Zum Glück kurz, da guter Stoff vermurkst wurde.
Inhalt: In der Silvesternacht im Einwandererviertel von New York, macht sich Bredica auf die Suche nach den Mördern ihrer Mutter. – Mit Vorurteilen bewaffnet trifft sie auf Ablehnung, Geheimnisse und brutale Gewalt gegen sich selbst.
Sichtlich geschunden wird sie vom Vater scheinbar gerettet. Erst langsam kommt sie Erkenntnis, wer den Tod der Mutter wollte. – Und den ihren will.
Bredica macht Nägel mit Köpfen.
Mein Leseerlebnis: Ich hatte nicht wirklich eine Ahnung, ob ich mich auf das Buch freuen sollte, oder nicht. Die Reihe umfasst vier Bände, hier handelt es sich um den vierten Band der Reihe und so unterschiedlich wie die Autorinnen, so unterschiedlich waren auch die Storys bisher. – Es war also so ein Ding, was hier kommen sollte.
Bei der Schwefelbraut soll es sich um eine Adaption vom Märchen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ handeln. Allerdings hätte s hier in jedem Fall eine Triggerwarung gebraucht. Im Prinzip bestand die Story aus Gewalt und Gewalt und Gewalt.
Die Protagonistin bleibt eine flache Figur. Man erfährt kaume etwas über sie, was nicht mit der Geschichte zu tun hat. – Sie durchstreife die Silvesternacht, um Rache an den Mördern ihrer Mutter zu nehmen. Dabei zieht sie durch das Viertel, in dem sie wohnt und wird im Prinzip überlall angefeindet und tätlich angegriffen.
Zwischendrin war dann noch etwas mit einem Loch im Keller, aus dem der Schwefel für die Hölzchen gewonnen wird und dem eine Macht innewohnt, die wohl eine Art magische Macht verleiht und dabei die Seele auffrisst.
Ich habe das Buch gelesen und das war es dann auch schon. Ich konnte es von meinem Sub streichen und damit war es das dann auch.
Fazit: Ein kleines unscheinbares und schmales Taschenbuch. Ich bin auf die komplette Reihe auch nur durch einen dummen Zufall gestoßen.
Die Seitenaufteilung war ganz ok. Die Schrift hätte einen Tacken größer sein können, aber der ganze Rest war recht stimmig.
Für eine Märchenadaption war das alles zu brutal und blutig. Mit einem Märchen hatte das alles absolut nichts mehr zu tun.
Auch Bilder im Kopfkino sind hier ausgeblieben und oftmals habe ich die Zusammenhänge nicht verstanden. Das hat sich lesen lassen, als wäre die Autorin komplett in ihrer eigenen sadistischen Welt gewesen und konnte die aber nur unzureichend erklären.
Ich kann dieses Buch leider so gar nicht empfehlen, da ich es nicht unterstützen kann, dass eigentlich guter Stoff so verkorkst beschreiben wird.