Link wurde jahrelang von seinen Mitschülern gemobbt, weil er ein Nerd ist. Nach dem Schuljahr will er die Schule verlassen, aber seine Eltern wollen, dass er vorher an einem Sommercamp mit seiner Klasse teilnimmt. Aber das Flugzeug zum Sommercamp stürzt auf einer einsamen Insel ab. Nur Link und sechs weitere Mitschüler überleben. Weil Link der Einzige ist, der weiß, wie man überlebt, sind die Machtverhältnisse auf der Insel ganz anders als in der Schule.
Die Idee ist für mich etwas Neues, deswegen hat mich der Klappentext auch angesprochen. Wie sich Mobbing auf manche Menschen auswirkt und wie sie Rache nehmen, klingt sehr spannend - so ist die Idee auch umgesetzt worden.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr ansprechend. Es wird aus der Ich-Perspektive von Link erzählt. So kann man die ganze Zeit nachvollziehen, warum er so handelt wie er es tut. Da kommt aber schon der erste Kritikpunkt von mir.
An sich ist die Handlung nachvollziehbar, aber Links Verhalten ist es nicht immer. Seine Handlungen sind vor allem im Mittelteil einfach unrealistisch. Kein Jugendlicher würde sich so verhalten, selbst dann nicht, wenn er jahrelang gemobbt wurde.
Während der Zeit auf der Insel entwickeln sich die Charaktere alle sehr gut. Die Charakterentwicklung ist ebenfalls realistisch.
Das Buch ist auch sehr spannend. Zwar dauert es etwas 100 Seiten, bis die Handlung wirklich in Schwung kommt, denn vorher wird nur erzählt, wie genau Link gemobbt wurde. Danach kommen die Schilderungen der Insel. Dort wird es spannend - einerseits wegen ständigen rätselhaften Phänomenen und andererseits weil die Jugendlichen um ihr Überleben kämpfen. Und zusätzlich werden ständig neue Dinge über sie enthüllt, was noch mehr Spannung hineinbringt.
Das Ende, beziehungsweise den Epilog finde ich allerdings sehr übertrieben und unrealistisch. Man hätte ihn sehr gut weglassen können.
Die Idee der Desert Island Discs zieht sich durch die gesamte Handlung. Es bringt etwas Neues hinein, was mit ebenfalls gut gefallen hat.
Insgesamt finde ich, dass Sieben - Spiel ohne Regeln ein spannendes Buch über die Auswirkungen von Mobbing ist. Aufgrund der vielen Thriller- Aspekte empfehle ich es allen Thriller-liebenden Personen, die mehr über Mobbing erfahren wollen.
M.A. Bennett
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von M.A. Bennett
Bloody Weekend
Sieben
Neue Rezensionen zu M.A. Bennett
Es war ein gutes Buch, aber mein fall war es nicht ganz. Es war trotzdem eine Interessante erfahrung.
Eine goldener Hirschkopf schimmert auf dem Cover und der Titel stellt ein blutiges Wochenende, mit einem Opfer, in den Vordergrund. Dies hat mich neugierig gemacht. Der Klappentext liefert bereits eine ausgeprägte Rahmenhandlung.
Das Buch steigt mit einem Rückblick der Hauptprotagonistin ein. Sie reflektiert ihre Erlebnisse und arbeitet sie auf, indem sie diese dem Leser erzählt.
Greer, bleibt im Verlauf des Buches die Erzählerin, sie bringt ihre Persönlichkeit, Gefühle und Selbstzweifel und jugendliche Erwartungen in die Geschichte ein.
Nach einem interessanten Bucheinstieg, folgt auf 100 Seiten Gebäude-, Landschafts- und Personenbeschreibungen, langweilige und für die Handlung unrelevante Zwischensequenzen.
St. Aiden, die Eliteschule, soll besonders für altertümliche Ansichten, Bräuche und Gepflogenheiten stehen und macht sich Medien-, Handy- und Internetverbot zum Leitgedanken. Gesellschaftskritik auf diese Art in einem Jugendroman in den Mittelpunkt zu stellen, ist eine gute Idee. Jedoch fand sie in diesem Buch leider kaum Umsetzung. Das Thema wurde lediglich an zwei Stellen thematisiert und nur oberflächlich beleuchtet.
Die Handlung gestaltet sich auch weiterhin langatmig, der Spannungsbogen baut sich für mein Empfinden nicht auf.
Als die Geschichte dem Höhepunkt entgegenkommt, ist dieser vorhersehbar und mündet ins Absurde. Die anschließende Auflösung ist kurz, knapp und unbefriedigend. An dieser Stelle wurde leider viel Potential verschenkt.
Abschließend steht der Leser einem letzten Plottwist gegenüber, dieser kommt zwar unerwartet, aber ist leider vollständig überflüssig und nimmt der Geschichte jegliche Ernsthaftigkeit.
Ich würde das Buch leider nicht weiterempfehlen.
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