M.K. Hume King Arthur

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Inhaltsangabe zu „King Arthur“ von M.K. Hume

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  • Rezension zu "King Arthur" von M.K. Hume

    King Arthur

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. April 2012 um 14:00

    *Inhalt:* Das römische Reich ist nicht mehr, was es einmal war. Es hat an Macht und Stärke verloren und Britannien längst verlassen. König ist dort Uther Pendragon, einst stark, doch nun selbst am Scheidepunkt: Denn Uther ist alt und dem Tod nahe. Und so zerbricht Britannien, indem es uneins ist. Weit von solchen Belangen entfernt, wächst der Junge Artorex bei Lord Ector und dessen Frau Livinia auf. Er wurde als Pflegekind zu der Familie gebracht und wird dort wenig respektiert, vor allem nicht von seinem Pflege-Bruder Caius. Eines Tages tauchen allerdings drei Fremde auf. Sie verlangen von Lord Ector, Artorex für den Kampf und noch vieles mehr auszubilden. Keiner versteht die Beweggründe, am wenigsten Artorex, doch man nimmt die Befehle schweigend hin. Und so wird aus dem einst ungeliebten Pflegesohn und -bruder ein Kämpfer und Verwalter der Villa von Lord Ector. Nachdem aus ihm ein gutherziger, aufrichtiger und ehrlicher Mann geworden ist, der ein Meister in Kampf und Taktik ist und aus Loyalität zu seiner Heimat erfolgreich in den Kampf gegen die Sachsen gezogen ist, wird man ihm eröffnen, wozu das alles nötig war: Er soll der König Britanniens werden. *Meinung:* Die Legende rund um König Arthur ist fast so alt wie Legenden selbst: Ein König, der Britannien mit Kampf und Herz vereinigt, zu einem Königreich, in dem jeder gleich viel wert ist, egal welchen Standes, egal welcher Abstammung. Es scheint utopisch und ist doch einfach nur der innerste Wunsch nach Gerechtigkeit. Und König Arthur macht diese Utopie wahr, wenn auch nur für einen Moment und wenn auch nur in einer Legende. Die Autorin Hume greift diese Legende auf, wie so viele vor ihm. Vieles davon ist gut, manches kann man getrost vergessen. Dieses Buch jedoch, der Auftakt einer Trilogie, lohnt jede Seite, die man liest. Mittels eines bekannten und doch anderen, veränderten Ansatzes geht Hume an die Geschichte ran. Er steckt Arthur zu einer römischen Familie mit keltischen Wurzeln und lässt ihn so, gleichermaßen römisch als auch keltisch, aufwachsen. Dieser Ansatz ist altbekannt und bringt doch eine gewisse Eigenheit mit sich. Die Charaktere werden äußerst komplex dargestellt. Immer wenn man glaubt, einen Charakter durchschaut zu haben, überrascht er durch ein für ihn untypisches Verhalten. Doch am erstaunlichsten ist der Charakter des Artorex selbst, der zu anfangs so naiv und unbedarft wirkt und der sich durch seine Erlebnisse weiter entwickelt. Er entwickelt sich zwar mit Ecken und Kanten, ist sturer als es jeder Ochse sein könnte, aber er hat sein Herz immer am rechten Fleck. Blutig und grausam waren damals die Zeiten zum Teil und genau so schildert Hume das Geschehen, geschmückt mit historischen Details. Sie beschönigt nichts und das macht die Geschichte auch so besonders. Wer Filme und Bücher zu diesem Thema kennt, kennt sicherlich auch die schwarz-weiß Malerei zwischen den "guten Kelten" und den "bösen Sachsen" – Hume gestaltet das Geschehen realistischer, indem sie keine der beiden Seiten in den Himmel lobt. Und so schafft sie die beste Umsetzung des Arthur-Epos', die ich seit langem gelesen habe. *Fazit:* Barbarisch wirkende Sitten, Heldenmut und Königswürde, vermischt mit Emotionen, Spannung und Humor – So wünscht man sich die Aufarbeitung und Neuumsetzung alter Legenden.

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