Bloody Weekend

von M.A. Bennett 
3,8 Sterne bei24 Bewertungen
Bloody Weekend
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (17):
lucycarlyle_s avatar

Außergewöhnlich, atmosphärisch und aufregend!😍💜🧡

Kritisch (3):
lex-bookss avatar

Super Geschichte! Theoretisch. Denn die Protagonistin erzählt in einem durchgehend lahmen Plapperton.

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Inhaltsangabe zu "Bloody Weekend"

Greer will eigentlich nicht dazugehören. Sie genießt es geradezu, Außenseiterin an dem altehrwürdigen Internat St. Aiden zu sein. Sie folgt zwar den unausgesprochenen Regeln der Schule - kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch sie weiß: Zu den "Medievals", der herrschenden Clique um den reichen Henry de Waldencourt, wird sie nie gehören. Als sie die begehrte Einladung erhält, ein Jagd-Wochenende auf Henrys Anwesen zu verbringen, fühlt sich Greer wider Willen geschmeichelt und sagt zu. Doch vor Ort wird schnell klar, dass es um weit mehr geht als um eine bloße Jagd auf Hasen und Hirsche. Greer und zwei weitere Jugendliche kämpfen schon bald um ihr Überleben in der Wildnis. Und die Jagd ist erst der Anfang.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783401603995
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:344 Seiten
Verlag:Arena
Erscheinungsdatum:02.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    lex-bookss avatar
    lex-booksvor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Super Geschichte! Theoretisch. Denn die Protagonistin erzählt in einem durchgehend lahmen Plapperton.
    2,5 Pkt. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer. Und ein sehr langer Monolog.

    Okay, von meinen insgesamt drei Urlaubsflops war dieser Jugendthriller noch der beste. Aber so wirklich überzeugend war "Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer" von M.A. Bennett nicht. Gegen die Geschichte ist nichts zu sagen: die ist super. Oder könnte es zumindest sein: Wenn Protagonistin Greer sie nicht in einem einschläfernden Plapperton resümieren würde, ohne wirklich einmal emotional beteiligt zu wirken. Nein, da ist es mit der Spannung leider nicht weit her. Noch dazu, wenn in jedem zweiten Satz Filmvergleiche untergebracht werden, die so prähistorisch anmuten, dass kaum ein Jugendlicher etwas mit ihnen wird anfangen können. Immerhin: Einige Filme kann man sich als Tipp durchaus merken. Und der mitdenkende Shafeen war als Figur auch nicht schlecht. Genau genommen hätte ich die Geschichte sogar lieber aus seiner Perspektive gelesen, als aus der von Greer, die nun wirklich keine Blitzmerkerin ist.

    Fazit: Show, don't tell! Das gilt doch eigentlich für alle Romanautoren. Die Sache mit der piekfeinen Medievals-Clique, die Mitschüler auf ein abgelegenes Anwesen lockt, um Jagd auf sie zu machen, war schonmal gut. Was diesem Jugendthriller fehlt, ist etwas "aktive" Spannung.

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    Uwes-Leselounges avatar
    Uwes-Leseloungevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Zwar hat mir die Story gut gefallen, aber für mich setzte die Spannung zu spät ein, auch die Charaktere empfand ich als etwas zu blass.
    Wenig Spannung & blasse Charaktere

    STORYBOARD:
    Greer ist auf dem St. Aiden Internat eher eine Außenseiterin. Ihr ist bewusst, dass sie keine Chance hat jemals zur dominierenden Clique der Medivals zu gehören. Und dass, obwohl sie die Regeln befolgt und auf ein Handy, das Internet und sogar Plastik verzichtet. Auch Shafeen und Chanel ergeht es nicht anders. All das ändert sich plötzlich, als sie eine der drei begehrten Einladungen für ein Jagdwochenende auf dem Landsitz von Henry de Warlencourts Eltern erhält. Zunächst geht Greer noch von einer Verwechslung aus, doch dieser Gedanke wird schnell zerstreut, als Esme, eine der Mädels aus dieser Gruppe, in der Nähe ihres Zimmers auf sie wartet. Greer fühlt sich geschmeichelt und freut sich auf das Wochenende, auch wenn es bedeutet auf Tiere zu schießen. Kurz vor ihrer Abreise flüstert ihr eine Schülerin zu, sie solle die Einladung bloß nicht annehmen. Doch Greer lässt erst keine Zweifel aufkommen und fährt mit den anderen auf Longcross Hall.

    MEINUNG:
    Der Klappentext von "Bloody Weekend" von M. A. Bennett (Arena) klang nach einer spannenden und fesselnden Story mit reichlich Nervenkitzel. Die ersten Seiten beginnen sogleich mysteriös, warten sie doch mit einer erschreckenden Tatsache auf. Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive von Greer und so erfährt man, ihren Alltag am St. Aiden Internat, kurz genannt STAGS, und bekommt die Anfeindungen und verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Außenseitern und der gefürchteten Clique, den Medivals, so hautnah mit.

    Greer wurde von ihrem Vater alleine großgezogen, da die Mutter kurz nach ihrer Geburt die Familie verlassen hat. Daher ist es wenig verwunderlich, dass sie ein sehr enges und liebevolles Verhältnis zu ihm hat. Dieses spiegelt sich auch in einem gemeinsamen Hobby der beiden wieder und zieht sich wie ein Faden durch die Story. Denn beide vergleichen Situationen, in die sie hineingeraten, gerne mit Filmen, wie zum Beispiel Indianer Jones, James Bond, Ritter aus Leidenschaft oder Stolz und Vorurteil. War dies zunächst noch ganz treffend, wurde es mir aber im weiteren Verlauf der Handlung ein wenig zu viel. Irgendwann störte es mich sogar, da die Gegenüberstellungen des Öfteren mit einer Frage endeten, ob man diesen oder jenen Film kennen würde.

    Greer mochte ich zwar, aber sie lässt sich doch sehr leicht beeinflussen, gerade von Henry de Warlencourt. Denn dieser weiß nur allzu gut, welche Wirkung er auf Frauen hat und nutzt dieses auch immer wieder aus.

    Neben Greer lernt der Leser auch die beiden Personen Shafeen und Chanel, kurz Nel, die ebenfalls eine Einladung zu diesem Wochenende erhielten, kennen. Shafeen, ein junger indischer Prinz, war mir etwas zu undurchsichtig und ich war mir lange Zeit nicht sicher, was seine Beweggründe waren, dieser Einladung Folge zu leisten.

    Auch bei Nel ging es mir ähnlich, sie ist sehr distanziert und verschlossen. Denn ihr Vater wurde durch eine revolutionäre Entwicklung, einer Kombination aus Handy und Tablet, von heute auf morgen sehr reich. Dabei würden beide Jugendliche in diese reiche und versnobte Welt der Medivals recht gut hineinpassen.

    Die Handlung plätscherte zunächst etwas dahin. Spannender wurde es, als die drei ausgewählten Außenseiter zusammen mit den Medivals, in Person des Anführers und zugleich Gastgebers Henry de Warlencourt, seinem Stellvertreter Cooksen sowie Piers und den jungen Frauen Charlotte, Lara und Esme, auf dem Landsitz von Longcross Hall eintreffen. Das Wochenende steht unter dem Motto Jagen, Schießen und Fischen.

    Die sechs jungen Männer und Frauen entstammen allesamt aus wohlhabenden englischen Aristokratenfamilien. So wird festlich diniert und das Dienstbotenpersonal entsprechend behandelt. Allesamt waren sie mir unsympathisch und besonders Henry war mir unheimlich. Ist er in der einen Situation noch charmant und zuvorkommend, kann er in der anderen Sekunde herzlos und gefühlskalt sein. Ein wahres Chamäleon.

    Während des Aufenthaltes auf dem schönen Anwesen kommt es bei Chanel und Shafeen zu ominösen Zwischenfällen und in Greer erwacht ein ungutes Gefühl. Was führen Henry und seine Freunde im Schilde und wozu dient dieses Wochenende wirklich? Hat Greer die Warnung der Schülerin leichtfertig abgetan?

    Kurz darauf müssen sie um ihr Überleben kämpfen, denn erst jetzt hat die Jagd wirklich begonnen...

    FAZIT & BEWERTUNG:
    "Bloody Weekend" von M. A. Bennett (Arena) lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Gut zwei Drittel des Buches zog sich die Geschichte dahin und ich fragte mich, wann der Nervenkitzel und die Spannung einsetzen würden. Dies geschah leider erst im letzten Drittel.

    Die gewählte Thematik versnobter Kinder aus wohlhabenden englischen Hochadelsfamilien, die eine eigene Interpretation des Jagens zelebrieren, gefiel mir, weshalb ich wissen musste, was dahinter steckte. Daher vergebe ich gute 3,5 von 5 Nosinggläser.

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    Faltinevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Hier passte für mich vieles leider nicht zusammen
    Konnte mich nicht überzeugen

    Meine Meinung:

    Das Cover gefällt mir sehr gut,vor allem, dass es direkt auf dem Buch ist und es keinen Schutzumschlag gibt :) Der Hirsch ist passend zum Inhalt, des Rest des Covers passend zur Zielgruppe gestaltet. Die Kapitel haben eine gute Länge und werden von Greer selbst erzählt.


    Beim Klappentext musste ich sofort an ein paar Horrorfilme denken und auch wenn dies eher ein Jugendbuch ist, hatte ich mir doch ein paar gruselige Szenen erhofft. Leider kam bei mir jedoch zu keinem Zeitpunkt wirklich Spannung auf, außer vielleicht auf den letzten 2,3 Seiten. Mein großes Problem war, dass Greer, besonders am Anfang, sehr sehr viel erzählt und erzählt...und erzählt. Dadurch wurde die Story für mich schnell langweilig, da ich gerne mehr Dialoge habe als es hier der Fall war. Auch, dass am Anfang schon viel vom Ende verraten wird, hat mir nicht so gut gefallen. Der Schreibstil konnte mich ebenfalls nicht wirklich überzeugen und fesseln schon mal gar nicht. Selbst das Ende fand ich nicht wirklich zufriedenstellend.


    Die Charaktere fand ich ganz ok, aber durch das viele Erzählen lernt man eigentlich nur Greer so wirklich kennen. Mir fehlte teilweise auch sehr der Tiefgang – besonders bei den Nebencharakteren. Greer an sich fand ich ganz nett, doch sie war mir nicht immer sympathisch, da sie mir manchmal etwas auf die Nerven ging.


    Das Buch hat mich leider weder von der Handlung noch vom Schreibstil überzeugen können. Leider.


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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 4 Monaten
    Neue Ideen

    Meine Meinung zum Jugendbuch:

    Bloody Weekend


    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt gibt es wie stets auf meinem Blog.

    Achtung es kann sein das ich spoiler, wobei das Buch selbst schon von Anfang an spoilert.


    Inhalt in meinen Worten:

    Greer bekommt ein Stipendium für ein Elite Internat, die Trennung von ihrem Vater fällt ihr nicht leicht, und sie bekam eine Warnung vor diesem Internat.

    Dort angekommen, befindet sie sich mit einem Mädchen in einem Zimmer, doch dieses spricht nicht mit Greer und somit ist sie ziemlich einsam, bis eine Einladung kommt. Diese Einladung wird ihr Leben verändern und nichts ist mehr so wie es einst war.

    Was das ist, und was eine Jagd damit auf sich hat, das erfahrt ihr in diesem Buch.

    9 Jugendliche, 3 Tage, 1 Opfer.


    Wie ich das gelesene empfand:

    Greer hätte ich hundert mal an die Wand patschen können, ihre Leichtgläubigkeit und auch ihre ständigen Vergleiche mit Filmen fand ich ziemlich anstrengend, aber auch wie sie durch ihre Naive Art so wenig verstanden hatte, zumindest am Anfang, bis sie wach wurde, erkennen musste, das sie in einem Alptraum erwachte.


    Sprache:

    Dieses Buch ist von Greer geschrieben, sie erzählt von Anfang an, was ihr passiert ist und was sie dazu brachte, von Anfang an machte sie klar, es gibt eine Leiche, doch wer diese ist, das erfährt man am Ende. Die vielen Blickpunkte und kleineren Rezensionen zu Filmen, fand ich nicht ganz passend, aber irgendwas besonderes musste die Autorin einfach finden. Wobei schon das Buch an sich so heftig besonders auf seine Art und Weise ist, das es einen nicht mehr so schnell loslassen wird. Gerade weil die Autorin andere Wege, als die bekannten einschlägt.


    Thema:

    Jagd. Hand hoch, wer macht sich darüber Gedanken? Was denkt ihr über Jagden? Jäger und Opfer, Opfer und Täter, das ist in diesem Buch auch ein sehr wichtiges Merkmal. Wer Opfer und Täter ist, wird auf dem ersten Blick schnell klar, doch wie schnell kann aus einem Täter auch ein Opfer werden und aus einem Opfer ein Täter? Wie ist es, wenn man Wahrheiten erkennen muss, die einen wahnsinnig erschrecken, einen an Abgründe nicht nur innerlich führt, sondern auch sichtbar für andere? Was ist, wenn die Wahrheit doch nur ein Teilstück dessen ist, was man auf den ersten Blick denken mag und was ist, wenn man das vertrauen jemanden schenkt, der vielleicht nicht vertrauenswürdig ist und dann doch wieder mehr als das ist?

    Diese Fragen und viele andere muss sich Greer stellen, auf welcher Seite möchte sie stehen, wie geht sie mit dem „Tod“ um und was bedeutet es, wieder in Sicherheit zu sein und dann festzustellen, genau da ist keine Sicherheit?

    In sich also kein schlechtes Gerüst für eine Geschichte. Die Geschichte wird dadurch nur leicht unterbunden und nervte mich zwischendrin, weil so viele Filmverweise gekommen sind, und die Sprache im Rückblick auch nicht ganz so einfach ist und genau das macht das Buch aber auch wirklich zu etwas besonderem.


    Charaktere:

    Greer ist Naiv, und doch auch nicht, sie ist immer im Vergleiche anstellen und nervt damit manchmal gewaltig, am Ende muss ich feststellen wie reif sie geworden ist und das so ein Trauma das sie erlebte, einerseits zerstören kann, aber auch innerlich aufrichten kann, es ist immer die Frage wie geht man mit etwas um.

    Am meisten bewegte mich aber der männliche Charakter an ihre Seite, leider habe ich dennoch das Gefühl, das er mir zu kurz gekommen ist, und ich hätte mehr von ihm entdecken wollen, gerade weil er ja nur ein Erbe dessen ist, was seinem Vater in den 1960 Jahren passierte.


    Ausblick:

    Dieses Buch ist an sich abgeschlossen, lässt den Leser aber mit etlichen Fragen zurück, gerade weil es scheint, als würde es eine neue Ebene des Schreckens geben, darüber hoffe ich, das die Autorin irgendwann noch mehr auspacken wird.

    Gleichzeitig rüttelte das Buch auch ein klein wenig auf. Wie geht man wirklich mit anvertrauten Dingen vernünftig um, und lässt man sich schnell in eine Spirale gefangen genommen oder stösst man sich auf und bekommt dadurch Schwierigkeiten? Diese Fragen könnt ihr euch nur selbst beantworten, gerade wenn ihr das Buch gelesen habt.


    Empfehlung:

    Dieses Jugendbuch ist bei mir mit einer kleinen Hass-Liebe behaftet. Einerseits fand ich es im Nachhinein richtig gut, aber der Anfang war mehr als schwierig und auch zwischendrin war es heikel für mich, und ich musste mehrmals mich überwinden weiter zu lesen, aber ich wollte am Ende einfach auch wissen wer jetzt am Ende am Ende ankommen wird.

    Dieses Buch ist aber auch einfach mal eine frische und neue Jugendbuch-Idee. Jagd und wie man innerhalb von drei Tagen alles auf den Kopf stellen kann, und zwar für immer.

    Deswegen lest das Buch bitte erst ab 16 Jahren, vorher finde ich das etwas zu früh, und auch zu schwierig in manchen Hinsichten. Das Buch kann ich euch aber auch super empfehlen, wenn ihr auf Mystische Hintergründe steht, nicht immer den Einheitsbrei lesen möchtet und wenn ihr vor allem eines habt, Mut, vielleicht sogar so viel Mut um eure Umgebung euch näher anzusehen und euch vielleicht zu Hinterfragen und dadurch wirklich Dinge auch verändern möchtet.

    Lasst euch nicht Jagen, seid lieber selbst die, die die Jagd unterbinden und lieber auf Blumenwiesen sitzt und euch amüsiert, wenn ihr aber Drama und Blut mögt, dann überlegt euch, ob es das Opfer auch wert ist, das ihr euch schnappten möchtet. Denn wie schnell kann aus einem Jäger der Gejagte werden und wie schnell kann aus dem Gejagten der Jäger werden ;).


    Bewertung:

    Nachdem ich mir im Einstieg so unendlich schwer tat und eigentlich das Buch abbrechen wollte, es mich aber im Nachhinein doch noch in seinen Bann und in seine Geschichte führen konnte, gibt es vier Sterne und ich kann nur sagen, ich möchte lieber auf einer bunten Blumenwiese sitzen, anstatt zu einem Gejagten oder Jäger zu werden.

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    Normal-ist-langweiligs avatar
    Normal-ist-langweiligvor 4 Monaten
    Begebt euch auf die Jagd!

    Meine Meinung:

    Das Buch und ich hatten so unsere Startschwierigkeiten. Das lag aber nicht an der Geschichte, sondern an der Post bzw. dem Versand. Das Buch wollte und wollte nicht bei mir ankommen…aber was lange währt, währt endlich gut.

    Und was soll ich sagen? Das Warten hat sich wirklich gelohnt.

    Zum einen fand ich es herrlich erfrischend, ein Buch abseits der schon sehr bekannten Plots zu lesen. Mit „Bloody Weekend“ habe ich eine Geschichte serviert bekommen, die sowohl sehr spannend als auch sehr beklemmend ist. Die Autorin schafft es aber durch kleinere Einstreuungen, z.B. die Vergleiche mit FIlmen und durch Greers immer wieder durchscheinenden Humor, dem Buch zusätzlich eine lockere Seite zu verleihen.

    Greer ist eine sehr sympathische Außenseiterin und konnte mich direkt für sich einnehmen. Ihre Gedanken sind altersgerecht und ihr Tun sehr clever. Sie denkt nach, bevor sie handelt und konnte mich problemlos davon überzeugen, dass sie es verdient hat, ihrer Geschichte aufmerksam zu folgen.

    Folgen deshalb, da Greer mit dem Leser spricht. Sie „erzählt“ ihm ihre Geschichte und beginnt mit dem Ausspruch „Ich glaube, ich bin eine Mörderin.“! Nach und nach erfährt man die ganze Wahrheit und wird regelrecht in einen Strudel der Abgründe gezogen bis zum bitteren Ende – das dem Ganzen nach allem, was sowieso schon passiert war, die Krone aufsetzte.

    Fazit:

    Für mich ein sehr gelungenes Buch mit einer Sogwirkung, die von Anfang an einsetzte und mich mit Greer und ihren späteren Freunden mitfiebern und mitleiden ließ. Greer ist ein Filmejunkie und sie vergleicht sehr, sehr viele Momente im Buch mit Szenen aus Filmen. Da ich leider nur sehr wenig Filme und auch TV schaue, konnte ich des Öfteren nicht folgen. Das war nicht ganz so schlimm, da die zusätzlichen Beschreibungen halfen, alles zu verstehen.

    Lest das Buch und begebt euch auf die Jagd!

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    kleeblatt2012s avatar
    kleeblatt2012vor 5 Monaten
    neun Jugendliche, drei Tage, ein Opfer

    Greer, die ein Stipendium auf dem altehrwürdigen Internat STAGS erhalten hat, findet dort allerdings nur schwer Anschluss. Lange kämpft sie deshalb mit sich, ob sie die Einladung zu einem Wochenende mit den sog. Medievals, einer Gruppe IT-Teenies, annehmen soll. Doch sie ringt sich durch und nimmt die Einladung zum "Jagen-Schießen-Fischen-Wochenende" an. Sie sieht es als Chance, endlich mehr Beachtung zu erhalten.
    Das Wochenende werden die sechs Medievals und drei ausgewählte Schüler auf dem Landsitz Longcross verbringen. Doch bald weiß Greer nicht mehr, wer denn gejagt wird. Denn komische Begebenheiten lassen sie zweifeln, ob alles mit rechten Dingen zugeht. 

    Gleich zu Anfang weiß man, dass jemand am Ende des Buches stirbt, denn Greer erzählt ihre Geschichte rückblickend. Doch ist es wider Erwarten sehr interessant, langsam nachzuvollziehen, wie es denn zu allem kam.

    Wie erfahren zuerst etwas über die Charaktere. Dabei ist von Anfang an klar, wer gut und wer böse ist. 
    Die Medievals, als sog. Wächter der Schule, lassen die ihren übertragenen Privilegien gerne heraushängen und benehmen sich auch gerne mal daneben, in dem sie beleidigen und großkotzig daherkommen. Deshalb gehen bei einem auch gleich alle Warnlichter an, als gerade von dieser Gruppe eine Einladung zu einem Jagen-Schießen-Fischen-Wochenende kommt. Und dies gerade an die Schüler, die sie am meisten auf dem Kieker haben. 

    Greer, Nel und Shafeen sind die Außenseiter der Schule, können aber nicht widerstehen, die Einladung anzunehmen. 
    Die Geschichte plätschert erst ein bisschen vor sich hin, bis die Gruppe endlich in Longcross ankommt. 
    Dann geht es richtig lost. Es wird spannend, auch wenn gar nicht richtig viel passiert. Wir lernen aller noch genauer kennen und merken, dass "Geld haben" nicht gleichzusetzen ist mit "nett sein". Denn die Medievals lassen es sich nicht nehmen, auch hier mit dem piesacken weiterzumachen.

    Greer kommen immer mehr Zweifel an dem eigentlichen Vorhaben und sie beginnt, zu recherchieren. Wäre da nicht Henri, der Anführer der Medievals, der es nur mit Worten und zärtlichen Gesten schafft, Greer so sehr aus dem Konzept zu bringen, so dass sie nicht mehr klar denken kann. 

    Die Handlung des Buches war etwas Neues für mich, da hier Jugendliche ohne erwachsene Hilfe anfangen, ein Psychospiel der besonderen Art zu betreiben. Grausam, verachtend und unwürdig. 

    Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Ein alter Landsitz, mit geheimen Orten, traumhaften Wäldern, schönen Seen. Die alte Schule, ein Gemäuer, dass Gemütlichkeit ausstrahlt, aber auch Strenge vermittelt. 

    Diese mittelalterliche Stimmung, die verbreitet wird, wird nur unterbrochen von dem modernen Denken von Greer, Nel und Shafeen. Diese interessante Mischung hat mir sehr viel Spaß gemacht. Denn einerseits konnte ich die Gründe der Medievals (nicht die Umsetzung) und auch die Argumente von Greer und ihren Freunden verstehen.

    Auch wenn ich mit Greer, die die Geschichte ja erzählt, nicht so richtig warm geworden bin, konnte ich doch einige ihrer Handlungen nachvollziehen. 
    Greer erscheint als Hauptcharakter etwas blass, obwohl man viel von ihr erfährt. Trotzdem hat sie ein paar Eigenarten an sich, die ich nicht so hinnehmen wollte. Erst am Ende des Buches gibt sie zu, dass sie früher eingreifen hätte müssen. Aber ihre Gefühle gerade für Henri, sie fehlgeleitet haben.

    Als positiven Nebeneffekt lernt man einiges über Jagen (Hirsche), Schießen (Fasane) und Fischen (Fische :) ), was ich persönlich sehr interessant finde. Jetzt nicht das Jagen an sich, sondern die Informationen über das Verhalten und Leben der Tiere. 

    Greer entpuppt sich als großer Sherlock Holmes-Fan. So ist es auch verständlich, dass man ein paar Parallele zu "Das letzte Problem" von Arthur Conan Doyle ziehen kann. 

    Letztendlich kann ich sagen, dass das Buch einen großen Unterhaltungswert hat und bis auf die oben aufgezeigten Schwächen gerade am Anfang einen spannenden Handlungsrahmen aufweist.

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    AnjaScvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Außergewöhnliche Grundidee mit einer leider nicht wirklich greifbaren und wankelmütigen und naiven Hauptprotagonistin.
    Ordentlicher Jugenroman mit Schwächen

    Ein Buch, dessen Cover mich sofort angesprochen hat. Ein Cover, das perfekt zur Geschichte passt.
    Mit diesem Buch wird dem Leser ein Eliteinternat und ein Landsitz in England als Setting zur Verfügung gestellt in dem sich "altes" Geld zu Hause fühlt. So ist es auch nicht erstaunlich, dass die Jugendlichen mit dem ältesten Geld auch die Rolle der "Schulwächter" übernehmen und sich dann auch passend dazu "Medievals" nennen.Für mich war es mehr wie eine Gang der Schönen und Reichen, die auf die Anderen herabschauen und ein wenig betrachten wie lästige Insekten.
    Obwohl Greer eigentlich nirgendwo dazugehören möchte und ja absolut in der Außenseiterrolle aufgeht, nimmt sie die Einladung dieser Gruppe zum "Jagen, Schießen, Fischen-Wochenende" an und kann ihr Glück anscheinend kaum fassen.
    Doch leider ist nicht alles Eitel-Sonnenschein und schon bald muss sie erkennen, das kein wirklich netter Grund dahinter steckte sie, Nel und Shafeen einzuladen - die drei größten Außenseiter der Schule...
    Ab dem Moment, als die Gruppe aufbricht zum Landsitz Longcross, legt das Buch an Spannung zu und ich habe es wirklich gerne gelesen. 
    Die Hauptprotagonistin Greer ist für mich leider eine sehr naive und wankelmütige Erscheinung, mit der ich nicht wirklich warm geworden bin. Aus ihrer Perspektive wird auch die komplette Geschichte erzählt, wie ich finde stellenweise etwas emotionslos.
    Was das Buch hervorragend aufgreift sind die Probleme der Klassenunterschiede und daraus resultierenden Ausgrenzungen. Armer Landadel wäre hier sicher mehr geachtet worden als der "Hinterwäldler" mit der etwas anderen Hautfarbe, dem neureichen Mädel oder der Stipendiarin Greer. Auch wenn diese Geschichte abgeschlossen ist, lässt sich die Autorin mit dem Ende die Möglichkeit offen für ein weiteres Buch. Finde ich das gut? Ich weiß es nicht... 
    Zusammengenommen kann ich sagen, dass das Buch langsam anfängt, sich steigert und dann spannend wird. Während man es am Anfang auch gut an die Seite legen kann, wird es später schon schwieriger, aber es braucht schon seine Zeit um an diesen Punkt zu kommen.
    Es ist gut geschrieben, für Jugendliche ausgelegt und die Idee der Geschichte ist ziemlich ungewöhnlich und wurde ordentlich umgesetzt.
    3,5 von 5 möglich Punkten vergebe ich für Bloody Weekend auf Grund meiner Kritikpunkte.

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnde Thematik, gefährliche Jagd und kleines Rätselraten
    Fesselnde Thematik, gefährliche Jagd und kleines Rätselraten

    Klappentext

    „Greer will eigentlich nicht dazugehören. Als Außenseiterin folgt sie zwar den unausgesprochenen Regeln des altehrwürdigen Internats St. Aiden – kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch sie weiß: Zu den "Medievals", der herrschenden Clique um den reichen Henry de Warlencourt, wird sie nie gehören. Als ausgerechnet sie eine der drei begehrten Einladungen erhält, ein Jagdwochenende auf Henrys Anwesen zu verbringen, fühlt sich Greer wider Willen geschmeichelt und sagt zu. Vor Ort wird allerdings schnell klar, dass dort weit mehr gejagt wird als nur Hirsche und Fasane. Mit zwei weiteren Jugendlichen kämpft Greer im Schatten des Anwesens schon bald um ihr Überleben ... und die Jagd ist erst der Anfang.“

     

    Gestaltung

    Der goldene Hirsch strahlt vor dem schwarzen Hintergrund richtig, was mir sehr gefällt. Zudem mag ich die Kombination dieser beiden Farben sehr gerne, da sie edel aussieht und das glänzende Gold dem Cover etwas Besonderes verleiht. Der Hirsch passt zudem super zur Handlung des Buches und er sieht außerdem sehr elegant aus. Die Schrift des Titels mit den Bluttropfen deutet auf die blutige Jagd im Buch hin und zudem hebt sie sich vom Rest des Covers ab, was es für mich sehr interessant macht.

     

    Meine Meinung

    Nachdem ich das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse vom Inhalt von „Bloody Weekend“ gehört hatte, wollte ich das Buch am liebsten sofort lesen und war geradezu gehyped auf die Geschichte, denn ich fühlte mich ein wenig an „Die Tribute von Panem“ (eins meiner Lieblingsbücher) erinnert. So war ich unheimlich neugierig, wie die Geschichte von „Bloody Weekend“ aufgebaut sein und wie sie mir gefallen würde. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht!

     

    In „Bloody Weekend“ wird eine Gruppe Jugendlicher von den coolsten Kids der Schule zu einem Jagdwochenende eingeladen. Protagonistin Greer hätte mit dieser Einladung nie gerechnet, da sie zu den Außenseitern am angesagten Internat St. Aiden gehört. Aus ihrer Perspektive wird die Geschichte auch erzählt, wobei sie die Geschehnisse meist nüchtern, sarkastisch und jugendlich angemessen kommentiert. Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr fesselnd und lebendig, denn M.A. Bennett umschreibt das Setting und die Jagd sehr bildlich, wodurch ich mir alles gut vorstellen konnte und meist sofort innerlich ein kleiner Film vor mir ablief, in welchem ich die Geschehnisse ablaufen sah. Dies hat mir wirklich gut gefallen.

     

    Aber gleichzeitig hatte ich manchmal auch kleinere Probleme mit der Erzählweise des Buches, denn Greer ist ein wahrer Film-Nerd, weswegen sie einige Vergleiche oder Anspielungen mit diesen anstellt. Hierbei kannte ich jedoch nicht jeden von Greer genannten Film, wodurch ich mich manchmal etwas außen vor gelassen fühlte. Nichtdestotrotz war ich aber begeistert von der Idee, dass Greer den Leser manchmal direkt anspricht oder ihm Fragen stellt, denn sowas ist mir noch nicht allzu oft begegnet und in diesem Buch hat es für mich auch wirklich gut gepasst, da dies mich dann doch wieder in die Geschichte hineingezogen hat.

     

    Die  Handlung des Buches hat mich dabei mehrmals überrascht und die Umsetzung der Jagd hat mir gut gefallen, da hier die Erlebnisse eines Wochenendes sehr rasant dargestellt werden. Die Jugendlichen erleben einige Gefahren und dramatische Ereignisse, die für Spannung sorgen. Gerade die Andeutung des Untertitels, dass es von neun Jugendlichen in drei Tagen ein Opfer geben wird, hat schon bei mir für Neugierde gesorgt und mich immens mitfiebern lassen. Allerdings gab es in diesem ganzen Mix aus Spannung, Rätsel, Rasanz und Dramatik einen Wermutstropfen: all die Mysterien und Andeutungen werden überschattet davon, dass Greers Erzählung im Rückblick geschildert wird. So weiß der Leser zu Beginn, was er zu erwarten hat und das Greer eine gewisse Verantwortung für einen Todesfall teilt. Dies sorgte dafür, dass ich schon wusste, worauf die Geschichte hinauslaufen würde und es nahm mir doch ein wenig den Spaß am Rätselraten, welches durch diesen Vorausgriff nicht mehr so unvoreingenommen stattfinden konnte.

     

    Dennoch gab es in „Bloody Weekend“ zwischendurch kleinere Überraschungen oder versteckte Rätsel, die für Unterhaltung gesorgt haben. Besonders spannend fand ich auch die Thematik des Buches, denn eine Jagd habe ich in einem Jugendbuch bisher noch nicht mitverfolgt und diese sorgt auch für einige Rasanz durch die blutigen Ereignisse und Gefahren. So wurde mir das Lesen dann trotz Vorahnung einiger Ereignisse nicht langweilig! Vielmehr empfand ich die Erlebnisse der Jugendlichen als fesselnd.  

     

    Gut gefallen haben mir auch die Charaktere bzw. die Botschaft des Buches, die eng mit den Ursprüngen der Figuren einhergeht. An dem Eliteinternat, das Greer besucht, gibt es zwei Schichten: die Elite und die Unterschicht. Diese beiden Gruppen und ihre Position in der Gesellschaft bzw. in der Rangordnung werden bei der Jagd mehr als deutlich, denn „Bloody Weekend“ veranschaulicht sehr eindringlich, was die Folgen für die Figuren aus ihrer Schichtzugehörigkeit sind. So wird klar, wer das Sagen hat und wer gehorchen muss. Dies hat mich zum Nachdenken angeregt und ich finde das Thema auch sehr aktuell, was mir gut gefallen hat. Zudem sorgte diese Thematik bei mir für einige Gänsehautmomente, da die Autorin sie wirklich realistisch verpackt und nachvollziehbar dargestellt hat, wodurch ich mich gut in die Gefühlslagen der Charaktere hineinversetzen konnte.

     

    Fazit

    „Bloody Weekend“ greift mit der Schichtzugehörigkeit zur Elite und zur Unterschicht ein aktuelles Thema auf, das mich fesseln konnte und welches sehr eindringlich dargestellt wurde. Die Jagd hat zudem für einige Gänsehautmomente gesorgt, da sie gefährlich und spannend mitzuverfolgen war. Etwas schade fand ich, dass durch die rückblickende Erzählweise von Protagonistin Greer manch eine Entwicklung im Handlungsverlauf vorweggenommen wurde und so auch ein unvoreingenommenes Rätselraten nicht mehr ganz möglich war. Der Schreibstil der Autorin war dafür sehr fesselnd, denn er hat Bilder vor meinem inneren Auge entstehen und die Geschehnisse sehr lebendig werden lassen.

    4 von 5 Sternen!

     

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    Meritamunvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein genialer Plot, tolle Figuren und große Portion Spannung! Mein Must Read im Februar!
    – Huntin‘ shootin‘ fishin‘ –

    Inhalt:

    Greer ist eine Außenseiterin am Internat St. Aidan. Nur mit Hilfe eines Stipendiums wurde sie an der altehrwürdigen Schule aufgenommen. Greer genießt ihre Außenseiterposition, denn sie weiß, dass sie niemals akzeptiert und in den Reihen der wohlhabenden Schüler aufgenommen wird. Doch plötzlich erhält sie die Einladung zu einem exklusiven Jagdwochenende mit den „Medievals“, der mächtigsten Clique der Schule um den reichen Henry de Waldencourt. Greer fühlt sich geschmeichelt und sagt sofort zu. Schnell muss sie feststellen, dass die Medievals eigene Pläne für das Wochenende haben und Tiere nicht ihre einzige Beute sind. Für Greer und zwei Mitschüler beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.


    Cover:

    Das Cover ist sehr ausdrucksstark und greift perfekt die Handlung auf. Der goldene Hirsch, das Wappentier von St. Aidan, bildet auf dem schwarzen Untergrund einen richtigen Blickfang. Prädikat Coverliebe!


    Meinung:

    Seit der Frankfurter Buchmesse habe ich mich auf dieses Buch gefreut und spätestens seit meinem Blogtourbeitrag wisst ihr, wie sehr ich „Bloody Weekend“ liebe!

    M.A. Bennet überzeugt mit ihrem fesselnden und außergewöhnlichen Schreibstil. Protagonistin Greer führt als Erzählerin durch den Plot und verleiht der Handlung so eine besondere Note. Schon zu Beginn wird die Spannung und die Neugierde des Lesers sehr stark gesteigert, da Greer mit ihrer Offenbarung eine Mörderin zu sein schockiert und überrascht. Dennoch entwickelt sich die Geschichte zunächst eher langsam. Die Autorin lässt sich viel Zeit, um das Setting, die Figuren und die Gebräuche von St. Aidan näher zu charakterisieren. Doch mit der Ankunft auf dem Jagdanwesen Longcross Hall schlägt die zunächst ausgelassene Stimmung ins Gegenteil um. Es beginnt eine wahre Hetzjagd durch das Buch und man ist sich nie sicher, was auf der nächsten Seite lauert. Es gibt so viele unerwartete Plottwists, die das Buch zu einem wahren Pageturner machen.

    Ich finde es toll, dass „Bloody Weekend“ keine 0815 Internatsgeschichte ist. Selbst die entstehende Liebesgeschichte kommt ohne Kitsch und Klischees aus. M.A. Bennett begeistert den Leser mit Action, Nervenkitzel und dem Besonderen. Ebenfalls legt die Autorin sehr viel Wert darauf, aktuelle Themen wie Mobbing und Ausgrenzung zu thematisieren und zu kritisieren.

    Die Figurenausarbeitung ist äußerst detailliert und gut durchdacht. Die meisten Charaktere bleiben lange undurchsichtig und sorgen damit für den einen oder anderen Überraschungsmoment. Man ist sich nie sicher, welche Rolle sie schlussendlich im Plot einnehmen werden. Es macht wirklich Spaß, die Aussagen und Handlungen der Figuren genau unter die Lupe zu nehmen, um ihre wahren Absichten herauszufinden. Denn nicht immer ist es eindeutig, wer Gut und wer Böse ist!

    Mittlerweile wurde von M.A. Bennett bestätigt, dass es einen weiteren Band geben soll. Nähere Details dazu gibt es leider noch nicht.


    Fazit:

    „Bloody Weekend“ überzeugt für mich auf ganzer Linie. Das Buch besticht mit seinem starken Plot und den faszinierenden Charakteren. Nicht nur Jugendbuchliebhaber werden an „Bloody Weekend“ ihre Freude haben. Ich vergebe volle 5 Ananas.

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    Books-have-a-souls avatar
    Books-have-a-soulvor 7 Monaten
    Bloody Weekend

    Der Klappentext von diesem Buch hat mich sofort angesprochen und ich wollte es unbedingt lesen. Im Nachhinein muss ich auch sagen, dass das Cover wirklich nicht passender sein könnte.

    Der Schreibstil hat mir total gut gefallen, er war angenehm flüssig, mit guten Beschreibungen, sodass man sich alles super vorstellen konnte.
    Allerdings hatte ich anfangs mit den Charakteren in der Geschichte so meine Probleme. Die Story wird aus der Sicht von Greer erzählt. Am Internat St. Aiden gibt es ein Gruppe, die Medievals, eine Art Clan von Jugendlichen, denen alle anderen nacheifern und alle wollen so sein wie sie und mit ihnen befreundet sein, alle bis auf Greer, sagt sie zumindest. Doch ehrlich gesagt war genau dieses Nacheifern für mich etwas unglaubwürdig. Die Umsetzung habe ich in diesem Fall zum Teil nicht abgenommen. Auch Greer war für mich oft eine Person, die sich total widerspricht. Ihre Gedanken, die man gelesen hat, haben in meinen Augen oft nicht mit den Handlungen zusammengepasst.
    Die Medievals selbst fand ich schlichtweg absolut unsympathisch. Auch ihr Verhalten war mir stellenweise zu viel des Guten, was meinen Lesefluss gerade im ersten Drittel negativ beeinflusst hat.

    An und für sich finde ich die Grundidee total genial. So etwas gab es in dieser Form noch nicht und genau das war das Einzigartige, was mich auch hat weiterlesen lassen. Denn die ersten ca. 100 Seiten waren mir stellenweise zu langatmig dargestellt, es hätte etwas mehr passieren können und gerade der Bezug zur Jagd und zu Hirschen war mir schlichtweg zu detailliert, weil mich persönlich dieses Thema ehrlich gesagt null interessiert. Am Anfang hatte ich sogar einmal kurz überlegt, ob ich abbrechen soll. Im Nachhinein muss ich aber sagen, zum Glück hab ich weitergelesen.

    Irgendwann im Buch gab es nämlich einen Punkt, es wurde zunehmend spannender und plötzlich hatte mich die Autorin. Einzig Greer ging mir oftmals noch auf die Nerven, weil ich ihre Fixierung auf Henry einfach nicht nachvollziehen konnte.
    Der weitere Verlauf hat mir aber total gut gefallen und das Ende fand ich noch mal richtig genial.

    Fazit: Bloody Weekend musste ich erst mal sacken lassen. Am Anfang tat ich mich schwer mit den Charakteren und der Umsetzung, denn die Grundidee ist wirklich einzigartig und genial. Die Darstellung war mir stellenweise zu überzogen und am Anfang sogar etwas zu langatmig, Greer zu widersprüchlich, die anderen Charaktere noch zu blass. Mit der Zeit wurde es aber zunehmend spannender, alles hat sich positiv gesteigert und ich konnte richtig mitfiebern. Das Ende fand ich richtig klasse, vor allem, weil eine Möglichkeit für einen zweiten Band besteht, aber trotzdem nicht zwingend nötig ist. Aufgrund seiner Einzigartigkeit und der weit besseren zweiten Hälfte kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und mit gutem Gewissen 4 Sterne vergeben. 

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