M. W. Ludwig Der Earl von Gaudibert

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Inhaltsangabe zu „Der Earl von Gaudibert“ von M. W. Ludwig

Der englische Gentleman Graham McPherson liebt es, in seinem Club von angeblichen Abenteuern auf dem Mond zu erzählen. Niemand zweifelt an seinen Ausführungen, bis ein neues Clubmitglied ihn der Lüge bezichtigt und zu einer folgenschweren Wette herausfordert: Bis zum nächsten Vollmond soll McPherson seine Behauptungen beweisen. Keine leichte Aufgabe, immerhin schreiben wir das Jahr 1895. Doch mit der Unterstützung des Profibetrügers Suggs und der schlagkräftigen Thailänderin Gann Li-Pen, ersinnt er einen ebenso verzweifelten wie tollkühnen Plan.

ein schwindelerregender Ausflug zum Mond... mit einigen Tücken.

— kleeblatt2012
kleeblatt2012

Wer Lust auf eine unterhaltsame, wie intelligent konstruierte Reise zum Mond hat...

— nickypaula
nickypaula

Kurzweiliges Steampunk-Abenteuer

— AmaliaZeichnerin
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    Der Earl von Gaudibert
    Wuerfelheld

    Wuerfelheld

    24. May 2017 um 10:50

    „Der Earl von Gaudibert“ ist eine Novelle aus der Feder von M. W. Ludwig ganz im Stile eines Baron von Münchhausen trifft auf In achtzig Tagen um die Welt. Diese Mischung hat neugierig gemacht und mal schauen wie es dann wirklich rüberkommt. KLAPPENTEXT Der englische Gentleman Graham McPherson liebt es, in seinem Club von angeblichen Abenteuern auf dem Mond zu erzählen. Niemand zweifelt an seinen Ausführungen, bis ein neues Clubmitglied ihn der Lüge bezichtigt und zu einer folgenschweren Wette herausfordert: Bis zum nächsten Vollmond soll McPherson seine Behauptungen beweisen. Keine leichte Aufgabe, immerhin schreiben wir das Jahr 1895. Doch mit der Unterstützung des Profibetrügers Suggs und der schlagkräftigen Thailänderin Gann Li-Pen, ersinnt er einen ebenso verzweifelten wie tollkühnen Plan. MEINE MEINUNG Der  Art Skript Phantastik Verlag ist bekannt für seine Steampunk-Bücher und so ist es gar nicht ungeschickt, einen englischen Gentleman in bester Baron von Münchhausen-Manier seine Mit-Gentlemen beschwindeln zu lassen, um im Mittelpunkt zu stehen, und ihnen von seinen Mondabenteuern ein ordentliches Märchen aufbinden zu lassen. Dumm nur, dass einer mit einer Wette kontert und McPherson fabei so an der Ehre packt, dass er sich dazu gezwungen fühlt, die Wette anzunehmen. Und da nicht ganz klar ist, wieviel Steampunk in der Novelle steckt, scheint der Plan, genau das eben zu tun nicht abwegig, wobei der Autor auch geschickt mit den Erwartungen des Lesers spielt. Schon das Zusammenstellen seines Teams ist ein Abenteuer für sich, welches sich zugleich locker leicht weglesen lässt. Gerade die beiden Nebencharaktere sind schillernde Persönlichkeiten und auch der Earl erfährt im Laufe der Novelle eine Wandlung seiner Ansichten. Als schneller Lesesnack für Zwischendurch gut geeignet, egal ob man aus Richtung Steampunk, Märchen, Jules Verne oder Baron von Münchhausen kommt. Und bei dem Preis kann man so überhaupt nicht meckern. MEINE WERTUNG 4,5 von 5 Mondlandungen

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  • eine Reise zum Mond

    Der Earl von Gaudibert
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    02. April 2017 um 20:23

    Graham McPherson ist ein notorischer Schwindler. So behauptet er, auf dem Mond gewesen und dort sogar der Earl eines Mondkraters namens Gaudibert zu sein. Als Beweis hat er Monddiamanten dabei. Als angesehener Bürger Londons hat er viele Anhänger, doch sein größter Gegner Vincent St. John-Smythe möchte weitere Beweise und verleitet McPherson zu einer Wette. Wenn er es bis zum nächsten Vollmond schafft, zum Mond zu fliegen, bekommt er 20.000 Pfund. Als Gegensatz steht seine Ehre auf dem Spiel. Diese ist McPherson sehr wichtig und so sucht er einen Weg, seinen Schwindel wahr werden zu lassen. Dabei stößt er auf den Ganoven Suggs und die geheimnisvolle Chinesin Gann. Und verspricht auch diesen das Blaue vom Himmel.Wieder eine Novelle aus dem Art Skript Phantastik Verlag und wieder eine rasante Geschichte, die vor Fantasie des Autors nur so strotzt. Schon von der ersten Seite an ist man in der Story drin. Graham McPherson ist ein sympathischer Kerl, obwohl er mit seinen Schwindeleien viele auf den Leim gehen lässt.Als er von seinem größten Gegner St. John-Smythe in die Schranken gewiesen wird und seine Ausflüge zum Mond doch beweisen soll, befindet sich der selbsternannte Earl von Gaudibert natürlich in arger Bedrängnis. Durch Hilfe des Kleinganoven Suggs lernt er auch die Chinesin Gann kennen, die durch Wetten und ihren Lebensunterhalt verdient.Und so findet man sich unvermittelt in einer Mischung aus Jules Vernes "Von der Erde zum Mond" sowie "Die Lügengeschichten des Baron Münchhausen" wieder.Die Story steckt voll mit Anspielungen auf verschiedene Dinge, sei es Buch oder Film. So auch den Sciencefiction-Film "Die Reise zum Mond" von Georges Méliès (übrigens sehr sehenswert).Die Novelle fliegt so dahin und es kommt keine Langeweile auf. Im Gegenteil, ich hätte noch stundenlang die Bemühungen von McPherson, Suggs und Gann mitverfolgen können, vor allem da die drei ein tolles Gespann sind.Wenn man jedoch am Ende der Geschichte angelangt ist, kommt ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass man sich auf weitere Teile freuen darf.Der Autor hat einen lockeren Schreibstil und lässt so nebenbei auch viele Namen in die Geschichte einfließen, die zwar mehr oder weniger kleinere Rollen spielen, aber so noch ein I-Tüpfelchen auf alles draufsetzen. So darf man sich zum Beispiel auf ein (Lese)Treffen mit Jules Verne, Orson Wells, H.G. Wells oder eben den oben erwähnten Georges Méliès freuen darf. Aber noch viele weitere finden ihren Weg in den Roman.Ich hatte richtig Spaß beim Lesen und konnte auch das Handeln der Protagonisten nachvollziehen. Vor allem McPherson Flunkereien und sein Herauswinden aus dem Lügengeflecht waren sehr unterhaltsam. Durch die abwechslungsreichen Szenen hatte jeder Protagonist auch seinen Auftritt und so ergab sich ein letztendlich sehr stimmiges Gesamtbild mit Ausblick auf eine Fortsetzung.Fazit: Ein rasanter Ausflug zum Mond. 

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  • Amüsante Geschichte

    Der Earl von Gaudibert
    Sandra1978

    Sandra1978

    12. February 2017 um 17:37

    Inhalt Der distinguierte Earl von Gaudibert ist seit jeher fasziniert vom Mond und seinen Möglichkeiten, und studiert diesen schon seit Langem. Irgendwann verselbständigen sich seine Geschichten, und vor der gesamten feinen Gesellschaft erzählt er in seinem Lieblingsclub, dass er bereits auf dem Mond war, dort seltsame Wesen getroffen hat und ein Diamantfeld besitzt.  Dumm nur, dass ihm nicht jeder glaubt und ihm ein Möchtegern-Spiritist eine Wette anbietet: Der Earl soll binnen 2 Wochen den Beweis für seine Mondreise antreten, sonst verliert er sein gesamtes Vermögen. Da es für den Earl nichts Schlimmeres gibt, als sein Gesicht zu verlieren, geht er auf die Wette ein - auch um die schöne Lady Mircalla zu beeindrucken, die er unbedingt ehelichen will. Doch dann beginnt die Verzweiflung: Wie soll er diese Wette nur gewinnen? Zusammen mit den zwilichtigen Gestalten Sugg und Gann und anderen Gehilfen beginnt er den Wettlauf mit der Zeit (und allerhand abenteuerlichen Gerätschaften und Individuen). Beurteilung  Ich bin ja eigentlich nicht so der Fan von Novellen - das ist mehr wie eine Kurzgeschichte und weniger wie ein Roman, also nichts Halbes und nichts Ganzes :-) Da ich den Verlag aber durch meine Blogarbeit schon kenne und auch die hohe Qualität der dort erscheinenden Geschichten, habe ich mich auch dieser Novelle angenommen.  Der Autor ist mir bislang unbekannt. Wir treffen auf einen etwas altmodischen, aber gut zu lesenden Schreibstil, eine amüsante und sehr kurzweilige Erzählweise und interessante und liebenswürdige Charaktere.  Tollpatschiger feiner Herr mit einfachem Gemüt und gutem Herz stolpert mehr oder weniger ohne eigenes Zutun immer wieder über die genau richtigen Personen, die ihm im letzten Moment weiterhelfen.  Die eigentlichen Helden sind hier die Handlanger des Earl, und den klassischen Bösewicht haben wir natürlich auch.  Ein bisschen mutet die Szenerie an wie in einem Western, finde ich, auch wenn es kein Duell in diesem Sinne gibt, läuft das Finale der Wette doch fast darauf hinaus.  Viel Steampunk gibt es hier eigentlich auch nicht, so dass ich die Novelle eigentlich nicht guten Gewissens in dieses Genre klassifizieren kann - eigentlich ist es einfach nur eine gute, erfundene Geschichte aus der feinen Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts.  Fazit: Amüsant, kurzweilig, nette Idee, warum nicht? Mit diese Novelle kommt keine Langeweile auf, und es ist mal was anderes als die klassischen Szenerien aus Fantasy oder Steampunk.  Jetzt kommt das große kleine Aber: Es war zwar sehr nett zu lesen, aber vom Hocker geholt hat es mich jetzt auch nicht. Deswegen gebe ich 4 von 5 Rezisternchen. 

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  • Wer Lust auf eine unterhaltsame, wie intelligent konstruierte Reise zum Mond hat..

    Der Earl von Gaudibert
    nickypaula

    nickypaula

    06. February 2017 um 21:43

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Die Novelle „Der Earl von Gaudibert“ von M.W. Ludwig erschien Anfang Januar 2017 im Art Skript Phantastik Verlag und geht bereits in die zweite Auflage. Nach neuerer Definition ist es im Genre Steampunk einzuordnen, wobei nicht auf klassische Steampunk-Elemente zurückgegriffen wird, was aber nicht negativ zu verstehen ist.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Mit seinen Abenteuern auf dem Mond pflegt der englische Gentleman Graham McPherson sein vornehmes Publikum in den Londoner Clubs zu unterhalten. Dass er diese Weltraumfahrten natürlich nur theoretisch unternommen hat, ist dabei Nebensache, wird aber ein Problem, als ein Neider ihn auffordert, seine Geschichten doch zu beweisen. McPherson sieht sich natürlich gezwungen auf diese Herausforderung einzugehen, um sein Vermögen, viel wichtiger aber sein gesellschaftliches Ansehen zu wahren. Aber wie soll er beweisen, dass er Earl eines Mondkraters ist, wenn er doch noch nicht einmal ein Weltraumschiff besitzt? Immerhin ist es 1895. Es bleibt dem verzweifelten Earl also nur, die wissenschaftlichen Theorien einer Mondreise endlich in die Praxis umzusetzen. Doch dazu braucht es tatkräftige und nicht minder verrückte Unterstützung, die McPherson in Schlitzohr Suggs und Thailänderin Gann findet. Wird es dem Earl gelingen in kürzester Zeit nicht nur die Herzen seines Publikums, sondern auch den Mond wieder für sich zu gewinnen?   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Das Cover des „Earls von Gaudibert“ ist mit seinen mystischen Farben und den von unbekannten Schriftzeichen eingerahmtem Mond wirklich sehr gut gelungen. Trotz weniger Elemente spiegelt es die Faszination Weltraum wieder, vermittelt einen Hauch des Geheimnisvollen, bringt durch die „Plaketten“, mit den Buchtitel und Verlag hinterlegt sind und die Verschnörkelungen, aber auch den klassischen und vornehmen Stil der beschriebenen Epoche gut zur Geltung. Die sowohl im Cover als auch neben den Seitenzahlen platzierten Hände, wären zwar nicht unbedingt nötig gewesen, erinnern in ihrer geschwungenen Art, aber an einen Glühbirnendraht, sodass damit auch dem wissenschaftlichen Aspekten der Geschichte gezollt wird. Auch etwas überflüssig fand ich die Auflistung von Kapiteln und Seitenzahlen, da die Kapitel teilweise so kurz sind, dass man sie auch rein beim Durchblättern findet, insofern man ein bestimmtes suche, was allerdings nicht sehr wahrscheinlich ist, da sie sowieso nur Zahlnamen tragen. Was der ein oder andere vielleicht noch aus früheren Werken kennt, war sehr nett hier wiederzuentdecken – zahlreiche Fußnoten, die auf Grund der Verwendung verschiedener Sprachen auch wirklich nötig waren. Einzig etwas störend war der Trennungsstrich, wenn er manchmal Text und Fußnotennotiz nur sehr knapp voneinander abgrenzte.     ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Schreibstil: Wie für die Epoche und den Handlungsort England standesgemäß, schreibt M. W. Ludwig in einem sehr gehobenen Stil, der seiner Hauptfigur McPherson und dessen Umfeld die nötige Authentizität verleiht, aber dennoch in keinsterweise schwerfällig wirkt, sondern durch überaus unterhaltsame Formulierungen immer wieder aufgelockert wird, sodass für mich allein die Erkundung der sprachlichen Fähigkeiten des Autors schon ein Grund zum Weiterlesen war. Wer bisher allerdings eher weniger mit diesem geschichtlichen Zeitabschnitt zu tun hat, könnte über einige Fremdwörter stolpern, die nicht erklärt sind. Da es sich zumeist aber um Kleidungselemente handelt, die einfach heute nicht mehr geläufig ist, fand ich es jetzt nicht schlimm, dass diese nicht näher beleuchtet wurden, da es der Geschichte keinen Abbruch tut, selbst wenn man diese nicht versteht.   Gut umgesetzt ist auch die Verwendung unterschiedlicher Ausdrucksweisen verschiedener gesellschaftlicher Schichten, wobei ich im Zuge von manch inhaltlich sehr schneller Szene doch bemerkte, dass sich diese mitunter vermischten, was aber für den guten Lesefluss an sich nicht weiter von Belang ist. Dem sonst wirklich sehr unterhaltsamen und flüssigen Schreibstil taten lediglich einige unschöne Rechtschreib-und Formatierungsfehler Abbruch, welche so konträr zur eigentlichen Sorgfalt, mit der die Geschichte konstruiert wurde, standen. Nach Kontaktaufnahme mit dem Verlag, werden diese aber sofort nachgebessert. Ab der 3. Auflage bietet das Buch also auch ein optisch stolperfreies Lesevergnügen, sodass dies für die Bewertung nicht mehr so ins Gewicht fällt.   Story : Um den „Earl von Gaudibert“ gänzlich zu genießen, sollte man sich im Hinterkopf behalten, dass es sich dabei um eine Novelle handelt, denn es gibt gewisse Dinge, die man einem Roman oder einer Kurzgeschichte sehr wohl ankreiden würde, die im Rahmen einer Novelle aber durchaus konform gehen. Auch wenn die Unterscheidung nicht immer ganz klar ist, treten hier doch deutliche Elemente dieser Gattung auf, wie die im Mittelpunkt stehende und alles ins Rollen bringende, ungewöhnliche oder unerhörte Begebenheit, hier in Form der Lügenbezichtigung, die McPherson zum Handeln zwingt. Dabei dreht es sich hauptsächlich um diesen Handlungsstrang, sodass für große Situationserklärungen, Rückblicke in die Vergangenheit oder langsame Charakterentwicklung weder Platz noch Bedarf besteht. Allerdings werden doch einige kurze Nebenhandlungen eingebaut, die zum Teil bewusst offen gelassen werden, um überraschende Wendungen zu ermöglichen. Es gab aber auch hier und da gewisse Informationen, die tatsächlich unnötig waren, weil sie dem Leser doch Neugierde beschert haben, aber nicht wieder aufgegriffen wurden. Auch hätten manchen Szenen, der ein oder andere Satz mehr nicht geschadet, denn es entstanden manchmal Situationen, die vom Handlungsablauf nicht ganz stimmig waren, da nur eine Kleinigkeit vergessen wurde zu erwähnen wie z.B. das eine Person, die eben noch bewusstlos war, plötzlich im Angesicht eines Sturzes die Augen schloss… Während man gerade so schön in der spannungsgeladensten Szene des Werkes gefangen war, überkommt den Leser das sehr kurze Ende mit geradezu brachialer Gewalt. Natürlich hegt man den Wunsch, dies noch etwas ausführlicher mitzuerleben, da aber in der Novelle zumeist nicht dem Resultat, sondern dem Ereignis an sich mehr Gewichtung gegeben wird, kann dies auch nicht negativ angekreidet werden. Ein nicht hervorstechender, aber keines Falls nicht zu beachtender Fakt, ist das ebenso clevere, wie unterhaltsame Einbinden von diversen Persönlichkeiten geschichtlicher, und das ist zweideutig gemeint, Natur. Es mag einen zwar nicht jeder Name geläufig sein, aber es lohnt sich auch nach Unbekannten zu suchen, um in den Genuss der ganzen Tragweite des gekonnten Einsatzes dieser Personen zu kommen, die Fiktion und Geschichte auf zweierlei Art verbinden. Insgesamt ist die Geschichte wirklich sehr gut gemacht und trotz des kurzen Handlungszeitraums mit vielen Details und überraschenden Wendungen versehen, sodass eigentlich nie Langeweile aufkommt. Der Autor hat sich der Gattung Novelle wirklich sehr geschickt angenommen und zu Nutze gemacht.   Charaktere: Trotz der kurzen und recht schnelllebigen Story geraten die Handlungsträger gar nicht so in den Hintergrund, wie vielleicht vermutet. Zwar tauchen sehr viele Nebenpersonen auf, die nicht weiter beleuchtet werden, was aber überhaupt nicht schlimm ist, denn die Kombination der drei sehr unterschiedlichen Hauptfiguren sorgt für genügend Unterhaltung und Abwechslung. Sie bedienen zunächst Klischees, warten aber alle mit nicht ganz vorhersehbaren Entscheidungen auf, sodass sie immer interessant bleiben und man nach nur kurzer Zeit ihre Gesellschaft nicht mehr missen möchte. Auffallend ist allerdings die recht schnelle Entwicklung oder spontanen Meinungsänderungen der Figuren, welche ich einem Roman durchaus übel genommen und als unglaubhaft bezeichnet hätte, ich auf Grund des Novellencharakters aber nicht anklagen kann. Zu den Personen im Einzelnen soll an dieser Stelle nichts weiter verraten werden, die sollte man für sich wirken lassen. Fazit : Obwohl der Einstieg ein wenig holprig erschien, schaffte der Autor es schnell mich mit gekonnten und spitzfindigen Formulierungen zu begeistern und der Story trotz der anfänglichen sehr getragenen Szenerie, die nötige Würze zu verleihen. Die Geschichte um den Earl und seine außergewöhnliche Crew blieb zu jeder Zeit spannend und raffiniert gestrickt. Zwar erinnert es in manchen Zügen etwas an „In 80 Tagen um die Welt“, sodass man doch erahnen kann, das noch mehr hinter manchen Dingen steckt, wie sie umgesetzt wurden verleiht dem „Earl von Gaudibert“ aber die ausreichend eigene Note und stellt gleichzeitig  den Trend der damaligen Zeit gut dar.   Auch wenn es hinsichtlich der knapp 200 Seiten nur ein kurzweiliges Lesevergnügen war, so war es doch eins. Da mir trotzdem an mancher Stelle das Quäntchen zur Perfektion fehlte und mich die leider noch vorhandenen Fehler immer wieder zum Stolpern brachten, verdient sich der Earl hochachtungsvolle 4 von 5 Monden, äh Pardon, Sternen.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wer Lust auf eine unterhaltsame, wie intelligent konstruierte Reise zum Mond hat, der ist mit dem „Earl von Gaudibert“ bestens beraten. Das Lesealter würde ich trotzdem frühestens ab 16 ansetzen, da der ein oder andere im Jugendalter in Hinblick auf gehobene Sprache und Fremdwörter vielleicht doch die Lust verlieren mag. Es empfiehlt sich, Taja von Nickypaulas Bücherwelt

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  • Kurzweiliges Steampunk-Abenteuer

    Der Earl von Gaudibert
    AmaliaZeichnerin

    AmaliaZeichnerin

    22. January 2017 um 17:33

    Klappentext: Der englische Gentleman Graham McPherson liebt es, in seinem Club von angeblichen Abenteuern auf dem Mond zu erzählen. Niemand zweifelt an seinen Ausführungen, bis ein neues Clubmitglied ihn der Lüge bezichtigt und zu einer folgenschweren Wette herausfordert: Bis zum nächsten Vollmond soll McPherson seine Behauptungen beweisen. Keine leichte Aufgabe, immerhin schreiben wir das Jahr 1895. Doch mit der Unterstützung des Profibetrügers Suggs und der schlagkräftigen Thailänderin Gann Li-Pen, ersinnt er einen ebenso verzweifelten wie tollkühnen Plan. Meine Meinung: Die in London angesiedelte Geschichte erinnert von ihrer Ausgangsidee her ein wenig an "In 80 Tagen um die Welt" von Jules Verne. Wie sich die Mondreise darin gestaltet, verrate ich an dieser Stelle nicht wegen Spoilergefahr. Auf jeden Fall gelingt es dem Autor, eine spannende und kurzweilige Geschichte zu erzählen, bei der außerdem auf elegante Weise einige berühmte Persönlichkeiten (zum Teil auch aus der viktorianischen Literatur) nebenbei mit eingebunden werden, darunter der Film-Pionier Georges Méliès und ein sehr junger Charlie Chaplin. Eine der Hauptfiguren stammt aus Thailand, was insofern bemerkenswert ist, da zumindest im deutschsprachigen Steampunk multikulturelle Einflüsse zwar durchaus vorhanden sind, sich das allerdings selten auf wichtige Charaktere ausweitet. Nach dieser unterhaltsamen Geschichte bin ich gespannt auf weitere Werke des Autors. Link zur Verlagsseite: http://artskriptphantastik.de/DerEarlvonGaudibert.html

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