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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

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Liebe LovelyBooks-Leser!


Endlich ist es so weit! Ich lade alle Liebhaber von faszinierender Liebe und prickelnder Erotik mit einem Touch BDSM zu einer Leserunde meines Buches:  'Somber Side of Love' ein, wobei auf Spannung und einem Thriller im Hintergrund trotzdem nicht verzichtet wird!

Worum geht es?

So lautet der Klappentext:
Dem jungen Ägyptologen Matt Bolder, der als Dozent an der Universität in Philadelphia arbeitet, wird ein Job im mexikanischen Palenque angeboten, den er nach kurzem Zögern annimmt. Dort trifft er auf die Tochter seines Auftraggebers Lázló Dunaway, einem reichen Finanzmagnaten und Börsenmakler aus New York und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Zunächst vergiftet er sich aber aus Versehen an einer Pflanze im Dschungel, wonach Saundra ihn aufopferungsvoll wieder gesund pflegt und ebenfalls Gefallen an ihm findet.
Bei einem folgenden Kurzbesuch in Veracruz geraten beide jedoch in einen Mega-Hurrikan, der Veracruz komplett zerstört und sie befinden sich stundenlang in einem Rettungskeller, der langsam mit Wasser voll läuft, vorerst in Lebensgefahr.
In der Nacht darauf offenbart Saundra dann ihr dunkles Geheimnis…
sie kann nur mit Männern Sex haben, wenn diese gefesselt sind. Völlig überrumpelt, will Matt die Beziehung am liebsten sofort wieder beenden, lässt sich im Laufe der Zeit aber immer mehr auf die ungewöhnlichen Sexualpraktiken Saundras ein.
Zurück in Palenque hingegen, macht er eine sensationelle Entdeckung im Tempel der Inschriften, woraufhin Saundra die gefundenen Artefakte per Cessna in ein Museum bringen soll, beim Start der Maschine jedoch abstürzt und von einheimischen Indios in den Dschungel verschleppt wird.
Matt und Lázló begeben sich auf eine abenteuerliche Reise durch den Urwald, um Saundra zu befreien...

Leseproben:

Findet ihr bei allen bekannten E-Book-Stores, eine XXL-Leseprobe bei neobooks.com und auf der Facebook-Seite: https://www.facebook.com/pages/Somber-Side-of-Love/267658766730510?ref=hl

Über mich:

Ich bin 48 Jahre alt, seit 26 Jahren glücklich verheiratet und habe zwei inzwischen erwachsene Töchter.
Seit meiner Kindheit interessiere ich mich schon für Archäologie und die Mittelamerikanischen Kulturen im Besonderen, daraus resultiert mein Thema für diesen ersten Teil! Der zweite Teil wird mehr in den USA und in Ungarn spielen.

Aus einem Spaß heraus habe ich für eine gute Bekannte eine Fortsetzung von Shades von Grey verfasst und diese der Einfachheit halber auf Facebook veröffentlicht. In Null komma Nichts hatte ich plötzlich hunderte von Fans, die mich täglich forderten und da diese inzwischen fast zweitausendsiebenhundert Fans völlig begeistert waren und ich feststellte, dass mir das Schreiben sehr viel Freude bereitet, habe ich mich entschlossen, meine eigene Geschichte aufzuschreiben.

Neugierig geworden?

Dann freue ich mich über eine rege Beteiligung an dieser Leserunde. Wer das Buch noch nicht hat, kann es JETZT gewinnen!
Ich verlose 5 Taschenbuchausgaben und wäre für ein kurzes Statement dankbar, was ihr von einer Geschichte dieser Art aus der anderen Sichtweise erwartet: NICHT armes devotes Mädchen trifft auf reichen dominierenden Mann sondern wohlhabende Frau (Tochter) trifft auf bodenständigen nicht so reichen Mann, der erst gar nicht weiß, wie ihm geschieht!
Die Auslosung erfolgt nach Ende der Bewerbungsfrist (1 Woche).
Von den Gewinnern brauche ich dann eine Anschrift und beachtet bitte, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet!
Gerne poste ich einzelne Teilnehmerbeiträge auch auf meiner Facebook-Seite, wer das nicht möchte, teile mir dies bitte vorher mit!

Die Leserunde beginnt, wenn alle Gewinner ihr Exemplar erhalten haben, auch hier bitte ich um Mitteilung, denn die Post ist nicht immer gleich schnell.

Auf geht’s! Ich freue mich schon darauf!

Liebe Grüße

M.B. Bolder

Autor: M.B. Bolder
Buch: Somber Side of Love - Teil 1 Mexiko
1 Foto

laraundluca

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich würde gerne mitlesen.
Mir gefällt die Idee, dass die Rollen mal vertauscht sind! Nicht immer nur die schüchterne, unerfahrene, devote Frau und der reiche dominante Mann. Ich bin gespannt, wie Matt darauf reagiert, wenn er auf so eine ungewöhnliche, dominate Frau trifft.

rena1968

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

In den meisten Fällen ist es ja wirklich dominanter reicher Mann und arme devote Frau. Ich habe schon sehr viele Bücher im sm / bdsm Bereich gelesen und zu 90% ist es so. Deshalb finde ich es sehr erfrischend wenn es auch mal anders ist. Bin sehr neugierig auf das Buch und würde mich somit gerne bewerben.
Eine rege Teilnahme und eine rezi sind selbstverständlich.

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

Seite 201 - 250
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Ich muss spontan lachen, als ich dieses Bild vor mir sehe „Du siehst aus, wie ein begossener Pudel, weißt du das?“ aber das hätte ich jetzt lieber nicht gesagt, denn Saundra wirft mir einen Blick zu, als würde sie mich töten wollen „Du siehst auch nicht besser aus! Das war äußerst knapp, ist dir das eigentlich klar?“ ihre Stimme wird jetzt laut „Wir hätten beide in dem verdammten Hurrikan umkommen können! So sieht es aus!“
Jorgé wirft mir ebenfalls eine Decke um die Schultern und ich spüre plötzlich Schmerzen auf dem Rücken, von den Eisbrocken, die mich am Schluss getroffen haben, denn die hatten mittlerweile die Größe eines Tennisballs und der Treffer an meiner Stirn bereitet mir Kopfschmerzen.
Ich gehe auf sie zu und bleibe dicht vor ihr stehen, Marta lässt Saundra los und ich halte mit einer Hand die Decke fest und lege ihr meine andere Hand auf die Wange „Tut mir leid, Saundra, du hast ja Recht!“ ich beuge mich zu ihr hinunter und drücke ihr einen sanften Kuss auf die Lippen „Haben dich die Eisbrocken sehr hart getroffen?“ frage ich sie leise und sorgenvoll, obwohl das Getöse des Hurrikans auch hier drinnen ziemlich laut ist.
Sie schluckt hart und raunt zurück „Ich weiß nicht! Ich muss meine Knochen erst noch alle durchzählen.“ wobei wieder ein Lächeln über ihr Gesicht huscht.
„Por favor, señorita, Sentarse!”
Marta nimmt Saundra an den Schultern und drückt sie auf eines der Feldbetten nieder und reicht mir gleichzeitig ein Handtuch, mit dem ich meine Haare trockenrubble, um mich anschließend auch auf eine der Pritschen fallen zu lassen. Erst jetzt merke ich, wie viel Kraft mich das Ganze gekostet hat, ich stütze meine Ellenbogen auf die Knie, lasse meinen Kopf in beide Hände fallen und reibe mir die Augen.
Als ich eine Hand auf meiner Schulter spüre, sehe ich wieder hoch direkt in Saundras besorgte Augen “Ist alles in Ordnung Matt?”
“Ja, passt schon, aber der Kampf gegen den Sturm, um bis zu diesem Keller zu kommen, hat mich ganz schön viel Kraft gekostet, ich fühle mich nur etwas müde. Aber wie geht es dir? Wo haben dich die Eisbrocken getroffen?” frage ich sie besorgt.
“Ich glaube ich hatte Glück, es waren nur ein paar an den Armen und am Rücken, als ich auf der Erde lag, ist nicht weiter schlimm, aber dich hat es an der Stirn ziemlich hart getroffen.”
Sie wendet sich an Jorgé und spricht spanisch mir ihm, was ich wieder einmal nicht verstehen kann und dieser fängt an, im Vorratsregal nach etwas zu suchen.
“Jorgé soll dir seine Salbe drauf tun, damit der Bluterguß nicht allzu groß wird.” sanft streicht sie mir eine Haarsträhne aus der Stirn.
“Ach, haben alle deine Angestellten irgendwo Tiegelchen und Töpfchen versteckt mit kleinen Wundermitteln?” frage ich belustigt, wobei ich an Miguel mit seiner grünen Pampe denken muss.
Sie grinst “Ja, die Mexikaner haben fast alle alte Rezepte für Salben und ähnliches und die meisten helfen sogar besser, als die Medikamente, die man vom Arzt bekommt.”
„Señorita, bitte! Nasse Kleider ausziehen!“ wird sie von Jorgé angesprochen und sie erhebt sich, um sich hinter der von Marta vorgehaltener Decke, etwas anderes anzuziehen, welches ebenfalls hier deponiert war.
Jorgé behandelt die Prellung an meiner Stirn und fordert mich ebenfalls auf, die nassen Sachen auszuziehen, wobei er mir frische Kleidung hinlegt und mir eine Decke vorhält. Also muss ich wohl tun, was er von mir verlangt, wenn ich mich nicht erkälten will, denn inzwischen fröstle ich ein wenig.
Ich ziehe mich also aus und schlüpfe zunächst in die Shorts und die Strümpfe, die gerade so passen und streife mir eine graue Flanellhose über, die mir zwar etwas zu lang ist, aber zumindest die Bundweite passt wie angegossen. Doch als ich mich umdrehe, um mich nach dem Pullover zu bücken, lässt er die Decke sinken.
„Halt Señor! Ihr Rücken!“
„Was ist denn mit meinem Rücken?“ frage ich erstaunt, wobei Saundra ebenfalls zu uns tritt, die jetzt eine trockene Jeans und ein Sweatshirt an hat.
„Du hast da große Abdrücke von den Eisbrocken die dich zuletzt getroffen haben, die waren offenbar sehr groß und sehr hart.“ Sie greift nach dem Salbentopf „Bitte setz’ dich, ich creme sie dir ein, bevor daraus auch noch riesige Hämatome werden.“
Ich gehorche also, setze mich halb auf die Pritsche, indem ich ihr den Rücken zudrehe und sie ihn mit Salbe sanft einreibt, eigentlich erscheint es mir mehr wie ein Streicheln und ich könnte dabei auf ganz andere Gedanken kommen, wenn draußen nicht das Getöse des Hurrikans zu hören wäre.
Besorgt äuge ich nach der Falltür, durch die ab und zu ein Tropfen Regenwasser dringt „Wie lange dauert so ein Hurrikan eigentlich?“
„Kommt ganz darauf an, wie groß und wie schnell er ist und da Valerie offenbar ein sehr großer Hurrikan ist, kann das viele Stunden dauern, denn die Windgeschwindigkeit hat nichts mit seiner Reisegeschwindigkeit zu tun. Die Windgeschwindigkeit ist die, um die er sich selbst dreht, das sind die Daten, die man in den Nachrichten hört, aber die Reisegeschwindigkeit ist das Tempo mit dem er sich vorwärts bewegt und die kann sehr unterschiedlich sein, manchmal sogar nur wenige Kilometer die Stunde, deshalb kann man nie sagen, wie lange so ein Hurrikan an einem Ort wütet. Das Beste ist, wenn wir die Nacht über hier bleiben, wer weiß, was uns draußen erwartet, wenn alles vorbei ist!“ erklärt mir Saundra wieder ganz gelassen, sie fühlt sich jetzt offenbar sicher.
„Oh, du kennst dich aber sehr gut mit Hurrikans aus, damit habe ich gar nicht gerechnet, ich dachte immer, so ein Sturm wäre in kurzer Zeit hindurchgezogen, aber offenbar habe ich mich da getäuscht und anscheinend wird es mit unserer Matinee morgen Vormittag nichts mehr werden.“ sage ich enttäuscht.
„Ja, das fürchte ich auch und ich hoffe, dass José Chavelas, wenigstens seine Bilder retten konnte, es wäre schade darum, ich liebe seine Kunst.“ mit einem leichten Tätscheln beendet sie die Einreibung meines Rückens und Jorgé reicht mir ein zusätzliches T-Shirt, das ich überstreife, bevor ich den Pullover anziehe und mich sogleich wieder wohler fühle.
Ich strecke mich auf der Pritsche aus, wobei ich meinen Rücken vorsichtig an die Wand lehne, Saundra neben mich in meine Arme ziehe und ihr einen Kuss auf die Haare drücke.
„Irgendwie hatte ich mir den Ausklang dieses Tages anders vorgestellt, als ihn in einem Rettungskeller zu verbringen.“ ich presse die Lippen aufeinander.
„Nicht nur du Matt!“ sie schmiegt sich an mich und legt mir einen Arm um den Bauch, während sich Jorgé auf eine Bank an der Wand, uns gegenübersetzt und Marta das Vorratsregal durchsieht.
„Dean war nicht der einzige Hurrikan, den du miterlebt hast, oder? Du weißt so viel über Hurrikans und ich sah deine Panik in den Augen, als Jorgé zuerst nicht öffnete.“
Saundra atmet tief ein „Nein, er war nicht der Einzige, aber der Einzige bei dem niemand gestorben ist.“ sie senkt traurig den Kopf.
„Welcher war es noch, Saundra? Bitte rede mit mir.“
„Es war Hurrikan Stan, zwei Jahre vor Dean, er zog ebenfalls über Mexiko hinweg, wir befanden uns damals bei einer Ausgrabung in Uxmal und es wurden mehrere Arbeiter von herumfliegenden Trümmern tödlich getroffen, bevor wir Schutz suchen konnten. Aber ich möchte darüber wirklich nicht reden Matt, außerdem ist es schon so lange her.“ Sie dreht ihren Kopf zu mir herauf und lächelt mich an „Lass’ uns erst einmal diesen Hurrikan hier überstehen, denn immerhin haben wir es ja doch noch rechtzeitig in Sicherheit geschafft und alles andere ist erst einmal unwichtig.“ sie schmiegt ihren Kopf an meine Brust, seufzt tief und ich streichle über ihre wundervollen weichen Haare, die immer noch etwas feucht sind.
Gut, wenn sie nicht darüber reden will, dann ist es wohl besser, wenn ich sie nicht weiter bedränge, offenbar sind es schreckliche Gedanken, die sie dabei hat und ich möchte nicht alles wieder aufwühlen.
Eine zeit lang wiege ich sie stillschweigend ganz leicht in meinen Armen hin und her und ich wäre, trotz des stundenlangen Wütens des Hurrikans draußen, schon fast eingeschlafen, als mir plötzlich ein Geräusch an die Ohren dringt, das zunächst viel zu beruhigend wirkt, als dass es zu dem Tosen des Sturms draußen passen würde: Tropf, tropf, tropf...
Ich hebe meinen Kopf um auszumachen, wo es herkommt, während Jorgé ebenfalls, mit einer Gaslaterne bewaffnet, bereits aufgestanden ist und suchend umherschaut. Saundra ist in meinen Armen eingeschlummert und ich schiebe sie sanft von mir herunter oder vielmehr rutsche ich unter ihr hinweg und bette sie möglichst bequem auf die Pritsche, um aufzustehen.
Mein erster Blick gilt der Falltür oberhalb der steilen Holztreppe, durch die wir hier heruntergestiegen sind, wo mir vor einiger Zeit schon einmal ein paar Tropfen aufgefallen sind und das Tropfen verstärkt sich. Es wächst sich zu einem Rinnsal aus und ich sehe in Jorgés besorgte dunkelbraune Augen, wobei ich bemerke, dass das Prasseln des Hagels, des Regens und das dagegen schlagen von Gegenständen aufgehört hat, nur das Heulen des Sturms ist noch zu hören.
„Sturmflut!“ entfährt es ihm.
„Was? Sollte etwa eine Sturmflut bis herauf zu diesem Haus gekommen sein? Wir befinden uns doch auf einem kleinen Hügel.“ raune ich ihm zu und nach einer kurzen Denkpause erkenne ich das ganze Ausmaß der Katastrophe „Mein Gott, wenn tatsächlich eine Welle bis hier herauf gekommen ist, dann steht ja ganz Veracruz unter Wasser!?“ völlig entsetzt sehe ich ihm ins Gesicht und er hat nur ein kurzes Nicken für mich übrig, während sein Blick sich wieder der Falltür widmet.
Verdammte Scheiße! Wenn es tatsächlich so ist und wir vielleicht sogar unter Wasser stehen, dann könnte sich der Keller mit Wasser füllen und wir ertrinken alle oder sollten wir die Falltür tatsächlich dicht bekommen, ersticken wir nach einer gewissen Zeit an Sauerstoffmangel.
In mir steigt Panik auf und die entspannten Momente mit Saundra auf der Pritsche sind wie weg geblasen.
„Jorgé, was sollen wir machen?“ frage ich panisch.
„Wir haben Leck dicht zu machen, aber nicht weiß wie? Nix hier in Rettungskeller, was gut ist! Außer Kleider! Aber nix viel helfen, wenn Wasser richtig kommt.“ erklärt er mir in einigermaßen verständlichem Englisch und in meinem Kopf fahren die Gedanken Karussell.
„Kannst du nicht aus deinen Salben und Pasten irgendetwas mischen, das wirkt wie Kitt?“ frage ich ihn und er schaut mich zunächst kopfschüttelnd an, bis Saundra wach wird, die unser Gespräch offenbar gehört hat.
„Was ist los?“ sie ist sofort hellwach, springt auf und ihr Blick wandert sofort zu dem eindringenden Wasser „Verdammt, das ist übel. Was machen wir denn jetzt?“ schreit sie gegen das Gebrüll des Hurrikan an.
Jorgé greift nach einem Handtuch, steigt die Treppe empor und versucht es in den Spalt zu schieben, wo das Wasser herein läuft, aber der Spalt ist nicht breit genug. Ich steige ebenfalls die Holztreppe hinauf und Marta reicht mir ein Messer, mit dessen Rücken ich nun versuche das Handtuch in den Spalt zu drücken, was mir dann auch endlich mäßig gelingt. Urplötzlich legt sich eine gespenstische Stille über uns, so als hätte jemand den Ausschaltknopf am Radio bedient, aber es tröpfelt immer noch moderat.
Jorgé sieht nach oben und raunt „Das Auge! Hälfte geschafft!“
Ich sehe fragend zu Saundra „Was meint er?“
„Er meint damit, dass uns das Auge des Hurrikans erreicht hat und wir damit die Hälfte geschafft haben. Wenn uns das Auge passiert hat, geht der Sturm erneut los und es dauert ungefähr noch einmal so lange, wie jetzt bereits vorüber ist. Ich hoffe nur, dass wir das Wasser in den Griff bekommen!“ zweifelnd schaut sie zu uns beiden hoch und presst die Lippen zusammen.
„Wenn du einen besseren Vorschlag hast, dann solltest du ihn uns am besten jetzt sagen.“ rufe ich zu ihr hinunter und versuche weiter das Handtuch mit dem Messerrücken in die Ritzen zu drücken.
„Ich fürchte da haben wir keine Chance! Mit einer Springflut, die bis hier herauf reicht, haben wir niemals gerechnet, deshalb ist auch kein geeignetes Werkzeug hier, für derartige Notfälle. Das heißt, wir müssen uns mit dem begnügen, was wir haben und ich denke etwas Besseres kann ich dir nicht anbieten, Matt.“ sie sieht fast verzweifelt aus und am liebsten würde ich sie jetzt in meine Arme nehmen und ganz fest drücken, aber von der obersten Stufe der Treppe aus, ist das leider nicht möglich.
„Wie lange kann es dauern, bis dieser verdammte Keller voll läuft? Wie lange können wir schwimmen?“ frage ich sie.
„Ich habe keine Ahnung! Ich weiß auch nicht wie lange es dauert, bis die Flut wieder abfließt, weil ich auch nicht weiß, wie hoch sie ist. Aber ich denke hier auf dieser Anhöhe, kann sie nicht allzu hoch sein, normalerweise hätte sie uns gar nicht erreichen dürfen.“ ruft sie panisch.
Ich lege die Hand um meine Stirn und fahre daraufhin über mein Gesicht, um mein Kinn kurz festzuhalten „Vielleicht sollten wir hier heraus, Saundra? Jetzt! Wo es windstill ist! Möglicherweise haben wir im Haus oder in der Garage mehr Chancen zu überleben?“ sage ich ebenso panisch, aus Angst hier heute Nacht noch zu ertrinken.
„Auf keinen Fall. Wir wissen nicht wie lange die windstille Phase anhält.“ sie schüttelt heftig mit dem Kopf „die Windböen könnten jeden von uns davon treiben, du hast doch auch schon eine Kostprobe davon bekommen, als wir hier angekommen sind und das war nur der Anfang. Das was über uns getobt hat, seit wir hier unten sind, kannst du dir gar nicht vorstellen, da fliegen sogar ganze Autos durch die Luft. Matt, dagegen haben wir keine Chance und wir wissen nicht einmal, ob das Haus überhaupt noch steht! Wir müssen hier ausharren, ob es uns gefällt oder nicht!“ sie wendet sich ab und legt ihr Gesicht in beide Hände, indem sie tief ein- und ausatmet „Ich will gar nicht wissen, wie Veracruz aussieht und wie viele Menschen inzwischen dort ihr Leben lassen mussten.“
Ich bemerke leichte Zuckungen zwischen ihren Schulterblättern und habe den Eindruck, dass sie weint, aber ich kann es nicht sehen, weil sie ihr Gesicht von mir abgewendet hat.
„Saundra!“ entgegne ich ihr weich „Wir werden das schaffen und wenn dieser verdammte Keller voll läuft, dann öffnen wir halt die Eingangsluke und werden eben schwimmen, bis alles vorbei ist.“ ich versuche ein Lächeln hinzubekommen.
Sie dreht sich zu mir um und sieht mich ganz entsetzt an „Schwimmen? Bei einem Hurrikan? In einer Springflut an Land? Hast du eine Ahnung! Auf dem Meer vielleicht, aber doch nicht an Land. Wenn alles vorbei ist, würde uns der Sog schneller unter Wasser und mit sich reißen, als wir überhaupt daran denken können! Der einzige Ort, an dem wir eine Überlebenschance haben, ist dieser verdammte Scheiß Keller!“ wütend blitzen mich ihre Augen an, ich presse die Lippen zusammen und beginne wortlos erneut mit dem Messerrücken dieses verfluchte Handtuch in die Ritzen zu pressen.
Wo bin ich da nur hin geraten? Dieser beschissene Auftrag kostet mich jetzt schon fast das zweite Mal das Leben, warum habe ich ihn nur angenommen? Aber wenigstens darf ich es jetzt mit der Frau beenden, in die ich glaube mich verliebt zu haben, das tröstet mich zwar etwas, aber ich würde trotzdem noch gerne eine Weile weiter leben, also stopfe ich das blöde Handtuch weiter in die Ritzen, bis mir die Hände weh tun und es dauert nicht mehr lange, bis das Getöse außerhalb des Kellers von Neuem beginnt.
Wieder und wieder drückt das Wasser durch die Ritzen und Jorgé und ich kommen fast nicht mehr hinterher, weitere Handtücher in die Ritzen zu schieben.
Inzwischen bin ich schon wieder nass bis auf die Haut, wobei sich die Pfützen auf dem Boden so langsam füllen und ich das Gefühl bekomme, dass wir gegen das Wasser keine Chance haben und es uns immer wieder einholt, egal wie viel Tücher wir in die Spalten drücken.
Erschöpft lässt sich Jorgè nach einer Weile auf eine der Stufen nieder und reibt sich die schmerzenden Hände, wobei ich ihm mit der Hand auf die Schulter klopfe und ihm mit einer Kopfbewegung bedeute, nach unten zu klettern, um sich eine Weile auszuruhen.
Marta hat inzwischen eine Dose geöffnet und Essen auf Tellern verteilt, in dem die drei jetzt lustlos herumstochern, während ich allein gegen das Wasser ankämpfe, das durch die Ritzen dringt und am Boden sich vereinzelte große Pfützen miteinander verbinden. Über meinem Kopf tobt der Hurrikan und ich habe langsam das Gefühl, kein anderes Geräusch mehr zu kennen, als dieses markerschütternde Geheul des Sturms und das Rumpeln von umherfliegenden Gegenständen.
Jemand tippt mir auf die Schulter und als ich mich umdrehe, sehe ich in Saundras grüne Augen „Geh’ etwas essen, ich mache hier weiter!“
„Aber das ist zu schwer für dich, lass’ nur, ich mache das schon!“
„Nein, du brauchst eine Pause und du musst etwas essen, damit du bei Kräften bleibst, außerdem bin ich nicht aus Zucker. Los herunter mit dir.“ beharrt sie hartnäckig darauf.
Ich reiche ihr das Messer und eile die Treppe hinab, wate durch das Wasser zum Tisch und lasse mich nieder, wo ich in aller Eile, dieses undefinierbare Etwas aus der Dose in mich hinein stopfe, nur damit mein Magen gefüllt ist, um gleich darauf wieder zu Saundra zu eilen. Doch erst bei meinem Blick von unten nach oben erkenne ich, dass der Kampf gegen das Wasser eigentlich verloren ist, die Handtücher, die wir in die Ritzen geschoben haben sind durchweicht und dehnen die Fugen nur noch mehr, so dass immer mehr Wasser eindringen kann. Hastig sehe ich mich nach einem Ausweg um, aber der einzige Weg aus diesem Keller ist die Luke da oben.
Jorgé tritt neben mich und sieht, kopfschüttelnd, ebenfalls nach oben „Das nix gut, Señor!“
Er hat also das Gleiche gesehen wie ich, somit laufe ich die Stufen hoch zu Saundra, um sie aufzuhalten, weiter Stoff in die Fugen zu schieben!
„Hör’ auf! Saundra!“ schreie ich ihr, durch das unglaubliche Heulen des Hurrikans hindurch zu.
Ungläubig starrt sie mich an „Warum?“
„Weil wir damit die Fugen nur noch mehr dehnen und durch die durchweichten Tücher immer mehr Wasser eindringt, ich sah es gerade von unten. Wenn du mir nicht glaubst, dann frage Jorgé, er hat das Gleiche gesehen.“ rufe ich laut, bis ich sie erreicht habe.
Verdutzt schaut sie von mir an die Decke und wieder zurück „Und was machen wir jetzt?“
„Ich weiß es nicht, Saundra!“ entgegne ich ihr hoffnungslos „Darauf warten, dass der Sturm möglichst bald vorüber geht und wir solange schwimmen können, bis wir die Falltür öffnen können.“ ich schließe die Augen und halte mir die Hand vor den Mund „Ich weiß es nicht! Ich sehe keinen Ausweg aus dieser Falle!“ womit ich meine Hand wieder sinken lasse und ihr in die Augen sehe.
„Warten? Und das Wasser einfach laufen lassen? Der Hurrikan kann noch Stunden dauern!“ schreit sie panisch.
Ich packe sie an den Oberarmen und sehe sie eindringlich an „Saundra! Wir haben keine andere Wahl! Wir können nur abwarten und falls wir hier heraus müssen, darauf hoffen, dass die Sturmflut nicht allzu hoch ist und wir diese Luke überhaupt auf bekommen.“
„Was? Matt, das ist nicht dein Ernst? Wenn wir die Falltür nicht auf bekommen ertrinken wir alle und wer weiß, was uns draußen erwartet? Der Sturm reißt uns alle mit sich! Es muss einen anderen Ausweg geben.“ sie wirkt immer noch in Panik und ihre Augen blitzen mich an.
„Was schlägst du vor, Saundra? Willst du dich mit bloßen Händen an einen anderen Ort durchgraben? Das Volumen des Raumes wird dadurch nicht größer. Wir haben keine andere Wahl, als abzuwarten.“
Sie schlägt die Hände vor das Gesicht „Oh, mein Gott! Muss es so zu Ende gehen, dass wir alle jämmerlich ertrinken!“ sie beginnt leise zu weinen, ich ziehe sie in meine Arme und bette ihren Kopf an meiner Brust.
„Wir werden heil hier herauskommen, Saundra! Das spüre ich! Es ist noch nicht vorbei, wir werden noch viele schöne Tage miteinander verbringen, du wirst sehen.“ mit einer Hand hebe ich ihr Kinn an und drücke ihr einen Kuss auf ihre sinnlichen Lippen.
„Hab’ keine Angst, wir werden es schaffen!“ versichere ich ihr, obwohl ich in diesem Moment ebenfalls Todesangst verspüre.
„Komm, wir sollten uns noch etwas ausruhen, bevor wir all unsere Kraft brauchen.“
Ich führe sie zitternd die Stufen hinab und wir waten durch das Wasser auf eine der Feldbetten zu, worauf wir uns zunächst engumschlungen niederlassen.
Jorgé und Marta haben es sich, in eine Decke gehüllt, auf der anderen Pritsche einigermaßen bequem gemacht und beobachten, wie das Wasser durch die Ritzen der Luke läuft und die Pfützen auf dem Boden langsam zu einem kleinen See wachsen lassen.
Der Hurrikan singt draußen laut und unablässig weiter sein grausames Lied und wir können nur Minute für Minute das steigende Wasser beobachten, wobei jetzt auch wieder Eisbrocken auf die Falltür einschlagen, wie kleine Bomben. Somit dürfte die Flut abgelaufen sein oder der Sturm hat das Wasser in die andere Richtung gedrückt, jedenfalls kann es nicht mehr die Falltür bedecken und wir haben dadurch wenigstens die Möglichkeit, die Luke zu öffnen, wenn es notwendig werden sollte.
Aber an wirkliches Ausruhen ist nicht zu denken, denn keiner von uns möchte einschlafen und den richtigen Moment für die letzte Fluchtmöglichkeit verpassen.
Ich sitze auf der Pritsche, den Rücken an die Wand gelehnt und habe einen Fuß auf dem Rand abgestellt, während Saundra neben mir zusammengerollt ihren Kopf in meinem Schoß birgt und grübelnd auf die steigenden Wassermassen starrt. Wir haben unsere nassen Körper ebenfalls mit einer Decke umwickelt, damit sie nicht schon jetzt vor Kälte erstarren.
Ich lege einen Arm um ihren Bauch, mit dem anderen Arm stütze ich mich auf meinem Knie ab und lege meinen Kopf in dieselbe Hand.
Warum nur, ist dieser verdammte Rettungskeller nicht dicht? Wozu baut man so etwas, um sich vor einem Hurrikan zu schützen und dann darin zu ertrinken? Warum musste der verfluchte Sturm ausgerechnet jetzt kommen, wo wir uns gerade erst gefunden haben?
Nur zu gerne wüsste ich jetzt, wie es draußen aussieht und ob das Haus noch steht? Aber ich habe keine Möglichkeit nachzusehen, der Gedanke daran macht mich nervös und fast verrückt, vielleicht hätten wir in der Villa die besseren Überlebenschancen gehabt?
Die Minuten und Stunden vergehen und das Wasser steigt immer höher bis es fast an die Kante des Feldbettes reicht. In dem Moment bemerke ich, dass das unerträgliche Prasseln der Hagelkörner und das Toben des Hurrikans langsam nachlässt, genauso wie das Rinnsal das durch die Falltür dringt. Aufatmend blicke ich zu Jorgé, der ebenso erleichtert reagiert, das Ende ist endlich abzusehen, wir sind noch am Leben und wir haben noch genügend Spielraum nach oben!
Ich rüttle Saundra sacht an der Schulter „Es lässt langsam nach, aber ich fürchte wir sollten aufstehen, das Wasser wird die Pritsche bald übersteigen.“
Apathisch hebt sie den Kopf und schaut mich an, als hätte sie mich gar nicht verstanden.
„Saundra, hast du mich verstanden?“ frage ich noch einmal nach.
„Ja!“ ist alles was sie über die Lippen bringt, rappelt sich aber hoch, so dass sie sich neben mir in der Hocke befindet und ich sie mit hoch ziehen kann, als ich selbst aufstehe.
„Am besten stellt ihr beiden Frauen euch auf die Treppe, an eine Stelle, wo es nicht tropft. Dort steht ihr nicht gleich ganz im Wasser und dann können wir nur noch hoffen, dass der Hurrikan weiterzieht oder ihm langsam die Puste ausgeht.“
Jorgé bringt den Gasbehälter auf der Treppe in Sicherheit und ich bin Mr. Dunaway in diesem Moment sehr dankbar, dass er auf diese altmodische Art der Beleuchtung steht, denn batteriebetriebene Lampen hätten sicherlich längst schon den Geist aufgegeben, bei der Feuchtigkeit.
Ich springe in das eiskalte Wasser und nehme Saundra auf meine Arme, um sie bis zur Treppe zu tragen, damit sie nicht jetzt schon wieder klitschnass wird, was mich allerdings einige Kraft kostet.
Marta hingegen will sich offenbar nicht zimperlich zeigen und steigt selbst ins Wasser, um sich zu uns durchzukämpfen und schafft es sogar noch eine trockene Decke über dem Kopf zu balancieren in die sie Saundra anschließend fürsorglich einwickelt.
Jorgé versucht die beiden Gaslampen möglichst weit oben zu befestigen, damit wir lange genug Licht haben und gesellt sich ebenfalls zu uns, nachdem er das geschafft hat. Nun stehen wir alle vier etwas ratlos da und keiner weiß, was wir jetzt tun sollen außer Warten.
Ich ziehe Saundra in meine Arme, berge ihren Kopf an meine Brust und sehe immer noch besorgt auf das Wasser, das durch die Falltür rinnt. Der Sturm draußen hat zwar gehörig nachgelassen und das Prasseln des Hagels hat inzwischen ganz aufgehört, aber er verursacht immer noch laute furchteinflößende Töne, die uns noch nicht wagen lässt die Falltür zu öffnen.
Durch den Starkregen läuft das Wasser weiterhin durch die Ritzen und lässt den Wasserspiegel im Keller stetig steigen, bis er langsam die Pritschen und den Tisch verschlingt und wir nach geraumer Zeit wieder bis zu den Knien im Wasser stehen.
Ich erheische Jorgés besorgten Blick zunächst auf die Oberfläche des Wassers und dann sein stirnrunzelndes Grübeln nach oben auf die Luke.
„Was denkst du Jorgé? Sollten wir lieber hier heraus?“ frage ich ihn.
„Noch nicht, Winde zu stark! Besser warten ein wenig!“ sagt er.
Wir warten also weiter, doch als mir das Wasser bis zur Hüfte reicht, ergreift mich langsam erneut die Panik und ich denke, wenn wir die Luke nicht gleich aufbekommen, dann könnten wir doch noch ertrinken, somit fange ich also an, die Handtücher aus den Ritzen herauszuziehen, wo sie eine Öffnung behindern könnten. Jorgé sieht mich zunächst entsetzt an, doch aufgrund des steigenden Wasserspiegels tut er es mir gleich.
„Was tust du da, Matt?“ fragt Saundra erstaunt.
„Wir müssen langsam hier heraus, Saundra, egal wie stark der Hurrikan noch tobt, wir haben keine andere Wahl mehr, wenn wir nicht ertrinken wollen.“
Ich steige die restlichen Stufen nach oben und öffne den Riegel um mich mit aller Kraft gegen die Falltür zu stemmen, doch mit den bloßen Händen habe ich keine Chance, der Sturm drückt sie von außen zu. Wenn ich es nur einen spaltbreit schaffen könnte, sie nach oben zu drücken, würde sich der Wind darin fangen und sie von selbst aufreißen, aber ich schaffe es so nicht, also steige ich noch ein paar Stufen hinauf um mit dem Rücken dagegen zu drücken, wobei ich die Prellungen von den Riesenhagelkörnern schmerzhaft spüre, die mich trafen, als ich hier ankam und ich sehe im gleichen Augenblick, dass Jorgé neben mich getreten ist und ebenfalls mit aller Kraft gegen die Luke drückt.
„Matt!“ ruft Saundra „Das Wasser! Macht schnell, bitte!“
Die beiden Frauen folgen uns Stufe um Stufe, denn gerade jetzt dringt wieder mehr Wasser in den Keller ein und lässt den Wasserspiegel unaufhörlich steigen und ich sehe ebenso in Martas verängstigte schwarze Augen, die die ganze Zeit über kein einziges Wort gesprochen hat, offenbar versteht sie kein Englisch.
Jorgé kommt noch ein paar Stufen nach oben und wir drücken nun gemeinsam mit dem Rücken gegen die Falltür, bis es uns endlich gelingt, sie einen Spalt breit zu öffnen und sich tatsächlich der Wind darin fängt, der sie uns fast augenblicklich von den Schultern aus den Angeln reißt und mit sich trägt.
Wir ducken uns zunächst, denn die Sturmböen peitschen uns das Wasser ins Gesicht, so dass es sich anfühlt wie die Schneiden von tausend kleinen Rasierklingen. Wir sehen uns fragend an und brauchen gar nicht zu reden, jeder von uns beiden denkt das Selbe: Wie geht es jetzt weiter? Denn der Sturm hat immer noch eine beträchtliche Geschwindigkeit und das Wasser unter uns steigt weiter, aber wenigstens hat der Hagel aufgehört und er treibt nur noch den Starkregen vorwärts.
Vorsichtig äuge ich nach oben und frage mich welche Tageszeit wir wohl jetzt haben, denn meine Uhr hat schon vor einiger Zeit, durch die Feuchtigkeit den Geist aufgegeben und wie ich mich so umschaue, kann es zumindest nicht mehr Nacht sein, der Sturm verdunkelt zwar den Himmel, aber es ist nicht stockdunkel, ich schätze es müsste früher Morgen des nächsten Tages, also Samstag sein.
Jorgé steckt ebenfalls den Kopf heraus uns sucht mit den Augen nach einer Fluchtmöglichkeit, wobei er auf ein Gebäude deutet, das früher vermutlich eine Stallung war und tatsächlich noch steht.
„Warum nicht das Haus?“ rufe ich ihm zu.
„Fest verschlossen.“ schreit er zurück.
„Okay!“ ich winke den beiden Frauen mit der Hand, nach oben zu kommen „Wir wollen versuchen die Stallungen zu erreichen, die stehen noch. Lauft gebückt und seid vorsichtig, dass ihr nicht ausrutscht, solltet ihr das Gebäude vor uns erreichen, geht in die Hocke und drückt euch gegen die Wand.“ instruiere ich sie, wobei Saundra für Marta auf Spanisch übersetzt.
Beide Frauen nicken, dass sie es verstanden haben, Jorgé und ich heben zunächst Marta über den Rand des Einstieges und gleich darauf Saundra. Beide laufen Arm in Arm gegen den Sturm ankämpfend Richtung Stallungen und haben Mühe, dass der Hurrikan sie nicht erfasst und mit sich davon trägt.
Jorgé erklimmt die letzte Stufe der Treppe und ich helfe ihm am Hintern schiebend über den Rand, wobei mir das Wasser jetzt bereits bis zur Brust reicht, also stemme ich mich ebenfalls hoch und Jorgé, der sich inzwischen aufgerappelt hat reicht mir die Hand und zieht mich nach draußen.
Nur mühsam kann ich mich aus dem Wasser ziehen, das an meinen Kleidern zerrt und bleibe erst einmal keuchend neben dem Eingang sitzen, aber Jorgé zieht mich fordernd in die Höhe, so dass ich mit ihm ebenfalls Arm in Arm gebückt auf die Stallungen zu renne.
Als wir die beiden Frauen erreichen, die neben einer Seitentür in die Hocke gegangen sind, beuge ich mich zunächst zu ihnen hinunter „Ist alles in Ordnung?“ und beide nicken nur schwach, der Kampf gegen den Sturm muss ihnen alle Kraft gekostet haben.
Jorgé macht sich an der Seitentür zu schaffen, die er ziemlich schnell aufbekommt, sich aber dann dagegen stemmen muss, damit der Wind sie nicht davon reißt. Ich schiebe also die beiden Damen hinein und halte mich von innen an der Tür fest, die dort zum Glück einen Griff besitzt und ziehe Jorgé herein, wo wir dann wieder mit vereinten Kräften an der Tür ziehen, damit wir sie wieder geschlossen bekommen, denn ohne Tür, könnte sich der Wind in dem Gebäude fangen und es komplett zerlegen.
Nach längerem Kampf gegen den Wind, gelingt es uns endlich die Tür zu schließen und wir lassen uns beide mit dem Rücken dagegen gelehnt, daran herunterrutschen, bis wir auf der Erde sitzen und erst einmal japsend nach Luft ringen.
Marta zerrt die erschöpfte Saundra mit sich und begibt sich mit ihr in eine ausgediente Pferdebox in der sogar noch etwas frisches Stroh liegt, auf das sich beide nun kraftlos sinken lassen.
Nachdem Jorgé sich einigermaßen gefangen hat, klopft er mir auf die Schulter und bedeutet mir mit dem Kopf, dass ich mich ebenfalls zu den Frauen gesellen soll, während er in eine andere Richtung davoneilt und sich an irgendetwas zu schaffen macht, das ich allerdings nicht erkennen kann, weil es zu dunkel ist.
Ich lasse mich neben Saundra nieder und ziehe sie in meine Arme, da sie stark friert und ich die Hoffnung habe, dass wir uns gegenseitig etwas Wärme spenden können, doch dann taucht plötzlich Jorgé vor uns auf mit vier alten Pferdedecken in den Händen, in die wir uns dankbar einwickeln. Ich lehne mich auf dem Stroh sitzend, an die Wand der Pferdebox und Saundra birgt ihren Kopf an meiner Brust, während sie gegen das Zittern ankämpft, das ihren Körper erfasst hat und ich versuche sie mit meinen Händen warm zu rubbeln, was allerdings schwierig ist, bei den nassen Kleidern.
Jorgé und Marta versuchen sich, ebenfalls eng umschlungen, etwas Wärme zu geben, wobei niemand von uns ein Wort spricht, wir sind viel zu erschöpft dafür und horchen nur auf das Heulen des Windes, in der Hoffnung, dass der Sturm bald zu Ende geht.
Anscheinend müssen wir, trotz des hohen Lärmpegels vor Erschöpfung und Übermüdung eingeschlafen sein, denn als mich Jorgé das nächste Mal an der Schulter rüttelt, dringen vorsichtige Sonnenstrahlen durch ein Fenster aus Glasbausteinen, welche mich blenden und ich kann kaum noch ein Geräusch ausmachen, zumindest hat das Heulen des Sturmes und das Prasseln des Regens aufgehört.
„Señor, alles vorbei!“ sagt er lächelnd.
Ungläubig blinzle ich zunächst in sein Gesicht und rüttle Saundra ebenfalls leicht an der Schulter, damit sie wach wird. Nach den Stunden der Hölle auf Erden, habe ich schon gar nicht mehr daran geglaubt, dass es die Sonne überhaupt noch gibt und recke ihr mein Gesicht entgegen, um ihre Wärme aufzunehmen.
Saundra rappelt sich hoch, tritt wortlos aus der Pferdebox an das Fenster und blickt ebenfalls erleichtert in die Sonne.
„Ich dachte schon, ich sehe die Sonne nie wieder! Nach den dramatischen Stunden im Rettungskeller, habe ich eher daran geglaubt, dass uns diese Hölle das Leben nimmt.“
Ich trete von hinten an sie heran, lege meine Arme um ihren Bauch und hauche ihr einen Kuss auf das Ohr „Wir haben es geschafft Saundra, wir haben überlebt und nur das ist wichtig!“
„Ja, du hast Recht! Lass’ uns hinausgehen und sehen, wie es um das Haus steht, vielleicht hat es den Hurrikan gut überstanden und wir können wenigstens trockene Klamotten anziehen.“ sie löst sich aus meiner Umarmung und strebt der Seitentür zu, durch die wir hereingekommen sind.
Jorgé hat sie bereits geöffnet und ist mit Marta ins Freie getreten, während sie die wärmenden Sonnenstrahlen genießt, versucht er die Eingangstür aufzumachen, indem er das Sicherheitssystem mechanisch umgeht, denn Strom wird es wohl eine ganze Weile nicht geben.
Ein kurzer Blick hinunter nach Veracruz zeigt mir, dass die Stadt scheinbar völlig zerstört ist und ich kann bis hier herauf keine Aktivitäten erkennen, weder von Fahrzeugen von Rettungskräften oder irgendeine andere Bewegung, sie scheint eine Geisterstadt geworden zu sein. Einzig ein paar Helikopter kreisen über der Stadt, die sich offenbar ein erstes Bild verschaffen.
Nach dem Blick auf die zweistöckige Villa bin ich aber trotzdem überrascht, wie gut sie dem Hurrikan getrotzt hat, etwa ein Viertel des Daches ist abgedeckt und bei nur vier Fenstern im Obergeschoß wurde das Sicherheitssystem abgerissen und die Scheiben sind kaputt, ansonsten kann man an der Hausmauer erkennen, dass die Flutwelle zeitweilig etwa zwanzig Zentimeter hoch stand.
Die Garage mit dem Mercedes SLS scheint ebenfalls unversehrt zu sein, nur das Tor hat eine riesige Delle, irgendetwas Großes muss wohl dagegen gekracht sein.
Bei der Stallung in der wir Schutz gesucht hatten, sieht es allerdings anders aus, nur der Teil in dem wir Unterschlupf suchten, steht noch, der andere Teil ist komplett zerstört und in dem Moment wird mir bewusst, welches Glück wir hatten, uns im richtigen Teil niederzulassen, denn sonst hätten uns die herab fallenden Steine und Trümmer, in unserem vor Erschöpfung ohnmächtigen Schlaf, erschlagen.
Ich überlege, welche Tageszeit wir wohl haben und erkenne am Stand der Sonne, dass es bereits Spätnachmittag oder früher Abend sein muss, womit der Hurrikan mehr als vierundzwanzig Stunden lang tobte - unglaublich!
Nachdem Jorgé es irgendwie geschafft hat, die Eingangstür zu öffnen, betreten wir die Eingangshalle der Villa und es sieht so aus, als wäre hier alles in bester Ordnung! Marta geht von Raum zu Raum, um zu überprüfen, ob sonst soweit alles okay ist und Saundra eilt die große Freitreppe nach oben, wohin ich ihr folge.
Sie wendet sich dem Teil des Stockwerks zu, an dem wir die kaputten Fenster gesehen haben, schon auf dem Gang liegen Trümmer von Möbeln, Papiere, Kleidung und alles Mögliche herum, denn von einem der Zimmer hat es die Tür herausgerissen und darin sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.
„Dad’s Arbeitszimmer!“ murmelt Saundra betroffen. Alles ist zerstört, nicht einmal der Schreibtisch ist ganz geblieben, er liegt verkehrt herum und demoliert an der Wand, bei der Schrankwand hat es die Türen herausgerissen und der Inhalt ist komplett in einem wirren Durcheinander auf dem Boden zerstreut. Sogar die Lampe hat es von der Decke gerissen und durch das Zimmer geschleudert, sie befindet sich zerbrochen in einer Ecke des Raumes und überall liegen nasse Äste, Blätter und Splitter der Fensterscheibe herum.
Ich öffne die Tür zum nächsten Zimmer, es stellt sich als Badezimmer heraus in dem es nicht viel besser aussieht, die Spiegel sind zerbrochen, Kosmetikutensilien und Shampooflaschen sind auf dem Boden verstreut, die Duschkabine ist aus den Angeln gerissen und zerbrochen und auch hier liegen überall nasse Blätter, Äste und Glassplitter herum.
Die beiden anderen Zimmer waren ungenutzt, meint Saundra und daher nur spärlich möbliert, aber im Großen und Ganzen herrscht auch hier das reinste Chaos.
„Komm, suchen wir uns erst etwas Trockenes zum Anziehen und schauen nach, ob das Bad im Untergeschoß funktionstüchtig ist, warmes Wasser, werden wir wohl kaum bekommen, aber ich wäre schon froh, wenn ich wenigstens fließendes Wasser hätte.“ dabei zieht sie mich an der Hand in den gegenüberliegenden Teil des Obergeschoßes.
„Also, an fließendes Wasser glaube ich nicht Saundra. An der Hausmauer konnte ich erkennen, dass das Wasser etwa zwanzig Zentimeter hoch stand, das würde bedeuten, dass Veracruz komplett unter Wasser gestanden hat und mit dem Stromausfall auch sämtliche Pumpen des Wasserversorgers ausgefallen wären, außerdem wäre es vermutlich auch völlig verschmutzt!“ gebe ich zu Bedenken.
Sie überlegt kurz „Ja, da hast du wohl Recht! Vielleicht findet Jorgé einen anderen Weg, dass wir uns wenigstens notdürftig waschen können.“ Sie kneift die Lippen zusammen und öffnet die Tür zu einem Schlafzimmer.
„Das ist das Schlafzimmer meines Vaters. Vielleicht findest du in seinem Schrank etwas zum Anziehen, das dir einigermaßen passt. Ich hole mir nur schnell etwas aus meinem Zimmer, bin gleich wieder da.“ und schon ist sie verschwunden.
Ich öffne also die Schranktüren und finde alles vor, was das Herz begehrt, Anzüge vom Feinsten, Seidenhemden und Krawatten, aber auch Sweatshirts und Jeanshosen, sowie Unterwäsche und Socken.
Ich nehme ein paar Strümpfe und Shorts heraus, sowie ein graues Sweatshirt und eine Jeans die mir augenscheinlich passen könnte, als Saundra mit einem Packen Kleider auf dem Arm, auch schon wieder unter der Tür steht.
„Fündig geworden?“ will sie wissen.
„Ja, ich denke schon.“ sehe ich sie stirnrunzelnd an.
„Dann lass uns nach unten gehen.“ lächelt sie, dreht sich um und eilt die Treppe hinunter, wo uns Jorgé, frisch gewaschen und in trockenen Kleidern bereits erwartet und ich frage mich, wie er das in der kurzen Zeit gemacht hat, oder haben wir uns länger in den zerstörten Zimmern aufgehalten, als mir mein Gefühl sagt?
Jorgé und Saundra unterhalten sich auf Spanisch und ich sehe Marta durch die offene Tür der Küche ebenfalls frisch angezogen. Sie werkelt dort mit einem alten Holzofen umher und augenblicklich macht sich mein Magen bemerkbar, denn das Letzte, das wir gegessen haben war die seltsame Dosenmahlzeit im Rettungskeller, was auch schon fast vierundzwanzig Stunden her sein dürfte.
„Möchtest du zuerst, Matt?“ fragt sie mich, wobei sie auf eine Tür deutet, hinter der sich offensichtlich das Bad befindet. „Jorgé hat aus einem Vorratsspeicher sauberes Wasser abgelassen und die Badewanne damit gefüllt. Es ist zwar kalt, aber besser als gar nichts.“
„Nein, ich warte Saundra, geh du zuerst, du musst endlich aus den nassen Klamotten heraus.“ antworte ich, wobei ich sie mit einer Hand Richtung Tür schiebe.
„Na gut, wenn du meinst.“ grinst sie mich an.
Ich setze mich auf die kleine dunkelbraune Couch aus Leder, die einladend in der Eingangshalle steht und lasse meinen Blick umher schweifen. Die Eingangstür besteht aus schwerem dunklem Holz und hat altmodische eiserne Beschläge, der Boden setzt sich aus weißem und braunem Marmor zusammen und an der Decke hängt ein riesiger alter Lüster, der vor allem die große Freitreppe beleuchtet, wenn die Kerzen brennen. Alles in allem scheint die Villa aus dem achtzehnten oder neunzehnten Jahrhundert zu stammen, sieht aber sehr gepflegt aus.
Als ich noch so meinen Gedanken nachhänge erscheint Saundra wieder unter der Tür mit einem Handtuchturban um den Kopf und kommt auf mich zu „So jetzt bist du dran und ich sehe mich einmal bei Marta um, ob der Herd schon heiß ist, ich habe nämlich einen Bärenhunger!“ sie drückt mir einen Kuss auf den Mund und ist auch sogleich wieder entschwunden.
Somit begebe ich mich also ins Bad und finde ein paar Eimer mit sauberem Wasser vor, die Saundra offensichtlich aus der Wanne geschöpft hat, bevor sie sich selbst gewaschen hat und schütte damit das Waschbecken voll. Ich suche nach einem Waschlappen und ziehe mich aus, wonach ich mich von oben bis unten gründlich wasche und mir auch die Haare mit eiskaltem Wasser im Waschbecken wasche. Brrr.
Mit einem Handtuch rubble ich mir die Haare wieder trocken und meinen Kopf und Körper einigermaßen warm, woraufhin ich in die Kleider von Mr. Dunaway schlüpfe, die mir ganz gut passen, nur dass die Hose etwas zu lang ist, weil er doch ein klein wenig größer ist als ich, aber ich kremple sie einfach um, kämme mir noch die Haare und verlasse das Bad.
Bereits in der Halle dringt mir ein angenehmer Duft von Essen entgegen, welcher mich auf den direkten Weg in die Küche führt, wo Marta gerade den alten Holzofen befeuert und erneut bin ich Mr. Dunaway dankbar, dass er nicht nur auf neue Technik setzt, genauso wie mit den Gaslaternen im Rettungskeller, offenbar weiß er ganz genau, worauf es im Notfall ankommt.
„Hmm, was zaubert ihr denn da?“ strahle ich die beiden Frauen an, nehme Saundra von hinten um die Hüfte und drücke ihr einen Kuss auf die Wange.
„Ach nichts Besonderes, wie hatten heute wenig Zeit zum Einkaufen.“ zwinkert sie mir halb belustigt und halb traurig zu „Wir mussten auf Martas Eingemachtes zurück greifen, deshalb gibt es nur eine mexikanische Reispfanne mit Hähnchenstücken, aber die Hauptsache ist, dass wir wieder einmal satt werden.“
„Ja, da hast du Recht und heute wäre es mir sogar völlig egal, wenn es scharf ist und sich drei Pfund Chili darin befinden, mein Magen nimmt heute alles, was fester ist als Wasser.“ sie lächelt mich von der Seite an, während sie in einer großen Pfanne rührt „Ich sorge schon dafür, dass es nicht allzu scharf wird, ach und übrigens Trinkwasser steht auf dem Tisch, du wirst sicher auch Durst haben, trotz des vielen Wassers, das wir in den letzten Stunden um uns herum gehabt haben.“
„Oh ja, etwas zu Trinken wäre auch nicht schlecht, denn das Wasser im Keller schmeckte mir nicht wirklich.“ feixe ich, um die Stimmung etwas aufzulockern.
Ich drücke Saundra erneut einen Kuss auf die Wange und gehe zum Tisch, wo ich mich auf der Bank davor niederlasse, mir ein großes Glas Mineralwasser eingieße und es gierig in mich hineinschütte, ich hatte gar nicht bemerkt, wie durstig ich bin.
Dabei fällt mir auf, dass Jorgé nicht da ist „Wo ist denn Jorgé?“ frage ich und sehe zu Saundra „Ach, der? Der schaut nach der Garage und dem Auto und eventuell nach meinem Mobile Phone, denn ich weiß nicht mehr, wann ich es zuletzt hatte und wo ich es gelassen habe. Vielleicht könnte ich dann einen Kontakt zu meinem Vater herstellen. Dad weiß ja noch gar nicht, dass wir überlebt haben, denn von dem Hurrikan hat er mit Sicherheit erfahren und macht sich sicherlich die schrecklichsten Sorgen.“
Marta verteilt Teller und Besteck auf dem Tisch und stellt einen Kerzenleuchter in die Mitte, denn draußen wird es langsam dunkel, also wird es etwa sieben Uhr abends sein.
In dem Moment kommt Jorgè zurück und stellt ein paar Gaslampen auf den Boden, reicht Saundra das Mobile Phone und gibt ihr einen kurzen Bericht auf Spanisch.
„Was hat er gesagt?“ frage ich neugierig!
„In der Garage ist soweit alles in Ordnung, der Wagen ist noch ganz und mein Mobile Phone lag in der Mittelkonsole. Das ist meistens der Platz, wo ich es gerne liegen lasse, ich hoffe nur, dass der Akku jetzt nicht leer ist.“ sie schaut auf das Display und schaltet es ein.
„Hurra, der Akku ist noch halb voll, das ist doch schon einmal ein Lichtblick und hier in Veracruz funktioniert es sogar, offenbar gibt es hier einen Roaming-Partner für amerikanische Anbieter.“ sie schaltet es wieder aus und legt es zur Seite „Jetzt sollten wir aber erst einmal etwas essen, ich habe so großen Hunger, dass ich einen ganzen Wal aufessen könnte.“
Unwillkürlich muss ich lachen „Das würde ich gerne sehen, wie du einen ganzen Wal aufisst!“ und schüttle mit dem Kopf „Aber ich dachte, du wolltest versuchen deinen Vater zu erreichen?“
„Das kann ich nach dem Essen auch noch, auf eine halbe Stunde hin oder her kommt es jetzt auch nicht mehr an.“
Sie stellt eine große Pfanne auf den Tisch und setzt sich mir gegenüber, während sich Marta neben ihr niederlässt und Jorgé an der Stirnseite des Tisches Platz nimmt. Saundra füllt mit einer großen Schöpfkelle unsere Teller und wir schlingen das Essen wortlos förmlich in uns hinein, wir sind alle ausgehungert.
Nachdem wir die Pfanne restlos ausgegessen haben und uns zufrieden die Bäuche streichen, greift Saundra erneut zu ihrem Mobile Phone, schaltet es ein sucht nach der Telefonnummer des Camps, wählt sie mit einem Fingertipp an und stellt es auf laut.
„Si!“ ertönt es am anderen Ende der Leitung.
„Miguel, puedes buscar a mi padre Señor Dunaway por favor, rapido?“
„Porsupuesto, ahora mismo, Señorita!”
Man kann hören, dass er den Hörer zur Seite legt und sich offenbar vom Telefon entfernt.
„Hoffentlich dauert das jetzt nicht ewig, nicht dass doch noch mein Akku schlapp macht.“ zweifelnd schaut sie mir in die Augen und ich zucke nur mit den Schultern. Nach einer gefühlten Ewigkeit meldet sich endlich ihr Vater.
„Saundra!“ ruft er freudig „Du lebst! Gott sei Dank! Wo bist du? Was ist mit Mr. Bolder, Jorgé und Marta?“ fragt er besorgt, während Marta den Tisch abräumt und sauber macht.
„Bleib’ ganz ruhig, Dad. Wir sind in unserem Haus und es geht uns allen gut. Wir wären zwar im Rettungskeller fast ertrunken, aber wir haben es zum Glück geschafft in letzter Minute herauszukommen, aber das erzähle ich dir alles, wenn wir wieder in Palenque sind. Kannst du uns nicht das Flugzeug schicken, Dad?“ fleht sie ihn an.
„Saundra, wie stellst du dir das vor? Es kann nirgendwo landen, soweit ich erfahren habe ist Veracruz komplett zerstört. Ich habe bereits einen Lastwagen mit Baumaterial und Leuten losgeschickt, die Jorgé helfen sollen unser Grundstück aufzuräumen und das Haus wieder in Ordnung zu bringen. Ist es sehr schlimm?“ will er wissen.
„Nein, Dad, der Schaden am Haus hält sich in Grenzen, etwa das Viertel vom Dach ist abgedeckt, vier Fenster sind kaputt und die Räume dahinter völlig verwüstet unter Anderem auch dein Arbeitszimmer, das hat es am schlimmsten erwischt. Die Stallung ist halb eingestürzt, aber ansonsten sieht alles ganz gut aus. Die Garage hat es fast und der Wagen völlig unbeschadet überstanden. Was sollen wir denn jetzt tun? Wir haben weder Strom noch fließend Wasser und ich möchte nach Palenque zurück, denn so lange dort ein Irrer herumläuft mache ich mir auch Sorgen um dich.“
„Das musst du nicht mein Engel, hier ist alles ruhig. Warte einmal einen kurzen Moment.“ offenbar hält er die Sprechmuschel zu, denn man kann nur sehr leise hören, dass sich zwei Personen auf Spanisch unterhalten.
„Hör zu! Der Hurrikan ist von Veracruz über Tlaxcala und Mexiko-Stadt weiter in nordwestliche Richtung gezogen und hat Villahermosa nur schwach mit seinen Ausläufern getroffen. Dorthin könnte ich zumindest einen Helikopter schicken, um euch abzuholen, wenn ihr es bis dahin mit dem Auto allein schafft! Ich weiß, das ist ein weiter Weg, aber anders geht es nicht, wenn ihr nicht tage- oder vielleicht sogar wochenlang in Veracruz ausharren wollt. Denkst du, ihr bekommt das hin?“
Saundra sieht mich fragend an und ich nicke heftig „Ja, Dad! Das müsste zu schaffen sein, wenn die Straße noch einigermaßen intakt ist, der SLS ist schließlich kein Geländewagen.“
„Ich weiß, Saundra! Aber eine andere Alternative haben wir im Moment nicht und nehmt Werkzeuge und Seile mit, es könnte sein, dass des Öfteren umgestürzte Bäume und anderer Schrott die Fahrbahn blockieren. Versucht es! Wenn ihr aber nicht weiterkommt, dann müsst ihr mir versprechen wieder umzudrehen und in Veracruz abzuwarten, bis ich eine andere Lösung gefunden habe!“
„Ja Dad, versprochen! Wir machen uns dann morgen früh auf den Weg, jetzt in der Nacht möchte ich es nicht riskieren loszufahren.“
„Das würde ich dir auch nicht raten Saundra, es könnten inzwischen einige Wegelagerer unterwegs sein. Nehmt euch bitte in Acht und haltet nicht an, wenn es nicht unbedingt sein muss. Packt am Besten ein paar Vorräte von Marta mit ein und melde dich, wenn ihr in Villahermosa angekommen seid, dann sage ich dir, wo der Helikopter auf euch wartet.“
„Okay! Alles klar! So machen wir es! Gute Nacht Dad, ich freue mich dich wieder zu sehen.“
„Und ich freue mich erst, mein Engel, dass ihr alles gut überstanden habt und kann heute Nacht sicherlich beruhigter schlafen, als die Letzte. Gute Nacht, Saundra und richte Mr. Bolder die besten Grüße von mir aus.“
Saundra lächelt mich an und ihre Augen glänzen in diesem Moment wieder wie tausend Smaragde „Mache ich gerne, Dad! Gute Nacht!“
Sie drückt auf „Gespräch beenden“ und schaltet das Mobile Phone aus.
„Somit war es doch ganz gut, dass du die Garage, unter größter Gefahr noch geschlossen hast und der Wagen unversehrt geblieben ist und ich hoffe, die Straße sieht nicht allzu schlimm aus, denn ich möchte jetzt ungern noch eine Weile hierbleiben müssen. Irgendwie hatte ich mir dieses Wochenende ganz anders vorgestellt!“ sie presst die Lippen zusammen und schüttelt leicht mit dem Kopf.
Ich nehme ihre Hände in die meinen und sehe ihr tief in die Augen „Das hatte ich auch Baby!“ ich presse ebenfalls die Lippen aufeinander und mache eine kurze Pause „Aber hätten wir nicht nachsehen sollen, ob wir in der Stadt unten irgendetwas hätten helfen können, vielleicht gibt es doch noch Überlebende.“
„Das glaube ich nicht, Matt! Alle die nicht geflohen sind, werden tot sein, denn selbst wenn sie Rettungsräume gehabt haben sollten, sind diese alle nach dem gleichen Prinzip konzipiert wie der unsere und wenn die Flutwelle schon so lange über uns stand, dann stand sie dort unten noch höher und noch länger, wie soll da jemand überlebt haben? Außerdem sollte man den organisierten Rettungskräften nicht ins Gehege kommen, die mögen das gar nicht, wenn sie bei ihrer Arbeit gestört werden.“ sie schüttelt erneut mit dem Kopf „Nein, glaube mir, wir können dort unten absolut nichts ausrichten, wir würden uns nur sinnlos in Gefahr begeben, es reicht schon, dass uns in Palenque ein Verräter erwartet und wer weiß, was der noch so alles vor hat.“ sie senkt die Augen und sieht auf unsere miteinander spielenden Hände.
„Ja, wahrscheinlich hast du Recht! Wir würden ohnehin nichts ausrichten können.“ ich hole tief Luft „Wie weit ist es denn nach Villahermosa?“
„Nicht ganz dreihundert Meilen, aber je nachdem, wie die Straße aussieht, kann es Stunden dauern, bis wir es erreichen, denn bei schlechter Straße sind wir mit dem SLS wesentlich langsamer unterwegs als mit einem Geländewagen, er liegt doch um einiges tiefer und man muss fürchterlich aufpassen, wenn man über Geröll fährt.“
„Das ist mir auch klar, aber von Villahermosa nach Palenque ist es doch auch nur noch ein Katzensprung! Brauchen wir da überhaupt einen Heli? Auf die neunzig Meilen käme es dann eigentlich auch nicht mehr an und der teure Wagen würde nicht herrenlos in der Gegend herum stehen.“
Sie runzelt die Stirn und meint „Ja, da hast du wieder Recht, vielleicht sollten wir gleich durchfahren, aber das können wir auch morgen noch entscheiden. Wer weiß, vielleicht sind wir, wenn wir in Villahermosa angekommen sind, auch völlig erledigt! Lass’ Dad den Heli einmal schicken, der kann notfalls auch wieder ohne uns abfliegen.“
„Nun ja, ich meinte ja nur…“ sage ich zerknirscht „…dann hätte er sich die Kosten für den Heli sparen können.“
Sie lacht leise auf „Oh, Matt! Geld spielt keine Rolle, nicht für uns. Es ist egal, ob der Heli mit oder ohne uns fliegt, viel wichtiger ist, ob wir den SLS unterwegs auftanken können. Möglicherweise muss uns der Heli sogar in Unwegsamen Gelände abholen, sollte uns der Sprit ausgehen.“ sie grinst mich an „Ich hoffe nur, der Akku meines Mobile Phone gibt unterdessen nicht den Geist auf, denn aufladen ohne Stromversorgung geht leider auch nicht, das weißt du selbst und die Verbindung zu meinem Vater, könnte unter Umständen lebenswichtig sein.“
„An was du alles denkst!“ etwas betreten sehe ich zur Seite „Daran hätte ich womöglich frühestens morgen früh gedacht, wenn überhaupt!“
Jorgé raunt ihr etwas von hinten in Spanisch zu und Saundra nickt nur, wobei er Marta an die eine Hand nimmt, eine Gaslaterne in die andere Hand und verschwindet mir ihr aus der Küche.
„Was hat er gesagt?“ möchte ich wissen.
„Er und Marta gehen zu Bett, sie sind beide müde und erschöpft und ich denke, wir beiden Hübschen sollten das selbe tun.“ sie lächelt und entzieht mir ihre Hände, wobei sie aufsteht, die Kerzen auf dem Tisch ausbläst und die Gaslaterne zur Hand nimmt.
Ich stehe ebenfalls auf und grinse sie an „Und wer von uns beiden Hübschen geht im Dunkeln ins Bett? Oder hast du noch eine Laterne?“
Sie lächelt mich mit funkelnden Augen an „Es gibt nur noch die eine! Wir werden also wohl oder übel in einem Bett schlafen müssen!“
Ich fasse sie mit einem Arm um Hüfte, während wir die Küche verlassen und auf die Freitreppe zugehen „Das freut mich aber sehr, Saundra. Davon habe ich schon geträumt, seit ich dich das erste Mal gesehen habe, mit deinen High Heels im Dschungel.“
Sie lacht mir ins Gesicht „Ja, ich weiß! Der Aufzug war etwas unpassend, aber es ging an dem Tag wirklich nicht anders und im Flugzeug konnte ich mich nicht umziehen, mein Koffer war im Frachtraum und unser eigenes Flugzeug bietet nicht genug Platz für solche Aktionen. Tut mir leid!“
„Es muss dir doch nicht leid tun, es war ein sehr schöner Anblick, der deine Top-Figur hervorragend zur Geltung gebracht hat.“ grinse ich zurück.
„Sei ehrlich! Was hast du als erstes gedacht, als ich ausgestiegen bin?“
Arm in Arm steigen wir die Treppe nach oben und ich lache kurz auf „Das kann ich dir wirklich nicht verraten, Saundra, sonst schmeißt du mich am Ende wieder in den vollgelaufenen Rettungskeller.“
Sie zwickt mich in die Hüfte „Das ist gemein! Ich will, dass du mir es sagst, bitte!“ wobei sie mich zu kitzeln versucht.
„Bitte Vorsicht Saundra! Lass’ das, bis die Laterne irgendwo sicher steht, nicht dass wir heute Nacht statt mit Wasser nun mit Feuer kämpfen müssen.“ womit wir auch schon oben angekommen sind und Saundras Zimmer ansteuern.
Sie schiebt mich zuerst in den Raum hinein und stellt die Laterne auf einen Tisch, der an der Wand steht, nimmt mich mit beiden Armen um die Hüfte, wobei ich sie an den Schultern fest in die Arme schließe und sie funkelt mich mit ihren grünen Augen an „Also, raus jetzt mit der Sprache. Was hast du zuerst gedacht.“
„Saundra!“ winde ich mich „Bitte! Ich möchte das nicht sagen.“ ich versuche sie zu küssen, doch sie entzieht sich mir, indem sie ihren Kopf nach hinten wirft.
„Dann gibt es auch keinen Kuss mein Lieber! Ich will es erst wissen.“ sie zwickt mich erneut in die Hüften und ich kneife die Augen zusammen „Du bist unfair, weißt du das?“
„Ich bekomme immer was ich will, Matt! Ich habe da so meine Mittel und die greifen immer, vergiss’ das nicht!“ das Lächeln ist aus ihrem Gesicht verschwunden und ihre Augen senden gefährliche Blitze aus, genau wie die ihres Vaters, damals im Waschzelt, als er mir von seiner Familiengeschichte erzählte und mir klarmachte, dass ich in dieser Pyramide unbedingt etwas finden muss.
Saundras plötzliche Stimmungsschwankungen, die ich auch schon öfter im Umgang mit ihrem Vater beobachtet habe, geben mir Rätsel auf und ich beschließe, ihr die Wahrheit zu sagen.
„Also gut!“ ich lasse sie los und drehe ihr den Rücken zu.
„Warum wendest du dich von mir ab?“ fragt sie verwundert.
„Weil ich dir dabei nicht in die Augen sehen kann.“ ich seufze tief und verschränke meine Hände fest ineinander „Ich habe zuerst gedacht, dass du eine verwöhnte Göre bist und mit deinem Aufzug besser in die Großstadt, als in den Dschungel passt und dass deine Bluse für die einfachen Leute im Camp viel zu weit ausgeschnitten ist. Aber dann habe ich deine Figur gesehen, deine langen schwarzen Haare, deine grünen Augen, die manchmal glitzern wie tausend Smaragde und als du vor mir gestanden hast und ich deine wunderschöne bronzefarbene Haut gesehen habe, da war meine nächster Gedanke, wie du dich wohl nackt anfühlst…“ ich drehe mich wieder zu ihr um und sehe in ein erstauntes Gesicht mit offenen Mund „…und das frage ich mich seitdem jedes Mal, wenn ich dich sehe.“ ich senke den Blick und schaue auf meine Füße „Reicht dir das?“
Sie blickt mir eine Weile wortlos ins Gesicht, bis ich nervös von einem Fuß auf den anderen trete und schon gar nicht mehr weiß, wo ich hinschauen soll. Was macht sie jetzt mit mir? Schmeißt sie mich womöglich sogar hinaus?
Ich fasse mir ein Herz und sehe ihr wieder in die glitzernden Augen „Saundra, bitte…! Du wolltest wissen, was ich gedacht habe, als ich dich das erste Mal sah und ich habe es dir wahrheitsgemäß beantwortet. Bitte rede wieder mit mir oder willst du mich jetzt hinauswerfen?“ ich presse vor Anspannung die Lippen aufeinander.
Unsere ausgelassene Stimmung von vorhin ist urplötzlich verflogen, sie kneift die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen und leckt sich die Lippen „Okay! Du willst also wissen, wie ich mich nackt anfühle?“
Ich nicke vorsichtig, bringe nur ein kurzes „Ja!“ heraus und schlucke schwer, weil ich nicht weiß, was sie jetzt mit mir vorhat.
„In Ordnung Matt! Das kannst du haben, aber erst nachdem ich mit dir fertig bin.“
Mr. Dunaway hatte mich ja vor ihr gewarnt, aber ich weiß bis heute nicht warum und vor allem wovor genau, denn er wurde nie konkret und mir kommt die Geschichte von ihrer Urahnin der Gräfin Erzébet Báthory in den Sinn, den ich im Internet auf ihren eigenen Hinweis hin recherchiert hatte und bekomme es langsam mit der Angst zu tun.
Oh, mein Gott! Sie wird ihre Liebhaber doch nicht etwa umbringen? So wie diese Gräfin, die all die jungen Mädchen umgebracht hat? Schweiß bricht mir aus und alle meine Gedanken wirbeln plötzlich wild durcheinander „Aber Saundra? Was …“ ich stocke, weil ich eigentlich nicht wirklich weiß, was ich fragen will.
„Still, jetzt!“ zischt sie in einem Befehlston, den ich von einer Frau bis jetzt noch nie so gehört habe.
„Zieh’ dich aus! Alles!“
„Aber…?“
„Mach’, was ich dir sage oder willst du etwa nicht mehr wissen, wie ich mich nackt anfühle?“ befiehlt sie, jetzt süffisant lächelnd, weiter.
Erneut schlucke ich hart und gehorche ihr, denn nicht nur eine gewisse Neugier überfällt mich, sondern auch eine ungeheure Lust auf körperliche Liebe, auf die ich schon so lange verzichten musste. Ich ziehe mich aus, obwohl ich mich äußerst unwohl dabei fühle, denn bisher hatte mein ‚erstes Mal’ mit einer Frau, ganz anders stattgefunden in meinem Leben, da hatte meistens ich die Karten in der Hand und bestimmt, wie und wo es stattfindet.
„Saundra? Was hast du vor? Bitte?“
Sie kneift erneut die Augen zusammen „Du wirst schon sehen oder besser fühlen, was ich mit dir vorhabe. Ich werde dir jetzt die Augen verbinden und mit dir in einen anderen Raum gehen, lass’ dich einfach überraschen.“ sie zieht einen Seidenschal aus einer Schublade hervor, verbindet mir die Augen und ich lasse es erst einmal wortlos mit mir geschehen.
„Eigentlich wollte ich es mit dir langsam angehen, denn du gefällst mir wirklich! Du bist sehr sympathisch und du hast einen unglaublich, ästhetischen Körper, den ich immer wieder bewundert habe, als du mit der Vergiftung darnieder lagst! Aber deine Aussage, dass du wissen willst, wie ich mich nackt anfühle, macht mich völlig verrückt und ich will endlich die Dinge mit dir tun, die ich mir auch schon vorgestellt habe, als ich dich zum ersten Mal sah.“
Ich bin völlig perplex!
Sie begehrt mich also auch, seit unserem ersten Zusammentreffen, aber ich habe immer noch keine Ahnung von dem was sie mit mir vorhat. Warum sollte ich mich ausziehen und warum gehen wir in einen anderen Raum? In welchen Raum? Außer den zerstörten Zimmern und den Schlafzimmern von ihr und von ihrem Vater habe ich auf dieser Etage keine weiteren gesehen.
„Was machst du mit mir?“ presse ich matt hervor.
Sie nimmt mich an der Hüfte und schiebt mich vorwärts „Du wirst schon sehen!“
Sie führt mich gefühlt aus ihrem Zimmer und den Gang entlang „Achtung! Jetzt kommen ein paar Stufen nach oben!“
Ich kann hören, wie ein Schlüssel im Schloss gedreht wird und eine Tür quietschend aufgeht, woraufhin ich hindurchgehe und ich höre wie sich die Tür ebenso quietschend wieder schließt und Saundra den Schlüssel offensichtlich von innen erneut betätigt.
„Warte hier einen Moment“ sie lässt mich los und ich befinde mich in völliger Dunkelheit, aber ich rieche gewachstes Holz und Leder und kann hören, wie sie die Gaslaterne auf etwas Hölzernes stellt.
Unter meinen nackten Füßen spüre ich einen Holzboden und ich beginne zu frösteln, denn es ist nicht sehr warm hier drin.
„Was ist los Matt?“ flüstert sie mir ins Ohr „Ist dir kalt?“
„Ja ein wenig!“ gebe ich zu.
„Dir wird gleich warm werden, keine Angst! Nicht nur warm, dir wird gleich sehr heiß werden.“ verspricht sie mit einem seltsamen Unterton in der Stimme. „Komm!“
Sie nimmt mich an der Hand und führt mich ein Stück in den Raum hinein „Vor dir steht ein Bett, leg dich auf den Rücken!“
Ich taste mich vorsichtig nach vorn und lege mich auf die sehr harte Matratze, die sich kühl anfühlt, fast wie Leder und ein kalter Schauer läuft über mich hinweg.
„Streck’ deine Arme nach hinten aus und nimm die Hände zusammen!“ wieder hat sie diesen harten Befehlston angenommen, also tue ich was sie sagt und bis ich mich versehe hat sie ein weiches Seil um meine Hände geschlungen und diese auch schon irgendwo festgebunden.
„Saundra?“ rufe ich erschrocken und versuche mich herauszuwinden „Was tust du da? Binde mich sofort wieder los bitte! Was soll das denn?“ ich fühle mich völlig überrumpelt.
„Bleib ganz ruhig Matt, keine Angst, ich bringe dich schon nicht um. Im Gegenteil, du wirst den phantastischsten Sex deines Lebens haben.“
Während sie spricht merke ich, dass sie offenbar zum Fußende des Bett gegangen ist „Ich werde dir jetzt auch noch die Füße anbinden und es wäre besser für dich, wenn du dich nicht dagegen wehrst.“
„Aber was…“ ich stocke einen Moment und schlucke erst einmal schwer, während sie meinen linken Fuß in nur wenigen Sekunden fixiert hat „…was soll das Saundra? Bitte, binde mich sofort wieder los, ich will das nicht.“
Kaum habe ich den Satz beendet hat sie mir auch schon den rechten Fuß angebunden und ich kann mich fast nicht mehr bewegen.
„Hast du noch nie von dieser Art Sexualität gehört Matt, man nennt sie auch Süße Folter?“ flüstert sie leise neben meinem Ohr.
„Von Fesselsex? Natürlich habe ich davon gehört, aber das ist nichts für mich! Mach’ mich sofort wieder los und hör’ auf mit diesem Spielchen.“
„Das ist kein Spielchen, Matt, das ist bitterer Ernst! Du willst doch wissen, wie ich mich nackt anfühle, nicht wahr? Das kannst du haben, aber nur nach meinen Spielregeln, anders bekommst du mich nicht.“ sagt sie fast drohend, aber bestimmt und da ich mich ohnehin nicht mehr wehren kann, geschweige denn mich selbst befreien, werde ich wohl oder übel abwarten müssen, was sie mit mir macht.
„Aber wie soll ich dich fühlen, wenn ich gefesselt bin?“ sage ich verzweifelt.
„Das wirst du schon noch früh genug, überlass’ das ganz getrost mir und entspanne dich.“ raunt sie mir nun ganz weich ins Ohr.
„Mich entspannen? Du bist verrückt Miss Dunaway! Wie soll ich mich entspannen, wenn ich mich weder bewegen noch etwas sehen kann?“ werfe ich ihr klagend vor.
Sie gibt mir keine Antwort, aber an den Geräuschen, die ich hören kann, nehme ich an, dass sie sich ebenfalls auszieht.
„Saundra!“ rufe ich fordernd und im gleichen Augenblick saust auch schon eine mehrschwänzige Peitsche auf mich herab „Ah“ rufe ich aus „was um alles in der Welt tust du da?“
„Du wolltest mich doch fühlen! Jetzt fühlst du mich!“
„Waaas? A .. aah!“
Wieder und wieder lässt sie die Peitsche auf mich niedersausen und meine Haut beginnt zu kribbeln und warm zu werden.
„Na, wird dir langsam warm?“ fragt sie mich sarkastisch.
„Ahh!“ stöhne ich auf „Ja!“
Sie lacht auf „Na, siehst du, du wirst schon noch Gefallen daran finden, glaube mir!“
Sie peitscht weiter, ohne einen Zentimeter meines Körpers auszulassen, bis auf das Gesicht und ich stelle mit Erstaunen fest, dass ich kaum Schmerzen dabei habe, sondern es vielmehr jede Faser meines Körpers reizt und mich dadurch tatsächlich sexuell erregt.
Sie reduziert die Stärke der Schläge nach und nach und die weichen Riemen streicheln nunmehr nur noch über meine nackte Haut und alle meine Nervenenden stehen auf Empfang, wobei ich spüre, wie sich mein bestes Stück aufrichtet und ich eine Erektion bekomme, ich stöhne dabei erneut auf.
„Habe ich dich endlich soweit? Es erregt dich also doch, nicht wahr?“ schnurrt sie neben meinem Ohr und ich flüstere nur ein staunendes „Ja!“ wobei eine heiße Welle der Lust durch meinen Körper strömt.
Sie hört abrupt auf, mich weiter mit der Peitsche zu bearbeiten und kramt neben mir herum, so als würde sie etwas suchen und ich fühle plötzlich etwas weiches Kitzelndes, mit dem sie über meine Arme streichelt und ich bekomme eine Gänsehaut davon „Was ist das?“ frage ich verwundert.
„Das sind Federn, sie aktivieren alle Sensoren deines Körpers, die für die Lust verantwortlich sind. Gefällt es dir?“ raunt sie mir zu.
„Ja!“ stöhne ich auf und atme tief aus.
Sie lässt die Federn langsam, streichelnd über meinen gesamten Körper gleiten, bis ich das Gefühl habe, gleich zu explodieren und mein Leib schreit förmlich nach Sex und Erfüllung, meine Nerven flattern nur noch, so dass ich anfange zu beben und wieder hört sie schlagartig mit dem Streicheln auf.
„Oh, Saundra! Warum hörst du auf?“ flüstere ich tonlos.
„Ich möchte nicht, dass du zu früh kommst! Du sollst doch alles genießen und Gefallen daran finden, dann werde ich dich in Gefilde führen, wo du noch nie warst“ verspricht sie leise und küsst mich zunächst zärtlich, dann aber immer fordernder und schließlich ziemlich hart auf den Mund. Sie lässt ihre Zunge in meiner Mundhöhle tanzen und umschmeichelt meine Zunge, so dass mir fast die Luft wegbleibt.
Noch nie hat mich eine Frau so leidenschaftlich geküsst und ich wünsche mir, sie würde niemals damit aufhören. Sie schmeckt herrlich und ihre Haut riecht so aphrodisierend, wie das Parfum, das sie bei unserem ersten Zusammentreffen trug.
Doch nach einer gewissen Zeit löst sie sich von mir und beginnt damit, an meinem Ohrläppchen zu knabbern, um kurz darauf ihre Küsse auf meinem Hals und der Kuhle zwischen den Schlüsselbeinen zu verteilen, von denen ich jeden einzelnen genieße und tief die Luft einsauge.
„Gefällt dir das?“ fragt sie mich leise.
„Ja, Saundra! Bitte mach’ weiter!“ flüstere ich zurück.
Sie wandert küssend abwärts bis zu meinem Nabel und steckt die Zunge hinein, was ein lustvolles zusammenziehen meiner Bauchmuskeln auslöst und mich abermals aufstöhnen lässt, als meine Penisspitze leicht an ihr Gesicht stößt.
Oh Mann, ich möchte sie streicheln, sie anfassen und vor allem vögeln - jetzt!
Ich zerre an meinen Fesseln und versuche mich unter ihr zu winden „Bitte Saundra, mach’ mich los, ich möchte dich streicheln und vor allem mit dir schlafen. Bitte, ich halte es nicht mehr aus.“ bettle ich sie an.
Sie löst sich von mir und flüstert mir erneut drohend ins Ohr „Oh, doch! Du wirst es aushalten müssen, ich bin noch lange nicht fertig mit dir und wenn du jetzt nicht den Mund hältst muss ich dich knebeln, verstanden! Du sollst es einfach nur genießen, lass’ dich treiben im Strudel deiner Gefühle.“
„Aah, aber ich kann nicht mehr, ich brauche Erlösung. Bitte!“ flehe ich abermals.
„Still jetzt! Du musst lernen, deine Ungeduld im Zaum zu halten.“ herrscht sie mich an und ich höre, wie sie sich von mir entfernt. Oh, nein! Bitte nicht! Bitte nicht aufhören! Sämtliche Fasern meines Körpers sehnen sich nach sexueller Befriedigung.
Doch nach einem kurzen Augenblick höre ich sie zu mir zurückkommen und plötzlich drückt sie mir mit aller Kraft etwas gegen den Mund, so dass ich ihn öffnen muss und sie schiebt mir eine Art Kugel in den Mund, schlingt blitzschnell einen Gurt um meinen Kopf und zurrt ihn an der Seite fest.
Scheiße! Sie hat es getan! Sie hat mich tatsächlich geknebelt, ich hätte nicht gedacht, dass sie das tatsächlich tut, aber sie hat mich ja schließlich auch gefesselt ohne mich zu fragen, nun bin ich ihr restlos ausgeliefert und kann mich nicht einmal mehr verbal wehren.
Sie wendet sich wieder meinem Nabel zu und leckt ihn aus, wobei meine Penisspitze immer wieder an ihre Wange stößt. Meine Lust steigert sich in unermessliche Höhen, die ich bis jetzt noch gar nicht kannte, denn bisher konnte ich mir immer vorher Befriedigung verschaffen, doch Saundra treibt das Ganze auf den Gipfel.
Nach gefühlter, endloser Zeit lässt sie endlich von meinem Nabel ab, streichelt ganz sanft meine Hoden und fährt mit ihren Fingern ganz sacht über meinen Penis. Ah, bitte! Pack doch fester zu und meinetwegen mach’ es mir mit der Hand, aber diese leichten Berührungen bringen mich fast um den Verstand.
Doch bis ich konkreter darüber nachdenken kann, fühle ich etwas Feuchtes an meiner Penisspitze und ich spüre, dass sie offenbar ihre Lippen darüber stülpt und damit meinen Penis entlang fährt, oh mein Gott, was für ein Wahnsinnsgefühl.
Ihre Zunge umspielt meine Eichel und sie leckt an meinem besten Stück hinunter und hinauf, immer wieder, bis nur noch ein einziges Stöhnen aus meiner Kehle dringt, mein Atem schneller geht, mir Schweiß auf die Stirn tritt und ich mich fast in den Weiten meiner Lustgefühle verliere.
Doch plötzlich beginnt sie damit, an meiner Penisspitze zu saugen, wie ein Baby an seinem Schnuller. Boah, ist das ein Gefühl, das sich bis in die Haarspitzen ausbreitet, auf diese Art und Weise hat mir noch nie eine Frau Einen geblasen.
Ich winde mich unter ihr vor Lust und zerre erneut an meinen Fesseln, ich kann es kaum noch ertragen! Es fühlt sich an wie ein Vakuum, das viel Blut in meinen Penis saugt, so dass er immer härter und größer wird.
Die Fesseln ziehen sich immer fester um meine Gelenke, dadurch werden meine Hände und Füße langsam taub, aber sie macht mich mit diesem Saugen fast wahnsinnig. Wellen der Lust schießen durch meinen Körper, wie Blitze und ich kann es nicht mehr aufhalten, vor meinen Augen brennt ein unglaubliches Feuerwerk ab und ich entlade mich in einem schier endlosen Orgasmus in ihren Mund.
Saundra schluckt das Ejakulat und leckt danach meinen Penis sauber, das hat bis heute auch noch keine Frau bei mir gemacht, während ich schwer atmend, aber ermattet daliege und versuche meine Gedanken, angesichts des gerade Erlebten zu ordnen.
Doch sie macht nahtlos weiter und schiebt sich nackt über mich, so dass ich ihre weiche Haut auf meinem erhitzten Körper spüren kann und sie nimmt mir zunächst den Knebel ab und ich hole erst einmal tief Luft.
„Alles gut, Matt?“ fragt sie mich weich.
Aber ich bin nicht fähig ihr eine Antwort zu geben und nicke nur leicht, woraufhin sie mir den Seidenschal von den Augen nimmt und das erste was ich sehe, als ich die Lider öffne sind ihre grünen Augen, die einmal mehr wie tausend Smaragde glitzern und mich sofort wieder in ihren Bann ziehen.
Sie legt ihre Hand halb auf meine Wange und halb hinter mein Ohr und drückt mir einen zärtlichen Kuss auf den Mund, den ich zunächst nur zögerlich erwidere, aber ich kann ihr nicht lange widerstehen und schiebe ihr meine Zunge in den Mund.
Immer wieder küssen wir uns leidenschaftlich und ich rieche aufs Neue ihre Haut und ihre Haare, was mich sofort wieder erregt, aber ich möchte sie endlich anfassen, löse mich deshalb von ihrem Mund und seufze tief.
Forschend schaut sie mir in die Augen „Was hast du Matt? Warum seufzt du so tief?“
„Es war unbeschreiblich Saundra, aber ich möchte dich endlich anfassen! Bitte binde mich los, denn ich spüre meine Hände und Füße schon seit geraumer Zeit nicht mehr richtig…“
„Oh, das tut mir leid!“ entfährt es ihr erschrocken „Ich hatte leider keine Zeit, die Knoten richtig zu binden…“ sie grinst „…sonst wärst du mir vielleicht entwischt! Aber ich wollte dich heute Abend unbedingt haben.“ sie küsst mich wieder auf den Mund und erhebt sich dabei.
Sie löst zunächst die Fesseln an meinen Händen und reibt mir massierend die Handgelenke, um den Blutfluss wieder anzuregen, danach löst sie meine Fußfesseln, um die Gelenke ebenso zu massieren und sich anschließend auf mich zu legen und mich erneut auf den Mund zu küssen und ohne den Lippenkontakt zu verlieren flüstert sie „Ich glaube, ich könnte mich sogar in dich verlieben! Du bist so ein schöner Mann und du schmeckst so wunderbar.“ dabei küsst sie mich weiter und ich wage es endlich meine Arme um sie herum zu schlingen und vorsichtig ihren Rücken zu streicheln.
Ihre Haut fühlt sich samtig weich an und leicht verschwitzt, aber sie riecht betörend und ich kann mich gar nicht mehr von ihr lösen, während unsere Zungen einen derart wilden Tanz miteinander aufführen, dass mir ganz schwindelig wird.
Saundra beendet nach einer Weile den leidenschaftlichen Kuss und wendet sich wieder meinem Ohrläppchen zu und ich sehe mich vorsichtig im Raum um, kann aber durch das schwache Licht der Gaslaterne nicht viel erkennen.
Wir befinden uns anscheinend in einer Art Himmelbett, das allerdings nicht aus Tüll und duftenden Stoffen besteht, sondern aus Holz und Leder, daneben steht auf einer hölzernen Kommode, deren Schubladen geschlossen sind, die Gaslaterne neben der die Peitsche liegt, die Saundra offenbar benutzt hat.
Mehr kann ich in dem schwachen Licht nicht erkennen, der restliche Raum liegt im Dunkeln und ich fasse den Mut sie zu fragen „Warum hast du das getan, Saundra?“
„Was meinst du Matt?“ flüstert sie, ohne von meinem Ohrläppchen abzulassen.
„Warum hast du mich gefesselt und warum hast du mich geschlagen? Waren meine Gedanken bei unserem ersten Zusammentreffen so schlimm, dass ich diese Strafe verdient habe?“ frage ich leise.
Sie hebt den Kopf und sieht mir in die Augen „Nein, Matt! Deine Gedanken waren nicht schlimm, sie haben mir sogar gefallen, aber das Fesseln und das Schlagen mit dem Flogger sind meine Art mit einem Mann Sex zu haben und keine Strafe. Ich möchte nur nicht nackt angefasst werden, bis der Mann seinen ersten Orgasmus hatte und es erregt mich ungemein einen Mann so hilflos vor mir zu sehen, wenn ich alles mit ihm machen kann was mir in den Sinn kommt.“ sie sieht betreten zur Seite.
„Saundra!“ flüstere ich weich „Bitte sieh mich an!“
Sie dreht ihren Kopf wieder zu mir und blinzelt verlegen, wobei sie aber gleichzeitig ihr Becken geben das meine drückt, was erneut sexuelle Lust in mir auslöst.
„Deine Art mit einem Mann Sex zu haben? Ich verstehe nicht und warum willst du nicht angefasst werden, bis er einen Orgasmus hatte?“ ein Schmunzeln tritt auf mein Gesicht „Von wie vielen Orgasmen sprichst du eigentlich?“
„So viele Fragen auf einmal Matt? Können wir das Thema nicht einfach vertagen? Der Abend ist noch jung und ich bin noch lange nicht fertig mit dir!“ sie grinst mich an und drückt abermals ihr Becken gegen meinen Penis, der sofort wieder reagiert und erigiert.
„Oh, Saundra! Du bist eine rätselhafte, aber auch eine sehr schöne Frau, die ich ungeheuer anziehend finde, die aber gerade im Moment mein ganzes Weltbild durcheinander bringt.“ ich ziehe sie zu mir herunter und küsse sie auf den Mund, woraufhin sie es mit einer einzigen Beckenbewegung fertig bringt, dass mein Penis sanft in sie hineingleitet und ich spüre wie feucht und eng sie ist, womit mir klar ist, dass sie das ganze Spiel sehr erregt haben muss.
Sie lässt ihr Becken langsam kreisen und drückt es anschließend soweit wie möglich nach unten, womit sie mein bestes Stück bis zum Anschlag in sich aufnimmt und ihre Körperwärme löst erneut eine Welle der Lust in mir aus, die mich aufstöhnen lässt „Ahh, Saundra! Du bist wunderbar!“

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 3 Jahren

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Ich fasse nach ihren festen Brüsten und streichle sie zunächst zart, doch sie legt ihre Hand auf meine und drückt fester zu, so dass ich sie zu kneten beginne und ihre Brustwarzen zwirble, die sofort hart werden wie Patronenkugeln.
Wow, was für eine Reaktion auf meine Berührung, sie muss tatsächlich sehr erregt sein und mich offenbar genauso begehren, wie ich sie.
Sie stöhnt auf und wirft den Kopf nach hinten „Ah, Matt! Bitte mach’ weiter! Fester bitte, drücke sie richtig zusammen und ziehe daran, ahh ja, du tust so gut.“
Sie bewegt ihr Becken weiter und lässt mein bestes Stück aus- und einfahren und sie wird immer feuchter, dabei zwickt sie mich ebenfalls heftig in die Brustwarzen. Oah, ich zucke von dem stechenden Schmerz zusammen und ein kalter Schauer läuft mir den Rücken hinab, doch gleichermaßen macht es mich auch ungemein heiß auf mehr.
Saundra stützt sich mit den Händen auf beiden Seiten meines Kopfes ab, stellt sich hockend auf die Füße und beginnt mich zu reiten, zunächst langsam und bedächtig, aber dann steigert sie das Tempo immer mehr, bis ich spüre, dass ihr der Schweiß ausbricht und ich versuche sie mit den Händen, die ich unter ihren Po schiebe zu unterstützen.
Aber das gelingt mir mit der Zeit nur noch mäßig, denn auch meinen Körper durchzucken die Blitze der unbändigen Lust, wobei ich inzwischen nur noch keuchend Luft holen kann und meinen Kopf mit geschlossenen Augen zur Seite werfe „Ahh, du bringst mich um den Verstand!“ sie beginnt mit den Fingern an ihrer Klitoris zu reiben und stöhnt dabei laut, was mich erneut in Fahrt bringt und ich recke ihr mein Becken entgegen, so dass wir immer wieder tief vereinigt sind, bis sie mit einem unkontrolliert zuckendem Unterleib über mir zusammensinkt und die Muskelkontraktionen ihrer Vagina bewirken, dass ich erneut zu einem heftigen Orgasmus komme.
Heftig atmend bleibt sie auf mir liegen und behält die Vereinigung aufrecht, indem sie meinen Penis mit den Muskeln ihrer Vagina festhält „Ich will dich noch nicht gehen lassen…“ keucht sie schwer atmend „… ich habe mich so lange danach gesehnt, dich endlich für mich zu haben.“ sie küsst mich zärtlich auf den Mund und schaut mir tief in die Augen.
„Saundra!“ ringe ich nach Luft „Ich habe mich auch lange nach dir gesehnt, aber ich bin nur ein Mann und mehr als zweimal hintereinander kannst du nicht von mir verlangen, bitte!“ flehend blicke ich sie an.
„Also gut, auch wenn ich noch lange nicht genug von dir habe. Aber weil es heute dein erstes Mal war…“ sie zieht die Augenbrauen lächelnd nach oben „…will ich dich nicht überfordern und wir haben morgen einen anstrengenden Tag vor uns, also lass’ uns ins Bett gehen und schlafen.“ wobei sie noch einmal ihr Becken sinken lässt, eine kreisende Bewegung macht und ihre Vaginamuskeln wiederholt kraftvoll spielen lässt, was meiner Kehle ein letztes Stöhnen hervorbringen lässt, bevor sie sich erhebt und mein bestes Stück, das inzwischen erschlafft ist, wieder frei gibt.
„Aber wir sind doch schon in einem Bett.“ gebe ich urplötzlich todmüde zurück, wobei mir auch schon die Augen zufallen.
Saundra lacht auf und wirft den Kopf in den Nacken „Sicher ist das ein Bett, aber keines um darin zu schlafen oder hast du irgendwo Kissen und Zudecken gesehen? Wir schlafen natürlich in meinem Zimmer! Also, auf du müder Krieger!“ sie stupst mich leicht an der Schulter, aber ich drehe mich auf die Seite und lege meine Hand unter meinen Kopf und sage stirnrunzelnd „Ich möchte jetzt nur noch schlafen Saundra, bitte. Der ganze letzte Tag war furchtbar anstrengend und du hast mich jetzt auch noch völlig fertig gemacht. Bitte!“ ich schließe meine Augen, die inzwischen schwer sind wie Blei und schlafe unvermittelt ein.

Als ich am nächsten Morgen erwache, klebt Saundra förmlich an meinem Rücken und hält mich mit ihren Armen so fest umklammert, dass ich fast keine Luft bekomme, aber ich habe Gelegenheit mich wenigstens etwas in dem Zimmer umzusehen, denn draußen ist es schon hell.
Saundra hat heute Nacht offensichtlich sogar noch ein paar Kopfkissen und eine Zudecke geholt, denn die waren gestern noch nicht da, als ich eingeschlafen bin. Das Bett besteht tatsächlich aus dunklem Holz und schwarzem Leder und an der Wand in deren Richtung ich blicke ist ein Holzkreuz an der Wand angebracht, soweit ich mich erinnere, nennt man solche Kreuze Andreaskreuze.
Auf beiden Seiten davon sind viele Haken an der Wand, an denen zig verschiedene Peitschen hängen und Utensilien, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe und daher auch ihre Namen nicht kenne, die aber aussehen, als wären sie Folterwerkzeuge und ich schlucke erst einmal schwer vor Entsetzen.
Saundra lässt ihren Schraubstockgriff etwas lockerer und küsst mir plötzlich von hinten auf die Wange „Guten Morgen, mein Liebster Matt! Hast du gut geschlafen?“ flüstert sie mir ins Ohr.
„Geschlafen habe ich gut, aber was ich sah, nachdem ich die Augen öffnete hat mich erst einmal schockiert. Was ist das alles Saundra, das da an der Wand hängt?“
Sie lässt mich los, rollt sich aus dem Bett, geht darum herum und baut sich immer noch nackt vor mir auf „Genau deswegen wollte ich mit dir ja zurück in mein Bett, aber bist ja schneller hinweggedöst, als ich gucken konnte und eigentlich sollten wir uns beeilen, dass wir hier weg kommen. Dir das jetzt alles bis ins Kleinste zu erklären, würde viel zu lange dauern, das kann ich dir auch noch das nächste Mal erklären oder besser noch … zeigen“ sie grinst mich dabei süffisant an „und es ausprobieren!“
Ich blicke skeptisch auf die Peitschen und meine „Aber alles möchte ich nicht ausprobieren Saundra, im Grunde genommen eigentlich gar nichts, von dem was hier hängt.“
Sie grinst noch immer „Ach es gibt noch viele andere Dinge, die höchste Lust verschaffen und nicht hier hängen und obwohl ich jetzt am liebsten dort weiter machen würde, wo wir heute Nacht aufgehört haben, müssen wir trotzdem los, sonst erreichen wir Villahermosa vielleicht erst bei Dunkelheit. Komm jetzt.“ sie zeigt mit dem Kopf Richtung Tür und marschiert nackt wie ist los.
Kopfschüttelnd winde ich mich ebenfalls aus dem Bett und schlinge die Bettdecke um meine Hüften, um Saundra bis in Ihr Schlafzimmer zu folgen. Als sie sich nach mir umdreht, lacht sie über das ganze Gesicht „Warum so verschämt, Matt? Hast du etwa schon vergessen, was wir heute Nacht gemacht haben?“
„Was wir gemacht haben? Was du mit mir gemacht hast ohne mich zu fragen, ist wohl zutreffender würde ich sagen.“ dabei werfe ich die Zudecke auf ihr Bett und schlüpfe in Mr. Dunaways Kleider, die noch genauso daliegen, wie ich sie gestern Abend ausgezogen habe.
„Bitte nicht gekränkt sein, Matt, ich erkläre es dir, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt, aber jetzt sollten wir schnellstens frühstücken und dann eiligst hier verschwinden.“ sagt sie, während sie sich ebenfalls anzieht.
„Ich habe eher das Gefühl, du willst gar nicht darüber reden, du bist schon heute Nacht meinen Fragen ausgewichen und jetzt machst du es wieder genauso.“ reagiere ich beleidigt.
„Matt!“ erwidert sie scharf „Das braucht Zeit und jetzt haben wir keine Zeit, wir sollten eigentlich schon längst weg sein! Schau einmal auf die Uhr, im Grunde haben wir total verpennt.“
Grinsend schüttle ich den Kopf „Auf meine Uhr kann ich ruhig schauen, die ist erstens blind und zweitens funktioniert sie nicht mehr, sie hat leider den Ertrinkungstod erleiden müssen, dem wir nur knapp entkommen sind. Zum Glück ist sie unser einziges Opfer.“ und ich stecke sie mir dabei in die Hosentasche.
Stirnrunzelnd betrachtet sie mich und fragt halb belustigt „Matt, wann hast du eigentlich Geburtstag?“
„Ich, Geburtstag? Zwei Tage bevor ich nach Palenque geflogen bin. Warum?“ frage ich verwundert.
„Och, nur so! Herzlichen Glückwunsch noch nachträglich.“ sie haucht mir einen Kuss auf die Lippen und lächelt „Wer weiß? Vielleicht gibt es ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk!“ sie legt den Kopf etwas schief „Weißt du, ich kenne da einen namhaften Schweizer Uhrenhersteller, der mir sicher gerne eine elegante Herrenuhr verkauft!“
Ich ziehe meine Augen zu Schlitzen zusammen und nehme sie in meine Arme „Untersteh’ dich! Kommt gar nicht in Frage, erstens kannten wir uns an meinem Geburtstag noch gar nicht und zweitens tut es eine billige Zwiebel für zwanzig Dollar, um im Staub der Zeit herum zu graben und jetzt lass’ uns endlich frühstücken, ich habe Hunger!“ ich drücke ihr abermals einen Kuss auf den Mund und ziehe sie an der Hand über die große Freitreppe mit nach unten in die Küche.
Marta hat den Frühstückstisch nur für zwei gedeckt und bei dem Blick auf die batteriebetriebene Küchenuhr wundert mich das auch nicht mehr, denn es ist schon acht Uhr dreißig a.m. und Jorgé und Marta haben sicher schon vor Stunden gefrühstückt.
Es ist wirklich Zeit endlich nach Villahermosa aufzubrechen und mir würde normalerweise ein bestrichenes Brötchen reichen, aber Marta hat frisches Maisbrot gebacken und Gläser mit eingemachter Wurst, Käse und Marmeladen geöffnet.
Wurst und Marmeladen kannte ich bisher zwar schon in Gläsern und Dosen eingemacht, aber Käse? Das war mir neu, ich muss ihn einfach probieren und stelle fest, dass er mir hervorragend schmeckt.
„Wie kommt man nur darauf Käse in Gläsern haltbar zu machen?“ frage ich Saundra, die mir gegenüber sitzt.
Sie zieht die Augenbrauen nach oben und grinst „Keine Ahnung, Matt! Frag’ Marta, vielleicht ist das ein altes Maya-Rezept! Ich weiß nur, dass er sehr gut schmeckt! Außerdem macht sie so alles ein, was es gibt und mit den Vorräten in unserem Keller könnten mindestens vier Mann locker ein halbes Jahr überleben.“
Wir bringen das weitere Frühstück möglichst zügig hinter uns, verabschieden uns von Jorgé und Marta und gehen nach draußen, wo Jorgé den SLS schon startklar gemacht hat. Im Kofferraum befinden sich Saundras persönliche Sachen, sowie die gestern gekauften Anzüge, meine Reisetasche, diverse Vorräte und Wasserflaschen, mehrere Seile, eine Axt, eine Schaufel, Arbeitshandschuhe und Saundra stellt noch einen Pilotenkoffer dazu, indem ich weitere Kleidung von ihr vermute.
Jorgé berichtet uns noch kurz, dass das Radio bisher nicht funktioniert und wir daher keine Informationen erhalten über den Zustand der Straße und wie es in der Region von Veracruz allgemein aussieht, also auch nichts über Opferzahlen oder allgemeine Schäden.
Saundra nimmt hinter dem Steuer Platz und ich lasse mich auf den Beifahrersitz fallen „Hoffentlich ist die Straße nicht allzu sehr zerstört, damit wir einigermaßen schnell voran kommen.“ bemerke ich angespannt, während wir Jorgé und Marta noch einmal zuwinken.
„Warum? Das klingt ja fast so, als würdest du von mir weg wollen, um nicht mit mir allein sein zu müssen.“ schmollt sie.
„Nein, Saundra, so war das nicht gemeint, aber ich fahre ungern solche langen Strecken mit dem Auto, auch als Beifahrer, vor allem, wenn es dann auch noch langsam vorangeht und das ist ja im Moment leider zu erwarten.“
„Warum fährst du nicht gern mit dem Auto?“ fragt sie und schaut mich von der Seite an.
„Mit dem Auto schon, aber keine solche langen Strecken, da ist mir als Kind immer schlecht geworden und ich musste mich meistens übergeben. Davor habe ich heute noch Angst, dass das passieren könnte, das hat also ganz und gar nichts mit dir zu tun.“ ich lächle sie an und sie grinst zurück „Ach so, ich dachte schon...“
Saundra fährt vorsichtig und bedächtig um herumliegende Äste und Geröll herum, soweit es möglich ist. Ab und zu muss ich aussteigen und größere Äste und Trümmer aus dem Weg räumen, aber im Großen und Ganzen bleiben wir von richtig großen Behinderungen auf wundersame Weise verschont, denn die Gegend auf beiden Seiten der Straße sieht völlig verwüstet aus.
Sogar der Straßenbelag sieht noch relativ gut aus und ist nicht so stark beschädigt, wie ich vermutet hatte und je weiter wir uns von Veracruz entfernen, umso weniger Geröll liegt auf der Fahrbahn und wir kommen somit auch schneller voran, als wir befürchtet hatten.
Auf etwa dreiviertel der Strecke hören die Verunreinigungen fast ganz auf und die Fahrt verläuft relativ ruhig, weil weit und breit kein Fahrzeug zu sehen ist. Die Autobahn wirkt wie ausgestorben, nur auf der Gegenfahrbahn kommen uns ab und zu Lastwagen mit Hilfsgütern entgegen, somit wage ich endlich einen Vorstoß ins Ungewisse „Saundra! Bitte sei mir nicht böse, wenn ich noch einmal damit anfange, aber warum hast du mich gestern Abend ans Bett gefesselt?“ dabei sehe ich sie vorsichtig von der Seite an.
Sie hat sich inzwischen eine Sonnenbrille aufgesetzt und ich kann ihre Augen nicht sehen, denn die Sonne meint es heute gut mit uns, ganz im Gegensatz zu dem Mega-Hurrikan Valerie gestern.
„Matt, ich sagte doch schon, das ist eben meine Art mit Männern Sex zu haben. Ich mag es nicht, dass mich ein Mann nackt anfasst, bevor er einen Orgasmus hatte.“
„Aber warum? Ich verstehe das nicht, bitte erkläre es mir.“ ich schüttle unmerklich mit dem Kopf und seufze leicht, während sie weiter fast interesselos nach vorne auf die Straße blickt.
„Matt! Das ist nur schwer zu erklären, eigentlich kann ich es gar nicht, vielleicht ist es auch nur meine Veranlagung oder mein ‚Erbe’ sozusagen!“
„Meinst du etwa damit deine Urururur … was weiß ich wie viel Ur Großmutter, diese Erzébet Báthory damit?“ erneut schüttle ich den Kopf „Das kann doch gar nicht sein, Saundra, dass sich eine solche Veranlagung über Generationen hinweg vererbt, außerdem hat sie junge Mädchen gefoltert und sogar umgebracht. Aber ich lebe noch ... „ kleine Bedenken beschleichen mich, nachdem ich merke wie unbeteiligt sie sich an dem Thema gibt „…zumindest jetzt noch, aber wenn ich an die Folterwerkzeuge in ‚diesem Schlafzimmer’ denke, wird es mir ganz anders. Ehrlich!“
„Erstens ist das kein Schlafzimmer, sondern ein Spielzimmer und du hast gesagt, dass du von ‚Fesselsex’ schon gehört hast, aber das allein ist es nicht Matt. Es geht um viel mehr, es geht um die sogenannte ‚Süße Folter’ auch BDSM genannt oder anders ausgedrückt, um Sadomasochismus, es geht um Dominanz und Unterwerfung und um Lustschmerz.“ sie stockt einen kurzen Moment „Es bereitet mir sexuelles Vergnügen einen Mann zu unterwerfen und ihn hilflos vor mir zu sehen, ihm gewisse Schmerzen zu bereiten, die ihm aber auch sexuelle Lust verschaffen, verstehst du?“ sie sieht mich ebenfalls von der Seite an
„Anders bekommst du mich nicht, entweder so oder gar nicht! Wenn du deinen ersten Orgasmus hattest, kannst du mich gerne überall anfassen und beglücken, dann ist alles gut, aber vorher kann ich dir das nicht erlauben, es geht einfach nicht.“ sie senkt kurz den Blick und sieht kurz darauf wieder angestrengt nach vorne „So ist eben meine Natur, entweder du arrangierst dich mit mir oder wir müssen es eben bleiben lassen…“ abermals schaut sie mich von der Seite an „…aber ich würde mir sehr wünschen, wenn du dich darauf einlassen würdest, ich mag dich nämlich sehr und ich finde dich körperlich auf das Äußerste attraktiv und es gibt noch so viel mehr Spielarten beim SM, die sehr reiz- und lustvoll sind. Heute Nacht, das war nur ein Vorgeschmack und die unterste Stufe der sexuellen Lust, die man noch viel höher steigern kann, aber ich merkte sehr schnell, dass du vorerst an deine momentanen Grenzen gestoßen bist, doch glaube mir, es ist noch viel mehr möglich.“
Ich muss erst einmal hart schlucken „Die unterste Stufe? Das war für mich schon das Äußerste, du hast meine Anspannung und meine Lust auf ein Niveau getrieben, das ich bis heute Nacht noch gar nicht erlebt hatte. Was um alles in der Welt hast du noch mit mir vor?“ betreten sehe ich zum Seitenfenster hinaus „Ich weiß nicht, ob ich das kann und ob ich bereit dazu bin, Saundra! Das ist eine neue Welt für mich und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich damit anfreunden kann, denn ich fühlte mich in einem gewissen Maß sehr gedemütigt, auch wenn es mir auf der anderen Seite eine gewisse sexuelle Lust verschafft hat, aber die Utensilien in diesem ‚Spielzimmer’ haben mich nicht wirklich überzeugt, sondern eher erschreckt. Ich bin im Moment sehr verwirrt und zerrissen, mein Verständnis von Sex und körperlicher Nähe ist wohl eher…“ ich schlucke nochmals schwer „…konservativ. Ich weiß nur eines, ich liebe dich, aber ich bin nicht mehr sicher, ob wir wirklich eine gemeinsame Basis finden können!“ ich schaue wieder zu ihr hinüber, um zu sehen, wie sie darauf reagiert.
Verwundert blickt sie mich von der Seite her an und macht unvermittelt eine Vollbremsung, so dass wir mitten auf der menschenleeren Autobahn stehen bleiben.
„Was hast du gerade gesagt?“ sie nimmt die Sonnenbrille ab und schaut mich mit großen glitzernden grünen Augen an.
„… dass ich nicht weiß, ob wir eine gemeinsame Basis finden können.“
„Nein! Vorher?“
Ich bin etwas perplex, denn ich habe so vieles gesagt „Was meinst du genau?“
„Du hast gesagt, dass du mich liebst! Stimmt das?“
Ich zögere einen kurzen Augenblick und sage verunsichert „Ja, das stimmt, Saundra, ich habe mich in dich verliebt, sehr sogar.“ wobei ich meinen Blick fast verschämt senke.
„Das sagst du sogar noch, nach heute Nacht? Aber du kannst mich nicht lieben, Matt. Das geht nicht! Niemand liebt mich, außer mein Vater und das ist eine andere Liebe.“ sie legt die Stirn in Falten und schaut mich düster an „Noch nie hat ein Mann nach dem ersten Sex zu mir gesagt, dass er mich liebt.“ sie schüttelt ungläubig mit dem Kopf „Die meisten sind auf der Stelle abgehauen und ich habe sie danach nie wiedergesehen, du bist der Erste, der geblieben ist und hast sogar noch die Nacht mit mir in einem Bett verbracht und du bist immer noch da und sprichst sogar von Liebe?“ sie schüttelt erneut den Kopf „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll?“
„Aber mit wem benutzt du dann diese ganzen Folterwerkzeuge, wenn alle nach dem ersten Sex abgehauen sind? Ober setzt du sie manchmal schon beim ersten Mal ein?“
„Nein, natürlich nicht! Aber es gibt gute Bekannte und Männer, die sich als Sub anbieten, welche eben auch Spaß an dieser Art von Sex haben und SM praktizieren und mit denen treffe ich mich dann ab und zu, aber dabei geht es ganz allein nur um körperlichen Sex und niemals um Gefühle oder gar Liebe. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich überhaupt fähig dazu bin, jemanden wirklich zu lieben.“ nachdenklich blickt sie durch die Windschutzscheibe.
„Heißt das, du warst noch nie in deinem Leben richtig verliebt? Aber hast du nicht heute Nacht gesagt, du könntest dich in mich verlieben? Oder was bin ich sonst für dich, nur ein Spielzeug oder nur ein Lustobjekt?“ forschend sehe ich sie von der Seite an.
Traurig blickt sie mir wieder ins Gesicht und das Glitzern in ihren Augen hat aufgehört „Nein, ich war noch nie richtig verliebt, ich wollte es auch nie und ich weiß wirklich nicht, ob ich es überhaupt kann, ich weiß nicht was mich geritten hat das zu sagen, aber du bist keineswegs nur ein Spielzeug für mich, ich mag dich wirklich sehr und ich finde dich sehr attraktiv und körperlich unheimlich anziehend und ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir unsere …“ sie schmunzelt etwas „…‘kleine Affäre‘ fortsetzen würden. Ich würde dir auch versprechen, dich nicht mehr so sehr zu überrumpeln und unter Druck zu setzen und dir künftig vorher sagen, was ich vorhabe. Ich möchte so gerne mit dir in den Himmel der sexuellen Lust aufsteigen und die absolute Befriedigung erlangen.“
Ich seufze und rolle mit den Augen „Oh, Saundra, denkst du das macht es besser, wenn du mir vorher sagst was du tun wirst? Oder lässt du es dann bleiben, wenn ich sage, dass ich etwas nicht will? Oder knebelst du mich dann wieder, damit ich nicht Nein sagen kann? Das war übrigens die größte Erniedrigung für mich, das will ich auf keinen Fall noch einmal erleben.“ sage ich leicht vorwurfsvoll.
Verlegen blickt sie nach unten „Ja, es tut mir ja auch leid, ich hatte in dem Moment einfach vergessen, dass du ein Neuling bist und so etwas noch nie gemacht hast...“ sie schluckt hart und blickt mir wieder in die Augen „…bei SM’lern gehört das zum Spiel dazu, wenn jemand weiter redet, obwohl man ihm das Sprechen verboten hat, dann will er in der Regel geknebelt werden. Tut mir unendlich leid, ich werde in Zukunft daran denken.“
Ich hole tief Luft „Ich weiß noch nicht, ob es eine Zukunft gibt, Saundra! Ich muss darüber nachdenken! Ich denke es ist besser, wenn wir jetzt weiterfahren, bevor doch noch ein Auto kommt und auf uns auffährt oder schlimmer noch, die mexikanische Polizei eintrifft.“
Sie dreht sich wortlos nach vorn, startet den Motor und gibt Gas, wobei sie sich jetzt nicht mehr an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, sondern ungefähr doppelt so schnell fährt und förmlich über die leere Autobahn fliegt.
„Saundra, willst du uns jetzt umbringen?“ rufe ich ihr erschrocken zu.
„Nein!“ gibt sie genervt zurück und drosselt das Tempo „Aber ich verstehe dich jetzt nicht, warum willst du uns keine Zukunft geben? Du hattest doch auch Gefallen daran und Lust empfunden, sonst wärst du niemals zum Orgasmus gekommen und das sogar zwei Mal. Ich will nicht, dass zwischen uns plötzlich alles vorbei ist oder hast du unser wunderbares Essen bei Mardel vergessen? Und unseren Überlebenskampf im Rettungskeller, der uns zusammengeschweißt hat?“ sie wagt einen kurzen Blick auf mich und sagt betrübt „Ich will nicht, dass alles so schnell vorbei ist, wie mit all den Anderen. Du bist anders als sie und du bist mir wichtig. Ich will dich nicht so schnell wieder verlieren und ich bin gerne bereit Kompromisse einzugehen, aber du musst auch mir eine Chance geben! Bitte denke darüber nach!“
Ihr Blick ist wieder nach vorne auf die Straße gerichtet und ihr Gesicht wirkt wie versteinert, obwohl ihre Mundwinkel leicht zucken und mich vermuten lassen, dass sie vielleicht Tränen zurückdrängt, was entsetzliches Mitleid in mir auslöst.
„Saundra, bitte entschuldige, das war nicht so gemeint…“ sage ich weich „...aber ich hatte überhaupt nicht mit so etwas gerechnet, als das was du mit mir gemacht hast. Ich hatte mich auf einen kuscheligen, romantischen Abend im Bett eingestellt, wie er normalerweise stattfinden würde. Ich habe nie im Leben damit gerechnet, gefesselt und geknebelt zu werden und …“ ich stocke, schlucke abermals hart und wische mir mit beiden Händen über das Gesicht „…verzeih’ mir bitte den harten Ausdruck, fast so etwas, wie vergewaltigt zu werden. Auch wenn ich dich nach wie vor liebe, aber ich muss das erst einmal verarbeiten und dann noch dazu deine Aussage, dass ich dich nicht anders haben kann und du nicht weißt, ob du tatsächlich zu aufrichtiger Liebe fähig bist. Ich hatte mir unser Zusammensein einfach anders vorgestellt, verstehst du?“
Sie steigt abermals auf die Bremse, fährt von der Autobahn herunter auf einen Parkplatz, der sich gerade anbietet, stellt den Motor ab und lehnt sich nach hinten. Sie bedeckt ihr Antlitz mir beiden Händen und seufzt tief „Oh, Matt! Es tut mir inzwischen so leid, ich wollte doch nicht, dass du das Gefühl hast, vergewaltigt zu werden.“ sie schaut mich jetzt verzweifelt an „Das wollte ich wirklich nicht, ich wollte uns beiden nur die höchsten Wonnen der körperlichen Liebe bereiten, aber ich hatte keine Ahnung, wie unbedarft du wirklich bist. Hattest du bisher tatsächlich noch keinen anderen Sex, außer ‚Blümchensex’?“
Ich nehme meine Stirn in eine Hand und schüttle leicht mit dem Kopf „Nein Saundra, ich hatte bisher keinen anderen Sex, als das was sich ein normaler Mensch darunter vorstellt. Fesselsex und SM stand bisher jedenfalls noch nicht auf meinem Programm und ich hätte es auch nie getan, bis gestern, eigentlich hätte ich vorgewarnt sein müssen, aber ich habe es nicht ernst genommen.“
„Wie? Vorgewarnt? Was meinst du?“ fragt sie mich verwundert und dreht den Kopf in meine Richtung.
Ich sehe ihr in die Augen „Dein Vater meinte einmal, ich solle mich lieber von dir fern halten, du würdest mir nicht gut tun und ich hatte einen nächtlichen Streit zwischen euch beiden mitbekommen, bei dem ich aber nicht viel verstanden habe, außer dass du mich nicht ‚versauen’ sollst! Inzwischen weiß ich, was er gemeint hat.“
„Du hast den Streit mitgehört und hast nichts gesagt?“ sie wendet sich von mir ab, schließt die Augen und lehnt sich mit einem Seufzen zurück.
„Saundra!“ flüstere ich fast „Was hätte ich denn sagen sollen, ich habe eigentlich nichts davon verstanden, nur Bruchstücke und weshalb sollte ich mich in euren Streit einmischen, wenn ich nicht wirklich weiß, worum es im Wesentlichen ging.“
Sie atmet tief und schnell, während sie die Augen immer noch geschlossen hält, doch ich sehe in ihrem Augenwinkel eine Träne stehen, die mich fast dazu bringt, sie sofort in meine Arme zu ziehen, aber ich reiße mich zusammen.
„Ich möchte unsere Beziehung, doch auch nicht so schnell beenden, weil ich mich tatsächlich in dich verliebt habe und vielleicht können wir eine Zwischenlösung oder einen Kompromiss finden, bitte! Ich bin bereit, dir zu versprechen dich nicht nackt anzufassen, bis ich einen Orgasmus hatte, wenn du mir versprichst mich nicht mehr zu fesseln und zu knebeln. Okay!“ ich sehe, dass sie immer noch bebt und einen inneren Kampf mich sich selbst führt und lasse ihr Zeit mit einer Antwort, ohne sie weiter zu bedrängen.
Es dauert eine ganze Weile, bis sie die Fassung wiedergefunden hat und sie hält sich die Hand vor den Mund ehe sie spricht „Okay Matt! Ich will es auch versuchen! Aber ich weiß nicht, ob ich auf Dauer auf alle SM Praktiken verzichten kann, es gehört zu meinem Leben, wie die Luft zum Atmen.“ sie öffnet die Augen und es rollen ein paar dicke Tränen ihre Wangen hinab. Sie nimmt die Hand von ihren Lippen um meine Hand damit zu umfassen und ich würde sie am liebsten schon wieder tröstend in die Arme nehmen „Aber dir zuliebe, werde ich es tun … ich will es zumindest versuchen, denn ich begehre dich mehr, als ich je einen Mann vor dir begehrt habe, aber ich kann es nicht versprechen! Wenn ich in Fahrt bin, dann vergesse ich mich manchmal…“ erneut rollen Tränen über ihre Wangen und sie blickt auf ihren Schoß.
Sie begehrt mich also, wie noch nie einen Mann zuvor? Vielleicht liebt sie mich doch, ohne es selbst zunächst zu realisieren, weil sie das Gefühl von Liebe bisher noch nie kennengelernt hat?
Ich schöpfe neue Hoffnung und ziehe sie letztendlich doch in meine Arme, küsse die Tränen von ihrem Gesicht und berge ihren Kopf an meiner Schulter, wobei ich den Duft ihrer Haare tief in mich aufsauge.
Ich streichle tröstend über ihr seidenweiches Haar, wiege sie sacht hin und her und flüstere ihr zu „Wir werden Lösungen finden, Baby, wenn du mich nur nicht mehr so sehr überrumpelst. Wenn wir vielleicht vorher oder auch währenddessen besprechen, was du vorhast und wozu ich bereit bin, dann könnte es sogar klappen. Ich bin dem Ganzen ja nicht völlig abgeneigt, denn ich muss zugeben, dass du mir heute Nacht Orgasmen bereitet hast, die ich noch nie zuvor gehabt habe und mir meinen Körper auf eine Weise hast fühlen lassen, wie ich ihn noch nie gefühlt habe. Die Lust, die du in mir ausgelöst hast, hat bei weitem alles übertroffen, als das was ich bisher erlebt habe, aber dennoch haben mich die Fesseln und der Knebel…“ ich stocke einen kurzen Moment „…wie soll ich es sagen, etwas erschreckt, oder abgeschreckt! Ich möchte es in Zukunft einfach vorher wissen und meine Zustimmung dazu geben.“ ich nehme ihre Gesicht in meine Hände und schaue ihr tief in die grünen Augen „Wäre das in Ordnung für dich?“
Sie schaut mich zunächst wie verständnislos an, beginnt aber dann kaum merklich zu nicken und ein Lächeln huscht über ihr schönes Gesicht „Ja, Matt! Damit bin ich einverstanden! Lass’ es uns versuchen, bitte!“
Ich ziehe ihr Gesicht mit meinen Händen näher zu mir heran und küsse sie lang und zärtlich auf den Mund, was sie erleichtert erwidert, denn ihre Anspannung die ich kürzlich noch in ihrem Körper spürte, löst sich und sie lässt sich ganz entspannt in meine Arme sinken.
Bei einer Kusspause meine ich immer noch flüsternd „Lass’ uns nach Hause ins Camp nach Palenque fahren und dann werden wir weitersehen Saundra!“ ihre Augen beginnen wieder zu glitzern, wie tausend Smaragde und das Lächeln kehrt auf ihr wunderschönes Gesicht zurück „Ja, Matt! Das machen wir! Das ist gut so!“ sie küsst mich noch einmal sanft auf die Lippen, dreht sich nach vorne und startet den Motor von Neuem.
Die restliche Fahrt nach Villahermosa verbringen wir fast schweigend, denn wir bekommen auch endlich englischsprachige Radionachrichten herein, die über den Hurrikan berichten:
„…hat der Hurrikan Valerie schwere Schäden verursacht! Veracruz wurde durch eine riesige Flutwelle komplett zerstört. Von den Einwohnern, die nicht geflohen sind und zurückblieben, hat vermutlich niemand überlebt. Hubschrauber und Flugzeuge, die heute Morgen, das Katastrophengebiet überflogen haben, konnten keine Bewegungen ausmachen. Von Seiten der Behörden wird inzwischen von über dreihunderttausend Toten, allein in Veracruz gesprochen. Eine derartige Katastrophe biblischen Ausmaßes hat es in Mexiko noch nie zuvor gegeben und hat die bisher schwerste Naturkatastrophe, den Tsunami im Indischen Ozean zweitausendundvier mit über zweihunderttausend Toten bei weitem überschritten, denn Valerie zog von Veracruz und Tlaxcala auch über Mexiko-Stadt hinweg, wo er sich zwar abgeschwächt hatte, aber auch dort noch große Schäden angerichtet hat. Viele Gebäude, unter anderem auch ein großes Einkaufszentrum sind eingestürzt und unter den Trümmern werden ebenfalls tausende Tote vermutet…“
Saundra schaltet das Radio ab „Ich will das gar nicht hören, das ist ja furchtbar und ich hoffe nur dass José Chavelas geflohen ist und wenigstens ein paar seiner Bilder retten konnte.“ mit Tränen in den Augen schüttelt sie den Kopf „Wenn ich mir das vorstelle, eine Stadt mit über fünfhunderttausend Einwohnern einfach ausgelöscht, dem Erdboden gleichgemacht, das ist ja schlimmer als im Krieg.“
„Ja, da hast du allerdings Recht, das ist entsetzlich und ich merke gerade, was für ein riesiges Glück wir hatten, dass euer Haus etwas höher steht.“

Am Spätnachmittag kommen wir endlich in Villahermosa an und Saundra hält auf einem Parkplatz „Was machen wir jetzt Matt? Fahren wir weiter mit dem Auto bis nach Palenque, allzu weit ist es nicht mehr oder lassen wir uns von Dads Helikopter abholen?“
Ich sehe auf die Uhr im Cockpit und überlege kurz „Ich denke wir sollten weiter mit dem Auto fahren, also ich würde das teure Stück nicht herrenlos hier herumstehen lassen.“ und grinse sie an.
„Gut, kein Problem! Von der Seite her gesehen, hast du natürlich Recht, aber wenn dir dann nicht doch noch schlecht wird?“ flachst sie zurück.
„Also ich muss sagen, bis jetzt fehlt mir nichts, das muss wohl an dem Wagen liegen.“
Saundra schüttelt schmunzelnd leicht den Kopf und biegt zunächst in eine Tankstelle ein, wo sie den Wagen wieder volltankt und danach auf die Straße zurückkehrt, die nach Palenque führt.
„Willst du deinem Vater nicht Bescheid geben, dass er den Heli nicht zu schicken braucht?“
Sie macht eine wegwerfende Handbewegung „Ach was, der weiß doch nicht, wann wir in Villahermosa ankommen, das merkt er schon, wenn wir in Palenque eintreffen.“
Gegen sieben Uhr Abends erreichen wir endlich Palenque, ich bin total erledigt und schüttle erst einmal meine Beine aus, nachdem wir ausgestiegen sind, dabei sehe ich, dass Miguel und Mr. Dunaway, die sich im Küchenzelt unterhalten, große Augen machen.
Saundras Vater huscht im selben Moment ein Lächeln über das Gesicht, kommt auf uns zugestürmt, nimmt Saundra überschwänglich in die Arme und drückt ihr einen dicken Kuss auf die Stirn „Gott sei Dank, mein Engel, dass du lebst! Ich habe mir solche Sorgen gemacht, als die beunruhigenden Nachrichten, über Veracruz hereinkamen und ich dich nicht erreichen konnte.“ erneut drückt er sie an sich.
„Ja, ich weiß Dad, ich hatte mein Mobile Phone wieder einmal im Auto liegen lassen, aber ich glaube im Rettungskeller hätte es ohnehin nicht funktioniert und wenn ich es mitgenommen hätte, dann wäre es jetzt ohnehin kaputt, nachdem wir dort fast ertrunken wären und wir es nur Matt zu verdanken haben, dass wir lebend herausgekommen sind.“ sie sehen sich lange in die Augen und Mr. Dunaway küsst sie erneut auf die Stirn, bevor er sich zu mir wendet.
„Mr. Bolder, ich freue mich sehr, sie auch wieder gesund und munter zu sehen…“ mit einem vielsagendem Seitenblick auf Saundra, die sofort den Blick senkt, fährt er fort „…und vor allem, dass Sie wieder mit zurückgekommen sind. Kommt ihr beiden, ihr habt doch sicher Hunger?“
Wir nicken beide eifrig mit dem Kopf „Ich hatte Ihnen doch versprochen wiederzukommen Mr. Dunaway, in der Regel halte ich meine Versprechen, davon könnte mich nur der Tod abhalten und davon waren wir leider nicht allzu weit entfernt.“
Er schaut mich skeptisch von der Seite an „Wissen Sie was? Nennen Sie mich doch ab heute einfach Lázló, nachdem Sie meiner einzigen Tochter schon das Leben gerettet haben.“
Wir setzen uns an unseren gewohnten Platz und Miguel wuselt in seiner eigenen Art und in aller Eile schwitzend herum, um uns etwas zu essen zu bringen. Dabei fällt mir gerade jetzt erst auf, dass wir, trotz der Vorräte im Kofferraum, den ganzen Tag nichts gegessen haben.
Glücklich schaut Lázló von einem zum anderen und grinst von einem Ohr zum anderen „Esst euch erst einmal satt und dann müsst ihr mir die Geschichte mit dem Rettungskeller in allen Einzelheiten schildern.“ er grinst weiter und seine grünen Augen leuchten wie tausend Sterne.
Miguel hat köstlich duftende Wraps gemacht, ich beiße herzhaft hinein und heute ist es mir auch völlig egal, ob ihm wieder einmal das Chili-Fass ausgerutscht ist, mein Magen verlangt nach Nahrung. Er bringt uns außerdem noch drei große Gläser Chicha und verschwindet grinsend hinter seinem Herd.
Saundra beißt ebenso hungrig in die Wraps, kann aber gleichzeitig den Mund nicht halten und erzählt ihrem Vater die ganze Geschichte über den Hurrikan, den Keller und den Pferdestall bis in alle Einzelheiten.
Ab und zu muss ich dabei schmunzeln und leicht mit dem Kopf schütteln, wenn sie mich immer wieder heroisiert und mich als Helden darstellt, was meinem Selbstbewusstsein allerdings ganz gut tut, deshalb lasse ich sie reden und mische mich nur ein, wenn sie ein „Oder?“ mit Blick in meine Richtung wirft.
Mit ernster Mine hört sich Lázló die Geschichte an und als Saundra geendet hat meint er „Also eines verstehe ich wirklich nicht? Dass der Einstieg zum Keller undicht war, das hätte nicht sein dürfen und dem muss sofort nachgegangen werden, beziehungsweise werde ich einen neuen Keller bauen lassen, denn wenn der alte mit Wasser vollgelaufen ist, dann ist damit ohnehin nichts mehr anzufangen.“ sein Blick fällt auf mich und ein erneutes Lächeln tritt auf sein Gesicht „Matt ich wusste gar nicht, dass Sie so ein Held sind?“
„Das bin ich auch nicht Mr. … ähm Lázló, Saundra übertreibt maßlos.“ dabei werfe ich ihr einen tiefen Blick zu und sie schüttelt mit dem Kopf „Du bist viel zu bescheiden! Das war alles so, wie ich es erzählt habe, Dad! Ohne Matt wären wir alle ertrunken.“
Beschämt senke ich den Blick und nehme einen großen Schluck Chicha aus meinem Glas.
„Na dann, will ich dir einmal glauben mein Engel.“ er legt Saundra einen Arm um die Schultern und drückt sie an sich.
„Also sind Sie seit heute ein Held, Matt. Sie können stolz auf sich sein, drei Menschen das Leben gerettet zu haben!“ lächelt er mir zu.
„Nein, deswegen bin ich noch lange kein Held, ich wollte nur selbst auch gern weiterleben und ohne Jorgés Hilfe, hätte ich allein es auch gar nicht geschafft, außerdem haben Sie mir auch schon das Leben gerettet und stundenlang an meinem Krankenlager ausgeharrt.“ sage ich kleinlaut.
„Saundra hat Recht, sie sind viel zu bescheiden.“ er drückt kurz meine Hand, die auf dem Tisch liegt und schaut mir in die Augen „Wie kann ich mich denn erkenntlich dafür zeigen, dass Sie ihr das Leben gerettet haben?“
Ich schlucke betreten „Gar nicht! Erstens war das selbstverständlich und wie gesagt ich wollte ja selbst noch ein wenig weiter leben. Lassen wir das Thema doch einfach. Hat sich im übrigen Miss Spencer schon gemeldet? Und was macht unser Maulwurf?“
Mr. Dunaway schüttelt mit dem Kopf „Das glaube ich jetzt nicht! Der Mann ist gerade eben einmal mehr dem Tod von Schippe gesprungen und denkt schon wieder an die Arbeit! Matt“ sagt er, meinen Namen besonders betont „Sie hätten eigentlich heute noch frei und die Arbeit wartet auch gerne bis morgen.“
„Ja, und? Deswegen darf ich doch nachfragen oder etwa nicht? Ich habe auch nicht vor, heute noch eine ganze Pyramide auszugraben.“ gebe ich mich betont locker.
Lázló kratzt sich im Genick und zieht die Luft tief ein „Naja, also von dem Maulwurf, habe ich weder etwas gesehen, noch irgendetwas bemerkt, auch Hernán hat bisher nichts herausgefunden, da müssen wir einfach abwarten, was in Zukunft noch alles passiert. Aber Miss Spencer hat sich gemeldet und auch etwas herausgefunden, aber das muss ich Ihnen am PC zeigen, das kann ich nicht einfach so erklären.“ er macht eine abwinkende Handbewegung „aber das hat bis morgen früh Zeit. Ich denke, ihr beide seid bestimmt müde und Sie werden sicher noch Ihre E-Mails checken wollen, Matt?“
„Ja sicher! Vor allem wartet meine Mutter darauf, dass ich mich zurückmelde!“ ich schlage eine Hand vor den Mund „Scheiße! Meine Mutter! Die habe ich ja ganz vergessen! Die ist inzwischen bestimmt ganz krank vor Sorge, denn die Nachricht von dem verheerenden Hurrikan ist bestimmt schon um die ganze Welt gegangen und sie wusste ja, dass wir nach Veracruz wollten, das hatte ich ihr gemailt! Oh Gott! ich glaube das sollte ich schnellstens tun, nicht dass sie am Ende denkt, ich hätte nicht überlebt, das würde sie umbringen.“ Ich springe vom Stuhl auf „Ist mein Laptop in meinem Zelt oder bei Ihnen?“ frage ich Lázló.
„Ich habe ihn er vorhin wieder zurück in ihr Zelt gestellt, leider konnte ich mit den Diagrammen nicht allzu viel anfangen, denn ich hatte gestern andere Sorgen.“ er lächelt mich etwas schief an.
„Oh, ja! Entschuldigung! Natürlich!“ stammle ich verlegen „Ich schreibe nur schnell meiner Mutter eine Mail und komme dann wieder, wenn das in Ordnung ist?“ frage ich, denn ich möchte auf jeden Fall noch erfahren, was Miss Spencer herausgefunden hat und auch Saundra nicht ohne einen leidenschaftlichen Kuss ins Bett gehen lassen.
„Ja, natürlich Matt!“ antwortet Saundra „Dad und ich sitzen bestimmt noch eine Weile und trinken die eine oder andere Chicha.“ ihr Lächeln ist einfach bezaubernd!
Ich eile also in mein Zelt und starte meinen Laptop, dabei sehe ich dass jemand meine Reisetasche und die Einkaufstüte mit den Anzügen hereingestellt haben muss.
Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass jemand den SLS ausgeladen hat oder Mr. Dunaway irgendjemand eine Anweisung gegeben hat, er macht das irgendwie immer nur mit Augenzwinkern oder leichten Kopfbewegungen und alle seine Männer, wissen sofort was er will, unglaublich!
Ich öffne also Windows und starte mein E-Mail-Programm, es ist nichts Welt bewegendes dabei, nur ein paar Werbemails, aber keine von meiner Mutter oder von meiner Schwester. Warum auch? Die wussten ja, dass ich nach Veracruz wollte, also schicke ich mich an, eine Mail an meine Mutter zu verfassen, in der Hoffnung, dass sie es möglichst heute noch liest, damit sie sich keine Sorgen mehr macht.


Absenderadresse: Matt Bolder
Datum: 26. Oktober 2014 UTC 9.47 p.m.
Empfänger: Laura Bolder
Betreff: Mum! Ich lebe und es geht mir gut!


Meine liebste Mum,

leider konnte ich mich nicht früher melden und ich hoffe es geht dir einigermaßen gut!
Wir haben den Hurrikan in einem Rettungskeller auf Mr. Dunaways Anwesen, das auf einer kleinen Anhöhe steht, einigermaßen gut überstanden, die ganze Geschichte erzähle ich dir aber erst, wenn ich wieder zu Hause bin, das würde schriftlich einfach zu lange dauern.
Wir sind jetzt wieder zurück in Palenque und es geht mir gut, nachdem mein Magen wieder gefüllt ist, also mach’ dir bitte keine Sorgen mehr. Leider mussten wir die ganze Strecke mit dem Auto fahren, aber auch das habe ich überstanden, ohne dass mir schlecht geworden ist, das muss irgendwie am Wagen liegen.
Anzüge haben wir vorgestern zwar noch gekauft, aber leider keine Fotos mehr gemacht, der Hurrikan war schneller als wir, deswegen wirst du noch eine Weile darauf warten müssen, denn auch aus der Vormittagsmatinee wurde natürlich nichts!
Ich melde mich morgen wieder bei dir, Mum! Bitte sei mir nicht böse, aber ich habe noch eine Verabredung mit Mr. Dunaway und mit Saundra, die ich nicht verpassen möchte!

In Liebe dein Sohn Matt!


Ich schicke die Mail ab, schließe das Mail-Programm und stelle mir zufrieden vor, wie Mum die E-Mail erleichtert aufnimmt, aber jetzt kommt bestimmt wieder die alte Leier, dass ich nach Hause kommen soll, weil Mexiko doch so gefährlich wäre.
Ich klappe den Laptop zu und lasse ihn nach alter Gewohnheit wieder unter meinem Bett verschwinden, dabei fällt mir die Einkaufstüte mit den Anzügen ins Auge, für die ich im Moment gar keine Verwendung mehr habe, nehme sie aber trotzdem heraus und hänge sie an eine Zeltstange, damit sie sich wieder aushängen, denn die zwei Tage im Kofferraum haben sie ganz schön verknittert.
Schade eigentlich! Die Matinee mit Saundra zu besuchen, wäre bestimmt interessant gewesen, außerdem hätte mich ihre Beziehung zu diesem José Chavelas näher interessiert, ist er auch einer von den gewissen ‚Bekannten’ oder ‚Sub’, wie sie es nannte? Zum Anderen muss ich sie noch fragen, was ein ‚Sub’ eigentlich ist, ich habe den Ausdruck noch nie gehört, aber ich hatte nicht näher nachgefragt, weil bei unserem Streitgespräch im Auto andere Dinge wichtiger waren, als der Begriff ‚Sub’.
Ich sehe an mir herunter und bemerke, dass ich ja immer noch Mr. Dunaways Kleider anhabe und wünsche mir jetzt sehnlichst eine heiße Dusche oder wenigstens ein heißes Bad. Aber ich verwerfe den Gedanken erst einmal, vielleicht habe ich morgen früh mehr Glück damit und mache mich wieder auf den Weg zum Küchenzelt, in dem sich Saundra und ihr Vater inzwischen gegenüber sitzen und er ihre Hände streichelt.
Man merkt auf den ersten Blick, wie nahe sich Vater und Tochter sind und wie sehr sie sich gegenseitig brauchen, anscheinend ist die Verbindung der beiden auch nur deshalb so stark, weil die Mutter gefehlt hat.
Ich trete wieder an Tisch heran „Hat alles geklappt mit der Mail an Ihre Mutter?“ fragt mich Lázló.
Ich setze mich neben Saundra und meine „Ja, ich denke schon! Zumindest habe ich sie abgeschickt! Mehr kann ich nicht machen.“
„Und wenn Sie sie anrufen?“ fragt er zurück.
„Oh, lieber nicht!“ ich hebe abwehrend die Hände „Das dauert Stunden bei meiner Mum! Dann müsste ich ihr alles haarklein erzählen, das reicht auch noch, wenn ich wieder zu Hause bin. Ich bin ganz froh, dass die Mobile Phones hier nicht funktionieren und von dem anderen Telefon muss sie ja nichts wissen.“ antworte ich schief grinsend.
„Dein Mobile Phone? Wo ist das eigentlich?“ fragt mich Saundra stirnrunzelnd und ich kratze mich am Kopf „Gute Frage? Keine Ahnung, ich muss es wohl im Rettungskeller verloren haben, denn als ich mich abends im Bad ausgezogen habe, war es irgendwie schon nicht mehr da! Aber daran siehst du, wie oft ich es brauche, denn das ist mir bis jetzt noch gar nicht aufgefallen und ich habe es auch noch gar nicht vermisst. Ach was?“ meine ich schulterzuckend „Dann gibt es halt irgendwann ein Neues, aber im Moment brauche ich ohnehin keines, ist doch egal. Meine Armbanduhr vermisse ich schmerzlicher.“ dabei ziehe ich sie aus meiner Jeanstasche und betrachte sie mit zusammengekniffenen Lippen „Sie hat sich noch nicht wieder erholt, sie ist immer noch blind, aber vielleicht lege ich sie morgen einfach in die Sonne und wenn sie wieder trocken ist, geht sie möglicherweise auch wieder. Mit solchen billigen Zwiebeln für zwanzig Dollar habe ich schon die tollsten Sachen erlebt.“ ich grinse Saundra an und sie funkelt mit tausend Smaragden aus ihren Augen zurück.
„Oder es gibt doch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk!“ schmunzelt sie und ich sehe sie gespielt drohend an „Saundra! Nein! Das sagte ich dir doch schon, ich brauche keine Uhr von Rolex oder Cartier, die sind für meine Arbeit völlig ungeeignet! Außerdem will ich nicht, dass du so viel Geld für mich ausgibst, ich bin einfach nur ein Angestellter deines Vaters, mehr nicht! Also lass’ das mit deinen Gedanken! Ich brauche das nicht, ich bin nicht käuflich!“
„Ich will dich ja nicht kaufen...“ sagt sie laut und flüstert mir dann ins Ohr „… ich will nur, dass du dich mir freiwillig hingibst!“
Erschrocken sehe ich sie an und kann gar nicht glauben, dass sie so etwas sagt, solange ihr Vater uns gegenüber sitzt, welcher uns beide mustert und still in sich hinein schmunzelt. Ich glaube er weiß ganz genau, worum es geht und er wird sich wahrscheinlich auch denken können, was letzte Nacht geschehen ist, weil er Saundra so vielsagend angeblickt hat, als er mich begrüßte, was mich allerdings etwas peinlich berührt.
„Wie schaut es aus mit euch beiden, soll ich Miguel Badewasser warm machen lassen? Ich denke gestern Abend hattet ihr wohl nur kaltes Wasser und kein anständiges Vollbad.“ rettet Lázló mich aus der Situation.
„Oh, ja, das wäre nicht schlecht!“ antworten wir beide, wie aus einem Mund und brechen dabei in Gelächter aus. Lázló schüttelt ebenso lachend mit dem Kopf und geht zu Miguel hinüber.
Doch ich wende mich wieder ernst zu Saundra und packe sie an den Oberarmen „Wie kannst du nur so etwas sagen, wenn dein Vater mit am Tisch sitzt?“
„Warum?“ fragt sie mich verwundert „Er hat doch gar nichts gehört!“
„Das vielleicht nicht, aber seinem Gesichtsausdruck zufolge, hat er es sich offenbar gedacht und genau gewusst, was du gesagt hast.“
„Ja und?“ zuckt sie mit den Schultern „Er weiß schon lange, dass ich scharf auf dich bin, also hätte es auch keinen Unterschied gemacht, wenn ich es laut gesagt hätte.“
„Saundra!“ rufe ich entsetzt „Das ist mir aber peinlich vor ihm. Er ist nicht nur dein Vater, er ist verdammt noch mal mein Arbeitgeber. Verstehst du das nicht?“
„Nein! Aber Dad kennt mich, er weiß ganz genau, dass ich nicht locker lasse, wenn ich etwas will und im Moment bist eben du das...“ sie kommt mir näher, bis unsere Nasenspitzen sich fast berühren und flüstert „…und ich will dich Matt, mit Haut und Haaren und allem Drum und Dran. Verstehst du?“
Oh, diese Frau bringt mich noch um den Verstand, am liebsten würde ich sie jetzt vor all den Arbeitern in die Arme nehmen und leidenschaftlich küssen und noch lieber würde ich sie auf der Stelle vernaschen.
Sie legt den Kopf schief und ich rieche ihr Haar, fühle die zarte Haut an ihren Armen und plötzlich treffen sich unsere Lippen, wobei ich sie nun doch in meine Arme ziehe, denn sobald ich ihren Duft rieche, bin ich ihr wehrlos ausgeliefert.
Wir küssen uns lange und zärtlich und ich vergesse die Welt völlig um mich herum. Dass ihr Vater und Miguel nur ein paar Meter neben uns stehen und uns fünfzehn Lacandonen dabei zusehen, stört aber offenbar auch Saundra nicht, denn sie klammert sich fest um mich und lässt mich erst wieder los, nachdem ihr Vater sich vor uns räuspert und sich wieder auf seinen Hocker setzt.
„Könnt ihr damit nicht warten bis heute Abend? Ihr bringt die Indios bloß noch auf falsche Gedanken. Also, Miguel macht Wasser warm, allerdings reicht es nur für eine Füllung heute Abend, ihr müsst euch somit selbst einig werden, wer zuerst ins Wasser darf.“
Verlegen beiße ich mir auf die Unterlippe und lasse Saundra los „Tut mir leid Lázló, das ist gerade eben einfach so passiert.“
„Ja, ist ja schon gut! Vergessen wir es.“ er macht eine wegwerfende Handbewegung „Eine Chicha trinken wir aber noch zusammen, bevor das Wasser warm ist!“ lächelnd schaut er von einem zum Anderen und wir nicken beide.
Ich schiele Saundra von der Seite an „Und wer von uns beiden Hübschen, darf denn nun zuerst ins Wasser?“
„Also, wenn du zuerst gehen möchtest? Bitte, da habe ich kein Problem damit, so dreckig kannst du gar nicht sein, schließlich warst du gestern den ganzen Tag im Wasser.“ scherzt sie.
„Nein, ich denke, besser du gehst zuerst, deine Haare brauchen länger zum Trocknen als meine.“ lächle ich sie an.
„Okay, wenn du meinst.“ grinst sie zurück.
Miguel bringt uns abermals eine Chicha und ich wage es noch einmal Lázló auf das Ergebnis von Miss Spencer anzusprechen „Was im groben hat Miss Spencer, denn nun herausgefunden? Einzelheiten können wir ja morgen am PC besprechen, aber mich würde es einfach nur einmal so ansatzweise interessieren.“
Er kratzt sich an der Wange und streicht über das Kinn „Nun ja, sie schrieb, es seien mehrere Zeichen überlagert und dass es nicht einfach für sie war, sie voneinander zu trennen, weil sie immer wieder ineinander übergingen und manche Striche doppelt gedeutet werden könnten oder eben auch nicht und jedes Mal hätte das Zeichen eine andere Bedeutung! Sie hat jedenfalls alle Bedeutungen aufgeschrieben und miteinander verglichen und kam zu dem Schluss, dass es wohl heißen müsste: Die Wahrheit liegt unter diesem Stein! Ich habe sie daraufhin ein paar Mal gefragt ob es wirklich ‚unter’ diesem Stein heißt und nicht ‚hinter’ diesem Stein. Denn ‚hinter’ diesem Stein wäre ja die momentane Grabkammer, aber sie meinte es heißt eindeutig ‚unter’ diesem Stein und auf das Wort ‚hinter’ deutet absolut nicht hin.“
Miguel bedeutet uns mit dem Kopf, dass das Badewasser fertig wäre, Saundra trinkt ihr Chicha in einem Schluck aus und entschuldigt sich, wobei sie Richtung Waschzelt entschwindet.
„Hmm, ich verstehe das nicht? Ich habe die Wand und die Bodenplatten in dem Bereich doch eingehend unter die Lupe genommen und absolut nichts gefunden, wo man ansetzen könnte, um entweder Steine aus der Wand zu nehmen oder auch nur eine Bodenplatte anzuheben. Die Maya haben derart präzise gearbeitet, dass nicht einmal eine Rasierklinge in die Fugen passt.“ verständnislos lege ich mein Gesicht in beide Hände und reibe darüber hinweg, um kurz darauf kaum merklich mit dem Kopf zu schütteln und leicht zu seufzen.
„Ich weiß, Matt! Ich war ja dabei, aber vielleicht müssen wir noch gründlicher suchen oder ich muss mir eben einfach eine kaputte Bodenfliese kaufen, mein Kontaktmann hat mir ja sozusagen grünes Licht gegeben.“ er zuckt kurz mit den Schultern und macht eine entschuldigende Handbewegung.
„Ja schon, aber ich möchte möglichst wenige Schäden hinterlassen, das ist bei Altertümern immer sehr schade und vor allem haben das Generationen von Archäologen vor uns schon tausendfach gemacht. Wenn ich da nur an Howard Carter denke, der die Mumie von Tutanchamun zerrissen hat, nur um sie aus dem Sarkophag herauszubringen, weil sie durch mehrere Einbalsamierungsharze dort festgeklebt war. Heute gäbe es andere Möglichkeiten sie in einem Stück herauszulösen und das hätte sicherlich viele aufschlussreiche Einzelheiten erhalten, die wichtig wären, um dem Leben und dem Sterben von Tutanchamun auf die Spur zu kommen.“ nachdenklich stütze ich meinen Kopf auf die Faust.
„Ich weiß, Matt! Das möchte ich ja auch nicht, aber von einer einzigen Bodenfliese kann es doch nicht abhängen, ob wir dem Geheimnis von Pakal auf die Spur kommen?“ er sieht mich dabei eindringlich an und ich sehe ihm ebenso betont in die Augen „Wenn es der Wissenschaft nach geht, ist Pakal ja gefunden, in dem Sarkophag, den wir in der Pyramide bestaunen können. Aber wenn ich Sie so reden höre, scheint das alles gar nicht sicher zu sein? Worum geht es wirklich Lázló? Um Ihre Familiengeschichte?“ frage ich drängend.
„Nun gut! Jetzt muss ich wohl langsam Farbe bekennen.“ er seufzt tief „Meine Urgroßmutter hatte ihr ganzes Leben lang behauptet eine Maya-Prinzessin zu sein und in direkter Linie von K'inich Janaab Pakal I. abzustammen, sie ist ihr ganzes Leben nicht von dieser Behauptung abgerückt, daher glaube ich, dass sie der Wahrheit entspricht, das hatte ich Ihnen ja schon einmal erzählt. Ich konnte mir über Umwege von der Mumie, die im Tempel der Inschriften gefunden wurde und für Pakal gehalten wird, DNA besorgen, aber sie stimmt in keinster Weise mit der meinen überein. Deshalb denke ich, dass die einstigen Maya, die Nachwelt aufs Glatteis führen wollten und die Wahrheit wo ganz anders liegt. Über verschiedene Wege und Mythen der heutigen Lacandonen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass Pakal tatsächlich im Tempel der Inschriften begraben liegt, aber nicht in der Grabkammer die jedem bekannt ist, sondern möglicherweise tiefer. Zudem wurde bis heute auch seine goldene Kopfbedeckung nicht gefunden, die er als Zeichen seiner Würde trug. Über die Bedeutung des Jade haben wir uns ja auch schon unterhalten, sie muss nicht zwingend ein Zeichen der Königswürde sein, sondern könnte auch eine medizinische Bedeutung haben.“
Ich muss erst einmal hart schlucken, denn irgendetwas in der Richtung hatte ich mir schon gedacht, aber so konkret hatte ich es mir nicht vorgestellt. Mr. Dunaway hat also schon eine DNA-Analyse von der Mumie machen lassen und ich dachte, er würde nicht an sie herankommen. Jetzt wird es langsam wirklich interessant.
Ich nicke gerade bedeutend, als Miguel auf uns zukommt und winkend andeutet, dass das Bad frei wäre.
„Na dann, gehen Sie einmal in ihr wohlverdientes Bad und denken Sie heute Nacht nicht zuviel darüber nach, es reicht Morgen früh auch noch.“ lächelt er mir zu.
„Sehen wir uns noch?“ frage ich neugierig.
„Ich denke nicht! Ich habe zwei fast schlaflose, sorgenvolle Nächte hinter mir und ich denke ich werde jetzt am Besten ins Bett gehen, damit ich wenigstens morgen Früh wieder einigermaßen ausgeschlafen habe. Gute Nacht Matt! Schlafen Sie gut. Bis morgen.“ zwinkert er mir zu.
„Gut dann wünsche ich Ihnen auch eine gute Nacht! Bis morgen dann.“
Gemeinsam gehen wir hinüber zu unseren Zelten und ich verschwinde im Waschzelt, während sich Lázló in sein eigenes Zelt zurückzieht. Ich genieße das Bad im warmen Wasser und lasse mir entsprechend Zeit, wobei ich ausgiebig über die Situation in der Pyramide nachdenke, aber zu keinem Ergebnis komme.
Nachdem ich mich gründlich gewaschen habe, trockne ich mich ab und verlasse nur in Shorts bekleidet das Zelt, Lázlós Kleider lasse ich liegen, darum kümmert sich Miguel morgen.
Ich bin nicht überrascht, als ich mein Zelt betrete und dort Saundra mit einem entzückenden Negligé auf meinem Bett vorfinde, damit habe ich fast schon gerechnet. Sie liegt auf der Seite, den Kopf auf ihre Hand gestützt, mit einem hinreißenden Lächeln im Gesicht und ihre Augen glitzern diesmal nicht nur wie tausend Smaragde, sondern sie sprühen sozusagen Funken.
„Ich dachte schon, du willst gar nicht mehr kommen. Brauchst du immer so lange zum Baden?“ fragt sie mich herausfordernd und ich setze mich auf die Bettkante neben sie, nehme ihre freie Hand und hauche einen Handkuss auf ihre Handfläche.
„Nein, nicht immer, aber heute hat mir das warme Wasser gut getan und ich habe mich wohlgefühlt, das ist alles.“ lächle ich sie an.
„Und du hast mit Sicherheit über das Ergebnis von Miss Spencer nachgedacht. Habe ich Recht?“ sagt sie augenzwinkernd.
„Ja, natürlich hast du Recht, aber ich bin nach wie vor zu keinem Ergebnis gekommen, ich habe nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, wie wir durch den verdammten Boden kommen sollen. Ich bin inzwischen aber auch der Meinung, dass sich unter der Grabkammer noch ein weiterer Raum befindet, die Daten des GPR lassen gar keinen anderen Schluss zu, aber ich weiß einfach nicht, wie ich dahin kommen soll?“ ich schüttle kaum merklich mit dem Kopf und lächle sie an, wobei ich ihr Gesicht in meine beiden Hände nehme und ihr zuraune „Aber das soll uns heute Abend nicht weiter stören, dein Vater hat gesagt, mein Arbeitstag beginnt erst wieder morgen früh. Also vergessen wir es für heute einfach und wenden uns ganz anderen Dingen zu.“ ich küsse sie zärtlich auf den Mund, rutsche dabei neben sie auf die Matratze und drücke sie gleichzeitig auf den Rücken in die Kissen. Doch plötzlich schiebt sie mich mit beiden Händen von sich weg, rutscht unter mir hervor und erhebt ihren Oberkörper, wobei ich auf dem Rücken lande und ich schaue sie verständnislos an „Was ist denn, Saundra? Ich dachte …“
„Nein! nein, nein!“ ihr Atem geht schnell und tief, sie scheint aufgeregt zu sein „Ich kann das nicht Matt, nicht so.“ ihre Augen senden Panik aus „Tut mir leid, aber das geht nicht.“ sie schüttelt heftig mit dem Kopf und schlägt beide Hände vor das Gesicht „Es geht einfach so nicht! Ich kann es nicht.“ sagt sie verzweifelt.
„Saundra bitte.“ ich fasse nach ihren Händen, doch sie wehrt sie ab „Nein Matt! bitte lass’ mich.“ fast verängstigt schließt sie die Augen und atmet panisch ein und aus „Ich dachte, ich schaffe es, ich dachte wirklich mit dir geht es auch ohne Fesseln, aber ich schaffe es nicht, ich kann mich einfach nicht dazu überwinden, es ist besser ich gehe in mein eigenes Zelt.“ sie wälzt sich über mich hinweg und springt aus dem Bett, doch ich fasse blitzschnell nach ihrem Handgelenk und ziehe sie wieder zu mir herunter, um ihr tief in die Augen zu blicken „Saundra, was ist denn los?“ frage ich weich.
Doch sie scheint tatsächlich in Panik zu sein und ich verstehe ihren momentanen Zustand überhaupt nicht, was habe ich denn so Furchtbares gemacht? Hatte sie mir heute Nachmittag im Auto nicht versprochen, es ohne Fesseln und Knebel zu versuchen?
„Saundra bitte! Bleib! Bleib bei mir, was habe ich denn Schlimmes gemacht? Ich habe dich doch nur geküsst, mehr nicht. Was versetzt dich denn dermaßen in Panik, dass du sogar vor mir flüchten willst?“
Sie atmet immer noch in Panik und sieht mich eine Weile wortlos an, bis sie etwas ruhiger werdend vor dem Bett in die Knie geht und ihre Stirn auf die Matratze fallen lässt, wobei ich inzwischen ihr Handgelenk losgelassen habe und sie ihre beiden Arme um ihren Leib schlingt.
„Entschuldige, bitte! Es tut mir leid, aber ich kann es so einfach nicht … es geht nicht.“ ein Schauer erfasst ihren Körper und sie zittert, als hätte sie Schüttelfrost. Ich rutsche an die Bettkante und streiche ganz vorsichtig über ihr Haar, schiebe meine Hand unter ihr Kinn und zwinge sie damit, mich anzusehen „Saundra, bitte rede mit mir! Was ist los mit dir? Es war doch alles gut und jetzt gerätst du plötzlich so in Panik! Was um alles in der Welt, habe ich denn falsch gemacht?“ frage ich sie, immer noch beruhigend.
„Nichts … nichts hast du falsch gemacht, Matt. Es liegt an mir, ich kann es einfach nicht, Zärtlichkeit und Anfassen zuzulassen, bevor du …“ sie stockt erneut und seufzt tief „…ich hatte es dir doch schon erklärt…“ wieder schluckt sie hart „… bevor du einen Orgasmus hattest.“
Ich atme ebenso tief ein „Okay … und du denkst, das geht nur indem du mich fesselst?“
sie antwortet mit einem erleichterten langem „Ja!“
Unvermittelt muss ich daran denken, wie erniedrigend sich das gestern zunächst für mich angefühlt hat, dass ich mich als Mann von einer Frau fesseln lassen musste, ohne es verhindern zu können. Aber ich denke auch daran, dass sie mir dadurch die höchsten Wonnen bereitet hat und ich lasse mich erneut darauf ein, wobei ich ihr ein strahlendes Lächeln schenke „Also gut! Wie du willst, du kannst mich meinetwegen fesseln, aber nur wenn du mir versprichst, mich nicht wieder zu knebeln, denn das geht gar nicht.“
Ein erleichtertes Lächeln huscht über ihr Gesicht „Ist das dein Ernst? Du erlaubst mir, dich zu fesseln?“ ich nicke zustimmend „Auch, wenn knebeln dein Hard Limit ist?“ verständnislos schaue ich ihr in die Augen „Hard Limit?“ frage ich und sie lächelt weiterhin zaghaft „Das erkläre ich dir irgendwann später. Aber Fesseln ist gut.“ erneut entweicht ihr zunächst ein leichtes Lächeln, dem ein fast trauriger Ausdruck in ihrem Gesicht folgt „Ist das wirklich in Ordnung für dich? Ich will dir ja vorerst nicht allzu sehr weh tun aber verzeih’ mir bitte, ich kann einfach nicht anders, es liegt an meiner Natur und ich verspreche dir heute hoch und heilig, wenn die erste Schlacht geschlagen ist, dann darfst du mich überall anfassen und mit mir anstellen, was du willst.“ sie senkt die Augen kneift die Lippen zusammen „Wäre auch der Flogger okay für dich?“ fragt sie leise und blickt mir wieder in die Augen.
„Oh, der Flogger? Meinst du damit etwa die Peitsche mit der du mich geschlagen hast? Sie gehört für dich ebenso dazu, nicht wahr?“
Ihre Augen funkeln mich abermals an „Ja, der Flogger ist aus dieser sexuellen Spielart nicht wegzudenken, er gehört einfach dazu, wie die Luft zum Atmen.“
Erneut denke ich daran, wie es gestern war, am Anfang tat es etwas weh, aber dann löste es Gefühle auf meiner Haut und mir selbst aus, die ich noch nie zuvor gespürt und erfahren habe. So im nach hinein, war es doch eigentlich gar nicht so schlimm, vielleicht empfand ich das im ersten Moment nur so, weil sie mich so überrumpelt hatte.
Ich seufze tief und lächle sie abermals an „Ja Saundra, wenn es nicht mehr weh tut als gestern, dann ist es okay für mich. Aber hast du deine ‚Spielsachen‘ denn überhaupt dabei?“
Sie strahlt wieder über das ganze Gesicht und springt auf „Natürlich habe ich sie dabei, warte einen Moment, ich hole sie.“ sie drückt mir einen Kuss auf den Mund und entschwindet auch schon aus meinem Zelt, während ich ihr kopfschüttelnd nachblicke und mich frage, was ich hier gerade mache. Ich habe ihr doch tatsächlich meine Zustimmung gegeben, mich wieder fesseln und schlagen zu lassen.
Nur Minuten später erscheint sie mit dem Pilotenkoffer in der Hand, den sie in Veracruz noch in den Wagen geladen hat und stellt ihn erst einmal neben mein Bett, setzt sich zu mir auf die Bettkante und schaut mich schmunzelnd an.
„Was schmunzelst du denn so?“ frage ich sie.
„Ich freue mich so, dass du freiwillig mitmachst und nicht schreiend vor mir flüchtest, so wie es bisher all die anderen gemacht haben.“
„Ich, schreiend vor dir flüchten? Warum sollte ich? Schließlich bist du keine böse alte hässliche Hexe, wie aus einem Märchen.“ ich streichle vorsichtig ihren Unterarm „Im Gegenteil, du bist eine wunderschöne Frau, die auffallend gut riecht, in die ich sehr verliebt bin und außerdem, fällt mir gerade ein, wolltest du vorhin nicht vor mir flüchten? Schon vergessen?“
Sie senkt den Kopf „Ja, das war jetzt blöd von mir, das hätte ich nicht sagen sollen.“
Ich drücke ihren Arm kurz „Komm, vergiss es. Wolltest du mich nicht fesseln? Oder hast du es dir anders überlegt?“ demonstrativ hebe ich beide Arme über den Kopf, halte mich an den Eisenstäben des Bettgestelles fest und grinse sie herausfordernd an.
Mit glühenden Augen beugt sie sich über mich „Ich hoffe nur, du bereust das nicht.“ sie drückt mir einen harten Kuss auf den Mund und zieht sich abrupt wieder zurück, um den Pilotenkoffer zu öffnen und mehrere Seile herauszuholen. Sie bindet damit sorgfältig jeden Arm und jeden Fuß einzeln an das Bestgestell und nimmt sich diesmal sehr viel Zeit für die Knoten, wobei sie mir erklärt, dass diese Knoten sich nicht zusammenziehen können und damit dann auch keine tauben Hände und Füße hervorrufen.
Sie küsst mich ein weiteres Mal und flüstert „Soll ich dir wieder die Augen verbinden oder möchtest du etwas sehen? Mit verbundenen Augen sind die Gefühle und Empfindungen in der Regel viel intensiver.“
Ich lecke mir die Lippen und merke in erwartungsvoller Vorfreude, dass ich bereits eine erstaunliche Erektion habe „Nein, Saundra, ich möchte dich heute sehen, wenn du mich schlägst und wenn ich mehr fühlen möchte, kann ich meine Augen ja immer noch zumachen.“
„Okay! Wie du willst, es ist deine Entscheidung! Wir brauchen noch ein Safeword, welches Wort willst du nehmen?“
„Wir brauchen was?“ frage ich verwundert.
„Ein Safeword! Wenn es dir zu viel wird oder du Schmerzen hast und es nicht mehr aushältst, dann kannst du es benutzen und ich höre sofort mit der Aktion auf, aber man benutzt es eigentlich nur im äußersten Notfall und man sollte vorher ausmachen, um welches Wort es sind handelt. Du kannst zum Beispiel Worte nehmen wie Rot oder Gelb, Hund oder Katze, Haus oder Brücke, das ist eigentlich egal, aber ich muss wissen, dass es das Wort ist, das alles beendet.“
„Ach so ist das, aha! Dann nehme ich am besten Rot, das passt ganz gut und warum hatten wir das gestern nicht?“
„Gestern? Weil ich dich unbedingt wollte und weil ich dir zeigen wollte, wie hoch man die sexuellen Lüste schaukeln kann, ich wollte nicht, dass du es vorher abbrichst, denn ich hatte ohnehin nicht daran geglaubt, dass es zu einem zweiten Mal zwischen uns kommt.“ sagt sie zweifelnd.
„Aber gehofft hast du es doch, oder?“ frage ich lächelnd zurück.
„Ja, natürlich, weil ich dich unheimlich attraktiv und sexuell sehr anziehend finde und weil ich dich sehr mag, so wie du bist.“ sie küsst mich erneut auf die Lippen, aber dieses Mal sehr zärtlich und lange, wobei ihre Zunge eine wahre Forschungsreise in meinem Mund begeht.
Sie hält mein Gesicht mit beiden Händen fest und ihre Daumen streicheln sanft über meine Wangen, das allein macht mich schon nervös und dann noch dieser Kuss, hmm, mein Atem wird schneller und sehnsuchtsvoll warte ich darauf, was sie als Nächstes tut.
Sie beendet den Kuss und schaut mir tief in die Augen, auf die sie mir kurz darauf jeweils einen zärtlichen Kuss gibt „Ich liebe deine stahlblauen Augen, sie sind so schön und so tiefgründig.“
Ich atme tief ein, was hat sie gesagt? Sie liebt meine Augen? Dann liebt sie womöglich auch mich? Mein Herz macht einen riesigen Hüpfer und gleich darauf einen Purzelbaum, ich schließe meine Augen und genieße diesen Augenblick in dem sie mir so nahe ist. Doch gleich darauf löst sie sich von mir und ich halte meine Augen geschlossen, dabei kann ich hören, dass sie in ihrem Pilotenkoffer herumkramt und offenbar mehrere Dinge herauslegt, die ich vom Bett aus sowieso nicht sehen könnte, weil sie die Sachen auf den Boden legt.
Erregt warte ich darauf, was sie als nächstes tut und kann es kaum erwarten, doch was hat sie gestern gesagt? Ich muss lernen meine Ungeduld im Zaum zu halten?
Oh, Mann, weiß sie eigentlich wie schwer das ist, wenn die Erektion schon gegen die Shorts drückt! Oh, Scheiße, ich habe die Shorts noch an, ich habe ganz vergessen sie auszuziehen, bevor ich mich fesseln lies, was sie damit wohl macht? Immerhin sind es noch die Shorts ihres Vaters, die ich da anhabe.
Verstohlen öffne ich ein Auge, um vielleicht etwas zu sehen und erschrecke fast, denn ihr Gesicht ist ganz nah vor dem meinen „Naaa,“ dehnt sie das Wort in die Länge „du kannst es wohl schon gar nicht mehr erwarten, was? Ich sehe da etwas sehr reizvolles in deiner Leibesmitte, das sich ganz neugierig in die Höhe reckt.“ haucht sie mir zu.
Ich stöhne kurz auf „Oh, Saundra! Mach’ es doch nicht so spannend, bitte! Du hältst mich schon wieder so lange hin und ich kann es kaum noch erwarten, bitte setz dich auf mich oder blase ihn mir, so wie gestern, das war der blanke Wahnsinn! Bitte!“ jammere ich leise.
„Was? Höre ich dich da etwa jetzt schon um Erlösung betteln?“ fragt sie belustigt.
„Ja! Bitte!“ stöhne ich erneut auf.
„Matt, mein Liebster! Wir haben noch gar nicht richtig angefangen, wie soll ich dir da jetzt schon Befriedigung verschaffen? Ich bin noch lange nicht so weit, um mich auf dich zu setzen.“ sie grinst mich geheimnisvoll an. Oh, mein Gott, in welche Höhen der Lust will sie mich heute treiben?
Erneut schließe ich meine Augen fest und warte auf das was kommt und erwarte eigentlich den Flogger, doch was sich dann um meine rechte Brustwarze schließt ist irgendetwas anderes. Ein stechender Schmerz durchflutet mich und lässt mich zusammenzucken, ahh, verdammt! Was macht sie da nur? Ich ziehe an den Fesseln und Saundra hatte Recht, sie ziehen sich wirklich nicht mehr fest und schnüren mir das Blut ab, aber was um alles in der Welt macht sie jetzt wieder mit mir?
„Ahh, Saundra.“ stöhne ich schmerzerfüllt auf „was machst du da wieder mit mir! Oh, mein Gott! Bitte mach’ es wieder weg!“ mein Atem geht kurz und stöhnend und der stechende Schmerz treibt mir fast die Tränen in die Augen, die ich gequält zusammenkneife.
„Oh, Nein! Bitte nicht! Saundra!“ rufe ich verzweifelt, aber ich will jetzt noch nicht dieses verdammte Safeword benutzen, sonst hält sie mich nur für einen Schwächling, der gar nichts aushält und vor allem davonläuft, wie alle anderen vor mir und ich atme keuchend aus.
„Warte es ab, mein Hero! Jetzt kommt die zweite!“ sie zieht an meiner linken Brustwarze und augenblicklich schließt sich abermals etwas Festes um sie und wieder durchzuckt mich ein unsäglicher Schmerz. Ich kneife meine Augen noch fester zusammen und zerre an den Fesseln „Oh, Saundra! Was machst du denn? Das tut schrecklich weh!“ mein Atem geht nur noch keuchend und stockend.
„Ich weiß, aber das wird dir im richtigen Augenblick Lust verschaffen, die du noch nie erlebt hast.“ verspricht sie mir.
„Whuhu! Ahh! Das hoffe ich sehr für dich, denn das tut verdammt weh! Oh, mein Gott, was treibst du nur mit mir?“ presse ich schmerzgeplagt hervor.
„Wenn es zu schlimm ist und du es nicht mehr aushältst, gibt es das Safeword.“ sagt sie ruhig.
„Ja, ich weiß.“ hauche ich tonlos.
„Wie lautet es?“
„Rot!“
„Sehr gut! Willst du es benutzen?“
„Nein“ antworte ich gequält „Ich will wissen, welche Grausamkeiten du noch so alles für mich auf Lager hast.“
„Ha,“ grinst sie „dabei gehören Nippelklemmen noch zu den harmlosesten Sachen. Willst du wirklich noch mehr kennenlernen?“
„Nein!“ rufe ich aus „Das war nur ein Scherz. Bitte nicht.“ dabei merke ich, dass der stechende Schmerz langsam nachlässt und meine Brustwarzen leicht taub werden, wobei sich auch meine Atmung wieder normalisiert.
„Lässt der Schmerz schon nach?“ fragt sie mich sanft und küsst mich auf den Mund, wobei ich nur noch nicken kann.
„Bist du bereit für den Flogger?“ flüstert sie mir ins Ohr und knabbert an meinem Ohrläppchen.
„Ja!“ raune ich kurz zurück.
Sie bückt sich nach dem Flogger und beginnt mich, nach dem gleichen Muster wie gestern auszupeitschen, zuerst hart und heftig bis hin zu einem leichten Streicheln. Zunächst fühlt sich meine Haut wieder warm an und kribbelt sensationell und am Schluss, als die weichen Lederstreifen nur noch sanft über meine erregte Haut streicheln, spüre ich, dass wieder alle Nervenenden bereit sind, auch nur die kleinsten Berührungen aufzunehmen.
Sehnsuchtsvoll warte ich darauf, dass sie endlich meinen erigierten Penis aus den Shorts befreit und ihn ebenso liebevoll in den Mund nimmt wie gestern, doch sie kramt erneut in dem Pilotenkoffer herum und ich höre sie leise fluchen.
„Was ist denn, Saundra? Was suchst du denn?“ frage ich sehnsüchtig wartend.
„Ach verdammt, dieses Provisorium macht mich wahnsinnig! In einem Spielzimmer hat man alles schön sortiert parat liegen und muss nicht suchen, aber dieser Koffer regt mich auf, weil alles durcheinander ist.“ bleibt sie leicht sachlich, obwohl ich schon fast platze vor Lust.
„Was hast du denn da alles drin?“ frage ich neugierig weiter.
„Och, so einiges! Die Seile, den Flogger, verschiedene Vibratoren, einen Dildo, Nippelklemmen, Handschellen, Fußfesseln, Butt-Plugs oder auch Analstöpsel genannt, Cockringe, die ich gerade suche und noch einige andere Sachen. Ah, jetzt habe ich ihn.“
Ich bekomme erst einmal große Augen, denn von manchen Sachen, wie etwa den Analstöpseln hatte ich schon gehört und wohl auch schon welche gesehen, aber mir nie vorstellen können, so etwas zu benutzen.
„Was hast du gesucht?“ frage ich verständnislos und nervös.
„Den Cockring.“ sie hält mir einen Ring aus Metall vor die Nase, an dem Lederriemen angebracht sind.
„Um Himmels willen, was macht man denn damit?“ die schlimmsten Dinge gehen mir durch den Kopf.
„Das wirst du gleich spüren, aber jetzt sei still und fühle einfach nur noch. Bitte!“ haucht sie mir zu und küsst mich zunächst weich auf die Lippen, woraufhin sie meinen Hals küsst, ganz langsam und ausgiebig und keinen Zentimeter davon auslässt. Doch als sie die Kuhle zwischen den Schlüsselbeinen liebkost, strömen die ersten Wellen der absoluten Lust durch meinen Körper „Ah, Saundra! Das ist schön!“ stöhne ich auf und schiebe mein Becken nach vorne.
Doch sie reagiert darauf gar nicht, sondern küsst sich vor, bis zu meinen Brustwarzen, die von den Klemmen gequetscht werden und spielt mit der Zunge daran. Ein erneutes Aufstöhnen entfährt meinen Lippen „Ahh!“, wodurch mein erigierter Penis noch mehr gegen die Shorts drückt.
Sie küsst sich weiter nach unten und beschäftigt sich wieder lang und eindrucksvoll mit meinem Nabel, den sie kunstvoll mit der Zunge reizt, was neuerlich alle Muskeln meines Unterleibes zusammenziehen lässt und eine neue Welle der Lust schwappt durch mich hindurch wie heiße Lava.
„Oh, Saundra.“ stöhne ich auf „Bitte!“ ich atme tief ein und abermals stöhne ich auf vor höchster Begierde nach Entspannung.
Sie hebt den Kopf „Was? Bitte!“
„Ahh!“ stöhne ich erneut auf „Bitte erlöse mich, ich habe das Gefühl, dass mein ganzer Körper brennt vor Leidenschaft.“ bettle ich, wie ein räudiger Hund, doch sie schüttelt nur leicht den Kopf.
„Ich habe dir doch gestern schon erklärt, du musst lernen zu warten.“ dabei schiebt sie ihre Hand unter den Rand der Shorts und streichelt sanft meinen Bauch.
„Oh, Saundra! Nimm ihn in die Hand bitte, du treibst mich noch zum Wahnsinn!“ flehe ich weiter, doch sie krallt sich in dem Stoff fest und reißt mir die Shorts mit einer einzigen Handbewegung vom Leib, wobei meine Erektion in die Höhe schnellt und ich zunächst befreit aufatme und den Kopf nach hinten werfe. „Ahh!“
Wieder warte ich darauf, dass sich ihre feuchten Lippen endlich über meinen Penis legen, doch stattdessen schiebt sie etwas Metallenes darüber, was am Ende meine Peniswurzel fest umschließt. Offenbar handelt es sich um den Cockring, den sie gesucht hatte und sie legt weiche Lederbänder vorsichtig um meine Hoden und knöpft sie zu, dabei spüre ich eine gewisse Enge, die aber nicht unangenehm ist, sondern neue Lüste und Gefühle in mir auslöst, die ich bisher nicht kannte.
„Ahh, Saundra! Was ist das? Was machst du da schon wieder mit mir?“ ich versuche einen Blick zu erhaschen, aber dadurch, dass ich an das Bett gefesselt bin, kann ich den Kopf kaum heben und sehe so gut wie gar nichts.
Sie küsst mich auf die Hoden, die sich in ihrem jetzigen Gefängnis sehr prall anfühlen und saugt daran, wieder rollt eine Welle der Lust durch mich hindurch und Saundra raunt leise „Fühle einfach nur und schließ’ die Augen.“ wobei sie nun endlich ihre Lippen über meinen harten Penis stülpt und anfängt daran zu saugen.
„Woah“ der glatte Wahnsinn, meiner Kehle entströmt nur noch ein Stöhnen nach dem anderen und ich erwarte jeden Augenblick die Erlösung, doch die lässt unter den unglaublichsten Gefühlen auf sich warten, das kenne ich gar nicht von mir oder hat das möglicherweise etwas mit diesem Ring auf sich.
Saundra leckt meinen Penis hinauf und hinunter, saugt daran, so dass sich dieses irre Vakuum bildet, das mir gestern so gut gefallen hat und sie knetet dabei meine Hoden in einer Art und Weise, dass ich fast ohnmächtig werde, vor Verlangen.
Mein Atem geht nur noch stoßweise und ich winde mich unter ihr wie ein Fisch an Land, dabei zerre ich an den Fesseln bis das Eisenbett zu quietschen anfängt. Doch dann schiebt sie mir auch noch einen Finger in den Anus und damit es dann um mich geschehen, wieder brennt ein Feuerwerk vor meinem geistigen Auge ab und ich entlade mich abermals in ihrem Mund, mit einem unglaublichen Orgasmus.
Gleichzeitig löst sie mit einer Hand die Nippelklemmen „Woah!“ welches einen erneuten kurzen und heftigen Schmerz in mir auslöst, aber dadurch meinen Erguss um einiges heftiger ausfallen lässt und ihn sogar noch verlängern.
Schwer atmend und erleichtert liege ich nun auf der Matratze und Saundra leckt wieder meinen Penis sauber, was mir auch heute fast unangenehm ist, denn das hielt ich bisher für eine Erniedrigung der Frau vor dem Mann, doch Saundra scheint Spaß daran zu haben, sonst würde sie es ja nicht machen und ich atme erleichtert auf. Die erste Schlacht ist geschlagen und nun darf ich sie endlich anfassen, das hat sie jedenfalls gesagt, obwohl ich ihr inzwischen so Einiges zutraue.
Sie schiebt sich auf mich und schaut mir in die Augen, wobei die ihren wieder glitzern wie tausend Smaragde „Nun? Wie hat dir das gefallen?“
„Es war der absolute Wahnsinn Saundra, ich kann es gar nicht beschreiben, aber warum lässt du mich immer so lange zappeln.“ frage ich etwas beleidigt.
„Weil du es dann viel ausgiebiger genießen kannst und der Orgasmus dadurch heftiger und befriedigender ausfällt. Ist dir das nicht aufgefallen?“ raunt sie.
„Doch schon, aber …“ sie legt mir einen Finger auf die Lippen „Psch! Ich habe Recht und du wirst es noch lernen, es mehr zu genießen, du musst dich nur noch etwas mehr fallen lassen, du bist noch viel zu angespannt.“ sie greift nach den Handfesseln, löst sie und reibt mir die Handgelenke.
„So, angespannt bin ich also? Wundert dich das? Wenn ich nie weiß, was du mit mir machst und was als nächstes kommt.“ schmolle ich etwas.
Sie legt sich neben mich und fährt die Umrisse meiner Lippen mit dem Finger nach „Aber genau das ist doch das spannende daran, wenn man nicht weiß was als Nächstes kommt.“
Ich lege meinen Arm um sie und streichle ihre Schulter.
„Aber das mit den Klemmen war gemein, das hat scheiße weh getan, weißt du das?“ sage ich vorwurfsvoll.
„Ja ich weiß, aber sie verstärken den Orgasmus, wenn man sie im richtigen Augenblick löst.“ grinst sie.
„Ja, das habe ich natürlich gemerkt, aber es wäre schöner gewesen, wenn du mich vorgewarnt hättest.“ dabei schürze ich die Lippen etwas.
„Dann hättest du mit Sicherheit nein gesagt und das wollte ich nicht.“ schmollt sie.
Ich schüttle nur leicht mit dem Kopf „Und was hat das mit dem Ring auf sich? Wozu soll der gut sein?“
„Er verursacht einen Blutstau und verzögert dadurch den Orgasmus zeitlich nach hinten.“ grinst sie jetzt wieder vielsagend.
„Aha! Damit du mich noch länger quälen kannst, du kleine Sadistin.“ sage ich scherzhaft und kitzle sie unter der Achsel.
„Nein, Matt! Bitte hör auf, nicht kitzeln, sonst muss ich dich wieder anbinden!“ lacht sie.

ENDE der LESERUNDE!
Es folgen keine weiteren Seiten!

cultureman

vor 3 Jahren

Seite 251 - 300

Schade!!!
Das ist so eine exquisite Geschichte und ich habe sie geradezu verschlungen, weil sie u.a. auch noch so klasse geschrieben ist.
Bin echt traurig, dass der Autor hier mit der Leseprobe aufhört!
Kann es andererseits aber auch gut verstehen, wenn von den angekündigten Gewinnern des Buches, sich nur ein einziger mit einer (aus meiner Sicht) nicht angemessenen Rezession beteiligt!
Echt Schade für so ein so tolles Buch, das meiner Meinung nach den Rang "Bestseller" weitaus verdient hätte.

LiberteToujours

vor 3 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

Dass sich hier niemand zu Wort gemeldet hat finde ich allerdings auch schade. Denn auch, wenn's nicht meins war - wenn man schon ein Buch geschenkt bekommt, sollte man sich die Mühe machen, seine Meinung einigermaßen konstruktiv mitzuteilen.
Auch dass die Lektorin dir Mut macht finde ich gut und richtig. Denn wie bereits in meiner Rezension erwähnt finde ich durchaus, dass du Potential hast.
Viel Glück und Erfolg noch weiterhin!

KittyCatZombie

vor 3 Jahren

Was genau ist denn hier passiert?

KittyCatZombie

vor 3 Jahren

@Sunreading

ok..die Entäuschung kann ich natürlich verstehen...und bei dir auch warum du nicht gelesen hast. Das weiß man ja vorher nicht...was ich nicht verstehe...warum hat denn niemand anders sich beteiligt?

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 2 Jahren

Das Buch wurde komplett neu überarbeitet und lektoriert neu in den Verkauf gestellt! Bitte überzeugt euch selbst von den Neuerungen.
Teil 2 "Ungarn" folgt in den nächsten Tagen, ebenfalls neu überarbeitet!

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