M. W. Ludwig

 4.5 Sterne bei 6 Bewertungen

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Der Earl von Gaudibert

Der Earl von Gaudibert

 (6)
Erschienen am 05.01.2017

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Rezension zu "Der Earl von Gaudibert" von M. W. Ludwig

Kleines Buch - GROSSE Unterhaltung
Wuerfelheldvor 2 Jahren

„Der Earl von Gaudibert“ ist eine Novelle aus der Feder von M. W. Ludwig ganz im Stile eines Baron von Münchhausen trifft auf In achtzig Tagen um die Welt. Diese Mischung hat neugierig gemacht und mal schauen wie es dann wirklich rüberkommt.

KLAPPENTEXT
Der englische Gentleman Graham McPherson liebt es, in seinem Club von angeblichen Abenteuern auf dem Mond zu erzählen. Niemand zweifelt an seinen Ausführungen, bis ein neues Clubmitglied ihn der Lüge bezichtigt und zu einer folgenschweren Wette herausfordert: Bis zum nächsten Vollmond soll McPherson seine Behauptungen beweisen. Keine leichte Aufgabe, immerhin schreiben wir das Jahr 1895. Doch mit der Unterstützung des Profibetrügers Suggs und der schlagkräftigen Thailänderin Gann Li-Pen, ersinnt er einen ebenso verzweifelten wie tollkühnen Plan.

MEINE MEINUNG
Der  Art Skript Phantastik Verlag ist bekannt für seine Steampunk-Bücher und so ist es gar nicht ungeschickt, einen englischen Gentleman in bester Baron von Münchhausen-Manier seine Mit-Gentlemen beschwindeln zu lassen, um im Mittelpunkt zu stehen, und ihnen von seinen Mondabenteuern ein ordentliches Märchen aufbinden zu lassen. Dumm nur, dass einer mit einer Wette kontert und McPherson fabei so an der Ehre packt, dass er sich dazu gezwungen fühlt, die Wette anzunehmen. Und da nicht ganz klar ist, wieviel Steampunk in der Novelle steckt, scheint der Plan, genau das eben zu tun nicht abwegig, wobei der Autor auch geschickt mit den Erwartungen des Lesers spielt. Schon das Zusammenstellen seines Teams ist ein Abenteuer für sich, welches sich zugleich locker leicht weglesen lässt. Gerade die beiden Nebencharaktere sind schillernde Persönlichkeiten und auch der Earl erfährt im Laufe der Novelle eine Wandlung seiner Ansichten.

Als schneller Lesesnack für Zwischendurch gut geeignet, egal ob man aus Richtung Steampunk, Märchen, Jules Verne oder Baron von Münchhausen kommt. Und bei dem Preis kann man so überhaupt nicht meckern.

MEINE WERTUNG
4,5 von 5 Mondlandungen

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Rezension zu "Der Earl von Gaudibert" von M. W. Ludwig

eine Reise zum Mond
meggies_fussnotenvor 2 Jahren


Graham McPherson ist ein notorischer Schwindler. So behauptet er, auf dem Mond gewesen und dort sogar der Earl eines Mondkraters namens Gaudibert zu sein. Als Beweis hat er Monddiamanten dabei. Als angesehener Bürger Londons hat er viele Anhänger, doch sein größter Gegner Vincent St. John-Smythe möchte weitere Beweise und verleitet McPherson zu einer Wette. Wenn er es bis zum nächsten Vollmond schafft, zum Mond zu fliegen, bekommt er 20.000 Pfund. Als Gegensatz steht seine Ehre auf dem Spiel. Diese ist McPherson sehr wichtig und so sucht er einen Weg, seinen Schwindel wahr werden zu lassen. Dabei stößt er auf den Ganoven Suggs und die geheimnisvolle Chinesin Gann. Und verspricht auch diesen das Blaue vom Himmel.


Wieder eine Novelle aus dem Art Skript Phantastik Verlag und wieder eine rasante Geschichte, die vor Fantasie des Autors nur so strotzt. Schon von der ersten Seite an ist man in der Story drin. 


Graham McPherson ist ein sympathischer Kerl, obwohl er mit seinen Schwindeleien viele auf den Leim gehen lässt.
Als er von seinem größten Gegner St. John-Smythe in die Schranken gewiesen wird und seine Ausflüge zum Mond doch beweisen soll, befindet sich der selbsternannte Earl von Gaudibert natürlich in arger Bedrängnis. Durch Hilfe des Kleinganoven Suggs lernt er auch die Chinesin Gann kennen, die durch Wetten und ihren Lebensunterhalt verdient.


Und so findet man sich unvermittelt in einer Mischung aus Jules Vernes "Von der Erde zum Mond" sowie "Die Lügengeschichten des Baron Münchhausen" wieder.
Die Story steckt voll mit Anspielungen auf verschiedene Dinge, sei es Buch oder Film. So auch den Sciencefiction-Film "Die Reise zum Mond" von Georges Méliès (übrigens sehr sehenswert).


Die Novelle fliegt so dahin und es kommt keine Langeweile auf. Im Gegenteil, ich hätte noch stundenlang die Bemühungen von McPherson, Suggs und Gann mitverfolgen können, vor allem da die drei ein tolles Gespann sind.


Wenn man jedoch am Ende der Geschichte angelangt ist, kommt ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass man sich auf weitere Teile freuen darf.


Der Autor hat einen lockeren Schreibstil und lässt so nebenbei auch viele Namen in die Geschichte einfließen, die zwar mehr oder weniger kleinere Rollen spielen, aber so noch ein I-Tüpfelchen auf alles draufsetzen. So darf man sich zum Beispiel auf ein (Lese)Treffen mit Jules Verne, Orson Wells, H.G. Wells oder eben den oben erwähnten Georges Méliès freuen darf. Aber noch viele weitere finden ihren Weg in den Roman.


Ich hatte richtig Spaß beim Lesen und konnte auch das Handeln der Protagonisten nachvollziehen. Vor allem McPherson Flunkereien und sein Herauswinden aus dem Lügengeflecht waren sehr unterhaltsam. 


Durch die abwechslungsreichen Szenen hatte jeder Protagonist auch seinen Auftritt und so ergab sich ein letztendlich sehr stimmiges Gesamtbild mit Ausblick auf eine Fortsetzung.


Fazit: 
Ein rasanter Ausflug zum Mond. 

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Rezension zu "Der Earl von Gaudibert" von M. W. Ludwig

Amüsante Geschichte
Sandra1978vor 2 Jahren

Inhalt

Der distinguierte Earl von Gaudibert ist seit jeher fasziniert vom Mond und seinen Möglichkeiten, und studiert diesen schon seit Langem.

Irgendwann verselbständigen sich seine Geschichten, und vor der gesamten feinen Gesellschaft erzählt er in seinem Lieblingsclub, dass er bereits auf dem Mond war, dort seltsame Wesen getroffen hat und ein Diamantfeld besitzt. 

Dumm nur, dass ihm nicht jeder glaubt und ihm ein Möchtegern-Spiritist eine Wette anbietet: Der Earl soll binnen 2 Wochen den Beweis für seine Mondreise antreten, sonst verliert er sein gesamtes Vermögen.
Da es für den Earl nichts Schlimmeres gibt, als sein Gesicht zu verlieren, geht er auf die Wette ein - auch um die schöne Lady Mircalla zu beeindrucken, die er unbedingt ehelichen will.

Doch dann beginnt die Verzweiflung: Wie soll er diese Wette nur gewinnen? Zusammen mit den zwilichtigen Gestalten Sugg und Gann und anderen Gehilfen beginnt er den Wettlauf mit der Zeit (und allerhand abenteuerlichen Gerätschaften und Individuen).


Beurteilung 

Ich bin ja eigentlich nicht so der Fan von Novellen - das ist mehr wie eine Kurzgeschichte und weniger wie ein Roman, also nichts Halbes und nichts Ganzes :-)

Da ich den Verlag aber durch meine Blogarbeit schon kenne und auch die hohe Qualität der dort erscheinenden Geschichten, habe ich mich auch dieser Novelle angenommen. 

Der Autor ist mir bislang unbekannt. Wir treffen auf einen etwas altmodischen, aber gut zu lesenden Schreibstil, eine amüsante und sehr kurzweilige Erzählweise und interessante und liebenswürdige Charaktere. 
Tollpatschiger feiner Herr mit einfachem Gemüt und gutem Herz stolpert mehr oder weniger ohne eigenes Zutun immer wieder über die genau richtigen Personen, die ihm im letzten Moment weiterhelfen. 
Die eigentlichen Helden sind hier die Handlanger des Earl, und den klassischen Bösewicht haben wir natürlich auch. 
Ein bisschen mutet die Szenerie an wie in einem Western, finde ich, auch wenn es kein Duell in diesem Sinne gibt, läuft das Finale der Wette doch fast darauf hinaus. 

Viel Steampunk gibt es hier eigentlich auch nicht, so dass ich die Novelle eigentlich nicht guten Gewissens in dieses Genre klassifizieren kann - eigentlich ist es einfach nur eine gute, erfundene Geschichte aus der feinen Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts. 

Fazit: Amüsant, kurzweilig, nette Idee, warum nicht? Mit diese Novelle kommt keine Langeweile auf, und es ist mal was anderes als die klassischen Szenerien aus Fantasy oder Steampunk. 

Jetzt kommt das große kleine Aber: Es war zwar sehr nett zu lesen, aber vom Hocker geholt hat es mich jetzt auch nicht. Deswegen gebe ich 4 von 5 Rezisternchen. 

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