, wenn auch eines der besonderen Art. Sie kann noch klar denken, wird nicht stur vom Hunger geführt und ist Teil eines Programmes um ein Heilmittel gegen den Befall der Menschheit zu finden. Doch nicht alles läuft in der Forschungsanstalt nach Plan und bald sind drastische Maßnahmen notwendid. Wie weit kann man sich auf Melanie verlassen? ----- Es ist der unterschiedliche und neue Ansatz zu Zombies, der mich bei "The Girl With All The Gifts" besonders neugierig gemacht hat. Zombies die nicht nur von ihrem Hunger geleitet werden, sondern in seltenen Fällen noch rational Denken können. Zombies die lernen können und selbst Entscheidungen treffen, trotzdem aber mit ihrem Hunger kämpfen müssen. Dieser neue und doch sehr unterschiedliche Weg Zombies darzustellen hat es echt in sich und bringt einen tollen neuen Blickpunkt in diese Geschichte. Sehr emotional und sehr persönlich ist die Story. Denn gerade weil man Melanies Sicht der Dinge ebenfalls miterlebt - aus den Augen des Objektes Zombie sehen kann - bringt viele neue Einsichten, Man bekommt den inneren Kampf von Melanie mit, ihr Streben nach der Anerkennung eines normalen Kindes und trotzdem wird sie behandelt wie ein Monster, ein Schwerstverbrecher und eben ein Zombie. Kein Vertrauen, denn sie ist immer noch befallen von dem Pilz, der die Menschheit in willenlose Wesen verwandelt hat. Ansonsten tut sich allerdings nicht allzu viel in der Geschichte. Klar wird die Story spannender und es kommt zu Vorfällen in der Forschungsanstalt. Melanie muss "freigelassen" werden um mit einer kleine Truppe zu überleben, denn die Anstalt wird zerstört. Doch so richtig den hohen Spannungsbogen erreicht die Geschichte selten. Die Story plätschert fast schon gemütlich vor sich hin und strebt nur wenige Male wirklich nach oben. Die Geschichte lebt einfach von Melanie, dem kontroversen Zombie, das einen eigenen Willen hat, sich entscheiden kann zu fressen oder nicht und wirklich eigene Handlungen treffen kann. Ihre Sicht ist es, die das Buch interessant macht. Aber trotzdem hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Der Start ist gut, über alles gesehen auch die komplette Geschichte interessant aber ein bisschen mehr Action und Adrenalin hätte ich mir dann doch erwartet. Trotzdem ist dieser neue Standpunkt zu Zombies durchaus interessant und lesenswert. Man darf sich schlichtweg nicht zu viel Action alla Zombie erwarten, denn der Ansatz lässt das in dieser Gruppe einfach nicht zu. Mehr eine sehr persönliche und berührende Story, die einen hier erwartet. Noch gespannter bin ich jetzt aber auf jeden Fall auf die filmische Umsetzung!

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  • Zombies mit Hirn - The Girl With All The Gifts

    The Girl with All the Gifts
    N9erz

    N9erz

    03. November 2016 um 21:40

    Melanie wacht jeden Morgen in ihrer Zelle auf - zu einem klar strukturierten Wochenplan. Definiert von Klassenunterricht, Fütterung und Stillstand. Bei jeder Ausführung zum Unterricht wird sie festgeschnürt und mit Waffen in Schach gehalten. Denn Melanie ist ein Zombie, wenn auch eines der besonderen Art. Sie kann noch klar denken, wird nicht stur vom Hunger geführt und ist Teil eines Programmes um ein Heilmittel gegen den Befall der Menschheit zu finden.Doch nicht alles läuft in der Forschungsanstalt nach Plan und bald sind drastische Maßnahmen notwendid. Wie weit kann man sich auf Melanie verlassen? ----- Es ist der unterschiedliche und neue Ansatz zu Zombies, der mich bei "The Girl With All The Gifts" besonders neugierig gemacht hat. Zombies die nicht nur von ihrem Hunger geleitet werden, sondern in seltenen Fällen noch rational Denken können. Zombies die lernen können und selbst Entscheidungen treffen, trotzdem aber mit ihrem Hunger kämpfen müssen. Dieser neue und doch sehr unterschiedliche Weg Zombies darzustellen hat es echt in sich und bringt einen tollen neuen Blickpunkt in diese Geschichte.Sehr emotional und sehr persönlich ist die Story. Denn gerade weil man Melanies Sicht der Dinge ebenfalls miterlebt - aus den Augen des Objektes Zombie sehen kann - bringt viele neue Einsichten, Man bekommt den inneren Kampf von Melanie mit, ihr Streben nach der Anerkennung eines normalen Kindes und trotzdem wird sie behandelt wie ein Monster, ein Schwerstverbrecher und eben ein Zombie. Kein Vertrauen, denn sie ist immer noch befallen von dem Pilz, der die Menschheit in willenlose Wesen verwandelt hat.Ansonsten tut sich allerdings nicht allzu viel in der Geschichte. Klar wird die Story spannender und es kommt zu Vorfällen in der Forschungsanstalt. Melanie muss "freigelassen" werden um mit einer kleine Truppe zu überleben, denn die Anstalt wird zerstört. Doch so richtig den hohen Spannungsbogen erreicht die Geschichte selten. Die Story plätschert fast schon gemütlich vor sich hin und strebt nur wenige Male wirklich nach oben.Die Geschichte lebt einfach von Melanie, dem kontroversen Zombie, das einen eigenen Willen hat, sich entscheiden kann zu fressen oder nicht und wirklich eigene Handlungen treffen kann. Ihre Sicht ist es, die das Buch interessant macht. Aber trotzdem hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Der Start ist gut, über alles gesehen auch die komplette Geschichte interessant aber ein bisschen mehr Action und Adrenalin hätte ich mir dann doch erwartet.Trotzdem ist dieser neue Standpunkt zu Zombies durchaus interessant und lesenswert. Man darf sich schlichtweg nicht zu viel Action alla Zombie erwarten, denn der Ansatz lässt das in dieser Gruppe einfach nicht zu. Mehr eine sehr persönliche und berührende Story, die einen hier erwartet. Noch gespannter bin ich jetzt aber auf jeden Fall auf die filmische Umsetzung!

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  • Eine Dystopie der anderen Art - mich hat sie gepackt!

    The Girl with All the Gifts
    jasbr

    jasbr

    25. February 2016 um 22:59

    Ich habe schon viele Dystopien gelesen. Die meisten davon waren allerdings eher für Young Adults, hatten eine Liebesgeschichte dabei und meistens ein positives Ende. Ganz anders ist dieses Buch. Um es in einigen Worten zusammenzufassen: Schonungslos, brutal, packend, bewegend. Mich hat die Geschichte rund um Melanie - ein unschuldiges Kind? - wirklich gefesselt. Dass es sich um eine Dystopie handelt, war mir am Anfang nicht bewusst, da ich das Buch eher blind in die Hand genommen haben - der Titel hat mich neugierig gemacht. Es startet auch eher harmlos. Der Leser bekommt erst nach und nach die Informationen, was das besondere an Melanie und ihren Klassenkameraden ist. Und dann geht alles ganz plötzlich: Es wird actionreich, brutal, schonungslos. Ab und zu gibt es einige Längen, diese werden aber durch das Gesamtpaket kompensiert. Die Sprache ist sehr nüchtern, fast schon emotionslos. Das führt dazu, dass man als Leser noch mehr gepackt wird, weil es doch relativ ungewöhnlich ist. Ich hatte beim Lesen Gänsehaut! Es gibt nicht nur Schwarz-Weiß, sondern auch irgendetwas in der Mitte. Richtiges und falsches Handeln verschwimmen. Ich habe oft gedacht: Was würde ich mich? Würde ich aufgeben?  Das Ende hat mich im ersten Moment etwas unbefriedigt zurückgelassen. Es gibt Raum zum Nachdenken. Mit etwas Abstand muss ich sagen, dass es gut gewählt ist. Auch wenn ich nicht weiß, ob ich es als hoffnungsvoll oder hoffnungslos eingeordnet werden soll. Am besten, ihr bildet euch hier eure eigene Meinung! Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Dystopien der anderen Art lieben!

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  • Let's read in English 2015

    TinaLiest

    TinaLiest

    New year, new reading challenge: Let's read in English 2015! You love reading in English and you would like to read more English books? We have the perfect reading challenge for you: our Let’s read in English Challenge! No matter how good your English skills are - don't be shy, join the fun and read some thrilling books in the original! Every month you have the chance to join a reading group for a funny, thrilling or romantic novel published by Penguin Random House UK, to discuss it with other readers in German or English and to earn points for writing a review. Also, you can earn points for every review you write about an English book (either in German or English). Thereby, you're totally free in your choice of books: there are no restrictions concerning author, genre, publisher or publishing date. You can find further information on the challenge and the prices here! Every month we will count your points and update the ranking on the website Let's read in English Challenge. It is important that you post the links to your reviews here. Reviews that aren't linked here will not be counted. Of course you can also chat with others, recommend books and ask questions in this topic. If you have specific questions about the challenge, feel free to write me a message! Now everything that is left to say: Ready, set, go! Let's start a year full of books and English and literature! Have fun! :)

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  • Postapokalyptischer Thriller

    The Girl with All the Gifts
    Deengla

    Deengla

    28. February 2015 um 13:50

    Kurzmeinung Tolle Grundidee, solide umgesetzt, aber einige Längen. Dennoch hatte ich das Buch ratzfatz gelesen. 3 1/2 Sterne Inhalt Melanie lebt in einer Zelle. Jeden Morgen wird sie von Seargant Parks in einen Rollstuhl geschnallt und ins Klassenzimmer gerollt, wo andere Kinder wie sie sind und gemeinsam lernen. Ihre Lieblingslehrerin ist Miss Justineau. Doch manche Kinder kommen nie wieder und Melanie begreift langsam, warum. Meine ausführlichere Meinung Sollte jemand tatsächlich noch nicht wissen, wovon das Buch eigentlich handelt (der englische Klappentext verrät meiner Meinung nach schon zu viel), wird er es jedoch sehr schnell beim Lesen verstehen. Es ist auf jeden Fall meiner Meinung nach ein interessanter und origineller Ansatz in einem recht beliebten Genre. Die große Stärke ist für mich der wissenschaftliche Aspekt des Buches und wie die postapokalyptische Welt gezeichnet wird. Dies ist wirklich faszinierend und, wie ich finde, äußerst gelungen. Die große Schwäche sind für mich jedoch eindeutig die Charaktere. Zu allen blieb bei mir stets eine Distanz bestehen und sie wurden mir doch zu sehr auf ihre Rollen im Gesamtbild reduziert. Wirkliche Emotionen bzw. Mitgefühl habe ich für keinen aufbringen können - trotz teils dramatischer Situationen. Auch war es mir zu sehr Methode Holzhammer, wie eine bestimmte Figur der griechischen Mythologe in die Geschichte eingearbeitet wurde. Für mich war daher von Anfang an klar, wie das Buch ausgehen würde bzw. muss. Dennoch war ich von dem Buch insofern gefesselt, als dass die tollen Beschreibungen die Szenen haben vor meinem inneren Auge abspielen lassen und ich interessiert daran war, wie die einzelnen Figuren sich entwickeln bzw. ob sie ihr Ziel erreichen. Fazit Ein Buch, welches ich mir als Film richtig gut vorstellen kann, aber in dem mich vor allen Dingen die Charaktere recht kalt gelassen haben. Die wissenschaftliche Grundidee dahinter finde ich top und richtig gut ausgearbeitet und es war - trotz einiger Längen - eigentlich sehr angenehm zu lesen. 3 1/2 Sterne.

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  • Die Büchse der Pandora

    The Girl with All the Gifts
    Wortmagie

    Wortmagie

    26. October 2014 um 20:57

    „The Girl With All The Gifts“ – das heißt auf Deutsch so viel wie „die Allbeschenkte”. Klingt merkwürdig, oder? Es gibt aber eine mythologische Figur, deren Name genau das bedeutet: Pandora. Eine kleine Auffrischung in griechischer Mythologie gefällig? :) Nachdem Prometheus das Feuer stahl und den Menschen brachte, zürnte der Göttervater Zeus nicht nur Prometheus selbst, sondern befand, dass auch die Menschheit bestraft werden müsse. Er erteilte dem Schmied der Götter, Hephaistos, den Befehl, eine Frau aus Lehm zu erschaffen: Pandora. Pandora erhielt verschiedene Gaben von den Göttern; sie war schön, liebreizend, musikalisch begabt und geschickt, aber auch neugierig und übermütig. Zusätzlich erhielt sie von Zeus eine Büchse, die sie den Menschen schenken sollte, welche aber niemals geöffnet werden durfte. Pandora wurde zu Prometheus‘ Bruder Epimetheus gebracht und mit ihm vermählt. Doch ihr Wesen, das von den Göttern geschaffen wurde, erlaubte ihr nicht, die Büchse verschlossen zu lassen – direkt nach ihrer Hochzeit siegten Neugier und Übermut und Pandora öffnete die Büchse. Die Menschheit kannte bis dahin weder Krankheit, noch Übel oder Tod. Nun wurde sie von all den Lastern und Plagen überschwemmt, die die Büchse enthielt und die Welt wurde zu einem trostlosen Ort. Pandora verschloss die Büchse wieder, aber eines blieb zurück: die Hoffnung. Erst später öffnete sie die Büchse erneut und ließ auch diese entweichen. Melanie, die Protagonistin aus „The Girl With All The Gifts“, hat einiges mit der mythologischen Pandora gemein. Das Leben der 10-jährigen Melanie besteht hauptsächlich aus den verschlossenen Türen und drastischen Sicherheitsvorschriften einer Militärbasis. Sie wird unterrichtet, ihr wird zu essen gegeben, sie wird gesäubert. Den Großteil der Zeit hält sie sich in ihrer Zelle auf, doch mehrmals die Woche wird sie von Sergeant Parks in das Klassenzimmer zu ihrer Lehrerin Helen Justineau gebracht. Melanie ist zu klug, um nicht zu begreifen, dass sie und die anderen Kinder, die in den weiteren Zellen leben, irgendwie anders sind und deswegen so streng behandelt werden. Manchmal verschwinden ihre Freunde einfach. Sie werden zu Dr. Caldwell gebracht und kehren danach nie mehr zurück. Melanie fürchtet sich zu sehr, um zu fragen, was mit ihnen geschieht – bis sie es eines Tages selbst herausfinden soll. Sie ist starr vor Angst, als sie auf dem Untersuchungstisch liegt und Dr. Caldwell ein glänzendes, scharfes Messer zur Hand nimmt. Doch sie hat Glück im Unglück: die Militärbasis wird überfallen und Melanie kann gemeinsam mit Ms. Justineau, Sergeant Parks, Dr. Caldwell und dem jungen Private Gallagher fliehen, hinaus in die Wildnis. Dort, wo die Hungrigen leben. Die kleine Gruppe macht sich auf eine scheinbar aussichtslose Überlebensmission, während der Melanie begreift, was an ihr so anders ist und woher die Hungrigen ihren Namen haben… Ich weiß nicht, was ich von „The Girl With All The Gifts“ erwartet hatte, aber DAS war es ganz bestimmt nicht. Dieses Buch ist ein dystopischer Zombie-Thriller. Wer hätte das gedacht? Allerdings ist die Postapokalypse keinesfalls einfach nur hingeklatscht, um einer möglichst actiongeladenen, aber flachen Handlung einen Rahmen zu geben. Nein, da hat sich jemand richtig viel Mühe gegeben und mächtig viele Gedanken gemacht. Die biologische Komponente, der Hintergrund, wie die Zombies/Hungrigen sich entwickeln konnten, hat mich vorbehaltlos überzeugt. M.R. Carey ist bis ins letzte Detail gegangen und wartet mit plausiblen wissenschaftlichen Erklärungen auf; ich hatte das Gefühl, er hat ungemein sorgfältig recherchiert, um eine fundierte Basis für seinen Roman zu schaffen. Ich halte es nach der Lektüre nicht mal für abwegig, dass seine Zukunftsvision wirklich so passieren könnte. Trotz dessen war ich den überwiegenden Teil des Buches nicht sonderlich begeistert. Ich fand zu keinem der Charaktere einen Zugang und fragte mich immer wieder, wo der Autor eigentlich mit mir hin will. Die Gruppe um Melanie schleppt sich durch eine zerstörte Welt, um einer fadenscheinigen Hoffnung nachzujagen, von wirklicher Spannung konnte keine Rede sein. Es kam mir lange so vor, als wäre „The Girl With All The Gifts“ eine Charakterstudie von Menschen in einer Extremsituation. Ich beobachtete die unterschiedlichen Figuren aus der Ferne und schaute mir an, wie verschieden ihr Blick auf die Welt ist. Dr. Caldwell, die brillante, emotionslose Schlächterin; Ms. Justineau, die oft so aufbrausend und emotional reagiert, dass sie dabei schnell die Grenze zur Irrationalität überschreitet; Sergeant Parks, der Soldat, der immer das tut, was getan werden muss und Private Gallagher, der vor allem eines ist: jung. Auf gewisse Weise bilden sie ein Quadrat aus Extrempunkten menschlichen Verhaltens und in ihrer Mitte steht Melanie, mit all ihrer Andersartigkeit und ihrem unglaublichen Verstand. So interessant das alles war, es wäre mir nur sehr knappe 3 Sterne wert gewesen. Doch wie ihr seht, hat es letztendlich für 4 gereicht und das ist den letzten Seiten des Buches geschuldet. Das Ende hat mich völlig vom Hocker gerissen. Plötzlich machte alles einen Sinn und ich erkannte, was sich M.R. Carey (vermutlich) dabei gedacht hat, was er mir sagen wollte. Melanie ist Pandora, das extrem begabte Mädchen, das die Hoffnung in einer Büchse mit sich herumträgt. Nietzsche war der Ansicht, dass die Hoffnung das Schlimmste aller Übel in Pandoras Büchse war und sicherlich könnte man diesen Ansatz auch in „The Girl With All The Gifts“ finden. Ich glaube aber, dass M.R. Carey vielmehr darauf hinaus wollte, dass es bei Hoffnung stark auf die Perspektive ankommt. Menschen denken meist in so klitzekleinen Dimensionen, dass sie übersehen, dass es Hoffnung ohne sie geben kann. Die Evolution schläft nie; die Welt dreht sich auch ohne die Menschheit weiter. Als Melanie die Hoffnung aus der Büchse entweichen lässt, entspricht diese keinesfalls dem, was ihre vier Mitreisenden erwartet hatten. Und doch ist es das Beste, was sie tun konnte. Sie ist Anfang und Ende, alles in einem. Normalerweise fasse ich mich in Rezensionen kürzer, doch im Fall von „The Girl With All The Gifts“ hielt ich es für wichtig, etwas auszuholen und euch noch einmal die Sage der Pandora ins Gedächtnis zu rufen, weil diese viel mit der Geschichte des Buches zu tun hat. Es ist einfach wunderbar, wie M.R. Carey detaillierte Wissenschaft und tiefgründige Philosophie ineinander greifen ließ. Der Roman kommt wie das übliche Zombie-Spektakel daher; das Ende jedoch gibt „The Girl With All The Gifts“ einen so umfassenden Dreh, dass man hier eindeutig nicht mehr von einem genretypischen Vertreter sprechen kann. Es ist etwas Besonderes. Ich denke, „The Girl With All The Gifts“ ist eine Lektüre für geduldige LeserInnen, die auf eine tiefsinnige Wendung auch mal länger warten können. Der Aufwand wird sich lohnen.

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